Wie sinnvoll auslasten?

Dabei
14 Feb 2016
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#1
Hi,

eine Bekannte hat einen neuen Lebensgefährten. Vor einigen Wochen erfuhr ich, dass sie sich nun aus "zeitlichen" Gründen von ihrem Aussie (4,5 Jahre) trennen muss... Diskussionen etc brachten nichts, und so ist Sam nun seit 3 Woche bei uns. Sam erhielt bisher zwar ein wenig Erziehung, ist aber ein sehr unausgeglichener Hund. Natürlich spielt da auch die neue Umgebung usw. mit hinein, aber so war er auch bei der vorherigen Halterin. Eine besondere Auslastung hat er nie bekommen. Eben normale 1 h Spaziergänge. Ich denke aber, dass ihm etwas mehr körperliche und geistige Auslatung gut tun würde. Auf https://magazin.shop-naturia-petfood.de/hundesport.html bin ich nun auf einige Sportarten gestoßen und habe mir das durchgelesen. Allerdings muss ich gestehen, dass das eine neue Welt für mich ist. Unsere bisherigen Hunde, waren eher ruhige und weniger aktive Rassen (Bordeaux Dogge, Mastiff). Deswegen dachte ich ich frage hier einmal rum, was ihr so für Sportarten betreibt und wie sich das auf den Hund ausgewirkt hat.

LG
 
Dabei
27 Jun 2012
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#2
Wir machen regelmäßig (2-3 pro Woche) Dummyarbeit. Entweder zu Hause oder unterwegs auf dem Spaziergang. Dort versuche ich auch immer wieder Abwechslung von den Übungen her reinzubringen. Mal machen wir mehr Suchspiele, mal mehr Übungen zur Impulskontrolle (zB werfe ich den Dummy, gehe einige Meter weg und rufe den Hund zu mir).

Das mache ich meist mit beiden Hunden zusammen und das für so 20-30 Minuten. Während der eine Hund am arbeiten ist, muss der andere am Rand warten. Das ist auch direkt ne super Übung für den wartenden Hund :rolleyes:
Danach sind beide Hunde immer super zufrieden und müde :)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#3
Nun, Du schreibst ja selber, das er bislang wenig Erziehung genossen hat. Darauf würde ich erst Mal aufbauen am Alltagsgehorsam arbeiten. Vorteil: ein besser erzogener Hund, Förderung der Bindung u. man lernt sich so richtig kennen u. erkennt schon Tendenzen, was Hund u. Frauchen (?) gemeinsam Spaß machen würde. Möglichkeiten gibt es derlei viele, von sehr sportlich bis eher ruhiger, aber dennoch anspruchsvoll. Man sollte überlegen wo man hin will. Es gibt tolle Möglichkeiten für Just for Fun Training oder aber auch, um an Turnieren teilzunehmen. Häufig macht es in der Gruppe (Verein/HS) auch mehr Spaß und ist motivierte. Longieren z.B. wäre etwas. Sehr variabel u. zugleich fördert man den Alltagsgehorsam. Weiß man wie es geht, kann man es quasi überall machen u. Bäume etc. nutzen.
Aber es kommt halt immer auch sehr darauf an, ob der Hund Spaß daran hat u. einen Sinn darin sieht.
 
Dabei
10 Sep 2012
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#4
Ich würde auch erst an der grundlegenden Erziehung arbeiten, dann sehen was er so anbietet bzw. was Du weiter machen willst.
Meine Hunde machen im Sommer 2-3 mal die Woche Agi oder Flyball, zuhause gehn wir auch nur Gassi.
Was meine Hunde zuhause immer gelernt haben, ist Ruhe. Bei uns gibts daheim eigentlich nie Action.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#5
Wenn wir wenig Zeit für Spaziergänge haben, radeln wir mit Lassie sehr gerne. Oft darf sie mich dann auch ziehen (bikejöring). Allerdings machen wir das nur Just vor fun. Kurz nach dem radeln ist Lassie oft aufgedreht und kommt schwerer zur Ruhe als normal, wenn sie sich abreagiert hat, ist sie aber völlig relaxt und das hält oft noch den ganzen nächsten Tag an.
Geistig lasten wir sie mit Erziehung, Tricksen, Unterordnen..... aus.
Eine gute Alternative um sie körperlich zu fordern sind Werfspiele wie Frisbee, Ball, Dummy. Da must du aber richtig aufpassen sie nicht zu einem Junkie zu erziehen.
 
Dabei
26 Mrz 2014
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#6
Ich mache ganz verschiedene Sachen.
2-3x die Woche bin ich auf dem Hundeplatz und mache Unterordnung, Spürhundesuche, Agility, Longe o.ä...
Zuhause beschäftige ich ihn viel mit Dummy-Suche oder üb Impulskontrolle...
Außerdem mach ich Rally-O im Alleingang und übe die einzelnen Übungen davon. :)
Tricks machen wir auch sehr gerne und viel.
Eigentlich fällt mir immer etwas ein.
Spaziergänge, vor allem mit anderen Hunden zum Toben und Auspowern, dürfen natürlich auch nicht fehlen...
 
Dabei
11 Okt 2014
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#7
Wir machen mit Luna, wenn sie im Haus ist, in der Regel Suchsspiele. Reißspiele fordert sie gern mal ein, da müssen wir dann mal ne knappe halbe Stunde ran :)....Draussen haben wir im Garten einen kleinen Agilitykurs aufgebaut, mit 10 Stangen die sie Slalommäßig umkurven muss, zwei Holzstühlen von denen einer als Hürde zum drüberspringen, ein anderer zum drunterdurch kriechen herhalten muss und noch nen Kriechtunnel wo sie durch muss...ansonsten lernen wir ihr regelmäßig neue Tricks für die sie sehr empfänglich ist ..dann noch so 1-2 Stunden täglich raus ins Gelände. Bei ganz miesem Wetter bleiben wir auch mal an der Leine und marschieren durch den Ort. Das liebste sind ihr allerdings Spaziergänge oder "Dates" mit anderen Hunden, da geht sie komplett ab. Ich glaub da ist das Größte für sie..andere Hunde..egal welcher Größe, Geschlechts, Farbe und Rasse. Derzeit lässt sie es allerdings sehr ruhig angehen da sie vor kurzem kastriert wurde :-(..einerseits mal ganz angenehm wenn sie uns nicht so fordert, anderseits aber auch ein komisches gefühl wenn sie so ruhig ist :)..naja...das soll sich ja in den nächsten Tagen wieder einspielen....:)
 
Dabei
7 Nov 2013
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#8
Zum einen denke ich, wie die anderen auch, dass erst mal Grunderziehung ansteht.
Dafür kann man ja zum Beispiel eine gute Hundeschule besuchen und / oder alleine daran arbeiten.
Erst dann würde ich an Hundesport denken.
Das schöne ist dann auch, dass Du den Hund in der Zeit besser kennenlernen wirst und verstehst, was ihm gefällt.
Der Hund einer Freundin von mir liebt zum Beispiel dieses ganze Tricksen und arbeiten mit mehreren Menschen (Therapie).
Barney kann damit eher weniger anfangen, er würde das zwar mitmachen, aber sihcer nicht mit Begeisterung.
Nehme ich ihn aber ans Rad, zum Inlineskaten, mache eine Art "Dummy- und Sucharbeit" (mit Rennen kombiniert) oder gehe ich mit Hundefreunden wandern, dann ist Barney damit rundum zufrieden und ausgelastet.
Jeder Hund ist also anders und das sollte in die Planung miteinbezogen werden :)
Wir fangen deshalb eine Art Zughundesport (privat) an, die notwendige Ausrüstung ist schon auf dem Weg. :D
Im Haus machen wir gerne Suchspiele, er bekommt mal ein Spielzeug oder Leckerli-Ball und generell auch gerne was zum Kauen.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#9
ich würde auch erst mal meine ganze energie in die erziehung stecken. das ist sehr anstrengend und fordert den hund. wenn das richtig sitzt würde ich mir etwas anderes dazu suchen. vielleicht kannst du dich ja schon informieren wozu du lust hättest und was es bei euch für ein angebot gibt.

ich mache mit smiley agility und unterordnung. momentan aber nichts da es familiär einiges zu tun gibt und auch beim agi leider winterpause ist. es ist für smiley völlig ok wenn wir "nur" spazieren gehen und sie am rad laufen kann. ab und an eine agi einheit im garten und gut ist. die ursprünglichen aussies waren auch nur saisonarbeiter
 
Dabei
13 Aug 2015
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#10
Erstmal sollte der Hund Ruhe und Frustrationstoleranz lernen. Das ist beim Aussie nicht ganz einfach, aber um so wichtiger.

Und wenn er das gelernt hat, würde ich mit Rückruf, Keinen- Mist- Fressen-draußen weitermachen. Die Grundausbildung weiter ausbauen.
Es spricht dann ja später nichts dagegen, vorsichtig alles Mögliche zu testen, was dich interessiert.

Bitte glaube nicht dass ein Aussie jeden Tag beschäftigt werden muß- und schon gar nicht körperlich. Ruhe, Kuschelzeit, ab und zu mal für wenige Minuten ruhiges Training (dann aber hoch konzentriert), das reicht aus.

Mein Großer ist jetzt 5 und hat bis vor 1, Jahren nichts anderes gemacht als Grundausbildung. Jetzt ist er einmal die Woche auf dem Hundeplatz, da gibt es immer abwechselnd Rally Obi und Obi Training. Da ich im RO aber auch selbst Trainerin bin, liegt er dort die meiste Zeit rum und döst.^^
Und auf den Spaziergängen gibt es mal einen Rückruf, mal eine Position die gehalten werden soll, mal einen Trick. Nur, damit es nicht zu langweilig wird mit mir. Und dann habe ich ja auch noch einen 2.Hund, der auch zu seinem Recht kommt.

Dafür habe ich immer, wenn keine Arbeit ist, einen mega entspannten Hund. Der gerne auch mal eine Woche nur schläft, wenn ich mit Grippe flach liege. Und in der Arbeit ist er so motiviert, das es einfach eine Freude ist.
 
Dabei
14 Feb 2016
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#11
Hallo und danke für Eure Antworten. Wir "trainieren" eigentlich bei jedem Spaziergang. Auch wenn es morgens nur 30 Minuten sind. Bei meinen Hunde habe ich das immer so gemacht, dass es einfach Routine war. Wir haben das Glück dass wir selbstständig sind, und Sam somit nicht alleine sein muss. Er ist auch schon viel entspannter. Auch auf der Arbeit. Schleppleinentraining klappt super. Er reagiert kaum noch auf Ablenkungen und achtet viel mehr auf mich. Rückruf ist noch nicht perfekt, aber auch das ist schon wesentlich besser. Nur mit dem Nachbarsrüden gibts als Stress. Aber das wird sich auch noch einpendeln. Die 2 müssen halt ersteinmal lernen, dass nebenan nun noch ein Macker :) wohnt. Aber ansonsten sind wir alle zufrieden. Ein Jammer das sie ihn nicht zu schätzen wusste. Er ist wirklich toll!
 

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