Hund verwechselt alles HILFE!!

Dabei
18 Aug 2014
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#1
Kiwi ist jetzt 10 monate alt und an sich ein toller Hund. Mit nem halben Jahr habe ich mit kleinen Tricks angefangen und mit dem Clicker. Sie konnte Pfote geben ziemlich schnell und auch Schäm dich funktionierte super. Dann haben wir Männchen und Peng probiert.... was auch geklappt hat. Und daaaannn hab ich wohl nen riesen Fehler gemacht und zwar hab ich mit "zeig mir was du kannst" angefangen. Also mich hingesetzt mit dem Clicker und ich wollte das sie alles mögliche zeigt von sitz platz bis männchen etc. geclickt wurde immer bei neuen sachen. sah so aus das sie sich gesetzt hat - CB, platz CB, platz - nix, peng - CB, peng - nix, sitz - CB und so weiter ... somit wollte ich das sie kreativ wird und mir vll etwas neues anbietet. Hab aus dieser Sache z.b. "traurig" bekommen (kopf im platz zwischen die beine legen und traurig nach oben gucken).

die kehrseite des ganzen war nun, dass sie mir nun beim tricksen alles anbietet und nicht mehr auf die kommandos hört. sage ich männchen macht sie winke winke und wenn ich winke winke mag macht sie schäm dich. rolle hat eine zeit lang funktioniert, aber jetzt hat sie es total vergessen und mag sie nicht mehr machen. Sie jammert auch ganz viel bei den tricks und ist glaub ich total überfordert. ich bin absoluter neuling auf dem gebiet und dachte anfangs ich mach alles richtig... aber jetzt kennt sie sich nimma aus :( und ich weiß nimma weiter

was noch relativ zuverlässig funktioniert ist: pfote, schäm dich und peng
relativ neu ist: danke (popo oben, vorderbeine im Platz --> verwechselt sie aber manchmal mit platz da kommando "down" ähnlich wie "danke" weswegen ich das o und das a sehr betone)
fallweise: winke winke (wird mit schäm dich verwechselt) und männchen
gar nicht: rolle

Wie bringe ich das kudelmuddel wieder in Ordnung ohne alles neu aufbauen zu müssen? keine neuen kommandos bis die alten sitzen oder? und nicht durcheinander über oder? wie bring ich es hin das sie auf mein kommando wartet und nicht einfach irgendwas macht? und wie sollte eine "richtige" einheit tricksen aussehen (länge, nur ein kommando pro einheit oder alle?)

Bin etwas verzweifelt und hoffe auf ein paar gute tipps!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#2
Wieso muss ein Hund m. 6 Monaten auch soviel Schrott lernen? Ehrlich, ich verstehe nicht, wie man einen jungen Hund der soviel an Umweltsicherheit u. Alltagsgehorsam zu lernen hat u. der vor allem auch noch mal ein junger Hund sein soll, schon soviel Tricks beibringen kann, statt erst Mal IN RUHE an dem wesentlich wichtigeren Grundgehorsam zu arbeiten.

Ich würde dem Hund mal eine gewaltige Auszeit von den Tricks gönnen. Ihn durch die Pubertät bringen u. dann geduldig u. EINZELN erst Mal Back-to-the-roots die Tricks nach u. nach neu erarbeiten.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#3
Du hast es doch schon selbst bemerkt: dein Hund ist überfordert! Er weiß nicht, was du willst.
Ich denke nicht, dass sie die Kommandos für die Tricks bereits verinnerlicht hat. Du bist vermutlich viel zu schnell vorgegangen. Da hilft nur einen Schritt zurück, das "Zeig, was du kannst" auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Solange, bis die anderen Kommandos auch sitzen.
Zudem ist dein Hund in der Pubertät....da wird das ganze Gehirn komplett umstrukturiert. Da werden auch schon mal Dinge wirklich vergessen, weil eine "Autobahn" gesperrt wurde. Es ist aber nicht wirklich weg.....das kommt alles wieder.
Dein Hund ist erst 10 Monate alt.....das Pensum enorm. Meiner Meinung nach viel zu viel für einen so jungen Hund.
Das Männchen zb ist ein Trick, der sehr auf die Knochen geht.....damit würde ich mal noch ein bisschen warten.
Schraub dein Programm runter, konzentrier dich auf ein paar wenige Tricks, üb diese bis dein Hund sie wirklich aufs Wort kann, ganz ohne Handsignale. Du kannst dich zb mit dem Rücken zu deinem Hund drehen und "Sitz" sagen. Setzt sie sich dann zuverlässig (sagen wir mal so zu 85 - 90%) hat sie verstanden, was du willst.
Du wirst es nicht ganz vermeiden können, einige Dinge neu aufzubauen......aber was wäre so schlimm daran? Das schönste ist doch eigentlich, sich mit seinem Hund zu beschäftigen ;)
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
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#4
Entschuldige, wenn das jetzt gleich vllt nicht so nett rüberkommt, aber: was erwartest du dir denn bitte von deinem Hund?

Die ist 10 Monate alt, vergleichbar mit einem Grundschulkind und du bringst ihr alle möglichen Tricks bei, die im Alltag keinerlei Mehrwert für sie haben, außer dass es dafür Leckerli gibt. Aber höchstwahrscheinlich soll sie doch bitte draußen abrufbar sein, ordentlich an der Leine laufen, andere Hunde ignorieren können, sich auf dich konzentrieren, keinen Mist von der Straße fressen, etc.
Aber nicht nur, dass du ihr jeden möglichen Scheiß beibringst, der erstmal völlig nebensächlich ist, nein, du bringst ihr Sachen erst auf Kommando bei, dann erlaubst du ihr, alles mögliche zu probieren, willst daraus einen neuen Trick extrahieren und dann soll sie die alten Sachen aber bitte wieder mit Kommando ausführen? Entschuldige, aber das macht einfach keinen Sinn.

Shapen bedeutet nicht "zeig mir alles, was du kannst" sondern bedeutet, dass man neue Ansätze erst shaped und dann herausarbeitet und mit Kommando belegt. Meiner bietet mir auch gern Gelerntes an, wenn er erstmal nicht weiterkommt, aber das wird doch nicht belohnt! Wie soll der Hund denn sonst lernen, dass er was neues ausprobieren soll.

Wenn du dann noch schreibst, dass dein Hund dabei jammert und total durcheinander kommt, kann ich nur gratulieren. Dem Hund verdirbt man so das arbeiten, weil es aus seiner Sicht einfach keinen Sinn macht.

Mein Tipp für dich (und das ist ernst gemeint, auch wenn es fies klingt und nicht das ist, was du hören möchtest):

Lass es sein. Dein Hund ist jetzt schon überfordert und er muss so viele andere Sachen erstmal meistern. Mach gar keine Tricks mehr, spiele einfach so mit deinem Hund, geh Gassi, entspannt euch zusammen. Bring der kleinen alles wichtige bei, was sie für eine stabile Persönlichkeit und Umweltsicherheit braucht. Lass sie richtig Kind sein, lass sie pubertieren, wachst erstmal als Team zusammen. Und wenn du dann nach einer Weile (nicht Wochen, Monate!!) das Gefühl hast, dein Hund will mit dir zusammen arbeiten, bietet sich an und zeigt richtigen Will-to-please - dann fang wieder an. Und zwar ganz von vorn und ohne dieses furchtbare Durcheinander.

Warum so knallhart? Wenn ein Hund beim Training Überforderung zeigt, ist das Training schlecht. Wenn ein derartig junger Hund schon so einen Stress zeigt, arbeitest du an einem Dachschaden. Kann durchaus passieren, dass du deinen Hund damit fürs Leben prägst und er nie wieder für dich Leistung bringen will. Ich kenne Sporthunde, die viel zu früh hochgezogen wurden und diese Hunde bringen nicht die Leistung, die sie bringen könnten. Gerade die arbeitswilligen und "intelligenten" Rassen müssen langsam gearbeitet werden und dürfen nie die Lust verlieren. Sonst kann es dir wirklich passieren, dass der Hund mit 3 Jahren die Arbeit verweigert und eine Art Burn-out hat.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du für deinen Hund nur das Beste wolltest und es kann auch sein, dass ich gerade alles schwärzer sehe, als es ist. Aber für mich sind mehrere Kriterien erfüllt, um den Hund so richtig schön malle zu machen. Wenn ich dir jetzt so deutlich sage, was ich davon halte, dann sollte dir auch klar sein, dass ich dich und deinen Hund nie gesehen habe. Das ist aber trotzdem meine Meinung zu dem, was du hier geschrieben hast und ich will dich damit auch nicht persönlich angreifen. Ich befürchte nur, dass wenn du so weitermachst, du später große Probleme mit deinem Hund hast.

over and out.
 
Dabei
26 Jun 2014
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#5
Ich schließe mich meinen Vorrednern in allen Punkten an. Bitte überfordere deinen Hund nicht. Wenn du Pech hast, sperrt er sich irgendwann komplett vor dem Training, weil er damit Stress verknüpft. Und in Stresssituationen lernt der Hund sowieso kaum etwas bis gar nichts. Sicher hast du es nur gut gemeint, aber gerade mit Aussies wird eben zu oft der Fehler gemacht, dass die Hunde gefördert werden bis sie eben nicht mehr wollen oder verhaltensauffällig werden. In der Ruhe liegt die Kraft und gerade im ersten Jahr sollten Hunde die wichtigen Dinge kennen lernen und nicht solchen unnützen Kram. Tricks können die auch noch viel viel später lernen, da muss man nicht mit dem Junghund dran arbeiten, der eigentlich jetzt die Grundkommandos und die Umwelt kennen lernen sollte. Schraub deine Trickserei runter, lass deinen Junghund "Kind" sein und arbeite an den wichtigen Sachen. Und wenn du das tust, dann bitte langsam und in Ruhe. Vermutlich ist dein Hund jetzt schon von Trainingssituationen gestresst.

Gerade die arbeitswilligen und "intelligenten" Rassen müssen langsam gearbeitet werden und dürfen nie die Lust verlieren. Sonst kann es dir wirklich passieren, dass der Hund mit 3 Jahren die Arbeit verweigert und eine Art Burn-out hat.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#6
Also mein Hund ist gute 1 1/2 Jahre und kann von all den Tricks nichts außer "Peng".
Ein Junghund ist auch nur ein Junghund. Und ein Aussie ist auch nur ein Hund. Nur weil die Hunde intelligenz mitbringen, bedeutet das nicht, dass die Hunde konstant überfordert werden müssen.
Kann und kennt der Hund denn grundsätzlich Ruhe?
Das "alles abspielen" deutet für mich nicht darauf hin!
Ich würde dir empfehlen einen anderen Weg einzuschlagen und die Ansprüche an deinen Hund herab zu setzten, bis er ausgereift ist!
 
Dabei
18 Aug 2014
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#7
Hui danke für die vielen antworten. Ich nehm die kritik auch nicht böse weil ich mir schon gedacht habe dass ich zu viel wollte. Es hat sich irgendwie so entwickelt und mich hat der ehrgeiz gepackt weil es am anfang so gut geklappt hat und spaß gemacht hat. Und überall hab ich gelesen das es bei tricks egal ist wie alt der hund ist deswegen habe ich anfängliche bedenken beiseite gelegt.. aber ich wollt wohl zu viel auf einmal und hätte nach den ersten zwei tricks aufhören sollen. naja gut dann halt mal pause damit bis sie erwachsen ist und das gute alte "verstecken spielen" wieder hervorkramen...

aber nur um klarzustellen:
Sie ist gott sei dank nicht "konstant überfordert", pennt den größten teil vom tag und ist alles andere als überdreht.
bezüglich grundgehorsam etc. - wir sind jede woche in der huschu, leinenführigkeit, abrufbarkeit, der ganze grundgehorsam ist und war nie ein problem! deswegen hab ich ja mit den tricks angefangen weil der rest gut klappte und ich was für schlechtwettertage im winter wollte um sie auszulasten (ok es ist etwas ausgeartet..., habs verstanden)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#8
Nachdem ja eigentlich alles schon gesagt wurde, Grüße und Erfahrungen von Jemandem, der den Fehler ebenfalls gemacht hat (direkt in doppelter Ausführung), und grad noch die Kurve bekomen hat :eek:

Finn ist jetzt 2 Jahre und konnte sehr früh schon einige Tricks, ich fand das toll, so ein kluger Hund - mein Sohn fand es erst recht toll und hat noch mehr unnützen Kram ins Hundehirn gestopft - und alle fanden es klasse, wenn wir ihn sein Programm habe abspulen lassen.
Denn letzendlich war es nichts anderes als Abspulen!
Unbewusst hatte zumindest ich eine Reihenfolge benutzt, die Finn dann so übernommen hat.
Und weil es ja für diesen Scheiß eine Belohnung gab, fing mein Hund , sobald er Leckerli sah an, hintereinander weg Pfoten zu geben, eine Rolle zu schlagen, Platz, Sitz und "durch" zu machen, in der Hoffnung, dann belohnt zu werden.
Dummerweise hat das bei fast allen Leuten auch noch geklappt, weil es ja soooo süß aussah und ich merkte, daß ich langsam aber sicher die Kontrolle verlor.
Zudem bellte er immer öfter bei Kommandos, weil mein Sohn eine andere Körpersprache hat als ich.

Also wurden all diese Tricks zuerst mal abgestellt von jetzt auf gleich (übrigens auch das Kommando BLEIB, denn da hatte ich es auch mit übertrieben, wie dieses Forum mir aufgezeigt hat), es wurde viel mehr am Abruf und den anderen, wirklich wichtigen Grundkommandos gearbeitet und dann habe ich die Tricks ab Ende letzten Jahres sehr langsam und gezielt in den Alltag mit eingebaut.
Das Gelernte war nämlich nicht WEG, es wurde bloß falsch umgesetzt, weil ich zu viel erwartet, verlangt und gemacht habe.
Und da es nun schon mal vohanden war, nutze ich es jetzt auch ... bloß anders als vorher.
Im Grunde sind diese Tricks doch oftmals eh nichts anderes, als ein Egotrip von uns Haltern, es sei denn, man arbeitet wirklich damit (z.B. Dogdancing) - das nur so am Rande.

"Pfote - rechts, links" dient jetzt dazu, selbige entweder zu heben, wenn er sich in der Leine verheddert hat, ich seine Pfoten anschauen will oder aber zum Füße waschen (je nach Dreckpegel äusserst praktisch, da Duschen/Baden ganz böse ist. Vorm Haus steht eine Wanne mit Regenwasser und Finn tunkt die Vorderpfoten in vorgegebener Reienfolge auf Kommando rein. Dreckspfotenproblem zumindest vorn gelöst).
"Nimms" (er sollte etwas hochnehmen und mir geben) sitzt fast nun perfekt, er hebt aber nicht wahllos irgendwas auf, er räumt Dinge auf, wenn _ich_ es ihm sage.
"Mach auf" bezieht sich noch auf den Briefkasten und das Tor zum Garten, mit "Mach zu" schicke ich ihn Türen schließen drinnen.
Gebe ich das Kommando "Mach auf" nicht, steht mein Hund tatsächlich ziemlich belämmert vorm angelehnten Gartentor und wartet, bis ich es öffne.
Aber so soll es ja sein, schließlich entscheidet nicht er, ob er jetzt auf die Wiese darf oder nicht, sondern ich. Er soll zwar mitdenken, aber nicht eigenmächtig handeln, das ist mir sehr wichtig, auch bei den Blödeleien.


Diese Kommandos sind aus meiner Sicht zumindest ein bisschen sinnvoll, also habe ich sie abgewandelt und benutze sie zwischendurch immer mal wieder , geklickert/belohnt werden sie im Alltag jedoch kaum noch.
Bis auf das Aufräumen, das wird geklickert, denn damit kann ich meinen Hund an Regentagen drinnen wirklich gut auslasten, indem ich den Karton, in den er die Sachen räumen soll, z.B. stetig verkleinere - das Ganze wird somit zur Zielübung für ihn und strengt ihn wirklich an.
Wirft er etwas daneben, wird nicht geklickert...er muß es nochmals aufheben und auch wirklich reinwerfen, das dauert schon mal etwas länger.
Verliert er die Konzentration oder bellt aus Frust, weil es ihm nicht gelingt, biete ich ihm noch ein kleines Spielzeug an, das er leicht hinein werfen kann und beende die Übung damit positiv.

Dann kann Finn durchaus noch den anderen Schwachsinn, Rolle, Verbeugen, schämen...ewig nicht benutzt, trotzdem nochim Hundehirn verankert.
Die baue ich ab und an in Spaziergänge mit ein, wenn ich besonders interessant sein will, weil er da Freude dran hat und die werden dann auch belohnt.
Durch die Beine laufen findet er besonders cool, seit wir nicht mehr ständig übereinander fallen, weil er nicht kapieren _konnte_, was ich von ihm wollte ;)

Das muß aber nun auch für lange Zeit reichen, es kommt vorerst nichts Neues dazu, dafür haben wir hoffentlich noch viele Jahre Zeit.
Und wenn die wichtigen Kommandos drunter leiden, lege ich die Tricks wieder auf Eis.
 
Dabei
29 Okt 2014
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#10
Schalt zurück - wie hier eh alle geschrieben haben - aber mach dir keine Vorwürfe.

Mich wundert es eigentlich gar nicht bei diesem Trend zu "Dogtricks" der auf youtube, facebook und co überall herrscht. Da sind ein paar Monate alte Hunde die schon minutenlange youtube-Videos mit Tricks ausführen.
Bei manchen stellt einem sowieso die Haare auf zB Slalom durch die Beine, Männchen usw. weil sie eben nicht gut sind für die Muskulatur vor allem für den Rücken.

Was aber nicht heißt, dass ich gar nichts gemacht hab. Meine kann auch ein paar Tricks, aber es war eher Shaping, dass ich dann genutzt habe. Auch um sie mal beschäftigen zu können wenn der Tag so gar nicht nach unseren vorstellungen gelaufen ist.
Ansonsten spielen wir eher oder üben spielerisch den gehorsam.

Ich denke es ist trotzdem immer schwer den richtigen Weg für sich und seinen Hund zu finden, vor allem wenn man dann immer wieder anderes gezeigt bekommt.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#11
Wieso muss ein Hund m. 6 Monaten auch soviel Schrott lernen? Ehrlich, ich verstehe nicht, wie man einen jungen Hund der soviel an Umweltsicherheit u. Alltagsgehorsam zu lernen hat u. der vor allem auch noch mal ein junger Hund sein soll, schon soviel Tricks beibringen kann, statt erst Mal IN RUHE an dem wesentlich wichtigeren Grundgehorsam zu arbeiten.
unterschreib ich mal. ich sehe es ähnlich wie meine vorredner. ich persönlich würde erst mal nur ein kommando noch üben bis es wirklich sitzt. und dann ein weiteres dazu. das sie es verwechselt zeigt einfach das sie es nicht perfekt beherscht.
 
Dabei
18 Aug 2014
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#12
Danke badmouse - du sprichst mir aus der seele! wenn man so leicht zu beeinflussen ist wie ich *schämmich* dann herrscht ein ziemlicher druck bei der hundeausbildung. man bekommt überall die tollen sachen gezeigt (von teils ur jungen hunden, kleinen welpen sogar) und bekommt das gefühl dass das der eigene hund ja auch beherrschen sollte.... und dann wirds zu viel.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#13
Leider muss man Dir da recht geben. Es gibt mittlerweile mehr als fragwürdige Entwicklungen i.d. Hundeausbildung. Zum einen haben wir hier in der Ecke eine HS die in der Welpengruppe überhaupt kein Spielzeit mehr für die Welpen gibt, sondern ausschließlich auf Unterordnung bereits bei den ganz kleinen Welpen setzt. Eine Entwicklung die auch unsere Trainerinnen sehr negativ einschätzen, zumal das Sozialspiel immens wichtig für junge Hunde ist.
Zum anderen ist das INet tatsächlich voll m. Videos zu Tricks u. "Frühprägung" für Obedience u. Co. Da wird bereits m. 12 Wochen alten Welpen an der Freifolge etc. gefeilt. Und dann diese Threats: mein Aussie ist 10 Monate alt u. kann diese u. jene Tricks, WIEVIEL können Eure schon in dem Alter? Ganz ehrlich, mir stehen dabei immer die Haare zu Berge!

Das Problem bei Aussie, Border u. Co. ist, das ihnen das Lernen sehr leicht fällt u. sie vielen bereits von alleine anbieten. Und es ist das Problem von uns Menschen, das wir diese Angebote gerne (ohne zu überlegen) annehmen. Aber man sollte immer daran denken, das man einen jungen Hund hat, der in unserer heutigen oft reizüberfluteten Umwelt so viel zu lernen u. zu verarbeiten hat u. das dies immens viel von so einem kleinen Wesen abverlangt. Und dann kommt zeitgleich noch das Wachstum u. die Veränderungen des Körpers hinzu, die viel Energie benötigen.

Und ich möchte eines mal deutlich betonen: ein Aussie, der hat sein Leben lang Spaß am lernen! Und es ist später tatsächlich so, das wenn der Hund "richtiges lernen" gelernt hat, Tricks & Co. immer schneller von ihm erlernt werden. Vielleicht haben einige von Euch noch nie einen älteren Aussie gehabt. Ich hatte bereits eine fast 14-jährige Hündin, die bis kurz vor ihrem Tod einen heiden Spaß an geistiger Auslastung hatte u. die auch in dem Alter noch m. Feuer u. Flamme neues erlernte.
Zwei von meinen 3 Mädels sind akutell 12 Jahre jung! Und auch sie sind immer noch darauf erpicht neue Dinge zu machen. Meine Megan ist nach mehreren Jahren Pause im letzten Jahr ihre erste Ralley Obi Prüfung gelaufen u. mußte dazu Vorsitzen u. Vorsitzen m. Folgen (Rückwärts u. seitwärts) lernen, das sie vom Standard Obi her nicht kannte, weil sie hier immer um mich herum in die Grundstellung gehen sollte.
Keine Thema: Innerhalb von 14 Tagen beherrschte sie die neuen Kommandos u. ein zweiter Platz in der Prüfung, bestätigt, das auch die Oldies allzeit bereit für neues sind.

Deswegen: denkt daran, das der Aussie ein Leben lang etwas arbeiten möchte! Laßt Euch Zeit, habt Geduld u. denkt immer daran, das ihr auch in 10-12 Jahren noch neues in petto haben müßt! :rolleyes: Und habt auch einfach mal so, Spaß an Euren Hunden!
 
Dabei
22 Sep 2014
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#14
Da kann ich ja auch ein Lied von singen: hatten letztes Wochenende Besuch und wurden gefragt, welche Tricks Otis denn schon könnte? Otis kann tatsächlich Pfote geben (das ist ja quasi ein natürlicher Instinkt, den wir zum Pfötchen putzen nutzen), "Toter Hund" (was auch zufällig kam, weil ich ihm in dieser Position unten die Bauchhaare entfussel) und zieht mir ne Socke aus (weil er das Kommando zieh kennt, aus dem Spiel heraus). Das finde ich schon ne Menge und wir üben ansonsten Grundsachen, wie Sitz, Platz, Hier, Fuß und Bleib.

Zumindest meinte unser Besuch dann, dass wir Otis doch mal was vormachen lassen sollten. Ich habe dann gesagt, dass er gerade a) zu aufgeregt ist und b) kein Cirucs-Clown. Argumentiert wurde dann, dass ein Aussie das doch können MUSS! Als wir erklärten, dass die Grundausbildung an vorderster Stelle steht und dass man einem Aussie eben nicht zu viel während des Erwachsenwerdens anbieten soll, wurden wir angeschaut wie bekloppt :confused:

In unserer alten HuSchu gab es übrigens einen Trickkurs und mein damaliger Trainer meinte, dass Otis da ruhig schon ab 6 Monaten teilnehmen könnte (was wir natürlich nicht gemacht hätten). Also, als Aussie-Besitzer bekommt man wirklich von allen Seiten jeglichen Müll eingetrichtert...:mad:
 

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Berliner Schnauze
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22 Mrz 2011
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#15
Ich hab diese Tendenz auch erlebt, ich wurde in meinem alten Verein immer von den Gästen gefragt, ob ich sie und ihren Aussie trainieren würde, weil die ja so speziell seien und das nicht jeder könne. Ich hab darauf auch nur geantwortet, dass ich höchstens im Rahmen des normalen Gästetrainings Hilfen gebe, aber ansonsten ich und mein Aussie auch von den "normalen" Trainern ausgebildet wurden. Der Aussie ist auch nur ein Hund. Klar, jede Rasse hat ihre Eigenheiten und die sollte man als Trainer im Blick behalten, aber ansonsten muss der Aussie auch motiviert werden, braucht eine klare Führung und genügend Wiederholungen, bis eine Übung in der nächst schwereren Stufe abgerufen werden kann. Das ist auch keine Zauberei.

Für mich ist das alles auch ein Ausdruck von der Unnatürlichkeit der heutigen Heimtierhaltung. Ich hab immer das Gefühl, viele behandeln ihre Tiere wie Aliens, deren Sprache sie mühsam anerziehen müssen und die alle derartig besonders sind, dass man nur mit Diplom mit ihnen kommunizieren kann. Dabei ist gerade der Hund ein Haustier, was aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an die menschliche Kommunikation und Lebensweise selektiert wurde. Der Vergleich mit menschlichen Kindern ist insofern auch echt hilfreich, um sich ab und mal die Perspektive gerade zu rücken.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#16
Hahahaha, insbesondere der Aussie ist ein Alien und kein Hund mehr :)

Wie erschrocken (oder wahlweise mit einem "Respekt!") die Leute einen angucken, wenn man sagt, dass man einen Aussie hat... ähm, also, ja. DAT IS EIN HUND!
 
Dabei
29 Okt 2014
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#18
wobei ich ab und an froh bin, dass meine Trainerin Aussies hat :)

unsere Unterordnungstrainer haben alle Schäferhunde *gg* die sind doch etwas einseitig "belastet". Was ich nicht böse meine :)

Mich hat letztens Samstag im Junghundekurs auch eine gefragt ob mein Hund wirklich ein Aussie wäre, weil die Aussies die sie kennt wären alle laut und hibbelig. Ich hab dann gesagt, dass meine von anfang an lernen hat müssen ruhig zu bleiben :), weil "arbeiten" tut sie sowieso gerne und schnell ist sie auch von allein.
 
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22 Sep 2014
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#19
Ich finde, der Aussie wird auch mal gerne als "hibbelig" abgetan, weil er so wendig läuft und die Leute dieses Klischee-Bild im Kopf habenn. Besucher nennen Otis dann auch gerne mal "Hibbelfutt": dabei begrüßt er genau so stürmisch, wie es unser Labbi gemacht hat. Nur, dass es beim Labbi eben alles ne Spur schwerfälliger aussieht.

Und draußen heißt es auch immer: der hat aber Feuer im Hintern! Und ich sage dann immer nur: "Wenn nicht draußen, wo dann?" Also sorry: aber andere Hunde geben draußen auch Gas. Sowas nennt man auch Lebensfreude...
 
Dabei
29 Okt 2014
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#20
ich glaub viele freuen sich oder sind einfach verwundert einen Aussie im "Alltag" zu sehen :) und sind eben dann verwundert, dass dieser Hund nicht in das vermittelte Bild paßt.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#21
Ich hab das Gefühl, dass das Klischee so tief sitzt... einerseits soll er am besten schon mit 6 Monaten ausgebildet sein und ist sauklug, andererseits der totale Terrorhund. Bin mal mal gespannt, wann unsere Hunde auch auf ne Liste gesetzt werden ;)
 
Dabei
29 Okt 2014
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#22
ich hab letztens gesagt "Dieser Hund gehört auf die Liste" :) da hab ich mit ihr gespielt und sie hat mehrmals statt dem Seil zum Zerren meine Hand erwischt :)

Ja, das ist halt so in unserer Gesellschaft, man dreht sich gerne die Argumente.
Aber wenn sich jemand interessiert dann erkläre ich es gerne.

Emma war ja anfangs im Büro mit und da ist sie tagelang nicht mal aufgefallen. Bis sie jemand zufällig entdeckt hat. Und dann waren auch alle ganz verwundert, dass der Welpe sich hier nicht aufführt wie nur was. Aber genau dafür war sie ja mit, dass sie lernt unter meinem Tisch (oder sonst wo zu liegen) und nicht jeden Besucher mal zu begrüßen, anzubellen oder sonstiges.
Eigentlich ist sie damals bei einer Besprechung (15 Leute in meinem Büro) nur aufgefallen, weil sie GESCHNARCHT hat *gg*
 
Dabei
22 Sep 2014
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#23
Hhihi, wie süß :)

Otis könnte ich (abgesehen vom Hundeverbot im Gebäude) gar nicht mitnehmen, weil er alle begrüßen wollen würde. Wobei ich merke, dass es allmählich weniger wird.
 
Dabei
27 Jun 2012
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#24
Bitte kommt zum Thema zurück. Hier geht es um die Überforderung eines Junghundes und nicht um die Vorurteile gegenüber des Aussies :)
 

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