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Pubertäre Züge??

Dabei
13 Feb 2014
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#1
Huhu,
ich war eben mit Fynn Gassi, haben an der Schlepp Rückruf unseren Laufradius trainiert und dann sind wir an einen Bach, wo er voll Freude durchgeflitzt isz anschließend hab ich mich auf den Heimweg gemacht und ein bisschen UO geübt. So als ich ihn dann Platz machen ließ und er mal wieder auf Durchzug stellte wollte ihm runterdrücken, sprich Vorderpfoten raus. Plötzlich meinte der er müsste Kasperl spielen. Ich wollte ihn dann packen und maßregeln. Ich hab ihn dann auch gepackt, aber dabei hat er dann zugeschnappt. Ich denke das war kein richtig bösartiges beißen sondern mehr so Du kannst mich mal ich will jetzt nicht. Bin da aber jetzt etwas Unsicher, ob das auch wirklich nicht bösartig war. Ich hab ihn dann mit einem Schnauzgriff gemaßregelt und ins Platz gelegt, dann war auch wieder Ruhe.
Ähnliches ist mit bei der UO vor ca. einer Woche passiert. Ich gab ihm den Befehl Sitz und Bleib. Als ich ihn dann abrief und er mal wieder vorbeipreschen wollte, bremste ich ihn mit meinem Fuss ab, er rannte mir voll ans Schienbein. Ich wollte ihn dann nehmen und vor mich setzten, wie er es hätte machen sollen und da maulte er genauso nach wie oben beschrieben.
Können das nun mit 5 Monaten schon Pubertäre Züge sein? Meine Trainerin meinte gestern zu mir ob er jetzt schon etwas in der Pubertät ist, weil er eben öfter auf Durchzug stellt. Sonst sind wir eigentlich die Musterschüler und sind in der HuSchu in einer externen Gruppe um manchen Jungspunden und Wirbelwinden zu zeigen, wie gut ein so junger Hund schon folgen kann..
 

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Dabei
12 Dez 2012
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#2
Also ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht ganz verstehe, warum du deinen Hund bei solchen Übungen überhaupt so körperlich korrigierst. Gerade im Training ist es mir wichtig, die Dinge ruhig aufzubauen und genauso ruhig und konsequent zu korrigieren.

Ich weiß ja nicht, wie intensiv sich bei euch ein Rückruf- und Laufradius-Training gestaltet. Wenn das mehr spazieren an der Schlepp mit kleinen Übungen ist, dann ist das folgende wahrscheinlich nicht zutreffend, aber wenn ihr du da richtig trainiert hast, kann ich mir gut vorstellen, dass der Arbeitsspeicher von Fynn einfach voll war und er sich nicht mehr recht konzentrieren konnte. Wenn ich UO-Übungen mache und es klappt nicht, dann korrigiere ich persönlich das bei so einem jungen Hund noch nicht so körperlich. Also, wenn mein 1,5jähriger meint, er muss sich auf "Down" nicht hinlegen, dann zieh ich ihm auch mal die Vorderbeine weg. Aber bei der Kleinen geh ich meist nochmal einen Schritt in der Übungen zurück und versuche es erneut. Gerade im Training finde ich es unheimlich wichtig, dass die Dinge positiv und ruhig aufgebaut werden. Da ist der Lerneffekt auch gleich viel höher. :)
Bei dem Rückruf zum Beispiel, würd ich meine Chili (ich vergleich die beiden jetzt einfach mal, weil ähnliches Alter) nicht nehmen und vor mich setzen (Chili findet solche körperlichen Korrekturen auch ziemlich doof), sondern ich würde sie wieder in die richtige Position führen und dort dann belohnen. Natürlich würde ich auch nicht zulassen, dass sie einfach vorbeipest, aber ich würde die sich wieder hinsetzen lassen, nicht, dass ich sie hinsetze. Ich weiß grade nicht, ob ich in der Lage bin mich einigermaßen verständlich auszudrücken....

Ob dein Fynn sich gerade schon ein wenig ausprobiert, kann dir hier wohl keiner sagen. Chili hatte vor ein paar Wochen so eine präpubertäre Phase, wo sie das mal ein bisschen versucht hat - aber das war mit Konsequenz, Ruhe und Geduld nach drei Tagen gegessen.

Es kann natürlich auch einfach sein, dass er nicht aktiv auf Durchzug stellt, sondern momentan gerade so beschäftigt mit sich und seiner Umelt ist, dass es ihm schlicht schwer fällt (oder es ihm gar unmöglich ist), sich richtig auf dich zu konzentrieren. Bei Arkos war das oft so, dass er dermaßen abgelenkt von der Umwelt (auch, wenn diese scheinbar ruhig war), war, dass er einen gar nicht mehr richtig wahrgenommen hat. Wenn es das ist, würde ich draußen erstmal auf UO verzichten und einfach mal nur an der Konzentration auf dich arbeiten.

Er ist ja noch ein junger Hund, die sind oft mit vielem beschäftigt, aber nicht mit dem, was man sagt. ;) Dramatisch finde ich das alles nicht, was du schreibst. Da kommt man mit guten Nerven und Übung sicherlich gut weiter. :)
 
A

Aussie2014

#3
Hallo Ramona,

dass er den Kasperl spielen muss klingt für mich danach, als wäre er in dem Moment überfordert ist. Hier ist ein Link zur Adoleszenz, der einem in dieser Phase sehr weiterhelfen kann um Verständnis für seinen pubertären Jungspund zu entwickeln ;)

http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/heike_benzing/adoleszenz_benzing.html

Ich fand den Artikel sehr hilfreich um zu verstehen, welche Umbauprozesse im Gehirn stattfinden. Es ist anscheinend auch ein sehr gutes Buch auf dem Markt, was hier im Forum kurz unter dem Titel "Buchtip" kurz vorgestellt wird.

Ich würde dir raten Verständnis zu haben und die Übungen nicht auf Biegen und Brechen durchzusetzen, womit ich aber nicht meine, dass der Hund lernen soll, dich zu ignorieren. Ich denke, dass man wirklich kurze Übungseinheiten machen sollte und dann auch frühzeitig zu beenden und ein tolles Spiel folgen lassen. Wie Nike, könnte ich mir auch vorstellen, dass das Maß an Impulskontrolle einfach ausgeschöpft war.

Sollte er aber wie du geschildert hast, schnappen, würde ich es auch nicht durchgehen lassen. Allerdings kann es auch sein, dass es eine stark reaktive Handlung ist. Ich hab es schon öfter bei Hunden gesehen, die plötzlich von jemandem gepackt wurden, weil die Person sie maßregeln wollte, sich dann reflexartig umgedreht und geschnappt haben. Die Hunde haben aber sonst niemals in irgendeiner Weise aktiv ein solches Verhalten gezeigt.

Also ich kann diesen Artikel wirklich sehr empfehlen. Dort wird auch auf das veränderte Körpergefühl des Hundes eingegangen und beschrieben, dass sie in dieser Phase auch sensibler auf Berührungen reagieren.

Dennoch darf der Hund nicht lernen, dass er mit Schnappen seinem Willen bekommt. Ich würd es nur verhindern, dass er überhaupt in diese Situation kommen muss.

Hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben.

Liebe Grüße
Tina
 
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Dabei
12 Dez 2012
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#4
Dennoch darf der Hund nicht lernen, dass er mit Schnappen seinem Willen bekommt. Ich würd es nur verhindern, dass er überhaupt in diese Situation kommen muss.
So sehe ich das auch.
Ich muss ja auch sagen, dass ich das auch irgendwie verstehen kann, dass ein Hund schnappt, wenn man ihn (für ihn ja überraschend) packt. Es ist schließlich ein körperlicher Übergriff vom Mensch auf den Hund. Man erwartet da schon einiges von dem Jungspund, wenn man ihn einfach packt und er das zu tolierieren hat, ohne sich dagegen zu wehren. Wenn mich einfach jemand packen würde, dann würde ich auch nicht gerade freundlich reagieren. ;) Natürlich muss man dem Hund zeigen, dass solches Verhalten partout nicht in Ordnung ist und er damit sicher nicht weiterkommt. Mir geht's nur darum, auch den Hund zu verstehen, damit man sinnvoll weiterarbeiten kann - Und aus Hundesicht sehe ich es erstmal als natürliche Reaktion, dass er zuschaut, wie er aus der unangenehmen Situation rauskommen kann.
 
Dabei
13 Feb 2014
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#5
nemesis hat gesagt.:
Also ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht ganz verstehe, warum du deinen Hund bei solchen Übungen überhaupt so körperlich korrigierst. Gerade im Training ist es mir wichtig, die Dinge ruhig aufzubauen und genauso ruhig und konsequent zu korrigieren.
Wir haben es in der HuSchu so gelerent, ihn dann zu korriegieren. Natürlich bei Sachen die er schon kann! Wenn er also Platz gehen soll und auf Durchzug stellt, dann merkt man das richtig. Sprich er sitzt da und schaut einfach weg, so quasi Nä nä nä ich hör dich nicht. Das hat dann auch nichts mit Überforderung zu tun, man merkt einfach genau in dem moment wenn er auf Durchzug stellt und DANN lass ich ihm das nicht durchgehen und leg ihm halt die Vorderpfoten raus. Bei neuen Sachen arbeiten wir natürlich mit Leckerli und Geduld und wenn nötig einen Schritt zurück.

Wobei ich sagen muss laut unserer Trainerin dürften wir nicht mehr mit Leckerli arbeiten, bei Sachen die er schon kann, weil der Hund es für uns machen soll und nicht fürs Leckerli, wir sollen ihn verbal loben...Ich möcht meine Trainerin nicht schlecht reden, aber das find ich bei einem so jungen Hund dann doch schon etwas hart. Deswegen hab ich zu Hause auch immer ein paar Leckerli mit, die gibts halt dann selten eben als Wow-Effekt.
Oder findet ihr man soll die Leckerli wirklich schon weglassen?



nemesis hat gesagt.:
Ich weiß ja nicht, wie intensiv sich bei euch ein Rückruf- und Laufradius-Training gestaltet. Wenn das mehr spazieren an der Schlepp mit kleinen Übungen ist, dann ist das folgende wahrscheinlich nicht zutreffend, aber wenn ihr du da richtig trainiert hast, kann ich mir gut vorstellen, dass der Arbeitsspeicher von Fynn einfach voll war und er sich nicht mehr recht konzentrieren konnte.
Das Training ist nicht intensiv. Es ist einfach ein Gassi gehen an der Schlepp, zieht er an der Schlepp ruf ich ihn zurück, weil ich nicht will, dass er mehr als 10 m von mir wegläuft und das üben wir eben. Und halt ab und zu wenn er wo geschnüffelt hat, hab ich ihn mal abgerufen.
Dann sind wir ja an den Bach, wo er 10 Minuten toben konnte und dann hab ich ihn in Platz gelegt.
Wobei ich jetzt so überlege, er war durch das flitzen so aufgedreht und hatte seine wilden 5 Minuten. Vielleicht hät ich einfach noch warten sollen bis er etwas runterfährt. So gesehen, kann ich es jetzt sogar verstehen, dass das dann sehr schwer gewesen sein muss.
Aber warum hat er das dann damals in der UO auch so gemacht?




nemesis hat gesagt.:
Ob dein Fynn sich gerade schon ein wenig ausprobiert, kann dir hier wohl keiner sagen. Chili hatte vor ein paar Wochen so eine präpubertäre Phase, wo sie das mal ein bisschen versucht hat - aber das war mit Konsequenz, Ruhe und Geduld nach drei Tagen gegessen.
Sowas hatte Fynn auch schon mal vor einem Monat ca. also mehr so ne Art Trotzphase, die wie du sagst mit Konsequenz, Ruhe und Geduld nach 2 Tagen weg war.

nemesis hat gesagt.:
Es kann natürlich auch einfach sein, dass er nicht aktiv auf Durchzug stellt, sondern momentan gerade so beschäftigt mit sich und seiner Umelt ist, dass es ihm schlicht schwer fällt (oder es ihm gar unmöglich ist), sich richtig auf dich zu konzentrieren. Bei Arkos war das oft so, dass er dermaßen abgelenkt von der Umwelt (auch, wenn diese scheinbar ruhig war), war, dass er einen gar nicht mehr richtig wahrgenommen hat. Wenn es das ist, würde ich draußen erstmal auf UO verzichten und einfach mal nur an der Konzentration auf dich arbeiten.
Gibts da vll nen Thread dazu wie ich an der Konzentration arbeite? Oder hast du Tipps?
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#6
Warum wirst du bei solchen Dingen so körperlich?
Das ist Training, der Hund soll "Tricks" lernen (nichts anderes ist das), du willst, dass er diese Dinge später schnell und freudig ausführt. Dafür musst du das aber anders angehen.
Statt ihn in eine Sitz zu drücken, könntest du zb ein "Schade" sagen, die Übung nochmal beginnen, vlt sogar mal mit einem Keks vor seiner Nase.
Vlt kommt er schon in die Pubertät, vlt war es ihm auch einfach zuviel....Hinweg Rückruf, Rückweg UO.....das ist schon eine Menge Programm für einen so jungen Hund!
Geht ihr auch einfach mal nur so spazieren?

Edit: gerade erst gelesen, was deine Trainerin zu den Leckerlis sagt. Klar, die muss man abbauen, irgendwann soll der Hund das ohne können. Aber das geht nicht von heute auf morgen und du brauchst auch später, wenn dein Hund die Dinge kann, irgendeinen Motivator, damit er arbeitet. Hin und wieder mal ein Keks für etwas, was sie bereits gut können, oder ein Spiel......da hat der Hund Spaß an der Arbeit. Und hat der Hund Spaß, hat Mensch es auch. Für viele Hunde reicht ein verbales Lob nicht aus, um sie zu motivieren.
 
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12 Dez 2012
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#7
Wobei ich sagen muss laut unserer Trainerin dürften wir nicht mehr mit Leckerli arbeiten, bei Sachen die er schon kann, weil der Hund es für uns machen soll und nicht fürs Leckerli, wir sollen ihn verbal loben...Ich möcht meine Trainerin nicht schlecht reden, aber das find ich bei einem so jungen Hund dann doch schon etwas hart. Deswegen hab ich zu Hause auch immer ein paar Leckerli mit, die gibts halt dann selten eben als Wow-Effekt.
Oder findet ihr man soll die Leckerli wirklich schon weglassen?
Wenn der Hund mit Leckerlis gut lernt, warum sollte man dann keine geben? Arkos interessiert sich nicht so für Leckerlie, also bekommt er andere Belohnungen (zB Auflösekommando ist für ihn ne Belohnung ;)). Chili ist ganz wild auf Leckerlie, also setze ich sie auch ein. Ich weiß auch nicht ganz, warum eure Trainerin davon redet, dass Fynn die Dinge schon kann? Er weiß vielleicht, was "Sitz" heißt - also theoretisch, aber können tut er es ja erst nach vielen, vielen Wiederholungen in allen möglichen Situationen. Und solange das noch nicht eingetreten ist, gibt's hier auch (unregelmäßig) Leckerchen. Und im Training sowieso grundsätzlich. Bei einem fünf Monate alten Hund würde ich nicht erwarten, dass er etwas "für mich" tut.


Bei deinem Text hab ich echt das Gefühl, dass du ein bisschen viel von deinem Hund erwartest. Der kann noch gar nix, der ist gerade dabei die Dinge zu lernen ;)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#8
Wow, schon ein sehr rustikaler Umgang mit so einem jungen Hund!
Schon mal darüber nachgedacht, das es sich dabei um Abwehrschnappen handelt, weil er sich von Dir bedrängt u. bedroht fühlt? Zumal der Aussie i.d.R. ein eher sensibler Hund ist?
Wenn Dein Ziel ist später m. einem freudig arbeitenden Hund ein sportliches Team zu bilden, dann bist jetzt bereits auf dem Weg, Dir dieses Ziel für immer zu verderben!
Ein Aussie ist keine Kommandomaschine, man muss ich ihn auf seine Seite bekommen u. er geht für Dich durch´s Feuer. Aber das erreicht man sicherlich nicht, indem man einen 5 Monate jungen Hund bereits körperlich in dieser Form maßregelt, zumal er u.U. noch nicht mal weiß, was überhaupt von ihm verlangt wird.
Wenn man einen Hund in einer Übung korrigieren will, muss er zunächst einmal überhaupt verstanden haben, was von ihm verlangt ist. Und nur weil er einige Male eine Übung schon richtig ausgeführt hat, bedeutet das noch lange nicht, das er sie schon verstanden hat oder das er schon so weit ist, sie in jeder Situation auszuführen. Das braucht Zeit u. Geduld.
Nimm Dein Beispiel m.d. Bach: eben noch Spaß u. Spiel u. plötzlich ernst. Ist Dir bewußt, das ein so junger Hund noch gar nicht so schnell vom Spielmodus in den Arbeitsmodus umschalten kann?
Das man erst mal wieder Ruhe reinbringen muss, um Konzentration zu erreichen?

Mit dem Leckerli, das haben Gundi u. Nike schon sehr gut erklärt. Für mich macht das Vorgehen Deiner Trainerin da überhaupt keinen Sinn, wenn man mit positiver Verstärkung arbeiten will. Klingt eher nach "alter Schule".
 
Dabei
13 Feb 2014
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#9
Nimm Dein Beispiel m.d. Bach: eben noch Spaß u. Spiel u. plötzlich ernst. Ist Dir bewußt, das ein so junger Hund noch gar nicht so schnell vom Spielmodus in den Arbeitsmodus umschalten kann?
Das man erst mal wieder Ruhe reinbringen muss, um Konzentration zu erreichen?
Genau das meinte ich damit, als ich vorhin schrieb, ich verstehe jetzt, dass es schwer gewesen sein muss. Das ist mir jetzt erst im Nachhinein klar geworden. :rolleyes: Ja das geb ich offen und ehrlich zu, dass ich oft zu viel von Fynn erwarte, aus dem Grund, weil es mein erster Hund ist und ich Angst habe etwas falsch zu machen, sodass es später dann Probleme geben könnte. Ich bin wirklich froh, die Frage gestellt zu haben. Jetzt weiß ich, dass ich auf dem Holzweg war und werde nochmal umlenken! Meine Trainerin hat eben auch nicht immer recht. Ich selbst muss erkennen wie ich mit meinem Hund umgehen muss, dass ich zum Erfolg komme.
Nur bekomm ich das nicht in meinem Kopf rein, dass er noch ein Baby/Junghund ist und ich noch nicht zu viel erwarten darf, an dem muss ich selbst noch arbeiten...

Mit dem Leckerli, das haben Gundi u. Nike schon sehr gut erklärt. Für mich macht das Vorgehen Deiner Trainerin da überhaupt keinen Sinn, wenn man mit positiver Verstärkung arbeiten will. Klingt eher nach "alter Schule".
Ich hab bei Fynn auch das Gefühl, verbales Lob reicht ihm nicht und für ein Leckerli würde er alles tun. Ich denke auch, dass er einfach in den letzten Wochen seine Motivation verloren hat, weil wir nicht mehr mit Leckerlis arbeiten "durften". Aber seis drum, was meine Trainerin denkt. Ich merke er hat Spaß daran, wenn er ab und an ein Leckerli bekommt, die Motivation ist wieder da und ich bin wieder interessanter (oder das Leckerli :p) Ihr hab schon recht, wir werden wieder mit Leckerli arbeiten, dann macht auch das Arbeiten mir mehr Spaß und es ist nicht so nervenaufreibend :)
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#10
Ja das geb ich offen und ehrlich zu, dass ich oft zu viel von Fynn erwarte, aus dem Grund, weil es mein erster Hund ist und ich Angst habe etwas falsch zu machen, sodass es später dann Probleme geben könnte.
Und genau da liegt der Irrtum. Wenn du in diesem Stil weitermachst, könntest du später Probleme bekommen.

Dein Hund wird lernen mit deinen Fehlern umzugehen, sie wegzustecken und sie dir verzeihen.
Man muss sich nicht immer selbst so unter Druck setzen, ja nix falsch zu machen. Wir sind Menschen und nicht perfekt....da passieren Fehler. Und sind die nicht auch dazu da, dass man daraus lernt?
Kennst du das Buch "Hoffnung auf Freundschaft" von Michael Grewe? Das ist zwar eine fiktive Geschichte, aber ich kann das Buch nur empfehlen. Da wird sehr deutlich beschrieben, was passieren kann, wenn man als Mensch mit Hund immer alles richtig machen will.

Ich selbst muss erkennen wie ich mit meinem Hund umgehen muss, dass ich zum Erfolg komme.......
Ich merke er hat Spaß daran, wenn er ab und an ein Leckerli bekommt, die Motivation ist wieder da und ich bin wieder interessanter (oder das Leckerli :p) Ihr hab schon recht, wir werden wieder mit Leckerli arbeiten, dann macht auch das Arbeiten mir mehr Spaß und es ist nicht so nervenaufreibend :)
Das ist eine tolle Einstellung. Erziehung und Training eines Hundes ist so individuell wie der Hund und sein Halter. DIE eine Methode gibt es nicht.....jeder muss den Weg finden, der zu ihm und seinem Hund passt. Was bei einem super funktioniert, geht beim andern total in die Hose.
Ich bin sicher, dass ihr zwei den richtigen Weg für euch finden werdet. :)
 
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Aussie2014

#11
Ja das geb ich offen und ehrlich zu, dass ich oft zu viel von Fynn erwarte, aus dem Grund, weil es mein erster Hund ist und ich Angst habe etwas falsch zu machen, sodass es später dann Probleme geben könnte.
Kann dich da total gut verstehen, mir ging es da ganz genauso ! :) Ich hab mich anfangs auch ganz oft dazu verleiten lassen unnötig Druck aufzubauen, weil andere meinten, "der Hund darf das nicht..", "das musst du sofort unterbinden" und obwohl es sich für mich nicht richtig angefühlt hat, hab ich es gemacht. Ich finde Gundi hat das sehr schön beschrieben. Ich bin mir sicher, dass jeder eine tolle Beziehung zu seinem Hund aufbauen kann, wenn er bereit ist, sich seine Fehler einzugestehen und sich immer wieder zu hinterfragen und Verständnis für seinen Hund zu haben :) Wünsche euch beiden noch ganz viel Spaß zusammen!

Liebe Grüße
 
Dabei
13 Feb 2014
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#12
Und genau da liegt der Irrtum. Wenn du in diesem Stil weitermachst, könntest du später Probleme bekommen.

Dein Hund wird lernen mit deinen Fehlern umzugehen, sie wegzustecken und sie dir verzeihen.
Man muss sich nicht immer selbst so unter Druck setzen, ja nix falsch zu machen. Wir sind Menschen und nicht perfekt....da passieren Fehler. Und sind die nicht auch dazu da, dass man daraus lernt?
Kennst du das Buch "Hoffnung auf Freundschaft" von Michael Grewe? Das ist zwar eine fiktive Geschichte, aber ich kann das Buch nur empfehlen. Da wird sehr deutlich beschrieben, was passieren kann, wenn man als Mensch mit Hund immer alles richtig machen will.
Genau das hab ich jetzt verstanden und wir werden unseren eigenen Weg finden. :) Das Buch kenne ich nicht, aber ich hab es mir grad aufgeschrieben. Wenn ich mein derzeitiges Buch durchgekaut habe werd ich mal danach kucken, dankeschön!

Gundi hat gesagt.:
Das ist eine tolle Einstellung. Erziehung und Training eines Hundes ist so individuell wie der Hund und sein Halter. DIE eine Methode gibt es nicht.....jeder muss den Weg finden, der zu ihm und seinem Hund passt. Was bei einem super funktioniert, geht beim andern total in die Hose.
Ich bin sicher, dass ihr zwei den richtigen Weg für euch finden werdet. :)
Das werden wir auf alle Fälle! Das mit den Leckerli, muss meine Trainerin ja nicht wissen. Ohne macht es weder mir noch Fynn Spass zu arbeiten. Ich bin froh, dass ihr das genauso seht und bin grad überglücklich ich könnt euch grad alle ganz fest drücken, dankeschön :):eek:
 
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Dabei
17 Jun 2013
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#13
Ich arbeite grad zur BGH2 hin. Und bei uns gibts im jedem Training Leckerchen oder Spiel als Belohnung!!! Bei uns heissts im Training ist Belohnung IMMER erlaubt und erwünscht. In der Prüfung ist das eh dann anders! Da gibts nichts, erst wenn der Platz verlassen ist!Und einen soo jungen Hund so dermaßen körperlich zu Maßregeln find ich heftig!!! Eine kleine hilfestellung ob der Hund das Kommando auch wirklich verstanden hat, ist bei uns, dreh dem Hund den Rücken zu, gib ein Kommando! Führt der Hund das Kommando aus, hat er es verstanden!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#14
Eine kleine hilfestellung ob der Hund das Kommando auch wirklich verstanden hat, ist bei uns, dreh dem Hund den Rücken zu, gib ein Kommando! Führt der Hund das Kommando aus, hat er es verstanden!
Das mag bei der BGH2 eine Möglichkeit sein, allerdings eher, ob der Hund das Kommando auch ohne Hilfestellung durch Augenkontakt oder unbewußter Körpersprache versteht. Bei uns im Obi ist die Übung angewandelt u. wer geben die Kommandos bewußt in unterschiedlicher Körperhaltung u. stellen uns dafür m. unterschiedlichen Verrenkungen hin oder hüpfen auch mal.

Aber davon mal ab: Ein Welpe oder Junghund wäre mit einer solchen Übung noch völlig überfordert! Zumal ich hier meist noch, die Kommandos mit Körpersprache unterstütze.
 
Dabei
5 Sep 2012
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#15
Die anderen haben schon alles Wichtige gesagt, ich möchte nur selbst anmerken, dass ich auch noch ab und zu mit Leckerlis arbeite - bei einem 1-jährigen Hund und auch bei Akita (sie wird 8 im Juni) :D Solange man die Leckerlis unregelmäßig gibt, lernt der Hund ebenfalls, die Kommandos ohne auszuführen (es könnte ja ein Leckerli dafür rausspringen). So hab ich das zumindest gelernt und bin gut damit gefahren :) Meine zwei sind total scharf auf Leckerlis, sodass dies hin und wieder super als Motivationsschub dient.
Da das dein erster Hund ist, kann ich übrigens voll und ganz verstehen, dass man da manchmal unsicher wird á la "wie soll ich mich jetzt verhalten", "ich kann ihm das nicht durchgehen lassen, sonst hört er überhaupt nicht mehr" und sich deswegen sehr auf die jeweiligen Trainer verlässt, weil die ja eigentlich mehr Erfahrung haben. War bei mir früher nicht anders. Finde das daher toll, dass du manches hinterfragst, was dir gesagt wird, und dir noch eine zweite, dritte, vierte Meinung einholst (über das Forum). :)

LG Sandra
 
Dabei
17 Jun 2013
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#16
Das mag bei der BGH2 eine Möglichkeit sein, allerdings eher, ob der Hund das Kommando auch ohne Hilfestellung durch Augenkontakt oder unbewußter Körpersprache versteht. Bei uns im Obi ist die Übung angewandelt u. wer geben die Kommandos bewußt in unterschiedlicher Körperhaltung u. stellen uns dafür m. unterschiedlichen Verrenkungen hin oder hüpfen auch mal.

Aber davon mal ab: Ein Welpe oder Junghund wäre mit einer solchen Übung noch völlig überfordert! Zumal ich hier meist noch, die Kommandos mit Körpersprache unterstütze.
Eben darum meinte ich ja .... so kann man "testen" ob der Hund das Kommando auch wirklich verstanden hat und schon zu 100% verinnerlicht hat. Und das ist bei einem so jungen Hund eher unwahrscheindlich!!!
 
Dabei
13 Feb 2014
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#17
Die anderen haben schon alles Wichtige gesagt, ich möchte nur selbst anmerken, dass ich auch noch ab und zu mit Leckerlis arbeite - bei einem 1-jährigen Hund und auch bei Akita (sie wird 8 im Juni) :D Solange man die Leckerlis unregelmäßig gibt, lernt der Hund ebenfalls, die Kommandos ohne auszuführen (es könnte ja ein Leckerli dafür rausspringen). So hab ich das zumindest gelernt und bin gut damit gefahren :) Meine zwei sind total scharf auf Leckerlis, sodass dies hin und wieder super als Motivationsschub dient.
Da das dein erster Hund ist, kann ich übrigens voll und ganz verstehen, dass man da manchmal unsicher wird á la "wie soll ich mich jetzt verhalten", "ich kann ihm das nicht durchgehen lassen, sonst hört er überhaupt nicht mehr" und sich deswegen sehr auf die jeweiligen Trainer verlässt, weil die ja eigentlich mehr Erfahrung haben. War bei mir früher nicht anders. Finde das daher toll, dass du manches hinterfragst, was dir gesagt wird, und dir noch eine zweite, dritte, vierte Meinung einholst (über das Forum). :)

LG Sandra
Oh ja, du sprichst mir aus der Seele. Man steht vor allem ständig selbst unter Druck, wenn der Hund was ausführen soll, du kein Leckerli geben darfst und er nicht macht was er machen soll, weil oft schlicht und einfach die Motivation fehlt.

Wir machens dann einfach in der HuSchu mit verbalem Lob ohne Leckerli aber üben tun wir mit. Muss meine Trainerin ja nicht wissen. Ihre Hunde sind super erzogen und man merkt richtig sie alle sind ein Rudel. Wenn die das so hinbekommen hat ist gut, aber ich hab nen Hund der steht auf Leckerli und ohne hat er nicht genügend Motivation. ;)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#18
Eben darum meinte ich ja .... so kann man "testen" ob der Hund das Kommando auch wirklich verstanden hat und schon zu 100% verinnerlicht hat. Und das ist bei einem so jungen Hund eher unwahrscheindlich!!!
Es ist unwahrscheinlich, weil ein so junger Hund diesen Test noch gar nicht bestehen kann, auch wenn er ein Kommando schon verstanden hat...
 
Dabei
15 Mai 2012
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#19
@sandra: ich geb auch meinem zweieinhalb jährigen Rüden noch seine Leckerlie wenn er was toll gemacht hat, auch beim Abruf :) warum auch nicht? So bleibt die Motivation schön da und außerdem gebe ich ihm gerne was gutes :D. Klar kann er es auch ohne, soll auch so sein, aber komplett ohne Leckerlie mach ich das nicht :). Und wenn wir clickern oder was neues aufbauen, dann regnet es geradzu :D.

@ramona: ich finde es echt richtig toll wie du hier die Tipps der anderen so schön aufnimmst und deine Handlungen überdenkst :). Das mit Fynn gibt sich bald wieder :) jeder war schon mal auf dem Holzweg und man ist auch nie davor sicher :D
 
Dabei
13 Feb 2014
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#20
@sandra: ich geb auch meinem zweieinhalb jährigen Rüden noch seine Leckerlie wenn er was toll gemacht hat, auch beim Abruf :) warum auch nicht? So bleibt die Motivation schön da und außerdem gebe ich ihm gerne was gutes :D. Klar kann er es auch ohne, soll auch so sein, aber komplett ohne Leckerlie mach ich das nicht :). Und wenn wir clickern oder was neues aufbauen, dann regnet es geradzu :D.

@ramona: ich finde es echt richtig toll wie du hier die Tipps der anderen so schön aufnimmst und deine Handlungen überdenkst :). Das mit Fynn gibt sich bald wieder :) jeder war schon mal auf dem Holzweg und man ist auch nie davor sicher :D
Danke Manuela, aber dafür hab ich mich auch hier angemeldet um als Hundeneuling Tipps uns Erfahrungen eines anderen anzunehmen :)
Wir haben heute Mittag wieder mal den Trick "Down" geübt. Sprich Fynn soll im Platz liegen und seinen Kopf aber auch am Boden liegen lassen. Ich hab das mit meinem angewickelten Fuss trainiert. Bisher hat Fynn da immer nur den Kopf durchgestreckt aber nicht liegen lassen.
Und heute zum ersten Mal hat er das Down gemacht wie ich es möchte. Ich war soooo happy und hab gleich noch ein paar mal gemacht und er bekam gaaaanz viele Leckerli dafür :D
 
Dabei
5 Sep 2012
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#21
Ja, für neue Übungen gibts bei mir dann immer ganz besondere Leckerlis, die sie sonst nicht bekommen :D Bei Akita sind das z.B. Mandeln (keine Ahnung, warum sie so drauf abfährt :D ) und bei Saphira stinkiger Käse oder Extrawurst. Da funktioniert jedes Training gleich doppelt so schnell. Im Grunde fressen die zwei aber sowieso alles, inklusive Obst und Gemüse. Staubsauger halt :D

Das mit dem "Down" klingt echt toll! Eins der wichtigsten Dinge in der Hundererziehung ist Geduld zu haben, denke ich :)
 
Dabei
13 Feb 2014
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#22
Höhö das kommt mir bekannt vor. So nen Staubsauger hab ich auch :D Ich glaub, das hab ich sogar hier im Forum gefunden, ich fands klasse und wollte, dass das mein Hund auch kann. :)
 
Dabei
13 Feb 2014
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#24
@ Ramona: Warum legst Du wert darauf, das Dein Hund beim Ablegen auch den Kopf auf den Boden legt?
Ich leg keinen Wert darauf, wenn ich ihn ganz normal ins Platz schicken, kann er liegen wie es ihm beliebt.
Ich hab ihm lediglich das "Down" als Trick beigebracht, wo er dann den Kopf auch ablegen soll. Deswegen unterscheide ich auch zwischen "Platz" und "Down" ;)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#25
Ich leg keinen Wert darauf, wenn ich ihn ganz normal ins Platz schicken, kann er liegen wie es ihm beliebt.
Ich hab ihm lediglich das "Down" als Trick beigebracht, wo er dann den Kopf auch ablegen soll. Deswegen unterscheide ich auch zwischen "Platz" und "Down" ;)
Ah, ok! Danke! Wobei ich persönlich finde, das so etwas für einen Hund in dem Alter noch zu anspruchsvoll ist u. mir erstmal die Basics des Hundealltags wesentlich wichtiger wären. Für den Rest hat man ein hundelebenlang Zeit u. gerade ein Aussie ist bis ins hohe Alter noch wissbegierig u. voller Trainingseifer. Aber, das ist meine persönl. Meinung.
 
Dabei
13 Feb 2014
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#26
Ah, ok! Danke! Wobei ich persönlich finde, das so etwas für einen Hund in dem Alter noch zu anspruchsvoll ist u. mir erstmal die Basics des Hundealltags wesentlich wichtiger wären. Für den Rest hat man ein hundelebenlang Zeit u. gerade ein Aussie ist bis ins hohe Alter noch wissbegierig u. voller Trainingseifer. Aber, das ist meine persönl. Meinung.
Naja wir üben solche Tricks vll 3 Mal in der Woche und dann auch nicht mal 5 Minuten. Ich merk einfach nur er hat da sehr viel Spaß dran, was mir zeigt, das ich später auf alle Fälle Dogdancing/Trickdogging machen werde. "Nasenarbeit" liegt ihm z. B. nicht so sehr. Bzw. ich weiß nicht, ob man das in dem Alter schon beurteilen kann. Aber ich denke gewisse Charakterzüge kann man ja doch schon erkennen ;-)
 

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