die gute alte Pubertät :)

Dabei
13 Jan 2021
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#1
Hallo Ihr Lieben,

ich bin ganz neu in diesem Forum und wollte mir ein paar Tipps zu meinem kleinen Sprößling holen.
Erstmal vorab. Ich bin nicht hier um mich über meinen Hund zu beklagen.
Mein Black Tri Aussie Buddy ist jetzt 8 Monate, also mitten in der Pubertät. Er ist aber im großen und ganzen ein toller Hund und wir lieben Ihn über alles.
Es gibt allerdings 2 Themen die jetzt Anfang der Pubertät begonnen haben, die ich euch gerne schildern würde.
Vielleicht hat der ein oder andere einen Tipp.

1. Thema - die Reize an der Leine
Buddy läuft generell eigentlich super an der Leine mit, wir haben Ihn das von Anfang an gezeigt und er hat es schnell begriffen.
Seit ein paar Wochen hat er allerdings kleine Aussetzer, sobald die Reize zu groß werden.
Beispielweise sieht er das wir auf eine große Wiese gehen und sobald er die Wiese, also den Reiz zu spielen sieht, zieht er los. Da kann ich 20 mal die Richtung wechseln, stehen bleiben oder den Hund blockieren.
Das passiert allerdings wirklich erst die letzten Meter vor der Wiese, davor läuft er wie ein Streber neben mir, nichtmal ansprechen muss ich Ihn, er kennt die Regel einfach.
Auf den Weg zurück klappt es allerdings wieder super.

2. Thema - die Nachbarn
ein Problem was wir leider noch nicht aus Ihm rausgekriegt haben, sind die Nachbarn. Er liebt wirklich jeden Menschen - außer die Nachbarn. Dies begann ca mit 6 Monaten.
Sobald er Sie sah fing er bis vor einigen Wochen noch an zu bellen.
Mittlerweile haben wir Ihn durch Ablenkung und fokussieren auf uns soweit das er die Nachbarn nur noch anknurrt.
Also er sitzt dann beispielsweise vor mir und guckt mich und das Leckerlie auch an, schielt aber immermal kurz zur Seite und knurrt, bis Sie außer Sichtweite sind. Gibt es da noch einen anderen Trick als den Hund auf sich zu fokussieren und abzulenken oder muss ich einfach weiter dran arbeiten?

Danke schonmal vorab!

Buddy und Laura
:)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#2
Hallo,


Es gibt HH die den Hund am Geschirr mehr zulassen und das ordentliche laufen am Halsband trainieren. Denke es auch nicht ganz einfach das „ drüber“ zu erkennen, den Zeitpunkt wo einfach nix mehr geht, rechtzeitig zu erwischen. generell beim Trainieren solcher Dinge , in dem Alter eh.

Bei der Sache mit dem Nachbarn, da wäre sicher ein guter HT richtig, das sind einfach so Dinge die man besser auch nicht lange aufschiebt. Da übersieht man leider auch schon den „Beginn“ des Ganzen. Ich bin kein Leckerliefreund für jede Situation, hätte da einfach Sorge, dass so ein Schlaumeier nachher einfordert / falsch verknüpft usw. und ich das nicht kapier :)) Heißt ich sag ihm dann lieber deutlich, dass das keine gute Idee ist. Nachbar anbellen geht nicht, wobei auch da ein kurzes Wuff um zu sagen „ ey Fraule da ist jemand“ wieder was anderes ist.

Den richtigen HT zu finden ich traue mich das schon nicht mehr zu sagen, selber genug kennengelernt, die etwas schräg waren. Aber Bastelanleitungen übers www sind halt auch nicht ungefährlich. Vorgehensweise muss halt zu Hund und Mensch passen.
 
Dabei
13 Jan 2021
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#3
Hallo,


Es gibt HH die den Hund am Geschirr mehr zulassen und das ordentliche laufen am Halsband trainieren. Denke es auch nicht ganz einfach das „ drüber“ zu erkennen, den Zeitpunkt wo einfach nix mehr geht, rechtzeitig zu erwischen. generell beim Trainieren solcher Dinge , in dem Alter eh.

Bei der Sache mit dem Nachbarn, da wäre sicher ein guter HT richtig, das sind einfach so Dinge die man besser auch nicht lange aufschiebt. Da übersieht man leider auch schon den „Beginn“ des Ganzen. Ich bin kein Leckerliefreund für jede Situation, hätte da einfach Sorge, dass so ein Schlaumeier nachher einfordert / falsch verknüpft usw. und ich das nicht kapier :)) Heißt ich sag ihm dann lieber deutlich, dass das keine gute Idee ist. Nachbar anbellen geht nicht, wobei auch da ein kurzes Wuff um zu sagen „ ey Fraule da ist jemand“ wieder was anderes ist.

Den richtigen HT zu finden ich traue mich das schon nicht mehr zu sagen, selber genug kennengelernt, die etwas schräg waren. Aber Bastelanleitungen übers www sind halt auch nicht ungefährlich. Vorgehensweise muss halt zu Hund und Mensch passen.
--------

Danke für die Antwort.
Das mit der Leine macht er eigentlich sehr gut, er läuft immer an meiner Seite außer eben kurz vor der Wiese da dreht er auf und will sofort spielen.
Ich denke nicht das da ein anderes Geschirr hilft, wenn er ja sonst so gut mitläuft.
Ich denke eher das es eine Kopfsache ist und diese muss ich irgendwie auf mich umlenken.

Wegen den Nachbarn:
Das mit dem Leckerlie war nur ein beispiel. Das bekommt er nicht immer.
Meistens rede ich mit Ihm und stelle mich dazwischen. Das klappt schon ganz gut, er knurrt halt nur trotzdem.
Ich finde auch das so ein leichtes knurren eigentlich nix schlimmes ist. Vorallem weil er ja auch niemanden etwas tut und brav vor einem sitzt. Die Nachbarn sehen das allerdings anders..
 
Dabei
21 Feb 2011
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#4
Ich vermute mal, dass die Sache mit der Wiese schon gut konditioniert ist.
Er weiß, dass er dort rennen und spielen darf, da ist seine Erwartungshaltung sehr hoch und er schafft es nicht mehr, sich zu beherrschen. Wahrscheinlich ist er schon vorher angespannt, wenn er weiß, wohin es geht. Auch, wenn es dir nicht auffällt.

Ich würde, sobald er anfängt, stehen bleiben, den Hund kommentarlos zu mir holen (z. B. mit der zweiten Hand in die Leine greifen und ihn herholen) und ihn ebenso kommentarlos absetzen. Nicht ansprechen, kein Blickkontakt in dem Moment.
Dann selbst tief durchatmen, alle Emotionen abstellen und "ein Buch lesen", in den Himmel gucken, Wolken zählen oder was auch immer.
Nach ein paar Minuten genauso kommentarlos und ohne Kontaktaufnahme zum Hund wieder losgehen, besser schlendern.
Sobald er wieder anfängt, alles wiederholen.
Ebenso würde ich ihn auf dieser Wiese vorerst nicht spielen lassen. Wenn er ruhig und entspannt dahin laufen kann, genauso ruhig an der Wiese warten kann, dann kann er dort wieder toben.
Bei allen anderen Reizen würde ich es genauso machen.
 
Dabei
13 Jan 2021
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#5
Ich vermute mal, dass die Sache mit der Wiese schon gut konditioniert ist.
Er weiß, dass er dort rennen und spielen darf, da ist seine Erwartungshaltung sehr hoch und er schafft es nicht mehr, sich zu beherrschen. Wahrscheinlich ist er schon vorher angespannt, wenn er weiß, wohin es geht. Auch, wenn es dir nicht auffällt.

Ich würde, sobald er anfängt, stehen bleiben, den Hund kommentarlos zu mir holen (z. B. mit der zweiten Hand in die Leine greifen und ihn herholen) und ihn ebenso kommentarlos absetzen. Nicht ansprechen, kein Blickkontakt in dem Moment.
Dann selbst tief durchatmen, alle Emotionen abstellen und "ein Buch lesen", in den Himmel gucken, Wolken zählen oder was auch immer.
Nach ein paar Minuten genauso kommentarlos und ohne Kontaktaufnahme zum Hund wieder losgehen, besser schlendern.
Sobald er wieder anfängt, alles wiederholen.
Ebenso würde ich ihn auf dieser Wiese vorerst nicht spielen lassen. Wenn er ruhig und entspannt dahin laufen kann, genauso ruhig an der Wiese warten kann, dann kann er dort wieder toben.
Bei allen anderen Reizen würde ich es genauso machen.
Hallo Gundi,

Danke für den Tipp.
Das mit dem stehenbleiben werde ich probieren!
hab das zwar auch schon gemacht aber nicht wirklich lange und nur zur Korrektur. Vielleicht klappt es ja.
er ist halt auch erst 8 Monate und sehr verspielt
 
Dabei
23 Jan 2021
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#6
Achte am besten darauf ihn rechtzeitig zu korrigieren sobald du ungewünschtes Verhalten erkennst. Auch der routinierte Gang zum Hundetrainer ist besonders bei dieser Rasse sinnvoll aber das weißt du vermutlich schon selber. Besonders in diesem jungen Alter kommen gerne Unstimmigkeiten im Verhalten auf. Mit genug Training und Fürsorge sollten sich diese Verhaltensmuster aber mit der Zeit legen.
 

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