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Nur eine Phase?

Dabei
13 Okt 2011
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#1
Liebe Foris,

seit ca. 2 Wochen hat Milo ein Problem mit Hunden die jünger sind als er. Er schränkt diese komplett ein, z.B. letztens waren wir an den Poller Wiesen am Rhein spazieren und uns kam ein 7 Monate alter Malinois entgegen. Milo und erliefen frei, also haben sie sich erstmal beschnuppert. Dann hat der Mali ihn zum spielen aufgefordert (Oberkörpertiefstellung + rumhüpfen) und Milo hat sich ihm in die Seite gehangen und dabei geknurrt + tief gewufft, dass tat er immer sobald sich der Mali bewegt hat. Und seither macht er das bei jedem jüngeren Hund egal ob Weiblein oder Männlein, groß oder klein... ich kann ihn super wegrufen und er geht dann ohne zu murren mit mir mit, aber komisch find ich das schon. Mit gleichalten und älteren Hunden ist nach wie vor alles gut :), Milo ist nun ca. 1 1/2 Jahre alt.

Nachher werde ich auch mal bei meiner Hundetrainerin nachfragen, sie war nun eine Zeit lang im Urlaub, dachte mir aber grad spontan, vllt. gibt es hier Mitglieder die sowas auch hatten :).

Auch würde mich interessieren wie sich eure Rüden mit anderen Rüden vertragen und ab wann sich bei euch evtl. eine Rüdenunverträglichkeit eingestellt hat.

LG
 

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Dabei
21 Sep 2009
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#2
Dein Hund steckt mitten in der Pubertät ... Die Unverträglich gegen andere Rüden stellt sich meist so zwischen dem 1-2 Lebensjahr ein! Aussies sind Spätentwickler und erst mit einem alter von 3-4 Jahren wirklich erwachsen! Bei einer Lebenserwartung von 12-15 Jahre kannst du folgende Rechnung aufstellen: Du hast 4-5Jahre einen jungen Hund, 4-5 Jahre einen erwachsenen Hund und 4-5 Jahre einen Senior!
Ich würde dieses Verhalten tunlichst unterbinden!
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#3
Sowas kenne ich von Loki gar nicht. Wenn er aber mal zu heftig wird, wird er sofort abgerufen! Solches Verhalten tolerieren wir nicht.
 
Dabei
13 Okt 2011
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#4
Ich habe mir das 2 Mal angeguckt und genau beobachtet.Nun rufe ich ihn immer sofort zu mir und wie gehen weiter, sobald er damit anfängt. Er hört wirklich super mittlerweile und ist aus allen Situationen heraus gut abrufbar, das war vor einiger Zeit noch anders. Es gab auch bei uns die "ich stell mal auf Durchzug-Phase" hehe. Meine Hundetrainerin meinte auch, dieses Verhalten würde gut zu seinem Alter passen. Bei den meisten älteren Hunden würde er mit dem Verhalten gar nicht durchkommen die lassen sich sowas nicht bieten, aber die jüngeren sind meistens doch recht schnell zu beeindrucken und ich sollte diese Situationen unterbrechen, damit er sich durch den ganzen Erfolg nicht hochschaukeln kann, sonst könnten wir später ein Problem bekommen.

Zeitpunkt der Rüdenunverträglichkeit bei euch interessiert mich einfach nur so:) bei manchen kommt sie früher bei manchen später aber bei allen (mit denen ich bis jetzt gesprochen habe) bisher von heute auf morgen, bei manchen hat sich auch gar keine Rüdenunverträglichkeit eingestellt.
 
Dabei
21 Sep 2009
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#5
Wir haben und hatten immer sehr soziale Rüden, die mit allem und jedem auskommen ... Aber die Rüden, die Probleme mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen je zeigen, zeigen diese Unverträglichkeiten die ersten Male zwischen dem 1-2 Lebensjahr ! Und nein, ich sehe dies anders: Rüden zeigen nicht von heute auf morgen ein verändertes Verhalten gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen! Die Verhaltensänderung verläuft schleichend und fällt den meisten einfach nicht auf!
 
Dabei
13 Okt 2011
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#6
Ok :). Bisher hat Milo auch noch kein negatives Verhalten bei Rüden gezeigt -außer jetzt mit allem was jünger ist als er, aber da ist es auch egal welches Geschlecht vor ihm steht-, ich bin mal gespannt. Nächste Woche haben wir bei mir im Ort auf der Hundewiese ein Einzeltraining, dabei werden wir uns die Körpersprache von Milo zu den anderen Hunden auch nochmal genau angucken :).
 
Dabei
14 Mai 2012
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#7
Für mich klingt das auch na typischem pubertärem Gehabe. Er hat endtdeckt, dass er selbst inzwischen eine Wirkung auf andere (jüngere) Hunde hat und es gefällt ihm einfach zu erleben, dass er die kleineren "rumschubsen" und ihnen sagen kann was sie zu tun haben und was nicht. Bei älteren tut er das wohl nicht, weil die ihm sofort zu verstehen geben, dass dein Halbstarker ihnen "so" gar nicht erst kommen braucht - nehm ich jetzt einfach mal an ^^ Tolerieren würde ich dieses Verhalten auch nicht. Zusätzlich zum bloßen abrufen kannst du vorher auch noch ein Abbruchsignal geben, damit er auch versteht, dass du DIESES Verhalten nicht bei ihm sehen willst; also zb "Milo,NEIN! Komm weiter..."
Bei Kibo haben die entwicklungsbedingten Diskrepanzen mit anderen Rüden auch so etwa mit 1,5 Jahren begonnen. Da gab es dann auch die eine oder andere lautstarke Klopperei (ohne jegliche Vereltzungen) mit Rüden die meist etwa im gleichen Alter und in der gleichen Größe waren. Vor älteren, souveränen Rüden hatte er immer Respekt, Rüden kleiner Rassen wurden "milde belächelt" möchte ich mal sagen. Diese Phase dauerte etwa 2-3 Monate und in der Zeit musste ich echt ein gutes Auge auf ihn haben und habe beim geringsten Anzeichen für Stunk immer ein scharfes "Lass gut sein!" losgelassen und ihn zu mir gerufen. So haben wir das eigentlich ganz gut in Griff bekommen. Es hat halt auch seine Zeit gedauert bis ich ihn gut genug lesen konnte und auch einen Blick für ihn in diesen neuen Situationen bekommen habe. Heute kann ich glaub ich ganz gut sagen wann es brenzlig wird und wann alles ganz cool ablaufen wird. Er ist halt schon ein Rüde der sehr viel von sich selbst hält, was ich grundsätzlich auch nicht schlecht finde - ich wollte ja einen selbstbewussten Hund - und gleich klein bei geben ist halt absolut nicht sein Ding; mittlerweile hat er aber genug Coolness hoch erhibenen Hauotes an vermeintlichen Widersachern vorbei zu ziehen, anstatt sich gleich zu einer Rauferei provozieren zu lassen. Jung ist er halt noch, also fehlt ihm in manchen Situationen noch die Lebenserfahrung und die Gelassenheit um "über den Dingen zu stehen" und da sehe ich es dann als meinen Job ihn aus solchen Situationen rechtzeitig abzurufen und sollte doch er einmal derjenige sein, der stänkert gibts einen kräftigen verbalen Rüffel um ihn wieder zur Raison zu bringen. Es ist jetzt halt so, dass ich ihn so im großen und Ganzen wirklich guten Gewissens "zu jedem hinlassen" kann ohne gleich befürchten zu müssen, dass der dritte Weltkrieg ausbricht, es gibt aber doch immer wieder mal einen, der ihm absolut nicht zu Gesicht steht und wo es auch Brösel gibt/geben kann wenn ich nicht schnell genug reagiere.
 

Marie

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Dabei
2 Dez 2011
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#8
Ich beobachte Sam auch täglich, dass er sich immer mehr unmöglich benimmt. Zuerst ist man froh, dass er nicht mehr in´s Haus pinkelt und auf Sitz und Platz hört....und dann geht der Stress einfach weiter.

Sam war ein sonniger Welpe, den alle hier mochten - und er mochte auch alle Hunde. ( Menschen weniger....)

Jetzt, mit ca 15 Monaten und Hormonchip, dessen Wirkung sich ausschließlich auf Hündinnen bezieht, macht der hier auf "seinem Weg" auf Obermacho. Gestern lief ich mit ihm frei auf dem Feld, da kam um die Ecke ein Riesenhund, ich kann nicht sagen, was für eine Rasse das ist: groß wie ein Schaf, schwarz.....da stratzt er zurück um diesen Hund anzukläffen....beißt nicht, weicht auch zurück, sucht aber immer neu die Konfrontation...Ich weiß echt nicht, was er will!
Der würde alles ankläffen, auch nen Löwen, weil, bisher ist ihm ja auch nix passiert. Ich find das aber lästig!

Vermutlich will er echt sein Revier verteidigen - der bellt auch aus dem Auto raus, wenn Hunde vorbei laufen.

Trotzdem finde ich das alles jetzt nicht so total bedenklich. Meine Hundetrainerin/psychologin hat auch nen Hund, der mittlerweile nur noch mit Maulkorb sich bewegt. Komischerweise findet mein Hund diesen Hund ganz toll und der ist der einzige, bei dem er sich devot hinlegt, ob Maulkorb, oder nicht.....der ist nämlich sein großes Vorbild! Na toll! Mein Hund ist total vernarrt in einen Terrorhund!

Was sagt mir das?
 
Dabei
3 Jan 2013
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#10
Trotzdem finde ich das alles jetzt nicht so total bedenklich. Meine Hundetrainerin/psychologin hat auch nen Hund, der mittlerweile nur noch mit Maulkorb sich bewegt.
Ich kenne jetzt Deine Trainerin nicht, und die Umstände auch nicht, aber ich lese heraus, dass Deine Trainerin erst einen Hund hatte der ohne Maulorb läuft und jetzt nur noch mit????? Das würde mich aber mal über die Trainerin nachdenken lassen!!! Sorry, aber liest sich für mich nicht gerade so, als wäre sie kompetent.
 
Dabei
21 Dez 2012
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#11
Trotzdem finde ich das alles jetzt nicht so total bedenklich. Meine Hundetrainerin/psychologin hat auch nen Hund, der mittlerweile nur noch mit Maulkorb sich bewegt.
So verhält sich der Hund, obwohl sein Frauchen eine Hundetrainerin ist? Das finde ich doch echt merkwürdig. Immerhin sollte gerade sie wissen, wie man einen Hund dazu erzieht, sich nicht so zu verhalten. Natürlich kommt es auch auf das Wesen des Tieres an. Aber mit der richtigen Erziehung findet solch ein Verhalten dennoch nicht statt. Ist meine Meinung.
 
Dabei
29 Apr 2012
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#12
Ich beobachte Sam auch täglich, dass er sich immer mehr unmöglich benimmt. Zuerst ist man froh, dass er nicht mehr in´s Haus pinkelt und auf Sitz und Platz hört....und dann geht der Stress einfach weiter.

Sam war ein sonniger Welpe, den alle hier mochten - und er mochte auch alle Hunde. ( Menschen weniger....)

Jetzt, mit ca 15 Monaten und Hormonchip, dessen Wirkung sich ausschließlich auf Hündinnen bezieht, macht der hier auf "seinem Weg" auf Obermacho. Gestern lief ich mit ihm frei auf dem Feld, da kam um die Ecke ein Riesenhund, ich kann nicht sagen, was für eine Rasse das ist: groß wie ein Schaf, schwarz.....da stratzt er zurück um diesen Hund anzukläffen....beißt nicht, weicht auch zurück, sucht aber immer neu die Konfrontation...Ich weiß echt nicht, was er will!
Der würde alles ankläffen, auch nen Löwen, weil, bisher ist ihm ja auch nix passiert. Ich find das aber lästig!

Vermutlich will er echt sein Revier verteidigen - der bellt auch aus dem Auto raus, wenn Hunde vorbei laufen.

Trotzdem finde ich das alles jetzt nicht so total bedenklich. Meine Hundetrainerin/psychologin hat auch nen Hund, der mittlerweile nur noch mit Maulkorb sich bewegt. Komischerweise findet mein Hund diesen Hund ganz toll und der ist der einzige, bei dem er sich devot hinlegt, ob Maulkorb, oder nicht.....der ist nämlich sein großes Vorbild! Na toll! Mein Hund ist total vernarrt in einen Terrorhund!

Was sagt mir das?
Schön, wenn du das nicht bedenklich findest. Aber dann darfst du auch nicht jammern, wenn er mal an den richtigen gerät, der ihm sagt was Sache ist.... du bist echt ohne Worte. Ich würd den Hund an deiner Stelle weiter antiautoritär erziehen*ironie*
Und der Hund deiner Trainerin/Psychologin kann ja wohl nicht das Maß der Dinge für dich sein. Entweder der Hund ist schon woanders total verkorkst worden oder deine Trainerin kriegt es nicht hin. Armer Hund, wenn er nur mit Maulkorb rumlaufen darf...
 
Dabei
13 Okt 2011
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#13
Danke für eure Antworten :). Also mit den jungen Hunden die er bereits kennt ist er auch nach wie vor super und spielt mit ihnen, also ist es nur bei jungen Fremdhunden so. Aber ich werde ihn dann weiterhin einfach abrufen, wenn er anfängt doof zu werden und bin nun erstmal auf nächsten Donnerstag gespannt!
 

Heidewölfe

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Dabei
7 Jan 2013
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#14
Ich beobachte Sam auch täglich, dass er sich immer mehr unmöglich benimmt. Zuerst ist man froh, dass er nicht mehr in´s Haus pinkelt und auf Sitz und Platz hört....und dann geht der Stress einfach weiter.

Sam war ein sonniger Welpe, den alle hier mochten - und er mochte auch alle Hunde. ( Menschen weniger....)

Jetzt, mit ca 15 Monaten und Hormonchip, dessen Wirkung sich ausschließlich auf Hündinnen bezieht, macht der hier auf "seinem Weg" auf Obermacho. Gestern lief ich mit ihm frei auf dem Feld, da kam um die Ecke ein Riesenhund, ich kann nicht sagen, was für eine Rasse das ist: groß wie ein Schaf, schwarz.....da stratzt er zurück um diesen Hund anzukläffen....beißt nicht, weicht auch zurück, sucht aber immer neu die Konfrontation...Ich weiß echt nicht, was er will!
Der würde alles ankläffen, auch nen Löwen, weil, bisher ist ihm ja auch nix passiert. Ich find das aber lästig!

Vermutlich will er echt sein Revier verteidigen - der bellt auch aus dem Auto raus, wenn Hunde vorbei laufen.

Trotzdem finde ich das alles jetzt nicht so total bedenklich. Meine Hundetrainerin/psychologin hat auch nen Hund, der mittlerweile nur noch mit Maulkorb sich bewegt. Komischerweise findet mein Hund diesen Hund ganz toll und der ist der einzige, bei dem er sich devot hinlegt, ob Maulkorb, oder nicht.....der ist nämlich sein großes Vorbild! Na toll! Mein Hund ist total vernarrt in einen Terrorhund!

Was sagt mir das?


Schau dir den Hund der Trainerin an und du weisst Bescheid .....

Zum Verhalten:
Das klingt nicht nach Angriff.
Das geht leise, mit aufgeplustert umeinanderschleichen, bis einer aufgibt oder es kracht.

Deiner prollt nur rum, das hat Johnny auch gern gemacht.
Frage, ob der andere kastriert ist. Wenn ja, ist es reines Geprolle.
Verbiete es ihm, bis er es nicht mehr macht, mehr kann man nicht tun.
Sind einfach frech die Aussies, weil sie auch wissen, dass sie sauschnell sind ...
 

Heidewölfe

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Dabei
7 Jan 2013
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#15
Was mir noch in den Sinn gekommen ist, Thema Hormonchip.
So ganz genau ist mir nicht klar, was da passiert, aber nach über 4 Jahren täglicher Hundetreffen ist mir Folgendes aufgefallen.
Kastrierte und unkastrierte Hunde verhalten sich unterschiedlich. Ein kastrierter Hund ist für einen unkastrierten Rüden kein Konkurrent.
Der wichtigste Trieb nach der Selbsterhaltung (Fressen) ist die Arterhaltung (Fortpflanzung) und da spielt der kastrierte keine Rolle.
In einem gemischten Rudel bilden sich tatsächlich "Parteien", wenn man mal etwas genauer hinsieht. Die kastrierten spielen auch viel mehr, eben eher wie Kinder und die unkastrierten verhalten sich eher wie Erwachsene. Natürlich wird da auch mal gespielt, aber seltener und nur mit "Auserwählten".
Selten versucht ein kastrierter Rüde in Konkurrenz mit einem unkastrierten zu gehen und wenn doch, ist es einem suveränen unkastrierten egal und er geht weg (kein echter Konkurrent, wozu soll ich in den Kampf gehen ....).
Kastrierte "wissen" auch nach einiger Zeit, dass sie in dieser Beziehung keine Rolle spielen.
Nun habe ich den Eindruck (nicht belegt, einfach eine Beobachtung), dass scheinbar ein hormongechipter Rüde glaubt, er sei ja voll dabei und in Konkurrenz, aber es scheint so, ihm fehlt der passende Geruch dazu. Die unkastrierten nehmen ihn nicht ernst und das macht ihn sauer.
Vielleicht will deiner den anderen sagen "hey, ich bin wer" und die reagieren in seinen Augen verkehrt, weil er eben nicht den passenden Geruch hat?
 

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