erstmals Hundesitter für zwei Aussies

Dabei
18 Okt 2014
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#1
Hallo

Ich bin neu hier im Forum und besitze keinen Aussie – jedenfalls noch nicht. Als Studentin versuche ich mir über Hundesitting etwas Geld zum Bafög dazu zu verdienen. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit einen einjährigen Aussie-Rüden für fast zwei Wochen zu betreuen, da seine Halbschwester läufig war. Da ich schon lange von einem eigenen Hund träume und vor allem von einem Australian Shepherd, wusste ich natürlich über die Anfoderungen diser Rasse bescheid. Und konnte die Zeit ausgiebig genießen. Es war für mich quasi für einige Tage Aussie-Haltung auf Probe.

Aus gesundheitlichen Gründen kann es sein, dass ich nun beide Hunde betreuen darf. Also den einjährigen Rüden und seine 5-jährige Halbschwester. Allerdings habe ich noch nie zwei Hunde gleichzeitig gehabt. Daher frage ich mich, wieviel Zeit ich täglich für zwei Aussies einplanen muss und wie man zwei Hunde am besten auslastet.

Mit dem Rüden bin ich morgens zwei Stunden in einer kleinen Hunde-Gruppe spazieren gegangen und hab nebenbei ein paar Tricks eingebaut über Arm/Bein springen, auf nen Felsen/Baumstumpf hopsen oder Slalom durch die Beine. Nachmittags bin ich dann mit ihm nochmal für etwas mehr als ne Stunde allein spazieren gewesen und hab ihn seinen Futterbeutel suchen lassen oder Impulskontrolle geübt. Zu Hause hat er natürlich auch immer mal wieder Aufmerksamkeit bekommen. Ich hab ihm beigebracht Papier in den Mülleimer zu werfen und Licht an zu machen. Ich könnte jetzt aber nicht sagen, wieviel Zeit das insgesamt täglich war. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, ne halbe Stunde bestimmt, aber es hat sicherlich tagesabhängig etwas variiert. Der letzte Abendspaziergang war nur ne kleine Runde ca. halbe Stunde aber ohne Futterbeutel höchstens mit ein zwei kleinen Tricks. Wenn ich alles zusammenrechne habe ich für den einen Hund dann etwa 4 Stunden auf den Tag verteilt benötigt– Kuschelstunden nicht dazu gerechnet, denn das ist ja für mich genauso schön wie für das Tier. Ich glaub der Rüde war mit der Auslastung auch ganz glücklich. Er hat sich jedenfalls zu Hause angenehm ruhig verhalten und auf seinem Körbchen gelegen. Aber wie funktioniert das jetzt mit zwei Hunden?

Den morgendlichen Spaziergang könnte ich ja auch mit zwei Hunden genauso machen, sofern sich auch die Hündin mit den anderen Hunden versteht. Aber was ist mit dem Nachmittags-Spaziergang. Da müssen ja dann beide Hunde bespaßt werden. Kann ich sie einfach abwechselnd den Futterbeutel suchen lassen oder wäre es besser mit beiden getrennt raus zu gehen? Gibt es vielleicht bessere Möglichkeiten zwei Hunde gleichzeitig auszulasten? Ich denke die Zeit zu Hause müsste ich dann wirklich mal zwei nehmen damit keiner zu kurz kommt oder reicht einem Hund auch die Hälfte der Zeit aktiv zu sein und die andere Hälfte zu zu schauen?

Ich hätte ja auch Lust auf Frisbee spielen, aber ich denke dazu müsste ich die beiden länger bei mir haben. Oder wie lange braucht man, bis der Hund die Frisbee lernt aus der Luft zu fangen. Mir ist klar, dass das auch vom jeweiligen Hund abhängt, aber es gibt doch bestimmt sowas wie Durchschnittswerte für Aussies.

Ich werde zwar nochmal nen Probetag mit beiden Hunden haben, wenn die Besitzerin meine Betreuung benötigt, aber ich wäre froh über Erfahrungsberichte, was da auf mich zu kommt, denn ich hab Angst mich mit zwei so intelligenten und agilen Hunden zu übernehmen. Alle Tipps und Tricks zur Mehrhundehaltung sind mir herzlich willkommen.

Vielen Dank schonmal im Voraus!
Ariane
 
Dabei
15 Mai 2014
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#2
Dreieinhalb Stunden gehe ich am Tag in der Regel nicht mit meinen beiden spazieren, das ist schon sehr viel. Ist natürlich klasse für die Hunde, du musst aber auch bedenken, dass sie sich sehr schnell an so ein Pensum gewöhnen und es dann auch einfordern. Deshalb würde ich es ihnen ungerne jeden Tag regelmäßig so bieten. Bei mir hängt das tägliche Pensum sehr stark davon ab, was ich sonst noch so vor habe. Mal (z.B. im Urlaub) sind wir fast den ganzen Tag draußen, mal auch nur 1,5 Stunden am Tag. Rettungshundetraining geht auch immer über mehrere Stunden, dann fallen die Spaziergänge weg oder sehr kurz aus. Wenn beide, auch zusammen, sozialverträglich sind und auch an der Leine vernünftig laufen würde ich immer mit beiden gehen. Wenn ich Futtelbeutelsuche spiele muss immer einer warten und der andere sucht. Das ist auch super für die Impulskontrolle.
Einige Tricks kann man zu zweit üben, die meisten aber eher alleine. Zaro hat etwa 10 Minuten gebraucht, bis er den Frisbee gut fangen konnte, Naila bringt es gar nicht so viel Spaß. Ich würde aber mit Frisbee spielen vorsichtig sein, da Aussies dabei sehr leicht hochpushen und auch dazu neigen, Ball/Frisbeejunkies zu werden.
 
Dabei
18 Okt 2014
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#3
Soweit ich weiß haben die Hunde zu Hause einen Garten, wo sie auch mal toben können. Da sie bei mir den größten Teil des Tages in der Wohnung hocken, biete ich ihnen lange Spaziergänge als Ausgleich. Außerdem macht die Besitzerin mit der Hündin Agility bzw. mit dem Rüden Longentraining. Und das versuche ich halt anderweitig zu kompensieren. Ich dachte solange der Hund ausreichend Ruhezeit hat und nicht überfordert wird ist alles okay. Hab jetzt auch keine negative Rückmeldung von der Besitzerin erhalten, dass der Rüde mehr einfordert. Im Gegenteil sie war hoch erfreut, dass er nach seinem Aufenthalt bei mir sehr entspannt war.

Aber wie ich deinem Beitrag entnehme, kann ich auch etwas weniger mit dem einzelnen Hund machen. Das heißt selbst wenn ich vielleicht einmal täglich mit ihnen getrennt arbeite, brauche ich für beide Hunde genauso viel Zeit wie für einen - vorausgesetzt sie sind gemeinsam sozialverträglich und leinenführig. Da die Besitzerin auch mit beiden gemeinsam raus geht, mach ich mir da eigentlich wenig Sorgen. Allerdings hat der Rüde manchmal schon sehr gezogen, wenn er irgendwas interessantes wie seinen Spielkameraden gesehen hat. Über zurück habe ich ihn dann hinter meinem Rücken entlang wieder an meine Seite geholt. Wie macht man das zwei Hunden? Ich denke das muss ich einfach testen. Werde ich ja entsprechend am Probetag sehen und kann mir ggf. Tipps von der Besitzerin holen. Ich bin jedenfalls sehr erleichtert. Ich dachte zunächst doppelte Anzahl an Hunden bedeutet doppelte Arbeit und da wäre zwangsläufig mein Studium zu kurzgekommen. Das Studium hat aber grundsätzlich Vorrang.

Das Aussies sich sehr leicht hochpushen, hab ich inzwischen auch schon erlebt. Aber zumindest bei ihm hatte ich das gut unter Kontrolle. Wenn er anfing zu Bellen bzw. kurz davor war hab ich die Übung einfach abgebrochen und ihn ignoriert. Sobald er wieder ruhig und entspannt war, hab ich einen neuen Versuch gestartet. Da er typisch Aussie sehr schnell begreift, war das Thema schon nach zwei Tagen gegessen. Kann natürlich sein, dass das bei neuen Übungen wie Frisbee wieder anfängt, aber eigentlich sollte das ja dann genauso zu korrigieren sein. Aber ich glaub Frisbee wäre nochmal ne gute Möglichkeit, wo ich weniger machen muss als die Hunde. Denn bei der Futterbeutelsuche muss ich ja erstmal ins Unterholz kriechen und obwohl sie nicht sehen können, wo ichs verstecke, finden sie es meist sehr schnell. Wenn ich's einfach ins Unterholz werfe hören sie, wo der Beutel landet und finden ihn sofort. Dann ist das ja viel zu leicht.

Liebe Grüße
Ariane
 
Dabei
7 Okt 2014
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#4
Das Hochpushen bezieht sich nicht nur auf ein kurzzeitiges Überdrehen, der Hund könnte dauerhaft gepusht werden und dann auch dauerhaft und ständig Aktivität einfordern.
Und wenn er z.B. erstmal auf Bälle fixiert ist, kannst du im schlimmsten Fall nicht mal mehr an einem vorbei gehen, ohne daß ein "Junkiehund" durchdreht.

Inwiefern wirst du die beiden denn betreuen, wird es eine dauerafte Sache sein, also täglich?
Bedenke bitte, daß der Besitzer, grade wenn gesundeitliche Probleme vorliegen, den Hunden dann möglicherweise nicht mehr gerecht werden kann, wenn du jetzt so viel mit ihnen machst.
Dann hättest du vlt. bei dir 2 entspannte Hunde, der Besitzer muß es aber später ausbaden, wenn die Hunde wieder bei ihm sind.
Ausser etwas alltagstauglicher Kopfarbeit würde ich da momentan gar nichts Neues mit einbringen, sondern mich an den Ablauf halten, den die Beiden auch zuhause haben... auch keine besonderen Tricks (es sei denn natürlich, das ist abgesprochen!).
Ich persönlich wäre gar nicht begeistert, wenn ich meinen Hund zeitweise woanders unterbringen müsste und später macht er bei mir aus Langeweile die Schränke auf oder das Licht an :cool: oder zerlegt mir die Wohnung, weil ich mal "nur" anderthalb Stunden mit ihm spazieren gegangen bin.

Wo wird denn Longentraining und Agility gemacht? Könntest du das nicht einfach weiterführen, dazu den Garten der Leute nutzen oder den Verein, in dem das stattfindet, besuchen?
 
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Dabei
18 Okt 2014
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#5
Derzeit ist es noch garnicht spruchreif, ob die Besitzerin nochmal eine Betreuung für die Hunde benötigt. Da sie aber sehr zufrieden war mit meiner Betreuung des Rüden während der Läufigkeit der Hündin, hat sie schonmal nachgefragt, ob ich das machen würde. An sich würde ich das sehr gerne machen, ich war mir eben nur unsicher wegen der zwei Hunde. Da ich noch nie zwei Hunde gleichzeitig hatte, wollte ich das vorab klären, dass ich mich da nicht übernehme. Nebenbei wollte ich halt noch ein zwei neue Ideen sammeln.

Es sieht so aus, dass die Hunde, dann für die Zeit des Krankenhausaufenthaltes bei mir zu Hause einziehen mit Übernachtung etc. Die Besitzerin kommt von außerhalb der Stadt. Das heißt A) es ist mir und wahrscheinlich auch den Hunden zu stressig jeden Tag abholen und wieder heim bringen B) besitze ich kein Auto und kann dementsprechend auch garnicht so einfach dorthin (Agility fällt deswegen natürlich auch flach - abggesehen davon möchte ich als Agility-Neuling niemandem reinpfuschen). Selbstverständlich spreche ich alles was ich tue mit der Besitzerin ab. Beim ersten mal meinte die Besitzerin ich könne den Hund in den Alltag einbinden und ihm kleine Tricks beibringen. Ich fand Papier wegwerfen und Licht anmachen sind genauso so kleine Haushaltstricks, die sehr praktisch sind. Der Hund macht das ja wenn dann auf Befehl und nicht von selbst. Ich schaue auch immer, dass ich mich so alle zwei drei Tage bei der Besitzerin melde und erzähle wie es so läuft. Schließlich vermisst man als Besitzer seine Lieblinge und freut sich zu hören, wie es ihnen geht. Und ich erzähle dann nicht nur die Hunde sind ganz brav und benehmen sich super, sondern sage auch, wo es eben Probleme gibt oder was wir so den Tag lang treiben.

Ich werde dementsprechen auch bezüglich des Hochpushens mit der Besitzerin klären, ob ich das mit dem Frisbee sielen lieber sein lassen soll oder probieren darf und bei ersten Schwierigkeiten beende.

Aber ich muss dir rechtgeben, dass dein Einwand mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung gerechtfertigt ist. Sie meint derzeit schon, dass sie vieles nicht so machen kann, wie sie möchte. Ich denke das wird auch danach noch eine Weile so bleiben. Eventuell ist ihr das selbst auch noch garnicht so bewusst, dass sie "den Hunden dann möglicherweise nicht mehr gerecht werden kann, wenn [ich] jetzt so viel mit ihnen mach[e]." Das ist defintiv ein guter Hinweis, den ich dann auch mit der Besitzerin erörtern werde, sollte es dazu kommen, dass sie ins Krankenhaus muss. Auch wenn ich mich sehr über die Hunde freuen würde, hoffe ich für die Besitzerin natürlich das Beste.

Vielen Dank für diese wertvollen Hinweise. Allerdings würde ich mich auch freuen, wenn ihr das Hundesitting nicht nur skeptisch seht. Ich gebe mir wirklich viel Mühe dabei und möchte den Hunden nur gerecht werden. Nicht umsonst informiere ich mich auch vorab bei Aussie-kundigen Leuten. Habt ihr vllt noch andere Ideen für Tricks im Haushalt oder unkritische Beschäftigung zweier Hunde draußen? - Leergutflaschen wegbringen hab ich z.B. damals gelassen, weil der Rüde keinerlei Interesse an den Flaschen gezeigt hat und zwei Tricks für keine zwei Wochen langen.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#6
Ích sehe das Hundesitten von dir gar nicht skeptisch und finde es toll, wie engagiert du dabei bist. Dass du hier nachfragst und versuchst, Anregungen zu finden ist ebenfalls super. Wenn ich mal einen Hundesitter brauche würde ich genau so jemanden suchen (Wir wohnen übrigens in der Nähe von Mölln/Ratzeburg, also gar nicht so weit weg).
Was das Frisbeespielen angeht, habe ich da mit meinem Großen durchaus negative Erfahrungen gemacht. Wir haben gar nicht sooo viel mit ihm gespielt, aber es reichte aus, um ihn ziemlich durchknallen zu lassen. Wenn jemand einen Ball/Stöckchen/Frisbee für seinen Hund warf, fing Zaro an zu fiepen und war kaum noch zu halten, weil er mitspielen wollte. Dadurch, dass wir jetzt schon etwa ein Jahr fast nichts mehr für ihn werfen wurde es langsam besser.
Wenn du merkst, dass Schwierigkeiten dieser Art auftreten, ist es in der Regel schon zu spät.
Wir haben Zaro auch Leergutflaschen wegbringen beigebracht. Dazu steht in der Abstellkammer eine große Plastikwanne. Zuerst muss er natürlich lernen, einen Gegenstand aufzunehmen. Am besten mit Futterbeutel anfangen (machst du ja schon). Sein Spielzeug räumt er auch auf. Aussies lieben sinnvolle Beschäftigungen. Draußen übe ich mit meinen beiden gerade das Schicken zu speziell markierten Punkten (zu einer Pylone hin, von einer Pylone zur nächsten, ohne den eigenen Standort zu verändern; brauchen wir für unser Rettungshundetraining). Zerrspiele sind auch immer super gefragt bei Aussies.
 
Dabei
18 Okt 2014
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#7
Ich habe am Hundsitting auch wirklich Spaß und mache es nicht unbedingt des Geldes wegen. Natürlich kann ich das zusätzliche Geld gut gebrauchen. Also solltest du mal jemanden für deine Süßen brauchen ... Aussies sind mir herzlich willkommen. Hab mich schon ein wenig in die Rasse verliebt, nachdem ich sie jetzt mal live kennenlernen durfte.

Futterbeutel hab ich bis jetzt mit jedem meiner Pflegis gemacht egal welche Rasse. Es ist super schnell bei zu bringen und man kann den Schwierigkeitsgrad langsam steigern. Ich finde es eine gute Möglichkeit Hunde auch geistig auszulasten und außerdem in kurzer Zeit eine gewisse Bindung zu schaffen. Der Aussie war bisher der erste, der das schon von zu Hause kannte. Auf apportieren ist er sowie so ganz scharf. Alles was fliegt ist spannend. Halt nur mit Impulskontrolle - das heißt erst auf ein Zeichen darf er es holen oder ich ruf ihn vorher nochmal ab etc. Aber vielleicht ist Frisbee dann wirklich das falsche für ihn. Wusste ehrlich gesagt nicht, dass die so schnell zu "Junkies" werden. Dann ist das ja auch nur noch Stress. Das wollen wir natürlich nicht.

Hab ihm übers apportieren auch beigebracht das Papier in den Mülleimer zu werfen. Allerdings rührte er die Flaschen nicht an. Vielleicht wusste er nicht, wo er sie packen soll, oder sie sind zu laut. Das Scicken zu bestimmten Punkten hört sich gut an. Das könnte man ja auch mit beiden gleichzeitig machen (sobald sie das Prinzip verstanden haben). Auf Zerrspiele steht zumindest der Rüde auch drauf, nur ist er ganz schön kräftig, das geht ordentlich in die Arme, aber vielleicht kann er das ja auch mit seiner Schwester machen. Müsste man mal ausprobieren. Nicht das es dann zur Ressourcenverteidigung kommt.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#8
Ob es irgendwo Probleme bezüglich der Ressourcenverteilung geben könnte (gab) kannst du ja mal die Besitzerin fragen. Bei meinen beiden hatte ich da nie Schwierigkeiten.
Ich habe dich in meine Kontaktliste aufgenommen. Vielleicht brauche ich ja mal einen Hundesitter.
 
Dabei
24 Jan 2008
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#9
Will ja nicht unken ,aber brauchst du für solche Dienste nicht auch die Sachkunde §11 ? Bevor du Ärger bekommst ,erkundige dich besser bei deinem zuständigen Vet -Amt .Ich habe den Schein übrigens auch .
 
Dabei
7 Okt 2014
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#10
Ich stehe Hundesitting auch überhaupt nicht skeptisch gegenüber, ich sitte selbst einige, allerdings mit klarer Ansage der Besitzer, was ich tun darf /muß/soll.
Daran halte ich mich dann natürlich, bzw. erhebe vorher schon Einspruch, wenn es mir nicht sinnvoll oder sogar falsch erscheint.
Und bei einigen Dingen weigere ich mich auch strikt, ich gehe niemals ein Risiko ein bei den Fremdhunden....z.B. einen wilden Jungspund einfach ohne Leine auf einer Wiese mit Pferden laufen zu lassen, obwohl er nicht mal welche kennt, weil "der schon merkt, daß die stärker sind als er".
Die Pferdebesitzer würden mich völlig zu Recht teern und federn , wenn da was passiert und die Hundehalterin mit Sicherheit ebenfalls ausflippen, wenn doch was passiert.
Ich finde es also sehr verantwortungsbewusst von dir, dir Rat einzuholen hier.

Das mit dem Sachkundenachweis wäre wirklich interesseant.
BTW: Hier gehen höchstens zehnjährige Kinder mit bis zu 5 (zwar kleinen, aber...) Gassi-Hunden gleichzeitig spazieren für ein paar Euros, das kann auch nicht erlaubt sein.
Wer haftet denn da, wenn was passiert?
 
Dabei
18 Okt 2014
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#11
Laut Tierschutzgesetz §11 8a) bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde wer, gewerbsmäßig* Wirbeltiere, außer landwirtschaftliche Nutztiere und Gehegewild, züchten oder halten will.

*Gewerbsmäßig handelt, wer sich durch wiederholte Tatbegehung eine fortlaufende Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang verschaffen will. Dabei genügt schon die erste Tatbegehung in dieser Absicht.

Darunter fallen also keine Freundschaftsdienste.
 
Dabei
18 Okt 2014
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#14
Eigentlich hatte ich wesentlichmehr geschrieben, jetzt ist alles weg *grml*
Also schreib ich's gleich nochmal. Ich bitte um ein wenig Geduld.
 
Dabei
18 Okt 2014
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#15
Will ja nicht unken ,aber brauchst du für solche Dienste nicht auch die Sachkunde §11 ? Bevor du Ärger bekommst ,erkundige dich besser bei deinem zuständigen Vet -Amt .Ich habe den Schein übrigens auch .
Laut Tierschutzgesetz §11 8a) bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde wer, gewerbsmäßig* Wirbeltiere, außer landwirtschaftliche Nutztiere und Gehegewild, züchten oder halten will. Für diese Erlaubnis ist noch wesentlich mehr notwendig als Der Sachkundenachweis. Dazu benötigt man auch eine Gewerbegenehmigung und eine Abnahme der Räumlickeiten etc. Was das alles kostet will ich garnicht wisssen. Denn auch der Sachkundenachweis ist wahrscheinlich ein anderer als du gemacht hast. Du hast wahrscheinlich den Kleinen, der etwa 25 € kostet und eigentlich nur Fragen bezüglich Verhaltens enthält, die jeder Hundehalter beantworten können sollte. Der große ist ohne Vorbereitungskurs eigentlich nicht zu bestehen, da er auch rechtliche und medizinische Fragen enthält.

*Gewerbsmäßig handelt, wer sich durch wiederholte Tatbegehung eine fortlaufende Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang verschaffen will. Dabei genügt schon die erste Tatbegehung in dieser Absicht.

Zum Glück fallen unter dieses Gesetz keine Freundschaftsdienste. Es ist nicht so,dass ich ständig Hunde bei mir habe, sondern nur wenn es eben gerade passt. Diese Woche gehe ich zum Beispiel nur mit zwei Hunden aus der Nachbarschaft spazieren. Außerde pflege ich zu den Besitzern ein freundschaftliches Verhältnis und erkundige mich auch nachdem die Hunde wieder daheim sind, wie es so geht. Daher würde meine Tätigkeit als Freundschftsdienst durchgehen, auch wenn ich gestehe, dass es grenzwertig ist. Eine Aufwandsentschädigung ist auch bei einem Freundschaftsdienst zulässig. Und ich nehme kein Geld dafür, sondern die Hundehalter geben mir welches. Ursprünglich bin ich auch so dazu gekommen. Ich hatte einfach Bock auf nen Hund, kann mir aber keinen eigenen leisten. Ich hatte zwar nie nen eigenen Hund, aber durch meine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten eigentlich täglich Kontakt zu Hunden. Also hab ich gefragt, wer vielleicht jemaden zum Gassi gehen sucht und wollte dafür gar kein Geld haben. Aber die meisten Besitzer sind sehr glücklich wenn sich jemand Kompetentes um ihren Liebling kümmert, wenn sie arbeiten sind oder sonst wie verhindert und geben dafür gerne Geld aus. Durch das Gassi-gehen lernt man dann eben immer mehr Hundebesitzer kennen ...
 
Dabei
18 Okt 2014
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#16
Ich stehe Hundesitting auch überhaupt nicht skeptisch gegenüber, ich sitte selbst einige, allerdings mit klarer Ansage der Besitzer, was ich tun darf /muß/soll. Daran halte ich mich dann natürlich, bzw. erhebe vorher schon Einspruch, wenn es mir nicht sinnvoll oder sogar falsch erscheint.
Das sieht bei mir nicht anders aus. Ich erfrage auch von den Besitzern vorher die Kommandos und wie diese ausgeführt werden sollen. Denn ich bin der Meinung das Konsequenz eines der wichtigsten Elemente für einen Hund ist. Wenn "Sitz" heißt sitzenbleiben bis ich auflöse, wäre es inkonsequent wenn der Hundesitter den Hund einfach aufstehen lässt und rucksuck testet ein Hund auch bei den Besitzern seine Grenzen neu aus. Außerdem lasse ich die Hunden eigentlich immer an der Schleppleine (mit Geschir). Mir ist es zu gefährlich, wenn sie auf nen unverträglichen Hund treffen oder womöglich nem Hasen Hinterherhetzen. Abgesehen davon ist in Hamburg ja sowie so fast überall Leinenpflicht. Und Spielen kann man mit ner Schleppi genauso gut. Ausnahmen mache ich nur, wenn sie gut rückrufbar sind und ich im Rudel unterwegs bin (mit anderen Hundehaltern). Zum einen ist mir das bei wilden Spielen etwas zu gefährlich das sich die Schleppi um die Beine der anderen wickelt und zum anderen bleibt das Rudel eh zusammen.

Hier gehen höchstens zehnjährige Kinder mit bis zu 5 (zwar kleinen, aber...) Gassi-Hunden gleichzeitig spazieren für ein paar Euros, das kann auch nicht erlaubt sein. Wer haftet denn da, wenn was passiert?
Das geht aus meiner Sicht garnicht! Die Hundehaftpficht haftet nur, wenn der Hund von Volljährigen geführt wird. Und die Haftpflicht der Kinder haftet wahhrscheinlich auch nicht, weil es grobfahrlässig ist fremde Hunde von 10-jährigen Kindern führen zu lassen. Außerdem können Kinder diesen Alters meines Erachtens noch garnicht vorausschend genug denken. Wenn ein Hund schon in einiger Entfernung fixiert versuche ich dem Hund auszuweichen, an prädestinierten Stellen halte ich Ausschau nach Hasen und lenke den Hund ab, sobald ich einen sehe. Bei Kindern gehört eine Begleitperson dazu, die diese Augaben übernimmt. Ich dene, wenn da wirklich was passiert sind die Eltern und/oder der Hundebesitzer dran, weil sie so etwas zulassen.
 
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