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Erziehung und Beschwichtigen

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24 Sep 2012
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#1
Eine Frage die ich mir schon öfters gestellt habe und noch nicht ganz zu einem grünen Zweig gekommen bin. Mir ist aufgefallen das Chanti sehr sensibel auf Kommunikation reagiert. Sie versteht sehr schnell was ich von ihr will. Hat das was mit der Rasse zu tun oder einfach wenn die Beziehung zwischen Mensch und Hund stimmt und wir gegenseitig gut kommunizieren können? Wenn wir mal einen Zweithund haben, wäre das schon schön wenn dieser auch so eine schöne Kommunikation wie Chanti hat.
Ich nehme jetzt mal wieder das Beispiel Labbi, nur weil ich fast nur Labbis kenne. Bei der Jugendwoche ist meinem Freund aufgefallen dass diese auf kleine Signale eigentlich nie reagiert haben und das man auch manchmal sehr forsch sein musste bis die was kapiert haben dass sie das nicht dürfen. Hat dass dann was mit der Rasse zu tun?
Auf mich hat das immer sehr ignorant gewirkt, ich möchte das mein Hund auf kleine Signale achtet (was Chanti ja macht) und nicht das ich mich zum Kasper machen muss bis Hund endlich mal auf mich reagiert. Was mir eben bei Chanti aufgefallen ist, dass sie sehr schnell beschwichtigt. Ist das eigentlich was gutes oder eher nicht?
zB liegt Fressen auf dem Boden, sie schnüffelt in die Richtung, bevor sie es nehmen kann, sag ich leise "scht" oder sonst was aber wirklich sehr leise und sie fängt sofort an zu beschwichtigen. Ist das dann aus Angst oder weil sie es eingesehen hat dass sie das nicht darf? Ist es eigentlich schlecht wenn ein Hund bei Korrektur beschwichtigt oder ist das sogar erwünscht weil Hund dann merkt das er das nicht darf?
Ich hätte eher auf ja getippt, also das beschwichtigen in dem Falle erwünscht ist. Es war halt echt sehr auffällig weil Chanti bei leisen Korrekturen sofort die Ohren zurücklegt und Kopf ein wenig senkt. Als die Labbis aber lautstark ausgeschimpft wurden, sind sie trotzdem noch fröhlich rumgelaufen und haben weiter gefressen was sie eigentlich nicht durften. Als einer der Labbis dann Kot von anderen Tieren fraß hab ich ihn mit den Fingern in die Rippen gepiekst und ihn angezischt, ich musste ihn wirklich sehr stark bedrängen dass er endlich vom Kot abließ- dieser Labbi hat es aber auch kapiert und wenn ich in der Nähe war hat er es nicht mehr versucht (ich korrigiere normalerweise keine anderen Hunde aber es war klar erwünscht weil mich die Eltern des Besitzer um Hilfe gebeten haben da er eine geistige Behinderung hat und sich nicht zu helfen wusste). Der andere Labbi hingegen reagiert auf zischen und Rippenpieksen (von der Besitzerin ausgeführt) mit einer Spielaufforderung. Ich denke beide Hunde nehmen ihren Besitzer nicht sehr ernst weil Kommandos ausgesprochen werden und wenn sie nicht ausgeführt werden dann wird der Hund nicht immer korrigiert oder falsch korrigiert. Wenn ich meinen Hund korrigiere, dann kann es doch nicht richtig sein wenn der noch schwanzwedelnd rumläuft?
Bitte um Aufklärung. Es soll jetzt nicht so rüberkommen als ob ich meinen Hund zu stark korrigiere oder bedränge oder sonst was, weil mein Hund braucht so gut wie nie eine Korrektur weil er gelernt hat was er darf und was nicht.
 

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12 Dez 2012
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#2
Als ich persönlich will das nicht, dass mein Hund beschwichtigend reagiert, wenn ich ihn korrigiere. Ein Abbruchkommando bspw. ist ja auch nur ein Kommando, das soll der Hund beherrschen und das soll für ihn genau so normal sein, wie "Sitz". Ich finde, wenn der Hund beschwichtigend reagiert, dann war ich zu hart.
Die Beschwichtigung hat ja auch nichts mit dem vorhergehenden Verhalten des Hundes zu tun. Ein Hund entschuldigt sich nicht. Eine Beschwichtigung ist die Reaktion auf das Verhalten des Hundeführers. Der Hund will nur, dass sein Gegenüber sanfter/netter/nicht böse wird.

Ansonsten will ich, dass mein Hund zuverlässig hört, aber er soll noch Hund sein können. An einen Blindenführhund hat man da aber bestimmt ganz andere Ansprüche, weil man selbst ja davon abhängig ist, wie gut der Hund hört.
 
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24 Sep 2012
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#3
Da ich mich noch nie so wirklich mit Welpenerziehung befasst habe bin ich jetzt auf diese Abbruchkommando gar nicht gekommen. Was heißt das man zu hart war wenn Hund beschwichtigt? Chanti beschwichtigt sehr schnell, aber ich denke weil sie das so gelernt hat. Sie hat glaub ich noch nie so richtig ein Abbruchkommando gelernt, sondern nur das Ausschimpfen und vielleicht reagiert sie deshalb so schnell auf eine Korrektur? In der HuSchu wo sie ja vorher gelebt hat, waren die schon sehr forsch zu den Hunden wenn sie einen Fehler gemacht haben. Vielleicht kommt also daher das Verhalten. Ich denke aber schon dass das Beschwichtigen mit dem vorherigen Verhalten zusammenhängt.- also falsches Verhalten, dann Signal zur Korrektur und dann Beschichtigen. Ich denke schon dass sie den Zusammenhang verstehen? Ich müsste wahrscheinlich so ein Abbruchsignal ganz von Neuem aufbauen... "Aus" ist ja auch sozusagen ein Abbruch dass sie was fallen lassen soll. Diese Kommando hab ich aufgebaut und da beschwichtigt sie zum Beispiel nicht. Und ja, ich habe sicher sehr hohe Ansprüche an sie, sie hatte aber bis jetzt keine Probleme damit. Desto mehr ein Hund hört, desto mehr Freiheiten kann ich deisem auch geben. Ich konnte sie jetzt echt eine ganze Woche ohne Leine laufen lassen, kein Problem.
 
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#4
Also ein Abbruchkommando, z.B. "Nein" trainiert man mit einem Welpen, z.B so: Man nimmt ein Leckerchen in die Hand und zeigt es dem Hund, wenn er dran will, sagt man "Nein" und schließt die Hand sofort. So lernt er, dass er bei Nein etwas nicht darf. Man kann die Übung dann ausbauen, aber wichtig dabei ist, dass man den Hund für das Unterlassen belohnt. Wenn der Hudn das Leckerli nicht aufnimmt, dann bekommt er dafür ein anderes. Man kann dann ja auch mit Spielzeug und allem möglichen Üben. Dadurch ist "Nein" dann für den Hund ein Kommando wie "Sitz" auch. Dafür, dass man etwas tut oder (in dem Fall vom Abbruchkommando) nicht tut, bekommt man ein Lob. Damit ist das Abbruchkommando nicht negativ verknüpft, sondern eben ein ganz normales Kommando. Der Hund bekommt keinen Ärger und muss daher auch nicht beschwichtigen.

Ein Hund beschwichtigt um das von ihm als aggressiv oder bedrohlich empfundene Verhalten des Gegenübers zu mäßigen. Ich denke schon, dass das Beschwichtigen von Chanti auch in der Hundeschule erlernt sein könnte, weil sie eben Ärger bekommen hatte und nicht neutral/positiv korrigiert wurde. Aber damit inwiefern beschwichtigendes Verhalten eine erlernte, ritualisierte Handlung sein kann, kenn ich mich auch nicht näher aus. Dass es bei Chanti erlernt sein könnte, ist jetzt nur eine Vermutung von mir. ;)

Der Zusammenhang zwischen falschen Verhalten und Beschwichtigen besteht (soweit ich weiß) nur über die Korrektur. Die Beschwichtigung ist eine Reaktion auf die (Art der) Korrektur und keine Reaktion (etwa Entschuldigung oder so etwas) auf die Handlung. Wie gesagt, Hunde haben kein schlechtes Gewissen. Die denken nicht: "Ah ja, das darf ich eigentlich nicht, habe es aber jetzt trotzdem gemacht, also muss ich mich mal entschuldigen." Wenn dies der Fall wäre, würde ein Hund nach einer "falschen" Handlung ja auch beschwichtigen, ohne dass der Hundehalter korrigiert, und das machen Hunde nicht. ;)

Klar hat ein Hund mehr Freiheiten, umso mehr er hört. Aber ich denke, da ist auch die innere Einstellung recht wichtig. Arkos z.B. ist momentan halt in der Pubertät (auch, wenn ich das Gefühl habe, dass wir relativ wenig Probleme deswegen haben), da macht er manchmal nicht auf's erste Kommando "Sitz". Ich mach mir deswegen keinen Stress, denn der Hund und ich haben noch viel Zeit zusammen und er kommt auch irgendwann raus aus der Pubertät. Wichtig finde ich nur, dass ich konsequent bleibe (ganz neutral), aber ich ärgere mich deswegen nicht, weil es gerade nicht geklappt hat. Natürlich gelingt mir das auch nicht immer, aber das ist halt meine Grundausstellung zu der Sache. Ich weiß nicht ganz, ob ich das nun so ausdrücken und beschreiben konnte, wie ich es meine.
 
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24 Sep 2012
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#5
Also das mit dem Leckerlie haben wir auch so geübt, aber nur weil ich ihr beibringen wollte nur auf Kommando das Fressen zu nehmen. Sie würde es also nicht mal mehr versuchen ohne Kommando mir ein Leckerlie aus der Hand zu nehmen- wie kann man dieses Abbruchsignal dann überhaupt noch aufbauen? Beim Spielzeug ist das selbe. Sie hat noch nie versucht mir Spielzeug aus der Hand zu nehmen, jetzt kann sie aber zumindest zergeln.
Aber wieso wird dann oft gesagt dass das Kommando NEIN im schärferen Ton gesagt wird wenn es ja eigentlich nicht negativ unterlegt sein soll? Kann ein Hund überhaupt 100% auf ein Abbruchsignal hören wenn es nicht negativ belegt ist? Der Hund könnte ja denken dass es für ihn mehr Sinn hat die Pferdeäpfel zu fressen als jetzt aufs Abbruchkommando zu hören. Ich denke man kann nicht alles nur positiv verknüpfen wenn etwas sehr gut klappen soll.
Ich denke schon dass sie das stark ausgeprägte Beschwichtigen in der HuSchu gelernt hat, weil mir ja erklärt wurde wie ich korrigieren soll unter anderem mit Kettenhalsbändern und Leinenruck, dazu noch ein sehr lautes Nein. Ich wende sowas ganz sicher nicht bei ihr an, aber so wurde sie wahrscheinlich auch erzogen. Mir kommt auch vor dass sie viel chilliger geworden ist seid sie sich bei mir eingelebt hat. Vorher ist sie ja bei jedem Geräusch das eine Jacke oder Tasche gemacht hat zusammengezuckt und fast schon auf dem Bodem gekrochen.
Das ein Hund kein schlechtes Gewissen hat und sich auch nicht in dem Sinne entschuldigt weiß ich schon. Aber ich denke mir wenn ein Abbruchkommando negativ unterlegt ist, sie eher von etwas ablassen wird als wenn nur positiv gearbeitet wird. Versteht man was ich meine? Das Abbruchkommando ist bei ihr ja schon negativ unterlegt, merkt man ja anscheinend am beschwichtigen. Also wird sie doch Situationen schneller lernen was sie zB nicht darf? Mit meinem irgendwann Zweithund werde ich das alles ganz anders aufbauen aber ich denke nicht das ich an Chantis Verhalten noch viel ändern kann. Es gibt hier ja genug Leute im Forum die nicht nur Wattebäusche werfen und dem Hund auch mal einen Anschiss verpassen und auch Wölfe machen das bzw Hunde untereinander. Und so ein Anschiss hat sicherlich auch den Zweck das Hunde irgendetwas unterlassen was absolut nicht erwünscht Aist und dann ist der Anschiss ja auch nicht positiv unterlegt.
Arkos ist ja auch noch jung. Da ist es sicher in Ordnung wenn Sitz noch nicht 100% passt. Aber ich verlange von Chanti schon dass sie Kommandos ausführt und nicht lange überlegt und sie macht es auch. Mir ist es wichtig das sie mich ernst nimmt und mir nicht auf der Nase rumtanzt.
 
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12 Dez 2012
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#6
Kann ein Hund überhaupt 100% auf ein Abbruchsignal hören wenn es nicht negativ belegt ist?
Klar kann er das. Ein Hund lernt viel schneller und effektiver, wenn Übungen positiv aufgebaut werden. Druck verunsichert einen Hund logischerweise und daher hat er den Kopf nicht für's Lernen frei. Dass "Nein" manchmal mit einem scharfen Unterton gesagt wird, liegt wohl eher an der Emotionalität von uns Menschen. Besser wäre es, es immer neutral zu sagen. Aber klar, es rutscht einem halt auch mal in einem nicht ganz so freundlichen Ton raus.
Bei Arkos haben wir das Abbruchsignal wirklich positiv aufgebaut und er hört darauf total gut. :)

Naja, ob ich nun zu den Wattebauschwerfern gehöre, ich weiß ja nicht. Ich würde mich da nicht einordnen. Klar, muss ich meinem Hund auch mal zeigen, dass etwas so nicht geht und dass dies und jenes nun gar nicht gut war. Aber das hat ja ertsmal nichts mit dem Abbruchkommando zu tun.
 
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31 Okt 2012
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#7
Schön geschrieben, Nike :) Das Abbruchsignal ist super beschrieben.

Insofern füge ich nur kurz etwas dazu: Ich seh beschwichtigen, auch als das was es ist. Nämlich das Gegenüber extrem zu "beruhigen" - heißt soviel wie "bitte, bitte werd nicht noch agressiver, ich mach doch alles was Du willst, aber tu mir nix."
Für mich ist Unterschied zu einem normalen Abbruchsignal, dasjenige, dass der Hund ja dann nicht beschwichtigen muss, weil es ist ein klares Signal, der Hund weiß was er tun muss - aber auch weiß dass da keinerlei Bedrohung im Spiel ist, sondern einfach ein Signal.

Ich muss ehrlich sagen ich würde Emma auch in so einer Situation nicht anzischen (auch nicht leise), das wäre mir zu heftig - wobei Emma kein Sensibelchen ist. Ich trainiere mit ihr immer wieder halt ein Abbruchsignal bis es sitzt - vorher darf ich das von einem Hund auch nicht verlangen. Das hat mir ja Hudson / Katha so schön erklärt mit dem Lernen und Können :) Oft verstehen Hunde nämlich wirklich nicht was wir von ihnen wollen.

Wenn das Signal bereits gut sitzt und Emma meint trotzdem das Teil schmeckt aber jetzt so gut und sie ignoriert meinen Befehl - DANN zische ich auch mal leise oder es fliegt die Leine. Doch ZUERST gibt es ein ganz normales, sehr neutral gehaltenes Signal (auch emotionslos) und das funktioniert auch zu 99%.
Doch ja, natürlich hab ich Emma auch schon mal eine Ansage gemacht - doch nur wenn sie sich einfach hinweggesetzt hat über meinen neutral gehaltenen Befehl, obwohl sie wusste was ich von ihr erwarte und auch nur bei ganz wenigen Befehlen. Also bei "Komm hier" und sie läuft trotzdem zu Hunden hin und ich muss hinterher, dann gibt es aber sowas von zu hören.

Es kann natürlich sein dass Chanti in ihrer Ausbildung viel Massregelung erfahren hat und von daher sehr sensibel reagiert. Von daher bist Du natürlich umso mehr gefragt zwar weiterhin klare Regeln aufzustellen, doch sehr, sehr leise Töne zu finden. Wenn Chanti beschwichtigt, machst Du zuviel - weil Du willst sie natürlich nicht bedrohen, doch für Chanti bist Du in dem Moment bedrohlich.

Und tja, Labbi... :D Also jeder Hund ist halt anders, die einen musst Du schon das Knie in die Seite rempeln (gibt hier einen Labbi der mich immer anspringt) und andere muss man nur böse anschauen und die laufen weg. Insofern muss man halt schauen wie der eigenen Hund reagiert und ich finds super dass Du Chanti ihre Beschwichtigung wahr nimmst.
Ich erlebe das so oft dass Hunde so zusammengeschrien werden wegen Kleinigkeiten und die HH null sehen, wie sehr ihr Hund beschwichtigt und sich klein macht. Die sehen das gar nicht, das ist sehr schade weil der Hund auch ein Stück weit vertrauen verliert.

Ich hoffe ich konnte das jetzt halbwegs erklären wo ich den Unterschied sehe und wie ICH so Abstufungen mache.
 
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11 Nov 2012
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#8
Ich mache es z.B. anders. Ich will auf eine Korrektur von mir, eine Reaktion vom Hund, ich will sehen, ok, Korrektur angenommen!!

Mal ein Beispiel, ich moechte dem Hund immer die Moeglichkeit geben selber nachzudenken. Ich will ihm nicht alles vorkauen!! Ich nehme einfach mal Junes Antijagdtraining. Also das Jagen missfaellt mir natuerlich sehr!! Ich habe es also sehr deutlich abgebrochen bzw. bin sehr massiv koerpersprachlich dagegen vorgegangen. Reaktion von June war, extremes Beschwichtigen, aber jagen wurde unterlassen. Sie hat sich hinter mir eingereiht und hat das jagen den kompletten Spaziergang gelassen, ist aber auch hinter mir nicht mehr weggegangen. Ich habe ihr beschwichtigen und das jagen meiden erstmal belohnt, denn es ist eine Alternative zum jagen gewesen, die sie von sich aus so angeboten hat. Auf Dauer will ich natuerlich nicht, dieses extrem passive unterdrueckte Gassi gehen, aber erstmal war es mir lieber als Jagen.
So nach und nach, jeden Spaziergang ein bisschen mehr, hat sie andere Ideen angeboten, anstatt jagen. Alles was mir gefallen hat, habe ich sehr sehr doll gelobt. In Junes Fall, entspanntes vor mir laufen, voellig gelassen, ohne Anspannung und ohne Jagdabsichten.

Innerhalb von 4 Wochen haben wir so das Jagen in den Griff bekommen. June laeuft im Wald voellig entspannt vor mir her, sucht nicht mehr nach Sichtbarem Wild und laesst sich von Wild abrufen, ohne ins Meiden oder arges beschwichtigen zu fallen.

Ich moechte eine Reaktion auf meine Korrektur sehen, ansonsten kann ich mir die Korrektur sparen!! Aber wie gesagt, jeder der meine Hunde kennt weiss, ich unterdruecke diese nicht und ich bin auch nicht mega brutal zu ihnen.

LG
 
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31 Okt 2012
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#9
Ich versteh total auf was Du raus möchtest, ich glaub nur das June ganz genau weiß was Du möchtest in diesem speziellen Fall und Du halt auch mit Deiner ganzen Erfahrung dermassen gut im Timing bist, alsauch in Hundekommunikation sowie im hundegrechte Signale setzten und zu merken ob die ankommen.

Ich bin da noch lange nicht so gut, insofern muss ich da auch vorsichtiger ran gehen und genau wissen ob Emma ihre Beschwichtigung jetzt wirklich eine Reaktion ist und ein Verstehen ist - wie es sicher bei Dir ist! Oder ob die einfach nur ihr Unwohlsein zeigt und null versteht warum ich so böse bin.

Weil ich hab oft viel zuviel von Emma erwartet und dann hätte da Druck auch nix gebracht, sie hätte es trotzdem nicht verstanden. Oft verlieren die Leute auch die Geduld und schimpfen mit dem Hund, und der versteht gar nix und beschwichtigt nur. Und damit meine ich jetzt nicht Evi, sondern nur zur Erklärung.

Also natürlich hat es bei mir auch schon Beschwichtigungsignale gegeben und das ist auch richtig und wichtig - da geb ich Dir recht. Doch wenn es ständig auf Signale und Befehle eine Beschwichtigung kommt, dann denk ich mir dass da vielleicht das Signal nicht gut genug erlernt ist und es ein neutraler Befehl auch tun würde.
Wie gesagt - nicht in jeder Situation!

Keine Ahnung ob ich jetzt meine Gedanken gut erklären konnte, hier ist es einfach zu schwül. :eek:
 
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24 Sep 2012
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#10
Für mich ist Unterschied zu einem normalen Abbruchsignal, dasjenige, dass der Hund ja dann nicht beschwichtigen muss, weil es ist ein klares Signal, der Hund weiß was er tun muss - aber auch weiß dass da keinerlei Bedrohung im Spiel ist, sondern einfach ein Signal.
Das ist eine gute Erklärung und ich wusste vor dem Thread wirklich nicht das Nein ein emotionsloses neutrales Abbruchsignal sein sollte. Mir wurde das eben in der HuSchu anders eingetrichtert, habs aber eh nie so angewendet wie es mir gesagt wurde.
Aber ich verstehe nicht was an zischen so schlimm sein soll? Ist das im Kopf des Hundes als irgendwas schlechtes verankert? Ich denke das hängt vielleicht auch vom Hund ab, denn wie eben bei dem einen Labbi wurde das als Spielaufforderung verstanden.
Also ist es dann auch nicht richtig sich zu räuspern? Das ist nämlich auch so ein Geräusch dass sie davon abhält irgendwas zu tun.
Komischerweise reagiert sie sehr stark auf leise Geräusche fast nur in der Wohnung. Im Freien kann ich mich auch etwas deutlicher Räuspern und ihre Reaktion ist weniger stark. Vielleicht weil es im Freien eh lauter ist und es mehr Eindrücke gibt.
Wenn das Signal bereits gut sitzt und Emma meint trotzdem das Teil schmeckt aber jetzt so gut und sie ignoriert meinen Befehl - DANN zische ich auch mal leise oder es fliegt die Leine. Doch ZUERST gibt es ein ganz normales, sehr neutral gehaltenes Signal (auch emotionslos) und das funktioniert auch zu 99%.
Okay dann kann man doch nicht alles immer positiv belegen. Aber dafür müsste ich jetzt ein Kommando neu aufbauen. Was würdet ihr für eines vorschlagen und wie bau ich es auf wenn sie eben eh schon keine Leckerlie oder sonst was mir aus der Hand nimmt?
Von daher bist Du natürlich umso mehr gefragt zwar weiterhin klare Regeln aufzustellen, doch sehr, sehr leise Töne zu finden. Wenn Chanti beschwichtigt, machst Du zuviel - weil Du willst sie natürlich nicht bedrohen, doch für Chanti bist Du in dem Moment
Es ist ja so ich korrigiere sie schon sehr leise, wenn sie absolut nicht drauf hört was so gut wie nicht passiert dann wird der Ton auch schärfer. zB wenn sie nicht sofort zu mir kommt sondern weiter schnüffelt dann sag ich noch EY und geh schnell weiter. Da beschwichtigt sie zB nicht weil ich denke dass sie das herankommen an mich immer als positiv empfindet. Wenn sie hingegen was frisst und ich auch nur im leisen Ton was sage dann beschwichtigt sieschon bei diesen leisen Tönen weil sie wahrscheinlich eine Korrektur mit was schlechtem verbindet. Das Wort Nein könnte ich also sicher nicht mehr fürs aufbauen eines neuen Abbruchssignales verwenden.
Ich mache es z.B. anders. Ich will auf eine Korrektur von mir, eine Reaktion vom Hund, ich will sehen, ok, Korrektur angenommen!!
Genau so ist es mir auch vorgekommen und deshalb hab ich nachgefragt.
Innerhalb von 4 Wochen haben wir so das Jagen in den Griff bekommen. June laeuft im Wald voellig entspannt vor mir her, sucht nicht mehr nach Sichtbarem Wild und laesst sich von Wild abrufen, ohne ins Meiden oder arges beschwichtigen zu fallen.
Meinst du da das Meiden des Wildes oder dass sie dich meiden würde? Wir mussten ja sehr stark üben dass sie keine Pferdeäpfel frisst wegen ihrem MDR -/- und wenn sie dann so ein Teil im Maul hatte, hab ich ihr das auch rausgeholt und hab auch sicher etwas lauter reagiert als sie was im Maul hat was sicher verständlich ist wenns da um Leben und Tod geht. Sie hat es gleich mal kapiert das Pferdeäpfel böse sind und hat sie dann gemieden indem sie diese zwar anschaut aber einen Bogen drum macht. Ist das dann zu viel gewesen, wenn sie ins meiden der Situation geht indem sie einen Bogen drum macht? ich finds sehr gut dass ich jetzt sagen kann dass wir spazieren gehen können ohne einen Maulkorb zu verwenden und nicht immer Angst haben müssen dass sie was frisst das sie umbringt. Man hätte es sicher besser aufbauen können, aber in der Situation war mir das echt egal, hauptsache sie weiß so schnell wie möglich was Sache ist. Und noch was, sie beschwichtigt dann nicht wenn sie Pferdeäpfel sieht, zumindest nicht so dass wir es sehen würden, sie schnuppert auch mal wieder daran besinnt sich dann aber wieder weiterzugehen.
Ich bin da noch lange nicht so gut, insofern muss ich da auch vorsichtiger ran gehen und genau wissen ob Emma ihre Beschwichtigung jetzt wirklich eine Reaktion ist und ein Verstehen ist - wie es sicher bei Dir ist! Oder ob die einfach nur ihr Unwohlsein zeigt und null versteht warum ich so böse bin.
Stimmt, da bin ich auch sicher noch nicht so lange so weit das zu verstehen. Aber kann man das nicht erkennen in dem man sieht wie der Hund das nächste Mal auf die Situation reagiert?
Also natürlich hat es bei mir auch schon Beschwichtigungsignale gegeben und das ist auch richtig und wichtig - da geb ich Dir recht. Doch wenn es ständig auf Signale und Befehle eine Beschwichtigung kommt, dann denk ich mir dass da vielleicht das Signal nicht gut genug erlernt ist und es ein neutraler Befehl auch tun würde.
Wie gesagt - nicht in jeder Situation!
Sie reagiert nur auf Korrektur so. Bei anderen Befehlen oder Signalen macht sie das nicht. Das schaut jetzt so aus als ob sie ständig in meiner Gegenwart beschwichtigen würde. Das ist aber wirlich nicht so.=) Sie ist bei mir ziemlich entspannt und eben viel entspannter geworden seid sie sich bei mir eingelebt hat. Bei der Einschulung war das mit dem Führen etwas schwer weil sie ständig erwartet hat eine Korrektur zu bekommen und weil viel Druck auf ihren Schultern lag. Das hat man gemerkt weil sie eigentlich gar nicht so recht führen wollte und sich ständig nach hinten umgedreht hat. Das Problem ist das sie deshalb echt keinen Spaß am Führen hat… und ich es ihr irgendwie schmackhafter machen möchte das ziemlich schwierig ist. Zumindest ist sie jetzt dabei viel chilliger weil sie bei mir beim Führen eigentlich fast nie eine Korrektur braucht weil wenn sie so entspannt ist es viel besser kann.
Und jetzt mal ein Fazit dazu. Wenn ich es richtig verstanden habe soll ich das Abbruchsignal neu aufbauen. Ich bräuchte halt Hilfe wie ich das angehen soll wenn sie keine Leckerlie oder sonst was von meiner Hand nimmt weil sie das alles schon kennt und weiß ohne ein Kommando dafür benutzt zu haben. Und welches Kommando wäre dafür angebracht wenn ich Nein nicht verwenden kann. Diese Abbruchsignal kann ich dann für Kleinigkeiten benutzen wenn sie zB ohne meine Einverständnis einfach loslaufen würde, oder am Boden doch irgendwie den Käse fressen möchte oder sowas. Halt bei Situationen die nicht lebensgefährlich sind.
Und wenn es dann um lebenswichtige Dinge geht wie Pferdeäpfel oder Autos, könnte ich sie vorwarnen“ mit dem neutralen Abbruchsignal und wenn es nicht klappt so wie bisher handeln weil sie auf diese negativen Abbruchsignale wirklich zu 99,99% hört. Man müsste halt beobachten wie sie sich dann entwickelt und ob es bei uns klappt.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#11
Solche Sachen sind immer irgendwie "negativ" belegt für den Hund, da ich ihn bei etwas unterbreche, von etwas weghole, dass ihm ja wichtig ist. Da kann es dann schon mal passieren, dass der Hund uns auch mal gerne überhört. Da muss ich mich dann natürlich durchsetzen.
Wenn der Hund dann in genau dieser Situation, um bei Yukis Beispiel zu bleiben, er hatte seine Chance und ich werfe dann die Leine, mal beschwichtigt, ist das ok. Dann hat er verstanden, dass es mir wirklich ernst ist. Und man sollte immer der Situation angemessen reagieren.....also bei einem "kleinen" Vergehen eben anders reagieren, als bei einem "großen". Was man machen kann / muss ist auch vom Hund abhängig. Der eine bricht bereits ein, wenn man nur mal lauter spricht, der andere lacht darüber. Da muss man seinen Hund ein wenig beobachten.
ABER: hat er gelernt, dass ich mich durchsetze und er mir nicht auf der Nase herumtanzen kann, dann sollte ein normales Abbruchsignal, wie Nein oder Aus, ihn nicht beschwichtigen lassen.
 
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12 Dez 2012
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#12
Ich denke das hängt vielleicht auch vom Hund ab, denn wie eben bei dem einen Labbi wurde das als Spielaufforderung verstanden.
Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass Beschwichtigen auch wie eine Spielaufforderung aussehen kann. Kann das gerne nochmal nachschlagen. Aber das ist natürlich so über's Internet schwer zu beurteilen, warum der Labbi Spielaufforderungen gemacht hat. ;)
 
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24 Sep 2012
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#13
Ist Leine werfen nicht Ist Leine werfen nicht viel heftiger wie zischen? Zischen ist ja "nur" verbal und Leine werfen da wird man ja schon "handgreiflich". Ja genau das mach ich schon situationsbedingt, sie bricht zwar nicht zusammen legt aber die Ohren zurück und das ist dann irgendwie schon zu heftig. Eben bei den anderen zwei Labbis ist mir aufgefallen dass die über die Korrekturen nur gelacht haben und das wäre für mich auch nicht okay. Die haben ständig irgendwas zu fressen gefunden und auf das zusammenschimpfen haben beide nicht mal mehr reagiert.
ABER: hat er gelernt, dass ich mich durchsetze und er mir nicht auf der Nase herumtanzen kann, dann sollte ein normales Abbruchsignal, wie Nein oder Aus, ihn nicht beschwichtigen lassen.
Ok das klingt gut. Aus hab ich schön langsam aufgebaut und das funktioniert super gut und da würd ihr ja nie im Leben einfallen zu beschwichtigen. Mir kommt manchmal sogar vor dass sie sich absolut nicht schwer tut auf Aus zu hören und sich sogar freut mir den Gegenstand zu geben. Ich habs nicht aufgebaut indem wir getauscht haben, sie hat es irgendwie intuitiv gemacht. Sehr witzig eigentlich. Wir haben gezergelt und ich hab gemerkt dass sie wenn ich sitz sage während dem Zergeln, sie den Zergel sofort loslässt und sich setzt. So hab ich das dann irgendwie für das Aus genutzt, total spielerisch. Wir können jetzt das wildeste Zergelspiel haben, wenn ich aus sage dann lässt sie den Zergel sofort aus ohne je das Kommando negativ belegt zu haben.
Aber dieses Kommando Nein wurde halt wahrscheinlich total falsch aufgebaut und ich muss jetzt was dran ändern. Ob die Spielaufforderung auch ein beschwichtigen war kann ich nicht sagen, aber von mir aus gesehen hat der Labbi die Besi nicht ernst genommen weil sie sich nicht durchsetzen kann.
 
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18 Mrz 2012
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#14
Ich finde aber nicht, dass Nein oder Aus immer in einem neutralen Tonfall kommen müssen- bei einem sensiblen Hund macht das vielleicht Sinn, aber ich transportiere ja über meinen Tonfall, dass ich das nicht möchte. Auf keinen Fall sollte der Hund, wie Gundi sagt, bei kleinen Sachen und einem sitzenden Nein nicht jedes Mal beschwichtigen, das ist klar und ich schlage auch nicht ständig einen scharfen Ton an oder schreie. Aber mal als Beispiel- vor einem Nein sage ich oft ein spezielles "Jo-ey", langgezogen und eben nachdrücklich, mein Hund versteht den Unterschied zum Nennen seines Namens, beschwichtigt aber deswegen noch lange nicht. Ich hab auch das Nein erst so aufgebaut, wie Nemesis beschreibt, aber nicht ausschließlich

Evi, vielleicht kannst du statt Leckerlie ein Spielzeug nehmen?
 
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24 Sep 2012
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#15
Diese spezielle Jo-ey kenne ich, das mach ich bei Chanti auch manchmal. Spielzeug würde auch nicht funktionieren weil sie das genauso wenig aus meiner Hand oder vom Boden nehmen würde ohne ein Kommando dafür zu bekommen. Vielleicht könnte man es mit einem Ball aufbauen weil sie total Ball-verrückt ist obwohl ich mit ihr nicht Ball spiele und den könnte sie vielleicht nehmen wenn ich den rolle. Könnte man das Abbruchkommando dann so aufbauen, mit einem rollenden Ball? (in so einer Situation würd sie bei einem Nein nicht beschwichtigen weil sie dann viel zu triebig ist). Wie hast du es noch aufgebaut wenn nicht nur über nemesis Tipp? und welches Wort könnte ich dafür nehmen?
 
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26 Jan 2012
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#16
Also ich erwarte von Milo eine Beschwichtigung auf eine Korrektur. Ich finde es nicht schlimm, wenn er beschwichtigt.

Das heißt nicht, dass er eine kleine Regel überschreitet und ich ihn so lange fertig mache bis er winselnd am Boden liegt!!!
Aber ich habe hier einen Hund, der sehr viel testet und eher Labbimäßig-unsensibel ist (wenn man mal vom Klischee ausgeht). Wenn ich ein Verhalten abbrechen möchte, und er läuft superglücklich weiter und machts direkt wieder, dann bin ich nicht weiter und sorge eher für Unklarheit und Stress.
Für mich bedeutet Beschwichtigung, dass meine Ermahnung beim Hund angekommen ist. Dabei sollte ich natürlich immer klar und berechenbar für den Hund bleiben!
 
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18 Mrz 2012
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#17
Mit dem Ball kannst du versuchen. also den Grundaufbau hab ich schon so gemacht, aber eben auch in der Situation, zB wegholen und dabei Nein sagen
 
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31 Okt 2012
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#18
Nur kurz, ich bin schon am Sprung zum Grillen *lecker*

Das "Scht" seh ich ja nur als zuviel, weil Chanti zu stark drauf reagiert. Andere Hunde - wie Du ja selber schreibst - gehen damit anderes um.

Für Chanti ist es auch irgendeinen Grund schon ein sehr deutliche Ansage, da würde ich einfach weniger machen oder eben erstmal ein neutrales Kommando. Dann kannst Du immer noch ein "Scht" nachlegen, wenn sie das erste Kommando ignoriert. Dann soll es ja auch die Ernsthaftigkeit unterstreichen. Hat aber eh Gundi super erklärt.

Abbruchsignal: Da kannst jedes Wort nehmen, am besten was Dir halt in der Situation leicht von der Zunge geht und passt. Ich nehm für Nix Fressen bzw. Ausspucken "Aus" weil es für mich einfach logisch ist.
Und wenn Du es nicht mit Leckerli aufbaust, dann probiere es halt mit zB Spielzeug. Leg es vor sie hin, wenn sie es nehmen will, dann sag das Wort und nimm das Spielzeug. Aber ganz neutral. Lässt sie ab, bestätige sie und dann kannst ihr auch das Spielzeug geben oder ein anderes.

Natürlich kann es sein dass sie trotzdem mal weiterfrisst, Emma war auch eine die gerne mal was unterwegs gefressen hat. Abgewöhnt hab ich es mit einem Abbruchssignal, wenn sie dass ignoriert hat, dann hab ich in ihrem Maul rumgefummelt bis alles wieder raus war. Das fand sie richtig doof und das Thema war so schnell vom Tisch! Also Du siehts, natürlich ist nicht immer alles positiv. Doch ich versuche es der Situation anzupassen, sie sollte die Chance bekommen auf ein neutrales Kommando zu reagieren. Da es ja nur in bestimmte Situationen so ist, würde ich da etwas zurückschrauben, damit es eventuell da auch noch ohne Beschwichtigung geht.
Wenn sie nicht reagiert, na dann geht die Welt auch nicht unter wenn sie dann mal auf eine Anssage beschwichtigt.

So, ich muss weg :)
 
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24 Sep 2012
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#19
Für mich bedeutet Beschwichtigung, dass meine Ermahnung beim Hund angekommen ist. Dabei sollte ich natürlich immer klar und berechenbar für den Hund bleiben!
Genau so habe ich es mir bis jetzt auch immer gedacht. Es kommt vielleicht auch drauf an wie stark ein Hund beschwichtigt. Sie legt die Ohren zurück und senkt den Kopf ein wenig. Sie zeigt aber kein Gähnen, blinzeln, Rute einziehen, sabbern oder andere Übersprungshandlungen. Das wollte ich nur noch mal klar darstellen nicht das ein Missverständnis aufkommt.
Okay das kann ich verstehen, dass das scht dann zu viel war, in der Situation und mit meinem Hund. Dann werd ich das vorerst mal lassen.
Dann kannst Du immer noch ein "Scht" nachlegen, wenn sie das erste Kommando ignoriert. Dann soll es ja auch die Ernsthaftigkeit unterstreichen.
Das klingt für mich jetzt logisch und nachvollziehbar und ist sicherlich auch leicht umsetzbar.
Natürlich kann es sein dass sie trotzdem mal weiterfrisst, Emma war auch eine die gerne mal was unterwegs gefressen hat. Abgewöhnt hab ich es mit einem Abbruchssignal, wenn sie dass ignoriert hat, dann hab ich in ihrem Maul rumgefummelt bis alles wieder raus war.
Jep, so haben wir es auch gemacht. sie frisst auch nichts mehr, das Aus ist bei uns aber nicht negativ belegt. Letzte Woche hat sie zwar versucht Kot zu fressen und da musste ich etwas forscher werden weil da überall Kot von Ziegen, Schafen, Pferden rumlag und es zu gefährlich wegen dem MDR -/- gewesen wäre. Sie hats ausgespuckt, kapiert und die ganze Woche nie mehr versucht.
 
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24 Sep 2012
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#20
So jetzt haben wirs mal mit dem Ball probiert, und dem Kommando Nein. Aber ich bins mal ganz anders angegangen. Ich hab das Nein total freundlich vor mich hingesäuselt und ganz ganz viel gelobt. Das blöde ist sie hat so schnell kapiert dass sie dem Ball nicht nachlaufen darf, das ich bald mal eine neue Situation brauch um zu üben. Sie hat beim total freundlich gesäuselten Nein drauf reagiert und ist stehen geblieben, hat aber nicht beschwichtigt. Vielleicht ist es wirklich der Ton, der sie so beindruckt und bedroht hat. Ich weiß nicht ob sie auch im freien bei Ablenkung auf so ein freundliches Nein reagieren wird, mal schauen ich werde es probieren.
 
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18 Mrz 2012
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#21
War bei Joey auch so, mit dem schnellen kapieren, deshalb musste ich da sdann in den Situationen üben... also in leichten natürlich. Aber ist ja klasse, dass sie auf diesen Tonfall reagiert
 
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24 Sep 2012
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#22
Hast du also nicht mehr in gestellten Situationen geübt sondern eher in Situationen die einfach passieren? Mir fällt grad echt nichts ein was sie anstellen könnte um sie davon abzuhalten.*grins*
 
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24 Sep 2012
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#25
Ich versuch es dann mal. Aber es gibt wirklich nur wenige Situationen, also wird das üben lange dauern.
 
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31 Okt 2012
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#26
Na, sei froh wenn es nur wenige Situationen gibt :) Klar, das ist blöd zu üben - aber ein Zeichen dass es ja in vielen Bereich ja schon gut klappt.

Ist doch toll das sie gleich so positive auf Dein erstmal nettes "Nein" reagiert hat. ABER besser wäre wirklich ein emotionsloses Nein - also zu positive soll/muss es dann auch nicht sein. Also so ein ganz normales "nein" und gut ist es - lieber danach schön loben (was Du ja gemacht hast.) Doch das "Nein" selbst sollte wirklich nicht zu überschwänglich sein.

Und im Bedarfsfall halt dann noch mal nachsetzen und dann schon mit dem Ton in der Stimme arbeiten.
 
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24 Sep 2012
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#27
hihi, ja klar ist es gut wenn es so gut wie keine Situationen gibt, also kann bis jetzt ja nicht alles falsch gelaufen sein.XD Aber natürlich üben ist dann doof. Ich habs mal mit einem säuseligen Nein versucht um ihr die Angst davor zu nehmen und versuche es dann auch mal ein bisschen neutraler. Mal gucken, wir werden beobachten und berichten. und ja, das mit dem nachsetzen sicherlich, sie soll mich ernst nehmen und nicht auf der Nase rumtanzen.
 

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