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Erste Jagderfahrung

Dabei
4 Mrz 2012
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#1
Och Mann ich ärger mich gerade SO SEHR!!!!
Maggy hatte gerade ihr erstes Jagderlebnis... wir waren in unserem kleinen Park, Maggy offline, da flatterte nur zwei Meter neben ihr plötzlich eine Taube rum. Maggy erstmal HIN DA und die Taube aber hat den Start nicht richtig geschafft und Maggy hat sie an den Boden gepinnt
Ich sofort vorsichtig hin, damit Maggy sich nicht die Taube in den Fang nimmt und abhaut, und sie war offenbar selbst so perplex dass sie mich einfach rangelassen hat. Hab dan Maggy ins Platz gelegt und die Taube angeschaut, die ein bisschen weggewatschelt ist...
Gott sei Dank ist sie dann doch noch ganz normal losgeflogen, zwar mit ein paar Federn weniger und einem Schock für's Leben, aber sie hat es überstanden ohne Verletzungen.

ABER als die Taube weg ist, quer durch den Park, ist Maggy ihr nochmal voll hinterher gerannt und war auch absolut nicht mehr abrufbar... ich hab jetzt Angst, dass ich falsch reagiert habe, was meint ihr? Und hat irgendwer einen generellen Tip, wie ich jetzt die nächste Zeit mit "Jagdgut" umgehen soll?
Hach ich ärger mich so... jetzt im Nachhinein denke ich, ich hätte auf die Taube einbrüllen sollen ("DU GEFÄÄÄHRLICHES VIEH, MAGGY, GEH DA NIE WIEDER SO NAH RAN, DIE SIND GEFÄÄÄHRLICH!") oder Maggy mehr loben und einfach weitergehen... maaaannoooo :( :(
Ich mein ich bin heilfroh dass der Taube nichts passiert ist, aber ich hab trotzdem einfach total blöd reagiert, finde ich... und das war halt das erste Mal, dass sie so komplett außer Kontrolle war...
 

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Dabei
18 Mrz 2012
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#2
Erstmal: Mach dich nicht fertig, ich denke es istganz normal, dass man erst einmal total perplex ist, wenn sowas passiert. Ansonsten ist es ja schonmal gut, dass sie dich direkt dran gelassen hat. Loben wäre aber eher kontraproduktiv gewesen denke ich, wenn sie die Taube ja schon hatte und auf dein Abbruchsignal vorher nicht reagiert hat. Oder hattest du da noch gar nichts gesagt? Da sie dann aber auf dich gehört, sich hingelegt und dich rangelassen hat, wäre schimpfen auch nicht gut gewesen, das hätte sie ja dann darauf bezogen. Von daher denke ich, neutral reagieren und die Taube "befreien" war gar nicht mal so schlecht. Wie hast du denn reagiert, als Maggy wieder los ist?
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#3
Danke... :(
Also im ersten Moment, als die Taube im Busch rumgeflattert ist, hab ich schon erstmal NEIN und KOMM HER! gebrüllt, aber das war's dann auch, weil sie mit dem Kopf eh null da war (wär ich auch nicht gewesen als Hund mit 'ner Taube zwischen meinen Ballen). Nachdem sie sich hingelegt hatte hab ich sie dafür erstmal gelobt, dann wollte sie nochmal aufstehen, kurz diskutiert und dann ist sie im Platz geblieben.

Und als sie das zweite Mal los ist hab ich nur ihren Namen gerufen, ohne Abbruchsignal, weil sie wirklich wie ein geölter Blitz hinterher ist... habe sie glaube ich zwei oder dreimal namentlich gerufen (weder wütend, noch säuselnd, also recht neutral) und als sie dann aus dem "Tunnelblick" raus war nochmal, und da kam sie dann auch.
Ich ärgere mich auch gar nicht über sie, sie hat eigentlich noch echt vorbildlich gehandelt und ich bin soooo froh, dass sie die Taube nicht totgebissen hat... aber hab halt Angst, dass sie jetzt auf den Geschmack gekommen ist :( Auf dem Rückweg hat sie sogar den Tauben am Himmel (gute 50m über uns) hinterhergeguckt und wollte an der Leine hinterher, da hat sie ein Zwicken in den Oberschenkel dann zurückgebracht mit dem Kopf.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#4
Kann natürlich gut sein, dass Tauben jetzt für sie interessanter sind als vorher, aber da musst du jetzt eben gezielter den Jagdabbruch/ Rückruf üben und vorausschauend gehen. Interessant sind Vögel für Aussies natürlich allein wegen der Bewegungsreize, das Problem hab ich bei Joey auch, aber mit viel Training hab ich ihn da ganz gut unter Kontrolle. Also nur MUt :)
 
Dabei
15 Mai 2012
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#5
Hey Vera :)

Mach dich bitte nicht verrückt!!! Das passiert nunmal :) Der Hund ist und bleibt ein Beutegreifer, das kommt halt auch beim Aussie durch :D:D

Aber ich versteh dich natürlich völlig!!! Bei uns war es Anfang Frühling auch fürchterlich mit dem ganzen Vogelgetier :) Rumo wollte bei jedem losstarten, einmal hat er es auch geschafft und ist so ca. 15 Meter (ungefähr, ist schon so lange her :D) hinterher gerannt. Mein Weg war, dass ich ihn SOFORT dann immer unterbrochen hab, sobald er einen Vogel auch nur länger angeguckt hat. Rumo sollte gar nicht erst weiter auf den Gedanken kommen großartig nem Vogel hinterher zu springen!
Beim ersten Mal hab ich ihn auch unterbrochen und dann gelobt ohne Ende, das find ich jetzt im Nachhinein nicht mehr gut. Mittlerweile unterbrech ich ihn nur mit einem strengen Nein und dann gehts weiter und da kommt dann nur ein liebes "ok" oder "so ist er gscheit" :)rolleyes:).
Letztens ist ein Reh ungefähr nen Meter von uns losgesprungen, war mitten im Unterholz im Wald gelegen und ich habs überhaupt nicht gesehen, den Rumo hats nicht interessiert, nur ich hab mich so erschrocken, dass ich erstmal laut aufgeschrien hab (hätt ja auch der Räuber Hotzenplotz sein können :p) und erst dann wollt er mal gucken gehen... ergo: selber Schuld :D
Jedenfalls lass ich Rumo noch an der Schleppi, diese schleift am Boden, wenn wir im unterwegs sind und ich kann ihn super am Weg halten und unterbrechen.
Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen weiter :)
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#6
Ohhhh vielen Dank euch zweien, und danke Manu für den Tip mit dem nur "mittleren" Lob!! Super Idee, finde ich... dann gehen wir in nächster Zeit erstmal nur mit Schleppleine los bzw Flexi erstmal, bis Tauben nicht mehr GANZ so interessant sind. Normal ließ sie sich immer abrufen von Vögeln, nur eben jetzt nach dem Erfolgserlebnis nicht... haaach *bibber* Wirklich DANKE!!
 
Dabei
15 Mai 2012
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#7
immer gerne :)
Ob das jetzt DIE Lösung schlechthin ist kann ich natürlich auch nicht beurteilen :D Aber bei uns hats wirklich enorm geholfen :) Ich meine hier im Forum mal gelesen zu haben, dass man die gesamte Hinterherhüpfgeschichte mit einem euphorischen Lob nur noch interessanter macht, so a la "wenn die SO losquietscht und sich tumultartig freut, dann MUSS das eigentlich SUPER spannend sein!" :D
Mein Hund wäre zumindest genau der Typ der sich das denken könnte :D:D
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#8
Was ich mache, wenn Joey sich abrufen lässt, ist, ihn hinter was anderem Herlaufen zu lassen, das klappt super. Hetzen an sich ist ja ne tolle Selbstbestätigung und anstatt ihn von dem Jagen abzurufen und er muss "langweilig" bei mir bleiben, darf er hinter seinem Dummy/ Zergel oder hinter mir her und wir spielen ausgelassen. Da muss man dann eben für jeden Hund individuell gucken, was besser ist, Ruhe oder eine tolle BEstätigung
 
Dabei
15 Mai 2012
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#9
Anna da hast du recht, das mache ich auch, wenn ich ihn noch abrufen muss :) Aber wenn wir unseres Weges gehen und rumo sieht nen Vogel und ist gerade am Anfang, dann sag ich scharf nein und dann geh ich meinen WEg weiter :) Da wird dann nicht groß gezergelt :) weißt wie ich meine?
 
Dabei
5 Mai 2012
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#11
Ich bin mir da auch unsicher bei diesem Thema. Sam lässt sich super anrufen wenn andere Hunde kommen, Menschen usw, aaaaber wenn Vögel, Hasen, Katzen, Rehe Wildschweine... mit im Spiel sind geht gar nichts. Er ist mir jetzt 3 mal abgehauen ich hab gebrüllt wie verrückt Stopp, komm her, Nein, Sam...... aber er ist trotzdem losgerast. Er kam zwar immer gleich wieder (einmal war er 3-4 Min im Wald verschwunden), aber zuerst rennt er wie eine Affe los.
Jetzt ist die Schleppleine dran, mit der komischerweise geht er vor und kommt nach ca. 8-9 m wieder zu mir. Meine Trainerin sagte mir ich muß gleich reagieren wenn er fixiert, hatte ich auch gemacht als er die 3 mal weg war, aber das geht so blitzschnell er fixiert und rast los.
Jetzt läuft er halt nur mit Schleppleine. Bei uns ist es auch ganz schlimm mit Jungtieren, Rehe und Frischlinge!!! 2 mal war den Wildsau mit ihren Jungen nur ca. 8 Meter entfernt, da ging mir die Klammer. Gott sei Dank hatte Sam die nicht gerochen. Ich nehme jetzt bei jeden Spaziergang einen Ball mit (auf die steht er total) und er das weis er dass wir nach dem Spaziergang noch ein bisschen Ball auf der Wiese spielen. Da ist er sehr aufmerksam wenn wir unterwegs sind und an eine Lichtung kommen, es könnte ja sein dass wir zwischendurch auch spielen.
Nur mit den Katzen hab ich noch keine vernüftige Lösung gefunden, er weiß genau wo die wohnen, da kann ich ihn fast nicht ablenken. Er schaltet dann total auf Katze
 
Dabei
27 Jun 2012
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#13
also meine Hunde wissen auch genau wo die Katzen wohnen.... ich aber auch :) von daher habe ich sie in solchen Gegenden immer an der Leine. Ich handhabe es dann immer so, dass wenn Hundi die Katze sieht und er sehr aufgeregt ist und/oder Terz macht, ich einfach stehen bleibe bis er sich beruhigt. Schaut er mich dann an gibt es ein Leckerchen.
Anfangs sind mir beide mit Karacho in die Leine. Inzwischen schaut Metlin die Katze nur noch kurz an und kommt dann sofort zu mir. Yankee ist noch nicht ganz soweit, aber er beruhigt sich wesentlich schneller und ist schon deutlich früher ansprechbar. Wenn die Katze nicht mit Vollgas wegrennt, ist es auch bei ihm fast kein Thema.
 
Dabei
30 Mrz 2013
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#14
Claudia, wenn Du sagst, er ist 3 mal abgehauen, dann ist das sch...., denn das ist schon "learning by doing" und jetzt ist es viel schwieriger, das Verhalten zu korrigieren. Mein Rüde ist nahe am Wald nicht zuverlässig abrufbar, auch wenn da nichts rumspringt, es reicht schon der interessante Geruch, also läuft er dort nicht frei. Unarten hinterher abzugewöhnen ist viel schwieriger als Situationen zu vermeiden. Am Wasser ist das genauso, wenn ich nicht will, dass er schwimmt, muss ICH es bremsen, nicht hinterher schimpfen. Da ich 2 Hunde habe, ist die Situation anders, denn zu zweit würden sie ein kleineres Tier wahrscheinlich erwischen. Sally die Kröte sieht wirklich jedes Eichhörnchen, zeigt es an, lässt sich rufen aber Monti würde dann abzischen.
 
Dabei
9 Jul 2012
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#15
Ich muss jetzt auch mal fragen. Smilla hetzt grad jeder Katze nach. Heute Abend ist sie wie angestochen los, ich habe die Katze erst gar nicht gesehen. Sie war gute einhundert Meter von uns entfernt. Ich kann sie in der Situation nicht abrufen, sie reagiert gar nicht. Smilla rennt zur Katze und dreht sofort wieder um. Ist sie bei mir legt sie sich sofort hin, als hätte sie ein schlechtes Gewissen. Jetzt habe ich wieder meine Schlepp rausgekramt. Dann bewegt sie sich aber keine zwei Meter von mir weg und hört auf jedes Kommando. Sie weiß genau das Katzenjagen nicht erlaubt ist. Wir üben den Rückruf und bei meiner Freundin, da ist sie zwei Tage in der Woche, hört sie auch. Doch bei Katzen sieht sie echt rot. Und ich weiß mir nicht mehr zu helfen.
Viele sagen auch, da kann man nichts machen. Das will ich aber nicht glauben, sonst kann ich sie ja gar nicht mehr ableinen:(
 
Dabei
18 Feb 2013
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#16
Viele sagen auch, da kann man nichts machen.
Quatsch! Unsere Hunde sind lernfähig ihr Leben lang. Positiv wie negativ. Was mir aber auch bei dieser Diskussion auffällt, ist die Vorgehensweise beim "Antijagd-Training". Eigentlich sollte dieses ewin "Jagd-Training" sein; Wer schon mal einen Koppelgebrauchshund bei der Arbeit am Vieh gesehen hat, sollte mal über folgendes nachdenken. Unsere Aussie hat (meist) einen angeborenen Jagdtrieb, der Ihn dazu bringt, dem Jagdobjekt hinterherzu hetzen, im günstigsten Fall sagt Ihm sein Instinkt aber, das Vieh zu umrunden und uns zuzutreiben. (tyischerweise beim BC sehr stark ausgeprägt). Aber genauso sagt Ihm der instinkt auch, das er mit dem Menschen zusammenarbeiten soll. - So, nun erlebt man oft, das die Menschen panisch dem Hund hinterherrufen beim 8verbotenen) jagen. Der Hund weiß dadurch, das allerhöchste Eile geboten ist, und wird nochmals beschleunigen, um das Jagdobjekt einzuholen. - Schauen wir nun einmal auf den arbeitenden Aussie und seinen HF; Ich schicke meinen Hund los, die Tiere einzubringen. er läuft los, und läuft falsch. Dann brülle ich NICHT den Hund an, sondern lege Ihn mit ruhiger Stimme ab, um Ihn DANN ERST neu auszurichten oder auch zu mir zu holen. - Man sollte dabei nicht den (Adrenalingesteuerten) Erregungszustand des Hundes vergessen, selbstverständlich ist er jederzeit bereit, "durchzugehen". Aber ihr werdet Hie einen HF bei der Hütearbeit brüllend erleben. - Das Geheimnis ist die Ruhe. - Und, mit dem Instinkt des Hundes zu spielen. Der Hund MUß jederzeit anzuhalten sein. Darum, nicht versuchen, mit einem Abruf zu arbeiten, sondern ein zuverlässiges Abliegesignal etablieren. Das entspricht dem Wesen des Hütehundes viel eher und ist auch leichter einzuführen.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#17
Du wirst lachen, daran hab ich heut morgen auch gedacht beim Spaziergang- nicht so gut begründet wie du, aber ich habe mich tatsächlich gefragt, ob ich nicht bei sowas in Zukunft statt "nein" und "komm" lieber "down" rufen soll, wenn er eh schon durchgestartet ist. War der Gedanke doch nicht so dumm... einen Versuch ist das sicher wert. Aber hört der Hund einen in dieser hohen Trieblage überhaupt noch?
 
Dabei
11 Mrz 2013
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#18
Hallo Bestdog,
dein Beitrag klingt sehr einleuchtend. Ich hätte mal ne allgemeine Frage dazu.
Angenommen man hat einen Hund mit einem starkem Jadgtrieb. Förder ich dann diesen durch Hütearbeit oder befriedige ist diesen? Befriedigen ist vllt nicht das richtige Wort, aber ich kann mir vorstellen wenn ein Hund an einer Herde funktioniert, kann man das auf das Wild übertragen?
 
Dabei
14 Feb 2008
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#19
Wenn der Hund noch einen relativ guten Instinkt hat kannst Du ev. eine gute Kontrolle aufbauen. Dafür gibts aber keine Garantie und man müsste jemanden finden, der so etwas an seinen Schafen zulässt und auch wirklich Ahnung hat.
 
Dabei
18 Feb 2013
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#20
Immer wieder kommt auch die Frage auf, ob ich durch das Jagen den Jagdtrieb bzw durch das Hüten den Hütetrieb fördere....

Grundsätzlich ist ein Trieb entweder da oder nicht, und ich lehre dem Hund nur, dieses so auszuüben, um meinen Nutzen daraus zu ziehen. Dazu gehört auch die Kontrolle, denn am Vieh brauche ich einen ruhig arbeitenden, steuerbaren Hund. Das ist ein u.U. langer, schwieriger Weg dahin und kaum einen "Nebenbeschäftigung".
-Aber, aus rein vernünftigen Gründen sollte man darauf verzichten, mit einem unausgebildeten Hund an den Tieren zu arbeiten, wenn man nicht regelmäßig Hüten will/kann. Hüten dient NICHT der Bespassung des Hundes sondern ist eine ernste Sache. (Aber auch absolut faszinierend und gibt Beiden viel)
-Und, wie Georg schon sagt, einen Garantie gibt es nicht, den nicht jeder Hund eignet sich zum Hüten. Und vor allem Finger weg, wenn der Trainer nicht wirklich Erfahrung/Ahnung von der Sache hat!!!
 

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