Hoopers Agility

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#1
Hallo,

kennt und/oder macht jemand Hoopers Agility? Wir hatten heute die erste Stunde und irgendwie finde ich es öde.

Paula hingegen hat gut mit gemacht.

Wir sollten mit Spielzeug belohnen, nur ist Spielzeug für Paula auf dem Platz völlig uninteressant. (Da gibts andere Menschen, Hunde und ne Wiese voller Hasen- und Rehspuren. Für Paula ist es da schon ne Leistung, dass sie überhaupt die Nase vom Boden wegbekommt.)

Allerdings tut sie für ein Lekkerlie alles. Hat den Nachteil dass sie dann immer zu mir kommt. Lege ich ihr Bodentarget hin, latscht sie artig durch die Tore zu ihrem Target. Nur macht das für mich keinen Sinn, weil gleich die nächste Übung war: Durch zwei Tore um eine Tonne herumlaufen (und später ja noch mehr).

Ich find's wie gesagt irgendwie öde. Ich beabsichtige eigentlich auch nicht, später Agi zu machen. Ich denke eher Richtung Trickdogging und oder Mentrailing. Agi ist nicht meins.

Ich überlege dennoch vorerst beim Hoopers zu bleiben, weil ich denke es ist gut für die Mensch-Hund-Beziehung und für das Erlernen von Kommandos auf Distanz und dass der Hund lernt auf mich zu achten.

Allerdings baue ich kleine Übungen auch bei unseren Spaziergängen ein und das findet der Hund auch super und mir macht das wesentlich mehr Spaß (Auf Baumstämmen balancieren, um Bäume oder Hindernisse laufen, usw)

Sagt mal was :) Danke schonmal
 
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29 Dez 2012
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#2
Bei uns wird Hoopers angeboten, für Junghunde zur agi Vorbereitung und für alte/kranke die nicht springen dürfen.
Ich hab mit Gibbs aber direkt in der richtigen Agi Gruppe angefangen, da gerade eine neue gegründet wurde und dort auch die Höhe langsam gesteigert wird.

Ich finde alles in Richtung Agi toll um das führen zu lernen und die Arbeit auf Entfernung.

Das Spielzeug Problem hatten wir übrigens auch. Ich hab nun einen Ball, den es nur als Belohnung gibt. Ich bestimme wann und wielange es ihn gibt und sonst auch niemand. Für diesen Ball würde Gibbs fast alles tun ;)
Und allgemein hab ich mit ca 7 Monaten leckerlie als Belohnung abgebaut. Viele vergessen, dass schon das beachten des Hundes lob ist. Mein Lob geht von einem verbalen "fein" über kopfstreicheln bis zum durchrubbeln. Von einem kurzen Zerrspiel bis zu 2 langen würfen mit dem Ball und von normalen Trockenfutter bis zu Fleischwurstwürfeln. Ich belohne immer anders und bin dadurch spannender (und bepackt wie nen Esel^^ zumindest auf dem Platz)
Aber wenn ich nichts dabei hab bleibt mir auch noch die Palette vom stimmlob bis zum "fangenspielen".
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#3
Hallo Riaku,

danke für deinen Bericht. Darf ich fragen wie du das angestellt hast? Dass Gibbs auf den Ball abfährt? Ich habe so eine Kordel mit Knotenball am Ende, auf Spaziergängen mag Paula gern damit Toben und ich packe die auch nur dann aus. Auf dem Platz? Uninteressant. Dann gabs einen Ball mit Kordel, den fand sie noch besser, bis auf den Platz hat er es nicht geschafft, weil ueber meiner Würfe soweit in die Botanik ging dass wir uns von ihm verabschieden mussten. Dann hat sie einen selbst gemachten Zergel bekommen, den liebt sie über alles. Auf dem Platz? No way! Mir scheint sie ist da zu aufgeregt.

übe ich unterwegs, gibts auch Lobwörter und darauf spricht sie auch super an. Und auch dass der Clicker bedeutet, dass sie etwas gut macht hat sie gerafft. So dass sie gestern eigentlich auch zufrieden war, sobald es ein "Click" gab. Trainerin meinte aber dann ich müsse dann doller Loben (zum Click gibts auch Lobwörter), sprich ein Lekkerkie. Hm? Muss ich wirklich?

Aber er gut dass du beschreibst dass du es auch für die Arbeit auf Distanz für sinnvoll hältst. Das wäre jetzt meine Motivation. Ich denke ich werde es eine Weile lang mitmachen. Auch meine Trainerin meint dass Hoopers als Einstieg und Virbereitung aufs Agi toll wäre und sie ist Feuer und Flamme dass wir mitmachen, weil sie der Ansicht ist Paula könne richtig richtig schnell werden. Es sind in meiner Gruppe noch zwei Aussies die "feiert" sie nicht so extrem. Jetzt frage ich mich, wenn meine so doll dafür geeignet scheint. Sollte ich es dann nicht doch in Erwägung ziehen? Ich habe auch bemerkt dass Paul es etwas ...tja wie?... Sagen wir mal anders, gemacht hat als die anderen Hunde. Wie soll ich es beschreiben?

Trotz anfänglicher Aufregung auf dem Platz, weil sie ja gern jeden begrüßen möchte und jeden den wir öfter sehen wirklich doll begrüßen möchte. Kommt sie immer schnell runter wenn wir uns auf unseren "Platz" begeben. Wärend andere Hunde Kläffen, rumziehen, in der Weltgeschichte rumschnüffeln, setzt sich Pauls dann neben mich und guckt mich an bis wir dran sind.
Wenn wir dann dran sind ist es anfänglich etwas mühselig ihre Aufmerksamkeit trotz Reh- und Hasenkötteln auf mich zu ziehen, aber ist dies erstmal geglückt und Madam hat verstanden dass wir hier etwas mit den ganzen Dingern machen die da rumstehen. Dann ist sie voll dabei und gibt Gas. So konnte ich beobachten, wie andere Hunde an den "Toren" vorbei liefen, gemächlich hindurch schnüffelten, drumherum liefen etc. Das gleiche mit den Tonnen. Ich hätte jede Wette abgegeben dass Paula erstmal zum nächstbesten Hund rennt, wenn ich die Leine losmache, aber nö sie blue sitzen schaute mich an rannte durch die Tore und um die Tonne herum. Also nix mit: langsam, ich guck mal. Sondern ratzefatz. War unsere Übung zu Ende, geht sie ohne Probleme wieder mit mir zur Warteposition, sitzt neben mir und guckt mich an.

Das war also bei ihr alles etwas "anders" als bei den anderen Hunden. Jetzt habe ich von Agi keine Ahnung und weis auch nicht woran man erkennt ob ein Hund geeignet ist. Aber dass Paula voll dabei war, konnte sogar ich erkennen. Auch dass Paula beim Komando "Ende" (kennt sie von allem was wir so machen), gleich abschaltet und ...ja wie soll ich das jetzt wieder beschreiben?..... Also wenn sie merkt wir machen "was" dann wirkt sie irgendwie "wach", "unter Spannung", "aufmerksam", die Körperhaltung ist anders. Kommt das Kommando "Ende" gibts einen letzten Blickkontakt und man kann förmlich sehen wie der Hund "relaxt" (ich finde keine andere Beschreibung)? Dass das gut ist, verstehe sogar ich und dass sie sich damit deutlich von den anderen Hunden auf dem Platz unterscheidet, sehr ich auch.

Bedeutet dies aber schon dass sie für Agi geeignet ist? Ich habe keine Ahnung. Die Trainerin meint ja ja JA!!! und ist ganz aus dem Häuschen.

Tja, jetzt steh ich hier im kurzen Hemd und Frage mich sollte ich das fördern? Es macht dem Hund scheinbar Spaß. Hänge ich meine Idee von Trickdogging und Mantrailing an den Nagel? Oder könnte mein Hund auch darin seinen Spaß finden? Ich weis es nicht, da ich Agi nie auf der Fahne hatte.

Was tun sprach Zeus? (Schon klar ich muss jetzt garnichts entscheiden und kann in alles andere auch erstmal reinschnuppern. Vielleicht mache ich das auch, am Sonntag gäbs einen Workshop zum Trickdogging, da könnte ich ja sehen ob Paula mit dem gleichen Feuereifer dabei ist).

Auch wenn ich jetzt "haue" bekomme: es ist schon ein bischen so, als hätte man für sein Kind immer eine Karriere in Beruf x im Auge gehabt, aber es stellt sich heraus dass es für Beruf y ein Talent zeigt. (Bitte versteht mich nicht falsch, ich vermenschliche den Hund nicht, möchte dennoch das machen woran sie am meisten Freude hat)

Was denkt ihr? Habt ihr gleich gewusst welche Sportart es werden soll und darauf hingearbeitet? Oder gabs bei Euch auch Entwicklungen in Richtungen die ihr nicht geplant hattet?

(Bei meinem Bekannten ist es so, sein Jo war der erste auf dem Platz der rückwärts die 8 um die Beine laufen konnte und macht beim Trickdogging auch mit, aber richtige Freude hat er beim Mantrailing, das sieht man ihm förmlich an.
 
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29 Dez 2012
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#4
Ich hab es relativ abrubt umgestellt. Dazu muss man sagen, dass ich bei Gibbs sehr auf Ruhe geachtet hab (sogar etwas zu viel) und er daher nicht gelernt hatte wie toll spielen mit mir sein kann. Das musste ich ihm erstmal wieder beibringen.

So gab es dann nurnoch getrennt gassi (haben ja noch schoko) und leckerchen nur für Fuß an der Straße und Hundebegegnungen. Auf dem gassi hab ich mich zum Affen gemacht und auch in der Wohnung wird jetzt gespielt. Beim zergeln sollte ich ihn auch erstmal nur gewinnen lassen. Außerdem gab es zum ersten mal einen richtigen Ball.
Dadurch hat er schon mehr auf mich geachtet und wenn ich ein spieli rausgeholt hab war er Feuer und Flamme. (In der Zeit hat unser Trainingsstand stark stagniert, da ich erstmal nurnoch basics gefordert hab) als diese dann wieder gut klappten haben wir mit neuem angefangen (darunter Agi) Gibbs war da schon 1 Jahr. Es dauert also und geht nicht von heute auf morgen.
Mittlerweile machen wir ein zwischending. Es gibt wieder mehr Leckerli und der Jackpot ist sein Futterdummy. Es dauert aber herausfinden was einen Hund wirklich am besten motiviert. Ohne die Zeit ohne Leckerli hätte ich aber auch nie gemerkt wie gut er einfach nur mit stimmlob und streicheleinheiten arbeiten kann.
 
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20 Feb 2011
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#5
warum baut ihr da was mit dem Target auf??
Bögen bzw diese Tore sind ja im Grunde nichts anderes wie normale Hürden..und die baut man ja auch nicht mit einem Target auf.

Bezüglich des Spielzeugs: es ist natürlich schwer es einem Hund beizubringen der generell wenig Spieltrieb hat und es nicht von klein an kennt. Aber auch das ist möglich. Ich würde dafür allerdings was weicheres nehmen und nicht diese harten Bälle am Schnurr. Zum Beispiel Fließzergel oder die Gitterbälle mit dem Zergel dran.

Ich hab das Glück und hab mit meinen auch von Welpe an gespielt, sie arbeiten für Futter und für Spielzeug gut.
 
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22 Sep 2014
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#6
Auf dem Platz? No way! Mir scheint sie ist da zu aufgeregt.
Nur schnell angebracht: Otis war ja auf dem Platz auch immer zu aufgeregt und wollte nicht spielen. Bei ihm bedeutet "Nicht spielen können" aber, dass er gerade unter emotionalem Stress steht. Futter nahm er zwar noch an, aber zum Teil sehr hecktisch. Mit Spielen und Futter ist es ähnlich: Hunde die unter Stress stehen, spielen nicht. Weil: wenn ich es richtig verstehe, hat Paula ja ansonsten Spieltrieb?

Bedeutet dies aber schon dass sie für Agi geeignet ist? Ich habe keine Ahnung. Die Trainerin meint ja ja JA!!! und ist ganz aus dem Häuschen.

Tja, jetzt steh ich hier im kurzen Hemd und Frage mich sollte ich das fördern? Es macht dem Hund scheinbar Spaß. Hänge ich meine Idee von Trickdogging und Mantrailing an den Nagel? Oder könnte mein Hund auch darin seinen Spaß finden? Ich weis es nicht, da ich Agi nie auf der Fahne hatte.
Ich würde gucken, was euch BEIDEN Spaß macht. Ich habe nach ein paar Monaten festgestellt, dass der Platz (erstmal) nix mehr für mich ist. Wir tricksen fast jeden Tag und dabei blühen wir beide richtig auf und haben totalen Spaß. Otis hat, meiner Meinung nach, auf dem Platz gemerkt, dass ich unkonzentriert war und hat mich schön gespiegelt...
 
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FrauRossi

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26 Mai 2015
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#7
Hallo,

ja Paula hat ansonsten Spieltrieb. Zu Hause, auf der Wiese, im Wald, am Wasser. Ball, Zergel, Seil, Stock, Plüschtier. Mit allem toben wir rum.

Mit dem spiegeln könntest du auch recht haben, weil Paula eigentlich für jeden Vorschlag zu haben ist, und wenn wir im Wald um Bäume rumlaufen, auf Baumstämmen balancieren oder auf Baumstümpfen sitzen, dann sind da ja nicht weniger Gerüche die ablenken könnten, dennoch macht sie sofort mit wenn ich rufe "guck mal" und ihr irgendwas zeige. Auf dem Platz hingegen, tja ich find's da halt nicht so doll und bin im wesentlichen angeödet. Hat auch was von "Vereinsmacherei" und da bin ich nicht so der Typ für. Ich werd's mir gründlich überlegen. Und Wasser Riaku schreibt, zur Umstellung auf Spielibelohnung, ist ja auch etliche Übungen wert. Ich werde eher versuchen darauf mal mein Augenmerk zu legen.

Nützt ja nix wenn mein Hund im Agi zwar das Zeug zur Rakete hätte, ich mir aber wie ein wildes Tier im Zoo vorkomme.

Peach fragte noch noch nach dem Bodentarget: das haben wir nur am Anfang kurz benutzt, weil Paula dann leichter von den Rehkötteln weg zu bekommen ist. Dient da nicht zum Aufbau von irgendwas, in dem Fall nur um die Anfangsaufmerksamkeit von Paula zu wecken. Warum auch immer, das Target mag sie :)
 
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20 Feb 2011
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#8
vielleicht habt ihr einfach nur komische Plätze kennen gelernt :p und komische Trainer. Also ich bin gern bei uns im Verein (DVG) und Agi ist mega witzig. Da wird eben so trainiert, dass der Hund gar nicht daran denkt, Köttel zu fressen :D Spaß Spaß Spaß steht da an erste Stelle.
Und wenn mich mein Hund da so stehen lässt, dann wäre ich umso ehrgeiziger, dass auch dort arbeiten funktioniert. Dann macht man halt erst nicht Agi, sondern Gehorsam. Kleine Sequenzen mit Aufmerksamkeit.

Hier ist unser normales Agi Video :D man beachte die Trainerin am Ende. So muss man sich freuen!
https://www.youtube.com/watch?v=wJ4BMZ8d1kg
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#9
Das liegt bei mir nicht an "dem" Platz. Sondern an sowas allgemein. Ich find Fußball auf nem Platz genau so öde. Aber mal auf ner schlammigen Wiese zocken? Warum nicht, ich bin dabei. Generell liegen mir Mannschaftssportarten und die dazugehörigen Plätze nicht. Möchte ich noch nie. Ich bin mehr so der Typ der Freude daran hat zwei Wochen allein übern Gletscher zu latschen :). Daher jetzt zum Vereinsmeierei werden nur weil ich n Hund hab? :) och nö :) wahrscheinlich nicht. Zur HuSchu zur Grubderziehung latschen wir natürlich trotzdem artig :)
 

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