Hüten im Raum Göttingen?

Dabei
20 Feb 2013
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#1
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe nichts in der Suchfunktion gefunden. :confused:
Kennt jemand eine Möglichkeit in der Nähe von Göttingen zu hüten?

Schon mal danke im Vorraus :D
 
Dabei
20 Aug 2014
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#2
Hallo Fae,

das ist ja sehr traurig mit den Antworten.

Die selbe Frage wollte ich auch stellen.

Läge denn Ebergötzen in einem Dir genehmen Umkreis? Und, besteht die Frage für Dich überhaupt noch? Ist ja nun schon ein "paar" Tage her.
 
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Dabei
20 Aug 2014
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#6
Naja, Das sind gut eine Std. Fahrt je Strecke. Das mind. vier Mal im Monat und dann dazu die Hütekosten, vermutlich so bei 50-70 €/Monat.

Das sprengt dann doch den Kostenrahmen sehr.

Ich habe am Sonntag erfahren dass eine Bekannte in einem Nachbardorf auch Schafe hat, an denen Sie "just for fun" hütet. Da werde ich nach dem Urlaub mal nachfragen.

Aber vielen Dank.
 
Dabei
26 Jan 2012
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#7
Man kann halt einfach extrem viel falsch machen. Ich würde nie im Leben ohne erfahrenen Trainer, mit einem Hund den ich am Vieh nicht einschätzen kann einfach so mit "irgendwem" "irgendwo" an "irgendwelche" Schafe gehen. Das kann gewaltig nach hinten losgehen!!!

Mach wenigstens die Anfänge vernünftig!!!
Hüten ist so oder so ein sehr zeitaufwendiges Hobby!!!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#8
Nur eine Stunde Fahrzeit??? Ein Traum!!!!! Da wäre ich sofort dabei, noch dazu bei Natascha!

Und hüten "just for fun"... na, dann wollen wir mal hoffen, das die Schafe da auch noch "fun" haben...
 
Dabei
26 Sep 2013
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#9
Da es in Deutschland nicht viele Aussie-Erfahrene Trainer gibt, ist man wohl oder übel gezwungen weite Wege auf sich zu nehmen. Da sind 100km überhaupt keine Distanz. Ich denke sogar, dass es sicher sehr viele Leute gibt, die froh wären "nur" 100km zu z.B. einer Sandra Zilch usw. zu fahren ;-). Auch ich fahre meist 1-2 mal wöchentlich über 1 Std. ins Training. Auch verlangen die meisten sicher zwischen 20-30 Euro pro Training und dies ist auch absolut gerechtfertigt, da es sich beim Hüten, anders als beim Hundesport, um lebendige Tiere handelt, die oft für Anfängerhunde herhalten müssen, die fressen wollen, versorgt werden müssen und die vor allem auch verletzt werden können!

Ich bin früher allerdings auch fürs Obedience-Training über 100km (eine Strecke) gefahren. Hätte ich viel näher haben können, aber lieber nehme ich weitere Strecken in Kauf und habe dann ein gutes Training, als dass ich ums Eck fahre und bei einem Trainer lande, der nicht wirklich Ahnung hat von dem was er da tut.

Und gerade beim Hüten, bei dem es in erster Linie um Tiere, in dem Fall Schafe geht und nicht um den „Fun“ für meinen Hund, ist ein fundiertes Training und Wissen/Interesse über die Tierart "Schaf" unabdingbar (meine Meinung). Hüten ist viel mehr als seinen Hund an die Schafe zu lassen und es ist definitiv teuer und sehr zeitaufwendig und oftmals mit dem Ziel verbunden, später eigene Schafe zu halten.
 
Dabei
20 Aug 2014
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#10
Bitte das mit dem "just for fun" nicht in den falschen Hals bekommen. Ich wollte damit sagen dass keine Ambitionen bei meiner Bekannten bestehen auf Trials zu gehen.

Ich will mal schauern wie ich das angehe. Jedenfalls erst einmal vielen Dank für Eure interessanten Antworten.

Ich habe mit jeweils beiden Hunden zwei unterschiedliche Schnupperseminare besucht. Beide mit komplett unterschiedlichen Ansätzen. Zu beiden Ansätzen habe ich hier im Forum schon einiges gelesen.

Beim ersten Seminar wurden die Aussiemaus erst einmal außen um ein Rondell herumgeschickt um sie aus Entfernung, aus dem Rondell heraus zu derigieren. Das war mit Luna, die inzwischen 6 Jahre Obedience Erfahrung hatte, kein Problem. Dann im Rondell an den Schafen durfte sie die Schafe mit meinen Kommandos von hinten zu mir treiben. Wie gesagt, hier war sicherlich der Gehorsam sehr von Nutzen. Besondere Leidenschaft war allerdings dabei nicht wirklich zu erkennen.

Der BC war da erst einige Monate alt und wurde nur an der Leine außen um das Rondell geführt um in erster Linie zu sehen ob er Interesse an den Schafen zeigt.

Bei dem zweiten Seminar wurden beide Hunde, natürlich einzeln, direkt an eine kleine Gruppe Ziegen gelassen.

Der BC war ca. 2,5 Jahre. Er hat ziemliche Angst vor den Ziegen gezeigt und sich soweit er konnte zurückgezogen. Die Aussiemaus dagegen war jetzt voll in Ihrem Element und hat auch einer sehr angriffslustigen Ziege die Stirn geboten bis diese sich zurückgezogen hat. So ein Sieg macht einen Aussie glücklich.

Direkt danach sind wir mit beiden Hunden auf eine Weide mit einer Herde Schafe gefahren. Der BC hat wieder extremes Meideverhalten gezeigt und sich nicht näher als 20-15m an die Schafe heran getraut. Natürlich haben wir diese Begegnung dann erst einmal beendet. Die Aussiemaus hingegen zeigte schon wie bei den Ziegen keine Scheu und war eher gelangweilt von den Schafen.

Nun freue ich mich auf reichlich Dikussion.
 
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Dabei
7 Sep 2012
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#11
Hallo Andreas,

es gibt viele Wege nach Rom... daher gibt es auch verschiedene Ansätze einen Hund ans Hüten zu bringen. Je nach Erfahrung/Vorzüge des jeweiligen Ausbilders, Art der Schafe (flüchtig/ruhig), Hund, örtl. Gegebenheiten/Gelände usw., werden unterschiedliche Methoden gewählt. Da können, wie von Dir beschrieben, Schafe im Netz stehen, oder in einem kleinen Areal, mit oder ohne Schleppleine usw.usw.
Egal welche Methode, das Ziel ist zunächst einmal dasselbe. Hund soll die Schafe umkreisen u. zusammenhalten, dabei die Richtung wechseln können, stoppen u. schon mal in Ansätzen ein Nachtreiben zeigen.
Wanderschäfer gehen noch anders vor u. lassen ihre Nachwuchshunde i.d.R. zunächst m. den Althunden mitlaufen u. von diesen lernen. Allerdings sind die Aufgaben eines Hütehundes in diesem Bereich abweichend von denen eines Koppelgebrauchshundes.

Schafe im Netz u. den Hund außen herum, weckt nicht bei jedem Hund den Hüteinstinkt, weil die erfahrenen Schafe oft ruhig im Netz stehen u. sich nicht bzw. kaum bewegen. Mitunter wird der Hüteinstinkt des Hundes erst dann geweckt, wenn der Bewegungreiz da ist. Eine "Leidenschaft" beim Hund sieht man mitunter auch nicht bei den ersten Versuchen, es gibt durchaus Hunde, die so von den fremden Tieren, Gerüchen, Geräuschen, Umgebung, dabei oft auch nervösen Herrchen, so beeindruckt sind, das sie verunsichert erst mal gar nichts machen.
Kommandogehorsam ist von Vorteil! Der Hund sollte sich auch unter großem Ablenkungsreiz gut abrufen lassen, bevor es an die Schafe geht, falls nicht, ist er unbedingt mit einer Schlepp zu sichern.

Ziegen wirken auf Hunde i.d.R. deutlich beeindruckender als Schafe, besonders wenn sie Hörner tragen u. sind meist auch schwieriger von Hunden zu arbeiten, da neben wehrhaft auch sehr schlau. Ich selber habe noch nie Ziegen gearbeitet, weiß aber von einer ziegenhaltenden u. hütenden Bekannten, das sie sehr trickig für den Hund sein können.

Das Deine Hündin vor den Ziegen nicht zurückgeschreckt ist, sondern sich durchgesetzt hat, zeugt von viel Mut u. Selbstbewußtsein, die Frage ist, hat sie ihnen nur die Stirn geboten oder sie auch gearbeitet?

Es ist nicht unbedingt von Vorteil, wenn der Hund bereits vor dem Hüten lange Jahre Obedience gemacht haben. Beim Obi sollen die Hund durchweg sehr stark auf ihren HF achten u. den Blick auf ihm lassen. Dies ist genau das Gegenteil von dem, was der Hund beim Hüten machen soll, wo er den Blick auf das Vieh halten soll u. nur akustisch den Kommandos des Handlers folgen soll.
 
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Dabei
20 Aug 2014
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#12
Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Es ist sehr interessant das alles zu lesen und aufzunehmen.

Ich wollte mit dem Hinweis auf Obedience nur sagen/klarstellen, dass mein Hund sehr gut unter Kontrolle ist und nicht unlenkbar die Schafherde aufmischt. Eben, um die Schafe nicht unnötig zu stressen und den Hund nicht unnötigen Gefahren auszusetzen.

Ob sie die Ziege/n gehütet oder eben nur sich durchgesetzt hat kann ich auch nicht mehr sagen. Interessant fand ich halt, dass sie sich bei den Ziegen und eben besonders bei einer sehr unnachgiebigen, Respekt verschafft hat.

Wenn wir unterwegs sind und Ziegen, Rindern oder Pferden begegnen verändert sich irgend etwas in meinem Hund. Agility und Obedience hatte sie halt so für uns gemacht. Den wirklichen "will to please" hat sie selten gezeigt. Aber bei den genannten Tieren blüht sich richtig auf und würde gerne, wenn sie könnte. Aber im Normalfall darf sie halt nicht. Es macht Spaß zu sehen wie sie sich von einem Augenblick zum anderen verändert und ich möchte gerne herausfinden ob es das ist was sie braucht. Ich persönlich würde mich gerne auf einen neue Erfahrung einlassen und möchte sie auch die kommenden Jahre nicht nur in der Ecke 'rumliegen lassen, da wir sie dieses Jahr aus dem aktiven Turnier-Hundesport genommen haben.

Ach ja, weiter oben sprach ich von Kosten. Auch hier muss ich mich erklären. Es ist mir schon klar dass eine solche Ausbildung an wiederum kostenverursachenden lebenden Wesen stattfindet. Ich habe auch nicht gesagt dass die Kosten in irgeneiner Art und Weise nicht gerechtfertigt seien. Nur kann ich für mich diese Kosten eben nicht mal so eben aufbringen. Mehr sollten meine Worte nicht ausdrücken.
 

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