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Bellen, Pubertät und mehr

Dabei
22 Sep 2014
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#61
Anschiss hat bei uns in Paulas Alter auch NULL funktioniert. Wir haben es so wie ihr gemacht: körperlich einschränken, zur Not kommentarlos am Halsband nehmen und auf die Decke "schleifen" (übertrieben ausgedrückt).
Was sagt er denn zum Schnappen? Wenn dein Arm schon blau ist, , scheint sie das ja regelmäßig zu machen? :(
 

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Dabei
5 Sep 2014
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#62
Anschiss, sauer werden, laut werden funktioniert bei meinem Hund einfach nicht.
Dito. Das kenn ich von meiner übrigens auch. Was bisher immer am besten gefruchtet hat, ist wie du beschreibst: ruhig & gelassen bleiben und konsequent auf seinem Standpunkt beharren ohne eine Diskussion zu beginnen. Mir fällt das manchmal einfach recht schwer... vorallem draussen oder wenn noch andere Personen dabei sind.

Den neuen Trainer hast du ja noch nicht so lange, also vielleicht braucht es einfach seine Zeit bis Paula merkt wie es jetzt "läuft"
 
Dabei
26 Mai 2015
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#63
Nein Paula macht das Never ever wenn irgendwer dabei ist, dann ist das nämlich spannender als alles andere :)

Wie gesagt es ist einmal vorgekommen und ein zweites mal hat sie es versucht. Das hat mir gereicht, daher ja der neue Trainer.

Wasserflaschen, Rasseldosen und das ganze Zeug soll ich nicht verwenden. Er hat mir auch erklärt warum, mein Kopf ist aber zu matschig um das jetzt alles hier auf zuschreiben. Kurzgefasst läuft es darauf hinaus: mein Hund ist zu schlau und versteht sofort dass dahinter meine "Handlungsunfähigkeit" steckt, was ihr Verhalten nur bestärken würde.
Weiterhin würde sie in null Komma nix lernen dem aus dem Weg zu gehen.

Ihr müsstet euch das Schauspiel hier mal anschauen, man sie wie es in Ihrem Kopf rattert und wie sie eine neue Methode entwickelt um drumherum zu kommen (um was auch immer ich gerade will), dh das Testen hat begonnen, eben nur ein bischen heftiger als gewöhnlich. Der Hundetrainer ist aber zuversichtlich und meint wenn ich jetzt strickt dran bleibe und nicht die Nerven verliere wird sie ein ganz toller Hund. Nur jetzt gerade ist sie halt echt speziell.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#64
Paula ist echt eine kleine hinterhältige Kuh ;) ne, ich verstehe auch was der Trainer meint: wenn du mit Hilfsmitteln arbeitest, dann steigt sie irgendwann dahinter und irgendwann gehen die Hilfsmittel aus. Hmm...Vielleicht hilft ein Flachmann in der Tasche? *Spaß* Pubertät ist scheiße und ich finde es gut, dass der Trainer dir Mut zu spricht, anstatt den Hund (ach ne: Aussie) zu verteufeln. Ihr arbeitet daran und es wird wieder besser! Paula bockt jetzt wie ein Teenie, dem man das Handy weggenommen hat ;)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#65
Haha ich muss lachen über soviel Gutherzigkeit (aber ganz lieb gemeint).
Mein Arm ist nicht blau weil sie öfter mal drauf einschnappt. Sondern weil sie richtig gebissen hat.

Der neue Trainer sagt dazu dass sie rotzfrech ist. Und mir eben ne Ansage gemacht hat, weil ihr das garnicht gepasst hat. Und hier setzen wir auch an. Ihr klar zu machen dass meine Regel gelten, denn im Prinzip hört mein Hund nur so gut weil sie Bock drauf hat und gerne was mit mir macht. Hat sie aber keinen Bock, dann sieht die Sache anders aus. Und das erklären wir ihr jetzt :)

das ist ja das was mich so ärgert, ich habe sooft Bedenken geäußert am Schmusekurs im der alten HuSchu. Hätte ich mal eher auf mein Gefühl gehört und gewechselt.

Genau den neuen haben wir erst kurz und ich erwarte auch keine Wunder. Weder von ihm, noch von mir, noch von meinem Hund. Das dauert jetzt halt. Ist aber ok.

nicht falsch verstehen, ein Hund der beißt geht garnicht! Auch nicht nur einmal. Aber dafür gibts jetzt Regeln. Wesentlich mehr nervt mich das Gebelle und das Oberweite rumrennen im Wald.
 
Dabei
14 Sep 2014
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#66
Oje, das hört sich ja nicht gut an, da tust du mir richtig leid. Da ist deine Paula ja richtig aufmüpfig, rotzfrech und eigentlich aggressiv, ich muss gestehen ich wüsste mit dem Beißen auch nicht umzugehen und es bereitet mir Sorgen.Alles andere ist mit Konsequenz und intelligenem Einsatz der Schleppleine in den Griff zu bekommen und wird nach dem Pubertätsschub auch sicher wieder besser, aber dieses heftige Beißen ist nicht normal und sollte ein Hund in diesem Alter nicht mehr tun, Pubertät hin oder her. Auch wenn du es nicht gern hören willst , aber ich würde mir den Einsatz eines Maulkorbes überlegen um Schaden an dir oder auch eines dritten abzuwenden. Ich wünsche mir das ihr das in den Griff bekommt und drücke ganz fest die Daumen.
LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
26 Mai 2015
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#67
Hallo Roswitha,

ich danke dir für deine lieben Worte. Aber du musst wirklich nicht besorgt sein. Ich bin es nicht und der Trainer ist es auch nicht. :)

Schau, ich habe quasi die Erziehung schleifen lassen. Nicht wirklich wissentlich, gewiss nicht. Ich habe halt länger gebraucht um zu erkennen dass Paula mit dem Ansatz - erwünschtes Verhalten bestätigen - unerwünschtes Verhalten ignorieren - allein nicht gedient ist.

Sie ist nicht aggresiv. Sie befindet sich derzeit in einer Unsicherheitsphase (auch Mülltonnen oä sind gerade mal wieder Monster), durch meine "lasche" Erziehung führte dies dazu dass sie wenn es dunkel ist und andere Hunde auf uns zu kommen, sie die Flucht nach vorn antritt. Bei einem nicht sehr geschickten Versuch dieses zu unterbrechen, hat sie mich gebissen. Aber auch das nicht aus Aggrssion, sondern nach Hundeart war das quasi logisch, mir da sehr körperlich Bescheid zu geben.

Das ist natürlich trotzdem nicht tolerierbar. Aber wir arbeiten ja nun auch richtig miteinander.

Ein Maulkorb ist nicht erforderlich.

Mein Hund ist sehr sensibel und so hat sie heute Früh auch heftig auf und entgegenkommenden Hunde reagiert, allerdings konnte ich mich heute früh kaum auf den Beinen halten und so meinte mein Hund sie müsse die Starke markieren als uns die Kläffer entgegen kamen, denn ich war es definitiv nicht (die Starke). Nachdem es mir im Tagesverlauf langsam besser ging wirkt sich das auch auf meinen Hund aus. So konnten wir heute Abend schon wieder, zwar mit einer gewissen Anspannung, aber ohne weiteres, an Hunden vorbei gehen, sogar an einem der seinerseits ausflippte. Das ging, weil ich wieder souverän auftreten konnte.

Natürlich muss ein Hund sich auch beherrschen können wenn Frauchen mal krank ist und wie n Schluck Wasser in der Kurve am anderen Ende der Leine hängt. Ich bin zuversichtlich dass dies auch irgendwann der Fall ist. Man darf nicht vergessen dass ich mit Paula, mitten in einem heftigen Pubertätsschub, noch nicht ganz zwei Wochen trainiere, in der jetzigen Form sogar erst seit letztem Sonntag.

Für diesen kurzen Zeitraum sind unsere Fortschritte schon sehr gut. Nur kann man in so kurzer Zeit keine Wunder erwarten :) Da ich aber unter der Anleitung des neuen Trainers nun den richtigen Kurs einschlage, bin ich zuversichtlich dass wir bald noch größere Fortschritte machen.

Um die Schlepp werde ich also wohl nicht herum kommen, ich finde sie irgendwie blöd. Aber ich schätze für eine Zeit muss es jetzt wohl sein. Der Vorschlag die nur Partiell einzu setzen gefällt mir gut. Ich habe auch schon überlebt sie frei nur noch mit den Hundefreunden rennen zu lassen, denn sind wir mit denen unterwegs orientiert sich Paula an denen und entfernt sich nicht weiter als die anderen. Komischer Weise kommt sie da nach wie vor sofort wenn ich sie rufe.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#68
Dass sie dich schon wieder (es ist ja nicht das erste Mal, drinnen hat sie ja auch schon zugepackt, als du zwischen sie und die Katze gegangen bist) gebissen hat, bereitet mir ehrlich gesagt auch etwas Sorgen.
Ich würde das wohl nicht einfach nur mit der Pubertät und einer Unsicherheitsphase abtun.
 
Dabei
15 Sep 2013
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#69
Ich hab jetzt nicht jeden Beitrag genau gelesen, aber ich erkenne in vielem was du so beschreibst Remo wieder. Vielleicht erzähl ich einfach mal, wie es uns die letzten 1,5 Jahre diesbezüglich ging :)

Auch wir sind mit der Methode gutes Verhalten wird gelobt, unerwünschtes einfach ignoriert an die Wand gefahren. Er übernahm in für ihn brenzligen Situationen die Kontrolle (auch mit nach vorne gehen, verbellen, knurren, nicht auf mich hören...) weil ich das anfangs nicht für ihn leisten konnte. Mein Hund braucht ganz klare Führung von A bis Z. Ich muss ihm immer sagen, was er zu tun und zu lassen hat. Ich darf es mir nicht erlauben unaufmerksam oder abgelenkt zu sein. Sobald er das Gefühl hat, ich übernehme gerade nicht für ihn, ist er so überfordert, dass er total kopflos agiert.
In unserer schlimmsten Zeit hat er mich auch mehrmals gebissen. Vor allem nachdem ich versucht habe ihn zu maßregeln. Er hat mich schlichtweg nicht ernst genommen und durch sein beißen war ich zusätzlich verunsichert, ein Teufelskreis.
Bei mir hat sich so viel geändert, seitdem ich meine innere Haltung geändert habe.
Ruhig, bestimmt und konsequent. Ohne viele Worte, aber immer mit Nachdruck. Du musst Paula wohl auch immer einen Schritt voraus sein, hast nämlich echt nen intelligenten Hund erwischt, der es genauso gut versteht deine Schwächen auszunutzen wie meiner. Bei uns folgt jedes mal eine klare und für ihn verständliche Konsequenz, wenn er frech wird (ja auf der Nase rumtanzen wird immer noch gern probiert).
Aber ich bin nicht mehr frustriert oder wütend, wie früher. Seitdem ich klarer bin und versuche alles für ihn zu regeln, klappt es viel viel besser.
Manche Hunde brauchen wohl eine genaue und sehr kleinschrittige Führung. Zu viel Freiraum hat zumindest meinen auch eher unsicheren Kandidaten sehr überfordert. Agieren statt reagieren ist mittlerweile unsere Devise mit der wir gut fahren :)

(hab mit dem Handy getippt ich hoffe es ohne großartige Fehler)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#70
Stimmt bei der Geschichte mit dem Kater hat sie auch schon zu gepackt. Ich tue dies nicht ab, eher im Gegenteil denn genau deswegen arbeiten wir nun mit anderer Vorgehensweise.
Ich würde es auch nicht als Übersprungshandlung abtuen. Denn auch das war es nicht. Sie weis sehr wohl wen sie da beißt.

Es ist bedauerlich dass die erste Trainerin darin so garkein Problem sah und mich nicht vernünftig beraten konnte. Es ist auch bedauerlich dass ich soviel Zeit vertan habe und nicht früher einen Kurswechsel vollzogen habe. Aber es hilft auch nicht sich mit dem vergangenen aufzuhalten. Wichtig ist das Jetzt.

Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben, ich habe ein befreundetes Päärchen die nach und nach 3 völlig verkorkste Boarder Collies aufgenommen haben. Die Prognose für Ihren Rüden war: "den kann man nur einschläfern"
Heute ist das ein super Hund und das haben sie mit Hilfe eben des Trainers hinbekommen, der auch uns jetzt betreut. Er trainiert seit 20 Jahren mit sogenannten Problem Hunden. Daher vertraue ich seiner Einschätzung zu Paula und mir und diese ist nicht sonderlich dramatisch.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#71
@Pustenlume, quasi genau das wird unser Weg: Konsequente Führung :)

Mir wurde schon prophezeit, was du mit Remo schon erlebst. Es wird nicht viel geben was Paula nicht immer mal wieder hinterfragen wird. Ich find's nicht so schlimm, ich merke ja bereits jetzt nach so kurzer Zeit dass gewisse Dinge die mit Einschränkung zu tun haben, ihr mehr Entspannung bringen. Auch das anbringen von umgehenden Konsequenzen tut Paula gut, sie checkt da immer nochmal nach, aber wenn sie merkt dass ich es ernst meine dann sieht man auch da, dass es ihr plötzlich leicht fällt.

Bin sehr gespannt was die Zukunft bringt. :)
 
Dabei
29 Okt 2014
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#72
Das mit der inneren Ruhe kenne ich auch.
Ist mir aufgefallen, als ich darüber nachgedacht habe warum sie hier daheim in der Gegend anders reagiert als zB auf einem Turnier. Am Turnier reagiere ich anders. Da sind lauter Hundemenschen die es verstehen wenn man den Hund mal anschnauzt ;) und hier in der Gegend schauen mich die Nachbarn an als hätte ich den Hund geschlagen ... Deshalb bin ich verunsichert und traue mich quasi nicht so. Das spürt sie scheinbar ... Eh klar.

Bei mir kam ja auch die Wasserflasche, aber das war im Affekt. Ich hatte sie im Hochsommer zum trinken mit und die kleine Rabaukin hat Terror gemacht ... Irgendwie war bei mir dann der Ofen aus und ich hab sie angespitzt ohne viel nachzudenken.
Abgenutzt hat sie sich nie bis jetzt und sie trinkt nach wie vor normal aus der Flasche ;)
 

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