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Bellen an der Leine

Dabei
14 Feb 2012
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#1
Hallo, unsere Hündin Alia ist 4,5 Jahre. Sie ist ein sehr lieber, sanfter , eher unsicherer Charakter und passt sich den Begebenheiten immer gut an. Im großen und Ganzen klappt alles gut, sie frisst nur auf Kommando, ist zu Menschen freundlich aber zurückhaltend bei Fremden und hört generell gut. Unser eigentlich einziges Problem ist das "ins Geschirr gehen und bellen" beim Gassi gehen. Am Anfang dachten wir, es betrifft immer Hündinnen und kleine Hunde. Dem ist nicht so. Wir gehen in die Hundeschule, da kann kommen wir will und bellen, da bleibt Alia ziemlich entspannt. Aber unterwegs, nicht nur in unserem direkten Umfeld, geht sie in hab acht Stellung, sowie Sie einen Hund ausmacht und schon geht's los. Das passiert nicht bei jedem, aber bei jedem 3. Hund. Nicht immer lässt sich die Situation vermeiden und sie sich nicht ablenken. Was kann ich zum Training tun?
 

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Dabei
22 Sep 2014
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#2
Ich finde, hier ist es immer schwierig eine Ferndiagnose zu stellen, wenn man den Hund nicht kennt und das Verhalten nicht sieht. Das kann ja im Prinzip alles sein: Unsicherheit, fehlende Klarheit des Besitzers... Du sagst, du bist bereits in einer Hundeschule? Kann dir hier kein Trainer helfen?
Es gibt auch sehr viele Hunde, die verstehen: Auf dem Platz wird gearbeitet und das unerwünschte Verhalten dort nicht zeigen. Ich bin der Meinung, dein Trainer sollte (im Einzeltraining) sich draußen Alia ansehen. Ich bin ja ein Fan von Clickertraining, was man aber auch richtig ausführen muss, sonst verschlechtert sich das Verhalten nur.
 
Dabei
29 Dez 2012
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#3
Ich denke auch dein Trainer sollte euch mal in gewohntem Umfeld beobachten.
Es gibt viele Kleinigkeiten, auf dem Platz bist du wahrscheinlich mittlerweile sicher, dass sie nicht bellt. Draußen spannst du dich vielleicht an oder nimmst die Leine etwas kürzer. Sowas überträgt sich sofort auf den hund. Aber übers Internet kann man die Situation selbst ja nicht beobachten :/
 
Dabei
14 Feb 2012
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#4
Wir waren mit dem Trainer im Wohnumfeld unterwegs. Das Ergebnis war Leberwurst in der Tube zum "schönfärben" der anderen Hunde. Das klappt aber nur bedingt. Das Problem liegt sicher ein gutes Stück bei uns, da es mir jetzt mittlerweile sehr schwer fällt, entspannt auf andere zuzugehen, zumal ich ja merke, dass sie in hab acht Stellung geht. Clickertraining mache ich viel mit ihr und da spricht sie auch super drauf an.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#5
Ich würde erstmal versuchen, herauszufinden, woran es liegt. Hört sich jetzt schwieriger an, als es vlt ist.
Wenn du den Klicker mit nimmst, hast du auch sicher Leckerli dabei. Vlt meint sie, diese verteidigen zu müssen. Also mal versuchen, ohne Lecker und Klicker Gassi zu gehen und schauen, was passiert.
Vlt "verteidigt" sie "ihr" Revier? Dann würde ich mal woanders laufen. Macht sie es da nicht, könnte es schon daran liegen.

Davon, die anderen Hunde schön zu füttern, halte ich nicht viel. Klar, jeder Hund ist anders und es gibt bestimmt welche, bei denen das klappt. Aber, der Schuss kann ganz gewaltig nach hinten losgehen.
Zum einen könnte es deinen Hund schon in Erwartungshaltung versetzen, d. h. sie "sucht" schon andere Hunde, damit sie was bekommt. Zum andern, verteidigt sie wirklich die Leckerlis, macht es das dann nur noch schlimmer.

Deine, sehr verständliche, Unsicherheit merkt sie auch. Was ebenfalls dazu führen kann, dass sie nach vorn geht, weil sie glaubt, DU bist der Situation nicht gewachsen.

Es ist schwer hier Trainingstipps zu geben.....ich kann dir nur raten, beobachte deinen Hund sehr gut. Sobald du die aller ersten Anzeichen bemerkst (Kopf geht hoch, Ohren vor, aufgerichtete Rute), unterbrich es. Ich kann dir nicht sagen wie, da ich dich und deinen Hund nicht kenne. Vlt ist es besser, wenn sie absitzt, vlt hilft es euch, wenn ihr umdreht und einfach ein Stück zurückgeht und dabei forderst du dann konsequent ein, dass sie auf dich achtet. Bleibst du stehen, steht auch der Hund, gehst du schneller oder langsamer, macht sie das auch.....und zwar alles ohne extra Aufforderung von dir. Sie soll sich an dir orientieren, dich "im Blick" behalten (was nicht bedeutet, dass sie dich die ganze Zeit anschauen muss, sondern einfach, dass sie nicht vergessen darf, dass du auch da bist).

Die Orientierung an der Leine wäre auch ein hilfreiches Training für euch. Halt üben, wenn keine andern Hunde da sind. Die Leine muss locker bleiben, der Hund muss aber nicht "bei Fuß" laufen, er muss mit seinem Kopf bei dir sein. Und das erreichst du mit solchen Übungen.
Träumt dein Hund sich weg und läuft zuweit vor, kannst du mal mit der Leine wackeln, vlt mit der Zunge schnalzen, ihr irgendein Signal geben (bitte nicht mit dem Klicker). Dreht der Hund sich zu dir um und schaut dich an, wechselst du die Richtung.....so, als hättest du grad nix besseres zu tun.
Wenn du das richtig machst, wird sie schnell lernen, dass DU mit ihr Gassi gehst, du der Dreh- und Angelpunkt bist.

Ein guter Trainer vor Ort wäre besser.....allerdings keiner, der versucht mit Lecker abzulenken und "schön zu reden". Ich denke nicht, dass euch das hilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
16 Jul 2015
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#6
Der Meinung bin ich auch. Leckerchen in dieser Situation sind kontraproduktiv! Der Hund lernt so erst recht, auf andere Hunde zu warten und dann zu bellen. Du belohnst ihn ja quasi dafür.
Ansonsten kann ich "aus der Ferne" nur erstmal dazu raten, an deiner eigenen Sicherheit zu arbeiten.
Und versuch dich mal zu erinnern, wann das ganze angefangen...denn irgendeinen Auslöser muss es dafür ja mal gegeben haben.
 
Dabei
14 Feb 2012
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#10
Erstmal danke für alle Antworten. Das Problem hat meiner Meinung nach begonnen, als sie auf dem Feld einen yorki gesehen hat, den sie auch kannte und zu dem sie rannte, um zu spielen, wS bereits öfter schon geschehen war. Das Frauchen (angeblich wurde ein Hund von ihr schonmal tot gebissen) erkannte Alia wohl nicht und bekam Angst, nahm Ihre Hund hoch, schrie und trat nach Alia. Alia hat sich erschreckt und gebellt. Daraufhin haben wir Alia gerufen, sie kam, wir Haben 3 Worte dazu gesagt und sind weiter. Danach klingelte besagtes Frauchen bei uns und hat uns die Hölle heiß gemacht, von wegen unser hochagressiver köter wollte ihren Hund tot beißen. Die Diskussion ging 1 Stunde, dann hab ich das Gespräch abgebrochen, als mir die Frau sagte, ihr Hund würde kleinen Kindern ins Gesicht beißen und deshalb muss man auf seine Hunde achten. Lange reden kurzer Sinn, obwohl mir bewusst ist, das die Situation nichts besonderes war hat das bei uns scheinbar zur Unsicherheit geführt und wir werden diese wohl auf Alia übertragen haben. Nun nimmt sie an der Leine bei jedem 2. Hund hab acht Stellung ein neues ich versuche sie da raus zu holen. Im übrigen pariert Alia, wenn wir alleine unterwegs sind,wunderbar. Und ihr Blick ist eigentlich immer bei mir, sie weicht mir nur von der rechten Seite, wenn ich sie dazu auffordere.
 

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