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Überforderung vermeiden möglich?

Dabei
21 Jul 2013
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#1
Hallo,

der ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, das ich im kommenden Jahr plane, mir einen Hund zu holen.
Geplant ist ein Welpe/Junghund und dieser muss "von beginn an" mit zur Arbeit kommen - natürlich versuche ich wenigstens die ersten drei Wochen Urlaub zu bekommen.

Ich bin Pferdewirt (derzeit 3. Lehrjahr) und den ganzen Tag in Bewegung. Oftmals kann ich den Hund in Sichtweite ablegen oder mitlaufen lassen, es gibt aber auch Situationen da geht das nicht. Dafür würde ich einen Platz mit Decke anlegen und den Hund dann dort ablegen; Problem: ich kann dann nicht in Sichtweite bleiben. Aber selbst wenn ich den Hund immer wieder ablege, kann ich nicht vermeiden das es immer wieder was neues zum gucken gibt (Pferde bewegen sich, ich laufe rum, zwischenzeitlich der Hofhund, etc) - es gibt dort keine komplette Reizabschottung.

Natürlich habe ich mir schon ein paar klare Regeln überlegt. So gibt es morgens und abends nur eine kurze Pipi-Runde, an arbeitsfreien Tagen natürlich mittags noch (oder wann auch immer die Blase drückt). Zuhause ist Ruhe angeordnet, auch an freien Tagen wird es in der Wohnung keine Action geben.

Trotz der Regeln und "Zwangs-Auszeiten" gibt es noch genügend Bewegung in der Sache. Mache ich mir da zu viele Gedanken drüber und ich sollte schauen wie sich das entwickelt? Oder gibt es Punkte, auf die ich in jedem Fall achten sollte und an die ich noch nicht gedacht habe? Ich möchte mir schließlich keinen Überdrehten/Überforderten Hund erziehen...
 

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Dabei
6 Feb 2012
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#2
Huhu,
vielleicht statt der Decke eher eine Box auftrainieren und diese for die Auszeiten mit einer Decke abdunkeln. Hilft hier bei uns zum Runterkommen, wenn Besuch kommt und die Dame zu aufgedreht ist. Sobald die Decke runtergeht ist Ruhe angesagt.
 

Herbsel

BARF Gläubige
Dabei
28 Jan 2013
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#3
Hi,

Die Box (in deinem Fall besser noch ein IATA Kenne, die sind relativ blickdicht) wäre auch mein erster Gedanke gewesen. Wenn du auf Züchtersuche bist, würde ich diesen dann auch mitteilen, dass es total toll wäre, wenn der Züchter die Welpen schon von klein auf an an einen Kennel oder eine Box gewöhnt. Dann hat man echt gute Karten, wenn man das Zuhause weiterführt. Vielleicht wäre ein Welpenauslauf auch eine Idee, so wie eine Laufstall bei Babys, oder du parkst ihn in einer leeren Pferdebox (--> keine Ahnung von Pferden hat) ?
 
Dabei
21 Jul 2013
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#4
An die Pferdebox hatte ich auch gedacht. Aber unsere Pferdeboxen sind so offen gestalltet, da können wir Menschen auch problemlos durch (Fressgitter - für die, die sich auskennen).
An ein Kennel hatte ich auch gedacht, für Zuhause habe ich auch schon eins - da müsste ich nur einen Platz für finden *überleg*

Für weitere Anregung bin ich weiterhin offen :)
 
Dabei
12 Jul 2012
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#5
ich würde auch sehr zu einem kennel tendieren. wie schon geraten..mit decke und dann ist wirklich auszeit.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#6
Ich fände einen Kennel oder eine Box auch am sinnvollsten :). Nicht nur dass Hundi schon zur Ruhe kommen kann, es kommt auch kein anderer an den Hund, der nicht soll :). Also ist ewigen, unbeaufsichtigten Spielen mit anderen Hunden/Kindern/Erwachsenen direkt vorgebeugt. Desweiteren kann der Hund so auch nicht einfach zu Pferden hin, was ja nicht nur zwecks Überforderung gut ist, sondern auch einfach insgesamt riskant sein kann, wenn der Hund plötzlich auf der Weide steht und die Bewegungen des Pferdes noch nicht kennt. Nicht dass ihm da irgendwas passiert. Eine schöne, große Box oder ein Kennel ist daher wirklich toll :).
 
Dabei
21 Jul 2013
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#7
Der Paddock und die Weide werden von beginn an Tabu für den Hund sein, das kann ich nämlich gar nicht ab, wenn der Hund die Pferde aufmischt, allein wg. der Gefahren für beide. Daher wird in den ersten Tagen/Wochen eine Schleppleine am Hund sein müssen (also je nach Hund, der von meinem Chef traute sich von beginn an nicht drauf).

Das der Hund dann plötzlich "längere Zeit" alleine ist, das kann ich ja im eigentlichen Sinne nicht aufbauen. Während meines Urlaubs und somit die ersten Tage/Wochen mit dem Welpen würde ich damit beginnen - aber da bin ich ja noch nicht bei 1,5 Stunden "allein sein" angekommen. Spontan würde ich die Zeit mit was zu kauen überbrücken?


Es wird übrigens nicht vor August 2015 soweit sein, meine Facharbeiterprüfung hat nämlich noch gar keinen Termin und wird sich eher nach hinten ins Jahr verschieben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
15 Mai 2012
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#8
Da hast du absolut recht da direkt ein tabu aufzubauen :). Jedoch ist es immernoch ein Hundekind und die kommen auf so manchen Blödsinn :D. Aus einem Tabu kann da auch ganz schnell eine Herausforderung werden :).
desweiteren musst du den Hund ja auch nicht die ganze Zeit alleine lassen oder? Du kannst da doch öfter vorbeigucken ihm zeigen dass du noch da bist :). Das kannst du natürlich auch schon herrlich in der Wohnung trainieren :).
 
Dabei
21 Jul 2013
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#9
Das sowas in der Flegelphase schief geht, damit rechne ich - unsere Pferde kennen das auch und lassen sich eigentlich nicht davon beeinflussen. Aber mein Plan war, das es iiiiirgendwann als Tabu akzeptiert wird :p

Bei uns ist zwei bis dreimal die Woche Therapie, in der Zeit kann ich leider nicht weg. Bei den Reitstunden ist das weniger das Problem.


Alles aus der jetzigen Sicht geschrieben, kann auch durchaus sein, das ich betrieblich noch was ändert.
 
Dabei
21 Jul 2013
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#10
Ich möchte mal eine kurze Rückmeldung geben, was für die interessant ist, die vielleicht mal in eine ähnliche Situation kommen und sich darüber den Kopf zerbrechen.

Im nachhinein habe ich das alles einfach auf mich zu kommen lassen. Sie musste vom ersten Tag an mit, hat in unserer Sattelkammer ihre Decke gelegt bekommen und wenn ich keine Zeit für sie hatte, wurde sie dort abgelegt und angebunden. Die Sattelkammer ist bis heute ihr "ruhe Raum". Während des Reitunterrichtes habe ich sie im Schatten am Baum angebunden und blieb bei ihr stehen, solange es möglich war.

Beim Pferd putzen durfte sie dabei sein, da ist sie einmal unterm Bauch durch, da habe ich sie "getreten" (mehr so ein anstupser, erschrocken hat sie sich aber) - seitdem ist sie aber nicht wieder drunter durch, sondern weiß das so ein Tier vier Beine hat ;) Die Paddocks waren von Anfang an tabu, da habe ich sie konsequent runter/raus geschickt und das hat sie sehr schnell kapiert (zu beginn Hund angebunden, während ich die Pferde raus gelassen habe; ohne Pferde habe ich sie nicht angebunden, sondern immer wieder zurück geschickt).

Den Stromzaun hat sie auch sehr schnell kennen gelernt, beim ersten Mal war sie auch noch nass :eek: Die Lernkurve bleibt bis heute aus, da rennt sie noch regelmäßig vor...
 

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