- Dabei
- 23 Dez 2007
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Genau so sehe ich das auch. Da brauche ich nichts mehr selbst formulieren.
Und gerade, wenn der Hund doch offensichtlich eh schon gestresst ist, würde ich nicht mehr arbeiten/trainieren als nötig. Wenn die Bindung ansonsten in Ordnung ist braucht man doch durch den Futterbeutel keine künstliche Abhängigkeit schaffen.
Ich gehöre übrigens zu den Leuten, die durchaus auch schon junge Hunde in verschiedenen Bereichen (Agi, Obi, Tricks) trainieren, aber eben sehr dosiert. Obwohl ich auch schon mit meinen Jungspunden verhältnismäßig viel 'gearbeitet' habe klang das, was du im anderen Thread geschrieben hattest für mich nach deutlich zu viel Bespaßung für einen jungen Hund. Ich handhabe das so: wenn es einen actionreichen Tag gab (z.B Hundeplatz, Schwimmen gehen, Spielen auf der Hundewiese, Fahrradtour) ist am nächsten Tag Pause. Dann gibt es keine Bespaßung, kein Training, nur normales Gassigehen, auch da keine riesen Runden. Auf Spaziergängen wird nicht gearbeitet, da wird die Seele baumeln gelassen, wenn ich draußen was trainieren will dann gehe ich gesondert los, mache ein paar Minuten etwas und gehe dann wieder nach Hause. Bisher fahre ich damit ganz gut. Key (13 Monate) fehlt noch etwas die innere Ruhe, allerdings ist sie einfach nur sehr 'wach', ohne sich selbst oder mich dabei zu stressen. Würde sie allerdings die Ansprache bekommen, die Piu bisher bekam, sie würde sicherlich null zur Ruhe kommen und in ständiger Erwartungshaltung leben. Manche Hunde kann man halt zu echten Adrenalinjunkies erziehen
Ich glaube, sein Aktivitätsniveau von 100 auf 0 runterzuschrauben wäre eher kontraproduktiv, trotzdem wäre mir das, was du vom heutigen Tag berichtest schon zuviel des Guten, wenn es wirklich jeden Tag so 'viel' Action gibt. Du hast ja heute bzw. gestern immer noch 3 mal am Tag "gearbeitet", das empfinde ich als zu viel. Aber eben, das ist schon eine Gratwanderung...
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