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Unaufmerksamkeit in der Hundeschule

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4 Mrz 2013
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#31
Schon mal mit Fleischwurst oder Käse versucht ?
 

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Dabei
12 Dez 2012
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#32
Ich glaube nicht, dass noch bessere Leckerlies den richtigen Ansatzpunkt darstellen.
Das Konzept den Hund mit einem immer besseren Gegenreiz zu locken/zu erpressen, halte ich für sehr fragwürdig... :rolleyes:
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#33
Da kann ich mich nemesis nur anschließen.


Leider ist es einfach ein riesen Unterschied ob wir es Daheim, auf der Wiese, auf der Straße, im Wald oder am und im Wasser oder am Hundeplatz üben. Es ist auch unterschiedlich ob wir es mit Hilfe von Katzen, dem Ball, dem Seil, Stock, mit anderen Hunden oder am Hundeplatz üben.
Ja natürlich liegen zwischen diesen Situationen teilweise Welten aber genau deshalb muss man auch so viele Situationen wie möglich trainieren - angefangen bei der reizärmsten Umgebung mit langsamer Steigerung :)

Wir kommen meistens als erstes an. Sobald das Auto hält, sie aus der Transportbox darf und Sitz macht zum anleinen (noch im Auto), verweigert sie Belohnung. Ab diesem Augenblick ist sie hoch konzentriert, aber nicht auf mich oder meine Tochter. Wir gehen auf den Platz bevor Hunde da sind! Sie hat definitiv noch keinen Stress und verweigert trotzdem Leckerlies.
Tut mir leid aber so wie du das schilderst, hört sich das für mich nach wie vor nach Stress an. Stress äußert sich nicht nur durch offensichtliche Signale wie starkes hecheln oder jammern/bellen... Nein, Stress kann sehr sehr viele Anzeichen haben, wie zittern, schuppen, starkes kratzen oder lecken, Appetitlosigkeit, schlechte Konzentrationsfähigkeit, starker Körpergeruch, Schwanz jagen, eine gewisse Gereiztheit mit überschießender Reaktion, usw.... Viele Hundehalter wissen das aber schlichtweg einfach nicht oder ihnen fehlt das geschulte Auge, um auch kleine/unauffälligere Anzeichen zu erkennen. Ich sage nicht, dass es bei dir so ist aber zumindest zeigt deine Hündin (deinen Erzählungen nach) sehr wohl Stressanzeichen. Du sagst, die Leckerliverweigerung beginnt bereits am Parkplatz - aber genau das ist für mich bereits wieder ein klares Zeichen. Natürlich beginnt der Stress nicht erst unmittelbar dann, wenn sie auf andere Hunde trifft, nein, der Stress beginnt bereits zu dem Zeitpunkt, an dem sie merkt, wo ihr seid, was jetzt kommt, etc.

Aber gut, du bist dir sicher, dass sie definitiv nicht gestresst ist. Mich würde aber an der Stelle auch mal interessieren, was denn dann deine Trainerin dazu sagt? Welche Ursachen sieht sie hierfür? Welche Trainingsmethoden und Lösungsvorschläge werden gegeben? :)

Um die Aufmerksamkeit des Hundes zubekommen müsste ich sie total fertig machen (laut, grantig ... nicht körperlich) ist aber nicht mein Stil. Ich werde schon mal laut, aber Unterordnung ist bei mir mit "Freiwilligkeit" verbunden, mit schönen Erlebnissen und außerhalb sind wir es auch. Ich habe gelernt das Hund und Führer ein Team sind, bei dem jeder für den anderen da ist und außerhalb sind wir es auch.
Naja, das stimmt schon aber das sind eigentlich alles Dinge, die sowieso selbstverständlich sein sollten. Jeder souveräne Hundehalter sollte mit seinen Hunden partnerschaftlich umgehen und als Team agieren und auf einer freiwilligen, freundschaftlichen Basis arbeiten und den Hund nicht nur durch Zwang zu einer Handlung bringen bzw. nicht ausschließlich durch "laut/grantig" werden bzw. "körperlich einzugreifen" die Aufmerksamkeit zu erlangen. Das sind für mich selbstverständliche Punkte...
 
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10 Mrz 2014
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#34
Ja natürlich liegen zwischen diesen Situationen teilweise Welten aber genau deshalb muss man auch so viele Situationen wie möglich trainieren - angefangen bei der reizärmsten Umgebung mit langsamer Steigerung :)

...


Langsame Steigerung würde für mich bedeuten, erst wieder zur Hundeschule zu gehen wenn der Hund die Spannung gut aushält. Finde ich aber nicht wirklich gut.


Tut mir leid aber so wie du das schilderst, hört sich das für mich nach wie vor nach Stress an. Stress äußert sich nicht nur durch offensichtliche Signale wie starkes hecheln oder jammern/bellen... Nein, Stress kann sehr sehr viele Anzeichen haben, wie zittern, schuppen, starkes kratzen oder lecken, Appetitlosigkeit, schlechte Konzentrationsfähigkeit, starker Körpergeruch, Schwanz jagen, eine gewisse Gereiztheit mit überschießender Reaktion, usw.... Viele Hundehalter wissen das aber schlichtweg einfach nicht oder ihnen fehlt das geschulte Auge, um auch kleine/unauffälligere Anzeichen zu erkennen. Ich sage nicht, dass es bei dir so ist aber zumindest zeigt deine Hündin (deinen Erzählungen nach) sehr wohl Stressanzeichen. Du sagst, die Leckerliverweigerung beginnt bereits am Parkplatz - aber genau das ist für mich bereits wieder ein klares Zeichen. Natürlich beginnt der Stress nicht erst unmittelbar dann, wenn sie auf andere Hunde trifft, nein, der Stress beginnt bereits zu dem Zeitpunkt, an dem sie merkt, wo ihr seid, was jetzt kommt, etc.

Aber gut, du bist dir sicher, dass sie definitiv nicht gestresst ist. Mich würde aber an der Stelle auch mal interessieren, was denn dann deine Trainerin dazu sagt? Welche Ursachen sieht sie hierfür? Welche Trainingsmethoden und Lösungsvorschläge werden gegeben? :)

...

Sie verweigert Leckerlies aber Leberwurst frisst sie nach wie vor. Die Ursachen sehen wir soviel ich erkenne im Alter und der Freude am Spiel. Wir suchen noch gemeinsam an einer Lösung, denn als Lebewesen ist sie so individuell das wir auf der Suche sind. Leberwurst wollen wir nicht weil sie dann nur auf die Tube fixiert ist und sie so schlecht in der Hand ist.


Naja, das stimmt schon aber das sind eigentlich alles Dinge, die sowieso selbstverständlich sein sollten. Jeder souveräne Hundehalter sollte seinen Hunden partnerschaftlich umgehen und als Team agieren und auf einer freiwilligen, freundschaftlichen Basis arbeiten und den Hund nicht nur durch Zwang zu einer Handlung bringen bzw. nicht ausschließlich durch "laut/grantig" werden bzw. "körperlich einzugreifen" die Aufmerksamkeit zu erlangen. Das sind für mich selbstverständliche Punkte...
Ich habe als Jugendliche schon Hunde erzogen und abgerichtet, sie waren zwar kleiner aber dafür bestimmt genauso agil und dickköpfig, zu meinem damaligen Glück aber verfressen.
Außerdem verleidet es mir den Hundeplatz wenn ich schon mit der Absicht hingehe, sie "nieder zu machen" dafür das es ihr gefällt und sehr gut tut(Kontakt zu den anderen).
 
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10 Mrz 2014
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#35
Nicht noch bessere Leckerlie, sondern Leckerlie die funktionieren. Wie schreiben Patricia Mc Connell und Aimee Moore in ihrem Buch "Die Hundegrundschule" : "Ihr Hund definiert, was ihn bestärkt-nicht Sie" (S.14)
 
Dabei
21 Feb 2011
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#36
Und warum müssen das dann unbedingt Leckerlis sein, wenn sie ihr gar nicht wichtig sind?
Also, ich möchte mich nicht über die Leckerlis definieren. ;)

Aber auch da sollte deine Trainerin dir helfen (können).....sie kennt dich, deinen Hund und das "Problem".
Denn offensichtlich können wir dir nicht weiterhelfen.
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#37
Naja, das stimmt schon aber das sind eigentlich alles Dinge, die sowieso selbstverständlich sein sollten. Jeder souveräne Hundehalter sollte mit seinen Hunden partnerschaftlich umgehen und als Team agieren und auf einer freiwilligen, freundschaftlichen Basis arbeiten und den Hund nicht nur durch Zwang zu einer Handlung bringen bzw. nicht ausschließlich durch "laut/grantig" werden bzw. "körperlich einzugreifen" die Aufmerksamkeit zu erlangen. Das sind für mich selbstverständliche Punkte...
Ich habe als Jugendliche schon Hunde erzogen und abgerichtet, sie waren zwar kleiner aber dafür bestimmt genauso agil und dickköpfig, zu meinem damaligen Glück aber verfressen. Außerdem verleidet es mir den Hundeplatz wenn ich schon mit der Absicht hingehe, sie "nieder zu machen" dafür das es ihr gefällt und sehr gut tut(Kontakt zu den anderen).
Tut mir leid, aber ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was du mir damit im Bezug auf meinen Passus (den hast du hierzu ja zitiert) sagen möchtest. Ich habe in keinster Weiße erwähnt, dass du unter dieser Absicht handeln solltest. Im Gegenteil, ich habe klar und deutlich gesagt, dass ein souveräner Hundehalter immer partnerschaftlich mit seinem Hund umgehen und arbeiten sollte - da fällt "mit Absicht nieder machen" definitiv nicht darunter!


Und warum müssen das dann unbedingt Leckerlis sein, wenn sie ihr gar nicht wichtig sind?
Also, ich möchte mich nicht über die Leckerlis definieren. ;)
Unterschreibe ich ;)


Ich drücke euch trotzdem die Daumen, dass ihr das hinbekommt
 
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4 Mrz 2012
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#38
Ich würde gar nicht erst auf den Platz gehen, solange mein Hund -egal wie alt- nicht "bei mir" ist.
Wenn ihr doch ohnehin immer als erste da seid, dann setz dich doch einfach am auto irgendwohin und spiele mit deinem Hund, mit zergel o.ä., bloß kein ball ;) klar ist es schwer, dann für den Hund interessanter zu sein als die Umgebung, aber genau das muss dein Hund ja lernen! DU bist interessanter als die anderen, bei dir gibt es mehr Spaß und Party als woanders! Und wenn dein Hund dann soweit ist, von sich aus auf dich zu achten nach dem aussteigen oder beim betreten des Platzes, dann ruhig sofort wieder belohnen. Genauso könntest du dich mal während der Welpenstunde einfach etwas vom Geschehen entfernen und dann unter Ablenkung spielen. Erwarte auf jeden Fall nicht gleich Resultate bei höchster Ablenkung, sondern steigere den Schwierigkeitsgrad allmählich.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#39
Hallo, leider kann ich nicht richtig zitieren, deshalb antworte ich auf diese Weise, hoffe es ist für Euch o.k.:

zu Gundi: Leckerlies, weil sie überall anders ja gut funktionieren und ich auch keine wirkliche Alternative dafür habe. Zerrgeln ist schön, fällt mir aber durch die Haltung im Stehen sehr schwer und der Hund findet es auch nur wirklich klasse wenn es richtig wild ist du sie hin und wieder nachrennen darf.

zu Skjona: falls ich es falsch verstanden habe tut es mir leid. Ich bezog es auf das fettgedruckte "nicht ausschließlich"

Insgesamt möchte ich mich gerne auch noch bei allen für die Antworten bedanken. Als Neuling in Internetforen finde ich es sehr interessant andere Meinungen zu lesen und darüber nach zu denken. Grenzen sehe ich auch darin, das das schriftliche erklären im Forum immer nur Teilaspekte zu lässt, genauso wie auch in den Antworten. Trotzdem ist so ein Gedankenaustausch sehr hilfreich, er hilft seine "Scheuklappen" weiter einzustellen und andere Sichtweisen in seine eigene Arbeit einfließen zu lassen. Vieles werde ich versuchen umzusetzen, manches sicher weglassen, wenn ihr wollt schreibe ich auch wie es die nächste Zeit weiter geht. Freuen würde ich mich noch über weitere verschieden Meinungen, Ansätze Lösungen.
 
Dabei
30 Sep 2012
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#40
Also ich möchte jetzt nur was zum zergeln sagen: Warum kniest du dich denn nicht hin beim zergeln solange sie noch klein ist? Ein Tipp den ich bekommen habe (ohne das zergelteil loszulassen) könntest du es immer wieder wegzupfen das sie sich wirklich anstrengen muss es zu bekommen. Bei meiner Maus hats geholfen ^^
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#41
Weil ich Arthrose im 4. Grad habe und eine Orthese trage (wenn ich Lust habe auch an beiden Knien) , damit ist hinknien wirklich mühsam und unangenehm auch das Aufstehen vom u dem Boden sitzen. Deshalb sind mir größere Stecken auch lieber, bei denen kann ich sehen. Von der Kraft her könnte Lassie es auch so, findet sie aber nicht so toll, ein bisschen zergeln mir zu liebe ja aber dann lieber wieder holen.
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#42
zu Skjona: falls ich es falsch verstanden habe tut es mir leid. Ich bezog es auf das fettgedruckte "nicht ausschließlich"
:) Das "ausschließlich" deshalb, weil es natürlich immer wieder mal Situationen gibt, in denen man durchaus auch mal lauter/deutlicher gegenüber seinem Hund werden muss (z.b. spätestens dann wenn der Hund Befehle ignoriert und sich somit in Gefahr begibt... aber auch in vielen anderen Situationen) ABER ein guter Hundehalter sollte eben in der Lage sein, die Aufmerksamkeit seines Hundes grundsätzlich auf positive Art und Weise zu erhalten und nicht nur (also nicht ausschließlich) dadurch, dass er laut/grantig wird oder stark körperlich eingreift.
 
Dabei
12 Dez 2012
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#43
Ich kann dir nur sagen, dass Ausdauer da wirklich helfen kann, wenn man dem Hund das Spielen draußen beibringen möchte. Chili wollte draußen auch nicht mit mir spielen anfangs. Mich hat das komplett durcheinander gebracht, denn für Arkos war zergeln immer das dollste überhaupt. Da ich spielen zu Bestätigung, zur Förderung der Bildung etc. sehr wichtig finde, bin ich einfach dran geblieben. Hab es immer wieder versucht und mich dabei echt zum Affen gemacht (komische töne gemacht, mit spielie weggerannt etc.). Mittlerweile freut sie sich, wenn ich das Spielie hernehme und lässt sich gern drauf ein.
Manche Hunde sind vielleucht wirklich nie so fürs Spielen zu begeistern, aber mit unserer Hündin konnte ich eben auch erfahren: Steter Tropfen höhlt den Stein. :)

Wenn du dich nicht runterbeugen oder knien kannst: Schonmal ne lange Schnur ans Spielie gebunden oder einfach ein Seil mit Knoten drin zum Spielen benutzt?
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#44
Darin stimme ich dir voll und ganz zu. In Gefahrensituationen bin ich auch durchaus laut, aber auf dem Hundeplatz für normale Unterordnung suche ich noch das "Wundermittel" um Interessanter zu sein. Deshalb habe ich ja auch nachgefragt.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#45
Ja wir spielen schon mit langem Zerrgel, aber das Kämpfen daran ist nicht so wichtig, auch im Haus, oft sitzt sie da mit dem zerrgel nur auf dem Schoß bisschen Gegendruck und kuschelt.

Am allerliebsten spielt sie mit Stöcken, vor allem draußen. Wenn sie den dann bring wird auch erst darum gekämpft. Und das liebt sie. Sie hat schon als ganz kleiner Welpe Stöcke aus dem Keller geholt, die sind meistens sogar interessanter als Knochen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#46
Vlt hilft dir das ja weiter: Spieli nehmen (Zergel, Ball mit Schnur), Hund am HB festhalten, ihm das Spieli zeigen und immer wieder sagen: oh, guck mal, was hab ich da usw.
Dann das Spieli wegwerfen und den Hund erst loslassen, wenn das Spieli gelandet ist.
So machen wir es im Obedience mit den Apporteln. Die meisten Hunde springen darauf an.
Wenn sie das Spieli holt, dann kannst sie auch wieder rufen und dabei noch in die entgegengesetzte Richtung wegrennen.
Das würde ich dann auch erstmal in reizarmer Umgebung versuchen.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#47
Das kann sie zu Hause im Wald auf der Wiese. Sie unterscheidet sogar zwischen den Spielgeräten:
Ball sie bleibt sitzen (manchmal mit Hilfe), bringt auf Kommando Ball in die Hand.-
Zerrgel -----"---"---------------------------, wir zerren bevor sie sitzt und auf aus Zerrgel ausläst.
Stock: Sitz, Kommando Jetzt, Stock wird geworfen, zerrgeln, Stock wird losgelassen.
Nur in der Hundeschule können wir ja nicht werfen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#48
Ihr sollt ja auch nicht in der Hundeschule werfen. :)
Ich meinte damit, dass ihr sie so vlt besser ans Spielen bringt. Und das alles mal ganz ohne Kommandos und ohne was von ihr zu fordern.
Sie einfach festhalten, das Spieli interessant machen, Spieli fliegt, wenn es am Boden liegt, Hund loslassen, Hund rufen, wegrennen.
Hier gar nicht erwarten, dass sie das Spieli zu euch bringt, nichts von ihr einfordern, sondern sich einfach nur freuen, wenn sie hinrennt, es aufnimmt und dir folgt.
Dann feste dafür loben.
So könnt ihr vlt das Spielzeug spannender machen, so, dass ihr dann irgendwann in der Huschu mit ihr spielen könnt.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#49
Das kann sie zu Hause im Wald auf der Wiese. Sie unterscheidet sogar zwischen den Spielgeräten:
Ball sie bleibt sitzen (manchmal mit Hilfe), bringt auf Kommando Ball in die Hand.-
Zerrgel -----"---"---------------------------, wir zerren bevor sie sitzt und auf aus Zerrgel ausläst.
Stock: Sitz, Kommando Jetzt, Stock wird geworfen, zerrgeln, Stock wird losgelassen.
Nur in der Hundeschule können wir ja nicht werfen.
Das ist in meinen Augen kein Spiel, das ist alles mit Kommandos belegt. Das ist Arbeit für den Hund!
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#50
Es ist eindeutig Spiel, sie bringt den Stock, sie möchte weiter spielen, aber auch im Spiel kann Frustrationstoleranz und Impulskontrolle abverlangt werden. Jedes Spiel unterliegt Regeln, und diese haben wir beide aufgestellt. Ball Spiel mit viel Regeln, Zerrteil weniger Regeln, Stock nur die nötigsten Regeln damit sie nicht überdreht. Wieso soll ich einen Hund der alles apportiert, auch wenn sie etwas nicht fressen soll, oder Socken oder .... .dafür belohnen, das er nur zum Spielzeug springt? Sie springt mit dem Stock solange in der Gegend rum bis sie wieder mit mir spielen will. Da sie dieses Spiel aber bevorzugt kommt sie meist auf dem direkten Weg zurück. Sie wird mit spielen dafür belohnt. Erst wenn ich nicht mehr mag sag ich Aus und dann gibt es Leckerlies. Wenn ich das Spiel nicht beenden würde spielten wir gefühlte 3 Stunden. Ich will aber keinen Stock Ball oder sonstigen einseitigen Junkie deshalb spielen wir kontrolliert.
Obwohl sie für ihr Leben gerne spielt und wir dies auch ausnützen wenn wir nicht spazieren gehen, 5-10 Minuten spielen macht sie wirklich fertig, ist es auf dem Hundeplatz anders. Dort spielt sie auch aber halbherzig, selbst wenn sie sich wirklich super darauf konzentriert, gilt das Motto: -Spiel vorbei, Hunde sind interessant.
Vielleicht brauchen wir einfach noch Zeit und Geduld.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#51
Hmm... kommt jetzt etwas spät... aber was für Leckerchen gibst Du?

Bei uns ist schon so, das es bei meinen Hunden Arbeits- u. Alltags, u. Superlecker gibt. Auf dem Hundeplatz nehme ich auch Wurst oder Käse, denn die Lecker sollten schon attraktiv sein u. zudem schnell u. leicht "hinunterrutschen". Im Alltag nehme ich ein Teil des Trockenfutters. Als Superlecker gibt es hier Leber oder Herz, wenn ich etwas besonderes, schwieriges erarbeiten will u. lege damit zunächst einmal einen Grundstein.
Als Futteropportunisten erkennen Hunde da schon Unterschiede.

Wobei ein Belohnung auch ganz andere Formen haben kann, neben einem Spiel, Streicheln oder sonstige Zuwendung, z.B. auch Bewegung. Eine meiner Hündinnen versteht es als Belohnung, wenn sie "weitermachen darf".
 
Dabei
21 Feb 2011
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#52
Es ist eindeutig Spiel, sie bringt den Stock, sie möchte weiter spielen, aber auch im Spiel kann Frustrationstoleranz und Impulskontrolle abverlangt werden. Jedes Spiel unterliegt Regeln, und diese haben wir beide aufgestellt. Ball Spiel mit viel Regeln, Zerrteil weniger Regeln, Stock nur die nötigsten Regeln damit sie nicht überdreht. Wieso soll ich einen Hund der alles apportiert, auch wenn sie etwas nicht fressen soll, oder Socken oder .... .dafür belohnen, das er nur zum Spielzeug springt?
Ja ganz genau. Denn DAS ist Spiel. Spiel verfolgt kein Ziel, es steckt nichts Ernsthaftes dahinter, man spielt ausschließlich, um Spaß zu haben.
Natürlich gibt es Regeln, natürlich bestimmst du diese Regeln.....aber Frustrationstoleranz im Spiel, oder besser spielerisch, üben, da hat man schon wieder ein Ziel, nämlich, dass der Hund erst startet, wenn man ihn los schickt.
Lies mal hier, da ist es sehr schön beschrieben: http://www.lindermanns-tierwelt.de/artikel-hund/richtig-spielen-mit-hunden-–-so-geht‘s/
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#53
[QUOTEHmm... kommt jetzt etwas spät... aber was für Leckerchen gibst Du?
][/QUOTE]

Daheim normales Trockenfutter, Strauß, und alles was sie nicht mehr so gerne mag. Draußen wenn es wichtig ist, das selbe aber abwechselnd mit Milchdrops, und 100% Fleischleckerlies, (wird alles aber zerkleinert). Gibst du rohes Herz oder Leber?

Ja ganz genau. Denn DAS ist Spiel. Spiel verfolgt kein Ziel, es steckt nichts Ernsthaftes dahinter, man spielt ausschließlich, um Spaß zu haben.
Natürlich gibt es Regeln, natürlich bestimmst du diese Regeln.....aber Frustrationstoleranz im Spiel, oder besser spielerisch, üben, da hat man schon wieder ein Ziel, nämlich, dass der Hund erst startet, wenn man ihn los schickt.
Lies mal hier, da ist es sehr schön beschrieben:
Ich verlange die Regeln eigentlich nicht um Frustrationstoleranz und Impulskontrolle zu üben, aber es ist für mich ein sehr positiver Nebeneffekt, den ich nicht missen möchte. Wir spielen hier auf einer Wiese ohne Zaun an eine Siedlungsstraße, wenn Lassie wie am Anfang nur dem Stock nachrennt ohne zwischen durch runterzukommen dreht sie so auf das sie zu Radlern Autos und Kinder rennt. Durch das Sitz + Auflösen, dreh sie nicht so auf, ist konzentrierter beim Spielen und viel leichter lenkbar. Wenn sie im Sitz ist kann ich Autos, Radler vorbei lassen, und sie noch da gleichzeitig, mit dem werfen für ihr "nicht jagen" belohnen. Außerdem wenn jüngere Kinder ihr etwas werfen besteht weniger die Gefahr das sie sie anspringt und dabei vorlauter Überschwang zwickt. Wir grenzen genau an den Spielplatz und die Kinder lieben Lassie und sie die Kinder.
Jetzt bitte nicht missverstehen, ich spiele nicht um zu üben, aber ich sehe durchaus die Gefahr, wenn Lassie während des Spiels nicht unter Kontrolle ist. Der Hund selber findet es wahrscheinlich nicht total cool warten zu müssen, aber schlimm glaube ich auch nicht. Bis jetzt muss immer ich das Spiel beenden und das findet sie echt doof.

Alles was in diesem Link gesagt wird trifft auf unser Spiel zu, nur nachrennen kann ich körperlich nur im Ansatz und mache ich auch mit dem Stock, aber wenn sie möchte das er geworfen wird und nicht nur gekämpft, dann muss sie dafür sitzen. (Ich möchte auch nicht meinen eigenen Hund abwerfen). Bzw. wenn sie zu sehr aufdreht hole ich sie runter. Auch oder vor allem im Spiel muss sie lernen sich unter Kontrolle zu haben, sonst ist es mir zu gefährlich.

Aber um zum Thema zurückzukommen. Lassie spielt unheimlich gerne mit uns, aber in der Hundeschule hat man den Eindruck, sie macht es halt uns zu liebe. Nicht vergessen, daheim oder wo anders kann sie nicht genug bekommen!!!
 
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10 Mrz 2014
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#54
Hi, nochmals vielen Dank an alle. Gestern hat es richtig Spaß gemacht in der Hundeschule. Lassie ließ sich problemlos aus dem Spiel abrufen, hatte riesig Spaß. Woran ihre neue Taktik liegt weis ich nicht so genau. Entweder der Leberkäs als neues Leckerlie (hat sie zum erstmal bekommen), das wir auf einem anderen Teil des Platzes waren, vielleicht auch die Tatsache, das sie eine halbe Stunde im Auto warten musste bevor sie auf den Platz durfte. (Wir wollten ursprünglich vor der Welpenstunde mit ihr ohne Ablenkung üben, aber da der Mensch denkt und Gott lenkt kam alles anders).
Eigentlich ist es ja auch egal, Hauptsache sie hatte Spaß am "Folgen" und das hatte sie, die Grundlage ist also vorhanden und wir können darauf aufbauen. Leider wird nicht jeder Tag so traumhaft sein, aber hoffentlich viele.

Liebe Grüße
Michaela
 

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