Agikommandos

Dabei
2 Jul 2013
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#1
Also wir machen nun schon seit einiger Zeit Agility und immer wieder Frage ich mich, warum so viele Halter den Hund mit Kommandos zu "spamen" Beispiel: Tunnel, Tunnel, Tunnel, Slalom, Slalom, Slalom, etc ....
Hat das einen Sinn? Also in unserem Verein versuchen wir mit Körpersprache zu führen und so wenig wie möglich mit Ton.

Wie ist das bei Euch und wie führt Ihr?
 
Dabei
20 Jan 2013
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#2
Also wir geben ein Kommando:
Tunnel oder auf (für Wand/Steg) und bei den Hürden ohne Kommando!
 
Dabei
15 Mai 2012
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#3
Es gibt da wohl jemand in der Agiszene, die oder der seinen Hund die Kommandos gibt, der Hund dann relativ eigenständig die Hürde sucht und dann auch bewältigt. Frag mich bitte nicht, wie die Person heißt, das weiß ich nicht, bin dogdancer im Anfang :D
Ich hab da schon eine youtubevideo dazu gesehen, der/die läuft eher mittig im Parcour und ist weiter weg als andere und der Hund ist ein wenig schneller.

Vielleicht versuchen die das nachzuahmen?
 
Dabei
2 Jul 2013
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#4
Ich kenne auch jmd, der steht blöde in der Mitte und der Hund rennt die Hürden einfach ab. Crazy ist das. Der gibt auch regelmäßig Seminare, meiner Meinung nach.

Die Leute die ich aber meine, rennen neben dem Hund (sofern sie es schaffen) und spamen ihn immer wieder mit dem gleichen Kommando zu.
Auf Anfrage von mir kam die Antwort: "Um den Hund weiter zu pushen" ... Ja gut. ähm. Fällt mir nichts zu ein.

Als in der UO achtet man darauf immer nur einmal das Kommando zu geben und beim Agility wiederhole ich es im Sekundentakt?
 
Dabei
27 Jun 2012
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#5
also wir fangen grade an und bauen agility erst auf, aber bei uns wird der Hund auch nicht mit Kommandos vollgelabert. Es wird einmal Tunnel/Wand/Slalom/... gesagt und der Hund weiß dann was als nächstes kommt.
 
Dabei
20 Jan 2013
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#6
Hier ist nun mal der Martin :)

ich mache nun auch schon einige Zeit Agility und starte auch regelmäßig auf Turnieren, unter anderem auch schon Regionalliga.
Und ja ihr habt Recht es gibt tatsächlich Leute, die ihren Hund mit Kommandos zu"spamen", wobei man halt immer abwägen muss, wie ein Hund aufgebaut wird.

Ich persönlich bin ein Freund davon, den Hund mit Hilfe der Körpersprache aufzubauen und zu führen, denn so bekommt man einfach immer wieder die Aufmerksamkeit des Hundes, da er immer wieder zum Hundeführer schaut um zu sehen wo es nun weiter geht.
Natürlich ist es auch eine Möglichkeit den Hund mit Stimme zu führen, was vielleicht in manchen Situationen auch ganz nützlich ist. Somit kann man den Hund dann mit Kommandos wie z.B. rechts, links, rum usw.. einfacher steuern.

Natürlich kann man sagen, dass der Hund mit einer vielfachen Wiederholung des Kommandos gepusht wird, jedoch ist es meistens so, dass dadurch eher die Aufmerksamkeit des Hundes geweckt wird und man auf Nummer sicher geht, dass der Hund auch wirklich das richtige Hindernis nimmt. Aber es gibt auch wirklich Leute bei denen sich der Hund damit pushen lässt. Unglaublich aber wahr. :)

Ich weiß nicht ganz genau wen ihr aus der Agi-Szene meint, aber ganz tolle Läufer sind unter anderem Tobias Wüst oder auch Daniel Schröder. Diese Läufer haben einen wirklichen tollen Führstil. Tobias bildet seine Hunde auch so aus, dass er sich ohne Probleme von seinem Hund entfernen kann und dieser trotzdem selbständig die weiteren Hindernisse abarbeitet.

Ich denke jeder muss für sich selber den "richtigen" Führstil finden, der für den HF und seinen Hund das effektivste ist.

Sportliche Grüße Martin
 
Dabei
2 Jul 2013
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#7
Ich finde Körpersprache großartig. Den Hund volllabern kann jeder, aber den Hund "blind" führen nur die wenigsten. Mir tun die Hunde immer leid, die 5sek das gleiche Wort hören und ich stelle wirklich die Behauptung auf, dass der Hund sich dadurch nicht pushen lässt. Wobei das Thema "pushen" ja sowieso ein eigenes ist. Was manche HF vor dem Start mit Ihren Hunden machen, ist auch nicht mehr feierlich!

Habt Ihr Empfehlungen für gute Agility-Bücher oder Bücher zum führen?
 
Dabei
20 Feb 2011
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#8
Ich vermute das viele z.B Slaaaalom Slaaaalom sagen, damit der Hund alles durch geht und keine Stande überspringt oder schon früher raus geht. Manche spornen so die Hunde an, damit die schneller laufen.
 
Dabei
2 Sep 2011
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#9
Also ich laufe ja mit meiner Golden Retriever Hündin auch Agility Turniere. Und manche Geräte unterstütze ich einfach mit einem Kommando, z.B. wenn sie den Sprung von außen nehmen soll oder bei Kontaktzonen, Tunnel oder Slalom. Natürlich nimmt Sunny mir jedes Gerät selbstverständlich wenn ich es anlaufe, aber in Parcouren sind ja auch Verleitungen, also wieso nicht dem Hund die Sicherheit durchein Kommando geben welches Hinderis er zu nehmen hat?
Man muss das auch dem Hund anpassen, manche Hunde kann man nicht die ganze Zeit voll babbeln, weil die dann z.B. Stangen schmeißen, andere spornt das aber wirklich an, wie bei Sunny zum Beispiel, wenn ich sie im Parcour richtig anfeuer, läuft sie deutlich schneller :)
 
Dabei
18 Feb 2013
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#10
Nun, im "zutexten" des Hundes drückt sich eigentlich die Unsicherheit des Menschen aus. Und nach 11 Jahren und mittlerweile dem 4. Hund im Turniergeschehen kann ich nur sagen, da kann sich kaum einer vor retten. Meine Hündin arbeitet sehr selbstständig (sicher auch durch ihre tägliche Hütearbeit) und so muß ich Ihr oft helfen, das sie nicht den falschen Weg nimmt. Außerdem ist sie (wie wohl die meisten) schneller als ich, und da kommt schon oft ein "Not-Brems-Signal", aber dennoch versuche ich, sie überwiegend durch meine Körpersprache zu lenken, und die "Ansprachen" auf das Nötigste zu beschränken.
Und zum Thema Literatur; da gibt es zwar unzähliges, ich würde aber sagen, das Sinnvollste und Beste ist der Agility-Leitfaden von Harry MacNelly. Kann ich nur empfehlen, aber wirklich sinnvoll ist es nur, Agility in der Praxis zu erarbeiten.
 
Dabei
2 Jul 2013
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#11
Nina war auf einem Workshop, vom vergangenen Freitag bis Sonntag, bei McNelly und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Ich war leider krankheitlich verhindert :(
Aber die beiden waren gut ausgepowert und eine Menge konnte Nina mitbringen und wir werden uns die Tipps und Tricks zu Herzen nehmen. Ich freue mich auf das nächste Seminar mit ihm, an dem ich dann auch teilnehmen darf....
 
Dabei
12 Jul 2012
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#12
ich komme bei dem rennen kaum zum reden..lach. ich sag das nächste hindernis an bei zb tunnel oder reifen durch. sag ich es nicht läuft mein dicker dran vorbei :) oder vor den kontaktzonengeräten ein lautes tttttzzzzzzz..das auch öfters weil ich ihn dadurch ausbremse. sonst würde er rüber donnern. auch vor-rechts oder vor-links für hürden ist sehr praktisch. aber die anderen geräte sage ich nicht. grundsätzlich ist mir die körpersprache lieber nur bei meinem bazzo ist beides nicht verkehrt
 
Dabei
22 Mrz 2013
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#13
Naja, wenn ein Hund vorausschauend arbeiten soll, kommt man um manche Kommandos nicht drum rum. Läuft man neben einen Chi oder gleichschnellen Hund nebenher, reicht die Körpersprache. ;)
 
Dabei
22 Mrz 2013
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#15
Ja, ich muss mich korrigieren nachdem ich das Video gesehen hab, da kommt so schnell keiner mit...:rolleyes:
 
Dabei
2 Jul 2013
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#17
Haha, Sandra jetzt übertriffst Du dich aber gerade selber immer wieder :D.
Erst der Border-Chi und jetzt der Borderwiesel.. genial :cool:


Nun zum eigentlichen Thema, Mac Nelly ist einfach super,
ich konnte sehr viel mitnehmen und gerade im Thema Führtechniken und Wechsel viel lernen.

Ich persönlich gebe wenig Kommandos. Beim Training sage ich die Tunnel und den Slalom an
und die Kontaktzonen wenn die nicht eindeutig auf der Strecke sind, ebenso wie Hürden die nicht direkt anlaufbar sind (z.B. aussen oder so).
Ich führe auch wenig mit der Hand/den Armen eher mit dem Oberkörper.

Beim Turnier erwische ich mich aber doch wie ich auch die Hindernisse viel ansage um ihn anzuspornen.
Beim Slalom sage ich generell immer "zick - zack - zick - zack", damit er nicht ausbricht.


Viele Grüße
Nina und Bailey
 
Dabei
2 Jul 2013
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#19
Ich weiß nicht, bei uns geht es auch gut so.
Der Hund reagiert ja auch Körpersprache, wenn man mit Arm führt spricht man oft verschiedene Sprachen,
dh der Arm zeigt in eine andere Richtung als der Oberkörper weswegen der Hund (grade bei Verleitungen) eher ein falsches Hindernis ansteuert.

Ist vielleicht nicht bei jedem so, fällt mir aber auch auf Turnieren immer wieder auf aber vorallem auch bei mir,
wenn ich mal anders führe. Aber im Endeffekt kommt es ja sowieso drauf an wie man aufeinander eingespielt ist,
Bailey ist es von Anfang an so von mir trainiert worden und versteht wohin er soll (bei diversen Geräten eben mit der Stimme als Hilfe).

Lg
 
Dabei
22 Mrz 2013
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#20
Klar, wenn man nicht eindeutig mit der Führungshand arbeitet, geht`s halt schief. Das ist ganz wichtig! Aber wenn`s bei Euch auch anders geht, warum nicht. Bailey wird sich dann an andere Signale von Dir orientieren. Übrigens haben wir in unserer Gruppe auch einen kleinen Flitzfloh von Chi. Sooo mega süüüß beim Zuschauen! Läuft auch neuerdings erfolgreich Turniere.
 
Dabei
14 Okt 2012
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#21
Also wir arbeiten mit Worten und Körpersprache. Viele haben beim Slalom ein weiter führendes Kommando damit der Hund weiß, es geht weiter.... (z.B. weiter, weiter oder Klatschen -> Problem hierbei, kommt der Mensch aus dem Tackt oder er Schnauft das nicht*g* geht der Hund raus) Ich führ auch lieber ruhiger. Aber ich muss gestehen ich hab zwei sehr triebige laute Hunde, da muss ich auch mal Konkret sein! @ Rumo, Esther Ammon hat ihren Hunden die Geräte gelernt, ihre Borders Unterscheiden die Geräte.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#22
Ah danke sweet-dogs :)
ich hab da wie gesagt nur mal ein video gesehen, sah aber klasse aus! Also ich wollte das oben nicht abwerten oder so!!
 
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22 Mrz 2013
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#23
Im Slalom sage ich gar nichts mehr, das müssen meine selbständig arbeiten und außerdem geht mir da die Puste aus. :eek:
 
Dabei
2 Jul 2013
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#24
Aber ich muss gestehen ich hab zwei sehr triebige laute Hunde, da muss ich auch mal Konkret sein!
Das wäre das nächste. Warum müssen Hunde beim Laufen bellen oder gar kleffen? Das ist mir auch ein Rätsel. Dies kann man doch Unterbinden?
Die Trainerin von Nina hat auch die Herausforderung, dass Ihr Hund ständig beim laufen bellt, aber sie tut etwas dagegen, so dass dies aufhört und langsam funktioniert das auch.

Aber schaut Euch mal nen Turnier an, wo fünf Läufe die Hunde jeweils ca 40sek durch bellen. Da hast keine Lust mehr zu zu gucken ... :p
 
Dabei
14 Okt 2012
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#26
Hmm, mal ehrlich, ich sehe viele Aussies aufm Turnier. Die leisen sind einfach zum größten Teil nicht so triebig und schnell. Wenn ich es meiner großen verbiete sagt sie, nö keine Lust. Sie bellt sich im Slalom selbst den tackt. Warum also nicht, solange der Kopf da ist!
 
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Dabei
22 Mrz 2013
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#27
Ich mein, es gibt ja wenige Hunde die sind total gaga wenn sie bellen. Aber ansonsten gehört das in der Trieblage, in der man arbeiten will, dazu. Meine Beagles waren lange Zeit ruhig beim Agi, da habe ich jetzt absichtlich den Trieb aufgebaut, damit sie mehr Gas geben. Neuerdings spiele ich schon am Start das Spiel "Böser Hund", d.h. sie müssen Bellen bevor wir starten. Im Pacour zieht es dann aber nur einer von Beiden durch, der andere bleibt relativ ruhig.
 
Dabei
2 Jul 2013
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#30
Also im Slalom ist das ja ok, aber muss sowas eine ganze Strecke sein? Ich weiß, dass Aussies und BC ja von natur aus so verrückt sind, aber so Recht weiß ich nicht. Ich denke ich muss damit dann auch erstmal meine Erfahrung sammeln. Dann kann ich nur noch hoffen, dass sich das Bellen einigermaßen Ok anhört .. :) :p
 
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