Gründe gegen private papierlose Rassehunde

Dabei
16 Okt 2012
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#1
Vielleicht lesen diesen Thread Menschen, die planen solch einen Hund zu kaufen und wir können sie zum umdenken bringen (=


Durch eine ausgeartete Diskussion in einem anderen Thema erstelle ich mal dieses Thema, in dem es NUR um Gründe gegen einen papierlosen Welpen aus einem Privathaushalt (Tierschutz ist ja vollkommen eine ganz andere Sache) gehen soll.

Erstmal einmal stört mich dieser Begriff "Ups-Wurf"
Wer kann wirklich sagen, dass dieser Wurf NICHT geplant / gewollt war??? Ist es nicht komisch, dass sooo viele Ups Würfe Eltern der gleichen Rasse haben?? Komischer Zufall... Nunja diese Fragen können nur die Besitzer beantworten...

Die nächste Frage ist an die Leute gerichtet die einen papierlosen Hund haben (und NEIN, dass ist keinesfalls abwertend o.ä. gemeint): Wieso nehmt ihr mögliche Erbkrankheiten und -nunja ich sag mal- eine ungewisse Zukunft in Kauf nur für weniger Geld?

MDR1, ED/HD, PRA, AU, CEA, HSF4 nimmt man all dies wirklich in Kauf?

So, es ist spät aber ich freue mich auf eine angemessene Diskussion, denn ich sehe nunmal keinen Sinn darin solch einen Hund zu kaufen...
 
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Dabei
12 Dez 2012
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#2
Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Wer garantiert mir denn, dass das wirklich private Würfe sind und ich da mit meinem "Privatkauf" nicht die Hundemafia unterstütze, die sich mal wieder geschickt tarnt? Woher soll ich wissen, ob mein Geld nicht im Endeffekt das Leid von als Gebärmaschinen missbrauchten Hündinnen unterstützt und in der Tasche von Kriminellen landet?
Wie oft liest man diese Geschichte: Wir dachten, wir kaufen bei einer lieben Familie mit Ups-Wurf und haben dabei einen kranken Vermehrerwelpen gekauft...
 
Dabei
16 Jul 2013
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#3
Also warum diese Hunde gekauft werden, könnte evtl daran liegen: man wünscht sich einen bestimmten Hund und hat nicht genug Geld und selbst wenn man spart könnte es noch Jahre dauern...
Ich denke das ist ein Grund, danach kommt Mitleid, Leichtgläubigkeit und Unwissenheit. Manche Vermehrer mit solchrn Ups-Würfen können Menschen wahnsinnig gut manipulieren und auch täuschen. Ich wusste mal von einen der machte alles wunderschön und perfekt wenn man sich zu einem Besuch anmeldete. Kam man aber einfach so dahin sah man die Wirklichkeit und die war alles andere wie schön und toll.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#4
Gibt viele Gründe dagegen- Krankheiten, Betrüger, langfristiger SChaden für die Rasse... klar haben auch diese Welpen ein gutes Zuhause verdient und klar gibt es auch darunter gute Hunde und sicher sind auch Papiere keine Garantie für vollkommene Gesundheit (wo gibt es sowas schon), aber viele Risiken sind von vorneherein ausgeschlossen und ein seriöser Züchter sieht immer auch das langfristige WOhl der Rasse. Zudem halte ich persönlich so rein gar nichts von Leuten, die meinen, ihr ach so toller Hund solle doch nur mal Welpen haben und Welpis seine ja sooo süß und überhaupt und würde schon allein deshalb nie so einen Hund holen
 
Dabei
31 Okt 2012
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#5
Und ich greife noch mal das Thema - Papierlose Hunde und Tierschutz auf!

Ich bin bin ja Mitglied in einem deutschen Tierheim und da (und auch in den befreundeten Vereine) sitzen nun mal zu 99% papierlose Hunde. Diese Tatsache kann man nicht so einfach vom Tisch wischen!

Dazu kommt dass Hunde mit Papiere ja in den meisten Fällen zum Züchter zurück kommen, wenn aus irgendeinem Grund der Hundehalter den Hund abgeben möchte / muss.

Des weiteren sind Hunde mit Papiere auch im Tierschutz die Hunde, die ganz schnell wieder vermittelt sind. Einfach weil man gewisse erbliche Erkrankungen bei einer guten Zucht einfach ausschließen kann.
Ich kann ein Lied davon singen - meine Tierschutz Hündin hatte ganz schlimme Epi! Vielen Hunde im Tierheim haben Allergien, schwere HD etc. Natürlich kann das auch einen Hund mit Papieren passieren, doch die Wahrscheinlichkeit ist einfach geringer.

Und natürlich kann man auch mit einem Hund ohne Papiere Glück haben - ABER wer einmal einen Hund mit Epi hatte, der möchte das Risiko so gering wie möglich halten - dass kann ich Euch wirklich versprechen.
 
B

Bautienchen

#6
ich denke das viele leute eben glück haben mit ihren papierlosen hunden, andere sehen das und denke sich ok dann werde ich das auch...kann sein muss aber nicht :) Viele leute die ihre hündin decken lassen, denken sich auch sicherlich nichts groß dabei. Für die meisten zählt eben, das beide hund an sich seperat gesehen gesund sind und einen aus ihrer sicht guten charakter haben. Den mdr defekt merkt man ja auch erst wenns ernst wird. also ich z.b. in der stadt wohne, mein hund keinen kontakt zu pferdeäpfeln hat und mein TA von sich aus immer mdr verträgliche medikamente benutzt...ich denke mir auch sehr oft bei bestimmten verpaarungen ohoh und trotzdem gehen sie gut. es ist eben auch immer eine sache des schicksals ob man selbst bei einer noch so miesen verpaarungen nen kranken hund am ende daraus hat.
 
Dabei
16 Okt 2012
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#7
Also wenn man Jahre braucht um ~1000€ zu sparen...Ich denke da spielt kein Mitleid mit, diese Menschen werden einfach von der Geiz ist **** Mentalität getrieben...Das ist ein großes Problem. Der Mensch ist Egoistisch. Möchte einen treuen Gefährten aber bitte billig und der Verkäufer sollte nicht zu viele Fragen stellen...Ich vergleiche das gerne mit einem Autokauf( und wurde deswegen oft ausgelacht) würde man ein Auto ohne Papiere kaufen?? Ohne etwas über den Zustand und die Herkunft zu wissen?Ich nicht. Und dabei ist es nur ein Auto. Ein Hubd ist mir 1000 mal wichtiger. Lieber gebe ich alle meine Autos ab als meine Hunde. Aber nein, ein Auto MUSS Papiere haben, ein Hund? Ach nein, ich will doch nicht züchten (höäö?)
 
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Dabei
31 Okt 2012
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#8
Also warum diese Hunde gekauft werden, könnte evtl daran liegen: man wünscht sich einen bestimmten Hund und hat nicht genug Geld und selbst wenn man spart könnte es noch Jahre dauern...
Im Tierschutz sitzen viele Hunde, auch Welpen, Junghunde etc. die auf ein Zuhause waren - für eine relativ geringe Schutzgebühr.
Natürlich bekommt man dann vielleicht nicht genau DIE Hunderasse die man möchte, doch ich denke ein "ICH WILL und der Rest ist mir egal" ist halt nicht wirklich moralisch wertvoll und man darf sich dann halt nicht wundern wenn man Gegenwind bekommt.

Da hab ich noch mehr Verständnis für die Leute, die einfach naiv sind. Ist trotzdem nicht toll und im Zeiten des Internets sollte man da auch weiter sein...!

UND wenn ich denke was mich Emma schon alles gekostet hat - da sind die 1000 Euro echt ein Witz dagegen... Und fragt nicht wenn mal der Hund ernsthaft krank wird... Dessen sollte man sich schon bewusst sein.
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#9
jsscah hat gesagt.:
Die nächste Frage ist an die Leute gerichtet die einen papierlosen Hund haben (und NEIN, dass ist keinesfalls abwertend o.ä. gemeint): Wieso nehmt ihr mögliche Erbkrankheiten und -nunja ich sag mal- eine ungewisse Zukunft in Kauf nur für weniger Geld?
Nun, dann wäre meine erste Gegenfrage: Wenn alle so denken würden wie du, sprich "so einen Hund" nicht kaufen würden - was wäre deine Lösung für alle "diese Hunde"? Abschieben, am Besten nach China?;)

Zum anderen habe ICH ein Problem mit dem Begriff "reinrassig". Damit wird immer so gern um sich geworfen. Doch ist "reinrassig" das, was das Wort an sich meint? Ich denke nicht, denn reinrassig ist schon seit Millionen Jahren nichts mehr, nämlich genau seit dem Zeitpunkt, als der Mensch (in meinen Augen die einzige völlig sinnlose und überflüssige Spezies der Weltgeschichte) in seiner grenzenlosen Arroganz begann, die Natur verpfuschen zu müssen anstatt die seit Millionen Jahren funktionierende natürliche Selektion anzunehmen. (Diese besagt übrigens: Die Natur mag nicht perfekt sein, aber wenn man sie ganz einfach machen lässt, dann beseitigt sie "Fehler" quasi von selbst.) Herausgekommen sind nicht nur ebenso sinnlose wie überflüssige "Rassen" sondern auch wesentliche und entscheidende "Fehler", die man nun mit "Rassezucht" versucht wieder zu beheben. Hätte der dusslige Mensch von Anfang seine Griffeln aus der Natur gelassen, dann müssten wir heute keine Diskussion "Züchter vs. Vermehrer" führen. (Stellt man im Übrigen die Lebensdauer von Erde und Mensch auf einem Ziffernblatt von eins bis zwölf dar, so nimmt die Existenz des Menschen noch nicht mal eine 1000stel Sekunde ein - für eine so kurze Zeit hat der Mensch der Natur also schon einen ganz beachtlichen Schaden zugefügt...) Insofern ist Vermehrerei zwar noch immer nicht zu befürworten, aber solche Menschen als grundlegend schlecht, dumm und unfähig zu bezeichnen halte ich für verkehrt. Im Grunde genommen betreiben solche Menschen - wenn auch unbewusst! - eigentlich eine "natürlichere Zucht" als so mancher Züchter, der sich nur anhand von Papieren orientiert: Sie nehmen nämlich Fehler in Kauf. Das liest sich hart und unverschämt und ja, ich setze mich gerade wieder gewaltig in die Nesseln, aber aber genau deswegen kommt für mich auch "so ein Hund" in Frage: WEIL er Fehler haben kann, die machen ihn nämlich einzigartig.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#10
Aber dieses geldargument ist so an den haaren herbei gezogen... Weil ein hund ohne papiere etwa weniger kostet? Ganz ehrlich, der kaufspreis ist doch wohl echt am geringsten! Dazu kommen noch etwaige krankheiten... Das zählt für mich nicht!

Einen papierlosen "ups"-hund würde ich ausschließlich kaufen wenn ich SICHER wüsste dass da nichts geplant war (zb. Familie oder nachbarn, freunde, ihr wisst hoffentlich auf was ich raus will :))... Ansonsten ist mir diese Begründung auch zu dubios... So viele upswürfe wie es landauf landab immer gibt!

tja und bekannte haben genau das erlebt was nike gerade erwähnt hat... Trotz aller ratschläge haben sie den hund von irgendwoher genommen, auch als privatleute getarnt und dann kamen doch ein paar sehr unschöne dinge heraus. Der Hund ist nicht nur körperlich in einer schlechten verfassung, sondern auch diese sozialisationsversäumnisse schlagen tagtäglich durch. Der hund ist zwar süß, aber mit dem preis wurde direkt der nächste solcher würfe finanziert...

also nein, für mich gibts da keinen einzigen Grund!
 
Dabei
16 Okt 2012
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#11
Tim, würde gerne zitieren, iPhone will aber nicht.Ich finde eine "natürliche Zucht" ist das kein Stück, denn diese wahllos verpaarten Tiere können ja Krankheiten haben und diese vererben die weiter. Unnötig anstatt natürlich...Und es gibt genügend Züchter die sich Monate vorher informieren, aber darum geht es hier nicht.Ich möchte bei ebay. Kleinanzeigen nicht 10000 Anzeigen mit süüüüüssen Welpen zu Dumpingpreisen sehen. Nein.
 
Dabei
16 Jul 2013
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#12
Wie gesagt ich denke schon das der Kaufpreis viel ausmacht. Und ich hab da auch kein Verständnis dafür, aber für mich das Grund #1 warum solche Hunde überhaupt gekauft werden. Und das mit den Krankheiten wird zu dem Zeitpunkt sicherlich ignoriert: wird bestimmt schon alles ok sein...und die Besitzer waren ja so offen und ehrlich...blablabla
Diese Leute haben dann aber auch keine Ahnung davon, wie schnell man bei einem Tierarzt eine 1000 Euro Rechnung erreicht. Spätestens da rächt sich dieses ganze System.
 
Dabei
16 Okt 2012
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#13
Achja, klar brauchen diese Hunde auch ein Heim vollkommen logisch aber wenn diese Welpen einem aus der Jand gerissen werden dann geht das immer weiter. Diese Vermehrer sollten auf en Welpen erstmal sitzen bleiben und es schwer haben alle Babies zu vermitteln, vielleicht haben sie dann keine Freude mehr an einem zweiten Wurf.Aber ob mein Gedanke die richtige Lösung ist... Ich weiß es nicht !
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#14
Ich weiß auch nicht, warum papierlose Vermehrerei natürlichere Selektion sein soll als verantwortungsbewusste Zucht. Wer das tut, macht doch genau das, was du verurteilst- wahllos die Natur verpfuschen. Übrigens hätten wir ohne Eingriff des Menschen wohl heute eher keine HAushunde, nur mal so am Rande... Und wenn jeder aufhören würde, Hunde von Vermehren zu kaufen, dann würden von ihnen auch keine mehr produziert werden
 

AnubisKIB

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19 Apr 2012
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#15
Unnötig anstatt natürlich...
Jessica, genau DAS meine ich aber. Der Mensch in seiner grenzenlosen Arroganz legt fest, was gut für Tier und Natur ist und macht dabei in seiner Dummheit einen Fehler nach dem anderen, den er dann wieder versucht mit Papier- bzw. "Rasse"zucht auszumerzen. DAS ist unnötig. Die natürliche Selektion hat doch bis dato IMMER das stärkere weil GESÜNDERE Leben hervorgebracht. Das heißt aber auf keinen Fall, dass ich ein grundlegendes Problem mit Züchtern habe! (Das muss ich explizit erwähnen, da schon ich schon oft genug falsch aufgefasst wurde.:))
 
Dabei
16 Jul 2013
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#16
2-seitiges Schwert. Die Welpen die doch nicht verkauft werden, werden dann eben ertränkt oder erschlagen oder oder oder. Dieser Gedanke sitzt selbst in jeden noch so vernünftigen Menschen ganz tief verankert. Darum rettet man doch lieber einen Welpen davor....das ist ein Teufelskreis. Mitleidskäufe fördern dieses Geschäft, dadurch wird immer wieder produziert.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#17
Es gibt keine natürliche Selektion mehr bei Haustieren - diese Aufgabe übernimmt für mich heute ein Züchter.
Natürlich findet in der Natur eine Anpassung statt, doch sobald eine Domestizierung stattfindet, ändert sich das ja und ist somit zum grossen Teil hinfällig. Insofern macht das eingreifen von Züchtern schon einen Sinn.

Und für mich bleibt trotzdem der Fakt bestehen - wer unbedingt einen Mischling möchte, der Tierschutz ist voll damit! Was muss man da immer neue "produzieren". Ich selbst hatte eine Mischlingshündin, viele meiner Freunde haben Mischlingshunde - aber alle aus dem Tierschutz oder eben aus 2. 3. 4. Hand. Davon gibt es eh schon viel zuviele die keiner will und ihr Leben hinter Gitter fristen.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#18
Jsscah, um mal auf die Frage zurück zu kommen, warum man das für weniger Geld in Kauf nimmt: Ich denke ja auch genau deshalb- weniger Geld und dazu dicker fetter Selbstbetrug. Frei nach dem Motto "Papiere sind unnötig" "Hunde vom Züchter mit Papieren sind auch krank" "Züchter sind nur auf Geld aus" "Das sind keine Vermehrer sondern Hobby-Züchter" und so weiter und so fort. Man kann sich ja alles schönreden
 
Dabei
16 Okt 2012
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#19
Vermehrerei ist keine natürliche Selektion.Tiere in der Natur paaren sich nicht mit jedem. Vermehrer ( und auch Züchter) bestimmen wer wen deckt und ob das in der Natur auch so wäre??? Nein , ganz sicher nicjt
 
Dabei
16 Jul 2013
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#20
Naja es geht hier ja nicht um Ups-Mischlinge sondern um 'reinrassige' Unfälle. Ich finde es auch faszinierend wie rein zufällig der Hund aus dem Nachbarsort als einziger Rüde angelaufen kam und dann noch die gleiche Rasse ist. Na wenn das nicht Schicksal ist :( *ironie off*
 

AnubisKIB

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19 Apr 2012
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#21
Es gibt keine natürliche Selektion mehr bei Haustieren - diese Aufgabe übernimmt für mich heute ein Züchter.
Natürlich findet in der Natur eine Anpassung statt, doch sobald eine Domestizierung stattfindet, ändert sich das ja und ist somit zum grossen Teil hinfällig. Insofern macht das eingreifen von Züchtern schon einen Sinn.
Ja - aber dann doch bitte nicht nach Gutdünken EINER einzigen Spezies auf diesem Planeten sondern zum Wohle des LEBEWESENS um das es da geht. DAS ist für mich Zucht mit Verantwortung...

Yukiko hat gesagt.:
Und für mich bleibt trotzdem der Fakt bestehen - wer unbedingt einen Mischling möchte, der Tierschutz ist voll damit! Was muss man da immer neue "produzieren". Ich selbst hatte eine Mischlingshündin, viele meiner Freunde haben Mischlingshunde - aber alle aus dem Tierschutz oder eben aus 2. 3. 4. Hand. Davon gibt es eh schon viel zuviele die keiner will und ihr Leben hinter Gitter fristen.
Keine Frage - ist unterschrieben.

jsscah hat gesagt.:
Tiere in der Natur paaren sich nicht mit jedem. Vermehrer ( und auch Züchter) bestimmen wer wen deckt und ob das in der Natur auch so wäre??? Nein , ganz sicher nicjt
Da liegt doch aber genau der Knackpunkt: Der MENSCH nimmt sich die Frechheit heraus, zu bestimmen, was gut und gesund und richtig ist - selbst, wenn es in der Natur NIE zueinander finden würde. Der Mensch stellt sich sogar als einzige intelligente Lebensform im ganzen Universum dar - das sagt doch schon alles...:)
 
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Bautienchen

#22
es geht ja darum einen papierlosen rassehund zu kaufen...man also einen rassehund prinzipell haben möchte, aber den preis für einen richtig nachweisbaren nicht einsieht zu zahlen. dabei muss das noch net mal geiz sein, es reicht ja schon einfach nicht zu verstehen wodrin der mehrwert an papieren liegt und schon will man es nicht mehr ausgeben. geld zu verschenken hat sicherlich niemand. die erkenntniss welchen sinn noch einmal papiere haben kommt dann erst wenn das kind in den brunnen gefallen ist. wobei ich wenn ich von papieren rede dann vdh papiere meine. asca bringen ja auch keinen käuferschutz mit sich.
 
Dabei
16 Okt 2012
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#23
Ich weiß nicht woher dieses "Gerücht" kommt ein verantwortungsvoller Züchter würde sich dumm und dämlich an den Welpen verdienen, so ein Vermehrer aber rein gar nicht... Das alleine zeigt, dass man nicht reif für einen Hund ist, da man sich einfach Null damit beschäftigt hat.Und wenn was übrig bleibt nach allen Kosten - verdient ein verantwortungsvoller Züchter aber kein Vermehrer.Wer glaubt eigentlich, dass genau ein Aussie einen anderen Aussie ausversehen gedeckt hat???
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#24
Ein interessantes Video...

[video=youtube;Hex00WjSobE]http://www.youtube.com/watch?v=Hex00WjSobE[/video]

All das nennt sich Rassezucht - nach Gutdünken des Menschen. Mit Fehlern, die der Mensch selbst zu verantworten hat. Mit Fehlern, die der Mensch auszubügeln versucht, ironischerweise durch Rassezucht mit Papieren. Und leider stehen (zu) viele Menschen dahinter. Dass es darum auch "die anderen" gibt, die lieber ihre zwei LaStraMis aufeinander lassen, ist für mich nicht verwunderlich, ebenso, dass es eben Welpen gibt, die verschenkt werden (kommerzielle Vermehrerei stelle ich hierbei einfach mal aussen vor!). Und gottseidank gibt es eben dann auch "die ganz anderen", die sich solcher Welpen annehmen und ihnen trotz möglicher "Fehler" ein Leben schenken...
 
Dabei
16 Okt 2012
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#25
Das hier soll jetzt nicht in die Richtung einer gegen alle gehen.Es soll Leute aufklären, dass Ups Würfe und allgemein undurchdachte Vermehrung nach hinten los gehen kann und das dann der kleine Hund und die neuen Besitzer ausbaden dürfen ( sofern man das so sagen darf)
 
Dabei
15 Mai 2012
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#26
es geht ja darum einen papierlosen rassehund zu kaufen...man also einen rassehund prinzipell haben möchte, aber den preis für einen richtig nachweisbaren nicht einsieht zu zahlen. dabei muss das noch net mal geiz sein, es reicht ja schon einfach nicht zu verstehen wodrin der mehrwert an papieren liegt und schon will man es nicht mehr ausgeben. geld zu verschenken hat sicherlich niemand. die erkenntniss welchen sinn noch einmal papiere haben kommt dann erst wenn das kind in den brunnen gefallen ist. wobei ich wenn ich von papieren rede dann vdh papiere meine. asca bringen ja auch keinen käuferschutz mit sich.
Ich glaube wirklich dass hier so ein bisserl der Grund auch zu suchen ist! Die meisten wollen unter Umständen auch gar nicht mehr als 400€ für einen Hund ausgeben. Wieso denn auch mehr zahlen. Von Gesundheit, Wesen etc. hat doch dann fast niemand eine Ahnung, noch nicht mal über die typischen Krankheiten einer Rasse, die sie gerne hätten... Also Unverständnis, gepaart mit einer gewissen Geizmoral, dazu noch keine Idee was hundemafia ist und schon ist der kleine Knirps über Ebay gekauft...

Ach und Tim, über was diskutierst du eigentlich? Verstehe ich richtig, dass du eigentlich sämtliche Zucht komplett nicht ausstehen kannst? Ist das dein Gedanke?
Wenn ja, nunja, wir sind ein Rassehundeforum :D und ich denke auch nicht, dass das Jessicas Intention war...
 
Dabei
3 Jan 2013
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#27
Hi,
sicher gibt es schwere Fehler in der Rassehundezucht. Leider sind viele Rassen heute kränker als früher.....kaputtgezüchtet, weil man z.B. äüßere Merkmale völlig übertypisiert hat und zu wenig auf Gesundheit geachtet.
Das ist ein großes selbstständiges Thema und auch ein berechtigtes Argument aber......

der Rassehund ist für mich auch ein Stück Kulturgut, dass es zu erhalten gilt.

Das geht nun mal nicht mit papierlosen Hunden !!

Viele andere Gründe gegen einen Rassehund ohne Papiere wurden hier bereits gennant.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#28
Tim, es geht hier nicht um Qualzuchten.....sondern um GRÜNDE GEGEN EINEN PAPIERLOSEN RASSEHUND!
Ich glaube, über die Qualzuchten müssen wir uns nicht unterhalten.......da sind wir uns alle einig.

In der Nachbarschaft hatten wir einen Dobermann von irgendeinem Welpenmarkt in Osteuropa. Denn man wollte einen kupierten Dobermann....die anderen sind ja hässlich.
Mal abgesehen davon, dass er mehr als schlecht kupiert war (möchte nicht wissen, wie das Tier gelitten hat), war er auch dauernd krank. Immerhin ist er doch ganze drei Jahre alt geworden.
Ein Rassehund vom Züchter (ich setze jetzt einfach mal voraus, dass wir von ordentlichen, seriösen Züchtern reden) kostet nun mal sein Geld. Und die kosten nicht deshalb ab 1000 Euro aufwärts, weil die Papier so "wertvoll" sind......darüber sollte man auch nachdenken, wenn man überlegt, einen papierlosen Rassehund zu kaufen.....für mich ein NO GO.....es sei denn, der Hund kommt aus dem Tierschutz.
 

AnubisKIB

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Dabei
19 Apr 2012
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#29
Rumo hat gesagt.:
Verstehe ich richtig, dass du eigentlich sämtliche Zucht komplett nicht ausstehen kannst? Ist das dein Gedanke?
Manu, das habe ich doch nirgendwo geschrieben...:) Doch wenn man ein Thema "Gründe GEGEN Papierlos-Hunde" anfängt, dann sollte man eben auch mal drüber nachdenken, wohin uns die "Rasse"zucht geführt hat. Darum auch das Video. Ihr gebt immer wieder als Gründe an, dass Welpen mit Papieren soviel gesünder sind als solche ohne. Aber wenn man mal drüber nachdenkt, WARUM es so wichtig ist, gesunde Hunde in die Welt zu setzen, so kommt doch fast automatisch auch drauf, dass der Mensch doch selbst schuld ist, wenn unsere Hunderassen immer kränker werden und sich nun über die Rassezucht als Retter der selben definiert. Das kritisiere ich an der Rassezucht: Hätte man nämlich von Anfang an richtig gezüchtet und nicht nach Gutdünken, gäbe es heute eine so zweitgeteilte Gesellschaft nicht, auf deren einer Seite die Züchter stehen, welche die Rasse schützen und "gesund züchten" wollen, als auch die Simpel, welchen das ganze zu aufwändig, zu hoch, ja und auch ein Stück weit zu elitär ist und die deswegen lieber zwei LaStraMis zulassen, weil sie einfach nur einen Hund haben wollen. Und sich folglich auch lieber für einen solchen Welpen entscheiden.

Gundi hat gesagt.:
Tim, es geht hier nicht um Qualzuchten.....sondern um GRÜNDE GEGEN EINEN PAPIERLOSEN RASSEHUND!
Gundi, das habe ich schon verstanden. Dennoch habe ich dieses Video bewusst gepostet, damit man mal drüber nachdenkt, warum und ob überhaupt Rassezucht so wichtig ist oder nicht vielmehr, dass man wieder zu eigentlichen Natur der Hunde zurückfindet. Es werden anhand Beispielen ja auch jede Menge Krankheiten genannt, die durch Rassezucht erst aufgetreten sind und nun durch Rassezucht wieder versucht werden zu beseitigen. Du schreibst es ja selbst: Ein gesunder Rassehund kostet nicht 1000€, weil die Papiere so wertvoll sind. Es sind natürlich die Untersuchungen der Eltern. Doch all diese Untersuchungen sind aber doch nur nötig, WEIL der Mensch Krankheiten in "seine" Rassehunde hineingezüchtet hat.
Weißt du, für viele Papierlos-Halter ist wohl auch der finanzielle Aspekt entscheidend, klar, doch grundlegend ist wohl den meisten einfach das ganze "Brimborium" zu viel, was um die Rassezucht gemacht wird - sie wollen einfach nur einen Hund, nicht mehr und nicht weniger. Möglichst noch von einer bestimmten Rasse, aber doch bitte so schlicht und einfach wie möglich...:)
 
Dabei
15 Mai 2012
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#30
Das was du anprangerst machen manche Menschen mit ihren achso-tollen-Hündinnen genauso, nur ohne jegliche Wissen von der Materie... Unsere Hunde können sich nicht einfach vermehren, das geschieht wenn dann bei richtigen Straßenhunden wo auch natürliche Selektion noch stattfinden kann.

Deine Argumentation fußt also auf Vorwürfen die man beiderseitig anbringen kann, die hier aber in dieser Diskussion genau das unterstützen was hier alle schreiben. Insofern ist es absurd Rassehundezucht als egoismus abzustufen, aber gleichzeitig wilde Verpaarung als logische Entwicklung zu unterstützen und diese dann auch noch als Aushängeschild für seine Bemühungen gegen das Züchter-establishment zu nutzen.
 

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