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Dominanzproblem?

Dabei
16 Jul 2015
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#31
Wie gesagt: ich wollte hier weder jemanden angreifen, noch eine Diskussion oder Streit entfachen.
Und was Vermehrer und Geldmacher angehen, bin ich genau deiner Meinung...
 

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Dabei
16 Jul 2015
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#33
Dann is ja gut :)
Bin ja quasi der "Neue" hier...und hab halt beruflich täglich mit Hunden zu tun. Deshalb krieg ich wohl oder übel sehr viel mit.
 
Dabei
17 Jun 2015
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#34
Das waren doch mal nette Antworten. Die Sache mit oder ohne Papiere waren hier nicht das Thema
Ich hatte auf Tipps zu meinem Problem gehofft und werde nun doch lieber zum stillen Mitleser
 
Dabei
15 Mai 2014
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1.001
#35
Also wenn mein Hund mir ans Bein pieschen sollte (ist nie passiert, aber Zaro hat als Junghund einmal eine Frau angepiescht, als wir uns unterhalten haben. Das war mir vielleicht peinlich:eek::mad:) gäbe es sofort ein scharfes "nein" und ich würde ihn wegschubsen. So etwas sollte sich der Hund nun wirklich nicht angewöhnen.
Knapsen in die Hände + Kleidung kommt bei Welpen nun mal vor. Bei uns hat geholfen, sofort zu quietschen, das Spiel zu unterbrechen (auch wirlich mindestens ein paar Minuten). Manchmal (hängt aber von der Situation und dem aktuellen Verhalten ab) hilft es auch, dem Hund etwas zum Knabbern anzubieten. Wenn ich gesehen habe, dass Welpe Zaro in "Knapslaune" war habe ich ihm häufig schon vorher etwas ins Maul gegeben, so dass das Verhalten gar nicht mehr auftrat. Wir waren nach ein paar Wochen durch mit dem Thema. Naila war wieder ganz anders, bei ihr gab es in der Hinsicht gar keine Probleme.
Der Tipp mit der Hundeschule kommt häufig, weil ein Trainer, der euch direkt sieht, einfach die Situation viel besser beurteilen kann als Leute übers Internet.
Er kann dir genau zeigen, wie du am besten deinen Hund einschätzen lernst, was du selber falsch machst (z.B. Körperhaltung).
 
Dabei
7 Apr 2015
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#36
[OT]So, wollte mich auch nochmal kurz zurückmelden, da ich ja nachgefragt hatte. Hab es nicht früher geschafft alle Beiträge durchzulesen (ihr schreibt aber auch viel :eek: :D ).

Ich verstehe absolut, dass man nach jahrelanger, aktiver Forenteilnahme & aktiver Tierschutzteilnahme solche Zusammenhänge sieht und will die auch gar nicht widerlegen. Wie man aus diesen reinen Vermehrerstätten (schlechte Zustände, Hündin als Wurfmaschine missbraucht, keine Sozialisierung etc.) einen Welpen holt, kann ich auch nicht nachvollziehen und bezweifle auch, dass sich da großartig informiert wurde.

Sich aber einen Hund von jemanden zu holen, der "mal einen Wurf haben wollten"/Unfallwurf/etc, kann ich eher nachvollziehen. Nur weil denen nicht bewusst ist, dass die der Rasse nichts Gutes tun, heißt es nicht automatisch, dass sie sich über Hundeerziehung prinzipiell nicht informiert haben. Das man mal Fragen hat, ist klar. Das hat jeder Mal und vll. sind sie bei dem einen grundlegender als bei dem anderen. Aber ich bin immer froh, wenn die Leute fragen und nicht einfach aus der Hilflosigkeit heraus reagieren.

Ich hab mit 14 eine Golden Retriever Hündin bekommen. Mit 8 Wochen abgeholt, sie ist vor mir weggelaufen, war ängstlich, ist mit ihren drei Brüdern im Stall aufgewachsen und hat glaube ich nichts anderes kennengelernt als das. Natürlich ohne Papiere. Habe ich in dem Alter nicht gesehen, meine Eltern sind da auch noch etwas "old-school" wie man hier auf dem eben Land ist. Sie war der liebste Hund auf der Welt für mich, meine beste Freundin und ich würde sie vermutlich immer wieder mitnehmen. Aber es war eine furchtbar anstrengende Zeit zum Teil - wesensschwach, ängstlich, es ging teilweise in Angstaggressionen über bei der Begegnung mit anderen Hunden. Sie wurde halt einfach nie richtig sozialisiert, zudem kamen wir in eine furchtbar schlechte Hundeschule am Anfang (spezialisiert auf Schäferhunde. Weiter möchte ich das lieber nicht ausführen.) wodurch natürlich noch mehr kaputt gemacht wurde. Ich habe nach Rat in 1-2 Hundeforen gesucht und habe da viele gute Ratschläge bekommen. Sobald ich dann einen Führerschein hatte, ging es zudem in eine andere Hundeschule und wir haben gezielt an den Problemen mit anderen Hunden gearbeitet und wurden ein klasse Team :)

Ich weiß also definitiv was es heißt einen nicht sozialisierten Hund zu besitzen und mit ihm den Alltag zu bestreiten - funktioniert nur mit Hindernissen. Ich habe mir auch danach gesagt, dass der nächste Hund definitiv aus einer richtigen Zucht kommt wo alles stimmt, die Hunde gut sozialisiert werden, die Ahnen nachweislich gesund sind etc. pp. (Ich musste meine GR Hündin mit nur 9 Jahren einschläfern. Die Not-OP hat ihr noch 6 Wochen gegeben, uns 2,500 € ärmer gemacht [um mal dem "Totschlagargument" entgegenzuwirken, dass es den Leuten ums Geld gehen mag...das Teure kommt eh erst später, also investiert lieber vorher!] und Krebs und Tumor haben letztendlich doch gesiegt.)

Trotzdem, oder gerade deswegen - das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Ist der schlecht sozialisierte Hund erstmal gekauft, helfen keine Belehrungen von wegen "Selber Schuld, hast dir schließlich einen papierlosen Hund geholt". Man braucht Hilfe. Und man wacht besser spät als nie auf und realisiert, dass man blauäugig an den Hundekauf rangegangen ist. Ich musste mir auch viel anhören (bzw. durchlesen), was mir sehr nah gegangen ist und ich teilweise kurz davor war, die Foren wieder zu verlassen. War zu der Zeit natürlich auch das Alter ;) Man nimmt vieles persönlicher als es eig. gemeint ist. Mein Hund war sicherlich sehr dankbar, dass ich es damals nicht getan habe, sondern "drüber stand" und in den Foren weiter nach Hilfe gefragt habe bzw. vieles auch einfach still mitgelesen habe. Ansonsten wären wir damals nicht so ein tolles Team geworden und es würde auch jetzt mit Oskar nicht so gut in manchen Bereichen klappen.

Eigentlich war das Thema Hund für mich dann aufgeschoben. 1. hatte ich nicht das nötige Kleingeld, 2. würde mir als Student kaum ein VDH-Züchter einen Welpen anvertrauen. So. Dann bin ich gegen Ostern bei einer Freundin zu Besuch, mit bei ihrem Pferd und treffe diesen Hund - MEINEN Hund. Das war einfach sofort klar. Und ja, es war ein Mischling, es war ein Unfallwurf (ein tatsächlicher. Keiner von diesen angeblichen, die nur als Unfallwurf getarnt sind. Die Hündin wurde letzte Woche kastriert :)) und ich bin immer noch total glücklich über diese Entscheidung. Die Hunde wurden top sozialisiert, sind furchtlos, lieben Menschen und haben keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. SO stelle ich mir eine gute Zuchtstätte vor - nur dann mit einem klaren Zuchtziel und Papieren ;)

Ich weiß, ich bin absolut OT und total abgeschweift, aber irgendwie lag es mir gerade auf dem Herzen, dass ich jeden verstehen kann, der es furchtbar findet "Papierlose Hunde" zu unterstützen. Denn ich hab das gelebt und weiß wie untypisch mein GR in manchen Bereichen war und was schlechte Sozialisierung aus einem Hund machen kann. DENNOCH hat Uninformiertheit nicht nur was mit papierlosen Hunden zutun. Ich kenne hier viele Hunde, sowohl mit, als auch ohne Papiere. Zwei GRs in meiner Straße haben Papiere, zeigen ebenfalls untypisches Verhalten und die Halterin ist ziemlich verunsichert, weil jeder Trainer was anderes sagt und es soviele verschiedene Meinungen gibt und sie sich kein Bauchgefühl erlaubt. Hunde laufen jeden Tag an der Schlepp. Eine gute Freundin von mir hat einen GR, der sich null für sie interessiert. Sie hat sich zwar bzgl. der Zuchtstätte informiert und warum Papierhund besser ist, aber nicht so sehr mit den Problemen, die sie mittlerweile haben. Hund läuft ebenfalls ständig an der Schlepp. Eine andere gute Freundin (bzw. ihre Mutter) hat einen Schäferhund mit Papieren, allerdings aus 2. Hand, und der trägt Stachel. Über die neueren Erkenntnisse in der Hundewelt erkundigt sie sich nicht. Die Labbihündin mit Papieren in meiner Welpengruppe und ihr Frauchen - die ist vom Charakter so draufgängerisch wie mein Oskar und sie turtelt da rum mit ihr und ruft 5 mal ihren Namen ohne das die Hündin sich für die im geringsten interessiert (Ja, der Trainer schreitet da ein ;)). Etc. etc.

Ansonsten treffe ich hier fast nur Hunde an der Flexi...sowohl mit als auch ohne Papiere, die alle irgendwelche Probleme haben und idR nicht freilaufen können, weil O-Ton: "Dann sind die weg.". Aha. Klingt ja nach einem total spaßigen Spaziergang ;)

Einen Zusammenhang zwischen Informiertheit und papierlosen Hunden sehe ich daher nicht wirklich (zumindest nicht im wahren Leben - in Foren hab ich da noch nicht drauf geachtet). Ich denke mir immer, solange der Wille da ist dazuzulernen und sich Hilfe zu suchen, ist das schonmal der richtige Schritt. Egal ob Papiere oder keine.

LG
Johanna[/OT]
 
Dabei
31 Okt 2012
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#37
[OT]Zu dem Thema hatte Manu schon eine Linksammlung gepostet - ich bin es leid die immer wieder selben Themen durchzukauen, vor allem wenn man sowieso bei seinen Ansichten bleiben möchten.
Hier wiederum eine Linksammlung wo das Thema Papiere pro/contra eingehend behandelt wurde
http://www.aussie.de/forum/t/12108-faq%B4s-warum-papiere-sinnvoll-sind
Speziell was die signifikante Korrelation angeht bzgl. papierloser Hunde / Hundehalter: es ist einfach eine Tatsache das in Tierschutzheime zu über 90% Hunde OHNE Papier sitzen und die Prozentzahl ist noch höher, wenn man nur die Hunde nimmt, die wegen Überforderung abgegeben werden. Woher kommt das wohl - yep, weil sich die Leute vorher nicht informieren bzw. informiert wurden.

Die Fakten sprechen für sich, da kannst doch soviele Gesichten aus Deinem unmittelbaren Umfeld erzählen - es ist einfach nicht relevant, den das ist einfach dein ganz subjektives empfinden. Doch leider zählen die Fakten und die sprechen eine deutliche und sehr traurige Sprachen. Es gibt hier einfach Leute die nicht nur ihr unmittelbares Umfeld zu einer Meinungsbildung heranziehen, sondern wirklich tiefergehende Informationen haben, die halt ein Gesamtbild wiedergeben die klar FÜR Hunde mit Papiere sprechen.

Davon abgesehen hab weder ich noch jemand anderer hier jemals jemand mit einem Aussie-Mix die Hilfe verweigert, ganz im Gegenteil! Es war von mir auch nur EIN Nebensatz, zum großen Thema hast Du es in diesem Thread selbst gemacht.

Und natürlich sagt hier niemand "selber schuld" - selbst in dem Thread wo Du schriebst das bei Deinem Hund eine Irishypoplasie vorhanden ist, hat niemand etwas Vorwurfsvolles geschrieben. Und das obwohl es natürlich viele hier bedrückt das solche weitgehend vermeidbaren Ursprungserkrankungen durch jeden Verkauf eines Vermehrerwelpen wird Platz für einen weiteren geschaffen, der nicht den bestmöglichen Start ins Hundeleben bekommt. ich möchte das mein zukünftiger Welpen die besten, gesundesten Gene mitbekommt und dies ist halt nur in einer guten Zucht möglich - doch das ist halt meine Meinung und natürlich ist für jetzt Dein Hund das beste, tollste, schönste - doch sei Dir im klaren - das ändert nix an den Fakten.

Von daher: Jeder ist hier willkommen, trotzdem freue ich (und viele andere, denen die Rasse und die Gesundheit jedes einzelnen Hund so sehr am Herzen liegt) mich einfach mehr über die Hunde die aus einer guten Zucht stammen und somit den bestmöglichen Start ins Leben bekommen.

Und mal nur zu Info: Wenn man zuwenig Geld hat, dann kann man mir gerne eine PN schreiben, ich weiß immer wo es grad ganz tolle Hunde im richtig guten Tierschutzvereine gibt - auch Welpen! Meine erste Hündin stammte auch von dort!

Ansonsten bitte Deinen Diskussionsbedarf zu dem Thema in einem dafür vorhandenen Thread ausleben.
[/OT]
 
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Dabei
31 Okt 2012
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#38
[OT]
Von daher: Jeder ist hier willkommen, trotzdem freue ich (und viele andere, denen die Rasse und die Gesundheit jedes einzelnen Hund so sehr am Herzen liegt) mich einfach mehr über die Hunde die aus einer guten Zucht stammen und somit den bestmöglichen Start ins Leben bekommen.
Und natürlich freu ich mich auch sehr über Hunde aus 2. Hand oder aus dem Tierschutz! :)

Und bei wirklichen Unfallwelpen finde ich persönlich halt besser man berät sich mit einem Tierschutzverein und die helfen ein wirklich gutes Zuhause zu finden - ohne den Vermehrerbeigeschmack. Sorry, ich bin bei "Unfallwelpen" sehr skeptisch, kann natürlich passieren - ohne Frage! Doch so ohne weiteres würde soetwas nicht unterstützen wollen - das sagen doch Vermehrer immer und es wird dann nur allzugerne geglaubt. Darum ging es aber sowieso in diesem Fall hier nicht!

Bei einer aktuellen Sicherstellung - die Vermehrerstätte war 1A, die Elterntiere sahen gesund aus, es war auch nur ein Unfall und die "Züchterin" - ja die war so herzlich und nett... Tja, das war die schöne Glanzseite, die Realität war leider eine ganz andere, eine erschreckende, eine scheußliche... eine die niemand vermutet hätte. Doch JEDER bildet sich immer ein, so gute Menschenkenntnisse zu haben, dass man das sofort durchschauen würde. Das die Dummen die anderen sind...

Doch so ist das nun mal - niemand würde ein Auto komplett ohne Papiere kaufen - selbst wenn die Verkäuferin noch so eine Liebe ist... Doch wie gesagt, es gibt passendere Threads für dieses Thema - man merkt das mich das zur Zeit sehr berührt und umtreibt. [/OT]
 
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Dabei
7 Nov 2013
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#40
Ich schließe mich hier mal an, ohne genau zu wissen, ob ich richtig bin.
Unser Problem hat ebenfalls mit Dominanz zu tun und vor allem mit der Frage, in wie fern ich das Verhalten von meinem Hund eindämmen muss.

Barney hat sich in letzter Zeit öfter mal in kleine Keilereien verwickelt (insgesamt 4), welche er teilweise begonnen hat.
Ich habe festgestellt, dass er sich es nicht mehr bieten lässt, wenn ein anderer Rüde versucht ihn zu dominieren.
Bedeutet, dass falls beim Schnüffeln und "hallo" sagen der Kopf in Richtung Rücken wandert (Kopf auflegen), Barney die Zähne zeigt und dann auch öfter mal vollkommen austickt.
Bisher ging ich immer dazwischen..
Meine eigentliche Frage ist jetzt aber: Wie gehe ich damit um? Darf sich mein Hund nicht wehren, wenn er dominiert wird? Liegt die "Schuld" beim anderen Hund? Von Rüden immer fernhalten, weil die vielleicht dazu neigen könnten, Barney zu dominieren?
 
Dabei
22 Sep 2014
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#41
Was hat das denn mit Dominanz zu tun?

Warum lässt du ihn denn noch zu anderen Rüden? Ein Hund muss nicht zwangsläufig jeden mögen. Dein Job ist es, ihm die anderen Jungs vom Leib zu halten; ansonsten sorgt er eben selbst dafür.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#42
Moment mal... Bevor da gleich wieder auf vollkommene Unfähigkeit geschlossen wird und ohne dass der Text hinterfragt wird, wenn fragen entstehen sollten...

1. Ich habe nicht gesagt, dass Barney Dominant ist, sondern unser Problem damit zu tun hat.

2. Er begegnet vielen Hunden (die er zum Teil auch kennt und mag) und es gab nie Probleme. In 2,5 Jahren nicht. Innerhalb von 8 Monaten jetzt aber vielleicht 3.
Ich lasse ihn nicht zu Hunden hin, wenn sich da was negatives anbahnt und leiden muss er gar niemanden.
Aber heute ist es wieder passiert und ich frage mich im Anschluss, ob mein Hund alles richtig gemacht hat und das "in Ordnung" ist, oder ob ich anders vorgehen muss (als nur trennen).
Manchmal ist das schlichtweg nicht ersichtlich, weil sich im Normalfall alle einwandfrei verstehen. Und wenn ich weiß, er mag einen Hudn nicht, kommt er da nicht hin.

3. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich dann eingreifen muss und tue es auch. Mein Hund wird immer von mir verteidigt.

Meine Frage ist einfach, ob Barney normal und angemessen reagiert oder überzogen und ich ihm das in dem Maß auch nicht durchgehen lassen soll?
Ist der Hund, welcher den Kopf auflegen will das Problem?
Und sollte ich, meinem Hund der normal alle Hunde liebt und für sein Leben gerne spielt deshalb jeglichen Kontakt verbieten?

Edit: Etwas wurde falsch ausgedrückt oder kam vielleicht falsch rüber:
Mein Hund wehrt sich dann einfach schnell und überzpgen. Wenn er Zähne zeigt oder zu mir kommt, würde er immer vollen Schutz erfahren. Aber wenn von "Versuch Kopf auf den Rücken zu legen" innerhalb von einer Sekunde eine Keilerei wird, geht das schlecht.
 
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Dabei
22 Sep 2014
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#43
Barney ist doch jetzt 2,5, also so gut wie erwachsen. Das ist, meiner Meinung nach, vollkommen normal, dass ein Hund dann sagt "MIR REICHTS, BÜRSCHCHEN!" Hast du nicht einen ausgewählten Kreis an Hunden (quasi Hundefreunden) mit denen du dich treffen kannst und bei denen du weißt, dass er sich verträgt?
Wenn es so einen Knall gibt: was ist vorher passiert? Standen all Besitzer im Kreis, haben gequatscht und das Ganze hat sich unbemerkt hochgeschaukelt? Oft pushed sich alles hoch, wenn die Besitzer stehen und zuschauen. Wie sieht es aus, wenn du weitergehst?

Kopf auflegen ist aus Hundesicht schon ziemlich frech. Klar, dass Barney da sagt "Lass es!"

Ich würde es nicht durchgehen lassen. Auf ne Beißerei haben sicherlich auch die Anderen keine Lust.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#44
Leonie, das gleiche beobachte ich bei Nucha. Er ist nun 21 Monate alt und fängt halt an, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Zum Einen muss ich sagen, dass ich das gut finde, weil er anfangs ein Hund war, der sofort geflüchtet ist und sich hat unterbuttern lassen.. Wenn er jetzt angegangen wird, zeigt er zumindest mal die Zähne zurück, lässt sich von mir aber jederzeit da rausholen und wegrufen. Wenn ich sage, es reicht, dann reicht es..
Das bedeutet nun nicht, dass ich ihn einfach machen lassen (bitte nicht falsch verstehen), aber wenn es zu dieser Situation kommt, dass er "gemobbt" wird, geschieht das ganz oft so, dass er von mir weggetrieben wird.. und dass er dann einmal sagt "Hey, gehts noch?" und auf mein Rufen dann zu mir kommt, finde ich okay.

Aber was du beschreibst, ist ja nochmal ein wenig anders. Wir hatten nun auch bei zwei Hundefreundschaften (und Nucha und der andere Rüde kennen sich jeweils von klein auf), dass es sich inzwischen so verändert hat, dass Nucha zwar mit denen laufen kann.. gemeinsame Spaziergänge sind möglich.. aber ähnlich wie du beschreibst.. er "tickt" dann halt aus, wenn ihm der andere zB Richtung Rücken/Hintern schnüffelt, etc.. Bei uns hat das angefangen nachdem Nucha letztes Jahr ziemlich scheiße von einem anderen Rüden angegangen wurde (seitdem wehrt er sich auch, wenn er unfair angegangen wird wie oben beschrieben).
Bei den langen Gassibekanntschaften gibt es -für mich ersichtlich- keinen Grund, dass er plötzlich so rummacht, ich weise ihn dann da auch ordentlich in die Schranken und zeige ihm, dass das Verhalten nicht erwünscht ist. Glücklicherweise klappt das bei Nucha ja ziemlich gut mit einem "Hey, lass es". Mache das also eigentlich wie du.. Und wir "fahren" damit ganz gut.

Ich weiß auch nicht, ob dann manchmal einfach -blöd gesagt- etwas zu viel Testosteron in der Luft liegt.. ich denk dann immer dran, dass zB bei meinen Brüdern im Fußballtraining auch in ner bestimmten Altersgruppe einfach ein gewisser Aggressions-Pegel in der Luft lag..
 
Dabei
7 Nov 2013
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#45
Ja, wir haben einen ausgewählten Kreis an Hundefreunden.
Aber auch so gibt es einige Hunde aus der Nachbarschaft, welche wir schon immer kennen, welche nicht unbedingt zum engen Kreis gehören, aber man die Hunde im Normalfall nicht anleint. (eher ländliche Einstellung sag ich mal)
Bei uns ist es so, dass Barney gerne zu allen Hunden geht und auch immer irgendwie entspannt damit umgeht. Ich lasse ihn deshalb auf keinen Fall überall hin - das ist immer eine abgeklärte Sache, wenn sicher ist, dass beide Hunde verträglich sind, oder man das Gefühl hat, vielleicht würde ein neuer netter Hundekontakt entstehen..
Aber er will es sich ganz offensichtlich nicht mehr bieten lassen, wenn der Hund den Kopf auflegt. Was ich absolut verstehen kann - so ist das ja nicht.
Meistens ist die Situation so, dass er dann freudig hingeht, alles ist super und gut, sie beschnüffeln sich, spielen vielleicht kurz und sobald der Gegenüber dann eben mit so einem Verhalten wie Kopf auf den Rücken kommt, tickt Barney aus.
Das Problem ist halt, dass es dann meistens zu einer Keilerei kommt. Barney beisst nicht kurz weg und kommt dann zu mir, sondern beisst weg und bekommt dann auch schnell zurück.
Vielleicht weil er so Klein ist und die anderen dann sein Gehabe wiederum nicht dulden. Versteht man wie ich das meine?
Ich sehe das auch eher aus der Perspektive, dass die anderen Rüden frech sind, wenn sie dominantes Verhalten auspacken, aber irgendwie weiß ich nicht, ob die Reaktion von Barney deshalb unbedingt richtig ist..
Fühle mich im Anschluss, nachdem ich die Sache getrennt habe und auch Barney deutlich mache, dass das nicht geht, immer schlecht, weil ich eigentlich schon will, dass sich mein Hund wehren darf..

Aber um es nochmal zu betonen: Es kam bisher vll 3 mal vor und war ausschließlich im Anschluss an so Dominanzgehabe, ausgehend von dem anderen Hund.
 
Dabei
27 Jul 2012
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#46
Diaz hat genau das auch vor wenigen Monaten agefangen und er hat recht damit. es ist nicht sooo extrem aber wenn ihm jemand zu nahe kommt dreht er sich um schnappt und fletscht Zähne nach dem Hund. wenn er vorher mehrfach sagt lass mich in Ruhe muss man es halt mal ernst sagen. ich finde das auch vollkommen ok, meistens kommt er zu mir und ich hat ihm den Hund vom Hintern aber er regelt das auch mal selber und solange er nur so reagiert sll er das tun. hat für mich nichts mit Dominanz zutun sondern einfach ein "lass mich in Ruhe, ich will das nicht!"

also das zu nahekommen aus Diaz Sicht aufzureiten und ich bin nunmal klein und zierlich und wenn da ein riesiger unfreundlicher Hund ist gehe ich da nicht zwischen dann bin ich froh das Diaz sich wehrt wenn die anderen Hundebesitzer ihre Hunde nicht im Griff haben, viele verfolgen Diaz wirklich, er mag andere Hunde ja nicht wirklich und ist fast nur bei mir, die Hunde kommen dann teilweise auf so viele Meter ran, was soll man da anderes machen... ich schrei dann schon immer das sie bitte ihren Hund zurück rufen sollen, dass meiner das mich mag... da darf er sich wehren er muss sich nicht behöggeln lassen oder sonstwas...
 
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Dabei
7 Nov 2013
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#47
Hmm wenn das wirklich blödes Gehabe vom anderen Hund ist und Nucha nach nem "Hey, lass es" zu mir kommt, gibt es auch keine weitere Schimpfe.. Er hat dem Hund gesagt, das passt ihm nicht (und Nucha droht wirklich auch wirklich vorher und tickt erst aus, wenn der andere Hund das ignoriert), hat sich dann aber nicht in eine Beißerei zu verwickeln.. in meinen Augen. Aber er kommt direkt auf Ansprache, also gut.
Weil sagen dürfen, dass ihm das nicht passt, soll er ja schon. Aber darf dann halt nicht weiter ausarten.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#48
Aber reagieren die anderen Hunde dann nicht auch?
Weil bei uns war das bisher so:
Fremder Hund: Dominanzgehabe
Barney: "Lass das", aber schon mit nachdruck
Fremder Hund: keine Flucht, sondern sofort zurück geschnappt
--> Keilerei
Klingt jetzt echt blöd, aber wenn es so wäre, dass Barney sagen könnte "lass mich" und dann fein raus wäre, dann würde es ja nicht zu einer Keilerei kommen.
Die anderen HUnde lassen sich nur das "lass mich" absolut nicht gefallen.
Vielleicht weil Barney zu deutlich wurde, vielleicht weil die anderen denken "den mach ich fertig"... Wie auch immer :D
 
Dabei
27 Jul 2012
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#49
Wie Nucha ist es bei Diaz auch, er sagt aber auch nur einmal Bescheid und geht dann, also er steigert sich da nicht rein oder so, einmal war es etwas intensiver da hab ich auch nur irgendwas gerufen und er kam sofort und hat dann nochmals bei mir Schutz gesucht weil der Hund ihn einfach nicht in Ruhe gelassen hat...
aber er kann auch selber sagen das er etwas nicht will nachdem er mehrfach deutlich gemacht hat das er das doof findet...
 
Dabei
27 Jul 2012
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#50
Diaz scheint sodeutlich zu sein das die Hunde dann gehen, bzw weiter machen und er sagt es nochmal und dann ist das Ding gegessen, ich ziehe dann aber immer den Besitzer des Hundes ran und mach ihm klar das er sich um seinen Hund kümmern soll... 1mal wurde es bei uns auf dem Platz ernst, da ist Diaz nur reingeraten, er war nicht der Auslöser, wurde irgendie verwechselt keine Ahnung und er hat sich sofort auf den Rücken gelegt, das hat er auch mal bei einem Rottweiler gemacht der so aggro war, Kopf auflegen etc, der hätte ihn gekillt, der Hund hat auch eigentlich Maulkorb und Leinenpflicht... naja... Er weiss das zum Glück zu unterscheiden, ergibt sich dann und gut ist. Ich muss sagen das er da echt perfekt sozialisiert ist.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#51
Ich glaube das scheint so ein bisschen unser Problem zu sein.
Barney ist ja von der Statur her schon eher klein und zierlich und ist eher unsicher und ängstlich.
Wahrscheinlich klappt das "groß tun" zwar vor Menschen, aber die Hunde durchschauen ihn relativ schnell und lassen sich dann von ihm auch nichts sagen.
Meiner Meinung entsteht dann genau da das Problem.
Ich sollte mir dann auch mal angewöhnen, wirklich mit den Besitzern zu sprechen, dass die auch besser eingreifen.
Beim Eingreifen stehe ich halt doch öfter alleine da und dann bekommt mein Hund ärger, weil er sich irgendwie "wehrt".

Auf der einen Seite möchte ich ihm nicht die tollen Spiele verwehren, welche ihm so viel Spaß machen. Und die Leute sind wirlkich immer begeistert wie umgänglich er mit anderen Hunden ist.. Sogar Senioren, welche nie spielen, packen noch ein paar Sprünge aus, wenn Barney sie motiviert.. (Neulich hatte eine Dame, wegen ihrem nach 6 Jahren zum ersten Mal wieder spielenden Hund tränen in den Augen)
Aber auf der anderen Seite machen mir "mögliche" Keilereien schon Sorgen, da er wahrscheinlich, wenn es mal Blöd läuft, nicht als Gewinner raus kommt...
 
Dabei
7 Nov 2013
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#52
Hmm ne klar verstehen das nicht alle Hunde.. aber bei uns war es bisher so, dass der andere Besi den eigenen Hund dann halt auch abgerufen hat und es war gut oder Nucha war deutlich genug oder wenn der andere dann halt echt kackfrech meinte, er muss hinterherschnappen, gabs nochmal ein deutlicheres "Lass mich!"
 
Dabei
27 Jul 2012
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#53
Diaz hat sich 4 Jahre unterbuttern lassen, er war immer das Opfer, wurde angegriffen etc, mit der Statur des Hundes hat das nichts zu tun und ich habe gemerkt das Diaz mit jedem mal wo er sich wehren "durfte" selbstsicherer geworden ist, er hat dadurch nochmal einen gewaltigen Schritt gemacht ohne Überhand zu bekommen.
Ich muss aber auch ehrlich sagen das die meisten Halter hier recht einsichtlich sind und dann auch sagen "ja der wehrt sich wenigstens" und das auch gut finden. Wenn jemand mich blöd anmacht das mein Hund aggressiv ist gehe ich einfach weiter, mir ist das langsam zu blöd. Bei ganz blöde sage ich dann nur "lernen sie bitte die Körpersprache eines Hundes..." komisch das Diaz kacke reagiert wenn ein Hund (egal wie groß) mit aufgebäumter Brust, steifer Rute, aufgestellten Nackenhaare ankommt und ihn besteigen will, in dem Moment hätte ich meinen Hund schon 3mal abgerufen, das kann ja nicht sein. Und genau das sind eben auch die Leute die sagen mein Hund ist Schuld. Hatten wir auch schon zur genüge... ätzend, ich hasse sowas mittlerweile und ich bin SO froh das Diaz kaum spielt und sich bei mir aufhält damit wir solchen Sachen größtenteils aus dem Weg gehen können... Außer die Hunde kommen natürlich zu uns gerannt, wie letztens wo Diaz so heftig gebissen wurde, als der HUnd ankam hat er sich schon unterworfen er hat dem so angesehen wie aggresiv der war und der Hund hat trotzdem einfach zugebissen, nicht nur einmal. Ich kann mich da so reinsteigern, ich muss es lassen, es bringt eh nichts :(
 
Dabei
7 Okt 2014
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#54
Finn reagiert seit einigen Monaten auch schon mal so, vorzugsweise bei seinem Labbi"freund" (Die gehen zusammen spazieren, Finn fordert zum spielen auf, der Labbi spielt aber nicht - eigentlich laufen sie daher eher nebeneinander und nicht miteinander, aber das halt regelmäßig), aber in beide Richtungen!
Wenn beide irgendwo schnüffeln wollen und der Labbi Finn dabei zu nahe kommt, ihn versehentlich berührt (das hat nichts dominantes, der rempelt bloß in seiner Hektik), knurrt Finn ihn ziemlich laut an.
Im Gegenzug drängt Finn sich aber ständig am Labbi vorbei, drückt dessen Nase weg, beschnüffelt ihn ziemlich frech.
Den Labbi tangiert das _auf den ersten Blick_ nicht groß, aber ich finde es etwas dreist und da der Labbi dazu neigt, beim 99sten Mal plötzlich auszurasten, versuche es zu unterbinden, weil ich etwas Schiss habe, dass es doch mal zu einer Keilerei kommt.
Knurrt Finn, fängt er sich ein lautes HEY! ein, kommt dann direkt zu mir oder läuft woanders hin zum schnüffeln.
Bedrängt er den Labbi zu sehr, schicke ich ihn ein paar Meter weiter und stelle mich dazwischen.
Da weiß ich jetzt auch überhaupt nicht, ob das richtig ist.
Aber einerseits selbst einen großen intimen Radius haben zu wollen und andererseits den des anderen Hundes zu ignorieren finde ich halt nicht so prickelnd (vermutlich ist das zu menschlich gedacht, ich merke es grade selbst ;)) .

Bei allen anderen Hunden lässt sich Finn im Spiel eine Menge bieten, da musste ich ihn schon mehrfach retten, wenn andere Hunde der Meinung waren, ihn besteigen zu müssen.
Aber auch da hat er mittlerweile seine Grenzen, spätestens wenn er zu mir will und dran gehindert wird, zeigt er ganz kurz die Zähne und bisher wurde das auch akzeptiert.
Ich rufe trotzdem mein obligatorisches HEY!, hole ihn dann erstmal zu mir und lasse ihn dann normal weiterspielen, sofern er noch möchte.
Es kam jetzt schon lange nicht mehr vor, dass ihm ein Hund ernsthaft den Kopf auf den Rücken gelegt oder ihn bestiegen hat, aber ich GLAUBE, dass er da mittlerweile echt böse werden würde...deshalb unterbreche ich den Kontakt ganz gerne, sobald ich meine zu sehen, dass sich so etwas anbahnt.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#55
Leonie: sagen denn die anderen Halter nix? Als meiner die Testosteronbedingte Aufreitphase hatte, habe ich ihm schon ein "Runter! " zugeschbauzt, bevor der andere Hund es deutlich machen kann. Dann tut mir Barney auch leid, dass er es sehr deutlich klären muss und von den anderen Hunden erst mal nicht "für voll" genommen wird?

Mein vorheriger Hund fing ungefähr im selben Alter an bei Rüden zu selektieren(bei uns fing es an, nachdem er insgesamt drei Mal gebissen wurde) Ich konnte ihn später ganz gut lesen und habe ihn entweder angeleint oder, wenn genug Platz vorhanden war, bin ich gar nicht stehen geblieben. Das hat die Situation bei allen Hunden etwas entspannt.

Ich denke, Barney wird dahinter gekommen sein, dass ein "Abgehen wie Schmitz' Katze" den größten Erfolg bringt.
 
Dabei
13 Aug 2015
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241
#56
Hm. Ich mag gerne etwas dazu schreiben, finde aber igendwie nicht den passenden Einstieg. Teile euch einfach mal meine Beobachtungen mit, die ich so gemacht habe.

Ich hatte in der Hundeschule einen Rüden, der auch gerne mal aggressiv auf andere reagiert. Laut Frauchen war er nie derjenige, der anfing, sondern wurde quasi grundlos bedrängt und hat sich immer nur gewehrt. Als ich dann aber mal auf Einzelstunde da war, bot sich mir ein anderes Bild: Der pubertierende Rüde machte schon von weitem jeden anderen Rüden an. Erst über in den Weg stellen (auch bei 30m Entfernung geht das), ein "sich präsentieren" (Körperhaltung, Gang). Fixieren. Je näher wir kamen, desto mehr "freute" er sich. Ging gerne hin, wedelnde Rute, aber von höflichem Benehmen war nicht viel zu sehen. Kann es sein, dass euer Jungspund sich vielleicht auch eher unfreundlich dem jeweiligen Hund nähert? Bewegt er sich langsam, Kopf abgewandt, mit wenig Körperspannung und Entspannungsgesten? Würde so gerne mal ein Video davon sehen...
Besagtes Frauchen hat eine ganze Weile gebraucht um zu verstehen, dass ihr Hund da ganz schön stänkert und keinenfalls "nix tut".

Mein eigener Rüde hat früher ja auch viel geprollt. Das war auch während seiner fortgeschrittenen Pubertät. Habe dann mit Click for Blick gearbeitet und habe mit ihm aktiv Beschwichtigungsrituale gelaufen. Dadurch kam er sehr schnell zur Ruhe. Heutzutage gibt es nur noch ganz wenige Hund, wo er mal pöbelt. Aber das sind ehrlich gesagt auch immer die, wo ich denke, Frauchen bzw. Herrchen haben dem Tier null (!) Erziehung zukommen lassen. Da darf man auch mal was dazu sagen, wenn der Riesenschnauzer sein 50kg Frauchen über die Hauptstraße zieh um bei uns rumzuprollen.
Ich werde aber immer sehr deutlich, wenn andere ihre Hunde nicht zurückrufen. Meine beiden werden IMMER an meine Seite gerufen, wenn sich jemand nähert. Und mit jedem Hund da draußen spielen ist eh nicht. Weiß ich ob die gesund bzw. klar im Kopf sind? Da lobe ich mit einige weniger Kumpels, mit denen das funktioniert. Den Rest brauchen wir nicht. Und wieso manche Leute meinen, ein Rüde müsste mit jedem fremden Rüden klar kommen, das geht mir eh nicht in den Kopf.

Viele Aussies entwicklen mit ihrer Adoleszenz eine gut ausgeprägte Individualdistanz und reagieren recht empfindlich auf eine Unterschreitung ihrer Grenzen. Da kann die Stimmung im Bruchteil einer Sekunde kippen, wenn der andere Hunde diese nicht genug anerkennt. Richtig gut spielen meine beiden daher auch nur mit Hunden, die darauf genau so wert legen. Und wo es immer hakt sind Hunde, die viel Retrieverblut haben. Die meisten von ihnen haben überhaupt keine Individualdistanz und scheinen diese auch bei anderen schlichtweg nicht wahrzunehmen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ein ausgewachsener Labbi gerne mal in meine kleine Gruppe drohender Aussies mit viel Anlauf reinspringt und meint, das wäre eine passende Begrüßung. :confused:

Ich würde an deiner Stelle vermehrt selektieren, mit wem er Kontakt aufnimmt. Wir wohnen übrigens auch auf dem Dorf, die meisten Hundehalter hier haben inzwischen begriffen dass mit mir nicht zu spaßen ist. Gleichzeitig würde ich ihn genau beobachten bzw. vielleicht gibt es jemanden in deiner Nähe, der genug Erfahrung hat und dich begleiten mag. Wenn es um unsere eigenen Hunde geht, sehen wir ja selbst manches nicht. Ganz normal, wir lieben sie halt.
Du könntest mit ihm aber auch angemessenes Verhalten üben. Man muß ja gar nicht immer gleich übertrieben reagieren, weil irgendein Proll meint er muß sich produzieren. Viel Belohnen bevor er so heftig reagiert, solange er noch gelassen bleibt. Nebeneffekt: Diese für ihn doch stressigen Situationen werden mit der Zeit immer netter, so funktioniert Click for Blick ja auch.
Bin gespannt was für eine Lösung du findest.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#57
Leonie: sagen denn die anderen Halter nix? Als meiner die Testosteronbedingte Aufreitphase hatte, habe ich ihm schon ein "Runter! " zugeschbauzt, bevor der andere Hund es deutlich machen kann. Dann tut mir Barney auch leid, dass er es sehr deutlich klären muss und von den anderen Hunden erst mal nicht "für voll" genommen wird?
Also bisher hat noch keiner was gesagt, war aber wie gesagt erst selten. Ich glaube da war oft eher die Auffassung, dass Barney der Übeltäter ist.

Muss aber klar sagen, dass die anderen Hunde dann schon immer 1. größer waren und 2. Barney von oben herab bedrängt haben (vor allem über seinem Kopf / Rückenbereich). Das hat für mich schon den Eindruck gemacht, dass der andere pöbelt. Wenn es nicht zu schnell eskaliert ist, konnte ich immer dazwischen gehen

Für voll wird Barney aber eher nicht genommen. Auch wenn er mal seine Zähne gezeigt hat, hat da kein Hund drauf reagiert, da musste ich immer schon rechtzeitig eingreifen...

@Beshepert: Danke für den Ansatz! Ich seh Barney allgemein eher sehr kritisch. Also ich seh ihn eher als "provokanten Idioten" als den "süßen Schnuffel". Klingt jetzt blöd, aber Barney hat mir so oft schon den Stinkefinger gezeigt, dass ich irgendwann lernen musste zu akzeptieren, dass mein Hund manchmal nicht ganz ohne ist.
Zum Beispiel fällt mir das klassische Fixieren beim Aussie schon auf. Oder das er seine Rute oben trägt. Aber bisher hat er eigentlich noch bei keinem Hund irgendwelche Arten von Aggression gezeigt, wenn er nicht auch bedrängt wurde. Und die Rute wurde bei der direkten Begrüssung immer runter genommen, oft auch der ganze Hinterkörper.
Vielleicht sehen auch die entgegenkommenden Hunde Barney als Frech, "dominieren" ihn dann und dann reagiert er, wird nicht für voll genommen und die anderen reagieren wieder?
Verstrickte Situation! :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
31 Okt 2012
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#58
Viele Aussies entwicklen mit ihrer Adoleszenz eine gut ausgeprägte Individualdistanz und reagieren recht empfindlich auf eine Unterschreitung ihrer Grenzen. Da kann die Stimmung im Bruchteil einer Sekunde kippen, wenn der andere Hunde diese nicht genug anerkennt. Richtig gut spielen meine beiden daher auch nur mit Hunden, die darauf genau so wert legen. Und wo es immer hakt sind Hunde, die viel Retrieverblut haben. Die meisten von ihnen haben überhaupt keine Individualdistanz und scheinen diese auch bei anderen schlichtweg nicht wahrzunehmen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ein ausgewachsener Labbi gerne mal in meine kleine Gruppe drohender Aussies mit viel Anlauf reinspringt und meint, das wäre eine passende Begrüßung. :confused:
Gibt dazu einen super Artikel zu dem Thema: https://sarahwilsondogexpert.com/why-does-my-herding-dog-seem-to-hate-labs/
 
Dabei
7 Okt 2014
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2.097
#59
Das kann ich zu 100% bestätigen (siehe oben).
Wir haben hier unheimlich viele Labbis und Goldis im Ort und die haben allesamt von individualdistanz noch nichts gehört.
Bei Sennen habe ich diese Erfahrung allerdings auch schon gemacht.
 

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