BARF - wirklich immer artgerecht und ohne Alternative ??

Dabei
29 Mrz 2018
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#1
Hallo,
ich habe eigentlich nichts gegen -BRF-, Born-Again Raw Feeders ‚ - wiedergeborene Rohfütterer, oder auch, -Biologisch artgerechte Rohfütterung ,
denn Hunde haben gelernt, ein breites Angebot von unterschiedlicher Nahrung zu verwerten.

Hunde können die unterschiedlichsten Ressourcen optimal nutzen und waren wohl immer schon auf die Reste und Abfälle ihrer Menschen angewiesen.
Die lange Zeit der Evolution, gemeinsam mit den Menschen aller Kulturen und Klimazonen hat die Ernährung der Hunde grundsätzlich verändert.
Hunde sind keine Wölfe mehr, auch ihr Verdauungssystem hat sich im Laufe vieler Jahrtausende an die unterschiedlichen
Variationen der Nahrung
ihrer Menschen angepasst.

Bei der Domestikation der Hunde haben sich ihre
Verdauungsorgane langsam so gewandelt, dass sie auch Kohlehydrate und pflanzliche Nahrung deutlich besser verdauen können als ihre Vorfahren die Wolfe.


Die Forschungen einer unabhängigen, internationalen Gruppe von Genetiker und Evolutionsforschern haben bei Hunden 30 Gene für Amylase gefunden,
welche die Spaltung von Stärke bedingt, bei Wölfen gibt es aber nur zwei solcher Gene.

Ich Denke, die Wichtigkeit und Alternativlosigkeit, mit der manche Menschen die sogenannte
Biologisch artgerechte Rohfütterung betrachten,
ist nicht zu begründen und bestimmt nicht artgerecht.

Auch wurde festgestellt, neben
Geflügel, Leber, Fisch und vielen Obst- und Gemüsesorten, die wichtige Lieferanten für wichtige Vitamine
und Serotonin sind, ist für Hunde auch eine Versorgung mit Kohlehydraten unerlässlich.

Die Vorstellung, das Hunde dauerhaft von rohem Fleisch leben können, ist wohl ein Märchen,
wie auch der Glaube, daß Futter mit Getreide immer eine Unverträglichkeit zur Folge hat.
Häufig sind minderwertige Eiweiße, Fremdstoffe und Konservierungsstoffe in billigem Tierfutter die Ursache für Allergien bei unseren Hunden.


Fritz.





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Dabei
21 Feb 2011
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#3
Danke Fritz, wahre Worte.

Ich geh noch einen Schritt weiter: ich denke, dass viele Allergien und ständig unruhige Hunde, die schlecht runterkommen, durch viel zu viel Protein kommen. Sind jetzt nur meine Überlegungen und Gedanken dazu.
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#4
Hallo,
durch einen Meinungsaustausch, kann man zu neuen Erkenntnissen kommen.

Mir scheint , bei der Ernährungsfrage kommt es bei vielen Menschen immer häufiger zu extremen Meinungen
und dieses Haltung, wird auch kompromisslos auf die Ernährung der tierischen Hausgenossen übertragen.

Meine Tees - durch -BARF- können auch gesundheitliche Probleme entstehen , besonders wenn völlig Getreide frei gefüttert wird .

Auch Hunde sollten ein ausgewogenes Futter, mit Proteinen und Kohlenhydraten bekommen.
Ein ständiger Diätplan, der sich nach irgendwelchen merkwürdigen Weltanschauungen wie beim BARF ausrichtet,
hat für mich manchmal schon einen religiösen Charakter, aber nicht unbedingt mit den eigentlichen Bedürfnissen der Hunde zu tun.

Fritz.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#5
Ah verstehe. Ich barfe auch, mit Obst und Gemüse und Kohlehydraten. Allerdings nicht als "Relegion" a
 
Dabei
19 Jan 2017
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#6
Hallo zusammen,

gefühlt gibt es doch mittlerweile zu jeder Sache, egal ob bei Menschen oder Hunden, extreme Meinungen- oder?

Meinst du Kohlenhydrate in Form von Getreide? Ich bin zum Beispiel jemand der sich dazu entschlossen hat seine Hunde ohne Getreide zu ernähren und das mache ich seit nun fast einem Jahr. Aber ich verurteile niemanden der zu diesem Produkt greift. Bevor ich diesen Schritt machte grübelte ich lange über genau die oben genannten Punkte und endschied mich aus gesundheitlicher Sicht für die getreidefreie Ernährung. Für meine Jungs ist es gesünder und besser. Das kann jedoch bei anderen Hunden wieder ganz anders aussehen. Deswegen würde ich die Fütterung immer individuell sehen und mich nicht pauschal gegen andere Fütterungsformen aussprechen. Aber mir sind Unterschiede aufgefallen und einige Fakten über den Einsatz von Getreide im Hundefutter bewegten mich persönlich dazu die Finger von dieser Komponente zu lassen.

Für meinen jüngeren Aussie waren Kohlenhydrate mit verantwortlich für Zahnstein, Blähungen, unangenehmer Duft nach Kater (deswegen der Spitzname Puma :p). Seit wir Barfen und auf Getreide verzichten sind diese Probleme Vergangenheit. Mein älterer Rüde, hat durch Kohlenhydrate eine Ausbeulung im Enddarm bekommen, weil die Kotmengen zu groß waren und das Bindegewebe angegriffen wurde. Zudem wurde ihm ein Tumor entfernt und da wir nicht wissen ob dieser metastasiert hat verzichten wir auf die größte Kohlenhydratquelle Getreide.

Wie kommst du darauf, dass Barf einem ständigen Diätplan gleicht?
Ich bin kein Ernährungswissenschaftler, aber mir halfen und bestätigten unteranderem die Erklärungen und Belege mit Zahlen von Nadine Wolf, mich gegen Kohlenhydrate/Getreide zu entscheiden. Und teile ihre Meinung, dass Barf sogar weniger Proteine beinhaltet- wenn man es richtig macht. Da liegt nämlich oft das Problem. Ich habe zu Beginn auch zu viel Fleisch gegeben, weil meine Hunde nicht zunahmen. Dann steigt der Proteingehalt natürlich enorm in die Höhe.

Es kommt auf die Qualität und somit auf die Verdaulichkeit der Proteine / Eiweiße/ Aminosäuren an und Getreidesorten sind für Hunde minderwertige Eiweiße.
Führt man minderwertiges Eiweiß zu, welches eine schlechtere Verwertbarkeit hat, benötigt der Hund eine viel größere Menge davon. Das ist leider bei vielen Trockenfuttern der Fall. Dadurch das Barf sehr hochwertiges Eiweiß liefert muss davon viel weniger zugeführt werden. Zudem besteht Barf nicht nur aus reiner Fleischfütterung- Obst und Gemüse enthalten auch Kohlenhydrate- ein ganz wichtiger Punkt, der oft vergessen und für mich viel zu wenig erwähnt wird, ist die ausreichende Gabe von Fett. Um eben nicht Unmengen an Fleisch füttern zu müssen. Das senkt automatisch den Proteingehalt und die Gesamtfuttermenge. Je mehr Fett im Fleisch ist, desto weniger Eiweiß enthält es. Das wichtige an den Proteinen sind die Aminosäuren und ihre biologische Wertigkeit. Und Fleisch ist von der Aminosäurenzusammensetzung für den Hund einfach optimaler und hochwertiger als Getreide. Eine zu große Gabe von pflanzlichen Eiweißquellen belasten den Organismus genauso stark, wie es bei einer reinen Fleischfütterung der Fall wäre. Bei der Verdauung des minderwertigen pflanzlichen Eiweißes entsteht Ammoniak und belastet den Körper. Auf die Dauer entstehen Leber- und Nierenschäden, genauso wenn der Fettgehalt im Fleisch nicht stimmt. In beiden Fällen sollte die Menge nicht zu groß werden.


Bei der Domestikation der Hunde haben sich ihre
Verdauungsorgane langsam so gewandelt, dass sie auch Kohlehydrate und pflanzliche Nahrung deutlich besser verdauen können als ihre Vorfahren die Wolfe.
Die Aussage habe ich auch sehr oft gelesen und finde sie sehr schwammig formuliert. Unsere heutigen Hunde können Kohlenhydrate zwar besser verdauen als Wölfe, aber was heißt genau besser? Wie gut Hunde es wirklich verdauen können steht nie dabei, zu mindestens habe ich es noch nie gehört oder nachlesen können. Das einzelne Wort "besser" kann doch nicht sofort mit gesund verglichen oder gleichgesetzt werden? Dann dürften bei vielen Hunden die Kotmengen ja auch nicht so in die Höhe schießen? Das sind meine gedanklichen Fragen wenn es um die Verwertung von Kohlenhydraten geht.
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#7
Hallo,
große Kotmangen entstehen nicht grundsätzlich, egal ob Futter aus Kohlenhydraten , Fett, oder Proteinen besteht.
Das Problem der großen Kotmangen wird begünstigt, wenn Bestandteile im Hundefutter aus mehrheitlich unverdaulichen Stoffen bestehen.

Kot entstehen hauptsächlich aus unverdaulichen Anteilen im Hundefutter.
Rohfasern Cellulose, Ballaststoffe, Mineralien sind organischen und anorganische Rückstande, die in angemessenen Mengen
auch förderlich für den Darm und die Verdauung sein können, aber leider bei manchem Futtersorten, als billiger Füllstoffe verwendet werden
und dann als unverdaulicher Rest, als große Kotmängen ausgeschieden werden müssen.

Fritz
 

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