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Bellen, Pubertät und mehr

Dabei
15 Mai 2014
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#31
Ich würde mich Ilonas Meinung anschließen. Wenn der Hund Menschen anbellt und ich es nicht sofort in den Griff bekäme würde ich immer einen Trainer hinzuziehen. Alleine schon, damit er das Verhalten des Hundes beurteilen kann. Wenn es harmlos und nur ein Pubertätsschub ist, umso besser. Aber warum macht er es? Aus Angst, aus Langeweile, aus Stress (weil du Angst hast), wegen Schutztrieb? Man muss ja mit jeder Variante und je nach Hund anders umgehen.
Zaro hat ein einziges Mal als Junghund Menschen angebellt. Es war dunkel, wir waren in Hamburg (Zaro an der Leine) in einer einsamen Wohnsiedlung, da kam eine Familie mit zwei Kleinkindern um die Ecke. Ein Kind saß auf der Schulter des Vaters. Zaro hat sich, wohl wegen der ungewöhnlichen Erscheinungsform, furchtbar erschreckt und fing an zu bellen. Die Familie schreckte zurück, der Mann sagte sofort, dass sie furchtbare Angst vor Hunden hätten, und ob wir noch ein Stück zurückgehen könnten. Taten wir, Zaro hatte auch schon längst aufgehört zu bellen. Die Familie ging dann, sichtbar ängstlich, an uns vorbei. Mir war das so unangenehm. Dabei war die Situation noch nicht einmal schlimm und Zaro in keiner Weise aggressiv. Ich fand es nur furchtbar, dass wir sie so verängstigt hatten.
 

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Dabei
29 Okt 2014
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#32
Naja ... aber da muss man an sich und dem Hund arbeiten aber diese Familie ehrlich gesagt auch an sich. Bellenden Hunden kann man überall begegnen.
Vielleicht bin ich da jetzt anders, aber meine Hündin hat schon den ein oder anderen ängstlichen Menschen vom gegenteil überzeugt.
Gerade als Eltern würde ich sogar stark dran arbeiten ... Hunde gibts überall ... und die Angst überträgt sich auf die Kinder.
Aber wie gesagt ... vielleicht seh ichs anders.

Meine bellt ja andere Hunde an ... Menschen nur, wenn sie sich erschreckt. Und da weicht sie zurück. Ich entschuldige mich dann und die meisten nehmens mit Humor.

Ich hab mich auch schon öfters erschreckt wenn jemand schnell um die Ecke schießt.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#33
Ich fand das Verhalten der Familie auch ehrlich gesagt etwas übertrieben. Aber, wahrscheinlich vor allem in Städten, gibt es mehrere, die Angst und dann auch keine Lust haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für die Kinder ist es natürlich doof. Trotzdem bin ich nicht gerne der Grund dafür, dass andere Angst haben.
Wenn Eltern oder Kinder mich fragen, was ich denn für einen Hund habe und ob sie ihn streicheln dürfen, informiere ich auch immer und lasse das Streicheln auch meistens zu. Hängt auch ein bisschen vom Kind ab.
Hunde anbellen ist ja noch mal eine ganz andere Sache. Ich glaube, das passiert fast jedem mal. Naila mag es auch gar nicht wenn ein anderer Hund fixierend schleichend auf sie zukommt oder keifend in die Leine hüpft. Da wird auch gerne mal zurückgezetert. Zaro ist da etwas cooler.
Wenn es Überhand nimmt würde ich da übrigens auch etwas gegen tun. Aber das macht ihr ja auch;).
 
Dabei
29 Okt 2014
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#34
Ja stimmt. Ich bin ja auch nicht gerne die mit dem keifenden Hund ;) aber die meisten nehmens eh locker.

Für mich ist es ein Lernprozess ... mit der kleinen Wilden ;)

Beim morgenspaziergang gings super. Dann wurde sie aus einem Garten angebellt und da hat sie zurück gebellt. Aber das seh ich nicht so schlimm, vor allem wenn dann Ruh ist wenn ichs verlange.
Seitdem bin ich auch ruhiger und das dürfte der Schlüssel sein ;)

Ich weiß ja dass sie verträglich ist. Sie hat ja viel hundekontakt. Nur die Revierrunde müssen wir in den Griff bekommen.

Wenn ich merke da kommen keine Besserungen geht's sowieso zum Trainer.
Aber bis jetzt glaube ich wir sind am richtigen weg
 
Dabei
14 Jun 2014
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#35
Interessantes Thema, mein kleiner ist jetzt auch so schön langsam in die Pubertät gekommen und fängt an fremde Menschen und unbekannte Objekte anzubellen. Gestern fand er Autoreifen ganz gruselig. Ich sag dann immer ganz ruhig Ist Okay und meistens beruhigt er sich dann auch. Bloß manchmal kriegt er sich nicht mehr ein, habe jetzt einen sehr guten Trainer kontaktiert und bin gespannt auf seine Tipps :)
 
Dabei
5 Sep 2014
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#36
Ich hab heute Mittag mit der Hundetrainerin telefoniert und ihr alles geschildert. Sie hat mir schon gesagt dass es eher normal ist, dass Betty dieses Verhalten aus Unsicherheit jetzt wieder zeigt. Weil sie ja als Welpe seehr zurückhaltend bei Fremden war und das kommt jetzt wieder hoch. Ich solle in dieser Situation nicht mit zuviel Schärfe arbeiten, weil sie das noch mehr verunsichern würde. Stattdessen wieder vorausschauender gehen und vor ihr Personen sehen und sie fürs ruhig bleiben bestätigen (in 90% der Fälle ist sie ja ruhig). Wenn sie dann doch bellt, wieder vor sie stellen, Sitz und Blickkontakt verlangen und Ruhr bewahren. Wenn sie weiterbellt einen Schritt auf sie zu und ihr vermitteln dass das nicht erwünscht ist. Hört sie auf, ruhig loben und wieder einen Schritt zurück.
wir probieren das die nächste Woche und wenns schlimmer wird oder nicht bessert dann treffen wir uns mal.
Ich bin schon zuversichtlich dass das klappt, sie bellt zwar böse aber geht nicht nach vorne sondern bleibt bei mir und geht auch ziemlich schnell ins Sitz.
 
Dabei
9 Apr 2014
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#38
Ilona, toll dass Ihr es in den Griff bekommen habt mit einem guten Trainer.
Danke, Bea:)


Ich kann übrigens auch nur bestätigen, dass in der eigenen Ruhe die Kraft liegt. Wochenlang habe ich bei jedem Spaziergang nur gedacht: Oh Gott, wen schnappt er sich als nächstes? Passe ich auch genug auf? Vor lauter Sorgen habe ich 9kg verloren (ich konnt´s vertragen:rolleyes:) habe dann aber meine innere Ruhe wiedergefunden. Ich habe einfach für mich akzeptiert, dass er ist wie er ist - und siehe da, von da an ging es täglich!!! bergauf (mit den Kilos auch wieder:p) weil auch Miro sofort viel ruhiger wurde.
 
Dabei
29 Okt 2014
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#41
Ich wollte euch mal danke sagen. Mir hilft es darüber klar Und ungeschönt zu reden.

Die letzten Tage war ich viel ruhiger und das merkt man dann beim Spaziergang.

Kleine unruhebeller gibts zB als sie ein Rollstuhlfahrer angesprochen hat ... Das war ihr unheimlich.
Aber sie reagiert viel schneller und ist dann still.
Die Leute nehmens alle mit Humor.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#42
Super toll zu hören.
Jemand hat mal zu mir gesagt, wenn ein Problem artikuliert wird, löst es sich meist von allein. Ich weis nicht ob es stimmt aber oft hatte ich schon den Eindruck, nicht bei echten schweren Problemen, aber bei kleineren schon.
 
Dabei
5 Sep 2014
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#43
Wir (also vorallem Betty) habens heute endlich wiedereinmal geschafft morgens auf den Lift zu warten und nicht zu bellen wenn jemand unerwartet aus dem Lift steigt. *daumenhoch*!
ich lasse sie jetzt öfters hinter mir Sitz machen wenn wir auf den Lift warten oder irgendwo um eine Ecke stehen, und das funktioniert ganz gut!
 
Dabei
29 Okt 2014
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#44
'Wir warten derzeit auch viel :) Warten bis der "unheimliche" Rollstuhl vorbei ist, warten auf die alte Dame mit der Gehhilfe ... :) und ich hab auch schon gelernt, dass ich einfach mit den Leuten plaudere, obwohl ich ja sowas eigentlich nicht mag, weil ich gerne meine ruhe beim Spaziergang habe :)
Aber es hat ja einen Zweck :)

Wir wohnen zwischen Altenheim und Krankenhaus :) also viele unheimliche Aussie-Sachen :)
 
Dabei
5 Sep 2014
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#45
Dann scheint "warten" momentan der Schlüssel zum Erfolg zu sein.. hihi. Ich versuche bewusst ruhig zu reagieren wenn sie dann mal bellt. Weil ich neige auch dazu dann in Hektik und impulsiv zu reagieren und das würde ihr ja nur recht geben. Aber das ist schon schwer... besonders wenn sie dann z.b. im Büro eine Arbeitskollegin anbellt :eek:

Ich muss auch sagen, dass ich ja etwas verwöhnt wurde von Betty, da sie zuvor nie wirklich gebellt hat. Und eine Kollegin meinte jetzt ich setze den "standard" jetzt vielleicht etwas zu hoch. Schliesslich bellen Hunde nun einmal. Ich weiss nicht ganz wie ich dazu stehen soll... vielleicht bin ich schon zu streng mit ihr was das Bellen angeht, aber andererseits finde ich, dass das eigentlich schon erwartet werden darf/kann. Wie siehst du das badmouse?
 
Dabei
29 Okt 2014
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#46
hättest du mich - bevor ich Emma gekommen bin - gefragt - hätte ich gesagt "Außer in Warnsituationen haben sie nicht zu bellen" :) meine Althündin habe ich ja jahrelang wenn sie jemanden am Gartenzaun angebellt hat konsequent auf ihren Platz geschickt ...

Willst du lachen ... das geht nämlich jetzt auch seit Jahren so ... sie bellt, dreht um und geht auf ihren Platz. Sagen brauch ich nichts mehr. Sie weiß also genau was eigentlich los ist.

:) Aber das Bellen ab und an mal läßt sie nicht sein :)
Aber sie ist keine Kläfferin, sie warnt quasi weil wer vorbei geht.

Emma ist da anders, die bellt gerne, redet, grunzt ... alle Tonarten gibt sie von sich.
Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so streng sondern wähle den Mittelweg - Sie dürfen, aber wenn ich sage, es ist jetzt genug, dann haben sie still zu sein.

Ih höre zB unsere Glocke nie ... vor allem wenn wir im Garten sind. Unsere Hunde schon. da gibts jetzt ein kurzes "da ist was"-Bellen, ich sag "Paßt schon" und dann herrscht auch wieder Ruhe.
Also im Idealfall :) wenn jemand sturmläutet, dann schaffen sie es nicht. Wobei ich dann meistens von dem Sturmläuter eh schon höllisch genervt bin. Meist sind das Freundinnen meines Kindes ... denen kann man das 100te Male erklären.

Meine Nachbarn sagen eigentlich sie sind von unseren Hunden positiv überrascht. Wir leben ja in einer Wohnung mit Garten und haben überall Nachbar. Das erschwert das alles natürlich, als ein freistehendes Haus ohne irgendwas.

Emma bellt mir ja ab und zu die Nachbarn im Stiegenhaus an wenn sie sich erschreckt ... also wenn rasch eine Tür aufgeht. Aber da entschuldige ich mich einfach.
Unterwegs entschuldige ich mich auch und die meisten sagen sogar "Meine Güte, das sind Hunde :)".

Etwas liebes ist mir letzte Woche passiert. Eine Frau mit einem Mann im Rollstuhl kam direkt auf uns zu. Ich bin gestoppt und hab gewartet. Die Frau hat dann mit mir geplaudert wie brav meine Hunde wären. Da waren beide im Sitz. Als sie dann näher kam und Emma angesprochene hat "Na was bist du denn für eine" ... hat Emma gewufft ... Ich hab mich natürlich gleich mal entschuldigt und sie meinte "Wissen Sie, mein Kind ist taub hier im Rollstuhl ... ich freue mich darüber, wenigstens hat er jetzt gehört dass Hunde da sind ... er mag Hunde" ...

Alles in allem versuche ich es einfach lockerer zu sehen und seitdem wird alles viel besser. Die meisten Leute zeigen Verständnis, wenn ich sage, dass ich gerade übe mit ihr.

Kollegin anbellen kenne ich übrigens :) Emma hat meine Chefin angebellt als diese sich erlaubt hat ins Zimmer zu kommen (wir sitzen gemeinsam in einem Büro) ... mir war das vielleicht peinlich ...
 
Dabei
29 Okt 2014
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#47
Ich vermute das Problem "mit dem Warten" ist ja sowieso eigentlich mein Problem. Ich bin ganz schlecht im Warten :). DAs war damals als meine Tochter im Kleinkindalter war der Horror für mich überhaupt ... zu warten bis das Kind die Schuhe selbst angezogen hat (helfen lassen wollte sie sich ja nicht) und all diese anderen Dinge.

Und genauso ist es mit den Hunden :) ich bin eine die Heimkommt, leine schnappt und geht ... das geht aber weder mit 2 Hunden so super ... noch mit Emma, wo ich allerhand mitbrauche um eben mit ihr "zu üben".
 
Dabei
5 Sep 2014
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#48
Hier ist es ähnlich...

lustig, meistens wenn Betty jemanden anbellt dann entschuldigt sich die Person gleich bei mir: "sorry dass ich den Hund erschreckt habe" oder "ohje das wollt ich jetzt nicht". etc.. :cool: Ich bin schon froh dass die Leute so viel Verständnis zeigen, auch im Büro. Ich bin da viel strenger und sehe es auch etwas enger... einmal eine Kollegin angebellt und ich überlege mir schon ob ich das Thema Büro abhaken soll und sie nicht mehr mitbringen soll... :)

Als Ersthundebesitzer ist es für mich manchmal etwas zu schwierig was denn jetzt vom hund verlangt werden darf und was nicht. Meiner Meinung nach sollte sie in der Wohnung gar nichts melden. Daran halte ich jetzt auch fest. Wir haben seit sie eingezogen ist, jedesmal wenn es geklingelt hat kam sie in die Box mit etwas Leckerlis. Da wir viel Besuch haben (ein paar Mal die Woche kommt wer zum Essen vorbei), haben wir einfach präventativ geübt, dass sie gar nicht erst bellt.
Ich hoffe das bleibt so :D

Draussen kann ich sie leider nicht in die Box schicken und dort bin ich mir auch noch nicht schlüssig wann sie jetzt melden darf und wann nicht. Und solange ich das selbst ja noch nicht weiss, wie soll es denn Betty wissen?
Traumziel wäre: sie sieht/hört was dass sie nicht einschätzen kann, Wufft kurz und kommt dann zu mir. Mit "Danke" oder "ist ok" sag ich ihr dass alles passt und sie kann sich wieder entspannen. Mal schauen wie wir das hinbringen...
 
Dabei
29 Okt 2014
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#49
sodale. Letzte Woche kam ich kaum zum üben, da ich soviel Arbeit hatte und lernen musste.

Heute will ich voller Tatendrang mit ihr los ... 4 mal bin ich hier jetzt die Gegend abgestreift und kein Mensch und kein Hund ist unterwegs. Nicht mal die, die sonst aus den Häusern rausbellen wenn wir vorbei gehen, bellen heute

:)

jetzt hab ich Ablegen im Regen usw. mit ihr geübt :)
 

Suki

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Dabei
9 Okt 2014
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#50
Ach sowas kenn ich:) Man trifft so oft Leute wenn man sie gar nicht gebrauchen kann und wenn man dann mal üben will ist breit und weit niemand :)
 
Dabei
29 Okt 2014
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#51
ja, vor allem weil ich heute "in Stimmung" war also mich nicht aus der Ruhe bringen habe lassen.
Ich übe ja sowieso nur mehr mit ihr, wenn es paßt. Also natürlich wird "ständig geübt", aber diese Dinge halt nur, wenn es meine Nerven zu lassen.

Aber nebenbei bin ich noch immer bei der Ursachenforschung. Ich weiß ja nicht warum sie andere Hunde ankläfft. Würde ich sie hinlassen, würde sie spielen wollen.
Allerdings kann das natürlich an der Leine schnell in Frust umschlagen. Und das versuche ich ja zu verhindern.

In der Hundeschule klappt es ja auch, also müssen wir das ja hoffentlich im Alltag auch endlich hinbekommen.
 
Dabei
5 Sep 2014
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#52
Das kenn ich auch nur zu gut :rolleyes:

Hast du denn eine Vermutung wieso sie an der Leine kläfft? Oder vielleicht die Hundeschulleiterin?

Bei uns wurde übrigens seit einer Woche niemand mehr angebellt... Obwohl ich gar nicht gross etwas verändert habe, ausser wenn ich sehe dass sie jemanden "fixiert" verlange ich Blickkontakt von ihr oder lass sie Sitz machen, und Blickkontakt zu mir wird immer super belohnt.

Wenn wir andere Hunde sehen mache ich das auch, allerdings eher präventativ. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie das Bellverhalten auch bei Hunden zeigen könnte. So wie deine es ja auch tut...

Geteiltes Leid ist halbes Leid badmouse.. das stehen wir schon durch :)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#53
Hallo,

wir befinden uns gerade im ersten richtig heftigen Pubertätsschub, alle vorher war dagegen Kindergeburtstag.
Paula flippt jetzt komplett an der Leine aus, wenn wir anderen Hunden begegnen. Bellen diese hat zu erst gibt es kein Halten mehr. Ansprechbarkeit gleich NULL. Ich versuche schon sie weit vorher zu mir zu holen und auf mich zu lenken, klappt nicht immer. Falls aber doch und der andere Hund pöbelt zu erst und davon gibts hier echt viele, dann dreht sie durch. Greife ich für Ihren Geschmack zu penetrant ein, dreht sie sich um und beißt mich.

Bei allem was mal besser mal schlechter klappte, war doch der Rückruf bisher absolut sicher. Auch wenn die Ausführung bei zu dollen Murmeln im Kopf zu wünschen übrig ließ. Jetzt? Nix! Ohren komplett auf Durchzug. Also komme ich um ne Schlepp nun doch nicht drum herum. Aber irgendwie will ich sie ja auch nach Herzenslust rennen lassen, da ist so ne Schlepp ja trotzdem irgendwie blöd, und letztlich dann auch zu kurz wenn sie beim herumtollen auf der Wiese zu weit Weg ist. Wie habt ihr das gemacht? Schlepp dran und frei rennen gestrichen bis es vorbei war?
 
Dabei
26 Mai 2015
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#54
Ach so dass mit den Hunden anbellen unterlassen, übe ich wie meine Vorredner auch nur, wenn es passt.
Dummerweise muss man trotzdem raus und da sind dann meist auch andere Hunde. Gerade heute früh war es die Hölle weil Madam auch genau merkt dass ich Grippebedingt aus dem letzten Loch pfeife und das nutzt sie voll aus.
 
Dabei
5 Sep 2014
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#55
Ach herrje... das kommt mir gerade sehr bekannt vor. Nur sind es bei uns nicht Hunde die angebellt werden sondern Menschen.
Betty muss jetzt an der Schlepp gehen und sich ihren Freigang wirklich durch gutes Benehmen "verdienen". Z.B. Wenn wir ohne Bellen (aber mit Leckerli-Hilfe) an einer Person vorbeigekommen sind, mach ich sie ab und sie darf etwas ohne Schleppleine rennen. Nach kurzer Zeit nehm ich sie wieder ran, wenn wir z.B. vor einer Kurve sind und ich nicht zu 100% abschätzen kann ob da jetzt jemand kommt.
Ehrlich gesagt, es nervt mich sie an die Schlepp nehmen zu müssen. Ich schau ihr auch lieber beim freien Rennen zu und hab meine Hände frei. Aber es nervt mich noch mehr wenn sie ein älteres Rentnerpaar auf ihrem gemütlichen Winterspaziergang verbellt und NULL auf mich hört.
Also ist die Schlepp momentan wirklich das kleiner Übel.

Dass deine umdreht und nach dir schnappt (oder beisst sie wirklich zu??) ist natürlich wirklich nicht ohne und ich kann dir da auch gar keinen Tipp geben, da es bei uns eher anders abläuft.

Ach ja Rückruf ist bei uns momentan auch nix, deshalb ist die Schlepp gerade umso wichtiger.
 
Dabei
31 Aug 2015
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#56
Also wenn ich die Schleppleine dran habe oder in der Zeit in der ich sie viel dran hatte, hatte er auch nur diesen Radius von 10 Meter, weil die Schlepp bringt mir ja nicht viel wenn er umher tollt und ich eh nicht einwirken kann.
Beim spielen hab ich die Leine abgemacht.
Beim vorwärts laufen wieder hin.
Mich nervt die Schlepp auch und ich finde sie auch nicht immer toll aber auch ich nutze sie ab und zu - vorallem wenn ich mal mit Bekannte laufen gehe und auch mal 10 Min quatschen will und meine augen nicht 100 % bei ihm sind. Schnappen & beißen...... hmm möchte jetzt nichts falsches sagen ich würde es konsequent unterbinden und sie evtl mal anranzen (stimmlich) + richtung wechseln und einfach vorwärts gehen - sie hat mit zu gehen. Ich denk das ist dann so eine Bauchgefühl geschichte. Du bist echt sauer in dem Moment also sags ihr, spätestens wenn sie deinen Tonfall merkt und deine innere Einstellung wird sie es beeindrucken. Ich weiß das ist grad ein banaler Tipp aber das ist das wirksamste. Sei einfach du selbst, authentisch und bewahre die ruhe und bleib selbstsicher weil du machst es sicherlich richtig und wenn sie schnappt, (so einen Kandidaten hab ich daheim auch) dann extra nochmal durchsetzten, deine entscheidung ist die richtige und die muss auch glaubhaft für sie sein. Sie will dich damit einfach einschränken in deinem Tun.
Vorbeifüttern würde ich hier nicht, weil sie hat sich nicht so aufzuführen, fertig. Wenn sie ansprechbar ist, würde ich versuchen mit clickern (sehr oft hintereinander) bestätigen oder eben ohne clicker und dann stimmlich und wie du schon machst sie weit vorher auf dich lenken, aber wenn sie nicht ansprechbar ist dann würd ich schon mal ihr zu verstehen geben das DU grad mit ihr sprichst.

(Kennt ihr das Buch Leinenlos - von Katharina von der Leyen?? Ich find das seit langem mal wieder ein Buch das einen richtig motiviert, es ist so toll geschrieben und so wahr!! )
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
22 Sep 2014
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#57
Wir haben (zum Glück) noch nie die Schlepp gebraucht (verstaubt im Schrank). Aber:mein Timing ihm was vor die Füße zu schmeißen, war immer (ok, zu 99%) ein Volltreffer, garniert mit einem 1a Anschnauzer...
Was sagt denn dein Trainer zum "schnappen"? Als ich dir damals schrieb, zu schauen, ob die neue Methode zu euch passt, meinte ich, dass du deinen Hund beobachten musst und dass die Methode bei uns nicht fruchten würde. Für mich klingt das gerade so, als würde Paula nach einem solchen lauten (?) Maßregeln erst Recht überschnappen? Das erinnert mich an Otis, der in diesem Alter mit solchen Maßregeln noch mehr rumgehüpft ist. Ich hatte also eine Wasserflasche dabei und muss sagen: zwei Mal gespritzt, als er an der Leine bellte. Das war tatsächlich nach zwei Mal gegessen.
Tippe gerade übers Handy und hoffe, es ist gut zu lesen ;)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#58
Hallo,

wenn wir spazieren gehen, an unseren Standardstrecken, ist es mit dem Freiläufen kein Problem, da kommt sie auch wenn ich rufe. Aber wir haben auch eine Strecke im Wald und Wiese und da rennt sie einfach mal los und kommt dann nicht mehr wenn ich sie rufe. Allerdings geht sie nicht jagen, sondern hat einfach Fun den Berg rauf zu rennen und wieder runter. Trotzdem muss sie hören. Tja.

Bellen tut sie nur an der Leine und auch auf einem Gewissen Radius um unser Haus herum. Sind wir weiter weg unterwegs bellt sie keine anderen Hunde an. Im Freilauf sowieso nicht. Aber sie ist dann echt rotzfrech und will zeigen wer der Boss ist.

Ich cc füttere nicht mehr dran vorbei. Denn das wäre in dieser Situation Falsch. Und ja sie beißt richtig. Trotz dicker Winterjacke und mehreren Schichten ist mein Arm blau. Das ist kein Schnappen und keine Übersprungshandlung mehr. Sie maßregelt mich. Ist nur einmal vorgekommen, dennoch habe ich sofort den Trainer gewechselt (meine alte ist damit überfordert und meint ich könne das alles schön füttern). Der hat mir auch gezeigt wie es zu lösen ist. Aber sie ist echt stur und es wird dauern.

Normal macht mir das nix, ich hab ne Mords Geduld und Ruhe und der neue Trainer ist wirklich gut. Aber jetzt gerade wo ich durch die Grippe so schwach auf den Beinen bin und nur Matsch im Kopf habe, ist es echt schwierig und anstrengend.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#59
Probier es doch wirklich mal mit ner Spritzflasche? Oder ein Knistern der Flasche? Sie hat ja raus, dass nix passiert, wenn sie dir in den Arm beißt. Macht sie das auch, wenn er dabei ist bzw neben dir läuft? Vielleicht könnte er assistieren und z.B. im richtigen Moment Wasser spritzen oder so? Ich kann dir nur von meinem Hund sagen, dass das gefruchtet hat (so krass wie bei euch war es nicht, aber es ging mir um das "an der Leine andere Hunde anbellen").
 
Dabei
26 Mai 2015
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#60
Ah jetzt erst gelesen. Ich maßregele Paula nicht laut, genau aus dem Grund weil sie dann erst recht aufdreht. Und der neue Trainer ist wegen dem neuen Verhalten da. Also es handelt sich nicht um eine Reaktion auf eine geänderte Trainingsmethode. In vielen kleinen Teilbereichen, läuft es jetzt wesentlich besser.

Bei der neuen Methode geht es eher um noch mehr Ruhe, genau weil sie sich so aufspuhlen kann. Ich Schränke die körperlich ein. Wie soll ich das erklären? ZB weiß sie was Box bedeutet. Springt sie mir trotz des Kommandos bei der Futtervorbereitung um die Füße, mache ich mich nicht mehr zum Kasper in dem ich die wiederholt in die Box schicke (hier nur ein Synonym für Ihren Platz), sondern nehme sie und führe sie dort hin. Das aber auch wiederholt. Das gleiche wenn sie durchs Fenster andere anbellt. Das aber alles ganz ruhig und gelassen. Usw.

Anschiss, sauer werden, laut werden funktioniert bei meinem Hund einfach nicht.
 

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