Reset der Festplatte oder Beginn Pubertät - Oh Gott Kühe

Dabei
15 Apr 2016
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#1
Ich habe mich schon ein wenig durchs Forum gelesen und bin beruhigt, ich bin nicht allein.

Als wenn meine Fellnase gewusst hätte, dass ich am Sonntag auf einem Seminar für Junghunde / Flegelphase gewesen bin, hat sie mir abends so richtig gezeigt, dass sie nun 6 Monate alt ist und nicht mehr weiss, was die Pfeife oder mein Rufen bedeuten soll. Dann hat sie auf einer Wiese Kühe entdeckt und fand diese riesigen seltsamen Hunde so furchtbar, dass die aus sicherer Entfernung, wie verrückt gebellt hat.

Das kannte ich bisher so überhaupt nicht. Ohne Ablenkung anderer Hunde, lies sie sich zuverlässig rufen und wenn sie eins nicht hatte, dann vor irgendwas Angst.

Gestern bin ich noch zwei Mal an den Kühen vorbei und ihre Reaktion ist steigerungsfähig. Sie hing gestern Abend quasi mehr in der Luft als am Boden. Jegliche Ablenkungsversuche schlugen fehl.

Ich habe irgendwo das Schlagwort Impulskontrolle gelesen, habe dazu konkret im Forum aber nichts finden können. Habe ich schlichtweg falsch gesucht? Da soll es auch Bücher zu geben, welche? Oder beziehen sich diese Bücher wirklich eher auf übertriebene krankhafte Anzeichen der Hunde.
Ich empfinde das mit den Kühen, als unangenehm, aber es ist ja noch nicht krankhaft. Sie kann es ja quasi noch lernen dort vorbei zu gehen, wenn ihr versteht was ich meine. Über Ratschläge wäre ich hier sehr dankbar. Trotz Input aus HuSchu und Seminar habe ich ein Brett vorm Kopf und habe keine Idee das zu lösen.
 
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Dabei
7 Okt 2014
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#2
Ähm , wie kommst du denn auf den Zusammenhang Impulskontrolle und krankhaft? :confused:
Impulskontrolle musst du mit jedem Hund üben, die ist enorm wichtig für die Erziehung und das ganze zusammenleben, die setzt du nicht erst bei "krankhaftem Verhalten" ein, sofern ständig.

Übungen findest du beispielsweise hier:http://www.aussie.de/forum/t/13226-%DCbungen-zur-impulskontrolle

Dass dein Hund sich plötzlich vor Kühen gruselt, kann auch ganz einfach eine Spooky Phase sein...Bei meinem waren es Pferde.
Und Mülltonnen, Plastiktüten , Schneemänner, Regenschirme und tausend andere kleine Alltagsdinge.
Ich habe mich manches Mal in der Öffentlichkeit blamiert, wenn ich etwas Gruseliges gestreichelt und "feiiin, guck, das tut dir nichts" gesagt habe :p
Rennt sie denn hin zu den Kühen oder bellt sie sie nur an auf Abstand?
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#3
Ja diese schönen Ängste. Lassie hat alles verbellt was nicht da hingehörte wo sie meinte . Mülltonnen die zum leeren auf der Straße standen. Das Auto wenn es nicht am "normalen" Platz stand, (da ging es dann auch nicht ohne Ohren zurück und viel Aufforderung vorbei), und es wurde mit jeder Ansprache schlimmer.
Irgendwann habe ich das ziemlich schnell einfach total ignoriert, sie an der Leine vorbeigezogen und der Spuk hatte ein Ende. Wenn sie Nachts auf der Straße jemanden verbellt, mache ich mich groß und gehe stramm vorbei.

Mehr Probleme habe ich nachts. Lassie hat verschiedene Arten des bellens. Normal, eher kläffen, wenn sie so bellt, verbellt sie vorbeigehende Passanten, aber vorn allem vorbeigehende, bzw. sich auf den Nachbargrundstücken befindenden Katzen.
Etwas Tiefer und mit immer wieder hören dazwischen: Da bin ich mir nicht sicher, wahrscheinlich ein anderes Tier im Garten, Fuchs Igel, Marder.......
Und ein ganz leises tiefes Knurren mit anschließendem bellen, vor allem Nachts, da lasse ich sie sofort raus und sie rennt dann auch nicht wie normal an den Zaun, sondern an anderer Stelle. Zweimal habe ich jemanden Weglaufen sehen. Ich denke das ist das Signal Fremder im Garten. Es ist sicherlich aus Unsicherheit heraus, aber das weis ja außer mir keiner

Schau welchen Grund das bellen hat, wie es sich anhört, und mach es nach Möglichkeit nicht zum Problem.
Die Pubertät kommt allerdings erst noch, freu dich darauf
 
Dabei
15 Apr 2016
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#4
Danke für deine Antwort ... dann hab ich das ganz falsch verstanden, ich hatte u.a. das hier gelesen "...Ihr Hund ist extrem? Bellt, springt, rast, leckt sich oder zeigt ein anderes Verhalten in extremer Ausführung? Impulskontrolle ist das Zauberwort und beinhaltet von der normalen Erziehung bis hin zu ausgeprägten Krankheitsbildern alles, was mit Beherrschung, Ruhe, Aushalten und Abwarten können zusammenhängt. Was genau Impulskontrolle heiißt, woher Störungen kommen, wie man ihnen vorbeugen kann und wie man mit resultierenden Problemen umgeht, vermittelt dieses Arbeitsbuch. ..."

Die erste Begegnung mit den Kühen war, dass sie im Feld hinter Krähen hergelaufen ist und wie ein wild gewordenes Wiesel größere Runden gezogen hat durch weitere Felder ohne weiter hinter Krähen herzuhetzen. Eher weg von mir und meinem Rufen.
Plötzlich mit Abstand, vielleicht 50 Meter (ist von weiter weg schwer einzuschätzen) sind ihr die Kühe aufgefallen und sie hat die verbellt. Sie ist dann von den Kühen weg, vielleicht 150 Meter Abstand und hat sie weiter verbellt. Da hab ich sie dann "einholen" können, anleinen ließ sie sich trotzdem nicht. Sie war ganz außer sich und hat auf nichts mehr gehört oder reagiert.

Vielleicht hast du wirklich recht mit "Spooky Phase". Da kommt jetzt in der Situation einiges zusammen, zum einen der Stinke Finger "ich lauf wohin ich will, sitz, hier, bleib interssieren mich nicht mehr" und zum anderen die Angst vor den Kühen und damit die riesen Aufregung.

Ich habe sie seit dem nicht mehr abgeleint und war mit Schleppleine unterwegs. Im Garten habe ich dann Übungen ohne Leine gemacht und siehe da, mit einem mal war dann plötzlich der Schalter wieder umgelegt und ich hatte wieder ihre Aufmerksamkeit.
Ich muss dazu sagen, wir füttern zum Teil aus dem Beutel und da versuche ich nun auch mehr mit zu steuern.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#5
Siehst du, daher ist Impulskontrolle so wichtig...Sie soll nämlich gar nicht erst hinter Krähen her!
Von da bis zum Beispiel zum Hetzen von Wild ist es nämlich gar nicht so weit.
Die richtig hart erarbeitete Impulskontrolle bewirkt, dass du deinen Hund jederzeit und überall daran hindern kannst, irgendwelchen Reizen nachzugehen.
Im besten Fall macht er gar keine Anstalten mehr, eigenmächtig zu entscheiden, ob irgendetwas derart interessant ist, das man mal eben hinrennt/hinterherrennt.
Er wird sich deine Erlaubnis einholen über Blickkontakt und bekommt er die nicht, rennt er halt nicht.
Zumindest ist es das, was eine gute Impulskontrolle bewirken soll, der Weg dahin ist allerdings nicht immer ein leichter.
 
Dabei
15 Apr 2016
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#6
Ich habe mal im Thread Impulskontrolle nachgelesen ... das ein oder andere üben wir letztlich auch bereits.
z.B. Apportieren erst nach Kommando, Suchspiele erst nach Kommando, Warten in diversen Situationen.

Mir war das Wort einfach nicht geläufig und ich hatte mir was anderes darunter vorgestellt.

Aber klar, es wäre super, wenn sie auf ein "stop" zig Meter von mir entfernt sitzen bleiben würde und mich vor der Krähenhetze um Erlaubnis fragen würde. Wir arbeiten daran ;o)
Genauso, am Platz bleiben, wenn es klingelt.

Aber da ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wir bleiben dran.

Vorhin sind wir wieder an den Kühen vorbeimarschiert, die Strecke geht etwa über 200 Meter.
Diesmal hat sie sich recht lange an mir orientiert, dann habe ich sie zusätzlich mit einem Suchspiel abgelenkt und es ging schon wesentlich besser.
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#7
Kann ich mich mal einklinken?

Ich habe gerade nochmal den Thread "Impulskontrolle" gelesen und bin nicht unzufrieden mit meinem Hund. TROTZDEM sie diese Übungen die dort beschrieben sind echt gut macht, ist sie momentan (seit 1-2 Wochen) draußen massiv abgelenkt und wuselt jedem Reiz hinterher. Ich kann sie stimmlich (noch) gut kontrollieren, fühle mich aber als würde ich einen Sack Flöhe hüten.

Irgendwie fehlt mir gerade die Übertragung der Übungssituation auf das "reale Leben"... Sprich Amsel behandeln wie Ball, fliegende Blätter so wie fliegende Leckerlies....

Wie mache ich ihr klar, dass die Impulskontrolle außerhalb der Übungen auch gilt, sprich, dass sie insgesamt ruhiger wird und verinnerlicht, dass sie Reize ignoriert und dies nicht nur auf meine Reaktion hin? Kommt das durch üben, üben, üben?
 
Dabei
7 Okt 2014
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#8
Bei Finn kam das mit viel Übung aber auch durchs zunehmende Alter.
Er ist jetzt drei Jahre und mittlerweile geistig viel mehr bei mir als noch vor ein paar Monaten.
Trotzdem gibt es Situationen, denen er kaum (Eichhörnchen, spielende Hund in weiterer Entfernung, spielende Kinder etc.) widerstehen kann.
Was ich dann mache (ich weiß nicht mal, ob es richtig ist, aber bei uns funktioniert es): sobald ich ihm an der Körpersprache anmerke, dass etwas sehr interessant wird, rufe ich leise Nein und Finn dann sofort freudig zu mir.
Dann kriegt er ein kurzes Lob , wird kurz gestreichelt, ab und an gibt's einen Keks und wenn er dann weiterläuft, ist das eben noch Interessante meist gar nicht mehr wichtig für ihn.
Vieles wurde dadurch auf Dauer uninteressant .
ABER ich habe einen Fehler gemacht, ich habe ihn lange Zeit direkt angeleint, wenn ich das Gefühl hatte, dass er gleich durchstartet.
Wenn er jetzt an die Leine kommt, guckt er sich anfangs immer um, wo denn jetzt der Grund dafür ist.
Das versuche ich abzubauen, indem ich ihn zwischendurch immer mal wieder einfach so kurz an die Leine nehme oder ihn einfach grundlos zu mir rufe und dann wieder freigebe.
 
Dabei
27 Jul 2014
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#9
[OT]Das mit dem Anleinen kann ich auch bestätigen. Sobald ich Pepe bei solchen Situationen zu mir rufe und die Leine schon parat habe, guckt er sich auch immer um. Es kommt mir mittlerweile fast so vor, dass ich mit der Leine etwas erst richtig interessant mache. Sozusagen aus einer Mücke einen Elefanten mache. Deswegen versuche ich ihn mehrmals auf dem Spaziergang einfach mal so anzuleinen oder ihn einfach nur abzurufen.[/OT]
 
Dabei
15 Apr 2016
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#10
Ein Spaziergang wird bei uns auch immer mit kleinen Aufgaben interessant gemacht. Dazu gehört, dann eben auch das Abrufen bzw. kommen auf Pfiff, dann wird gelobt und wieder los geschickt. Suchspiele, apportieren ... so versuche ich sie eben auch von den vermeintlich interessanten Sachen rund herum abzulenken.

Widerspricht denn die Ablenkung der Kontrolle des Impulses? Weil damit setzt man das Tier ja der Ablenkung nicht direkt aus und versucht den Impuls quasi zu kontrollieren?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#11
Impulskontrolle hat nichts mit Ablenkung zu tun.

Was soll der Hund durch die Ablenkung denn lernen? Wenn ich ihn ablenke, bzw er sich super ablenken lässt, registriert er u. U. den vermeintlichen "Feind" gar nicht.
Kriegt der Hund das nicht mit, kann er auch nicht lernen, dass gewisse Dinge tabu sind (wie z. B. Krähen jagen oder Kühe verbellen).
Ausserdem überlasse ich dem Hund damit immer die Wahl.....es kann nämlich sein, dass ihn die ganzen Ablenkerei nicht mehr interessiert, wenn er das, wovor ich ablenken möchte, entdeckt und er es wesentlich spannender findet als den Verstärker, den ich mit mir rumtrage (Spielzeug oder Futter).
Und dann?
Ebenso sollte man sich fragen, ob man seinem Hund die Wahl lassen möchte.....die Wahl zwischen dem Verstärker oder dem, was er so spannend findet.
Ich möchte das nicht......
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#12
Danke für die interessanten Beiträge! Das trifft genau den Kern meiner Frage. Wenn ich die ganze Zeit intensiv mit meinem Hund arbeite, ist die Umwelt uninteressant. Sobald ich das nicht mehr tue (überspitzt formuliert), wird ihr langweilig und sie wuselt herum und sucht sich was anderes Interessantes. Ziel muss doch sein, dass sie abgeklärter werden gegen alle möglichen Reize. Lenke ich sie ab, halte ich sie auf hohem Erregungslevel, weil immer "was passiert".

Wenn es wenig Reize gibt, fängt sie an zu schnüffeln und wird ruhiger. Aber dazu kriege ich sie oft nicht. Vielleicht wechseln wir auch zu oft die Strecken? Oder ich muss mehr Pausen machen?
 
Dabei
7 Okt 2014
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#14
Das kam bei mir wohl falsch rüber, ich meinte gar nicht, dass ich Finn bewusst ablenke (falls das so klang), statt etwas zu unterbinden.
Wenn ich merke, dass grade etwas sehr interessant wird, was nicht interessant sein soll, unterbinde ich das immer zuerst mit einem Nein und wenn Finn dann zu mir schaut (das tut er nämlich mittlerweile fast immer),rufe ich ihn direkt zu mir und streichel und lobe ihn oder gebe ihm einen Keks.
Ich sehe das einerseits als Belohnung dafür, dass er ablässt von seinem Vorhaben und andererseits erhoffe ich mir, dass er irgendwann bei eben diesem ganz bestimmten Nein direkt zu mir kommt.
Eventuell ist das trotzdem grundlegend falsch :confused:
Allerdings funktioniert es insofern sehr gut, dass ich mittlerweile beinahe immer zu ihm durchdringen kann, egal ob wir grade arbeiten oder einfach nur spazieren gehen.

Wir hatten eben auch noch so eine Situation, da war er allerdings an der langen Leine.
Wir waren grade erst draußen angekommen, da lief hinter ihm ein Eichhörnchen Richtung unseres Grundstücks und er hat es mitbekommen und wollte eigentlich nach hinten in die Leine springen auf das Hörnchen zu.
Ich habe sofort "Nein!" gesagt und er hat mich angeschaut, ich habe ein "Ja fein! Komm weiter! " hinterher geschoben und er kam an der lockeren Leine zu mir gelaufen und ging in die richtige Richtung weiter - kein Blick mehr zum Eichhörnchen .
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch ohne Leine so gewesen wäre.
Er hatte in dem Moment zwar irgendwie auch die Wahl zwischen hinterher rennen oder mit mir weiter gehen, aber er hat ja schon innegehalten, als mein Nein kam.
(Idealerweise bräuchte es gar kein Nein , aber Eichhörnchen sind tatsächlich eine besondere Baustelle, seit die seit einigen Wochen überall herumwuseln bei uns :eek:)
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#15
Oh, Finnie Pooh, tut mir leid. Das mit der Ablenkung habe ich auf diese Aussage bezogen :eek:

Ein Spaziergang wird bei uns auch immer mit kleinen Aufgaben interessant gemacht. Dazu gehört, dann eben auch das Abrufen bzw. kommen auf Pfiff, dann wird gelobt und wieder los geschickt. Suchspiele, apportieren ... so versuche ich sie eben auch von den vermeintlich interessanten Sachen rund herum abzulenken.

Widerspricht denn die Ablenkung der Kontrolle des Impulses? Weil damit setzt man das Tier ja der Ablenkung nicht direkt aus und versucht den Impuls quasi zu kontrollieren?
 
Dabei
15 Apr 2016
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#16
@Gundi Ich schreibe hier im Forum, weil ich es nicht besser weiss. ;o)

Dann vielleicht erst mal alles zurück ... ich habe in der Hundeschule gelernt, dass man nicht einfach zu Hause losgeht, bei Fuss oder mit langer Leine und dann quasi nur den Hund ausleert und bewegt.
Sondern Apportierspiele einbaut und andere Aufgaben. Natürlich nicht konsequent. Und das man sich solche Dinge zu nutze machen kann, um weiterhin die Aufmerksamkeit auf "Frauchen" zu halten. Weil Frauchen sonst auch schnell langweilig wird.

Das ein Hund die Wahl hat, sehe ich nur bedingt ... er kann hören oder es eben lassen. Wenn ich dich richtig verstehe, sagst du z.B. Nein, wenn dein Hund etwas sieht, dann weiss er, das darf ich nicht. Der Impuls hinterherzufegen wurde unterdrückt.
Hier hat dein Hund doch auch die Wahl, zu hören oder eben nicht.

Wenn ich einen fremden Hund 300 Meter im Feld gegenüber sehe, mein Hund jedoch noch nicht, dann werfe die Frisbee zum Beispiel. Dann hat mein Hund die Wahl zwischen "Bring" oder nicht hören. Sieht mein Hund den anderen Hund und will dorthin, verlange ich z.B. das sie sich setzt oder es folgt ein Nein und wir gehen weiter. Das ist ganz Situations abhängig.


Ok, nun meinst du, wenn ich dich richtig verstehe, wenn ich spazieren gehe, darf der Hund an langer oder kurzer Leine gehen und die Übungen gehören z.B. nach Hause in den Garten?
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#17
Finnie Pooh das klingt toll, genauso mache ich es auch und ich hoffe wie du, dass es nicht so falsch ist. Und wie bei Finn guckt Emelie mich dann auch an oder kommt zu mir. (Hier gibt es kaum Eichhörnchen *grins*)...

Soweit prima. Finn ist aber schon etwas älter, ist er insgesamt ruhiger geworden? War er auch mal so "Hallo Welt! Ich komme!" ? Ich dachte immer Aussies sind alle so und fand das gerade super, diese Neugier und Lebensfreude. Ich frage mich bei meinem Hund nur gerade, ob wir an der Grenze zur Hyperaktivität sind oder ob es noch Frühling/Fellwechsel/Jugendliche Überdrehtheit ist. Sie ist von jetzt auf gleich so viel agiler geworden.

Mit meinem verklärten Blick freue ich mich über die über das übersprudelnde Temperament und merke vielleicht gar nicht, dass sie total ausgetickt ist?!? Wie wuselig dürfen sie denn so sein und reicht es, wenn ICH sie kontrollieren kann oder wie schnell / in welchem Alter soll sie eigentlich selber ruhiger werden? Ich komme mir momentan vor als würde ich einen Sportwagen fahren und dauernd auf der Bremse stehen... *lach*
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#18
Oh Juna, ich wollte dir deinen Thread nicht zerteilen, entschuldige! Deine Frage geht etwas in andere Richtung als meine, ich dachte erst, es wäre ähnlich. Ich ziehe mein Thema hier dann erstmal raus!
 
Dabei
15 Apr 2016
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#19
Oh Juna, ich wollte dir deinen Thread nicht zerteilen, entschuldige! Deine Frage geht etwas in andere Richtung als meine, ich dachte erst, es wäre ähnlich. Ich ziehe mein Thema hier dann erstmal raus!
Ach was ... du zerteilst doch nichts wirklich. Letztlich hat es sich ja ein wenig in zwei Richtungen entwickelt. In die eine die du ansprichst und die andere mit dem Impuls. Es gibt eben keine Patentlösung ;o)
Das hört sich klasse an bei Finnie Pooh, aber ich glaube auch, das alles ein langer Weg ist und auch ein wenig von jedem Hundetemprament abhängig ist.

Letztlich kann ich meine Maus auch so beschreiben - sie hat der Hafer gestochen, Frühlingsgefühle. Und die Frage, was ist noch normal ... wie macht man es richtig. Wenn man zuviel einschränkt, ist sie auch nicht mehr glücklich und das will ich auch nicht.
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#20
Letztlich kann ich meine Maus auch so beschreiben - sie hat der Hafer gestochen, Frühlingsgefühle. Und die Frage, was ist noch normal ... wie macht man es richtig. Wenn man zuviel einschränkt, ist sie auch nicht mehr glücklich und das will ich auch nicht.
Ja genau so ist es, gut auf den Punkt gebracht!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#21
@Gundi Ich schreibe hier im Forum, weil ich es nicht besser weiss. ;o)

Dann vielleicht erst mal alles zurück ... ich habe in der Hundeschule gelernt, dass man nicht einfach zu Hause losgeht, bei Fuss oder mit langer Leine und dann quasi nur den Hund ausleert und bewegt.
Sondern Apportierspiele einbaut und andere Aufgaben. Natürlich nicht konsequent. Und das man sich solche Dinge zu nutze machen kann, um weiterhin die Aufmerksamkeit auf "Frauchen" zu halten. Weil Frauchen sonst auch schnell langweilig wird.

Das ein Hund die Wahl hat, sehe ich nur bedingt ... er kann hören oder es eben lassen. Wenn ich dich richtig verstehe, sagst du z.B. Nein, wenn dein Hund etwas sieht, dann weiss er, das darf ich nicht. Der Impuls hinterherzufegen wurde unterdrückt.
Hier hat dein Hund doch auch die Wahl, zu hören oder eben nicht.

Wenn ich einen fremden Hund 300 Meter im Feld gegenüber sehe, mein Hund jedoch noch nicht, dann werfe die Frisbee zum Beispiel. Dann hat mein Hund die Wahl zwischen "Bring" oder nicht hören. Sieht mein Hund den anderen Hund und will dorthin, verlange ich z.B. das sie sich setzt oder es folgt ein Nein und wir gehen weiter. Das ist ganz Situations abhängig.


Ok, nun meinst du, wenn ich dich richtig verstehe, wenn ich spazieren gehe, darf der Hund an langer oder kurzer Leine gehen und die Übungen gehören z.B. nach Hause in den Garten?
Nein, das habe ich nicht gemeint und auch nicht geschrieben, oder?
Was hat Ablenkung von fremden Hunden mit Beschäftigung auf einem Spaziergang zu tun?
Wie soll ein Hund lernen, mit einer unangenehmen Situation umzugehen, wenn er sie nie richtig bewusst wahr nimmt?

Und nein, meine Hunde haben ganz sicher nicht die Wahl. Denn sie kennen ihre Grenzen, und sie wissen, was passiert, wenn sie diese überschreiten ;)
Sicher kommt das auch mal vor....Shit happens, das ist das Leben und nobody is perfect....weder ich noch meine Hunde.
Meine beiden haben einfach gelernt, was erwünscht und was unerwünscht ist. Sie kennen den Unterschied und wir haben uns "gestritten", Konflikte ausgetragen.
Ich bin solchen Konflikten, wie z. B. Hundebegegnungen (Jerry Lee fand alle andern Hunde einfach super toll, nur leider fanden die anderen ihn nicht immer toll und Apps kann mit anderen Hunden nicht viel anfangen, sie hält sie sich lieber vom Leib), eben nicht durch Ablenkung des Hundes aus dem Weg gegangen.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#22
Im Kurs in der Hundeschule hab ich grad 4 Hunde. Alle das selbe Problem. Sie "ticken aus" wenn sie andere Hunde sehen!
Sie sind alle nicht aggressiev nur sehen sie selten Hunde und wenn sie welche sehen, kommt von den Haltern immer die selbe reaktion. Die Hunde werden am "Feind" vorbei gelockt, ausgewichen,..... oder es wird versucht das ganze total zu vermeiden und es wird nur mehr dort gegangen wo keine hunde sind.

Vl. kennt jemand Click for Blick??

Wir haben das ganze bei den 4 Hunden angefangen und was soll ich sagen nach der 3 Einheit können die Hunde alle zusammen am Platz sein ohne das jemand in der Leine hängt oder SCHREIT!!
Es gibt hier kein NEIN. sondern der Hund wird belohnt dafür, dass er sich mit seiner Umgebung auseinander Setzt!
Dh. wir haben mit 2 Hunden begonnen in einem für die Hunde noch erträglichen abstand, jedes mal wenn der eine Hund den anderen ansieht --> CLICK.
Ich will also das der Hund sich den anderen Hund ansieht dann aber weis es kommt ein Click dafür!

Ich hab das ganze auch bei meiner Hündin aufgebaut allerdings nicht bei dem "anderen Hund" sondern sie liebt Menschen und würde alle und jeden begrüßen. Sobald sie den anderen Menschen ansieht --> Click --> Futter oder Frisbee!

Sitzt das ganze sieht es so aus:
Meine Hund sieht entgegenkommende Menschen, sieht sich diese aus der Ferne kurz an, dreht sich um kommt zu mir um sich ihren CLICK abzuholen. Ich warte aber solange bis die Menschen vorbei sind und dann bekommt sie die Belohnung. Das ganze ohne Kommando! Es ist" die Entscheidung des Hundes" sich für mich zu entscheiden und genau das muss man ihm eben schmackhaft machen!

Am Anfang wird natürlich noch geclick wenn der Hund grad hinschaut. Nach einigen Wiederholungen wird das im Hund so verinnerlicht sein "Auslöser ansehen" --> Click vom Halter, dass er automatisch dann gleich zum Halter schaut. Dann verzögere ich den click bis der hund weg vom Auslöser und zu mir schaut.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#23
Hallo Zusammen,

@Saminsi, "Click für Blick"? Egal bei was Hund oder Mensch oder was auch immer der Hund grad aufregend findet, scheint mir egal und immer gleich unsinnig. Du konditionierst den Hund auf den Clicker und er weiß dass es dafür was gibt. Wenn du dem Hund also versuchst Situationen "schön" zu clickern, funktioniert es zumindest dass er zu dir hikommt und sich sein Leckerchen abholt. Solange er denn sehr Futterorientiert ist. Was lernt der Hund denn dadurch? Etwa dass sein Verhaten unerwünscht ist? Er nicht zu Menschen (Hunden, etc) hin soll? Nicht ausflippen soll? Im Leben nicht. Mit Erziehung hat das nichts zu tun. Oder würdest du bei einem Kind dass sich auf den Boden wirft und strampelt weil es was will, auch immer ein Gummibärchen reinstecken? Wohl kaum.

@Sanjejan, dass mit der Übertragung der Impulskontrolle von Übungssituationen auf das "echte Leben" dauert. Es ist eine "leichte" Übung den Hund vorm gefüllten Napf warten zu lassen, denn er weis sehr schnell er bekommt es auf jeden Fall. Genau so mit den fliegenden Ball, er kapiert recht schnell dass du erstmal nicht willst dass er hinter geht, weis aber er bekommt ihn zur Belohnung dann doch. Und "leichte" Übung, meine ich relativ gesehen. Fliegende Krähen, aufspringende Hasen sind da nochmal ein anderer Schnack. Der Reiz ist viel größer. Und was steht für den Hund am Ende? Klar er bekommt auch eine Belohnung. Aber niemals den Hasen. Nur Geduld mit der Zeit wird das schon.
Versuche mal an was ganz einfachem, dich selbst um zu konditionieren: Verschränke die Arme vor der Brust und jetzt schau welcher Arm oben ist. Von nun an übst du dass wenn du die Arme verschränkst immer der andere Arm oben ist. Du wirst dich sehr darauf konzentrieren müssen und "Rückschläge" erleiden. Bis es dir in Fleisch und Blut übergegangen ist benötigst du ca. 5000 Wiederholungen. Da kannst du dir ausrechnen wie lange es dauert. Und das ist was unspektakuläres, nicht sowas tolles wie einen Hasen jagen. Da kommt noch hinzu dass den Hasen nicht zu jagen für den Hund ja noch viel unsinniger ist, als für dich ab jetzt die Arme anders herum zu verschränken. Und das ist schon ganz schön unsinnig :)

Allein durch die Impulskontrolle wird der Hund auch "den Hasen" nicht einfach nicht mehr jagen. Das ist nur ein nicht unerheblicher Teil der dazu beiträgt. Der Hund muss dich respektieren um dein Kommando anzunehmen und bestenfalls garkein Kommando benötigen, sonder dich per Blick fragen: darf ich oder darf ich nicht. Dazu muss er dich aber als jemanden kennenlernen der seine Regeln durchsetzt. Ich weis: garnicht so leicht :) ich sehe es ja bei Paula, die weis genau was erlaubt ist und was nicht, ist aber noch weitentfernt davon das vorbehaltlos zu akzeptieren. Sie testet immer noch und dummerweise hat sie gelegentlich Erfolg damit, weil sie schlau ist, erfinderisch und verflucht schnell. Das wirft uns zurück, ist aber meine Schuld. Da muss ich eben besser werden. Wir arbeiten daran :)


@Juna, las mal das vermenschlichen weg. Dein Hund denkt bei Kühen ganz sicher nicht "oh da sind große komische Hunde, die bell ich mal an". Der weis ziemlich genau was er davor sich hat (auf Hundeart, nicht im menschlichen Sinne: ah Kuh)

Die Kühe regen ihn auf. Der Grund ist erstmal unbekannt. Wie die anderen schon sagten: Ablenkung ist hier nicht das richtige Mittel. Oder würdest du wen du dich mit der Nachbarin streitest, willig darauf eingehen wenn dein Schatz ankommt und sagt: komm wir spielen ein Spiel und hier haste noch n Stück Schokolade? Du würdest ihn wohl ignoriere und dic Fragen ob der sie noch alle hat. Wenn er weis dass du dich über die Nachbarin aufregst und jedesmal anfängt dich beim Verlassen der Wohnung abzulenken und dich zu füttern, würdest du das schnell durchschauen und ihm genau so schnell den Mittelfinger zeigen. Genau das wird dein Hund auch machen.

Oder anders herum: Dein Schatz regt sich jedesmal über die Nachbarn auf. Vermutlich kämst du nicht im Traum auf die Idee ihn jedsmal vorsorglich abzulenken und Schokolade in ihn rein zu stecken. Du würdest ihm ne klare Ansage machen, dass das nicht geht.


Warum dein Hund bei den Kühen bellt kannst nur du heraus finden, zur Not bittest du deine Trainerin sich das mit dir zusammen anzuschauen.
In jedem Fall solltest du dem Hund klar machen dass sein Verhalten unerwünscht ist. Wie genau besprichst du am besten mit der Trainerin.

Wie die anderen ebenfalls schon gesagt haben, mit 6 Monaten befindet sich dein Hund möglicherweise in einer Unsicherheitsphase.

Und ja so langsam kommt er vielleicht schon in die Pubertät. Daher gilt es jetzt konsequent dran zu bleiben an der Erziehung und Durchsetzung deiner Kommandos. Denn die richtige Flegelphase hast du noch vor dir.

Dass es zu Hause / im Garten dann plötzlich wieder klappt ist auch kein Wunder, aber auch noch kein Erziehungserfolg. Klar bist du zu Hause wieder interessant, da kennt dein Hund schon alles und hat "nix besseres" zu tun als mit dir zusammen zu arbeiten.

Schleppleine ist schon mal gut (ich hasse das Ding) da kann er wenigstens nicht abhauen. Wenn er sich aber schon aus 150 Metern Entfernung über die Kühe aufregst und du sein Erregungslevel nicht kontrollieren kannst, dann bleibst du eben in so größer Entfernung stehen, Wo er sich so gerade nicht aufregt, aber leicht angespannt ist und lässt ihn schauen bis er ganz ruhig ist. Und tastest dich dann langsam vor. Natürlich jedesmal belohnen wenn er ganz entspannt ist.

Dieses aus dem Beutel füttern, kann ein Hilfsmittel sein (den Hund hungrig halten und schön die Konzentration auf den Verstärker sprich Futter halten). Ich finde es nicht gut und würde raten dass du dich fragst ob du möchtest dass dein Hund auf dich hört oder auf das Futter im Beutel?

Nicht falsch verstehen bei uns gibt es auch viel Belohnung über Lekerlies aber auch über Spiel und Lobwörter.

Vergiss bei alledem nicht dein Hund ist noch sehr sehr jung. Gib ihm und dir etwas Zeit und übetreibt nicht mit dem Üben.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#24
@FrauRossi Ich bin sicher keine "Watterbäuschchen Werferin", aber dieses Click for Blick funktioniert! Hast du es schon versucht? Auf längere Sicht gesehen? Kannst du mir das Gegenteil beweisen?
Ich habe schon mehrere Beweise das es funktioniert!
Ich clickere ja nicht, wenn der Hund total aufdreht! Ich trainiere das ganze in einer Umgebung in der der Hund das ganze noch aushalten kann ohne auszuflippen! Er soll sich mit seiner Umgebung auseinander setzten, sich aber trotzdem für mich entscheiden!
Auch ein Hund der nicht futterorientiert ist kann mit clicker gearbeitet werden. Es gibt ja auch noch Spielzeug als bestätigung!!
 
Dabei
15 Apr 2016
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#25
Vorweg ... ganz herzlichen Dank für deine konstruktiven Ratschläge FrauRossi !!!!

Hallo Zusammen,



Dass es zu Hause / im Garten dann plötzlich wieder klappt ist auch kein Wunder, aber auch noch kein Erziehungserfolg. Klar bist du zu Hause wieder interessant, da kennt dein Hund schon alles und hat "nix besseres" zu tun als mit dir zusammen zu arbeiten.

Das ist klar. Sie lies sich am Wochenende nicht mal dort abrufen, geschweige denn hat sie auf Sitz reagiert. Insofern sehe ich schon zumindest, dass sie nicht mehr ganz so quer ist.

Schleppleine ist schon mal gut (ich hasse das Ding) da kann er wenigstens nicht abhauen. Wenn er sich aber schon aus 150 Metern Entfernung über die Kühe aufregst und du sein Erregungslevel nicht kontrollieren kannst, dann bleibst du eben in so größer Entfernung stehen, Wo er sich so gerade nicht aufregt, aber leicht angespannt ist und lässt ihn schauen bis er ganz ruhig ist. Und tastest dich dann langsam vor. Natürlich jedesmal belohnen wenn er ganz entspannt ist.

So ähnlich habe ich es gemacht, ich habe vorher die Konzentration versucht auf mich zu lenken und sie vor den Kühen sitzen lassen, BEVOR sie sich aufgeregt hat und reinsteigert. Gucken lassen, loben. Und siehe da, vorhin, direkt am Zaun sitzen, gucken und anschließend konnten wir ohne weiteres weitergehen.

(Ich mag die Schleppleine ehrlich gesagt auch nicht .... aber nützt ja nix.)


Dieses aus dem Beutel füttern, kann ein Hilfsmittel sein (den Hund hungrig halten und schön die Konzentration auf den Verstärker sprich Futter halten). Ich finde es nicht gut und würde raten dass du dich fragst ob du möchtest dass dein Hund auf dich hört oder auf das Futter im Beutel?

Da gebe ich dir Recht - wir füttern nicht komplett aus dem Beutel. Nur bei uns sind die meisten Leckerlies, eben das Futter und nicht irgendwelche Extra-Häppchen oder Lobwörter und Spiel.


Nicht falsch verstehen bei uns gibt es auch viel Belohnung über Lekerlies aber auch über Spiel und Lobwörter.

Vergiss bei alledem nicht dein Hund ist noch sehr sehr jung. Gib ihm und dir etwas Zeit und übetreibt nicht mit dem Üben.
Da hast du recht. Ich mache mich nun nicht mehr verrückt und lasse mich nicht verrückt machen.

Wie soll ich das jetzt schreiben ohne eine Lawine loszutreten.
Ich habe lange überlegt, ob ich mich überhaupt in einem Forum anmelde. Und dann, wie und was man schreibt. Ich dachte, das Thema wäre ganz unverfänglich und schon merkt man, dass es ganz viele unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Erziehung gibt, ich mag da nicht zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Nur für mich persönlich. ;o)
Man kennt sich untereinander nicht, in ein paar Worte wird etwas hineininterpretiert und man baut sich im Kopf einen Menschen zusammen und fertig ist die Meinung.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#26
@Juna, las mal das vermenschlichen weg. Dein Hund denkt bei Kühen ganz sicher nicht "oh da sind große komische Hunde, die bell ich mal an". Der weis ziemlich genau was er davor sich hat (auf Hundeart, nicht im menschlichen Sinne: ah Kuh)
Ach, ja... ein Hund der noch nie Kühe gesehen hat, weiß "in seinem Weltbild" das das Kühe sind u. keine Hunde...
Mal was neues dazugelernt...
Komisch das selbst gestandene Hütehunde die an großen Schafherden arbeiten, mitunter erst lernen und verstehen müssen, was Kühe sind.
 
Dabei
5 Sep 2014
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#27
Wie soll ich das jetzt schreiben ohne eine Lawine loszutreten.
Ich habe lange überlegt, ob ich mich überhaupt in einem Forum anmelde. Und dann, wie und was man schreibt. Ich dachte, das Thema wäre ganz unverfänglich und schon merkt man, dass es ganz viele unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Erziehung gibt, ich mag da nicht zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Nur für mich persönlich. ;o)
Man kennt sich untereinander nicht, in ein paar Worte wird etwas hineininterpretiert und man baut sich im Kopf einen Menschen zusammen und fertig ist die Meinung.
Nimm einfach das raus was für dich stimmt :-D Jeder ist halt anders und macht das auf seine Weise und was zum Hund passt. ist doch besser wenn du verschiedene Meinungen gehört hast und dir dann einzelne Sachen rauspicken kannst die du umsetzen willst, statt wenn alle unisono zum Gleichen raten und du mit diesem Ratschlag aber übehaupt nicht anfangen kannst.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#28
Nimm einfach das raus was für dich stimmt :-D Jeder ist halt anders und macht das auf seine Weise und was zum Hund passt. ist doch besser wenn du verschiedene Meinungen gehört hast und dir dann einzelne Sachen rauspicken kannst die du umsetzen willst, statt wenn alle unisono zum Gleichen raten und du mit diesem Ratschlag aber übehaupt nicht anfangen kannst.
Ich stimme Elli da vollkommen zu! Wir haben schon mit Click-for-Blick gearbeitet, aber genau so mit einem Spritzer aus der Wasserflasche: Beides hat, situationsabhängig, funktioniert! Will sagen: ich muss dafür auch meinen Hund kennen!
Click-for-Blick funktionierte so mit unter einem Jahr super, als er gelernt hat, dass Jogger und Radfahrer uninteressant sind und man sich lieber an Frauchen orientieren soll.
Als mit so 5/6 Monaten das erste Mal ein "Oh, ein Kaninchen!" anfing, habe ich ihn instinktiv mit seinem Futterdummy abgeworfen, als er lospreschen wollte (und getroffen, was ihn total erschrocken hat). Ich habe die Situation dann einige Tage hintereinander bewusst provoziert, bin zur "Kaninchenwiese" gestiefelt. Ein weiterer Dummywurf reichte aus: seit dem wird nicht mehr gejagt. Punkt. Erkenne ich, dass sich nur ansatzweise eine Vorderpfote hebt reicht ein "LASS ES!" vollkommen aus.
Ebenfalls so mit 6 Monaten pöbelte er ein Mal einen Hund zurück an, als er ihn an der Leine anmachte. Ich hatte gerade (es war Sommer und warm) meine Vittel-Nippelflasche mit und er hat einen gehörigen Schuss Wasser abbekommen. Seit dem wurde (in einem Jahr) erst 1, 2x zurückgemotzt (und das konnte ich vollkommen nachvollziehen).

Was wir jetzt noch üben: an fremden Hunden (seltsamerweise geht es an der Straße besser als in Wald und Flur) mit LOCKERER Leine vorbeigehen. Meiner schaut sich die anderen Hunde an und würde gerne "Hallo" sagen und das ist auch eine Art von Impulskontrolle. Leider sind mir andere Hundehalter, die ihre Hunde an der Flexi halten und/oder starren lassen nicht wirklich eine Hilfe. Hier habe ich bis her noch nicht DIE ultimative Lösung gefunden. Aber, wie schon mehrmals gesagt wurde, merkt mein Hund: "OH! Ich werde angeleint: da muss jetzt was Spannendes kommen...!"

Wurde länger als beabsichtigt, sorry :p
 
Dabei
5 Sep 2014
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#29
Bei uns ist es ähnlich wie bei Nadine, es war schon alles von mit-Futter-vorbeiführen bis zu am-Nacken-grob-anpacken alles dabei. Manches hat gefruchtet anderes auch nicht :-D

Ich schreib das jetzt trotzdem obwohl es nicht auf viel Gegenliebe bei einigen anderen stossen wird ;-) :

Bei den Kühen würde ich persönlich mal vorbeigehen und mich irgendwo hinsetzen und sie einfach mal von weitem mit langer Leine gucken lassen. Ich hab das Gefühl wir geben den Hunden manchmal fast keine Zeit um etwas einzuordnen und es muss alles zackig gehen und sofort verstanden/unterbunden werden. Das natürliche Verhalten bei einem jungen Hund der etwas unsicher/kritisch gegenüber steht wäre ja eigentlich das nach vorne gehen&bellen, dann wieder schnell zurückweichen um dann wieder einen Schritt nach vorne zu gehen & bellen und wieder zurück etc. Die Leine hindert sie natürlich daran und dazu kommt noch dass wir als Halter unter Umständen dann noch mehr Hektik reinbringen.

An der langen Leine darf sie kucken, auch mal bellen, näher schleichen aber auch zurück etc. ohne dass du wirklich eingreifst (ausser die Leine halten). Das Beste wäre natürlich dass sie die Erfahrung macht, ok die Kühe bleiben dort wo sie sind und es passiert einfach nix, also ist alles ok. Ansonsten kannst auch du näher gehen und „zeigen“ dass es absolut ok ist. Das hat bei uns bei fremden Tieren eigentlich meistens gereicht.
Und wenn sie total ausflippt und ihr nichts anderes einfällt was sie tun könnte, würde ich es mit leckerli & Leberwursttube o.ä. probieren. Das ist das was andere wohl mit „ablenken“ bezeichnen. Ich sehe es eher so, dass der Hund die Wahl hat zwischen verschiedenen Verhaltensmöglichkeiten und wir können nicht vorhersehen was er sich aus seinem natürlichen Repertoir aussucht. Deine hat sich jetzt für Bellen und Ausflippen entschieden. Wenn sie nicht auf die Idee kommt was anderes zu machen, dann zeig es ihr einfach.
Zum Beispiel würde ich wollen dass sie ruhig an den Kühen vorbei kann und denen nicht gross Beachtung schenkt. Die sind nun mal einfach da und sollen in Ruhe gelassen werden. Deshalb Hund an die Leine und mit Leckerli oder Fresstube daran vorbeiführen (und sie nimmt die Kühe sehr wohl war und kann sie anschauen). Wenn das nach einer Weile geht, probierst du ohne daran vorbeizugehen und belohne richtiges Verhalten. Wenn sie wieder ausflippt, unterbinden.
Das leckerli-vorbeiführen ist für mich keine Ablenkung sondern eher ein Aufzeigen was gewünscht ist… nämlich ruhiges daran vorbeigehen.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#30
Wie soll ich das jetzt schreiben ohne eine Lawine loszutreten.
Ich habe lange überlegt, ob ich mich überhaupt in einem Forum anmelde. Und dann, wie und was man schreibt. Ich dachte, das Thema wäre ganz unverfänglich und schon merkt man, dass es ganz viele unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Erziehung gibt, ich mag da nicht zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Nur für mich persönlich. ;o)
Man kennt sich untereinander nicht, in ein paar Worte wird etwas hineininterpretiert und man baut sich im Kopf einen Menschen zusammen und fertig ist die Meinung.
Nun aber das ist doch völlig normal in einem Forum, dazu ist es da! Es gibt nicht DEN EINEN Weg, es gibt 1.000 Wege nach Rom, wenn man so will. Und jeder Hund tickt anders u. jeder Hundehalter hat andere Erfahrungen gesammelt. Also bleibt Dir nur, die Antworten durchzulesen u. das für u. wieder für Dich und Deinen Hund abzuwägen oder die eine oder andere Methode auszuprobieren.
Und da wir hier in einem Forum sind u. uns nicht persönlich gegenüberstehen, bleibt jedem hier nur die Möglichkeit, in die geschriebenen Worte "hineinzuinterpretieren" eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Und dadurch das uns Gestik u. Mimik des Gegenübers fehlen, interpretiert man das geschriebene Wort vielleicht auch mal falsch oder über... Läßt sich in einem Forum nicht ändern.
Und da Du Dich ja schon eine Weile durchs Forum gelesen hast, weißt Du doch eigentlich, wie es in einem Forum so läuft.
Hat halt alles seine Vor- u. Nachteile.
 

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