Wäre der Aussie was für uns?

Dabei
9 Okt 2019
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#1
Hallo ihr Lieben,
Wir möchten uns gerne über den Aussie informieren. Ich bin 30 Jahre komme aus Hessen und wohne mit meinem Mann und 2 Kindern (6 und 9) in einem Haus mit Hof (nicht abgesperrt). Zudem haben wir acht Wellensittiche.
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und mein Mann ebenso. Vor acht Jahren mussten wir unseren Charly einschläfern lassen (15 Jahre alter Westi). Ich wünsche mir nun schon sehr lange wieder eine Fellnase.
Nun bin ich durch Zufall auf den Aussie gekommen. Allerdings bei dem was man alles im Internet liest weiss ich gar nicht was nun Sache ist. Die einen Schreiben man braucht etwas was er hütet, er braucht mindestens 5 Stunden Auslauf, springt alles und jeden an etc.. Und dann gibt es die, die das Gegenteil schreiben.
Nun frage ich euch wie ihr das sieht? Ich denke es kommt auch sehr viel auf die Erziehung an.
Wir haben eine Tankstelle und eine Werkstatt. (Nicht direkt an unserem Haus) Ich arbeite in der Tankstelle mein Mann in der Werkstatt. Ich arbeite allerdings eine Woche 6 std, die danach nur 3 std und das immer im Wechsel. Ich kann den Hund mitnehmen. (Wir sind eine Hundefreundliche Tankstelle ;) )
Allerdings möchte ich auch das der Hund lernt mal alleine bleiben zu können, denn zu Arztterminen, Schulveranstaltungen kann ich ihn nicht mitnehmen.
Wir wohnen in einem Dorf wo alles gut zu Fuss erreichbar ist. Von daher wäre die erste Runde morgens schon in den Kindergarten/Schule die Kinder wegbringen und dort wäre dann auch schon der Wald. Genauso ist es dann mit dem abholen. Meine Kinder reiten zusammen freitags dann nach der Schule/Kiga (auch wieder durch den Wald). Ich laufe nebenher zu Fuß. Am Wochenende machen wir dann meist Ausflüge an verschiedenste Orte in unserer Region oder einfach Spaziergänge in unseren Wäldern.
Ein Besuch der Hundeschule ist in meinen Augen Pflicht.
Auch mit unseren Wellensittichen. Diese leben in einer grossen Voliere im Wohnzimmer. Allerdings bekommen sie auch Freiflug. In dieser Zeit dürfte der Hund ganz klar nicht in den Raum. Ich lerne gerne mit Hunden und würde auch in den Spaziergängen spiele mit einbauen und wäre auch bereit nach der Hundeschule etwas mit dem Hund zu machen (z.b. Agility).
Ich wollte mal wissen wie Ihr das seht. Käme diese Rasse für uns überhaupt in Frage?
Liebe Grüße
Jacky
 
Dabei
21 Feb 2011
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#4
Schade, ist doch ziemlich weit weg.
Sonst hätte man sich vlt treffen können.
Habe zwei sehr unterschiedliche Aussies.
Man kann sich ein besseres Bild machen, wenn man mal ein paar Hunde kennenlernt und ob ein Aussie in den eigenen Tagesablauf passen könnte.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#5
Hallo,

Im Internet liest maN vieles , als Einsteiger kann einem das schon mal verwirren. Ich hatte schon unterschiedliche Tierarten im Haus, habe es mir zu Gewohnheit gemacht auch mal die Probleme zu den Tieren zu lesen :))


Ich hatte nur Aussies , dafür aber seeehr unterschiedliche Ausgaben. Erster Hund , keine Ahung davon wie schnell die lernen, auch Blödsinn, vermutlich " verzogen" , dazu von einem Züchter der gern mal 10 -15 Tiere hat. Viel züchtet usw
Dieser Hund, wäre sicher sehr anstrengend für euch , er hätte jeden Kunden gecheckt wäre niemals ne gute Idee gewesen den Hund mit den Kindern loszuschicken. Auf Ausflüge die den Kinder Spaß gemacht hätten, da war der Hund nicht dafür geschaffen, außer wandern, einkehren war schon nix mehr. Besuchskinder, musste er immer weggetan werden....die Kinder durften ihre Freunde nie ins Haus lassen, wenn wir nicht da waren. Könnte ich jetzt jede Menge Dinge aufzählen die einem den Spaß am Hund nehmen.

Sein Bruder war, nahezu unkompliziert, außer, dass er enorm schreckhaft war, Löffel zu Boden gefallen....der Hund hat geschlottert. Auch er war kein Hund, den man so eben mal mitnimmt, weil er gleich wackelige Knie bekam :))
Hat etwas gedauert Und war nicht mal so nebenbei gelernt, ganz der sichere Hund wurde er nicht. Erschreckt immer mal.


Mein Youngster, andere Zucht, ist überhaupt nicht schreckhaftester unsicher, der würde vermutlich noch mit zum Mond. Hat keine Probleme mit Menschen. Kinder mit unkontrollierten Bewegungen müssten wir üben, wenn es wichtig für mich wäre, die mag er nicht, seh ich ihm an. Da hat er leider als kleiner mal die Bekanntschaft mit nem hyperaktivem 6 jährigem gemacht mit Leuchtschwert.

Für oder Gegen , ist nicht einfach auszusprechen, weil jeder Aussie/ Hund anders ist. Es werden ganz sicher Baustellen auftreten, wie weit mag man dran arbeiten mag ev selber zurückstecken auch die Kinder. Leiden die Kinder unter der Situation...ist die Stimmung am Arsch.

Ausprobieren muss jeder, mein Tipp, Solls ein Aussie werden. Lass dich zu guten Züchtern beraten, kann man oftmals selbst schlecht einschätzen. Ein guter Züchter ist Gold wert! die sagen auch, wenn es in ihren Augen nicht passt.


Vor magst dir mal eine Hundeschule anschauen mit Übungsstunde. Da sieht man regelmäßig Aussies. Nicht von Profis sondern ganz normale Gruppe
 
Dabei
7 Sep 2012
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#6
Nach 23 Jahren mit Aussies und der schon oft an mich gerichteten Frage "ist der Aussie was für uns", muss ich sagen, sind die am meisten unterschätzten (u. später dann falsch eingeschätzten) Eigenschaften des Aussies (die auch im Rassestandard so gefordert sind!!!) :
- die Reserviertheit gegenüber Fremden und der Schutz- und Wachtrieb.

Es gäbe noch weitere Eigenschaften die oft falsch interpretiert werden (z.B. die Hütetrieb, aber da fange ich jetzt mal gar nicht mit an), doch die beiden oben genannten Anlagen sind bei Probleme mit dieser Rasse in weit über 90% die Ursache. Deshalb sollte man sich damit unbedingt u. gründlich auseinandersetzen, gerade in einem Umfeld mit vielen wechselnden, fremden Personen (hier insbesondere auch Kinder!).

Eigenschaften sind generell von Individuum zu Individuum individuell ausgeprägt, der eine bringt mehr davon mit, der andere weniger.
Aktuell habe ich zwei Aussies die aus Sicht dieser Anlagen geradezu Ying & Yang sind.
Daher sollte man sein Umfeld gründlich in Bezug darauf analysieren und am besten mehrere (seriöse!!!) Züchter und ihre Hunde besuchen und sich ein Bild der Zuchthunde gerade auch in Bezug auf diese Anlage machen u. den Züchter konkret auf die Einschätzung dieser Eigenschaften in seinen Linien befragen. Es gibt hier sowohl deutlich moderatere Linien, als auch Linien die in Bezug auf diese Eigenschaften einen deutlichen Trieb aufweisen.
Häufig hört man dann von stolzen Welpenbesitzern: Mein Welpe findet alle Menschen so toll!
Schön! Das sollte man als gute Basis nehmen, die oben genannten Eigenschaften aber im Blick behalten und weiter konsequent daran arbeiten, denn sowohl Reserviertheit, als auch der Schutz- und Wachtrieb entwickeln sich (Mit Ausnahmen! Meine Hündin hatte da schon mit 8 Wochen deutliche Veranlagungen!) in den meisten Fällen erst rund um die Pubertät (also so um die +/- 12 Monate herum).

Wichtig ist, den Welpen von Anfang an Fremde als positiv zu verknüpfen und ihm wirklich ruhig u. konsequent beizubringen, das (Problem-)situation vom Hundehalter geklärt werden und nicht vom Hund. Dies sollte man schon von Welpenbeinen an aufbauen.
 
Dabei
3 Apr 2015
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#7
Ich behaupte einfach mal, dass es kaum bessere bessere Voraussetzungen für die Haltung eines Hundes im Allgemeinen geben würde.
Der Rest ist halt Erziehung und natürlich auch ein bisschen Glück mit dem Charakter des Hundes.
Gehe laaangsam auch auf die 40 zu, von denen ich ganze 2 Jahre ohne Hund war.
Der aktuelle ist mein 1. Aussie. Was mir persönlich an dem am meisten auffällt, ist die Intensität unseres Verhältnisses zueinander.
Habe damals auch sehr lange überlegt, mir überhaupt wieder nen hund anzuschaffen.
Bin ebenfalls selbstständig und habe ne Werkstatt.
Bei etlichen Gesprächen mit diversen Züchtern war grundsätzlich die Aussage, dass der Aussie nix für mich wäre, eben aufgrund der typischen Reserviertheit gegenüber Fremden (Kunden).
Nach reichlicher Überlegung Hab ich mir dann doch nen Aussie geholt.
Auch wenn ich hier evtl wieder " gesteinigt" werde, so muss ich für mich persönlich festhalten, dass mir viele Züchter Und sog. Rassekenner viel quatsch erzählt haben.
Reserviertheit? Das ist in meinem Fall so ziemlich die allerletzte Eigenschaft, die ich nennen würde. Bei meinem ist die faktisch nicht vorhanden.
Vielmehr ist er das Maskottchen meines Betriebes geworden.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass es für den Aussie essentielle Bedeutung hat "dabei" zu sein. Eigentlich sollte das jedoch für jeden Hund gelten...
 
Dabei
7 Sep 2012
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#8
Auch wenn ich hier evtl wieder " gesteinigt" werde, so muss ich für mich persönlich festhalten, dass mir viele Züchter Und sog. Rassekenner viel quatsch erzählt haben.
Reserviertheit? Das ist in meinem Fall so ziemlich die allerletzte Eigenschaft, die ich nennen würde.
Ich finde es schon interessant, wie jemand der aktuell seinen ersten Aussie hat, gleich mal eben behauptet "das ihm sogenannte Rassekenner viel Quatsch erzählt haben". Genau wie man von einem nicht reservierten Hund, gleich auf die ganze Rasse schließen kann...
Wie oben schon geschrieben, ist die Eigenschaft von Individuum zu Individuum unterschiedlich ausgeprägt. Du hast jetzt einen Hund, bei dem die Reserviertheit nicht verhanden ist und erklärst sie damit allgemeingültig für Quatsch (obwohl sie im Rassestandard sogar gefordert ist!) und Rassekenner haben keine Ahnung? Schon eine gewaltig oberflächliche und arrogante Betrachtung!
Möchtest Du, das ich Dich mit ein paar Leuten bekannt mache, die diese Eigenschaften der Rasse unterschätzt haben, einen Aussie mit deutlicher Ausprägung diese Anlagen "erwischt" haben und daran (teilweise seit Jahren) mit ihrem Hund arbeiten? Oder Leute, die drauf und dran waren ihren Aussie wieder abzugeben, weil er sich halt nicht von Fremden hat anfassen lassen und diese lauthals verbellt oder auch gleich mal zugeschnappt hat? Möchtest Du mal einen Aussie mit deutlicher Reserviertheit kennen lernen?

Genau diese Einstellung bringt den Aussie immer wieder in Schwierigkeiten, das die Eigenschaften die ihn dann nicht immer zu einen einfachen Hund machen, von Laien mal eben vom Tisch gefegt werden. Statt anzuerkennen, das Liebhaber dieser Rasse auch offen und ehrlich möglicherweise (gerade in unserem dichtbesiedelten Umfeld hier in Deutschland, wo viele u.a. eben nicht auf einer abgelegenen Ranch sondern in der Mietwohnung eines Mehrfamlienhauses leben) schwierige Anlagen ansprechen, wird das als Quatsch abgetan. Sorry, aber ich kann bei sowas einfach nur den Kopf schütteln!!!
 
Dabei
19 Jan 2017
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#9
Hallo Jacky,

ich verstehe deine Sorgen. Über den Aussie kursieren viele Aussagen und extrem viele Unwarheiten.
Was Aussiewolf schreibt und beschreibt trifft es auf den Punkt. Kein Aussie ist wie der andere.
Man kann von seinem ersten Aussie, nicht auf andere Aussies schließen und behaupten, die ganze Rasse ist so.
Entschuldigung, aber da fehlt einfach die Erfahrung mit der Rasse.

Der Australian Shepherd besteht bei weitem nicht nur aus dem Thema Auslastung.
Wer behauptet ein Aussie benötigt 5 Stunden Auslauf, der hat die Rasse nicht verstanden und besitzt im allgemeinen nur wenig Wissen über die richtige Beschäftigung von diesen Hunden.

Aussies brauchen um glücklich zu sein auch keine Schafe zum Hüten. Diese Aussage bitte ganz schnell aus dem Kopf streichen. Das kann böse ins Auge gehen. Für den Aussie, aber vorallem für die Schafe. :( Nicht jeder Aussie ist zum Hüten geeignet und bringt die Vorraussetzungen mit. Es gibt sogar Aussies die haben mit Hüten so garnichts am Hut. Wenn Anlagen des Hütens vorhanden sind, können die gut mit der richtigen Beschäftigung befriedigt werden. Da braucht es keine Schafe, Laufenten etc.

Ich kann dir nur ans Herz legen, dich mit dem Aussie noch intensiver zu beschäftigen.
Dich mit wirklich richtigen Rassekennern zu treffen, oder Seminare speziell über Hütehunde zu besuchen.
Das bringt jede Menge Austausch und macht nebenbei noch sehr viel Spaß. :)
Auch hier im Forum gibt es viel zu lesen. Stöber etwas.

Ich könnte mir bei eurer Familiensituation vorstellen, das gerade das Thema Impulskontrolle von großer Bedeutung sein könnte. Und wie schafft man es bei einem ereignissreichen Tagesablauf (der ein Familienleben mit Kindern einfach mit sich bringt :)) den nötigen Raum zu schaffen für die Ruhenphasen des Aussies. Der Punkt wird bei den vielen Debatten über die Auslastung nämlich leider oft völlig unterschätzt. Aussies brauchen Ruhe und Zeit zum Schlafen. Richtig festen Schlafen. Sonst hat man durch die vielen Reize plötzlich eine überforderte Fellnase. Wie mit kleinen Kindern die über den Punkt sind. ;) Also, wie findet ihr das richtige Gleichgewicht zwischen Be- und Entlastung? Das Thema ob ihr den Aussie auslasten könnt wird wahrscheinlich in eurem Fall gar nicht so eine große Rolle spielen. Aussiewolf hat den Schutz- und Wachtrieb und die Reserviertheit ja schon beschrieben. Da würde ich mich auf jeden Fall informieren, um von Beginn an den Welpen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit er in der Tankstelle dabei sein kann und es mit ständig wechselnden fremden Personen keine Probleme gibt.
 
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Dabei
8 Jul 2017
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#10
Der Rest ist halt Erziehung und natürlich auch ein bisschen Glück mit dem Charakter des Hundes.
Charakter und Glück gebe ich dir recht. Die Sache mit der Erziehung zum Teil auch, aber eben nur zum Teil. Heutzutage muss jeder Hund in ein Förmchen passen..

Ich hatte mal einen Trainer um Rat gefragt es ging ums bellen am Zaun, also Hund bellt wenn Eindrinlinge durch die Tür wollen, wir 300 m weiter im Garten arbeiten. "Besorge mir ca 400 unterschiedliche Menschen, ich komme dann mit dem Stromgerät und dann müsste es passen " Das war deutlich :))

Selbst der Begleithund meiner Freundin zeigt hündische Eigenschaften :)) Die Frage ist halt ob auftauchende Probleme gleich den Lebensfluss in Wallung bringt... Leid für Mensch und Tier die Folge ist.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#11
ich dachte bis vor 2 jahren auch dass man den hund soweit formen kann wenn er doch nur gut sozialisiet ist. pustekuchen, aussie nr. 2 beweist mir, dass dem nicht so ist! da ist eine gehörige portion reserviertheit gepaart mit einem nicht zu unterschätzendem wach und schutztrieb - da muß man schon gehörig aufpassen und sehr vorrausschauend agieren - sonst übernimmt sie das
 
Dabei
3 Apr 2015
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#12
Ich finde es schon interessant, wie jemand der aktuell seinen ersten Aussie hat, gleich mal eben behauptet "das ihm sogenannte Rassekenner viel Quatsch erzählt haben". Genau wie man von einem nicht reservierten Hund, gleich auf die ganze Rasse schließen kann...
Ich habe nirgendwo verallgemeinert. Ich habe gesagt, dass es bei mir PERSÖNLICH nun mal so gewesen ist. Bewusst habe ich SOGENANNTE Rassespezies geschrieben. Vlt bin ich an welche geraten, die nicht wirklich so vom Fach sind, wie Du es anscheinend bist.
Und in MEINEM FALL ist die Reserviertheit halt nicht vorhanden. Natürlich kann das auch ganz anders aussehen, nirgendwo habe ich das abgestritten.

NIRGENDWO habe ich behauptet, dass meine Erfahrung eine Allgemeingültigkeit besitzt!!

Möchte lediglich nur aufzeigen, dass nicht alles in Stein gemeißelt ist, was man liest, sieht, oder hört.

Richtig, ist mein erster Aussie. Allerdings habe auch ich im Grunde 30 Jahre Hundeerfahrung. Alle Hunde, die wir/ich hatten, waren super Hunde.
So gerne ich mich an alle zurückerinnere, so sehen sie alle gegen den Jetzigen kein Land.
Dabei hätte ich mir eigentlich gar keinen anschaffen "dürfen".

Auch dieser sagenumwobene Aussie ist in erster Linie mal ein Hund. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich gibt es rassespezifische Anlagen, die mehr oder weniger ausgeprägt sein können. Auch das habe ich nicht verleugnet.

Aber ob es einem schmeckt oder nicht: Auch ein Aussie KANN MÖGLICHERWEISE, UNTER UMSTÄNDEN, EVENTUELL, VIELLEICHT ein ganz einfach zu führender Hund sein, der einfach nur perfekt ins Leben passt.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#13
Ja, kann, aber Garantien gibt es da halt nicht. Und warum sollte ich hoffen, wenn ich einen aussie kaufe, dass er sich nicht wie ein aussie verhält? Möchte ich diese Rasse, dann möchte ich doch nicht nur einen Hund der wie ein aussie aussieht, sondern auch einen Hund, der sich wie ein aussie benimmt, mit all seinen möglichen facetten.
Würde hier ein aussie bei mir, keinen wach und schutztrieb zeigen, freudestrahlend auf alle Menschen zu rennen und sich im Grunde benehmen wie ein Labrador, wäre ich doch enttäuscht. Sonst hätte ich ja gleich einen Labrador kaufen können.
Meine aussiehündin ist am kleinen Finger führbar, aber ein wunderbarer Verteidiger des Grundstücks gegen fremde Menschen und Hunde. Wir wohnen hier recht einsam und ländlich, wir sind auf ihre Qualität als Wachhund angewiesen. Lasse ich die Menschen/Hunde rein, kein Thema. Kennt sie den Besuch, kein Thema. Nur fremdes wird hier gemeldet und im Notfall vertrieben.
Der perfekte aussie für mich. Am Vieh gut brauchbar, im hundesport gut brauchbar, im Alltag super, als wach und schutzhund gut brauchbar, mein persönlicher Schatten, beim einsamen gassi super, in ihrer hundegruppe super. Ich kann mir keinen perfekteren Hund für unsere Aufgaben hier vorstellen. Und da muss man sich halt fragen, ob man alles was wir hier so positiv am aussie finden, auch selber bei sich als positiv empfinden würde.
Wäre es ok, wenn der aussie sich nicht von fremden/bekannten anfassen lässt? Wäre es ok, wenn man den Aussies wegsperren müsste, wenn die Tochter Besuch bekommt? Wäre es ok, wenn man nicht mit den anderen Hunden aus der Nachbarschaft spazieren gehen kann? Usw.

Lg
 
Dabei
22 Sep 2014
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#15
Also: wir haben einen 5 Jahre alten Aussie, der unseren Sohn (3) abgöttisch liebt. Ebenso unsere Neffen (7 und 10). ABER: Bei fremden Kindern (Kleinkinder. Schulalter ist ok) sperre ich ihn weg oder binde ihn an. Er lässt unseren Sohn nicht aus den Augen und so wie die anderen es schreiben: ihn zu verteidigen würde er durchaus ernst meinen (was mir wirklich NIE jemand glaubt und Sprüche kommen á la "Warum darf der Hund nicht mit den Kindern in den Garten?").

Ich denke, es kommt auch darauf an, wie ihr lebt. Ein Aussie im Mehrfamilienhaus KANN durchaus ein Problem werden, wenn er jedes Geräusch meldet. Bei uns ist es so: neben unserem Grundstück ist ein Stück Feld. Ganz selten laufen dort Leute mit ihren Hunden entlang. Leute, die er kennt und als "die dürfen hier spazieren gehen", werden auch nicht verbellt. Aber wehe, das ist jemand, der dort nix zu suchen hat: da wird aus dem lieben Knuddelhund ganz schnell ein Aussie, der sehr deutlich macht, dass derjenige dort nichts zu suchen hat (das wiederum finde ich super, da ich die Situation auflösen kann).

Otis ist immer noch sehr freundlich gegenüber Menschen: auch Fremden wenn sie zu Besuch kommen. Was auch nicht unbedingt normal ist und was ich bei einem Aussie so per se nicht voraussetzen würde. Und das hat, in meinen Augen, nicht unmittelbar etwas mit guter Sozialisation zu tun.

Beim Aussie muss man echt immer mitdenken. So kannte ich das von meinem Labbi nicht. Der Aussie ist aber unfassbar schnell damit eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn man ihn gut lesen kann und klar macht, dass man weiß, was er gleich vorhat ( ;) ) , dann ist er easy peasy zu händeln.

Ich bin ganz ehrlich (und habe es hier schon mal so gesagt): ein zweiter Aussie wird hier nicht einziehen. Einfach weil man nicht weiß, "was man kriegt". Otis ist seeeeehr genügsam und braucht nicht das Programm, was man immer so liest. Aber das weiß man vorher auch nicht!
 
Dabei
9 Okt 2019
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#16
Danke für eure ganzen Antworten.
Am Wochenende waren wir bei einer Dame die einen Aussi besitzt und die auch einen Laden hat. Der Hund hat uns ganz nett begrüßt. Auch unsere Kinder. Er musste natürlich erstmal zu jedem Hallo sagen. Und da bin ich mit der Frau ins Gespräch gekommen. Sie sagte aber auch sie muss ihm ein Zeichen geben das wir erwünscht sind. Wenn sie nicht das okay gibt dann ist er nicht der Kuschelhund. War aber sehr angetan. Sie war ja wirklich eine süße und kam immer wieder zu mir zum kraulen. Allerdings sehe ich sowas nicht als Pluspunkt. Ich konzentriere mich ehr auf die Probleme die auftreten könnten und wie man diese am besten lösen kann.
Ich werde mich auf jedenfall mal mit Leuten zusammen tun die welche haben und mal in der Hundeschule vorbei schauen.
Wie ihr schon sagtet, man weiss nie was man charakterlich für einen welpen bekommt.
Sollten wir uns wirklich dafür entscheiden werde ich mir auch das Verhalten der Eltern ganz genau ansehen, sowie die kleinen aufwachsen werden. Habt ihr hier im Forum so etwas wie ein Treffen? Sowas wäre auch interessant für mich. Vielleicht kommt der ein oder andere ja aus unserer Nähe. Aber wahrscheinlich nicht da wir ja wirklich am A.d.w. wohnen. :(
Aber Kassel/Paderborn würde ich auch noch fahren. Wir sind auch öfters mal in München bei meinen Eltern zu Besuch. Dort gibt es bestimmt einige. :)
 
Dabei
10 Nov 2018
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#17
Mein Hund jetzt 1 jahr und 4 Monate hat am Anfang auch alle begrüsst und freudig empfangen. Bis er in die pupertät kam. Seit dem muss ich aufpassen. Da er zwar hingeht aber er will nicht von allen angefasst werden. Zum Glück sehe ich es mittlerweile an seiner Körperhaltung. Eine Welpe orientiert sich an den Besitzer später kriegen sie gerne such ihren eigenen Kopf.
Meiner Ansicht kann man zwar jeden hund trainieren das er Leute akzeptiert das sie da sind aber nicht das er angefasst wird von jeden.

Zb. Mein alter aussi war auch ein Therapie hund im altenheim. Aber es gab eine Bewohnerin die Tiere über alles liebte aber mein hund mochte sie nicht warum auch immer. Der durfte er nicht hin und leider die Bewohnerin auch nicht.
Hunde haben auch ihre eigenen Persönlichkeiten und alle mögen halt nicht alle
 

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