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Problem mit beißen beim Spielen

Dabei
25 Nov 2014
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#1
Hallo Community,

unser Bobby (mittlerweile 13,5 Wochen) ist jetzt in der Findungsphase um zu prüfen welche Rangordnung er in der Familie einnimmt.
Laut dem Hundeverein hat er mich als Rudelführer ausgewählt weil meine Abbruchsignale und andere Kommandos direkt umgesetzt werden. Lt. Aussage liegt das aber nicht daran, ob und wie oft ich präsent bin, sondern eher an der Stimme!?

Nichts desto trotz erweist sich das im Moment schwierig - zumal ich Vollzeit und meine Frau Teilzeit arbeite. Denn beim Spielen ist klar das er seine Milchzähne einsetzt, aber wenn ich "AUS" bzw. "NEIN" sage hört er direkt auf und schleckt danach die Stelle ab und es geht weiter mit dem Spielen, so dass meinerseits kein vorzeitiger Abbruch vonstatten gehen muss. Wenn jetzt aber meine Frau mit ihm spielt funktioniert weder das "AUS" bzw. "NEIN" trotz energischer Stimme wie auch auf anraten vom Tierarzt, Hundeschule und Co. mit Unterwerfen, am Nacken nehmen, ins Ohr beißen, das Spiel abbrechen und ignorieren bis er wieder runter kommt, Schnauzgriff etc.

Wir haben das aber so geregelt, dass er mal essen und trinken von mir bekommt, mal alleine mit mir und ihr Gassi geht und dann mal wieder zusammen, so dass er lernt auf beide zu hören - auch in der Hundeschule wechseln wir uns mit den Übungen ab.

Was aber komisch ist, ist das er auf die Kommandos im Freien besser auf meine Frau hört als auf mich - zumindest haben wir den Eindruck und wenn wir ihn in der Hundeschule abrufen, dann geht er zu meiner Frau anstatt zu mir.

Jetzt die Fragen:

- auf welchem Rang in der Familie steht meine Frau derzeit - eher die Schwester!?
- wie kann man anstellen das Bobby nunmal zwei Rudelführer hat, sofern das machbar ist?
- wie lange wird das mit dem Beißen noch gehen?
- und ganz wichtig: welche Methode ist sinnvoll um das Ganze zu unterbinden, wenn das Signal "AUS" bzw. "NEIN" nicht zieht?

Vielen Dank.
 

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Dabei
26 Mrz 2014
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#2
Hallo,

meiner war auch so ein kleiner Beisser. Am liebsten wäre er das heute noch ;)

Gebracht hat irgendwie gar nichts den gewünschten Erfolg. ICh hab ihn ausgesperrt, weggeschubst, ihn ignoriert, Spiel abgebrochen, umgeworfen, sogar mal versucht zurück zu beissen... aber am Ende hat er's doch immer wieder gemacht. Irgendwann hat sichs dann echt verwachsen... und er hats ganz von selbst gelassen. Ein Glück. :)

Von diesen ganzen Rudelführer-Theorien weiss ich nicht so genau, was ich halten soll. Dass der Mensch der Boss ist, sollte der Hund schon akzeptieren... aber an so 100%ige Rangfolgen glaube ich nicht...
 
Dabei
15 Sep 2013
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#3
Da schließ Ich mich an :)
Ich hab auch ein extremes Krokodil (gehabt- mittlerweile eher ein Schleck Monster :D) Man darf einfach nicht zu wild spielen... Ansonsten hab ich es gemacht wie Nadine. Aber geholfen hat auch bei uns einfach die Zeit :D

Das mit der Rangordnung klingt für mich auch zu sehr nach Cesar Milan. Der Hund ordnet sich schon unter, ich hab da nie so ne Wissenschaft draus gemacht... Konsequent bleiben und durchsetzen was ihr wollt. Aber bezüglich deiner Frau. Lass sie Konflikte selber lösen. Wenn du das immer für sie übernimmst, untergräbst du ihre Autorität ;)
 
Dabei
25 Nov 2014
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#4
Dann bleiben wir weiterhin konsequent mit dem "NEIN"/ "AUS" und hoffen das es sich beim Zahnwechsel dann wieder legt.
Ich habe nur mal getestet ob er auf mich hört, wenn er meine Frau beisst, aber die Konflikte löst sie weiterhin selbst.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#5
Denn beim Spielen ist klar das er seine Milchzähne einsetzt, aber wenn ich "AUS" bzw. "NEIN" sage hört er direkt auf und schleckt danach die Stelle ab und es geht weiter mit dem Spielen, so dass meinerseits kein vorzeitiger Abbruch vonstatten gehen muss. Wenn jetzt aber meine Frau mit ihm spielt funktioniert weder das "AUS" bzw. "NEIN" trotz energischer Stimme wie auch auf anraten vom Tierarzt, Hundeschule und Co. mit Unterwerfen, am Nacken nehmen, ins Ohr beißen, das Spiel abbrechen und ignorieren bis er wieder runter kommt, Schnauzgriff etc.
Für mich hören sich Erziehungsmethoden wie "am Nacken nehmen, ins Ohr beißen, Schnauzgriff" ziemlich brutal an. Ihr habt einen kleinen Welpen, der die Beißhemmung noch lernen muss. Mit solchen Methoden zerstört ihr ganz schnell jedes Vertrauensverhältnis.
Wir haben es so gemacht, dass wir (egal wer, meine Kinder oder ich) laut gequiekt haben, wenn im Spiel gebissen wurde. Daraufhin wurde das Spiel sofort abgebrochen und wir sind weggegangen. Es wurde auch nicht (zumindest ca. 10 Minuten) weitergespielt. Nach ca. 1-2 Wochen hat keiner meiner beiden mehr zugebissen.
 
Dabei
25 Nov 2014
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#6
Hallo Zaraila,

das mit dem Welpenquieken haben wir auch mehrfach getestet, aber sobald mein Frau gequiekt hat, hat er fester zugebissen und dann auch in die Nase oder in den Hals.
Nach dem quieken haben wir ihn auch in seine Ruhezone um wieder runterzukommen bevor dann wieder gespielt wurde. Aber kaum hat das Spiel angefangen wurde wieder gebissen und nach dem quieken wieder fester.

Auf anraten von anderen Hundehaltern (Rottweiler, Schäferhunde etc.) wurden uns diese Methoden empfohlen - hört sich natürlich brutal an, aber bei denen hat es Erfolg geziegt und das Vertrauen zum Zweibeiner ging dadurch nicht verloren - im Gegenteil - der Rottweiler hört auf jedes Kommando und läuft prima ohne Leine.

Aber wenn das wahrscheinlich normal ist, mit dem "Krokodil" haben wir die Hoffnung, dass es sich mit dem Zahnwechsel dann legt!?
 
Dabei
22 Sep 2014
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#7
Das Beißproblem hat wohl jeder Hundebesitzer, egal welche Rasse.

Bei uns wurde gequiekt und ich habe auch schon mal zurückgebissen, als er partout nicht aufhören wollte. Hat das nix gebracht: "Auszeit" sagen und ab in den Flur (wegschubsen hat er als Spielaufforderung gesehen). Jetzt ist er fast 5 Monate alt und wenn er mal (bevorzugt abends) nen Anfall bekommt und meint, man müsste wuffen, wenn man nicht seinen Willen bekommt, dann reicht ein "Auszeit" und er verschwindet unterm Wohnzimmertisch und ist still (er hat gelernt: ich halte lieber die Klappe und darf dann bei meinen Menschen bleiben :cool:).

Und dieses Rudelquatschzeugs... der Hund ist ja nicht doof und erkennt sehr wohl, dass wir Menschen und keine Hunde sind. Unser hat sich mich ausgegsucht, weil er mit mir zum Hundeplatz geht, die meisten Gassirunden dreht, von mir Futter aus dem Dummy bekommt und wir sehr viel Kontaktliegen machen. Da es aber auch in 1. Linie mein Hund ist, bin ich froh darüber.

Bzgl. Zahnwechsel: da sind wir gerade mitten drinne. Dann wird weniger gezwickt (wie es im Welpenalter der Fall war) sondern geknabbert. So viel Knabberzeugs hatten wir hier noch nie rumliegen; aber dafür bleiben die Möbel verschont.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#8
Übrigens: meine Mama hatte dasselbe Problem. Er hat partout nicht von ihr abgelassen und z.B. immer wieder in den Hausschuh gebissen. Ich habe ihr gesagt, dass der Hund merkt, wenn sie sich umdreht und innerlich lächelt, weil sie es eigentlich putzig findet. Ich hab die beiden dann mal ein paar Stunden alleine gelassen und ihr gesagt, dass es ruhig ein riiiesen Donnerwetter geben darf, er ist ja nicht King Louis. Und, falls das nix bringt, an die Leine und am Küchentisch anbinden und kurz den Raum verlassen. Wieder rein und ableinen und ignorieren. Ist er lieb, darf er wieder zu ihr. Macht er weiter: wieder anbinden.
Jetzt hilft bei ihr übrigens auch das Wort "Auszeit". Ein Marker-Wort ist echt hilfreich (funktioniert bei uns und bei meinen Eltern; woanders habe ich es noch nicht ausprobiert).
 
Dabei
5 Sep 2014
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#9
Also ich glaube nicht dass ein kleiner Welpe gleich die Weltherrschaft an sich reissen will und gleich Ambitionen auf Rudelführer hat (in diesem Alter) :D. Für mich ist das ein normales Grenzen austesten und zwar bei jedem... er schaut halt wie weit er bei dir, bei deiner Frau und auch bei anderen gehen kann.

Ich finde die Methoden auch sehr hart, besonders weil das Beissen im Spiel ein eher harmloses Vergehen ist in diesem Alter. Er lernt erst noch die Beisshemmung und dass bei Menschen nicht so gezwickt werden darf wie bei Hunden. Ich würde bei der Erziehung des Welpen immer im Hinterkopf haben, dass er euch mit super duper sau tollen Aktivitäten in Verbindung bringt und nicht mit Nackenschütteln, ins Ohr beissen etc.. Das wird eurer Bindung sehr helfen!

Betty war ja eher harmlos was das zwicken angeht, sie hat es aber trotzdem ein paar Mal versucht. Wir habens dann wie Zaraila gemacht. Laut quitschen und Spiel unterbrechen.
Das Verhalten wird sich so über kurz oder lang einstellen, weil Bobby keinen Erfolg mit dem Zwicken hat. Spielen + zwicken = niemand spielt mehr mit mir :cool:
 
Dabei
22 Sep 2014
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#10
Ich finde ins Ohr zwicken überhaupt nicht schlimm (natürlich nicht bei einem 8 Wochen altem Baby). Aber wenn er meint, dass er mir ins Gesicht zwicken muss und partout nicht aufhört, dann bekommt er es zurück und sieht, dass das überhaupt nicht schön ist. Ich glaube, man muss einfach die richtige Grenze finden. Nur über positive Verstärkung läuft es nun mal nicht. Der Welpe/ Junghund muss auch mal Grenzen gesetzt bekommen, wobei man natürlich schauen muss, wie der eigene Hund tickt.
Wenn ich unseren nicht mal richtig anscheißen würde, würde er mir sowas von auf dem Kopf herumspringen. Er ist total tough und nutzt das schamlos aus.
 
Dabei
15 Sep 2013
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#11
Ich finde ins Ohr zwicken überhaupt nicht schlimm (natürlich nicht bei einem 8 Wochen altem Baby). Aber wenn er meint, dass er mir ins Gesicht zwicken muss und partout nicht aufhört, dann bekommt er es zurück und sieht, dass das überhaupt nicht schön ist. Ich glaube, man muss einfach die richtige Grenze finden. Nur über positive Verstärkung läuft es nun mal nicht. Der Welpe/ Junghund muss auch mal Grenzen gesetzt bekommen, wobei man natürlich schauen muss, wie der eigene Hund tickt.
Wenn ich unseren nicht mal richtig anscheißen würde, würde er mir sowas von auf dem Kopf herumspringen. Er ist total tough und nutzt das schamlos aus.
Dem schließ ich mich 100% an! Hab hier auch so einen resistenten Dickschädel (oder besser gesagt kleines A****loch- nicht böse gemeint :D)
Dem musste man schon als Welpen kontra geben und er hat's wirklich ausgereizt. Einen sehr sensiblen Hund körperlich zu maßregeln ist wohl unangebracht aber so ein kleiner Teufel der immer noch einmal fester zurück beißt muss eben auf "die harte Tour" lernen, dass so etwas nicht geht, immer dem Hund angepasst natürlich. Lieber scheppert es einmal richtig (ich meine nicht den Hund schlagen!) und die Sache is erledigt, als dass man ewig rum macht. Auch jetzt beiß ich meinen als mal noch ins Ohr wenn er wieder meint, dass er mich anbellen und nach mir schnappen kann wenn ihm was nicht passt. Es gibt ein "Schluss" und hört er nicht auf, gibt es eine klare Konsequenz. Meist braucht er aber nur noch das Wort, so langsam hat er's kapiert dass ich zu entscheiden hab wie man sich verhält :cool:
 
Dabei
22 Sep 2014
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#12
@ jep, Pusteblume! Willkommen im Club! Meiner bekommt ja auch vorher eine Warnung. Funktioniert das nicht, hallo??!! Er hat mir nicht ins Gesicht zu beißen!
Haha, aber das mit dem Markerwort ist schon super. Spätestens, wenn ich nach dem Wort "Auszeit" aufstehe (dann landet man nämlich im Flur) ist man ratzfatz unterm Tisch und still :cool:

Mein Trainer meinte auch letztens (er knurrt die Hunde an. wirkt bei den Welpis 1a, weil sie ihn ja nicht kennen), dass die Leute neuerdings alle meinen, man dürfte den Hund nicht mehr maßregeln sondern warten, bis er dann doch mal ein gewünschtes Verhalten zeigt. Und dann vergleicht er das immer mit Kindern: man würde sich ja auch nicht von seinem Kind ins Gesicht spucken lassen und warten, bis es irgendwann doch lieb ist.
 
Dabei
24 Sep 2012
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#13
Naja mit den Wattebausch-Methoden kommt man oft nicht weiter. Meine Hunde wissen dass ich sie vorwarne mit einem "Nein", wenn sie weitermachen steh ich auf und funkel sie an, und später mach ich mich groß, wenn das nicht hilft gibts Donnerwetter. Aber sie wissen schon die Reihenfolge und hören dann fast immer aufs Nein
 
Dabei
22 Sep 2014
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#14
Als mein Labbi damals schon älter war, musste ich mich nur räuspern und wer wusste Bescheid :p Aber je älter die Hunde werden, umso besser lernen sie uns kennen.
 
Dabei
24 Sep 2012
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#15
Das ist bei der Großen auch das oft nur ein Blick oder schauber reicht. kommt auf die Situation drauf an
 

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