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Leibwächterallüren

Dabei
14 Mai 2012
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#1
Guten Morgen meine Liebe Mitforis!

Ich hoffe ihr habt alle gut geschlafen und hattet eine guten Start in den Tag ;) Obwohl es noch so früh ist, muss euch gleich mal wieder quälen *muahaha* Mein Kibo ist ja der fixen Meinung, er wäre mein und sowieso allerwelt Leibwächter, was sich darin zeigt, dass er, sowie ihm etwas oder jemand unheimlich vorkommt in wütendes Bellen ausbricht und den vermeintlichen Feind am liebsten in die Flucht schlagen würde. Es kommt ja, Gott sei dank, eh nicht so oft vor, da er im Allgemeinen ein sehr gelassener und besonnener Rüde ist (für sein Alter meine ich - er wir im Dezember 2 Jahre). Trotzdem macht mir sein Verhalten die wenigen Male die er es doch zeigt etwas zu schaffen. Letztens beim Spazieren gehen war eine klassische Situation: Ich sitze zusammen mit einer guten Freundin auf einer Wiese und plaudere, während unsere Hunde spielen - alles Friede-Freude-Eierkuchen, bis dann plötzlich aus dem nahen Wald eine Dame mit Retriever auftauchte die sehr eigenartig und laut mit ihrem Hund geredet/gesungen(?) hat. Ich bin kurz aufgestanden um nachzusehen ob der Hund an der Leine ist, was bei Kibo offenbar die Alarmglocken hat schrillen lassen. Von jetzt auf gleich ist er losgefetzt und hat verbellt wie ein gestörter (dieses typische "Alarmbellen", also nicht "Wuff! Wuff! Wuff!" sondern so "Wu-wu-wu-wu-wuuu!!" - falls einer weiß was ich meine ^^) Ich hab dann gepfiffen, aber er kam erst, als er sich davon überzeugt hatte, dass das Gespann ungefährlich war. Und heute morgen war wieder was: Wir laufen die Straße lang auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle, als ich plötzlich hinter mir das rythmische Lokomotivenschnaufen eines völlig überanstrengten Joggers höre. Kibo hört es natürlich auch und weil man das so mitten in der Stadt ja nicht ständig hört, ist der Gute irritiert, knurrt und bellt. Obwohl er offensichtlich an der Leine war und ich ihn festgehalten habe hatte der Jogger anscheinend eine Mordsangst, weil er gleich in Schimpftiraden ausgebrochen ist ("schleich dich scheiß Hundsviech!" - tja, so sinds die Wiener XDD) Das hat Kibo natürlich in seinem Verdacht bestätigt, dass der Kerl ausgeprochen suspekt ist und vertrieben gehört.

Gut...jetzt habt ihr also ein ungefähres Bild von meinem Problem. Meine Frage ist jetzt: Wie kann ich mit seinem (wahrscheinlich vom Wach-und Schutztrieb motivierten) Verhalten in diesen Situationen besser umgehen? Im Moment versuche ich ihn mit der Pfeife abzurufen, oder ins "Platz" zu befehlen, wenn er frei läuft und losfetzt, was so la-la funktioniert und sage "Nein" und versuche ihn dazu zu bewegen mit anzusehen ("Schau"-Kommando), wenn ich ihn an der Leine habe und er nach vorne gehen will. Wie könnte ich daran generell trainieren, also auch zu Hause? Es ist ja okay, wenn er wachsam ist und anschlägt wenn ihm etwas komisch vorkommt. Ich schätze diese Sensibilität ja auch sehr an ihm, aber ich möchte, dass er in diesen Situation trotzdem handlebar bleibt und sich beruhigt, wenn ich sage, es ist in Ordnung.

Puh, so...sorry für den laaaangen Beitrag :eek:
liebe Grüße Sarah
 

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Dabei
18 Mrz 2012
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#3
Nee mit Leibwächterallüren kenne ich mich leider nicht aus... allerdings macht meiner diese Geräusche auch, wenn ih was uneimlich ist oder er etwas hört, was komisch ist oder nicht dahin gehört oder so... ich unterbinde das dann, damit er sich nicht reinsteigert, aber für Mich-Beschützen-Wollen hbe ich das noch nie gehalten
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#4
Also bei so einem Kommentar hätte ich aber auch verbellt...:D Ansonsten - wie sehr vertraut ihr euch gegenseitig? Spürt er evtl. eine Unsicherheit deinerseits, dass er so sensibel reagiert?
 
Dabei
14 Mai 2012
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#5
Naja, also eigentlich bin ich jetzt keine von Haus aus unsichere Person, allerdings werde ich schon nervös, wenn er sich so aufregt. Man möchte halt nicht "unangenehm auffallen" (a la "was sollen denn die Leute denken?") und auch der eigene Hund kann einen schon etwas aus der Fassung bringen, wenn man so ein Verhalten nicht "gewohnt" ist (es also nur hin und wieder vorkommt). Ich will in diesen Situationen irgendwie auch nie wirklich laut werden, einerseits weil ich befürchte ihn damit noch mehr an zu heizen, andererseits weil es mir einfach unangenehm und peinlich wäre. Wenn ich nur lause, oder normal laut mit ihm rede habe ich aber das Gefühl, dass er mich in diesen Situationen nicht mal wirklich wahrnimmt.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#6
Hmm, ich kenne mich mit diesem Verhalten nicht sooo wirklich aus, aber ich würde versuchen ihn sofort darin zu unterbrechen und ihm zeigen, dass du das überhaupt nicht magst. Dabei musst du ja auch gar nicht laut werden. Ich hab ja derzeit das Problem, Rumo an anderen Hunden normal vorbeizubringen (er ist da nicht aggressiv, sondern voller Freude, weil er meint, gleich ist Party), ich handhabe das mittlerweile mit sprühflasche und körperlicher Präsenz. Natürlich haue ich ihn nicht, aber ich "schiebe" ihn mit meinem Körper weg davon und stelle mich dazwischen, also achte mehr auf meine körpersprache, hin und wieder muss ich ihn auch mit meien Knien wegschieben (wiederum natürlich vorsichtig, wie gesagt, ich will ihm ja nicht wehtun).. dazu unterbreche ich sein Verhalten als allererstes mit dem Wasserzerstäuber um ihm ganz klar zu kommunizieren, dass ich das nicht möchte. Vielleicht wäre das auch was für dich? Letztlich muss er ja einsehen, dass es auch nicht seine Aufgabe ist, dich zu beschützen und vielleicht hilft da mehr "Präsenz" wirklich (ich weiß nicht wie ich es besser ausdrücken kann:))
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#7
Warum solltest du nicht laut werden? Wer soll dir übel nehmen, dass du deinen Hund erziehst? DIESE Unsicherheit spürt er ja und reagiert drauf. Sei dir einfach nicht zu fein, auch mal nen Brüller loszulassen, wenns nötig ist. Hauptsache ist doch, dein Hund versteht und reagiert - was andere dazu denken, kann dir doch reichlich wurscht seín. Wenn er merkt, dass du da keine Scheu mehr kennst, dann wird er wohl auch nicht mehr losbellen... Ich sehs ja mit dem Herrn Hund auch oft genug - wenn mir wer suspekt ist, dann wufft er auch sofort los. Wenn ich dann nen Brüller loslasse, gucken mich zwar die Leute blöd an, aber ich achte auf meinen Hund - und der hält die Klappe. Und so solls ja auch sein...
 
Dabei
15 Mai 2012
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#8
Da hast du schon recht Anubis, manche Hunde sehen das aber als anstachelnd, nach dem Motto "die bellt ja mit" :D
 
Dabei
14 Mai 2012
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#9
MHm, wahrscheinlich ist das eh zumindest einen Versuch wert. Ich habe halt nur etwas Angst, dass er dann das Gefühl haben könnte, seine Aufregung ist berechtigt, wenn ich auch so laut werde. Hm, aber im Endeffekt habt ihr ja recht - er muss erkennen, dass ich dieses übertrieben Verhalten absolut nicht billige.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#10
Ja genau! und dann musst du vielleicht ausprobieren, was sein Verhalten unterbricht... Als ich gebrüllt habe (und das kann ich gut) hat das Rumo in den Situationen nicht unterbrochen, da hat er kurz die Ohren zu mir gedreht und er hat fröhlich weitergemacht...
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#11
Nee, natürlich muss es kein Brüller sein. Vielleicht reicht auch schon ein fröhlicher Abruf. Wichtig ist nur, dass er erkennt, dass DU die Sitution völlig unter Kontrolle hast, er sie also nicht kontrollieren muss. Sei nur selbstsicher, dann merkt er das ganz schnell...:)
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#12
Also ich habe hier das weibliche Gegenstück zu Kibo ;) Enya sieht es als ihre Pflicht an, vor allem, was ihr suspekt ist, zu warnen. Irgendwie eine Art "Job"...ich hab Vieles probiert bis ich auf das Naheliegendste kam: 1. selbst ruhig und souverän bleiben und 2. ein Abbruchkommando für das Bellen/Fehlverhalten trainieren, bei uns ist das "alles ok".
Das sage ich 2-3 Mal und Ruhe ist. Mittlerweile hab ich sie soweit, dass sie mich anschaut und rückfragt, bevor sie loslegen würde und dann ist alles gut :D
Aber ich habe echt lang gebraucht mit ihr, sie ist ein nicht ganz einfacher Hund und ja auch schon 4 Jahre alt, es besteht also Hoffnung für Kibo und dich ;)

Anschreinen halte ich übrigens in so einem Fall für absolut kontraproduktiv.
 
Dabei
14 Mai 2012
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#13
Gut, dass du das mit dem Abbruchkommando noch ansprichst Kerstin! "Eigentlich" (ich weiß, immer ein blödes Wort *g*) haben wir ja auch so eines und zwar genau so wie du "alles okay". Wenn wir zum Beispiel in der Wohnung sind und er hört am Gang etwas Verdächtiges, dann schaut er immer zuerst zu uns und wenn wir dann sagen "alles okay", legt er sich auch ohne Probleme wieder hin und pennt weiter. Draußen hilft das eigentlich, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, auch ganz gut...also oft...wenn er leicht irritiert von etwas ist, dreht er sich immer zu uns um und mit "alles okay" ist es dann auch erledigt. Es wird erst kompliziert, wenn er sich schon in die Situation hineinsteigert, fixiert und bellt. Ich werds bei nächster Gelegenheit auch da einfach mal mit "alles okay" versuchen...vielleicht klappt das dann besser als ein "Nein".
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#14
Sarah, einfach üben und dran bleiben! Kibo ist noch so jung und hat sehr wahrscheinlich grad eine der, ich sage mal, "sensiblen Phasen" ;) kennst du das Lied vom Ambros :"und langsam wochs ma zamm"? So ist das auch bei Hund und Mensch, nur a bissl schwieriger wegen der unterschiedlichen Kommunikation.

"Manchmal is alles einfach,
und dann wieder net,
und manchmal is' einfach ein Traum,
doch eigentlich is es unbeschreiblich
und langsam wochs' ma z'amm"
 
Dabei
14 Mai 2012
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#15
Der Textausschnitt trifft den Nagel auf den Kopf!! :D Danke für die lieben Worte, wir werden einfach weiterhin an uns arbeiten und euch über eventuelle Fortschritte (oder eben auch Fehlschläge) auf dem Laufenden halten ;)
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#17
Anschreinen halte ich übrigens in so einem Fall für absolut kontraproduktiv.
Bitte richtig lesen - ich habe nicht von ANschreien gesprochen...;) Ich meinte mit Brüller ein "unüberhörbar" lautes Hier oder Komm etc. Einfach ein sehr lautes aber freundliches Kommando an den Hund, damit er auch sofort heraushört, dass Herrchen die Situation kontrolliert. (Und natürlich ein dickes Lob oder kurzes Spiel zur Entspannung beider, sobald er sich richtig verhält...:D)
 
Dabei
5 Mai 2012
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#18
wie habt ihr das abbruchkommando aufgebaut ohne dass der hund ne verhaltenskette gelernt hat?
Genau die Frage hab ich mir auch gerade gestellt. Finde das wirklich eine gute Sache dieses "Alles ok". Das kennt Kirby auch.

Sarah mein Kirby ist auch so ein wuuuuuffff....wwuuuuuuuff....Beller....muss dann irgendwie immer lachen, weil er der totale Schisser ist und mit eingeklemmten Schwanz losläuft. Und er bellt eigentlich NIE....nur wenn er meint er muss jetzt mal Security spielen ;)
 
Dabei
14 Mai 2012
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#19
Genau die Frage hab ich mir auch gerade gestellt. Finde das wirklich eine gute Sache dieses "Alles ok". Das kennt Kirby auch.

Sarah mein Kirby ist auch so ein wuuuuuffff....wwuuuuuuuff....Beller....muss dann irgendwie immer lachen, weil er der totale Schisser ist und mit eingeklemmten Schwanz losläuft. Und er bellt eigentlich NIE....nur wenn er meint er muss jetzt mal Security spielen ;)
Haha, na dann sind unsere Jungs sich ja sehr ähnlich ^^ Kibo tut zwar gerne sehr aufgeblasen, wichtig und schnöselig, aber in Wahrheit ist er einfach noch ein großes Baby XDDD

Tja...ähm...wie haben wir das aufgebaut...? Gute Frage *lach* Eigentlich gar nicht bewusst, sondern es hat sich so "eingebürgert". Wenn er uns signailisiert hat, dass ihm was komisch vorkommt, oder er was gehört hat und nicht wusste, wie er darauf jetzt reagieren soll, kam das "alles okay" eigentlich reflexartig und da dann auch nie was passiert ist, hat er es wohl so verknüpft - "alles okay" bedeutet "passt schon, keine Gefahr im Verzug" ^^
 
Dabei
15 Jul 2012
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#20
Vielleicht kann Kerstin auch nochmal erläuterin wie sie ihr "alles ok" aufgebaut hat?

Wir sind nämlich jetzt an einem ähnlichen Punkt angekommen. Maja geht auf die 2 Jahre zu und fängt an zu "wuffen" (wir nennen es schalldämpferbellen ;) ) und auch zu knurren, wenn sie was im Treppenhaus hört oder sie draußen irgendwas irritiert.

Leider interessiert sie mein "alles ok" nicht ;). Bisher schicke ich sie in der Wohnung aufs Platz, dort ist sie dann zwar etwas ruhiger aber nicht beruhigt.

Ich finde es sehr gut, dass sie meldet, möchte aber eben dass sie sich auch schnell wieder einbekommt wenn wir ihr signalisieren, dass es ok ist.

Vielleicht hat ja der ein oder andere noch weitere Hilfestellungen, wie mit solchen Situationen umgegangen werden könnte?
 
Dabei
12 Jul 2012
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#21
smiley macht es auch. wir gehen ja morgens unsere runde im stockdunklen. manchmal kommt auch der ein oder andere mensch aus einem haus. "wuu wuuu wuu wuu wuufff" kommt von smiley. ich finde es ja super das sie so aufpasst.von mir kommt dann ein "ist ok". bellt sie weiter ein lautes "tzschhh"!!, bellt sie weiter "jetzt ist aber schluss". spätestens das wirkt und sie hört auf. ich möchte gar nicht das sie damit ganz aufhört..nur wir üben dran das sie gleich beim ersten abbruchkommando ruhe gibt :)
 
Dabei
30 Jul 2013
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#22
Also ich kann ja mal erzählen, wie wir es machen. Bei Hazel klappt das mit dem "Alles ok" nämlich recht gut. Sie meldet auch, wenn jemand vor unserer Wohnungstür steht oder sie was hört im Haus, das sie irritiert. Am Anfang hab ich mich dann vor sie gestellt und sie mit dem Körper von der Tür weg zu dem Platz, an dem ich sie haben will, geschoben. Da hab ich sie Sitz machen lassen und bin selber zur Tür. Hab die Tür aufgemacht und so getan, als schaue ich nach, ob da was Gefährliches ist. Dann bin ich wieder zurück und hab "Alles ok" gesagt und sie gestreichelt. Wenn sie danach nochmal anfangen wollte zu bellen, hab ich es auch einfach mit einem strengen "Nein" unterbunden. Denn ich hatte ja schon nachgeschaut. :)
Irgendwann hab ich dann nur noch so getan, als wenn ich horche ohne die Tür auf zu machen und inzwischen kann ich sie auch zu mir rufen und das "Alles ok" reicht und ich muss nicht mehr zur Tür laufen. Zumindest meistens kann ich sitzen bleiben. :)
Das "Alles ok" benutze ich inzwischen auch draußen. Oft reicht es auch da. Wenn nicht, unterbinde ich das Bellen wie Anna.

Mir ist auch aufgefallen, dass sie bestimmte Geräusche mit dem "Alles ok" verknüpft. Zum Beispiel meldet sie nicht mehr, wenn unsere Putzfrau vor der Tür wischt, nachdem ich drei Mal nachgeschaut hatte. Einmal davon war ich leider noch im Nachthemd. Aber nützt ja nichts. Die Putzfrau fand es witzig. :D
 
Dabei
7 Apr 2014
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#23
Hallo, ich bin ganz neu hier und habe meinen 6 Monate alten Aussie Rüden Timo erst seit einer Woche. Wollte mich mal für die tollen Tipps bedanken, habe diesen Thread gestern entdeckt und das Gefühl an die Tür zu gehen um nachzusehen ob alles in Ordnung ist scheint ihn zu beruhigen. Er hat sich eben gefreut als ich zurück kam und gesagt habe das alles okay ist :). Ganz abgewöhnen will ich ihm das Melden ja auch nicht, er darf ruhig aufpassen. Nur nich ständig wegen jedem kleinen Geräusch und er sollte sich dann auch schnell wieder beruhigen.

Leider haben die vorherhigen Besitzer nicht viel mit ihm gemacht, daher ist er recht dünn, hat wenig Muskulatur und ist schnell außer Puste. Er weiß nicht einmal was er mit einem Ball anfangen soll und zeigt bisher nur wenig Spieltrieb. Laut der Züchterin an die er zurück gegeben wurde waren die vorherigen Besitzer überfordert und durch sein ständiges bellen genervt. Daran will ich jetzt arbeiten und werde diese Woche auch direkt mal in einer Hundeschule vorbei schauen. ... Unterwegs beim Spazieren gehen ist er auch noch sehr unsicher, ich hab noch nicht ganz raus was ihm ab und zu unheimlich ist, denn es ist nicht jedes mal das er Fußgänger oder Hunde anknurrt. Könnt ihr mir diesbezüglich noch Tipps geben? Meistens merke ich das er jemanden fixiert und versuche ihn dann schon mit einem "Sitz" kommando abzulenken was leider oft nur ganz kurz hilft.

:-/ gerade während ich das schreibe kommt mein Mitbewohner nach Hause, Timo hat sich leider voll reingesteigert und vor Angst sogar gepinkelt obwohl er im Wohnzimmer saß und ich zur Tür ging. Er sieht ihn eigentlich jeden Tag und wenn er eine weile da ist gibts keine Probleme und Timo ist er sehr zutraulich und verschmust. Wenn er alldings mal weg ist und wieder kommt gibts oft Theater. Er ist anscheinend unheimlich verunsichert.
 
Dabei
12 Dez 2012
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#24
Kennst du das Kommando "Schau"? Also, dass der Hund dich auf Kommando ansieht? Das mache ich mit meiner, wenn sie meint rumgrummeln oder bellen zu müssen. Da holt sie recht gut zu mir. Gerade heute war so eine Situation, zwei Hunde bellen aus dem Auto, meine hält natürlich dagegen. Ich immer mit "Schau" Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, dann Click + Leckerchen. Sie hat sich schnell wieder beruhigt und hat danach keinen einzigen Hund mehr angebellt, auch wenn dieser gebellt hat, denn ich habe immer sofort Aufmerksamkeit auf mich gezogen und belohnt. :)
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#25
Hallo, ich bin ganz neu hier und habe meinen 6 Monate alten Aussie Rüden Timo erst seit einer Woche. Wollte mich mal für die tollen Tipps bedanken, habe diesen Thread gestern entdeckt und das Gefühl an die Tür zu gehen um nachzusehen ob alles in Ordnung ist scheint ihn zu beruhigen. Er hat sich eben gefreut als ich zurück kam und gesagt habe das alles okay ist :). Ganz abgewöhnen will ich ihm das Melden ja auch nicht, er darf ruhig aufpassen. Nur nich ständig wegen jedem kleinen Geräusch und er sollte sich dann auch schnell wieder beruhigen.

Leider haben die vorherhigen Besitzer nicht viel mit ihm gemacht, daher ist er recht dünn, hat wenig Muskulatur und ist schnell außer Puste. Er weiß nicht einmal was er mit einem Ball anfangen soll und zeigt bisher nur wenig Spieltrieb. Laut der Züchterin an die er zurück gegeben wurde waren die vorherigen Besitzer überfordert und durch sein ständiges bellen genervt. Daran will ich jetzt arbeiten und werde diese Woche auch direkt mal in einer Hundeschule vorbei schauen. ... Unterwegs beim Spazieren gehen ist er auch noch sehr unsicher, ich hab noch nicht ganz raus was ihm ab und zu unheimlich ist, denn es ist nicht jedes mal das er Fußgänger oder Hunde anknurrt. Könnt ihr mir diesbezüglich noch Tipps geben? Meistens merke ich das er jemanden fixiert und versuche ihn dann schon mit einem "Sitz" kommando abzulenken was leider oft nur ganz kurz hilft.

:-/ gerade während ich das schreibe kommt mein Mitbewohner nach Hause, Timo hat sich leider voll reingesteigert und vor Angst sogar gepinkelt obwohl er im Wohnzimmer saß und ich zur Tür ging. Er sieht ihn eigentlich jeden Tag und wenn er eine weile da ist gibts keine Probleme und Timo ist er sehr zutraulich und verschmust. Wenn er alldings mal weg ist und wieder kommt gibts oft Theater. Er ist anscheinend unheimlich verunsichert.
Nikes Tip finde ich schon super! Was deinen letzten Absatz angeht: Dein Bub ist grad ganz neu im neuen Zuhaue, wird sich erstmal an die ganzen Abläufe gewöhnen müssen und das braucht nunmal in dem Alter dann noch viiiiieeeel Zeit und Training. Ich würde dir empfehlen, gerade die Problematik "fremde Leute" zunächst richtig ausführlich aufzubauen und ihm erstmal beizubringen, dass Fremde ihm NIEMALS etwas böses wollen. Gar nicht mit Zwang oder Druck, sondern in seinem Tempo... womöglich wird er fremde Leute nie toll finden, aber es sollte zumindest soweit machbar sein, dass er nicht richtig Angst hat. Das könnte sonst irgendwann schiefgehen und das wäre ja wirklich schade, wo er noch so jung ist. Also: viel Zeit geben, viel Positivität und Ruhe ausstrahlen, dann wird das schon :)
 
Dabei
7 Apr 2014
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#26
Das Spazieren gehen klappt schon richtig gut, da wirkt er deutlich sicherer, bellt nur noch sehr selten, meist nur wenn ein anderer Hund damit anfängt und lässt sich auch recht gut beruhigen.
Was uns im Moment sehr zu schaffen macht ist das Bellen zu Hause, vorallem in wenig nachvollziehbaren Situationen wie z.B.
Er sitzt, sieht wie mein Mitbewohner zur Haustür hinaus geht, diese schließt und direkt wieder öffnet, er fängt an alarm zu bellen, zeigt sich ängstlich und ist erst wieder ruhig wenn die Person bei ihm steht und er sie beschnuppern kann, manchmal pinkelt er sogar dabei. Wiso? Er kennt die Person, sieht wie sie hinaus geht, die Tür schließt und wirklich sofort wieder öffnet, verstehe einfach nicht was der Hund daran nicht versteht bzw worin auf einmal Gefahr bestehen soll die ihn Ängstlich sein lässt. Sieht er schlecht? Hat er ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis? Es ist einfach unheimlich schwer nach zu vollziehen und da er fast schon reflexartig reagiert bleibt kaum Zeit um ihn vorher mit einem Kommando abzulenken. Ist er schon aufgebracht und bellt, hört er auf keine Komandos mehr.
Oder jemand verlässt den Raum und kommt nach weniger als einer Minute zurück, gleiche Reaktion.
 
Dabei
13 Feb 2013
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#27
so jetzt muss ich auch mal was dazu sagen. unsere blue zeigt ihre leibwächterallüren zuhause vor dem tv/pc. ihr fragt euch sicher: häää :confused:
das ganze sieht so aus: wenn ich zb filme mit hunden schaue oder wie heute einen bericht über dogscooting, fängt blue an den tv/rechner anzubellen. dazu müssen die hunde im tv nicht mal bellen.. sie sieht die und los gehts. extrem nervig, denn ich habe vom bericht nix mehr verstanden.. es hilft da auch kein nein oder schluss. sie wird zwar leise aber kann sich nicht beruhigen und grummelt und knurrt vor sich hin. und so langsam nervt es, wenn man nicht mal das schaun kann, was man gerne möchte...
hier mal ein beispielvideo. ihre absolute hasswerbung/hasslied - die vw werbung mit den hunden und who let the dogs out: [video=youtube_share;dP88yC7VK1U]http://youtu.be/dP88yC7VK1U[/video]

draußen bellt sie keine hunde an, nicht mal die kläffer. also scheint sie uns vor den bösen hunden im fernsehn beschützen zu wollen oder so. keine anhnung. das einzige was sie draußen oft zum bellen bringt sind figuren. zb der gartenzwerg beim nachbar oder eine statue mit einem hund an der leine. dem hat sie heute auch anständig die meinung gegeigt...

irgendwelche tipps gegen den tv anbellenden leibwächter?? :p
 
Dabei
30 Mrz 2013
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#28
Hallo, Marcel,
vielleicht kannst Du Deinen Mitbewohner ins Training mit einbeziehen? Z.B. alle 3 gehen gemeinsam raus und gleich wieder rein. Dann gehst Du mit dem Hund raus und wieder rein. Dann soll Dein Mitbewohner mit dem Hund raus und wieder rein. Dann gehst Du alleine raus und wieder rein (da würde ich ihn absitzen lassen) und dann soll Dein Mitbewohner raus und reingehen. Wie ein Spiel sozusagen. Jedes Mal, wenn der Hund sich ruhig verhält, gibt es ein Leckerchen.
War nur mal so eine Idee.
 
Dabei
7 Apr 2014
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#29
Okay, das versuche ich mal. Heute fand ichs ziemlich heftig, jemand der mit am Tisch saß hat laut gehustet, da ist Timo auf ihn zu gerannt, hat ihn angebellt und wollte ihn anspringen. Das war richtig ungemütlich :-(. Wenn jemand vom Tisch aufsteht schaut er schon kritisch und grummelt etwas und wenn er nach einer Minute zurück kommt bellt er und zieht den Schwanz ein.
 
A

Aussie2014

#30
Hey Marcel !

Das klingt nach stark unsicherem Verhalten deines Rüden. Wie reagierst du denn, wenn er das macht?

Liebe Grüße
Tina :)
 

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