Hundeschulen- Albtraum - geht es auch ohne?

Dabei
20 Jun 2015
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#1
Huhu,

ich bin mal wieder in einer Zwickmühle. Ach mensch, es ist aber auch wirklich wie verhext..........und doof, alles allein entscheiden zu müssen.

Als ich mich für einen neuen Welpen entschieden habe, war mir sofort klar, dass ich in die Hundeschule möchte. Das volle Programm: Welpenkurs, Junghundkurs, vielleicht Trick-Kurse, danach/später Agilty oder Flyball. Und ich wollte einfach alles richtig machen. Das war der Plan.

Nun bin ich völlig planlos.

Als Emily 10 Wochen alt war habe ich (noch im Plan) mit der 1. Welpenschule begonnen. Dort war ich aber sehr frustriert, da fast 90% der Stunde nur gespielt wurde und ansonsten auch nicht wirklich an den Dingen gearbeitet wurde, die für mich wichtig sind. Es wurde immer wieder Sitz und Platz geübt (was mancher Welpe nach der 4. Stunde immer noch nicht konnte) und ansonsten nix. :(

Ich dachte, ich hätte eine neue tolle Hundeschule gefunden und noch mal im letzten Moment die Reißleine gezogen. Die Trainerin schien zunächst sehr nett und es hörte sich gut an, was dort angeboten wurde. Also die 1. Hundeschule aufgegeben und bei der neuen angefangen.

Aber schon die 1. Stunde war ein Disaster für uns. Emily war die schwächste in der Gruppe (es waren 3 Hunde, Emily und ihr Bruder und noch ein Malinois) und dennoch hat die Trainerin sich nur mit dem Stärksten, dem Malinois beschäftigt. Für mich war die Stunde ein völliges Disaster. Ich hatte die Trainerin am nächsten Tag noch einmal gefragt, was ich denn tun könnte, um das ganze zu verbessern. Doch ihre Antworten waren so was von daneben. Naja.....letztendlich meinte sie halt, ich hätte nicht richtig mitgearbeitet und dass das so nicht funktionieren würde...........etc.

Jetzt stehe ich vor dem Scherbenhaufen meiner Pläne. Einerseits wird Emily von Tag zu Tag eh schon besser, allein durch meine Bemühungen und Übungen, die ich mit ihr alleine mache. Aber natürlich hat sie auch noch große Probleme mit ihren 14 Wochen. Sie achtet nicht wirklich auf mich, ist stur. Sie kommt zwar ab und an, wenn ich rufe, aber sehr zögerlich. Manchmal gar nicht. Daran müssen wir unbedingt arbeiten, es ist aber schwer, weil sie nicht sehr zu begeistern ist. Weder mit den tollsten Leckerlies, noch mit sonst was. Das 2. Problem ist immer noch ihre Zwickerei. Die 1. Trainerin meinte dazu, das ist halt ein Aussie, die machen das. Die 2. Trainerin meinte, das wäre nur Spiel, das wäre nicht schlimm. Für mich ist es aber schlimm und ich empfinde es als Pöbelei. Nun gut..........und die Leinenführigkeit muss noch geübt werden.
Sitz, Platz, Bleib kann sie schon ganz gut für ihr Alter.

Aber was mache ich nun? Gehe ich trotzdem weiter zu der 2. Trainerin? Ich will ja, dass Emily irgendwann gut hört. Aber wenn ich mit der Trainerin jetzt solche persönlichen Probleme habe, bringt es dann überhaupt was? Nehme ich diese Probleme nicht zwangsläufig mit ihn die Stunde, ärgere mich jedes mal wieder, wenn sie nur den Malinois beachtet und übertrage dann meine Wut unabsichtlich auf Emily?

Es gibt kaum noch gute Hundeschulen, die noch hier in der Gegend angeboten werden. Ich hab zwar noch eine offene Hundeschule gefunden, wo man einfach pro Stunde zahlt und keine Verpflichtung eingeht und die kann man natürlich ausprobieren, ohne gleich 10 Stunden bezahlen zu müssen.

Ich ärger mich aber so, dass meine Maus nun schon so alt ist und ich das mit der Hundschule so versemmelt habe.

Seid ihr alle in der Hundeschule gewesen? Glaubt ihr, es geht auch ohne? Damals mit Kimba hatte ich Glück, dass sie 1. Spaß am Lernen hatte und ich 2. eine super Hundetrainerin gefunden hatte. Leider gibt es die heute nicht mehr.

Ich möchte so gerne alles richtig machen und habe das Gefühl, total versagt zu haben. :(

Zu Emily selber muss ich sagen, sie bessert sich von Tag zu Tag. Sie ist sogar richtig schmusig geworden. Dennoch bleibt sie eher Aussie-untypisch. Sie ist eher ruhig und langsam, lernt nicht so gerne und ist ein bisschen stur. Man kann sie ganz schlecht motivieren oder hoch pushen. Außer, wenn sie ihre dollen 5 Minuten hat, wo sie dann zwickt und beißt. Aber das ist ja nicht das Gelbe von Ei. ;)
Aber sie ist ganz toll sozialisiert. Sie ist freundlich und offen zu allen Menschen und Tieren und hat keine Angst. Manchmal ist sie vorsichtig, aber das ist ja auch gut so.

Was meint ihr denn? Wie wichtig ist eine Hundeschule?

Danke für eure Antworten und sorry, wenn ich immer so nerve. Aber ich bin halt auf weiter Flur ganz alleine hier und da ist man schneller verunsichert, etwas falsch zu machen. :eek:
 
Dabei
22 Sep 2014
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#2
Ich will ja, dass Emily irgendwann gut hört. Aber wenn ich mit der Trainerin jetzt solche persönlichen Probleme habe, bringt es dann überhaupt was?
Dass dein Hund "gut hört", das liegt ja in erster Linie daran, wie konsequent du bist und wie viel ihr trainiert; nicht am Trainer. Ein guter Trainer kann dir ein paar Optionen zeigen und auch verbessern: mehr als den Weg vorbereiten, macht er ja auch nicht. Den Weg muss man schon alleine gehen ;)

Also, mit meinem ersten Hund war ich in keiner Hundeschule und auch in keinem Verein. Literatur und Freude an der Arbeit mit meinem Hund hat vollkommen ausgereicht. Mit Otis war ich anfangs in der Welpen- und Junghundestunde, nachdem ich mit der ersten HuSchu super unzufrieden und entsetzt über die Arbeit mit den Hunden war, haben wir kurz in einen Verein gewechselt. Das Vereinzeugs passt aber nicht zu mir.

Sprich: ich bin der Meinung, wenn man genug Wissen und Erfahrung hat, klappt es auch ohne. Ist man unsicher, es ist der erste Hund und man steht (übertrieben) wie "der Ochs vorm Berg" kann man sich auch einen guten Trainer nachhause bestellen. Oft ist das auch sinnvoller, Geld in ein paar gute Trainingsstunden zuhause zu investieren.

Aber jeder wie er mag. Wir machen momentan Pause, haben aber auch keine Baustellen (außer dem üblichen Pubertätsquatsch), tricksen viel und sind beide sehr aktiv. Vielleicht schau ich mich auch mal nach was Neuem um, momentan aber nicht.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#3
Ich hab den Mittelteil nur überfolgen, weil Tatsache ist Du fühlst Dich nicht wohl und dann ist es definitiv die falsche Hundeschule :)

Ich kann nicht beurteilen ob ihr auch ohne Hundschule gut zurecht kommt, wieviel GUTE Sozialkontakte sie sonst noch hat etc. Was ich Dir allerdings wirklich ans Herz legen würde, Dich weiterhin auf die Suche nach einer guten Trainerin zu begeben wo Du Dich richtig wohl fühlst. Eventuell auch jemand der weiter weg ist, wo man zumindest jemand für Einzelstunden hat.

Den es kann immer zu Situationen kommen wo man professionellen Rat braucht. Sei es weil der eigene Hund schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht hat, sei es weil plötzlich mit der Pubertät neuen Themen aufkommen...
Und im Idealfall hat man dann jemand, denn man vertraut und wo man sich wirklich guten Rat holen kann. Wenn Dinge schief laufen und man fängt DANN erstmal das Suchen an, dann verstreicht wichtige Zeit wo sich ein Verhalten auch festigen kann.

Meine Empfehlung ist: such Dir eine kompetente TrainerIn - das mag seine Zeit dauern, doch es ist immer gut und clever jemand als Back-up zu haben :) Man sieht ja dass gerade hier die langjährigen Hundehalter sehr gute Trainer im Hintergrund haben, die sie bei Problemen und Fragen konsultieren. Manchmal ist man auch einfach Betriebsblind. Eine gute Trainerin - und sei es nur stundenweiße - ist einfach Gold wert!
 
Dabei
7 Okt 2014
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#4
Also dass es Welpen gab , die nach der vierten Stunde noch kein Sitz und Platz konnten , lag kaum an der Hundeschule.
Wenn die Halter Zuhause nichts tun, nutzt auch eine Stunde in der Woche nichts.

Da du ja doch noch einige Probleme hast , würde ich dir schon empfehlen, eine zu besuchen.
Natürlich musst du dich gut aufgehoben finden, aber auch nicht direkt die Flinte ins Korn werfen .
Aussagen wie " das sind halt Aussies" waren für mich ein Ausschlusskriterium, nicht aber unbedingt die einmalige Beschäftigung mit einem anderen Welpen.
Vielleicht handhaben die das ja so, dass jeder Welpe erst mal eine besonders intensive Stunde bekommt (Gruppengröße ist ja recht klein)...?
Geh doch einfach noch einmal hin, ganz ohne Erwartungshaltung.
Was bisher nicht so toll läuft, wird auch nach einer Stunde nicht verschwunden sein und 14 Wochen ist noch nicht alt.
Viele bekommen ihren Welpen doch erst mit zwölf Wochen und lassen ihn dann erstmal Zuhause ankommen, bevor es in die Hundeschule geht.
Wenn die nächste Stunde auch nicht gut wird, kannst du ja die dritte Hundeschule in Angriff nehmen.
Oder halt Stunden Zuhause nehmen .
 
Dabei
20 Jun 2015
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#5
Sozialkontakte hat sie eigentlich immer. Sei es menschliche (sie geht mit ins Büro, also meine Kollegen oder auch die Nachbar's-Kinder, die mit ihr schmusen und spielen) oder hündische ( wir treffen ab und an Paula hier aus dem Forum, dann 1x die Woche Emilys Wurfbruder Jack, der auch in Dortmund wohnt und auch so spielt sie oft im Feld mit Hunden jeglichen Alters und Größen - ok, nicht mit Doggen, etc, die sind MIR zu groß ;) ).

Eine gute Hundetrainerin finden wäre natürlich toll. Aber wie und wo? Mir scheint das die Stecknadel im Heuhaufen zu sein.

Vielleicht fällt es mir mit den Hundeschulen auch gerade so schwer, weil ich schon einiges selber gelernt habe, in den fast 14 Jahren mit Kimba und ich einfach "mehr" will.

Vielleicht sollte ich einfach die 3. Trainerin ausprobieren (dort, wo man keinen Vertrag eingeht). Schaden kann es ja nichts. Wenn es nichts ist, sind wir nur das Geld für die eine Stunde los.

Dennoch fühle ich mich total, als hätte ich versagt. Alles, was beim ersten Hund prima gelaufen ist, geht hier schief. Und das ist ja nicht Emilys Schuld. Ich möchte ihr einfach das Beste bieten und das klappt irgendwie nicht.

Es wäre so schön gewesen, eine Hundeschule zu finden, wo man "mitwächst". Wo man einen Kurs nach dem anderen nehmen kann, eine gute Trainerin oder Trainer findet und vielleicht auch Hunde-Bekannte, mit denen man sich austauschen kann.


Danke euch für eure Meinung. Das hilft mir sehr.
 
Dabei
17 Nov 2014
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#6
mit fynn war ich in einer welpen und junghundeschule die ich mir eig auch hätte sparen können...bei den erziehungskursen (andere hundeschule) wurde da schon wesentlich besser und genauer gearbeitet, da sah ich dann auch die ersten fortschritte. Aber erst seit ich im verein bin, fühl ich mich gut aufgehoben und lerne extrem schnell...fortschritte sind enorm zu spühren.

ich bin mir auch am überlegen ob ich mit einem evt späteren hund, überhaupt welpenschule ect machen soll...gebracht hats mir def. nicht viel. Wegen der sozialisierung allein dahin gehen, ne danke. Hatte lange daran gearbeitet das fynn nicht immer das gefühl hatte, Hundeschule=Spiel,Spass und herumtoben mit anderen und Frauchen war egal.
 
Dabei
7 Jun 2015
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#7
Gib auch mal meinen Senf dazu.

Ob du eine HuSchu oder Trainer benötigst kann dir hier sicherlich keiner sagen. Die Frage muss man sich schon selbst beantworten. Sofern du der Meinung bist, du weiß ganz genau darüber Bescheid wie man den Hund richtig erzieht, Kommandos beibringt, konditioniert brauchst du sicherlich keine HuSchu sondern einfach nur Zeit und Geduld damit es bei deiner Maus funktioniert.

Da Koda unser erste Welpe ist und uns die Erfahrung fehlt, haben wir nach einer guten HuSchu (Welpellurs) Ausschau gehalten und Gott sei Dank auch gefunden. Ich finde,man kann zwar viel über die Theorie lesen, aber wenn jemand kompetentes dir das am eigenen Hund zeigen kann ist das doch viel einfacher.

Wir waren zufrieden mit der Art und Weise wie man mit den Hunden umgegangen ist und das was Hund und MEnsch dort lernen konnte.

Vielleicht verrätst du mal welche HuSchu du besucht hast, wir kommen ja auch aus Dortmund und können den einen oder anderen Tipp geben.

Ansonsten hat Yukiko schon REcht einen kompetenten Trainer benötigt man, egal ob Stundenweise zuhause oder halt in der Gruppe.

Man darf halt keine Wunder erwarten, man erlernt die Dinge nicht in der HuSchu sondern zuhause beim täglichen Training. Man bekommt dort halt nur aufgezeigt wie der Weg ist.
 
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Dabei
20 Feb 2011
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#8
Warum gehst du nicht in ein Hundeverein?? In Dortmund kenne ich einige Vereine die wirklich toll sind. Ich weiß ja nicht wo genau du warst, kannst mich gern anschreiben per PN.
Ich hätte wirklich eine tolle Trainerin in Haltern die sich auch mit Aussies auskennt, aber ich fürchte es wird dir einfach zu weit sein. :/

Ich war damals mit einige Welpengruppen unzufrieden und hab zwischen durch auch gewechselt und dann in einem Hundeverein hat es letztendlich gepasst. Bin jetzt auch Mitglied dort und wir trainieren Agi und Obe
 
Dabei
7 Okt 2014
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#9
Du hast nicht versagt!
Schau...deine Kleine ist noch ein Baby, du hast noch so viel Zeit mit ihr und noch könnt ihr alles aufholen.
Vermutlich hattest du mit Kimba einfach unglaubliches Glück, jetzt stehst du vor dem ganz alltäglichen Herausforderungen mit einem Welpen und vielleicht ist Emily ja auch wirklich ein kleiner Terrorkrümel ;)
Aber das darfst du nicht als versagen deinerseits sehen sondern als Herausforderung für euch beide.
Du wirst an ihr wachsen und beim dritten Hund in zwanzig Jahren bist du dann wieder überrascht, wie einfach alles ist ^^
 
Dabei
20 Jun 2015
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#10
Danke euch.

Über Infos und Tipps von Dortmunder Hundeschulen wäre ich super dankbar, wäre mir aber lieber per PN.

Ich möchte hier keine Namen nennen, weil ich schon öfter Ärger bekommen habe, wenn ich Namen genannt habe. Manche sind sehr empfindlich dahingehend.

Ich würde auch etwas weiter fahren, wenn es sich wirklich lohnt.
 
Dabei
20 Jun 2015
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#11
Du hast nicht versagt!
Schau...deine Kleine ist noch ein Baby, du hast noch so viel Zeit mit ihr und noch könnt ihr alles aufholen.
Vermutlich hattest du mit Kimba einfach unglaubliches Glück, jetzt stehst du vor dem ganz alltäglichen Herausforderungen mit einem Welpen und vielleicht ist Emily ja auch wirklich ein kleiner Terrorkrümel ;)
Aber das darfst du nicht als versagen deinerseits sehen sondern als Herausforderung für euch beide.
Du wirst an ihr wachsen und beim dritten Hund in zwanzig Jahren bist du dann wieder überrascht, wie einfach alles ist ^^
Danke das ist lieb von dir. Das tut gut, auch mal aufbauende Worte zu hören.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#12
Hallo, wir haben auch schlechte Erfahrungen mit einer Trainerin eines Vereines gemacht und sind deshalb in einen anderen gewechselt. Hier sind wir sehr gut aufgehoben.

Bei dir habe ich beim lesen aber den Eindruck du hättest zu große Erwartungen. An die Hundeschule, dich und deinen Hund. Mit 14 Wochen kommt sie doch erst an.

Ich weis das hier viele gegen das Spielen im Verein sind. Aber was kann denn mit 10 Wochen alte Welpen sonst gemacht werden? Bindungsaufbau mit spielen und Frauchen/Herrchen. Grundkommandos höchstens 3 mal hintereinander, (schätze ca 1-2 Minuten)
Sozialisierung läuft bei Hunden nun mal hauptsächlich im Spiel ab und würden mehr Hunde vernünftig sozialisiert werden, gäbe es weniger Probleme mit anderen Hundehaltern. Sozialisierung heißt ja "verträglich" mit verschiedene, auch mir unbekannte Hunden.

Agility, Flyball, Tricks kommt alles erst viel später, sogar Begleithundausbildung.

Sehr wichtig ist es das der Welpe lernt auf einem Platz, Ort zu arbeiten an dem andere Eindrücke vorhanden sind. Dieses lernen dauert, ich spreche aus Erfahrung.

Mein Tip: versuchs noch ein paar mal, schau dir parallel anderer Hundeschulen, Vereine an. Frag nach warum wieso weshalb aber akzeptiere auch das deinem Hund zeitgelassen wird sich an die Situation zu gewöhnen. Such dir aber auf jeden Fall eine Hilfe vor Ort.
 
Dabei
7 Jun 2015
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#13
Warum gehst du nicht in ein Hundeverein?? In Dortmund kenne ich einige Vereine die wirklich toll sind. Ich weiß ja nicht wo genau du warst, kannst mich gern anschreiben per PN.
Ich hätte wirklich eine tolle Trainerin in Haltern die sich auch mit Aussies auskennt, aber ich fürchte es wird dir einfach zu weit sein. :/

Ich war damals mit einige Welpengruppen unzufrieden und hab zwischen durch auch gewechselt und dann in einem Hundeverein hat es letztendlich gepasst. Bin jetzt auch Mitglied dort und wir trainieren Agi und Obe
Kannst du mir mal bitte ein paar nennen? Bei den Vereinen habe ich immer das Gefühl, dass die entweder so larifari sind oder ganz viel Disziplin/Ordnung herrscht wie beim Militär
 
Dabei
12 Dez 2012
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#14
Ich kann mich Yukiko nur anschließen! Also gar nicht gezielt nach einer Welpenstunde zu suchen, sondern erstmal nach einem Trainer, einer Trainerin, der/die zu euch passt. Es ist immer gut, jemanden zu haben, wenn man Fragen hat. Das müssen gar nicht große Dinge sein.

Denn:
Manchmal ist man auch einfach Betriebsblind.
Das ging mir letztens so. Ich will mit Arkos verstärkt an seinerm Hundekissen als Ruhezone arbeiten. Es fällt ihm sehr schwer länger an einem zugewiesenen Ort zu liegen, weshalb ich das ehrlich gesagt, schon zwei Mal wieder habe schleifen lassen. So nun gibt es momentan jeden Tag eine Übungseinheit dazu. Wir machen Fortschritte, Arkos schläft auch mal auf seinem Kissen ein. Wenn er aber aufwacht, latscht er natürlich runter. So, nun habe ich ihn korrigiert und wieder zurückgeschickt. Ich hatte ihm ja kein Auflösezeichen gegeben. Aber ich fand es doof, weil es ja super ist, wenn er so zur Ruhe kommt und schläft und dann kommt Frauchen und frustriert ihn gleich wieder. Ich habe hin- und herüberlegt, wann der richtige Zeitpunkt für das Auflösezeichen ist. Ich kam auf keinen grünen Zweig und hab die Trainerin gefragt. Antwort: "Lös ihn doch auf, wenn er aufwacht." Ja, ist klar! Ich dachte in dem Moment echt nur, warum ich da bitte nicht selbst drauf gekommen bin.

Mit dem Beispiel mein ich: Ich finde es immer gut, jemanden im Background zu haben. Ich habe es jetzt den Winter über gemerkt, wo ich auf der Suche war mit Verein und/oder Trainer. Da kam ich einfach in manchem nicht weiter. Jetzt, wo wir wieder regelmäßig zur Hundeschule gehen, bekomme ich einfach wieder diese kleinen Impulse, die einen so unheimlich weiterbringen.

Ich denke man kann es schon ohne schaffen, aber man kommt einfach immer wieder an Punkte, wo es hakt und da ist es eben super, wenn man kompetente Hilfe bekommen kann. Allerdings muss man demjenigen vertrauen. Weshalb ich bspw keinen THS mehr mache. Ich vertraue der Trainerin nicht mehr, obwohl sie den Sport an sich super trainiert und bei mir und meinen Hunden immer nur "korrekte" Methoden angewandt hat. Aber seit ich weiß, wie ein anderer Hund von/mit ihr trainiert wurde, kann ich da nicht mehr hingehen.

Also sprich dich mit der Trainerin nochmal aus. Bennene klar und sachlich, was dich gestört hat. Beginne das Gespräch aber damit, warum du gewechselt hast und was du dir erhoffst. ;)

Ich wünsche dir viel Glück!!
Von Vereins- und Trainersuche kann ich Lieder singen. Leider keine schönen. :(
Vieles müsste hier auch irgendwo nachzulesen sein. :)
 
Dabei
31 Okt 2012
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#15
Also ich sag gleich vorweg - ich bin nicht so gut mit aufbauenden Worten, ich bin eher die Faktendrescherin und meine Ratschläge basieren darauf.
Wie ich anderer Stelle schon mal geschrieben habe - beides hat seine Berechtigung, ich bin halt besser im letzteren ;)

Ich hab mir jetzt die Mühe gemacht und mal ein bisserl in Deinen Threads gestöbert und ich würde Dir basierend darauf dringend empfehlen eine gute Hundeschule / Hundetrainer / Verein zu suchen.
Die allgemeinen Gründe wurden hier schon ausführlich besprochen, doch dazu kommt, Deine anderen Threads lesen sich bei weiten nicht so harmlos wie es in diesem Thread den Anschein hat. Das ist absolut kein Vorwurf oder etwas das Dich herabsetzt. Doch gerade wenn man sich oft überfordert und extrem verunsichert fühlt, dann braucht einfach jemand der einem weiterhilft und gute Werkzeuge an die Hand gibt. Oder das einem wiedermal wer an "die Hand" nimmt und einem professionelle Sicherheit gibt.

Ich geb ehrlich zu, ich wäre ohne gute Junghundschule und spätere Hundetrainer öfters komplett aufgeschmissen gewesen. Schon alleine das mir jemand wieder mehr Gelassenheit gibt und professioneller Rat ist ja auch ein Form von Sicherheit.

Ich hatte auch zuerst zwei gute Hundetrainer und nach dem Umzug ging erstmal das Suche und Probieren los (und frustiert sein und unschöne Erfahrungen machen...) Doch es hilft nix. Klar ägert man sich über das "verlorene Geld / Zeit" - doch so ist das Leben... Abhaken und weitermachen.

Und es stimmt schon: man muss auch mal alle 5 grad sein lassen - ich glaube nicht das man immer mit dem Trainer übereinstimmt. Und das hat nix damit zu tun dass man mehr weiß, sondern einfach das es halt verschiedene Ansichten zu Themen gibt. Doch man kann trotzdem das für sich passende rausziehen bzw. Basics üben. Doch das kann ich nicht beurteilen inwieweit du da zu hohe Erwartungen hast.

Ich bin sehr zuversichtlich dass Du in oder rund um Dortmund eine gute Hundeschule findest. Es gibt da einige gute Hundeschulen / Trainer / Vereine, doch da sind eh schon einige dabei Dir Tipps zu geben - da ist mit Sicherheit etwas dabei :) ansonsten kann ich mich auch noch mal schlau machen :) Sollte da wirklich gar nix passen, dann solltest Du schlichtweg Deine Erwartungen überdenken.

Ich drück die Daumen dass Du bald eine gute Hundeschule etc. findest :)
 
Dabei
20 Feb 2011
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Kannst du mir mal bitte ein paar nennen? Bei den Vereinen habe ich immer das Gefühl, dass die entweder so larifari sind oder ganz viel Disziplin/Ordnung herrscht wie beim Militär
Es kommt drauf wann was man erwartet und was man machen will ;) Was willst du denn weiter machen?

Grundsätzlich stimmt es schon, dass die Vereine eine bestimmte Ordnung haben wie z.B Helfen auf einem Turnier, Arbeitstage (Anlage schön machen, Rasen mähen, Büsche schneiden etc.) Dagegen erhält man meistens auch das Recht in allen Sportarten zu trainieren und den Platz auch mal für sich alleine zu nutzen außerhalb von Trainingszeiten.
Natürlich sind die Plätze unterschiedlich und für einen ist das Vereinsleben No Go und andere können wunderbar damit leben.

Ich war am Anfang in 2 Hundeschulen (also keine VDH Vereine) und fand die unverschämt teuer und naja nicht wirklich mit Ahnung. Dann landete ich eben in Haltern bei einer Privattrainerin (führt auch Hundeschule), war zwar auch teuer aber wie gesagt mit Erfahrung von Aussies und konnte unsere Hibbel Peach damals vor 5 Jahren wunderbar ablesen und hat uns viele Tipps gegeben. Sie macht auch Einzelstunden, Spaziergänge mit fremden Hunden etc.
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#17
Hi,
ich würde dir ebenfalls empfehlen, das Gespräch mit der Trainerin zu suchen um deine Erwartungen abzugleichen und parallel weiter zu stöbern. Ich habe vier Hundeschulen probiert und mit einigen telefoniert. Die Mühe hat sich gelohnt, jetzt sind wir Mega zufrieden. Es macht vieles einfacher, wenn man es gezeigt bekommt und nicht nur liest und was man dem Hund als Welpe schon beibringt (oder nicht beibringt), zahlt sich später immens aus! Bei uns hier fangen viele erst an mit der Hundeschule, wenn schon vieles im Argen ist und das wird dann richtig teuer, weil Privatstunden u.ä.

Mein Trainer "droht" mir immer mit seinem Antijagdtraining, wenn ich mich zu sicher fühle. Solche Ratschläge helfen mir sehr, da ich auf die Weise jetzt viel strenger bin und mich weniger auf (Zwischen-)Erfolgen "ausruhe".

Es tickt jeder anders, aber mir hilft es doch, dass jemand uns in der Entwicklung begleitet und "von außen" guckt. Und die besondere Athmosphäre auf dem Hundeplatz kann ich ansonsten nur schwer trainieren. Ich drücke die Daumen, dass du bald was findest, wo du dich gut aufgehoben fühlst!
 
Dabei
7 Jun 2015
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#18
Es kommt drauf wann was man erwartet und was man machen will ;) Was willst du denn weiter machen?
Haben ja jetzt gerade erst den Welpenkurs beendet. im Kopf schwirren schon ein paar Dinge wie z.B. Agility, DogFrisbee oder Trickdogging rum. Aber das wird ja erst früher oder später relevant. Bis dahin probieren wir einfach mal ein wenig aus.

Man muss es
 
Dabei
13 Aug 2015
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#19
Kimba,
ich finde es schön dass du dir so viele Gedanken machst. Aber vielleicht sind das auch viel zu viele Gedanken. Ich neige auch dazu, viel zu viel zu denken. Als dann mein Großer einzog, musste ich das lernen (Er hat mir so viel beigebracht ;)).
Ich mag dir nur ein paar Tipps geben, damit du eurer Beisammensein vielleicht ein bischen gelassener sehen kannst. Mein Großer war von Anfang an in einer Welpenschule, wo vor allem Wert auf guten Prägung, Sozialisation und Vertrauen gelegt wurde. Und eine grundsätzliche Ruhehaltung. Die erste Zeit bis zum Alter von 12 Wochen habe ich ihn fast nur geprägt: In die Stadt, in den Zoo, auf dem Markt usw. Dort hingesetzt, ruhiges Verhalten belohnt, wieder gegangen. Sitz, Platz usw. kam dann erst später.
Die Lerntheorie sagt aus, dass Welpen mindestens 3000 Wiederholungen (und zwar immer genau gleiche Übungsaufbauten) brauchen, bis sie eine Übung wirklich können. Dieses Wissen hilft mir auch bei meinem Neuzuwachs (auch wenn die schon älter ist), immer mit Geduld am Ball zu bleiben. Ich belohne aber dann nur die genau richtigen Ausführungen. Mein Großer kann dank diesem Aufbau mit Ruhe und ohen Frust inzwischen überall die schwierigsten Übungen- nichts zu fressen, was da so rumliegt. Sich ablegen lassen. Nicht reagieren, wen ihn jemand lockt. Bei Fuß laufen auch am Spielplatz usw. Und ob ein Hund das jetzt etwas eher kann oder etwas länger braucht-who cares?

Und zur Motivation: Kann es sein, dass du während deines Tagesablaufs dem Hund zu viel Aufmerksamkeit gibst bzw in den falschen Situationen? Ich habe schon öfter beobachtet, dass dann die Motivation bei der Arbeit geringer ist. Denn ob sie mitarbeiten oder nicht, früher oder später reagiert du ja eh.
Und kannst du vielleicht eine andere Form von Motivation wählen? Schon mal Leberwurst als Futtermotivation probiert?

Ich würde mit einem Trainer arbeiten, der viel Wert auf Bindung und Ruhe legt. Der gerade deswegen nicht immer für alle das Gleiche macht. Der den Besitzer ggf. auch mal ausbremst, und der genug Fachwissen hat um dies alles zu belegen.
Ein Trainer, der meint gegen das Beißen müsste/ könnte man nichts machen oder du hättest nicht genug mitgemacht, würde bei mir gleich gehen. Mir ist ein ähnliches Verständnis wichtig, gegenseitiger Respekt und Freude am gemeinsamen Tun. Ich wünsche dir viel Glück bei der Auswahl und viel Spaß mit deiner Kleinen. Laß dich nicht ärgern, es ist noch genug Zeit um gemeinsam zu wachsen. :)
 
Dabei
28 Okt 2011
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#20
Hallo Kimba, ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen. Nehmt Euch Zeit und Ruhe. Zeig Ihr die Welt, lernt Euch kennen. Gib Stress, Hektik und Druck keinen Nährboden. Ich möchte Dir und der Kleinen ein paar Zeilen zum Anregen und Nachdenken mit auf dem Weg geben :). Lernen, Sozialisation und die Habituation gehen ein Leben lang. Es hört nicht plötzlich mit dem Alterungsprozess auf. Ihr habt Zeit. Bindung, Kommandos, Regeln u.s.w werden im gemeinsamen engen Zusammenleben gefestigt. Freiräume und Luft zum Atmen lassen sind genauso wichtig, wie Lernen. Weniger ist mehr. Nicht auf Teufel komm raus, in und durch Situationen führen. Geh mit Köpfchen vor. Führ sie langsam an unsere Welt ran. Der körperliche sowie der geistige Entwicklungsprozess ist ein Kraftakt für Hunde und dauert. Hundesport ist in dieser Phase weder relevant noch nötig. Aussies möchten mit dem Menschen leben und erleben, dafür ist Hundesport nicht notwendig. Häufig durch zu schnelle Herangehensweise vom Menschen ist es eher ein negativer Stressfaktor! Meine Jungs, 6 und 1 Jahr alt, lieben es einfach mal nur zu "glotzen". Wir sitzen dann in einer ruhigeren Ecke im Park, in der Stadt oder am Einkaufszentrum und beobachten das Treiben der Gesellschaft. Das Zwicken wird nicht von heut auf morgen aufhören. Es gibt viele Gründe warum gezwickt wird. Du musst den Grund finden und nicht allein das Symptom bekämpfen. Wenn sie zwickt war vorher der Auslöser. Zum Beispiel Stress, Überforderung, Reizüberflutung, unangebrachte Härte (verbal oder körperlich, dazu zählt schon anfassen des Hundekörpers) von Seite des Menschen. Fehlende Motivation kann auch ein Zeichen von Langeweile sein. Immer die gleichen Trainings- und Tagesabläufe- "Das schon wieder". Da geht die Lust verloren ;-) Ich wünsche Dir ganz viel Freude mit der Maus und lass Dich nicht verrückt machen. Ach eins noch, vergleich die Kleine nicht immer mit der Vorgängerin oder mit anderen Vierbeinern. Sie ist eine neue Persönlichkeit, mit anderen Stärken und Schwächen. ;-)
 

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