Hüftgelenksdysplasie

Dabei
1 Jun 2015
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#1
Hallo Zusammen,

wir sind verunsichert. Unser Lupo hat ende Mai die Diagnose schwere HD erhalten, mit direkter OP-empfehlung. Die Physio ( bei der Lupo nun schwimmt ) sagt, wir seine Meilenweit von einer OP entfernt. Gestern waren wir dennoch in Duisburg am Kaiserberg für eine 2. Meinung, da er erst drei Jahre ist und wir ihn nicht ewig mit Medis vollpumpen wollen. Wir wollen, dass er wieder aktiv und fröhlich am Leben mit unserem Arbeitlinien ("ADHS") Hund Charlie teilnehmen kann.
Dr Sars ist pro OP, da der Hund lahmt und die Pfanne in schlechtem Zustand ist. Möglicherweise lässt sich eine neue Hüfte bei weiterer Abnutzung schlechter bis garnicht einsetzen.

Er bekommt bereits Nahrungsergänzung, schwimmen, Massagen, Tiefenmuskelaufbau, durch verschieden Übungen, Cavaletti. Alles im wechsel. Kleine Pipirunden und immer die Hunde zur Ruhe auffordern, wenn sie spielen wollen.

Wir hören von nicht so guten Erfahrungen aus Aachen, jetzt aus Duisburg. .... ich könnte spucken.....Gibt es denn keine Mitte? Jemanden, der kritisch beide Seiten beleuchtet?
 
Dabei
7 Okt 2014
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#4
Ich würde vermutlich auch erstmal noch auf gezielten Muskelaufbau und Physio setzen, eventuell bei noch einem Physiotherapeuten vorstellig werden.
Wie lange versucht ihr es schon übers Training, seit Mai erst?
Kennt ihr Collagile Dog?
 
Dabei
31 Jan 2016
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#5
Diego hat ja auch ne HD rechts, wir haben dann mit 15 Jahren noch eine Denervation machen lassen weil er eigentlich gar nicht mehr laufen konnte. Im Nachhinein hätten wir schon 2 Jahre eher operieren lassen sollen( haben ihn ja erst 3 Jahre). Jetzt ist er 16 und ihm gehts ganz gut, die Op hat er erstaunlicher Weise echt gut weg gesteckt Ich bin also ehr pro Op eingestellt, vor allem wenn ein so junger Hund schon Probleme hat.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#6
Hallo Susianna,

das hört sich überhaupt nicht gut an. :( Wie ist den die Prognose mit einer künstlichen Hüfte, also wie lange hält sie bei einem Hund?
Wir haben gerade in der Familie einen Fall mit schwerer HD beim Zweibeiner. Es wird jetzt eine Ersatz OP gemacht, weil die künstliche Hüfte bei einem 33 jährigen Menschen nicht für immer halten wird.
Das Problem ist ähnlich wie bei Lupo. Die Pfannen sind im schlechten Zustand und der Knorpel ist auch schon futsch. Uns wurde erklärt, je öfters ein Hüftgelenk eingesetzt wird, desto schlechter kann die neue Hüfte eingesetzt werden, da sie immer schlechter verankert werden kann. Jetzt wird wie gesagt eine OP zur Erhaltung/ Stabilisierung des Gelenks gemacht mit anschließender Therapie. Weil Lupo noch ein junger Hund ist, wäre für mich auch wichtig zu wissen wie lange das neue Gelenk halten würde und ob es nicht auch so eine OP zur Erhaltung, oder Stabilisierung für Hunde gibt? Die Gedanken schwirrten mir gerade so im Kopf, als ich deinen Beitrag las. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass ihr einen Weg findet!!!


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Dabei
19 Aug 2011
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#7
Hallo Susianna,

das hört sich überhaupt nicht gut an. :( Wie ist den die Prognose mit einer künstlichen Hüfte, also wie lange hält sie bei einem Hund?
Wir haben gerade in der Familie einen Fall mit schwerer HD beim Zweibeiner. Es wird jetzt eine Ersatz OP gemacht, weil die künstliche Hüfte bei einem 33 jährigen Menschen nicht für immer halten wird.
Das Problem ist ähnlich wie bei Lupo. Die Pfannen sind im schlechten Zustand und der Knorpel ist auch schon futsch. Uns wurde erklärt, je öfters ein Hüftgelenk eingesetzt wird, desto schlechter kann die neue Hüfte eingesetzt werden, da sie immer schlechter verankert werden kann. Jetzt wird wie gesagt eine OP zur Erhaltung/ Stabilisierung des Gelenks gemacht mit anschließender Therapie. Weil Lupo noch ein junger Hund ist, wäre für mich auch wichtig zu wissen wie lange das neue Gelenk halten würde und ob es nicht auch so eine OP zur Erhaltung, oder Stabilisierung für Hunde gibt? Die Gedanken schwirrten mir gerade so im Kopf, als ich deinen Beitrag las. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass ihr einen Weg findet!!!


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Ich bin da nun nicht sehr erfahren und es ist nun auch gefährliches HALB wissen (!), aber ich habe mal gehört, dass künstliche Gelenke, egal ob Hund oder Mensch, da es beides aus dem selben Material besteht, pi mal daumen zwischen 10 und 15 Jahren halten kann.
Für einen Hund also (je nach Alter), das komplette Leben.

Aber das ist nun wie gesagt gefährliches Halbwissen (!) und wenn Susianna123 das noch nicht erfragt hat auch mal nach fragen.
 
Dabei
1 Jun 2015
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#8
Hallo und vielen Dank für Eure Gedanken.
@Finniepoh und Kathi, Muskelaufbau sind wir erst seid vier fünf Wochen dabei.

Es handelt sich um rechts ungefähr Gard C und links Grad D-E. Wobei er eher rechts lahmt, wenn er Schmerzen hat.

Wir haben Kontakt mit drei Physios: einen für Massage, einen Tiefenmusulaturaufbau und eine Schwimmen. Schwimmen war er heute dass ca 7.x, heute schon 20 min aber mit Weste. Daheim hat er direkt vom Auto ins Haus gehumpelt, wieder mit rechts. Die Physios sagen auch und auch ein Gespräch über Verwandschaft von Lupo mit der gleichen Diagnose 1,5 Jahre zuvor beinhaltet, dass die schwere des HD und nur das Röntgenbild nicht alleine relevant sind. Der Verwandschaftshund hat den gleichen Grad und durch Muskelaufbau etc. über das letzt Jahr zur Zeit kleinerlei Beschwerden.

Bezüglich der Haltbarkeit habe ich die gleich Info wie Shellingford.
@oldmandiego: was ist denn eine Degeneration?

 
Dabei
31 Jan 2016
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#9
Bei einer Denervation werden die Nerven an den Hüften durchtrennt um ,,einfach“ eine Schmerzfreiheit zu erziehlen. Die hält meist nur ein paar Jahre, dann können die Nerven wieder zusammen wachsen, bei Diego ja aber egal wegen den Alter. Bei Jungen Hunden macht man das manchmal und hat danach trotzdem noch alle Möglichkeiten in Form von Künstlicher Hüfte oder Femurkopfresektion. Ist halt so eine ,,Überganglösung“ bzw Zwischenlösung weil man das eigentliche Problem der Hüftpfannen/Hüftköpfe ja nicht angeht.
 
Dabei
27 Feb 2017
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#10
Bei HD kenne ich mich leider gar nicht aus, aber als Tierklinik kann ich Dir die in Frankfurt-Kalbach sehr empfehlen. Dobby ist da am Kreuzband operiert worden und es war alles super. Ich durfte bei ihm bleiben, bis er eingeschlafen war und durfte nach der OP auch beim Aufwachen wieder bei ihm sein. Das war hart für mich, aber ihn hat es meines Erachtens nach beruhigt. Dr. Andreas Fischer ist Chef der Chirurgie und ein super Arzt. Mitfühlend, erklärt super, nimmt sich Zeit, ist auch im Nachhinein über Mails erreichbar. Eine absolute Empfehlung dafür: https://www.tierklinik-kalbach.de/dr-andreas-fischer.html
 
Dabei
3 Apr 2016
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#11
neue gelenke (egal , ob mensch oder tier) halten i.d.r. zwischen 10 - 15 jahre , das sind sich alle mediziner einig . in der humanmedizin bedeutet das u.u. , daß man nach alter des patienten erneut (mehrfach) operieren muss . für hunde bedeutet es ggf , daß sie mit einem neuen hg dann bis an ihr lebensende zurecht kommen . meistens sind die prognosen bei hunde sehr gut , da sie das neue gelenk gut akzeptieren UND mit entsprechender physio recht schnell wieder normal leben können .

insofern würde ich so eine op sicher machen lassen , wenn der hund noch jung ist . er kann damit sicher den rest seines lebens gut leben und normal belastet werden .

natürlich ist eine 2. meinung bestimmt auch gut - es gibt genügend kompetente ärzte , die das beurteilen können . viel erfolg und alles gute für deinen wuff !!
 
Dabei
7 Okt 2014
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#12
Der Hund einer Bekannten hat bis zum neunten Lebensjahr Agility gemacht , bevor dann schwerste HD festgestellt wurde (was ich nicht nachvollziehen kann, bevor ich einen Hund Agi laufen lasse, lasse ich den doch röntgen!),bei dem wurden dann auch die Nerven durchtrennt und kurze Zeit lief er auch wirklich gut damit.
Jetzt ist er zwölf, meine ich, und kann aus eigener Kraft schon länger keinerlei Treppen mehr steigen etc.
Das ist meines Erachtens nach wirklich nur eine Lösung für relativ alte Hunde.

Fünf Wochen sind noch nicht lang, zumal der Körper ja auch ein Schmerzgedächnis entwickelt.
Aber in Anbetracht des Alters im Zusammenspiel mit den Symptomen muss man das wirklich gut und individuell abwägen, denn es gibt nun mal Hunde, die haben selbst bei leichter HD üble Schmerzen und andere laufen mit schwerer rum, ohne dass man es ihnen anmerkt.
Ich würde es wohl noch bis zum Herbst alternativ versuchen und sowas wie Collagile oder Gladiator ausprobieren und mich dann endgültig entscheiden, in der Zeit noch andere Meinungen einholen.

Leider darf man ja auch nicht den Kostenfaktor außer Acht lassen, grade lebenslangen Physio kostet immens viel, da sollte man damit schon auch gute, Sichtbare Erfolge erzielen.
 
Dabei
1 Jun 2015
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#13
Vielen Dank für Eure Meinungen. Sie bestärken meine Meinung wieder etwas, mir und ihm noch etwas Zeit zu geben. Einen vernünftigen Chirurg suchen und gen Herbst Winter die OP machen zu lassen. Ich möchte jetzt auch nichts überstürzen und hastig operieren lassen. Ich denke die paar Monate werden nicht hinderlich sein.
 
Dabei
24 Jan 2008
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#15
Meine Golden Retriever Hündin wurde mit 12 Monaten geröntgt mit der Diagnose schwerste HD . Damals kamen gerade die Golddrahtimplantate auf und wir haben das gemacht . Mit einem entsprechenden Muskelaufbautraining und gezielten Übungen hat sie danach bis zum 9. Lebensjahr funmassig Agi gemacht und ist ohne Schmerzen und Lahmheiten fast 13 Jahre alt geworden .Im Alter bekam sie dann leiden Spondylose und dadurch bedingt konnte sie mit 12 Jahren schlecht ,bis später gar nicht mehr laufen sodas wir sie dann erlösen mußten .
 
Dabei
1 Jun 2015
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#16
Hallo zusammen, mit Gold haben wir uns einfach noch so garnicht befasst. Habe jetzt gerade in einem Artikel dazu etwas gelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe, hilft das Goldimplantat dabei, den Atroseschmerz zu reduzieren, der Hund läuft schmerzfrei und aktiviert die Musklen besser, Gelenkschmiere ist in Bewegung etc....? Es ist die Frage, ob das reicht?

Stand heute ist bei uns so: Die TA, und Freundin des ebenfalls betroffenen Hundes aus der Verwandschaft, hat als 3. Meinung sich das Röntgenbild angesehen und meinte, dass es bei Lupo schlimmer aussieht als bei der Verwandschaft, wo noch mit Phsyio etc die Op noch in weiter Ferne gerutscht ist. Bei Lupo wird das vorraussichltich nicht mehr zum gewünschten Ziel reichen. Da linksseits quasi keine Pfanne mehr da ist, und es aussieht als würde da bereits was splittern.

Diese TA hat weder Vor noch Nachteile von der Diagnose. Sie ist km weit entfernt und wird Lupo nicht behandeln. Ich denke, dass sie da sehr objektiv ist.

Die Indikation aktueller Schmerzen veranlasst alle Ärzte zu einer OP zu raten.
....HMMMM.....
Nun sind meine Gedanke wieder leer, durcheinander...., hmmmm
 
Dabei
1 Jun 2015
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#18
du hast vollkommen recht.
und gestern haben mein mann und ich das auch besprochen und nun kommt soetwas wie gold in den Raum geworfen, Igrgendwie versuche ich grad nach jeden Strohhalm zu greife um nichts falsch zu machen.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#19
du hast vollkommen recht.
und gestern haben mein mann und ich das auch besprochen und nun kommt soetwas wie gold in den Raum geworfen, Igrgendwie versuche ich grad nach jeden Strohhalm zu greife um nichts falsch zu machen.
Ich kann das verstehen, so eine Entscheidung zu treffen ist nicht einfach... aber so wie ich dass sehe habt ihr auch keinen Spielraum für Goldimplantate... Es ist so wie es ausschaut schlicht fahrlässig ihn nicht zu operieren!
Wartet nicht mehr zu lange! Ihr würdet es euch nie verzeihen!
 
Dabei
19 Jan 2017
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#20
Hey Susianna,

wenn die Diagnose handfest und seriös ist und das Gelenk wirklich so beschädigt ist, dass bereits schon was splittert, dann würde ich so schnell es geht operieren lassen und ihm ein neues Hüftgelenk einsetzen lassen. Wenn es 10-15 Jahre hält.
Vielleicht ist es in der Situation besser die OP als Heilung und Hilfe für Lupo anzusehen. :) Als wenn jetzt mit Muskelaufbau, Gold etc. bei dieser schwere der HD dem Gelenk und Lupo noch mehr zugemutet wird. Ich bin auch kein Experte, aber die Gefahr besteht doch auch, dass der Einsatz der neuen Hüfte immer komplexer wird wenn das Gelenk und die Knochen immer weiter an Substanz verlieren. Plus lose Splitter, die entfernt werden müssen. Ganz zu schweigen von den Schmerzen und den vielen Medikamenten. Eine sofortige OP würde doch in diesem Fall helfen, als wenn noch länger gewartet würde und es noch schlimmer macht, als eh schon ist, oder?
 
Dabei
1 Jun 2015
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#21
Liebe Katrin, bei diesem Wust an Gedanken ist es doch gut, wenn jemand anderes es auf den Punkt bzw auf eine Gerade ohne links und rechts bringt. Danke. Und wie immer hat doch das Bauchgefühl recht, bzw das schon gefühlt.
 
Dabei
19 Aug 2011
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#22
Ich kann mich da Fachkraft anschließen.
Bei meiner jüngsten sieht es momentan auch nicht so günstig aus und Die physiotherapeutin gestern meinte: "Ich kann an Vida blutegel setzen, aber mal unter uns in der aktuellen Situation würde ich alternativ Heilung, alternativ Heilung belassen und die Schulmedizin anwenden"

Daher warte ich heute Abend das Gespräch bei uns noch ab und muss dann auch eine erste Entscheidung treffen.

Daher, manchmal sind Alternativen gut, aber in sehr akuten Fällen, sollte man doch eher auf die Medizin setzen, da die oft schneller greift.
 
Dabei
24 Jan 2008
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#23
Hallo zusammen, mit Gold haben wir uns einfach noch so garnicht befasst. Habe jetzt gerade in einem Artikel dazu etwas gelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe, hilft das Goldimplantat dabei, den Atroseschmerz zu reduzieren, der Hund läuft schmerzfrei und aktiviert die Musklen besser, Gelenkschmiere ist in Bewegung etc....? Es ist die Frage, ob das reicht?

Stand heute ist bei uns so: Die TA, und Freundin des ebenfalls betroffenen Hundes aus der Verwandschaft, hat als 3. Meinung sich das Röntgenbild angesehen und meinte, dass es bei Lupo schlimmer aussieht als bei der Verwandschaft, wo noch mit Phsyio etc die Op noch in weiter Ferne gerutscht ist. Bei Lupo wird das vorraussichltich nicht mehr zum gewünschten Ziel reichen. Da linksseits quasi keine Pfanne mehr da ist, und es aussieht als würde da bereits was splittern.

Diese TA hat weder Vor noch Nachteile von der Diagnose. Sie ist km weit entfernt und wird Lupo nicht behandeln. Ich denke, dass sie da sehr objektiv ist.

Die Indikation aktueller Schmerzen veranlasst alle Ärzte zu einer OP zu raten.
....HMMMM.....
Nun sind meine Gedanke wieder leer, durcheinander...., hmmmm
Meine Hündin war natürlich auch bedeutend jünger als wir das damals gemacht haben und absplitterungen und dergl hatte sie auch nicht .Ich würde in deinem fall auch nicht mehr warten und eine baldige OP als Option sehen .
 
Dabei
12 Jul 2012
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#26
susanne, die entscheidung ist schwer aber wenn dir 3 TA dazu raten..würde ich auch schnellstens eine op wagen. er kann ja nur gewinnen. alles liebe euch
 
Dabei
9 Jan 2018
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#27
Morgen :)

Ich würde dem Rat des Arztes folgen, der weiß sicherlich was er da sagt und vor allem ist es ja auch so dass der auch nur möchte das es dem Hund gut ergeht.
Mein Lessy hat auch Probleme mit seinen Gelenken, da sind wir auch schon auf der Suche nach einem Mittel welches wir ihm vorübergehend geben können solange der Termin für die OP noch nicht ansteht.
Hatte mich schlau gemacht und dabei auch viele Mittel finden können.
Zum Beispiel habe ich bei https://hanf-oel.biz/ das Hanföl gefunden, es soll beim Menschen aber auch bei Tieren die Vitalität verbessern und Schmerzen in Gelenken etc auch lindern.
Nach Rücksprache mit dem Arzt ist es auch ein gutes Mittel welches man verabreichen kann.

Wir geben dem kleinen 2 Tropfen am Tag, jedenfalls humpelt er nicht mehr so krass wie er es mal gemacht hat.
Aber den Termin beim Arzt werden wir auch wahrnehmen.
 
Dabei
9 Apr 2013
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#28
Ich kann dich so gut verstehen, man weiß nicht wie der richtige Weg aussieht und was das beste für den Hund ist.

Auch wir standen vor so einer Entscheidung. Bei unserer Hündin wurde mit 7 Monaten beidseitig schwere HD (beide Seiten waren subluxiert) festgestellt. Ein Schock, bei einem so jungen Hund! Mein Haustierarzt hat mir nicht viel Hoffnung gemacht. Wir haben uns viel im Internet informiert und haben Spezialisten kontaktiert. Für uns kam,da sie ja noch jung war auch eine BDO (dreifache Beckenumstellung) in betracht. Allerdings gingen da die Meinungen extrem auseinander. Eine Nervendurchtrennung kam für uns nicht in frage, ich wollte keine Op, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, diese wieder machen zu müssen. Künstliche Hüften sind sehr teuer (wir ja beidseitig) und dafür hatte ich einfach schon von zu vielen schlechten Erfahrungen gehört. Der Gedanke eine Femurkopfresektion durchführen zu lassen, war für mich irgendwie erschreckend und ich konnte mir nich vorstellen, wie der Hund ohne Oberschenkelköpfe laufen soll. Dann habe ich in einer Gruppe auf Facebook von eine Kapselraffung bei jungen Hunden gehört und mich mit der Tierärztin in kontakt gesetzt. Wir sind dann mit unserer Hünden über drei Stunden zu ihr hin gefahren und es wurde, 6 Wochen nach dem ersten Röntgenbild, ein neues gemacht. Das Ergebnis des neuen Bildes war für uns wieder ein Schock. Die Pfanne war noch flacher geworden und es hatten sich schon Arthrosen gebildet. Eine Kaspelraffung war daher nicht mehr möglich. Nach einem langen und ausführlichen Gespräch mit der Tierärztin, haben wir uns dann doch für eine Femurkopfresektion entschieden. Eigentlich das, was ich gar nicht wollte. Das ist jetzt 2Jahre her und ich kann zum Glück sagen, es war die richtige Entscheidung!
Keiner der sie umherflitzen sieht glaub, dass sie "keine" Hüften mehr hat. Sie läuft mit Vorliebe Hänge rauf und runter, springt über Gräben und kann mit anderen Hunden beim Rennen mithalten. Agi mache ich aber nicht mit ihr, es gibt auch viele andere schöne Dinge, die wir machen können.
Ich schreibe dir das, weil ich dir Mut machen will. Es gibt bei HD nicht die eine OP oder Therapie. Jeder Hund ist anders und jede HD ist anders. Meine Hündin ist eine Kämpferin und sehr robust, für sie war das der richtige Weg. Hätte meine Dalmi Hündin HD gehabt, hätte ich es vielleicht erstmal mit Gold probiert.
Das wichtigste ist Physio egal ob ohne oder mit OP! Mittlerweile gehe ich bei Problemen des Bewegungsapperates erstmal zur Physio, die schauen sich den Hund viel genauer an als ein Tierarzt, da dauert die Untersuchung bei einigen nur ein paar Minuten. Sollte ein Röngtenbild o.ä. erfordelich sein,geht es natürlich weiter zum Tierarzt.

Ich drücke dir die Daumen für deinen Hund, dass ihr den richtigen Weg findet.
 
Dabei
1 Jun 2015
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#29
Es gibt bei HD nicht die eine OP oder Therapie. Jeder Hund ist anders und jede HD ist anders.
Oder auch jeder behandelnde Chirurg nutzt ein anderes Implantat, sowie andere Befestigungsweisen.

Ich hatte nun von knapper, schlechter Beratung mit "wenig" Kosten bis sehr ausführlicher 1,5h Beratung und intensiven Kosten alles dabei. Und auch da wieder: der eine sagt schwimmen sei gut, der andere sagt, wegen der ruckartigen Hinterhandbewegung, sei es nicht so gut. Nun ja mein Bauchgefühl sagt, dass es ihm bei moderater Intensität gut tut. Vor allem auch bei den Temperaturen gerade.
Mir ist natürlich klar: fragt man 10 Köche bekommt man 11 Meinungen. Ich beende diese Suche nach richtiger Klinik ( die 4.dann ) morgen, mit dem Besuch einer Klinik in der Nähe und werde dann im Urlaub eine auswählen, so dass er im September operiert werden kann.
Das nimmt doch ganz schön viel Zeit, Geduld und leider auch Geld in Anspruch. Für den anderen Hund werde ich alsbald eine OP-versicherung abschliessen. Ich bedanke mich für Eure lieben Worte und Meinungen und halte Euch auf den laufenden.
 
Dabei
19 Aug 2011
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#30
Ich kann OP-Versicherungen auch nur empfehlen.
Meine wurden alle nach dem Unfall von Pangari auch versichert.
Und ja... die Suche nach der richtigen Klinik ist schwer, das hatte ich bei Pangari nach der ersten OP auch hinter mir und dann die Entscheidung treffen, in der Hoffnung, es ist die Richtig für seinen geliebte Freund, ich kann deine Gedanken und Gefühle da absolut nachvollziehen, fühle dich daher mal gedrückt.
Ich bin sehr gespannt, wie es bei euch weiter gehen wird und drücke ganz fest die Daumen, dass alles sich zum guten wendet :)
 
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