Anzeige:

Welpe neu im Haus - Erziehung???

Dabei
8 Mrz 2011
Beiträge
1
#1
Hallo zusammen!

Habe mich hier gerade neu angemeldet und hoffe, daß ihr mir alle in Zukunft weiterhelfen könnt, bei meinen bestimmt viele stolze Besitzerin von einemn Fragen in laufe der Zeit.

Muß mich erst kurz bei euch vorstellen.
Bin seit genau 1 Woche stolze Besitzerin von einem Ausssie namens "SHADOW". Habe ihn mit genau 10 Wochen bekommen und jetzt ist er 11 Wochen alt. Er ist sehr temperamentvoll und ganz lieb. Er hat sich erstaunlich schnell bei mir eingelebt und auch schon einiges in den paar Tagen gelernt. Zum Beispiel verlangt er raus, wenn er mal muß, vorrausgesetzt, er wird nicht sonderlich abgelenkt. Er macht auch schon "sitz" wenn ich es sage.

Nun meine erste Frage: Habe mich rund um die Uhr um ihn gekümmert, als die wichtigste Bezugsperson. Nur leider mußte ich gestern zur Arbeit. In der Zeit war er mit meinem Mann und meiner Tochter. Nun mein kleines Problem. Am Nachmittag, als ich wieder zu Hause war, wollte ich wieder, wie jeden Tag, das "sitz" üben, leider ohne Erfolg. Er hat mich nur angesehen, als ob ich von nem anderen Planeten wäre. Wieso? Kann mir da mal jemand sagen wieso? Später dann klappte es auch mal, aber nur selten. Davor klappte es jedes Mal. Außerdem hatten wir die Tage zuvor auch mal das "komm" geübt. Dabei arbeite ich grundsätzlich mit Leckerli und Lob. Ich klopfe leicht an meinen Oberschenkel und sage "komm", das klappt auch gelegntlich mal, so langsam. Gestern, nach der Arbeit, gar nicht. Wieso? War ich ihm zu lange weg? Wie kann ich es am besten ändern? Heute, bzw. jetzt bin ich auch gerade in der Arbeit.

Noch was: Wann und wie am besten soll ich anfangen mit der Leine zu arbeiten? Ich meine, er ist jetzt seit genau 1 Woche bei mir und hat schon viel gelernt. Will ihn nicht überfordern aber auch nicht unterfordern. Habe hier im Forum schon von dem "Click-System" gelesen, was ist das?

Vielen Dank schon mal im Voraus für die Antworten

Grüße
Gabi
 

Anzeige:

K&K

Admin
Dabei
25 Okt 2010
Beiträge
380
#2
Hall und herzlich Willkommen bei uns, :)

zuerst mal musst du natürlich bedenken, dass dein Welpe mit 11 Wochen noch sehr jung ist und man viel Geduld und Zeit braucht.
Hunde in dem Alter haben eine noch geringe Konzentrationsfähigkeit, sie können nicht viel auf einmal aufnehmen. Dabei ist vielen nicht bewusst was ein Welpe alles so aufnimmt und verarbeiten muss.

Ich würde in den ersten Wochen noch nicht so viel verlangen, sondern mich darauf konzentrieren ihm die bei euch geltenden Regeln zu vermitteln (richtig spielen, was darf er, was nicht usw.) anstatt "Sitz" zu verlangen. Ich würde mit ihm die, völlig neue, Welt erkunden, neues entdecken und gemeinsam meistern. Das stärkt die Bindung und das Vertrauen. Ihr habt euren Hund gerade mal eine Woche, da würde ich erst recht auf Bindungsfördernde Spiele setzen. Ohne diese Voraussetzungen sind Kommandos lernen auch schwierig.
Ich würde mich also jetzt zuerst um Sozialisation, Bindung und Vertrauen kümmern (natürlich immer dem Alter und dem Entwicklungsstand angepasst. Nie zu viel auf einmal), und mich erst dann um Kommandos kümmern. Was natürlich nicht heisst, dass man nicht auch mal spielerisch ein "Komm" einbauen kann. Lob deinen Hund wenn er zu dir kommt, freu dich darüber. Das bringt in den ersten Wochen schon sehr viel. Zeig ihm, dass das "zu dir kommen" etwas tolles ist. Dann kannst du auch bald das spätere "Kommando" einbauen. Benenne das, was er von sich auch schon tun!

Warum es an dem einen Tag klappt und am anderen nicht?
Naja, eine Möglichkeit: du warst auf Arbeit und weisst nicht was an dem ganzen Tag für den Welpen schon gelaufen ist (hat vielleicht eine neue Person getroffen, neue Hunde kennen gelernt oder etwas anderes). Wie gesagt, ist die Konzentration begrenzt in dem Alter. Und wenn er den Tag über schon viel erlebt hat dann ist das einfach zu viel, noch ein Kommando abzuverlangen.
Geht es langsam an und lasst ihm vor allem auch Zeit sich auszuruhen. ;-)
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#3
Hallo Gabi,

ich hab meinen Aussie jetzt seit 1 1/2 Monaten und muss sagen, dass es eigentlich am besten ist, in der Erziehung sich weitestgehend auf Intuition zu verlassen.

Natürlich ist es unglaublich wichtig, eine enge Bindung aufzubauen. Da reicht es bei meinem schon, dass ich mich intensiv um sein Fell kümmer, sogar der Fön wird von ihm heißgeliebt. Kommandos haben wir ganz beiläufig erarbeitet, z.B. immer wenn er schon gesessen hat ihm das Laut- und Handzeichen für "Sitz" gegeben und danach ausgiebig gelobt. So haben wir es auch erreicht, dass wir bisher fast alles ohne Leckerli erarbeiten konnten, was den Vorteil hat, dass der Hund für dich die Kommandos befolgt und nicht für sein Leckerli. Nachteil hierbei ist auch, dass, wenn etwas interessanter als Leckerli ist, das Kommando nicht mehr funktioniert. Das ist vor allem wichtig, wenn man unterwegs ist und Kontakt zu anderen Hunden hat.

An deiner Stelle würde ich bei einem viel grundlegenderen Kommando anfangen, als dem "Sitz". Unser erster wirklicher Anspruch an unseren Welpen war, dass er kommunikativ ist. Wenn er von mir angesprochen wird, verlange ich auch, dass er reagiert. Das Zeichen hierbei ist sein Name und ich verlange wenigstens, dass er eine aufmerksame Haltung einnimmt, am besten ist natürlich der Blickkontakt. Das ist für alles weitere absolut grundlegend und hilft auch bei den ersten Spaziergängen. Meiner ist jetzt 3 1/2 Monate alt und läuft sicher ohne Leine neben mir und schafft es andere Menschen zu ignorieren, so lange ich ihn vorher anspreche und er weiß, dass Aufmerksamkeit verlangt wird. Mittlerweile geht er auch nicht mehr auf alle Hunde sofort los, sondern orientiert sich eher bei mir.
Dieses Kommando oder besser gesagt, die Kommunikationssituation zur Grundlage zu machen ist eigentlich die beste Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben.

Wenn du zum Beispiel sagst, dass dein Hund dich bei den Übungen angeschaut hat, dir also Aufmerksamkeit geschenkt hat, dann hast du den wichtigsten Teil der Übung eigentlich schon geschafft. Der Hund war bereit ein Kommando zu erfüllen, er wusste nur nicht, wie er das anstellen soll. Üb für solche Situationen am besten gleich Hilfestellungen für den Hund mit ein. Ich hab beim Sitz z.B. immer den ausgestreckten Zeigefinger, den der Hund fokussiert hatte, über seinen Nacken geführt, so dass seine Haltung im Stehen unbequem wurde und er sich hingesetzt hat. Damit ging die Übung dann wirklich fix.


Außerdem solltest du dir vor Augen halten, wie viel Zeit so ein Arbeitstag für einen Welpen noch ist. Verglichen mit der Zeit, die er erst auf der Welt ist, müssen ihm 8 Stunden ewig vorkommen ;)
 

Anzeige:
Empfehlungen:

Ähnliche Themen


Oben