Ausschlussdiät, wie am Besten anstellen?

Dabei
1 Dez 2011
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#1
Hallo ihr Lieben,

heute muss ich mal eine Frage stellen, die uns nicht betrifft.
Es geht um den Bruder meines Rueden. Chap ist 1 Jahr und 5 Monate alt und Allergiker.
Noch weiß die Besitzerin nicht worauf er allergisch reagiert aber er hat ganz schlimme Hautstellen, an denen das Fell ausfaellt. Die Stellen jucken auch, ob sie feucht sind kann ich grade nicht sagen.
Jedenfalls wurde schon einiges an (Trocken)Futter ausprobiert und nach einem Wechsel auf ein Nassfutter wurde alles schlagartig besser!
Nun leider der krasse Wechsel, es wird wieder schlimmer...schlimmer als zuvor!
Er hat auch ganz rote Augen und juckt sich diese.

Zu erst wurde eine Allergie gegen Grasmilben vermutet und dagegen behandelt aber es wurde nicht besser, was die Futtermittelallergie dann in Betracht gezogen wurde.
Die Besitzerin will nun barfen bzw eine Ausschlussdiaet machen.
Ich habe ihr empfohlen mit Pferd und Kartoffel anzufangen. Sie wuerde gerne Kaninchen udn Kartoffel fuettern.
Chap ist unkastriert, ca 58cm hoch und wiegt gute 24kg wuerde ich sagen. Nicht uebergewichtig, normale, sportliche Figur.

Nun die Frage, ist es sinnig mit Kaninchen und Kartoffel anzufangen? Und wenn ja, wie genau?
Nur Muskelfleisch? Wie viel am Tag? Und wie viel von den Kartoffeln? Mit oder ohne Salz gekocht?

(In dem Wurf haben ALLE red merle Hunde diese Hautprobleme :confused: Der eine kommt super mit einem royal canine Futter zurecht, bei CHap geht wie gesagt iwie gar nichts und vom dritten weiß ich grade nicht wie der Stand der Dinge ist)
 
Dabei
20 Feb 2011
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#2
hm wenn es einige im Wurf haben, könnte es auch was autoimmunes sein :/ Wurde in die Richtung schon was gemacht?
Wichtig ist ja mit eine Protein und Kohlenhydraten Quelle anzufangen. Z.B Kartoffel und Pferdefleisch. Das füttert man über längere Zeit (4-6 Wochen) und schaut ob es sich bessert. Wenn es gut aussieht dann gibt man nach und nach eine Quelle dazu. Am besten dann auch einige Tage bzw Woche füttern und schauen wie der Hund reagiert.
will sie denn auf jeden Fall Roh füttern? Dann würde ich mich einfach an dem Barf Rechner orientieren von der Menge her. Kartoffel als Gemüse nehmen und Fleisch als Fleischquelle halt. Und dann 2-3% von Gewicht als Tagesmenge ausrechnen. Dann ggf erhöhen sollte er zu stark abnehmen.

Ich denke man kann auch mit Kaninchen anfangen und schauen wie er überhaupt drauf reagiert. Wenn es sich nicht bessert dann evtl. mit Pferd.
 
Dabei
1 Dez 2011
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#3
In wie weit kann man dann feststellen, ob es etwas autoimmunes ist?
Großes Blutbild machen lassen?
 
Dabei
7 Okt 2014
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#5
Wurde denn gar kein Allergietest gemacht?
Das muss ja nicht zwingen eine Allergie gegens Futter sein, es kann auch (zusätzlich) noch eine andere Allergie in Frage kommen oder sogar mehrere.
Wenn es eine gegen z.B. Hausstaubmilben UND bestimmtes Futter ist, nützt die Futterumstellung ja auch nichts.
 
Dabei
27 Jul 2012
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#6
Kaninchen reagiert Kreuz mit Huhn, deshalb würde ich mit Pferd, Känguruh, Rentier etc beginnen :)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#7
Ich würde aber EINE leicht zu bekommende Sorte erstmal außen vor lassen, falls die Exoten irgendwann mal nicht zu bekommen sind.
Ich bin diesbezüglich etwas paranoid, weil ich dann nichts mehr hätte, worauf ich zurückgreifen könnte :eek:
Pferd hat Finn noch nie bekommen für diesen Fall.
(Wobei es bei ihm nicht das Fleisch ist, sondern so ziemlich alles andere im Futter aber man weiß ja nie, was noch kommt...)
 
Dabei
27 Jul 2012
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#8
Ich meinte auch nur eine davon, sorry, das oder fehlte :D also mit einer exotischen anfangen! Ver Concept hat da zB an Nassfutter eine gute Auswahl.
 
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20 Feb 2011
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#9
Wurde denn gar kein Allergietest gemacht?
Das muss ja nicht zwingen eine Allergie gegens Futter sein, es kann auch (zusätzlich) noch eine andere Allergie in Frage kommen oder sogar mehrere.
Wenn es eine gegen z.B. Hausstaubmilben UND bestimmtes Futter ist, nützt die Futterumstellung ja auch nichts.
bei einem Hund im Wurf kann ich noch an Allergie denken, aber bei einigen im Wurf? Würde ich eher spontan an was genetisches/erbliches also auch autoimmunes denken.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#10
bei einem Hund im Wurf kann ich noch an Allergie denken, aber bei einigen im Wurf? Würde ich eher spontan an was genetisches/erbliches also auch autoimmunes denken.
Klar klingt das wahrscheinlicher, aber einen Allergietest würde ich halt trotzdem machen lassen - parallel zur Autoimmununtersuchung - zumindest bevor ich auf Verdacht eine Ausschlußdiät mache und damit dann womöglich auch kein Stück weiterkomme.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#12
die Frage ist was hab ich von einem Allergietest? Wenn es um Milben etc geht dann kann man oft nicht viel machen...aber ich hab in der Praxis auch oft erlebt, dass es nicht viel geholfen hat.
Man kann auch nicht immer testen oder die Tests können auch falsch positiv ausfallen, je nach dem womit der Hund gerade Kontakt hatte. Da muss der Körper nur selbst mit Milben beschäftigt sein und es auch von alleine in Ordnung bringen (mit einem gutem Immunsystem kein Problem) aber der Test wird schon womöglich positiv sein.
Mein Mann wurde z.B auch getestet und angeblich Lactose intolerant soll er sein...nur futtert er Joghurts, Milch usw in sich rein und es passiert gar nichts.

Hier noch paar Infos über Tests und allg. Allergie
http://www.artgerecht-tier.de/kategorie/hunde/beitrag/allergietest-wahrheit-oder-humbug.html
http://www.mein-allergie-portal.com...allergie-beim-hund-symptome-und-diagnose.html
http://www.koelntierarzt.de/cgi-bin.../ttcms?a1=7&a2=3&wosid=1vl2LidVYMNHxYN8SjeVYM

und ja :D ich hab zwar beim TA gearbeitet (mittlerweile studiere ich ja) aber ich halte gar nichts von den Allergietests
 
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Dabei
7 Okt 2014
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#13
Ist ja auch jedem selbst überlassen, was er davon hält und letzendlich rechtferigt oftmals nur der Erfolg den Glauben daran :)

Uns hat es halt geholfen, wir fahren mit der Desi und Antiallergikum bei Bedarf recht gut und obwohl ich zuerst auch absolut gegen Hyposensibilisierung war, würde ich es mittlerweile wieder machen (bzw. mache ich ja, wir sind jetzt bei der zweiten Fuhre Desi-Lösung) :eek:
 
Dabei
26 Mai 2015
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#14
Hallo,

wir haben nun auch eine Ausschlußdiät angefangen. Allerdings haben wir noch keine Diagnose. D.h. es könnte eine Futtermittel Unverträglichkeit sein, es könnte aber auch noch einiges andere sein. (Untersuchungsergebnisse bekommen wir Dienstag)

Laut TA trotzdem schonmal mit Ausschlußdiät anfangen. Pferd und Kartoffel soll es sein. Also gut gesagt getan.

Jetzt muss ich dazu sagen bei uns gibt es keinerlei Hautprobleme (Fell ist seidenweich und glänzend, keine Schuppen, kein Jucken, keine Rötungen, keine stinkenden Ohren, keine garnichts) "nur" unerklärliche Durchfälle.

Donnerstag Abend gabs dann erstmalig Pferdefleisch = Kot würde besser
Freitag früh Pferdefleisch = Kot über Tag gut
Abends dann Pferdefleisch und erstmalig gekochte Kartoffeln dazu = Heute früh hat mein Hund mich geweckt weil sie raus musste = Durchfall

Ich weiß es ist noch zu früh irgendwas zu sagen, aber ist das nicht eine sehr eindeutige Reaktion auf die Kartoffel?
Ich habe erstmal nur 120 gr Kartoffel gefüttert. (Bei 20 kg Körpergewicht wird empfohlen 450 gr Fleisch und 650 gr Kartoffel pro Tag, muss ich auf Paula natürlich umrechnen).

Die Tierärztin sagt (sollte es Futtermittel Unverträglichkeit sein) muss man die Diät 10 Wochen durchhalten, bleibt der Hund dann frei von Durchfällen ohne Medikamente, dann kann man sagen diese Komponenten sind es nicht und man kann was anderes hinzu geben usw.

Was aber wenn es schon an der Kartoffel liegt? Oder was wenn man schon mit dem falschen startet. Dann belaste ich den Hund 10 Wochen unnötig?

Ich weis es macht keinen Sinn wild hin und her zuspringen. Aber da es mit der "Schonkost" Reis und Huhn doch ganz gut lief, warum nicht dabei bleiben? Mir scheint die Reaktion auf die Kartoffel ziemlich eindeutig.

Ich mein Paula hat schon 2 Kilo abgenommen und ist klapperdürr.

doppelt verunsichert bin ich weil ja auch noch andere Diagnosen infrage kommen. Ach Mensch :-(
Heute früh lass ich die Kartoffel erstmal weg. Habe ja heute auch den Termin bei der Ernährungsberaterin.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#15
Hallo, als wir bei meiner Tochter die Ausschluss Diät gemacht haben. Wurde am Anfang 2 oder 3 Wochen wirklich nur 1-2 Lebensmittel verspeist.
Als wir dann ein Lebensmittel einführten, wurde es sofort weggelassen wenn Durchfall auftrat. Das war ja der Sinn, alles auszuschließen was Durchfall verursachte. Begonnen wurde mit etwas was sie nicht kannte.

Ich würde, wenn sie Pferd, Huhn und Reis verträgt, mich 2 -3 Wochen mit diesen Lebensmittel begnügen, beim Hund auch ohne Zusatzstoffe. Bis dahin habt ihr vielleicht auch eine "Diagnose".

Ich wünsch dir viel Geduld und Kraft.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#16
Bei einer Ausschlussdiät füttert man zuerst nur eine tierische Proteinquelle und eine Gemüsesorte die sie wirklich noch nie hatten. Da kann der Körper noch keine Allergien gebildet haben also wird es dann in der Regel auch vertragen. Kartoffel hatte sie bestimmt doch schon mal, die ist dann meiner Meinung nach nicht geeignet. Die würde ich jetzt erst mal weglassen. Wie ist es mit Süßkartoffel? Das Problem ist, wenn du etwas fütterst was sie nicht abkann kannst du auch Kreuzallergien erzeugen (zu den anderen Lebensmitteln die du gerade fütterst). Dann geht irgendwann fast gar nichts mehr.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#17
Ok super danke, ja Kartoffel hatte sie schon und Süßkartoffeln waren ja in ihrem TroFu.

Pferd hatte sie noch nicht zuvor. Also kann das bleiben und ich Frage die Ernährungsberaterin nachher welches Gemüse vielleicht besonders geeignet ist. Zuchini hatte sie noch nicht und das soll bei Darmbeschwerden ja unterstützend wirken.

Aber wahrscheinlich geht es der TA ja auch um die Kohlehydrate damit mein Spargeltarzan wieder was auf die Rippen bekommt.

Vielleicht würde noch Amerant gehen als Glutenfreies Getreide, das werde ich fragen. Hab aber keine Ahnung wo ich das her bekommen soll.

Zusätze werden alle weggelassen, Leckerlies habe ich alle verschenkt. Entweder ich bekomme nachher Leckerchen aus rein Pferd, oder ich trockne das Fleisch selber.
 
Dabei
10 Dez 2015
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#18
Evtl könnte auch eine Pollenallergie vorliegen?! Hat sie denn auch Hot Spots/ Kratzt sich vermehrt? (Ich hab jetzt nicht alles komplett durchgelesen). Kartoffelunverträglichkeit kann auch an einer Pollenallergie auf Birkenpollen liegen... Ich würde an deiner Stelle dann auch erstmal bei Pferd und Reis bleiben. Evtl mal beobachten wie es mit Möhren (roh) und Steinobst (Äpfel, Pfirsich etc) später aussieht... Kann sein, dass das im Zusammenhang mit einer Birkenpollenallergie Auftritt. Ansonsten ist Kartoffel nämlich recht gut verträglich. Deshalb würde ich auch in Richtung Pollen schauen.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#19
Aber wahrscheinlich geht es der TA ja auch um die Kohlehydrate damit mein Spargeltarzan wieder was auf die Rippen bekommt.

Vielleicht würde noch Amerant gehen als Glutenfreies Getreide, das werde ich fragen. Hab aber keine Ahnung wo ich das her bekommen soll.
Du hast noch keine Allergietests (Blutabnahme) gemacht, oder? Bei Nahrungsmittelallergien ist das ja sehr umstritten aber bei Kontaktallergien doch sinnvoll.
Naila hat eine Allergie gegen Hausstaubmilben und Futtermittelmilben. Deshalb können wie auch kein Getreide oder Pseudogetreide (Amaranth, Reis,..) fütten. Kartoffeln verträgt sie auch nicht richtig. Wir füttern sie fast kohlenhydratfrei, das geht auch problemlos wenn man genug Fett zugibt (wir geben ca. 20%). Pferdefett kann man doch auch kaufen :). Aber deine Ernährungsberaterin hat da bestimmt Ideen.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#20
Hallo,

nein kein Juckreiz, keine Rötungen, kein stumpfes Fell, kein Problem mit den Ohren, keine Schuppen, kein Erbrechen, kein Haarausfall, kein Mund- oder Ohrengeruch) (im wesentlichen richt mein Hund nach nix). Sie frisst auch keinen Kot draußen weder den eigenen noch den von anderen.

Das blöde: zu allem was vermutet wird, gibts die meisten Symptome nicht.

Das letzte große Blutbild ist von Mai.
Eosinophile lagen bei 0,07 also eher erniedrigt als erhöht. (Referenzwert 0,1 - 1,2 /nl). Eher Untypisch für Allergie
Globuline, gesamt 18,4 also leicht erniedrigt (Referenzwert 19 - 39 g/l)
Triglyceride 43 leicht erniedrigt (Referenzwert 50 - 100 mg/dl)

Fructosamin 380 erhöht (Referenzwert bis 343 ymol/l)
kann auf Diabetes hindeuten. Anschluß Untersuchungen: Urin und Blutzucker unauffällig)
Diabetes wäre untypisch bei einem so jungen Hund außerdem fehlen alle anderen Symptome (vermehrtes Harn absetzen, vermehrtes Trinken usw)

Alle anderen Werte waren absolut im Normbereich.

Erneut wurde jetzt erst Donnerstag Blut abgenommen, und es werden zusätzlich weitere Parameter überprüft (Schilddrüsenhormone, Vitamin B12 Status etc)

Desweitern sammele ich grad wieder Kot um nochmals auf Parasiten zu testen und um ein Kotprofil zu erstellen (d.h. Es wird geschaut ob die Nahrung richtig verdaut wird)

Ein Allergietest wurde noch nicht gemacht. Ich warte Dienstag ab ob irgendwas dabei herauskommt. Dann werde ich das ansprechen.

Sie wirkt sonst fit. Hat keine neurologischen Ausfälle, staart nicht gegen Wände oder ins Leere, läuft nicht gegen Gegenstände. Ist im Training gut ansprechbar. Ist draußen ein fröhlicher aktiver Hund, dessen Junghunde Flausen immer besser werden. Auch da immer ansprechbar (außer sie will jagen). In der Wohnung ist sie ruhig und relaxt (außer der Postbote kommt). Sie ist freundlich zu allen (außer Bulldogen, wenn sie an der Leine ist). Sprich ein normaler Hund. Unser Tagsablauf ist regelmäßig, dennoch abwechslungsreich (unterschiedliche Spaziergebiete).

Soweit ist sie ein normaler Junger aktiver Hund, ohne große Auffälligkeiten. Außer eben die Durchfälle und das sie immer Hunger hat. (Wobei sie trotzdem beim Fressen nicht schlingt. Selbst Hühnerbeine werden klein gekaut, auch Möhren und Co. Selbst auf kleinen Leckerlies kaut sie rum).

Einzig auffällig vielleicht: sie frisst sehr viel Gras, aber da scheiden sich ja auch die Geister warum das ein Hund macht. Langeweile, Sodbrennen, Fremdkörper, weil es schmeckt, weil es da ist usw)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#21
PS, auch sonst: klare Augen, rosa Schleinhäute, normaler Herschlag, anhören unauffällig, abtasten unauffällig, Ultraschall unauffällig, Temperatur normal.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#22
Das hört sich doch ansonsten gut an :). Vielleicht ist es ja wirklich nur eine Nahrungsmittelallergie und ihr bekommt es mit einer Ausschlussdiät in den Griff. Ich drücke euch die Daumen. Du musst es nur sehr konsequent durchziehen (auf Brötchenkrümelreste achten, sie darf nichts klauen,..). Das wird schon;).
 
Dabei
7 Okt 2014
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#23
Du hast noch keine Allergietests (Blutabnahme) gemacht, oder? Bei Nahrungsmittelallergien ist das ja sehr umstritten aber bei Kontaktallergien doch sinnvoll.
Naila hat eine Allergie gegen Hausstaubmilben und Futtermittelmilben. Deshalb können wie auch kein Getreide oder Pseudogetreide (Amaranth, Reis,..) fütten. Kartoffeln verträgt sie auch nicht richtig. Wir füttern sie fast kohlenhydratfrei, das geht auch problemlos wenn man genug Fett zugibt (wir geben ca. 20%). Pferdefett kann man doch auch kaufen :). Aber deine Ernährungsberaterin hat da bestimmt Ideen.
Hier ebenso.
Finn hatte nie massive Probleme vom Darm her, aber ab und an Durchfall.
Den hatte er danach nur noch einmal, vier Stunden, nachdem er einen Apfel gefressen hatte, was sonst nie ein Problem war.
Seither gibt's auch keine Äpfel mehr.
Ich füttere allerdings Rinti Kennerfleisch und zwischendurch GranCarno, einfach, weil er beides super verträgt.
Leider hat mein Hund für Frischfleisch nämlich nicht viel übrig, der ekelt sich richtiggehend, sobald es etwas glitschig wird :(
 
Dabei
26 Mai 2015
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#24
So zurück von der Ernährungsexpertin:

Sie findet die Symptome genau so uneindeutig wie die Tierärztin. Sollte es der Pankreas sein, stünden wir ja vermutlich ganz am Anfang der Erkrankung und sie sagt da kann man Ernährungstechnisch schon noch einiges hinbekommen, sie würde mir dann einen Plan erstellen.

Sollte es eine Darmentzündung sein, Sagt sie verfährt man erstmal wie bei der Ausschlußdiät nur macht man zusätzlich eine Darmaufbaukur über etliche Wochen. Entsprechende Präparate hat sie mir empfolen. Können wir aber erst mit beginnen wenn wir die Ergebnisse vom TA haben. (Sollte es nur die Futtermittelunverträglichkeit sein dann auch Darmaufbau aber erst in ein paar Wochen wenn man sicher ist, dass die gefütterten Komponenten vertragen werden.

Pferdeknochen am Stück doll ich erstmal weglassen, weil sie sehr hart sind. Außer ich finde die irgendwo fein gewolft (was ich natürlich versuchen werde irgendwo zu bekommen)

Da es noch unsicher ist ob es nicht der Pankreas ist, rät sie von zufütterung von Fett erstmal ab, weil das Kontraproduktiv ist. Ist Pankreas ausgeschlossen, kann ich anfangen mit Pferdeschmalz ganz wenig und langsam steigern und irgendwann dann Pferdefett pur.

Sie sagt dass Kartoffeln der Auslöser sind sei extrem selten und ich solle es nochmal versuchen, einfach weil mehr Vitamine drin sind als in Reis (wenn der so weichgekocht ist, ist da ja quasi nix mehr drinn) und mehr Kohlehydrate als in Ameranth.
Bei Paulas Gewicht empfiehlt sie 4% der KM, also 480g Fleisch und 120g Ameranth, oder falls Kartoffeln doch gehen 240g Kartoffeln. Damit Madam wieder zunimmt.

Vorerst keine Zusätze keine Öle, wenn Öl wieder zugefügt werden kann und eine Allergie der Auslöser ist, dann auf jeden Fall Lachsöl als erste Wahl. Pflanzliche Öle Können eher problematisch sein.

Sie hat noch in andere Richtungen gedacht als die TA. Impfung (aber da ist die letzte 10 Monate her)
oder Spot on (das hat sie Anfang Mai zuletzt bekommen, also weiß ich nicht in da ein direkter Zusammenhang besteht)
und ich versuche die Gabe von dem Zeug so gering wie möglich zu halten.

Ok soweit so gut. Ich mache schon soweit alles richtig, anders würde sie es auch nicht angehen. Auch ist mein Plan nach der Diät nicht zuerst eine neue Fleisch Sorte zu probieren, sondern erst nach und nach alle Komponten hinzuzugeben die für eine ordentliche Barf Mahlzeit notwendig sind. Wenn ich da angelangt bin, kann ich immernoch andere Fleischsorten testen.

Tja wenn es denn nun eine Allergie ist und nichts schlimmeres. Jetzt kann ich eh nur warten.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#25
Pferdeknochenraspeln gibt es in ein paar Shops, z.B.:
http://www.barf-hundgesund.de/shop/unsere-wuerste/kategorie/pferd

Vitamine nehmen die Hunde doch eigentlich hauptsächlich über Innereien auf, deshalb füttern ja einige auch Graspellets (wir jetzt nicht).
Naila z.B. kann weder Lachsöl noch Kartoffeln ab, musst du testen (ich gebe deshalb Krillöl).
Wenn Paula ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse haben sollte darf man natürlich nicht so viel Fett füttern. Das hört sich alles sehr vernünftig an:).
Man weiß nie ob Impfungen oder Spot Ons den Körper nicht so belasten dass es Spätfolgen wie Allergien gibt. Das habe ich auch schon öfter gehört. Naila wurde ein paar Monate vor Ausbruch ihrer Allergie mehrfach gegen Leptospirose geimpft (unterschiedliche Impfstoffe, deshalb wurde eine Impfung doppelt gegeben). Ich habe mir auch schon Vorwürfe deswegen gemacht und es dieses Jahr nicht mehr geimpft aber im Endeffekt weiß man ja nicht was sonst passiert wäre. Das Immunsystem leidet natürlich bei jeder Chemiegabe.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#26
Hallo Danke für den Link. Ja Pferdeinnerein habe ich auch mitgenommen, die bekomme ich hier im Ort nämlich nicht.

Ach man! Ich möchte nicht dass mein Hündchen krank ist und vielleicht leidet.

Die Physiotherapeutin war auch da und hat sich Paula angeschaut, wenigstens da gibts keine Beanstandungen. Und das alles kostenlos. Echt mal Hut ab und Daumen hoch für den Laden.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#27
Hallo,

wir befinden uns in Woche 9 von 10 der Ausschlußdiät. Das heißt Ende nächster Woche wird es Zeit für den Stresstest. Eigentlich würde man dann ja das vorherige Futter wieder ausprobieren um zu sehen ob der Hund reagiert. Das möchte ich aber nicht weil wir auf barf umgestiegen sind.

Wie sieht der Stresstest dann aus?

Ich bin mir relativ sicher dass sie Hühnchen verträgt. Daher ist mein Gedanke es dann mit Huhn zu probieren. Damit ich (wenn es gut geht) eine dunkle und eine helle Fleischsorte zum wechseln habe.

Derzeit bekommt sie alle tierischen Komponenten vom Pferd, als Gemüse blanchierte Möhren, Hanföl und Seealgen.

Oder soll ich statt dem Huhn erstmal im zwei Wochenrythmus (immer vorrausgesetzt es geht gut) erstmal noch ein weiteres Gemüse und dann Obst hinzufügen. So dass ich erstmal bei einer vollständigen Barfmahlzeiten lande? Bevor ich die Fleischsorte wechsele.

Dann noch ne Frage, bei der TroFu Fütterung stellt man ja langsam um wenn man die Futtersorte wechseln will. Das macht beim Stresstest der Ausschlußdiät ja keinen Sinn. So wie ich es verstehe macht man das mit dem TroFu so um Durchfälle etc zu vermeiden. Wie ist das denn beim Barf? Kann es da auch zu Durchfällen kommen wenn man von einer Fleischsortr zur nächsten umstellt?
 
Dabei
15 Mai 2014
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#28
Du kannst dir aussuchen ob du zuerst eine neue Obst/Gemüsesorte probierst oder eine neue Fleischsorte. Nur nicht beides auf einmal. Obst ist nicht sooo wichtig beim Barfen und die Vitamine bekommen sie ja durch die Innereien. Beim Pferd hast du ja alles.
Wenn es beim Zuführen von einer neuen Komponente zu Durchfällen kommt würde ich erst mal befürchten, dass gegen die neue Komponente eine Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt.
 

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