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lernen, sich zu wehren

Dabei
20 Feb 2012
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#1
Hallo...

Wir sind heute Morgen einem Schäferhund begegnet.. Hugo stürmte los, weil er spielen wollte... So weit, so gut.. Dann merkte ich, dass es ihm zu wild wurde... der Schäferhund war schon ziemlich dominant (vllt wollte er Hugo auch "bespringen"- sah so aus- machen manche Rüden bei ihm, weil er anscheinend gut riecht) .. Dann versuchte Hugo zu flüchten, hat sich hinter einem parkenden Auto versteckt usw. aber der Schäferhund ließ nicht los... Dann bin ich zu dem Besitzerpäärchen hin und meinte, ob sie ihren Hund nicht mal rufen könnten, da ich glaube, dass es meinem zu viel wird... Die meinten, neeeee die wollen doch spielen... und ich: Aber meiner rennt vor ihrem weg... Naja es ist dann so auseinander gegangen, dass ich versucht habe Hugo zu schnappen und wegzugehen, und sie dann ihrem Hund einen Ball zuwurfen...

Mal ehrlich: Fest steht, dass Hugo ängstlich wurde, wegrennen wollte, aber der Schäferhund es nicht gecheckt hat... Klar, muss Hugo lernen sich zu verteidigen und was zu sagen, wenn er nicht mehr will... Aber hätte ich weiter zusehen sollen? Und hat sich das Päärchen eurer Meinung nach richtig verhalten?? Wenn mich jemand bittet, meinen Hund zurückzurufen, mache ich das doch und sträube mich nicht...?!

Die Krönung war, dass sich das Päärchen über mich belustigte als ich Hugo von ihrem Hund wegnahm...

Bin mir halt nicht sicher, wie ich in solchen Situationen reagieren soll... Hugo ist 9 Monate und sehr verspielt... Aber diesmal wurde es ihm definitiv zu wild... Aber wenn ich ihm nicht hinterher gegangen wäre, wie lernt er sich denn zu verteidigen...?
 

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Dabei
13 Okt 2011
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#2
Ich hatte gestern Abend eine ähnliche Situation, aber der Besitzer war weitaus Einsichtiger als dieses Pärchen und nahm den Hund (übrigens auch ein Schäferhund) an die Leine und ist gegangen. Milo hatte sich auch entschlossen vor ihm wegzulaufen und rannte immer um uns rum, der Schäferhund hinterher und knurrte u. fletschte die Zähne dabei und hat sein Nackenfell kerzengerade aufgerichtet. Wäre Milo zu mir gekommen, hätte ich ihn nachtürlich beschützt und den Schäferhund angegangen, aber so soll er es eben alleine regeln. Wenn man Hundebesitzer anspricht und bittet den Hund kurz wegzunehmen, damit man weitergehen kann o.ä. finde ich es ein absolutes "no-Go" wenn sie dann so respektlos entgegentreten und es nicht tun. Das führt meistens nur zu einem sinnlosen streit. Ich fand es in dieser Situatuion gut, dass du ihn dann weggeholt hast... Naja es gibt eben immer so ein paar "Vollidioten" die Hunde halten und deren Körpersprache und Verhalten nicht richtig deuten können...

I.d.R. handhabe ich die Situationen so: Wenn ein Hund Milo anknurrt oder doof anmacht und Milo, dass knurren erwidert gehe ich einfach weg, soll er "seinen Sch*** doch alleine machen!" Bis Hunde sich Löcher beißen dauert es ziemlich lange und dafür muss es auch ne richtig böse Beißerei geben, aber selbst dann dauert es recht lange. Milo kommt mir dann aber hinterher. Wenn Milo sich jedoch Schutz-suchend hinter mich stellt, dann beschütze ich ihn und gehe den anderen Hund mittels Körpersprache und evtl. knurren an. Bisher haben sie sich dann auch verzogen, jedenfalls hat noch keiner bislang zurückgeknurrt o.ä.
 
Dabei
20 Feb 2012
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#3
Der Schäferhund des Pärchens hat nicht geknurrt oder ähnliches- er war halt nur sehr dominant und wild... Ob er Hugo jetzt besteigen wollte, weiß ich nicht... Es war aber denke ich auch ein Spiel für ihn... Nur dass er Hugo damit verängstigte, er dem Schäferhund aber nicht zeigen konnte, dass es ihm zu weit geht und stattdessen weglief und sich versteckte...
Demnach hatte das Pärchen Recht, dass ihr Hund "nur" spielen wollte. Aber gesehen, dass Hugo vor ihm wegrennt, haben sie nicht..
Ich finde es auch eine Unverschämtheit, meine Bitte, den Hund zurückzurufen, so zu ignorieren...
 
Dabei
7 Okt 2011
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#4
Das wehren lernen sie von allein....in diesem Fall hat er deutlich gezeigt, dass er nicht will und ist vor dem größerern, älteren oder dominanten Rüden davon gelaufen.....das ist normal.....anders könnte es werden, wenn er erwachsen ist.
Um solchen Situationen keine Chance zu geben, habe ich es mir angewöhnt meine Hunde bei Fremdbegegnung bei mir zu halten. Ich gebe sie frei zum Spielen, wenn ich sehe, dass es klappt....also keine Bürste oder sonstige Unsicherheit und keine Agression. Ich lasse meine Hunde auch nicht Bergen oder zerbrechlichen Hunden spielen....kann gut gehen...muss aber nicht und dann sind blaue Flecken vorprogrammiert. Wichtig ist, dass Alpha die Sache in der Hand hat.....dass der Hund bei mir in Sicherheit ist und auch in einem solchen Fall zu mir kommt....denn ich regel das und muss auch schon mal bereit sein einzuschreiten.....man weiß nie wem oder was man begegnet.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#5
Du hast absolut richtig gehandelt!
Solche Leute sind der Grund, warum ich mittlerweile fast alle Hundebegegnungen meide. :(
Meine zwei dürfen nur noch mit Hunden zusammen, die ich kenne. Anderes lass ich nicht mehr zu. Mir ist auch egal, was die Leute dann von mir denken.
Und ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass die Leute meinen, Hunde müssen und wollen immer nur miteinander spielen. Das ist totaler Unfug!
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#6
Loki wehrt sich in den Regel auch nicht, d.h. WIR müssen solche Situationen für ihn klären - und finden das auch vollkommen richtig so. Loki zeigt mittlerweile auch schonmal Dominanzgesten und wenn ihm was nicht passt, stellt er sogar seit einer Woche auch mal den Kamm .... aber er hat nicht aggressiv zu werden!
Er rettet sich in solchen Situationen definitiv ZU UNS und ich hätte den Schäferhund auch eigenständig von meinem Hund entfernt und wäre meines Weges gegangen.
Spielen schön und gut, aber ich brauch nicht nen fremden Hund auf meinem Rüden rumjuckeln sehen - da greif ich beherzt ein. Auch wenn's im Spiel zu heftig wird, können wir zumindest Lokis Verhalten unterbrechen und er "versucht dann", zu uns zu kommen - die meisten anderen Hunde kennen solche KOmmandos gar nicht, was ich auch etwas blöd finde ....
 
Dabei
23 Jan 2012
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#7
Ich werde bis heute nicht verstehen, warum man seinen eigenen Hund einfach und ungefragt auf einen anderen Hund drauf zu laufen lässt??? ...und wenn es dann mal nicht passt jammern **augenroll**
Wenn mir so ein Hundebesitzer unterkommt (das der Hund einfach angestürmt kommt) bin ich mehr als angefressen...und es ist nicht Aufgabe des Hundes zu lernen sich zu verteidigen (oder gibt es Prozente beim TA) sondern Aufgabe des Besitzers solche Begegnungen im Vorfeld zu regeln!
 
Dabei
19 Feb 2012
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#8
@Antje77: Das kommt wohl drauf an, wo man wohnt und was "normal" ist. Bei uns hier im Park fragt keiner, ob man Hundekontakte will oder nicht. Selbst wenn der Hund angeleint ist interessiert es fast niemanden.

@Hugo: Ich bitte auch manchmal andere Hunderbesitzer ihren Hund zu rufen, wenn mir das Verhalten nicht paßt. Leider gehorchen dann die wenigsten Hunde. Und manchmal greife ich selber in das Geschehen ein. Also ich finde, dass du alles richtig gemacht hast.

LG mariposa
 
Dabei
21 Feb 2011
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#9
@Antje77: Das kommt wohl drauf an, wo man wohnt und was "normal" ist. Bei uns hier im Park fragt keiner, ob man Hundekontakte will oder nicht. Selbst wenn der Hund angeleint ist interessiert es fast niemanden.
LG mariposa
Ich finde, Antje hat da schon Recht. Das ist die andere Seite der Medaille. Nicht zu fragen und den eigenen Hund auf einen andern losstürmen zu lassen, kann ganz schön in die Hose gehen. Vor allem, wenn der angeleint ist. Denn der könnte zb äusserst aggressiv oder vlt auch krank sein. Darüber sollte man auch nachdenken, bevor man den eigenen einfach loslaufen lässt. Denn es ist im Grunde genauso "unhöflich" wie das von Hugo beschriebene Verhalten der Schäferhundbesitzer.
 
Dabei
19 Feb 2012
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#10
Mir wäre es auch lieber, wenn fragen normal wäre - vor allem, wenn meine angeleint ist. Ist es hier aber nicht.
Vielleicht habe ich mich auch mißverständlich ausgedrückt. Ich lasse meine Hündin nicht zu einem angeleinten Hund hin, aber andere Hunde kommen andauernd zu meiner, auch wenn sie angeleint ist.
Mir passiert es auch manchmal, dass andere Hunde an der Flexi oder Schleppleine sind, ich meine heranrufe und "bei Fuß" laufen lasse und dann die anderen Hundebesitzer die Leine so lang lassen, dass sie zu meiner hingehen. Finde ich auch total besch...

LG mariposa
 
Dabei
20 Feb 2012
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#11
Wenn ich sehe, dass Hunde, denen wir begegnen, angeleint sind, Leine ich Hugo auch sofort an.
Das Problem ist halt im Moment noch, dass Hugo noch so verspielt ist und sofort, wenn er einen anderen Hund rennen sieht (der Shäferhund ist ja seinem Ball hinterhergerannt), mitrennen will...
Wir haben ihn ja erst ein paar Wochen und müssen mit der Hundetrainerin daran arbeiten, dass er nicht immer gleich losrennt.

Vorgestern wollte Hugo mit einem Hund spielen und hat ihn animiert... Sag zunächst auch gut aus, dann bekam der andere Hund aber Angst (er kam aus einem Rumänien. Tierheim) und die Besitzerin bat mich, Hugo abzurufen. Hat auch geklappt, wir ihn dann angeleint und weiter gegangen. Ich versteh einfach nicht, wo das Problem liegt, dass manche Besitzer da so mit Unverständnis reagieren..

Naja ich hoffe dann mal, dass Hugo bald lernt, zu sagen, wenn ihm was nicht passt. Geht ja nicht darum, aggressiv zu werden, sondern einfach mal "den Mund aufzumachen". Wenn andere Hunde das bei ihn machen, weiß er ja auch, dass er aufzuhören hat..
 
Dabei
23 Jan 2012
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#12
Das Problem ist halt im Moment noch, dass Hugo noch so verspielt ist und sofort, wenn er einen anderen Hund rennen sieht (der Shäferhund ist ja seinem Ball hinterhergerannt), mitrennen will...
Wir haben ihn ja erst ein paar Wochen und müssen mit der Hundetrainerin daran arbeiten, dass er nicht immer gleich losrennt.
Meinst Du nicht es ist besser ihn erstmal 'online' zu lassen und an Eurer Beziehung zu arbeiten? Ihr solltet doch wichtig sein, nicht das Spiel mit anderen Hunden und gerade wenn Ihr ihn erst ein paar Wochen habt, ruft es bei mir Unverständnis hervor, dass er leinenlos gehen darf, so lernt er doch nur, dass ER das Rudel führt nicht IHR.

@all: Gegenden mit diesen schrecklichen leinenlosen 'DERTUTNIXEN' meide ich und brauche ich auch nicht...
 
Dabei
19 Feb 2012
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#14
Wenn ich sehe, dass Hunde, denen wir begegnen, angeleint sind, Leine ich Hugo auch sofort an.
Das Problem ist halt im Moment noch, dass Hugo noch so verspielt ist und sofort, wenn er einen anderen Hund rennen sieht (der Shäferhund ist ja seinem Ball hinterhergerannt), mitrennen will...
Da würde ich besonders vorsichtig sein, wenn der andere Hund einen Ball etc. hat. Manch einer mag es gar nicht und verteidigt sein Spielzeug.

LG mariposa
 

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