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Leckerchen oder kein Leckerchen?

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
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#1
Das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pöbeleien und Missetaten
des argen Hundes zu ignorieren oder,
sich waffnend mit einem Stapel Leckerli
durch Ablenkung sie enden? Ansprechen - Füttern -
Nichts weiter!

Und hier beende ich nun die sprachliche Vergewaltigung Shakespeares xP

Meine Frage bezieht sich eigentlich eher grundsätzlich auf den Gebrauch von Leckerchen im Alltag. Ich gehöre zu denjenigen, die eigentlich immer irgendwelche Bröckchen dabei haben, um im Falle des Falles etwas passendes dabei zu haben. Einerseits möchte ich meinem Hund ein tolles Leckerli bieten können, wenn er gerade völlig stoisch einen Leinenpöbler hat an sich abtropfen lassen, andererseits muss ich ihn aber auch ab und an noch mit einem Leckerli ablenken, um so eine Eskalation zu vermeiden. Wobei ich jetzt Ivo nicht eine Hand voll Leckerlis vor die Nase halte und ihn damit durch eine schwierige Situation manövriere, ich zeige ihm meist, dass ich was dabei habe, halte das Leckerli neben seinen Kopf und fordere Blickkontakt. Er muss also schon was leisten, bevor er das Leckerli dann kriegt, aber ganz klar, ich hab ihn dann schon ein bisschen bestochen. Trotzdem lohnt sich das für mich, weil er bei der nächsten schwierigen Situation sich doch wieder besser auf mich konzentriert.

Jetzt hab ich aber schon mitgekriegt, dass es auch hier im Forum Leute gibt, die den Anspruch haben, ohne Leckerli auszukommen und würde gern mal deren Strategien erfahren.

Ich würd also gern erfahren, wie ihr Leckerlis im Alltag einsetzt - oder eben nicht.


Bis dahin,

KON
 

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Dabei
14 Sep 2014
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#2
Ich mache es wie du und komme gut damit zurecht. Leckerlies sind somit unsere täglichen Begleiter, hab ich mal keine dabei , ist das auch kein Problem, Dusty "funktioniert " auch ohne. Aber Leckerlies erleichtern einfach die Arbeit, also warum nicht?
LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
4 Apr 2012
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#3
Ich habe auch in fast jeder Jacke eine Handvoll Leckerlies für den Hund dabei.
Zora ist knapp zwei Jahre alt. Trotzdem belohne ich sie gerne für gut gemachte Aufgaben oder benötige das ein oder andere Leckerchen zur Ablenkung.
Ich finde es gut so und werde es auch weiterhin so beibehalten.
Als sie jünger war, belohnte ich sie jedoch noch viel mehr. Das habe ich jetzt etwas ausgedünnt.

 
Dabei
7 Nov 2013
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#4
Ich nutze keine bzw. kaum Leckerlis, weil ich festgestellt habe, dass Barney dann besser funktioniert.
Das klingt vielleicht blöd, aber wir haben ewig versucht ein anständiges Bei Fuß, Abruf, etc. ausschließlich über positives Bestärken aufzubauen und es hat nicht funktioniert.
Warum? Ich glaube weil mein Hund nunmal für Futter nicht sterben würde.
Futter - schön und gut - gibt aber noch 1000 mal besseres und interessanteres. Ablenken oder "tauschen" geht bei uns demnach vollkommen in die Hose.
Klar er nimmt das Leckerli, weiß aber auch sofort wenn keines da ist oder entscheidet sich auch mal gegen das Leckerli.
Und schließlich soll alles auch ohne funktionieren - das ist zumindest mein mittelfristiger Anspruch.
Wenn er gelangweilt ist (kaum Umweltreize) fokussiert er sich so stark auf das Leckerli, dass ich in den Hintergrund gerate und manche Übungen unsauber ausgeführt werden.
Seit dem wir kaum noch über Futter arbeiten (was für mich anstrengender ist), klappt alles viel besser.
Ich korrigiere nun über Körpereinsatz (bedeutet vor allem Reaktion auch auf nicht ausführen etc., aber auch das meine Aufmerksamkeit oft bei meinem Hund ist) und gezieltes stimmliches Loben oder auch mal Ablenkung durch ein Spiel (in brenzlichen Situationen).
Damit beziehe ich mich jetzt ausschließlich auf Alltagssituationen und Dinge die mein Hund sicher gelernt hat - also auch beherrscht!
Beim Spaziergang bekommt er mal ne Wurst oder Käse (wenn ich dabei habe - ansonsten Knuddlen, was er auch erst seit der Veränderung auf dem Spaziergang toll findet) für den standart Abruf und immer Leberwurst für den Superabruf.
Für Bei Fuß, Sitz, Platz, Bleib, etc. gibt es nichts, das wird rein stimmlich kommentiert oder auch mal nicht.
Dafür wird aber deutlich mehr gespielt und gearbeitet auf Spaziergängen, was für ihn das Beste der Welt ist!
Das fördert automatisch die Aufmerksamkeit und ich brauch sie nicht zu mir lenken über Leckerlis o.ä.! Immer wieder kommt der Blick "hat sie jetzt was auf Lager?" und wenn ich ihn dann mal herrufe, kommt er schon ganz eilig gelaufen und schaut ob ich irgendwas tolles zücke oder er gekrault wird.
Anders sieht es bei uns auf dem Hundeplatz oder im Training aus.
Übungen die er noch gar nicht kann werden oftmals mit Spielzeug oder Leckerli interessant gemacht und z.B. wird bei uns nur über Futter getrickst (wenn überhaupt).
Bei der meisten Arbeit die ich mit ihm mache, ist das Arbeiten an sich, schon größtes Lob genug (natürlich kommentiere ich auch freudig). Zum Beispiel Apportieren!
Und daher entscheide ich mich dafür, mit meinem Hund nur das zu arbeiten, was ihm auch Spaß macht - denn dadurch werde ich für ihn unheimlich interessant! Sprich: Mein Hund sucht sich seine Hobbies ganz alleine aus und ich habe dann Spaß daran, weil es ihm so viel Spaß macht und er mit eifer dabei ist!
 
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Dabei
27 Jul 2012
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#5
wir haben immer Leckerli und Spielzeug dabei. So fühlen wir uns sicherer auch wenn Diaz mittlerweile auch so zu 99% hört.
Problem bei ihm: wenn er nicht kommen will, will er nicht. Da kann er 2 Tage fasten und man kann rohes Fleisch dabei haben, es interessiert ihn nicht. Also eigentlich völliger Schwachsainn immer was dabei zu haben aber es geht uns besser und das strahlen wir dann nunmal aus. Ich belohne ihn gerne, wir machen viel im Wald an Tricks und Gehorsam, ich mache mehrere Übungen und belohne dann entweder mit einem kleinen (wirklich kleinen) Leckerli oder eben mit einem Spielzeug :)
 
Dabei
15 Mai 2014
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#6
Klar er nimmt das Leckerli, weiß aber auch sofort wenn keines da ist oder entscheidet sich auch mal gegen das Leckerli.
Und schließlich soll alles auch ohne funktionieren - das ist zumindest mein mittelfristiger Anspruch.
Wenn er gelangweilt ist (kaum Umweltreize) fokussiert er sich so stark auf das Leckerli, dass ich in den Hintergrund gerate und manche Übungen unsauber ausgeführt werden.
Das habe ich auch schon festgestellt. Zaro ist manchmal so aufgeregt und heiß auf das Leckerli, dass er gar nicht konzentriert arbeitet.
Beim Rückruf, von z.B. einem Reh, habe ich auch festgestellt, dass ein Leckerli, auch Leberwurst, nicht immer ausreicht. Dafür habe ich jetzt, nach der Schleppleinenzeit, meist einen Ball an der Schnur dabei, mit dem er dann mit mir zusammen spielen darf. Seit wir das so machen klappt der Rückruf super.
Ansonsten habe ich eigentlich auch immer die Taschen voller Leckerli, die ich aber (meistens) nur als Belohnung für schönes Fußlaufen, ruhig an einem pöbelnden Hund vorbeigehen,... einsetze. Bei letzterem habe ich aber auch schon mal den Ball hervorgeholt. Wenn man erreicht, dass der Hund seine Aufmerksamkeit vom Fremdobjekt weg auf einen (oder den Ball/Leckerli) richtet lenkt man ja nicht nur ab, der Hund muss sich ja bewusst vom Fremdobjekt weg zu einem orientieren. Ist mir allemal lieber, als wenn zurückgepöbelt wird.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#7
Ich trainiere welpen und junghunde gerne mit leckerlies, hundeplatz auch, ab einem gewissen Alter, zumeist mit 6-8 Monaten, werden die leckerlies seltener, ich nehme nicht mehr ständig welche mit usw. Leckerlies sind super am Anfang, irgendwann stehen sie meiner Meinung nach aber zwischen mir und der Erziehung meines Hundes. Für Tricks, für Spielchen usw. sind leckerlies und Spielzeug super.
Bei der wirklichen Erziehung, der du-musst-jetzt-weil-ich-das-so-will-Erziehung möchte ich nicht auf leckerlies angewiesen sein, ich möchte den Hund nicht ablenken, ich möchte dem Hund nicht die Wahl lassen, sondern ihn erziehen und arbeite dann eben über die beziehungsebene und durchaus mit Strenge und Regeln.
Ich arbeite meine Hunde, eh am liebsten über ihre Triebe und das ist selbstbelohnend, da brauch ich keine Verstärkung in Form von futter!

Meine hunde lernen, ein Nein und ein ja in der Erziehung kennen und ich sehe nicht ein, dass durch futter zu verkomplizieren.

Manchmal habe ich leckerlies dabei, aber so selten und meist vergesse ich sie dann in der Tasche, oder im Auto. Zum Training auf dem hundeplatz nutze ich leckerlies aber sehr gerne und eigentlich immer, nur das ist in meinen Augen auch keine Erziehung, sondern eben auch Tricks und dafür gibt es nichts besseres als leckerlies und Spielzeug.

lg
 
Dabei
7 Nov 2013
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#8
ruhig an einem pöbelnden Hund vorbeigehen,... einsetze. Bei letzterem habe ich aber auch schon mal den Ball hervorgeholt
Das habe ich zum Beispiel auch schon gemacht! Wie oben beschrieben in manchen schwierigen Situationen. Zum Beispiel neulich am Hundeplatz haben 8 Hunde gebellt und gepöbelt. Dann bin ich mit Barney ein Stück zur Seite und habe ihn abliegen lassen und den Ball gegeben. Den nimmt er dann zwischen die Pfoten und nibbelt dran rum oder rollt ihn zwischen den Pfoten - ruhiger Hund und dafür irgendwo auch eine Belohnung. Oder an der Leine wenn wir an Menshcen vorbei gehen (und dafür das Spiel unterbrechen müssen) darf er den Ball manchmal tragen! Als Ankündigung für eine kommende Spielfortsetzung. Da ist ihm dann eh alles egal und nur sein Bällchen wichtig!
Ich mach das aber eher in überfordernden Situationen - zum Beispiel wenn mal ein Hunderudel vorbei geht und alle wie wild an der Leine ziehen oder so!
Natürlich achte ich auch drauf, dass der Ball nicht fliegt oder so (denn man weiß ja nie wie die anderen Hunde reagieren).
Generell zeigt bei uns das miteinander arbeiten und kommunizieren (durch auch klar verständliche Signale) viel mehr wirkung, als die Futter-Methode!
 

Katja85

Katjas Heartbreaker :-)
Dabei
31 Jan 2012
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#9
Bei meinen zweien handhabe ich es genauso wie du! Leckerlies und Spieli sind immer mit dabei und bei besonders kniffligen Situationen wenn beide brav waren gibt es immer was. Ich habe bei meinen zweien auch den Super Rückruf mit Pfeife eingeübt und den frische ich auch immer mal wieder gerne auf und da gibt es auch was über mega dolles für :)

Bei Tricks gibt's zum beispiel immer was :)

Beim Krebsspürhunde - Training sowieso ;)
 
Dabei
22 Sep 2014
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#10
Leckerchen, Futterdummy oder ein anderes Spielzeug haben wir auch immer zur Belohnung dabei. Allerdings hatte ich letztens auf dem Hundeplatz so suuuuper Leckerchen dabei, dass Otis viel zu unkonzentriert war...die nehm ich jetzt als Superbelohnung, wenn er z.B. zurück kommt, obwohl uns ein Hund entgegen kommt. Auf dem Platz nur noch "normale" Leckerchen.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#11
ich habe eigentlich immer welche in der hundejacke dabei. allein schon weil ich sonst für den hupla mit sicherheit vergesse welche einzustecken. draußen bekommt sie seltenst eins, es geht bei uns auch wunderbar ohne. und ein hohes "prriiiimaaaa" ist für sie ansporn und lob genug. in ausnahmefällen, wenn ich sie in einer schwierigen situation zurück gerufen habe, mache ich schon mal eine ausnahme. aber das ist vielleicht 2x im monat. sobald die checkt das es bei mir etwas zu holen gibt klebt sie an mir und läuft nicht mehr frei, das möchte ich nicht. beim spazieren gehen ist bei uns seele baumeln lassen angesagt :)
 
Dabei
28 Feb 2013
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#12
Wir belohnen verschieden ..... mal habe ich nix dabei dann wird mit übermäßig freudiger Stimme belohnt :-D externe Belohnung ....sobald wir mit der Arbeit fertig sind darf er an einen bestimmten Ort und sich das Leckerchen holen :-D und mal habe ich was in der Tasche ....also mein Dicker weiß eigentlich nie ob ich was mithabe :-D Meistens habe ich aber was mit ....gebrauche es aber nicht dann bekommt er den Jackpot Zuhause :-D
 
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Dabei
30 Jul 2013
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#13
In meiner Hundejacke habe ich eigentlich fast immer ein paar Leckerlis in der Tasche. Kommandos, die Hazel sicher beherrscht, verlange ich aber auch ohne Belohnung, z.B. das "Nein", das "Bei mir" (neben mir laufen) oder "Bleib", wenn sie mal kurz warten muss. Ohne Belohnung heißt auch, dass ich da nicht rumquietsche und mich wie blöd freue. Das widerspricht sowieso eher meinem Naturell. Ein einfaches "gut gemacht" muss auch reichen.
Den Rückruf belohne ich trotzdem noch sehr häufig. Ich würde sagen, von 10 mal bekommt sie bestimmt 5 mal eine Belohnung. Das ist in meinen Augen einfach das wichtigste aber auch schwierigste Kommando, das immer sofort befolgt werden soll. Dadurch, dass es häufig belohnt wird (durch Leckerlis oder durch ihren Ball, wenn ich den grad dabei habe), kommt mein Hund freudig und vor allem sofort, wenn ich rufe und wir freuen uns beide. Ziel erreicht würde ich sagen.
Ansonsten kommen Leckerlis zum Einsatz, wenn ich Kommandos neu einübe, vor allem natürlich bei Tricks. Bei der Arbeit auf dem Hundeplatz benutze ich auch schon mal besondere Leckerlis, z.B. Wienerle oder Käse. Beim Agility bekommt sie nach einer Abfolge von Hindernissen ihren Ball als Belohnung und darf mal richtig hinterher fetzen. Das war am Anfang auch super um sie überhaupt mal von mir zu lösen.
 
Dabei
18 Jun 2014
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#14
Ich habe auch immer Leckerlis mit dabei. Jedoch nomalerweise ganz normales Trofu. In der Huschu war Sira nur am rum schnüffeln. Als ich mal frische Wurststückchen mitgenommen habe, war er sehr auf mich konzentiert und schnüffelte kaum mehr. Dies ist der Tainerin gleich aufgefallen.
Ich nehme aber auch ein Spielzeug mit um sie zwischendurch damit zu loben. Beim Spielzeug puscht sie sich mehr auf als mit Futter. Streicheln als Lob ist bei Sira nicht gut. Da verliert sie die Konzentration.
 
Dabei
13 Feb 2014
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#15
Ich finde, dass man das nicht so allgemein sagen kann. Der eine Hund mag das mehr, der andere Hund mag dieses mehr, wie auch schon ein paar hier berichtet haben. Meiner ist zum Beispiel verfressen, deshalb hab ich immer etwas dabei. (Er ist aber auch noch ein Junghund) Aber auch wenn er schon ältere wäre, ich würde bei jedem Spaziergang etwas mitnehmen, zumindest ein paar Brocken, um den Spaß und die Abwechslung beizubehalten.

Gleichzeitig belohne ich meinen Hund aber auch mit Sachen, die er gerne macht. Sprich buddeln lassen, Mäuse jagen lassen, wo hochspringen, Zergeln, dem Spielzeug einfach mal hinterherjagen, einfach rennen lassen usw.

Außerdem finde ich es auch abhängig von der Situation WIE ich belohne. Wenn vor uns beispielsweise Rehe über die Wiese laufen und Fynn denen nachjagen würde, sich in die Schlepp hängt, dann aber auf meinen Superrückruf hört, dann wären ihm da Leckerlie sowas von wurscht.
Bei uns gibt es dann ein ganz wildes Zerrspiel, bei dem er dann den ganzen Frust an dem Spielie auslassen darf, danach darf er ein paar Mal den geworfenen Leckerli nachjagen und wenn er wieder halbwegs Hirn hat, dann darf er den Spuren der Rehe "nachschnüffeln".

Anders zum Beispiel, wenn er seinen Radius einhält und sich an mir orientiert, da gibts dann Mal Leckerli und mal Stimmlob.

So gesehen bin ich der Meinung, dass man seinen Hund kennen muss um zu beurteilen, auf welche Belohnung fährt er in welcher Situation ab und was mag er überhaupt.
 

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