Anfallen nach Knochen-Wegnahme

Dabei
18 Apr 2017
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#1
Hallo Leute,

ich habe gestern meinem Rüden einen Knochen gegeben, der ein bisschen größer war :cool:

Jedenfalls hat unser Racker ihn natürlich zerkaut was das Zeug hält.
Problem ist nur, sobald er was zu futtern hat (speziell bei Knochen), hört er gar nichts mehr und ist nur auf das Futter konzentriert.

Bin dann zu ihm hin und wollte ihm den Knochen wegnehmen, er stand immer wieder auf und ging auf sichere Entfernung um weiter zu kauen sobald ich 3-4m vor ihm war.

Irgendwann hab ich ihn dann erwischt und wollte ihm den Knochen wegnehmen, er knurrte mich an.

Danach ist es passiert (UND JA ICH WEISS ICH BIN SELBST SCHULD!):
Ich hab ihm den Knoch weggenommen obwohl er mich gewarnt hat, danach ist er mich total aufgeregt angesprungen und hat mich gekratzt und auch gezwickt wie ein verrückter Polizeihund der einen Einbrecher am Arm hat.

Er hat nicht fest gebissen, nur stark gezwickt und gekratzt. Im ersten Moment war ich natürlich total erschrocken und natürlich auch etwas perplex.



Sein Verhalten ist mir klar nachdem er mich mit seinem eindeutigen Knurren vorgewarnt hatte.


Meine Frage jetzt:
Hat das was mit Rangordnung zu tun dass er mich wegen dem Knochen anknurrt?

Bei anderem Futter ist es egal wenn ich es wegnehme, lediglich bei Knochen flippt er aus.
 
Dabei
3 Apr 2016
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#2
resurcen verteidigen , egal in welcher form (futter , spielzeug o.ä.) geht m.m. nach GAR nicht ! stell dir vor , dein hund hat draußen etwas (giftiges/gefährliches) aufgenommen und gibt es nicht ???

das würde ich mir auf jeden fall verbitten und daran dringendst etwas ändern - dazu ggf den trainer befragen , was er/sie für das beste hält .
 
Dabei
18 Apr 2017
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#3
stimmt, an die giftköder hab ich jetzt erstmals nicht gedacht... :(

Er macht das aber eigentlich nur bei Knochen... Müssen wir anscheinend gezielter trainieren.

Hat da jemand Tipps?
 
Dabei
3 Apr 2016
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#4
ich würde ihm erst mal sein futter ausschließlich aus der (vorerst geschlossenen) hand füttern und zwar NUR !! wenn er nicht daran leckt , kaut , reinzwickt oder sonst wie ans futter kommen will .

lass ihn vor dir sitzen , halte die geschlossenen hand hin und warte , bis er tatsächlich "vermeidet" -> also den blick abwendet und die hand in ruhe läßt , dann darf er fressen . abgesehen davon würde ich im auch kein spielzeug / knabberzeug zur freien verfügung lassen , sondern ihm geben und nach einiger zeit wieder wegnehmen . solange , bis er das akzeptiert . es ist natürlich schwer , so aus der ferne tipps zu geben , aber vielleicht erreichst du damit was ... und eben auch ggf einen hundetrainer fragen .
 
Dabei
18 Apr 2017
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#5
Okay danke, werde sowieso mit dem Trainer darüber sprechen :)

Er ist ja brav wenn er was bekommt, er nimmts auch nur nach Kommando, das machen wir auch beim normalen futter so.

Problem ist halt die Rückgabe von Leckerbissen :rolleyes:
 
Dabei
25 Sep 2016
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#6
Wie klappt es mit Deinem Hund mittlerweile? Gibt es schon Fortschritte? Konntest Du mit Deinem Trainer schon sprechen?
Ich habe von Anfang an meinen Hund aus der Hand gefüttert (geht bei Trockenfutter recht gut). So wusste sie, ich habe was, was sie will und sie bekommt es. Aber sie braucht nichts zu verteidigen. Mit dem Knochen habe ich es genauso gemacht. Das ist mein Knochen. Und wenn sie dran kauen wollte, habe ich den weiterhin in der Hand gehalten und sie dran teilhaben lassen. Dann habe ich den immer mal wieder weggenommen und innerhalb weniger Sekunden ihr wieder gegeben. So lernte sie, dass es zwar meins ist, ich es aber mit ihr gerne teile und sie es nicht verteidigen muss, sie bekommt es ja.
Wie sangi02 geschrieben hat, ist es gut, so was zu trainieren. Wir machen es ähnlich.
Ich halte Futter in der Hand und halte die Hand zum Hund hin. Der will das Futter natürlich haben und schleckt und nimmt die Pfote und kratzt und knabbert. Aber die Hand bleibt zu. Erst, wenn der Hund ablässt und mich anschaut, geht die Hand auf und sie bekommt es.
Umgekehrt genauso. Wenn ich Futter in der offenen Hand hinhalte, will der Hund es gleich nehmen. Sobald die Schnauze Richtung Futter geht, geht die Hand zu. Erst, wenn mein Hund mich anschaut, darf sie es nehmen. Dazu gibt es auch ein verbales "ok" von mir. Das kannst Du überall trainieren. Auf dem Sofa z. B. Ich saß auch abends beim Fernsehen und hatte Futter für den Hund. Sie saß vor mir und ich hatte in jeder Hand Futter. Ich hielt das Futter rechts und links vom Hund. Wow. Futter auf beiden Seiten. Und erst, wenn der Hund nicht mehr auf's Futter fixiert ist, sondern auf mich schaut, gibt es zur Belohnung das Futter. Glaub mal, wie schnell die lernen, dass sie was bekommen, wenn sie nicht drum kämpfen, sondern dich anschauen und somit um Erlaubnis bitten. Das wird schon werden. Viel Spaß beim Trainieren. Wäre schön, wenn Du von den Fortschritten berichtest.
 
Dabei
18 Apr 2017
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#7
Leider nicht. Bei dem scheusslichen Wetter bei uns zur Zeit wird die Hundeschule erst wieder auf vordermann gebracht, dann gehts erst wieder mit trainings usw los. :(

Danke für die ausführliche Beschreibung Schlupito!
Wie haben es eigentlich wie gesagt von Anfang an so gemacht mit den Leckerlies, seitdem er bei uns ist - mit normalem Futter oder Special-Snacks wie Käse/Leberwurst usw. ist es auch ÜBERHAUPT kein Problem.
Das war auch das erste mal dass er so durchgedreht ist - und das ist eben ausschliesslich bei Knochen so...

Ich hab ihm gestern und heute sogar seinen BARF-Napf während dem essen weggenommen, er schaut mich dabei nur an ^^
Das Problem ist wie gesagt NUR (bis jetzt) bei Knochen aufgefallen, da hat er irgendwie ein Problem damit.

Werde auf jedenfall das speziell so mit Knochen trainieren dass er den nur aus meiner Hand fressen darf - wenn es wieder einen gibt.
Barfen erst seit 3 Tagen und anfangs sollten ja keine Knochen gefüttert werden, deswegen warte ich damit jetzt auch noch ein wenig.
 
Dabei
31 Jan 2015
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#8
Yumo ist auch so ein kleiner Blödmann, der sein Lieblingsfressen verteidigt. Vor den Katzen und Yari soll er das auch gerne machen, vor uns aber natürlich nicht.
Ich kann dir jetzt nur erklären, wie wir das gemacht haben. Ob das bei deinem Hund hilft, weiß ich nicht. Yumo hat mich auch nie deswegen gebissen oder angefallen, das Maximum war übertriebenes rum... gurgeln und .. anrempeln. Besser kann ichs nicht beschreiben. Meine Reaktion war, dass ich ihn mir direkt geschnappt habe, vom fressen weg und ihn mächtig angebrüllt habe. Dann war er eingeschüchtert und seit dem hat sich das. :)
Er verteidigt auch vor den anderen Tieren lediglich Knochen oder andere Dinge, an denen er wirklich länger zu knabbern hat
 

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