Übertreibe ich? Oder soll ich den Kontakt lieber untersagen?

Dabei
29 Jan 2018
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#1
Hallo! Meine Frage passt hier eigentlich nicht rein, aber ich weiß nicht an wen ich mich sonst wenden soll, um mehrere Meinungen von erfahrenen Besitzern zu erhalten. Ich hoffe ich helft mir trotzdem. Mein Hund Chester, kennt seit den ersten Tagen wo er bei uns ist, den Hund von meiner Freundin, der nur eine Woche älter ist als meiner (Billy ist ein deutscher Schäferhund). Chester ist ein sehr aufmüpfiger Hund und auch sehr übermütig. Allerdings ist er bei Billy völlig anders als bei allen anderen Hunden, die wir kennen (egal ob Welpe oder erwachsener Hund). Die beiden haben sich an sich sehr gerne, aber wenn sie sich sehen, ist es kein Spiel zwischen den beiden, sondern bitterer Ernst. Das geht von Knurren, bis Fell aufstellen, Rute hoch erhoben und sogar Beißen! Gestern waren wir mit den Beiden in der Hundezone und es war wieder eine Katastrophe. Billy ist auf Chester losgegangen, als er zu Billys Besitzern gerannt ist um zu spielen. Chester hat ihn öfter angeknurrt und es gab Beißereien. Zu Hause war Chester wieder völlig überfordert und gestresst und das will ich ihm nicht mehr antun. Ich habe bereits oft gestritten mit meiner Freundin, denn Billy hat ihrer Meinung nach keine Schuld und wenn Chester es provoziert ist beißen auch völlig gerechtfertigt (Meiner Meinung nach muss ein Hund nicht gebissen werden um zu merken wann genug ist). Da unser Verhältnis jetzt natürlich schon sehr angeknackst ist, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Einerseits will ich sie als Freundin nicht verlieren, andererseits ist Chesters Wohl am Wichtigsten für mich.
Ich würde mich über eure Meinung dazu sehr freuen. Übertreibe ich? Oder soll ich den Kontakt strikt untersagen (zumindest solange die Hunde noch so klein sind)? Und wenn ja, wie sagt man sowas einer Person, die von Haus aus in ihrem Hund keinen Fehler sieht?
 
Dabei
12 Nov 2015
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#2
Ohne das gesehen zu haben, ist es schwierig das zu beurteilen. Hunde, gerade die, die sich schon lange kennen und vertrauen, können auch sehr wild „raufen und spielen“. Das sehe ich hier bei meinem mit dem Nachbarhund (Bernhardiner). Aber dabei wird normal eher kein Fell gestellt und es kommt auch nicht zu ernsthaften Bissen.

Wenn es wirklich ernst ist und die Besitzerin nicht einschreitet (und du nicht einschreiten kannst / darfst / willst) würde ich mich zumindest nicht mehr mit beiden Hunden und Freundin treffen. Und wenn dann nicht mehr abgeleint.

Wie du ihr das sagen kannst? Ganz neutral. Also, dass es deinem Hund offensichtlich nicht gut tut und du ihn helfen willst, zur Ruhe zu kommen. Und das du ihn deswegen momentan erstmal nicht mit dem Schäferhund „spielen“ lassen möchtest.


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Dabei
7 Sep 2012
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#3
Puh, also dazu müßte man live dabei sein oder zumindest ein Video von den beiden in Aktion sehen.
Fakt ist, das beide jetzt in einer empfindlichen u. sensiblen Phase sind, wo sie schlechte/negative Erfahrungen für den Rest ihres Lebens verbuchen können. Aber anderseits gehört so einiges von dem von Dir beschriebenen Verhalten zu einem (zwar robusten) aber dennoch normalen Spielverhalten, allerdings in gewissen Grenzen!
Aber auch ihr beiden seit gefordert! Wenn das Spiel zu heftig wird, dann habt ihr das ganze zu unterbrechen! Auch Hunde können adequates Spielverhalten sehr gut lernen! Daher: wird das Spiel zu ruppig: Hingehen, kommentarlos einsammeln, beide anleinen u. Auszeit! Gebt ihnen (getrennnt u. mit Abstand) einen Augenblick zum runterkommen, dann laßt ihr sie wieder zusammen. Geht das ganze wieder so ruppig zu: sofort das ganze von vorne! Solange wiederholen, bis Ruhe reinkommt u. wenn es für den Tag nicht geht, dann probiert es an einem anderen. Aber nicht mehr soweit hochpushen lassen, das u.U. die Fetzen fliegen. Ihr seid die Spielmacher u. Leiter!
Genauso solltet ihre solche Situation in die richtige Bahnen lenken, wie das Chester zu Billys Leuten rennt. Zum einen sollte Chester das nicht so unkontrolliert machen, zum anderen sollte Billy unbedingt lernen, hier ruhig zu reagieren. Ein Schäferhund bringt genauso wie ein Aussie Schutztrieb mit, wenn der in dem Alter schon lernt, Annäherung von Fremden (egal ob Hund oder Mensch) zu regeln und nicht seine Halter, dann bekommen die zukünftig noch richtig Spaß! Gerade jetzt müssen hier die Grundsteine für ein angemessenen Verhalten gelegt werden!

Ideal wäre es, ihr hättet eine erfahrene Person dabei, die das Spiel der beiden richtig einschätzten u. Euch anleiten kann oder ggf. sagt, das die beiden nicht miteinander harmonieren. Dann hat auch eine neutrale Person die Einschätzung gegeben u. euer Verhältnis sollte nicht angeknackst sein.
Den Kontakt untersagen würde ich erst, wenn es nicht klappt, das gemeinsame Spiel in geregelte Bahnen zu lenken. Dann würde ich es bei gemeinsamen Spaziergängen belassen. Denn später wird es umso schwerer, das sie noch Freunde werden, da kommen dann die Hormone, Revierverhalten, Resourcenverteidigung etc. pp. dazu.

Und von Haus aus in seinem Hund keinen fehlen zu sehen... nunja, in der Regel liegen die "Fehler" nicht beim Hund, sondern beim Menschen.
 
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Dabei
1 Jun 2015
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#4
Hi,

wenn es nicht deine Freundin wäre, würde ich Kontakt einfach meiden. Da sie nicht einsichtig ist, wobei wir nicht wissen von wem die ersten Anzeichen kamen, würde ich mal einen unabhängigen Trainer zu einem Treffen dazu holen. Der kann das beobachten und schauen was da schief läuft. Sei es ihr Hund oder einer Euer beiden Verhalten oder nicht Verhalten.
Mein Lupo und sein Bruder (lebt bei einer Freundin ) hatten auch immer wieder Keilereien. Hatten die Trainer aber auch vorausgesagt, weil Brüder untereinander schon mal austesten, wer die dickeren Eier hat. Unter Anleitung hat die Trainerin uns aber auch gezeigt, ab wann es kein Spiel mehr ist und wie wir damit umgehen. Wir haben uns dann öfter nicht gesehen und unserer Freundschaft hat nicht darunter gelitten. Mit der Zeithaben wir gelernt einen kurzen Blick zwischen den Hunden zu erkennen, ob jetzt einer stinkig wird. Dann heisst es direkt trennen.
 
Dabei
29 Jan 2018
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#6
Danke für die Antwort! Ich bin schon öfter dazwischen gegangen, wenn ich gemerkt habe, es geht zu heftig zu. Daraufhin hat mich meine Freundin meistens angefahren und gemeint, ich solle sie doch endlich mal spielen lassen. Meistens hat es dann so geendet, dass ich total angefressen war und sie dann auch. Beim Heimgehen artet es dann meistens wieder aus zwischen uns. Sie hält Billy immer ganz kurz neben sich und geht einfach los (Sie sagt das sei ihre "bei Fuß" Übung). Ich lasse Chester den Radius den die Leine bietet und wenn er zieht, sage ich (bevor die Leine sich strafft) "Stopp" und bleibe solange stehen bis er seine Aufmerksamkeit mir widmet. Damit brauchen wir einfach viel länger, als meine Freundin und Billy. Aber für mich ist es sinnvoller so. Meistens streiten wir dann wieder, weil sie meint, sie wolle nicht ewig warten und im Park hier nicht übernachten und wieso ich das nicht wie sie mache. Ihre Erziehung ist sehr aggressiv für meine Verhältnisse. Ich bin eher ein Fan von positiver und negativer Verstärkung. Sie setzt sich eher körperlich durch (damit sind keine Schläge gemeint). Vielleicht sind wir als Hundebesitzer einfach zu verschieden.
 
Dabei
1 Jun 2015
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#7
Schwierige Situation. Sobald ein Kind oder Hund einzieht und es erzieht, lernt man sich nochmal anders kennen. Versucht die Meinung des anderen zu respektieren und dennoch Euch nicht zu verbiegen und vielleicht findet man auch mal einen Kompromiss?! Müsst ihr denn gemeinsam heim gehen?
Je nachdem, was mein Hund und meine Freundin mit ihrem Hund für Themen haben, treffen wir uns lange nicht MIT Hunden, weil jeder grad anders Tempo oder Bedürfnisse hat.
 
Dabei
29 Jan 2018
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#8
Sie ist leider auch meine Nachbarin (nicht Tür an Tür, aber ein Gebäude weiter), deshalb gehen wir gemeinsam nach Hause.
 
Dabei
31 Jan 2015
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#9
So ein Schäferhund ist aber ja auch ein ganz anderes Kaliber Hund, finde ich. Da muss auch der Erziehungsstil anders aussehen, wobei der ja ohnehin schon von Hund zu Hund anders aussieht. Also ich würde es jetzt erst einmal nicht per se als schlecht empfinden, dass sie da härter durchgreift. Ich kenne das von meiner einen Schwägerin auch, die ebenfalls einen Schäferhund hat. Ganz im Ernst, einen solchen Hund würde ich mir im Leben nicht zutrauen! :D

Wie alt sind die beiden denn jetzt? vielleicht sind sie auch gerade einfach im Rüpelalter, also geladener als sonst und deshalb wird schneller mal aus Spaß Ernst? Yari ist gerade auch stark am pubertieren und würde sich momentan gefühlt alle 10 Minuten mit jemandem prügeln wollen. Der provoziert momentan richtig und ich muss ihm regelmäßig zeigen, dass das nicht geht. Wobei so richtig gekloppt hat er sich letzte Woche zum ersten Mal und zwar mit dem Ersthund der besagten Schwägerin (die waren sich noch nie grün, sind sich aber aus dem Weg gegangen; aber wie gesagt: er ist momentan ein kleiner Kotzbrocken xD und nach einmal Zank und kurzer Leinenpause war auch wieder alles gut).

Wird es denn nach einer "Calm-down"-Phase an der Leine nicht besser?
Wenn es wirklich gar nicht wird und sie sich jedes Mal kloppen, würde ich vielleicht einfach noch einmal mit ihr reden. Nicht jeder Hund versteht sich mit jedem; wir mögen ja auch nicht alle. Erzwingen würde ich es nicht.
 
Dabei
10 Okt 2016
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#10
Ich finde es ganz schwierig, da allein aus der Beschreibung heraus einen Ratschlag abzugeben...
Connor spielt zum Beispiel mit niemandem so rabiat wie mit seiner Schwester. Wenn dort ein Außenstehender zu sieht, würde er meinen das die beiden sich zerfleischen! Aber das ist alles völlig im Rahmen... Dabei werden auch die Zähne in den Pelz des anderen geschlagen, mal an den Ohren gezogen und und und! Beide kennen da aber auch ganz genau die Grenzen des anderen und halten diese ein!
Je nach Konstellation könnte es also sein, das die beiden genauso spielen und es nur aussieht wie ein Kampf?!
 
Dabei
29 Jan 2018
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#11
Also Billy ist 15 Wochen alt und Chester ist 14 Wochen alt. Die Zwei waren schon immer so. Sie freuen sich zwar immer total wenn sie sich sehen aber sobald die Leinen ab sind, geht's los. Haben schon oft eine Leinenpause gemacht, aber nach 5 Sekunden geht's wieder los. Am schlimmsten war es, als wir auf Billy mal aufgepasst haben einen Abend lang. Die Zwei haben sich nur angeknurrt, auch wenn sie nicht gespielt haben. Dann war es so weit, dass Billy Chester am Ohr gepackt hat und über den Boden geschliffen hat. Chester hat laut zu Schreien begonnen und Billy hat ihn trotzdem nicht losgelassen. Ich bin dann dazwischen gegangen und Billy hat sich daraufhin in meinem Arm verbissen. Chester hat leicht geblutet am Ohr und sich daraufhin die nächsten zwei Tage in seiner Transportbox verkrochen (hat er davor nie gemacht). Ich hatte Angst, dass es für Chester jetzt ein Trauma ist und mich einige Zeit von meiner Freundin und Billy fern gehalten.
Ich weiß zwar, dass man beim Schäfer härter durchgreifen muss, aber beim Aussie ist das echt nicht nötig. Da gehen dann natürlich die Erziehungsstile auseinander. Billy hat einen sehr ausgeprägten Schutzinstinkt (was bei der Rasse durchaus normal ist), jedoch darf ein anderer Hund nicht in die Nähe seiner Menschen, ansonsten gibt's Krieg. Zu Menschen ist Billy zuckersüß. Ich bin halt der Meinung, dass man ihm das unbedingt abgewöhnen sollte. Denn wenn sich mal ein Welpe nähert o.Ä. und Billy ist ausgewachsen, kann das sehr böse enden.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#12
Ich weiß zwar, dass man beim Schäfer härter durchgreifen muss, aber beim Aussie ist das echt nicht nötig.
Das kann ich so nicht stehen lassen! NICHT und auf gar keinen Fall härter! Sondern allenfalls konsequenter. Erziehung hat nichts, aber auch gar nichts mit Härte zu tun! Sondern mit Ruhe, Konsequenz, Berechenbarkeit (nicht heute so oder morgen so) u. Vertrauen.
Und gerade wenn er einen ausgeprägten Schutzinstinkt haben sollte (was ich in dem Alter noch nicht so recht glauben mag), umso wichtiger ist Ruhe u. Konsequenz von nöten. Und zwar muss dem Hund von Anfang an klar werden, das nicht er eine Situation regeln (muss), sondern sein Frauchen. Und beim Aussie ist Konsequenz genauso nötig, darin unterscheidet er sich nicht grundsätzlich von einem Schäferhund. Denn auch der Aussie kann eine gehörige Portion Schutztrieb (nicht selten auch gepaart mit Unsicherheit) besitzen u. gehört zu einer Rasse, die Menschen ausgezeichnet lesen können. Nur das sich der Schutztrieb meist erst um die Pubertät entwickelt u. sich erst dann allmählich ausprägt.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#13
Hallo,

Du scheinst dir sehr unsicher zu sein, ob das alles so ok ist, deine Freundin scheint sich sehr sicher zu sein dass alles so ok ist. Was von beidem jetzt stimmt kann man via Internet nicht beurteilen.

Sag das doch deiner Freundin so. Ganz ohne Vorwurf gegen Ihren Hund oder ihren Erziehungsstil. Sag ihr einfach dass du dir unsicher bist, was das Verhalten der beiden Hunde angeht und dass du dir wünscht dass auch eure Hunde Freunde werden, aber Angst hast dass da vielleicht was schief geht und das auch eure Freundschaft belasten könnte. Du kannst sie ja Fragen ob sie nicht Lust hätte zusammen einen Junghundekurs zu besuchen, oder mal einen Trainer dazu zu holen der sich das Ganze anschaut und euch sagt wo man ggf wie eingreifen sollte und wo man es auch mal laufen lassen kann.

Oder besucht einer von euch vielleicht schon eine Hundeschule? Wo der andere vielleicht mal zum schnuppern mitgehen könnte?

Mach keine Grundsatzdiskusion draus über Erziehungsstile. Jeder liebt seinen Hund und will das beste für ihn, niemand will hören: deiner fängt immer an (auch wenn es so sein sollte), niemand will hören dass er es nicht richtig macht und man selbst es viel besser, weil anders macht. Du ja umgekehrt genau so. Da kann der neutrale Blick eines Profis schon sehr nützlich sein. Zumal der sicher für euch beide Verbesserungsvorschläge hat. So ist dann keine die Dumme.

Ich würde in jedem Fall eine Hundeschule besuchen, auch unabhängig von der Freundin. Du könntest trotzdem jede Menge lernen, auch mehr Sicherheit gewinnen was ok ist und was nicht.

Wenn dein Bauchgefühl dir sagt es ist nicht gut was die beiden miteinander veranstalten, dann höre darauf und unterbrich das Verhalten halt häufiger.

Meine Freundin und ich haben auch total unterschiedliche Erziehungsstile, aber wir haben auch komplett unterschiedliche Hunde, genau wie wir komplett unterschiedliche Menschen sind. Trotzdem denkt jede von uns bei der anderen ab und zu dass sie was anders machen könnte. Wir schlagen uns das vor und reden drüber. Niemand ist beleidigt. Auch unterbrechen wir unsere Hunde zu unterschiedlichen Situationen, wir respektieren das gegenseitig und nehmen es nicht Krum.
 
Dabei
29 Jan 2018
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#14
Danke, das ist eine sehr nette Antwort! Wir sind beide fast fertig mit dem Welpenkurs (haben aber unterschiedliche Hundeschulen). Unsere Trainer raten uns auch unterschiedliche Dinge. Allerdings wollen wir beide wechseln für den Junghundekurs und gehen wahrscheinlich auf die selbe HS. Wir haben ausgiebig darüber gesprochen und uns geeinigt, dass wir bis zum Beginn des Junghundekurses warten. Haben uns auch auf menschlicher Ebene ausgesprochen und das hat gut funktioniert. Wir haben unsere Differenzen besprochen und eingesehen, dass die Hunde vielleicht auch so reagieren, weil wir Menschen schon von Haus aus gestresst und genervt zu den Treffen gehen. Das überträgt sich natürlich auf die Jungs. Wir haben beide auf unseren Standpunkten beharrt nach dem Motto "A: Dein Hund provoziert das Ganze; B: Dein Hund weiß nicht wie er sich verhalten soll". War natürlich auch nicht so toll. Wir hoffen, durch die Hundeschule zu lernen, ab wann der Spaß aufhört und der Ernst beginnt, wann wir einschreiten müssen und wie wir ihnen ein harmonisches Miteinander verständlich machen.

Auf was ich auch drauf gekommen bin (dazu hätte ich auch gerne eure Meinung): Chester ist sehr groß für einen Aussiewelpen. Er ist meistens größer als die Welpen in der Hundeschule wo wir jetzt sind. Bis jetzt war er körperlich immer überlegen und ist daher mit anderen Welpen sehr sanft umgegangen (auch ein Grund warum ich verwirrt war, dass er bei Billy immer so eskaliert). Billy ist allerdings kräftiger, größer und schwerer als Chester und ich hatte oft das Gefühl, dass Chester das ganz und gar nicht gepasst hat. Einerseits hatte er Angst vor einer Auseinandersetzung (weil er meistens derjenige war der am Boden gelegen hat), andererseits machte es den Anschein, als würde er es nicht akzeptieren das Billy stärker ist und es immer wieder versuchen, mit ihm zu "kämpfen". Kann sowas sein? Kann ein Hund eifersüchtig sein auf einen anderen Hund?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#15
Grundsätzlich sind Rangekämpfe und Eifersucht aber zwei unterschiedliche Themen...
Und ja, es gibt (wissenschaftlich bewiesen) Eifersucht bei Hunden. Von Hund zu Hund oder auch von Hund zu Mensch. Allerdings geht von Hund zu Hund meist um Ressourcenverteidung, sprich mein Frauchen = mein Lecker.
 
Dabei
29 Jan 2018
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#16
Keine Ahnung, Chester ist mein Ersthund und ich handle immer nur nach Gefühl in solchen Situationen (wie auch sonst), bin daher kein Hundeprofi und kanns nicht sagen, was es genau ist. Ich kann hier nur meine Beobachtungen so detailiert wie möglich schildern. Chester rennt immer auf Billy zu und er macht dabei auf mich den Eindruck wie oben beschrieben, Billy reagiert immer unterschiedlich darauf. Manchmal spielen sie fangen, aber manchmal schnappt Billy auch zu ohne Vorwarnung. Dann bekommen sich die Zwei so richtig in die Wolle (Knurren sich an, beißen, stellen ihr Fell auf und versteinern in der Bewegung) und dann geh ich dazwischen.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#17
Ich bin grade anhand des Alters etwas irritiert, aufgrund der ersten Beschreibung hätte ich auf adulte Hunde getippt, aber es sind ja beides quasi noch Welpen.
Was ist für dich denn eine "Beißerei"?
Fließt da Blut? Ist es lediglich laut?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#18
Auch Welpen sind nicht immer lieb und nett miteinander ;)
Die testen ganz gewaltig.

Letztlich ist es auch egal, ob es nun wirkliche Beißereien sind, weil die Hunde "streiten" oder ob es sich um grobes Spielen handelt.
Aussielife fühlt sich dabei nicht wohl und genau deshalb würde ich das erstmal unterbinden.

Ich bin da ganz bei Kerstin: vlt könnt ihr euch mal gemeinsam einen Trainer dazu holen, der sich das anschaut.
Dann seid ihr auf der sicheren Seite ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#19
Das sollte auch keinerlei Kritik sein, ich war nur wirklich überrascht, weil ich mir halt schon das Bild von zwei ausgewachsenen Hunden gemacht hatte.
(Welpen können sich sogar ganz gewaltig zanken , Ilai und einige seiner Brüder haben sich in der Hundeschule phasenweise wie Gremlins gebärdet.
Ich hatte da manches Mal das Bedürfnis einzugreifen, wenn Ilais Züchterin/Trainerin es noch völlig harmlos fand.)
 

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