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Total verunsichert

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Nicht offen für weitere Antworten.

Smoky2011

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Dabei
29 Dez 2011
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6
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43
#1
Hallo an Alle :).

Ich bin total verunsichert. Unser Smoky ist seit fast 4 Wochen bei uns, wird am Dienstag 12 Wochen alt, eigentlich ist er ein riesen Schatz in Person, wenn so manche typische Welpen-Marotten nicht wären :D ... aber wir wussten ja, dass es anstrengend wird :rolleyes:.
Ok, mein Problem, ich war gestern bei meiner Hundetrainerin im Einzelgespräch, weil Smoky in der letzten Woche extrem angefangen hat zu kneifen/zwicken, an Klamotten zu zerren, in die Beine zu springen und sich von mir überhaupt nichts sagen lässt, sondern nur noch mehr aufdreht. Sie meinte, er hätte viel zu viele Freiheiten und hätte uns schon super im Griff. Wir sollen ihm jetzt ganz klare Zwangspausen einbauen, Schlafplätze vorgeben und Trockenfutter nur noch über Kopfarbeit füttern. Ohne Arbeit kriegt er nix.
Zum Futter, wir haben innerhalb der letzten Wochen etwas Nassfutter drunter gemixt, weil Smoky nach einer Zeit keine Lust mehr auf die Sorte Lachs (Pro Plan) hatte und danach haben wir auch mal Sorte Original drunter gemixt, weil doch immer viel übrig blieb. Dazu muss ich sagen, morgens und mittags hat er immer was drauf gelassen, abends hat er einen riesen Portion gleich weggeputzt (vor allem wenn Pute drunter gemischt war :)). Nun sollen wir komplett auf Trockenfutter umstellen und das halt nur noch über Übungen auf der Decke, bzw. in der Box, damit er lernt, dass es nur noch dort Futter gibt und er etwas positives damit verbindet und irgendwann freiwillig drauf geht und diese Plätze als seine festen Schlafplätze erkennt. Bisher war es so, dass er sich frei im Raum bewegen durfte, tagsüber lag er immer bei uns oder folgte uns sehr viel und abends hat er sich immer unter unseren Wohnzimmertisch gelegt, zwischendurch immer mal Platz- und Stellungswechsel und mal süffeln zwischendurch. Fand ich jetzt nicht soooo schlimm, aber genau das soll ich jetzt alles vermeiden, damit er klare Grenzen erfährt, wenn wir abends "Platz, Bleib" machen auf der Couch, dass auch er das zu machen hat auf seinem Platz und nur wir entscheiden wann er aufstehen darf. Wenn er nicht liegen bleibt, sollen wir ihn anleinen am Platz damit er nicht aufstehen kann.
Und wir entscheiden, wann das Spiel losgeht, jedes Spiel was er beginnt sollen wir ignorieren oder wenn er zu wild wird abbrechen. Wenn er doch wieder wild wird und anfängt zu zwicken haben wir gestern eine Korrektur aufgebaut mit Nackenstoß und "Tabu", was wir jetzt am WE erarbeiten sollen, damit er versteht, dass er nicht beißen und zwicken darf. Dazu muss ich sagen, auf Schnauzgriff und "Nein" reagiert er gar nicht mehr bei mir, darum die Korrektur.
Er darf nicht mehr aufs Bett oder auf die Couch. Sonst haben wir ihn morgens immer zum "Wachwerden" aufs Bett gelassen und er hat sich ein bissel zwischen uns wachgewuselt, naja nur wenn es zu lange wurde hat er mich auch schon mal leicht gepitscht und wurde etwas wilder. Darum halt Bett ab jetzt total tabu :-(... fanden wir eigentlich sehr schön, das morgendliche Kuscheln...

Machen wir alles seit gestern, aber dadurch fühle ich mich nur noch unsicherer. Was darf er überhaupt noch? Was darf ich meinem Welpen durchgehen lassen? Wie darf er sich in der Wohnung bewegen? Wann soll ich schimpfen, was ist ok, wann bin ich zu streng?
Seit gestern habe ich das Gefühl ich habe einen Hund, dem ich nichts erlauben darf, damit er später richtig auf mich hört und mich ernst nimmt. Ich habe Angst, dass ich mich so nur mehr von ihm entferne und er keine richtige Bindung zu mir aufbaut...
Bin wirklich total verunsichert :(:(:(.

Wie sieht bei euch der Alltag mit eurem Welpen aus?

Viele Grüße, Jessica
 

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Dabei
1 Dez 2011
Beiträge
644
#2
Ich kann jetzt nicht direkt was zu den Trainingsmethoden sagen aber dir gerne unseren (bisherigen) Alltag schildern.
Aber vorab moechte ich dich darauf hinweisen, dass es nicht gut ist, Nass- udn Trockenfutter zu mischen, da die beiden Futterarten zwei voellig verschiedene Verdauungszeiten haben.

Wir wachen auf und gehen SOFORT raus. Ich ziehe mir nichtmal eine Jeans an. Einfach Schuhe an und Jacke ueber! Meine Nachbarn kennen mich also mitlerweile alle in Schlafanzughose, ungeschminkt und mit fettigen, durchgestrubbelten Haaren :S
Dann mache ich MIR fruehstueck. Waerend die Broetchen im Ofen aufbacken fuettere ich meien Katzen. Anuk liegt entweder rum und kaut waerend dessen meist an ihrem Knochen oder rennt mir auf Schritt und Tritt hinterher, was ich aber ignoriere.
Nachdem ICH gefruehstueckt habe gehen wir nochmal Pullern. Aber auch wirklich nur Pipi, sprich:
aus dem Haus raus, Pipi auf der Wiese vorm Haus, wieder rein!
Dann gibt es Fruehstueck fuer Anuk und zwar im Kennel. Komando "Kennel!", Hund rein, Futter rein, Tuer zu.
Anuk muss bei mir nach dem Essen schlafen, da hilft auch kein gejammer nach dem Fressen. Das ignoriere ich. Wenn sie wieder wach ist (nach ca 2h) gehen wir unseren groeßeren Spaziergang :) Das heißt wir gehen auf die Wiese hinterm Haus und dort darf sie entweder von der Leine oder kommt an die Schleppleine und wir spielen. Sie darf "zeitung lesen" und gucken/ laufen wie sie mag. Waerend dessen gehe ich ueber die Wiese, bleibe also in Bewegung, sodass Anuk immernoch etwas auf mich achten muss.
Meist ueben wir dann noch 4-5 Mal das Abrufen, belohnt wird mit Leckerchen und Spiel.
Wenn das Abrufen gut funktioniert hat beim 4-5 Mal beenden wir das Abruftraining, damit sie das Ueben mit was positivem verbindet. Auf dem Hinweg zur Wiese oder auf dem Rueckweg, nach Hause ueben wir das "an der lockeren Leine laufen" (immer! beim Spazierengehen, es sei denn wir gehen nur auf der Wiese vor dem Haus pullern).

Jetzt beim Tagesablauf beschreiben merke ich, dass das so genau sehr schwierig ist.
Ein paar Fakten noch:
-ich ignoriere Anuk im Haus sehr viel.
-wir ueben Nachmittags 5min lang Sitz,Platz,Pfote,Check und Bleib.
-Abends kuscheln wir, dazu lege ich mich auf den WOhnzimmerteppich
-wir spielen einmal am Tag und raufen um ein Spieltau (staerkt die Bindung zwischen Mensch und Hund! Keine "weg werf- Spiele")

Anuk schaleft aber auch unheimlich viel. Sie beschaeftigt sich auch viel selber, da ich sie ja ignoriere. Dann bearbeitet sie ihren Kauknochen oder schlaeft (wie oft sage ich in diesem beitrag "schaleft"? xD)
Draußen bekommt sie von mir die gewuenschte Aufmerksamkeit und deswegen klappt auch das "an der lockeren Leine laufen" und das Abrufen schon ganz gut, denke ich.
Alle 2-3 Tage gehen wir einen neuen Weg an der Straße entlang um Neues zu entdecken und damit Anuk den Straßenverkehr kennenlernt etc pp.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
Beiträge
5.314
#3
Hallo Jessica,
grundsätzlich finde ich die Ratschläge deiner Trainerin nicht schlecht und trotzdem: DU entscheidest, was dein Hund darf und was nicht. Wenn du also später einen Hund möchtest, der mit dir im Bett kuschelt, dann kann er auch ins Bett. ABER du entscheidest, wie die "Kuschelrunde" sich gestaltet. Also in meinem Bett vom Hund zwicken lassen??? Würde ich niemals, da würde Loki hochkant aus dem Bett fliegen - aber mit Schwung!
Und die Arbeit für's Futter finde ich auch grundsätzlich nicht schlecht. Loki muss für seinen gefüllten Futternapf auch immer was arbeiten. Also so ganz selbstverständlich ist es nicht, dass er Futter bekommt und wenn ein 12 Wochen alter Welpe schon jetzt so rumrüpelt, würde ich auch so viel wie möglich Futter aus der Hand füttern, d.h. er macht was gut - SUPER - dafür gibt's ein Leckerchen. Gleichzeitig lernt er dadurch, dass DU gaaaanz toll bist, denn nur bei dir gibt's Futter!
Einen AUSSIE-Welpen von euch komplett wegbinden finde ich persönlich total unglücklich. Ein Aussie möchte am liebsten IMMER bei seinen Menschen sein. Mit 12 Wochen kann dein Smoky ja noch nicht hundertprozentig darauf hören, wenn du ihn auf seinen Platz schickst. Ich glaube ich würde das immer mal wieder tagsüber üben und gerade in solchen Zwickerei-/Rauferei-Geschichten gezielt einsetzen um ihn wieder runterzubringen. Das er aber langfristig lernen muss, dass er einen Platz hat, auf den er zu gehen hat, wenn ihr das wünscht, das bringt euch ne Menge Vorteile! Ihr könnt ihn z.B. immer auf eine Hundedecke schicken und die dann überall hin mitnehmen und ihn dann auch bei Fremden auf SEINEN Platz schicken. Und genau, IHR entscheidet, wann er aufstehen darf (und das erzielt ihr dann anfangs supereinfach durch anleinen).

Ich finde übrigens, dass man am Anfang NIE zu streng sein kann, wenn das Verbot
1. Sinn macht
2. IMMER konsequent durchgesetzt wird!
Dadurch entfernst du dich auch überhaupt nicht von ihm, sondern wirst für ihn viel besser einschätzbar. Ein Hund lebt einfach besser in klaren Grenzen, die dann auch durchgesetzt werden, natürlich immer ohne rohe Gewalt. Wenn du mit ihm Zerrspiele spielst, baust du ganz selbstverständlich eine enge Bindung auf, da sie sich unmittelbar in deiner Nähe abspielen. Zudem gehören ausgiebige Streichel- und Kuscheleinheiten ja trotzdem noch zum Alltag - aber eben OHNE Zwicken oder Hektik, dann ist es nämlich kein Kuscheln. Smoky kann sich viel besser orientieren, wenn er immer weiß, was er darf und was nicht - und das auch bei ALLEN Bezugspersonen gleich. Es geht nicht, dass du ihm was verbietest, was z.B. dein Partner ihm erlaubt.

Ich wünsche dir viel Erfolg in den nächsten Wochen und ich hoffe, du wirst schnell eine Veränderung in seinem Verhalten feststellen.
Linda
 

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