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Ruhiges Warten

Dabei
17 Jun 2013
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#1
Hallo!

Hab da ein Problem mit meiner Hündin!
und zwar gehts um das ruhige Warten. Sobald sie wo warten muss (beim spaziergang wenn mal kurz getratscht wird und sie an der leine warten muss, wenn ich mit unserer anderen Hündin arbeite und sie wo ablege, beim ablegen in der BGH-Prüfung,....) fängt sie an zu winseln und zu "kläffen".
Zuhause ist das ganze kein Problem! Da ist sie die ruhe selbst!
Jetzt hab ich schon angefangen, die kürzesten sequenzen des ruhig seins zu belohnen (leckerchen, ruhige worte). Es funktioniert gar nichts ....mach das aber schon eine zeit lang.
Hat jemand noch tips für mich??
 

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Skjona

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
30 Jul 2012
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#2
Wie alt ist sie denn? So um die 3 Jahre kann das sein? Da ist das natürlich schon in gewisserweiße ein festgefahrenes Muster - was natürlich nicht heißt, dass man daran nichts ändern kann aber wenn sie jetzt schon über drei Jahre hinweg ständig winselt und kläfft in solchen Situationen und damit vielleicht auch noch ab und an Erfolg oder zumindest Aufmerksamkeit erzielte dann wird es auf alle Fälle schwierig. Ich würde euch raten solche Situationen bewusst zu provozieren und auch wirklich täglich in euren Spaziergang etc. miteinzubauen. Also beim Spazieren gehen auch einfach mal 10 Minuten stehen bleiben und sie gar nicht groß ansprechen, ablenken oder mit Tricks etc. zu unterhalten sondern einfach nur dastehen und warten - sonst nichts. Oder mal für 15-20 Minuten auf eine Bank setzen (du kannst ja währenddessen z.b. lesen :D ) und solche Übungen wirklich regelmäßig bzw. täglich miteinbauen und natürlich auch belohnen :)
 
Dabei
21 Feb 2011
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#3
Auf jeden Fall die Frustrationstoleranz trainieren. Dazu gibt es hier schon einige Threads.

Gibt es denn in der Wohnung Dinge oder Situationen, wo sie so subtil ist, wie zb beim Warten?
Nur als Beispiel: Hund bettelt am Tisch, obwohl er vom Tisch nie was bekommt. Man beachtet die Bettelei nicht, Hund macht was anderes.....unruhig durch die Wohnung laufen, den anderen Hund zum Spielen animieren, versuchen dem Menschen auf den Schoß zu klettern usw. Eben solang, bis vom Menschen eine Reaktion kommt.
Habt ihr solche Situationen?
 
Dabei
17 Jun 2013
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#4
Ok....

NEIN eben daheim gibts da gar nichts! Da ist sie absolut Ruhig und ausgeglichen!
Es ist nur draussen und eben am Hundeplatz!

Die einzige Situation in der sie die selben geräusche macht ist, wenn ich die Hunde mal in den Garten raus schmeiss um drinnen ordendlich zu wischen! Da will sie rein und da kommen die selben geräusche! Aber die ignorier ich oder es gibt mal in scharfes "ruhe" und dann ist vorbei!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#5
Es muss nicht unbedingt laut sein, was sie tut.....wenn du verstehst was ich meine. ;)

Ist auch nur so ein Gedanke.....denn, wenn irgendwas nicht klappt, wie in dem Fall das Warten oder auch im anderen Thema die Leinenführigkeit, dann ist das nicht zwangsläufig so, dass Mensch nicht konsequent genug ist. Klar, oft ist das so, gerade bei der Leinenführigkeit.
Aber all diese "Baustellen" können ein einziges Problem als Kern haben.....da kann ich an den einzelnen Baustellen solang und so konsequent arbeiten, wie ich will. Es wird sich nichts ändern, solang ich das eigentliche Problem nicht erkenne und daran arbeite.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#6
Mhh ok du meinst das dass ganze einen Hintergrund hat .... das kann natürlich sein!!

Und du schreibst von der Frustrationstolerzanz (ist das die Impulskontrolle oder?), wie trainiere ich die gezielt? gibts da ein paar tolle übungen?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#7
Könnte sein, kann ich nicht sagen.....dazu müsste ich euch sehen / kennen.

Es ist wie in meinem Beispiel mit dem bettelnden Hund. Der bettelt am Tisch, obwohl nie Futter abfällt....warum hockt der trotzdem da und bettelt? Nicht wegen des Futters, denn das kann nicht so wichtig sein, da er ja nichts bekommt. Also wird er nach Aufmerksamkeit betteln und das ist vielen Hunden deutlich mehr wert als Futter. Beachtet man den Hund nicht, wird er andere Dinge versuchen, damit der Mensch ihn beachtet. Auch wenn der Mensch dann total wütend wird, den Hund ins Platz schickt oder sonst was, hat der sein Ziel erreicht.....Aufmerksamkeit.
Und das zieht sich eben durch alle Bereiche. Draussen ständig was einsammeln, so dass Mensch dauernd hinterher sein muss, Leinenführigkeit ist immer ein Kampf, denn zieht er an der Leine, reagiert Mensch ja auch usw.

Wir haben hier jede Menge Themen zur Frustrationstoleranz und Impulskontrolle. Den habe ich auf die Schnelle gefunden: http://www.aussie.de/forum/t/4146-frustrationstoleranz-und-impulskontrolle-trainieren
Einfach mal *Frustrationstoleranz* oder *Impulskontrolle* in die Suche eingeben. Da findest du einiges. ;)

Ich würde definitiv erstmal aufhören, sie für jede Sekunde, die sie still ist, zu füttern. Damit verstärkt sich das Problem eher, als es sich löst.
Vlt hat sie wirklich ein Problem zu Warten und mit dem Frust umzugehen, vlt ist die Warterei sogar ihr "worst case". Dann solltest du das langsam und Schrittweise mit anderen Dingen üben, bei denen sie den Frust besser erträgt. Wenn es da gut klappt, wird es auch mit der Warterei besser.
Vlt will sie auch wirklich nur Aufmerksamkeit und du musst das Ganze komplett anders angehen.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#9
OK... vielen Dank wir werden def. gleich damit anfangen!

Ist es nicht so dass der Hunde keine eigenen entscheidungen mehr trifft und überall mehr oder weniger nachfragen muss bevor er etwas tut?
So hört es sich für mich an, es soll jetzt nicht bewertend klingen, denn ich weis noch nicht ganz was ich davon halte ... muss ich erst rausfinden!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#10
Wieso bitte sollen deine Hunde eigene Entscheidungen treffen? DAS führt definitiv zu Problemen.
Du hast ja auch ein Kind.....und auch wenn das jetzt nicht nett für dich klingt.....gerade dann solltest du deine Hunde "klein" halten.
Denn die Entscheidungen, die Hunde treffen, sind nicht immer gesund, und zum Teil, gefährlich für den Menschen.
Hunde sind nun mal keine Menschen!

Du hast schon Probleme mit deinen Hunden, willst etwas ändern. Was ist so schlimm daran, wenn in dieser "Änderungsphase" deine Hunde mal keine Entscheidungen treffen dürfen?
Da müssen sie und du durch.....sonst ändert sich in 100 Jahren nichts.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#11
Nein drum sag ich ja ich bin mir nicht sicher ob ich es überhaupt "schlimm" find wenn meine hunde keine eigenen entscheidungen treffen, finds eher positiv.... sohnemann muss ja auch fragen wenn er etwas will....

Und wenn ich unsere Problemchen jetzt alle mal so überdenke, es sind ja keine schlimmen oder gefährlichen sachen, aber lassen sich alle mit Impulskontrole oder eben Frustrationstoleranz regeln ....
das warten
das leinenlaufen
und das überschwengliche freuen bei menschen
 

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