Kinder (Familie) und Aussie, geht das?

Dabei
14 Sep 2016
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#1
HAllo Zusammen,
wir haben seit 9 Tagen ein jetzt 10 Wochen altes Aussie Mädel. Nachdem die Kleine morgens und nach dem Füttern wie ein wildgewordener Wolf ( schnappen und beißen) auf (meistens) mich los geht, habe ich eine Hundetrainerin um Rat gebeten. Diese hat mir dann ganz klar gesagt, dass viele Aussies gleich am Anfang an den Züchter zurückgegeben werden und sie ja auch gerne einen Aussie hätte, wenn sie K E I N E Kinder hätte. So, wir sind aber nun eine Familie mit 2 Kindern (9,11 J.). Bis zum Junghundalter würde speziell der Aussie schmerzhaft " schnappen" , wir sollen nicht mit ihr spielen, am besten ruhig halten und nur ganz wenig spazieren gehen. Später auch kein Agility etc. betreiben, damit sie nicht "hochfährt ". Wir haben uns natürlich vorher informiert, aber wohl wirklich nicht ausführlich genug? Haben wir nun einen Riesenfehler gemacht? Soll man einen Aussie wirklich nicht in einer Familie halten? Ist es nur ein Ein-Personen-Hund? In der Welpengruppe sind die Aussies wohl auch nicht erwünscht ( lt. Trainerin ).
Ich bin sehr verzweifelt und traurig und habe nun Angst vor der weiteren Entwicklung . Wir haben uns so auf den Hund gefreut. Die Züchter haben die Rasse natürlich auch anders dargestellt. Ich selbst bin mit einem Schäferhund, später dann mit einem Foxterrier aufgewachsen. Wenn die KInder nun dauert gebissen werden, dann ist es natürlich schlecht. Kann meine Tochter jemals alleine mit dem Hund Gassi gehen? Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir etwas zum Thema erzählen könntet.
Liebe Grüße aus München, Bettina
 
Dabei
31 Jan 2015
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#2
ach du meine Güte...


Herzlich willkommen im Forum erst einmal. :)

Ich würde dir ganz arg von diesem Trainer ABRATEN. Es gibt leider durchaus Menschen, die an die Vorurteile des Aussies glauben und dann so einen Quark von sich geben - dass das jetzt von einem Trainer kommt, macht die Tatsache nicht unbedingt besser. :mad:

Natürlich kannst du einen Aussie in einer Familie halten; was meinst du, wo die Aussies sonst gehalten werden? Mit einer Zwingerhaltung ist wohl kaum ein Hund zufrieden.
Und natürlich kannst du mit ihr später Agility machen, sofern sie und ihr daran Spaß habt.

Die Kleine ist jetzt 10, bzw 11 Wochen alt, richtig?
Die weiß noch gar nicht, dass sie euch nicht so dolle zwicken darf, wie ihre Geschwister, denn sie versteht nicht, dass wir kein Fell haben, was uns davor schützt.
Es liegt nun an euch, ihr das beizubringen.
Bei manchen Welpen hilft es schon, für kurze Zeit das Spiel abzubrechen oder laut Aua zu quieken, andere müssen manchmal auch für eine "Auszeit" auf den Flur geschickt werden, damit sie sich für kurze Zeit (ein paar Sekunden oder eine Minute) entspannen und runter fahren. Dann lernt sie ganz schnell, dass es "Konsequenzen" hat, wenn sie zu doll spielt. Das geht ruckizucki.

In einer Sache hat die Trainerin Recht: ihr solltet jetzt zu Beginn noch nicht großartig mit ihr spazieren gehen.
Aussies müssen in der ersten Zeit "Ruhe" lernen. Klingt doof, ist aber so. Wenn die Welpen schon von klein auf das volle Programm aufgefahren bekommen, dann werden sie im Alter immer mehr verlangen und zu einem regelrechten Action-Junkie werden.
Um das zu verhindern, heißt es am Anfang: Je weniger, desto besser.
Es gibt zB die 5-Minuten-Regel, nach der man 5 Minuten pro Lebensmonat spazieren gehen kann. Nicht auf die Minuten genau, aber als erste Richtlinie finde ich das gar nicht schlecht.

Wir haben mit unserem Welpen die erste Zeit nicht viel gemacht. Sind größtenteils nur raus in den Garten, zum Lösen, und haben viel geschlafen. Für Tricks und Co. habt ihr noch das ganze Hundeleben Zeit.
Nach einem Tag mit viel Action (Ausflug, Hundebesuch, langer Spaziergang) folgt bei uns immer ein Tag mit Nichtstun. Und das zahlt sich aus.
Mit unserem Großen kann auch mal eine Woche lang nichts passieren. Der verlangt nicht mehr. ;)

Zum Ein-Person-Hund: Das kann durchaus passieren, das wird aber erst die Zeit zeigen. Allgemein ist es häufig so, dass sich die Aussies eine Bezugsperson raussuchen, das heißt aber nicht, dass sie deshalb nicht auf die anderen hören.
Unser Ersthund zB ist ein Alle-Personen-Hund ;) Der liebt alles und jeden.
Unser Zweithund hingegen ist sehr auf mich bezogen und hört eher auf mich, er hört aber auch auf meinen Freund. Nur eben nicht so "perfekt".

Also: Ganz tief durchatmen.
Ein Aussie ist ein toller Hund, für mich die einzige Rasse, die in Frage kommt. Und das werden dir viele bestätigen können ;)
 
Dabei
7 Jun 2015
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#3
Was manche Leute so über unsere Aussies sagen ist ja unglaublich. Man könnte denken dass man sich eine Bestie ins Haus geholt hat, die nur darauf wartet sämtliche Menschen zerfleischen zu können.

Jeder Aussie Halter kann also stolz auf sich und dass er die Bestie zähmen konnte. Wir sind also härter als Rambo und Chuck Norris zusammen.;)

Zurück zum Thema......

Was mich persönlich interessiert, wie sich z, B. unser Koda macht, sobald unser Nachwuchs da ist. Wird er eifersüchtig sein? Versucht er das Baby zuschützen/zu verteigigen. etc...

Wer von euch hatte den schon einen Aussies bevor der menschliche Nachwuchs hinzugekommen ist und kann seine Erfahrungen schildern?
 
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2 Nov 2015
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#4
Also ich kann mich Alinchen nur anschließen und würde von dieser Trainerin abraten. Ich hab zwar keine Kinder, aber meine Züchterin hat selbst zwei Kinder, die jetzt so im Schulfähigen Alter sind und mehr als einen Aussie und das ist auch kein Problem :)

Am Anfang ist es ganz normal das sie auch mal zwicken, sie müssen die Beißhemmung erst noch lernen.
Viel Ruhe im ersten Jahr würde ich auch empfehlen, kleine Spaziergänge und "viel" spielen, dass ist auch gut für den Bindungsaufbau.
Wenn er ein gewisses Alter erreicht hat und das Gehorsam soweit passt, könnt ihr natürlich auch Sport machen. Bei uns im THS sind 90% der Hunde Aussies :)

Für meinen Aussie, bin ich die Bezugsperson, aber er wurde auch schon bei der Züchterin auf mich geprägt. Rudelchef ist jedoch mein Papa, das zeigt er ganz klar. Er hat niemals schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht, hat aber einen heiden Respekt vor ihm (wir vermuten es liegt an der Stimme:rolleyes:).Spazieren, Spielen und hören tut er auch auf alle anderen Familienmitglieder, das is garkein Problem. Aber wenn ich da bin, dann sind die anderen doch ein bisschen abgeschrieben :D
 
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15 Mai 2014
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#5
Meine beiden Kinder waren in genau dem gleichen Alter (mein Sohn 11, meine Tochter 9) wie deine als wir Zaro geholt haben. Und er liebte es auch rennenden Kindern in die Waden zu beißen, zu bellen und zu schnappen wenn er uns nicht aus dem Garten lassen wollte,.. Aussiewelpen neigen wohl schon leicht zu so einem Verhalten. Allerdings haben wir es recht schnell eingedämmt bekommen. Jetzt haben wir zwei Aussies (die Hündin ist ein Jahr jünger). Meine Tochter macht mit ihr Agility und fährt auch oft mit ihr Fahrrad und kommt super klar.
Ich würde dir ganz dringend raten dir möglichst sofort einen anderen unvoreingenommenen Trainer zu suchen.
 
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14 Sep 2016
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#6
Lieben Dank für Eure Antworten. Die Trainerin hat mir wirklich Angst eingejagt. Ich werde sie auch nicht mehr treffen. Wie darf man denn mit den Aussies spielen? Mir sagte sie, keine Zerr- und Ballspiele. Kann man dann einfach Spielkram in die Wiese werfen und sie tobt dann selber? Und das Futter könnte sie evtl. auch hochdrehen. Ich habe von der Züchterin Bellcando übernommen. Habe jetzt gelesen, dass ich auch langsam auf Nassfutter ( Terracanis) umstellen kann. Was meint Ihr?
 
Dabei
2 Nov 2015
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#7
Am besten löschst du so ziemlich alles was deine Trainerin dir erzählt hat;)
Jede Rasse hat natürlich seine Eigenheiten, aber ein Aussie ist auch nur ein Hund. Du kannst mir ihm spielen wie mit jedem anderen. Keine Zerr- und Ballspiele? -Dann hab ich wohl komplett falsch gespielt :p Wir machen sei jeher Zerr- und Ballspiele und auch alles andere und es gibt regelmäßig Zerrspiele als Belohnung im Training. Ja er muss sich auch mal selbst beschäftigen, keine Frage - und das tut er auch, wenn nicht auf seine Spielaufforderung eingegangen wird. Frisbee würde ich noch warten, wegen den Gelenken. Auch das starke abbremsen bei Ballspielen ist nicht so gut, daher gabs das bei uns in Maßen.
Du bist doch mit Hunden aufgewachsen!? Ich bin mit einem Golden aufgewachsen, mein Aussie wurde nach den gleichen Regeln erzogen und es hat super funktioniert, trotz sehr unterschiedlicher Charakter der beiden Rassen. Lass dich nicht verrückt machen oder verunsichern!
 
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18 Dez 2014
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#8
"Was darf man spielen?" ja, ich denke da ist auch wieder jeder Hund anders.

Wir haben schon gezergelt, Spielzeug versteckt (gemeinsam wieder gesucht) ball- und fangen gespielt... wir haben einfach gemeinsam Spaß gehabt. Was ganz hoch im Kurs stand, waren leckerchen in der Wiese suchen. Ich empfehle dir da auf dein Bauchgefühl zu hören, wenns zu wild wird - einfach mal aufhören zu spielen.
Wegen der Welpenspielstunde... schau doch mal nach einem Hundesportverein (da ist unsere Rasse meistens ganz gut vertreten :) ) Was ich bei unserer Spielgruppe super fand, dass die Welpis immer nur kurz spielen durften, dann wurden alltägliche Dinge "trainiert" wie Tierarzt (Ohren, Zähne anschauen, Beinchen anfassen, auf den Tisch rauf..), abrufen, Bindungsspiele usw. ganz zum Schluß haben wir alle unsere Hunde massiert zum runterkommen.

Wir haben zwar keine Kinder, aber viele kleine Nachbarskinder - deshalb haben wir eigentlich ziemlich früh angefangen ihm das Lecker nur zu geben, wenn er es sich mit der Zunge holt also vorsichtig ist. So hat er gelernt, dass Zahneinsatz unerwünscht ist.
 
Dabei
14 Sep 2014
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#9
Oh Mann, der Trainer dürfte nicht mehr auf Leute und Hunde losgelassen werden . Lass dich nicht verunsichern , vor allem nach 9 Tagen wo ihr den Welpen erst habt, finde ich schon das Holen eines Trainers übertrieben, der Kleine ist doch noch nicht mal richtig angekommen und soll schon funktionieren. Mensch Leute, das geht doch nicht , da muss man realistisch bleiben und dem kleinen Kerl, egal ob Aussie oder sonst was , Zeit geben. Der Hund muss erst alles verarbeiten , dann fängt das Lernen an und da bist du gefordert, das ist Schwerstarbeit , wie wir alle wissen. Du bist mit Hunden aufgewachsen und weißt was auf dich zukommt , natürlich ist das von Hund zu Hund unterschiedlich , aber du bist kein Anfänger, also atme erst mal durch. Der Aussie ist ein normaler Hund , auch wenn er schon oft anders tickt wie andere, aber das lernt man mit der Zeit zu lesen. Wie hier schon geschrieben wurde, ist weniger mehr und das gerade im ersten Lebensjahre.Ich habe tatsächlich auch nur dosiert mit ihm gespielt und überhaupt keine Ballwurfspiele , eher Suchspiele und alles für den Kopf . Die Beiserei wurde auch mit lauten Au und scharfen Aus quittiert, dauert etwas, wird aber immer besser nach dem Zahnen, gib was zum Kauen. Ruhe ist wichtig, meiner hat nicht so viel geschlafen , aber er kam gut zur Ruhe und lag gerne bei mir im Büro und hat zwischen den Schlafphasen die Kundschaft beobachtet. Mein Dusty ist familientauglich und liebt meine 4 jährige Enkelin sehr, allerdings viel die Begrüßung immer sehr stürmisch aus , erst jetzt mit 3 Jahren ist er da ruhiger geworden .

LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#10
Unsere Tochter ist jetzt sieben und es geht auch super mit den beiden. Es braucht ein bisschen gegenseitiges Kennenlernen und Beobachten um die "richtigen" Spiele zu finden. Je nach Temperament spielt man eher die ruhigeren oder wilderen Sachen. Nachdem was du schreibst, wohl eher ersteres wie bei uns :) Ihr könnt viel verstecken und suchen lassen, auch der Grundgehorsam kann als Spiel verpackt werden. Beim zergeln finde ich das Ausgeben wichtig zu üben. Beim Werfen kann man erste Apportierversuche einbauen. Ich habe es immer so gehalten dass ich darauf geachtet habe, dass ich eher verschiedene Sachen mache und ausprobiere. Bälle sind mir auch etwas suspekt, dafür habe ich zu viele "verrückte" Ballfixierte Hunde gesehen. Auch wenn es dir jetzt wenig erscheint, das wird sich alles mit der Zeit einspielen, Hauptsache, immer nur kurze Sequenzen und lieber mal einfach sitzen und kuscheln und die Welt anschauen.

Lies dich auch ein bisschen durch's Forum. Es machen doch (fast) alle die gleichen Erfahrungen und man findet hier eigentlich zu jedem Thema was.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#11
Ich finde einmal die Spiele gut, die man direkt zusammen mit dem Hund spielen kann, wie Zergeln. Beim Welpen sollte man nicht zu stark zergeln und auch nicht den Zergel, wenn sie festhalten, von links nach rechts führen. Das ist nicht so gut für das Gebiss.
Leckerlie verstecken, sich selbst verstecken und suchen lassen sind auch super. Von Ballwurfspielen halte ich im ersten Jahr nichts weil die Hunde zu schnell süchtig werden. Das ist uns mit Zaro passiert obwohl ich drauf geachtet habe es nicht zu übertreiben. Höchstens Ball werfen, Hund warten lassen und dann losschicken zum Suchen.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#12
Hallo :)

Also such dir SOFORT ne andere Trainerin, die hat ja mal überhaupt gar keinen Plan! Mir stellt sich hier alles mögliche auf. Sowas unprofessionelles und unerfahrenes hab ich ja wirklich lange nicht mehr gehört.

Ich habe seit kurzem zwei Aussies und ja ich möchte auch irgendwann ein Baby haben :). Mein großer ist so richtig "mein" Hund, hört aber auch sehr gut auf meinen Partner, das ist ja auch erziehungswache und wie sich die Familienmitglieder mit einbringen. Zur mir hat er eine tiefere Bindung, aber dennoch geht er fröhlich mit Herrli durch die Gegend und die beiden machen auch so gemeinsam Hundesport. Die kleine ist noch nicht so lange da, bisher zeigt sie sich auch mehr auf mich fixiert, aber da lässt sich noch nichts genaueres sagen :). Also ein Mann Hund kann mal vorkommen, aber die Hunde können sehr wohl lernen auch die anderen Ernst zu nehmen und Spaß mit ihnen zu haben.

Deine Kinder sind ja nun keine Kleinkinder mehr, mit denen kann man ja auch schon ein Stück weit vernünftig "arbeiten" und sie teilweise einbeziehen, also auch alles ok. Und stell dir vor, auch Züchter haben Kinder, Geschwister, Eltern, Tante und Opa :).

Natürlich sollst du mit deiner kleinen Motte spielen, das ist sogar ausgesprochen wichtig!! Ich persönlich finde allerdings körperliches Spiel viel besser als mit Bällchen etc, einfach weil sie da eine Beziehung aufbaut, sie lernt dich/euch und ihr sie kennen und wisst allmählich wo die Grenzen sind. Gleichzeitig kann man da wunderbar die Beißhemmung trainieren...
Jeder junge Hund muss lernen dass innen Ruhe angesagt ist. Da hilft es aber nix, wenn sie sich nie mal ein wenig auspowern darf. So ein Welpe muss doch auch mal springen, laufen, spielen dürfen, damit sie ihre Umwelt kennenlernt!
Ach und JEDER Welpe schnappt und zwickt mal, das ist kein Rassemerkmal sondern ein WELPENMERKMAL!!

So und nun komm ich zu diesem unsäglichen Welpenspielquatsch. Ich bin selber in der Ausbildung zur Hundetrainerin bei uns im Verein und mache mit der "Chefin" die Welpenstunde und ich hab nächstes Jahr die Begleithunde für mich :).
Eine Welpenspielstunde, oder wie immer sie dort genannt wird, fliegt für mich KOMPLETT DURCH, wenn eine Rasse oder ein Schlag Hunde abgelehnt wird. Was ist denn das für ein Blödsinn!!!???!! Ehrlich, da werd ich richtig narrisch :D.
Wir sagen unseren Leuten immer sie sollen wenn möglich auf ihr Bauchgefühl hören, überlege dir, was dir im späteren Leben deines Hundes wichtig ist und schau was sie dazu lernen muss. für meine ist mir wichtig, dass sie kommt wenn ich schreie und sie Ruhe gibt, wenn ich keine Zeit hab und sie alle anderen Leut nicht nervt. So und dann schaue ich was das "ausfüllt".

Natürlich kannst du später mit deinem Aussie Agi machen wenn es euch beiden Spaß macht!!! Gut aufgebaut, mit Spaß an der Freude kann es eine wunderbare Beschäftigung für beide Seiten sein.

Das mit der Ruhe ist natürlich ein wichtiger Punkt, aber bitte glaube mir, man bekommt wirklich JEDEN Hund total überdreht und völlig nervig, das ist auch nix was den Aussie alleine beschreibt.

Im Endeffekt denke ich mir immer, wer seine Kinder gut erziehen kann, der kann auch einen Hund erziehen. Für beide ist es nicht gut, wenn sie immer alles sofort bekommen wenn sie danach schreien, beide müssen mal Langeweile aushalten und beide müssen hören. Ich kann dir nur raten, lerne deinen Hund in Ruhe kennen, zeige ihr deine Welt, mach ein paar Ausflüge und mach auch so Ruhetage wie Alina meinte. Das mache ich auch, damit haben jetzt schon beide kein Problem :). Und wenn du nen Schäferhund und einen Foxterrier gut hinbekommen hast, mach ich mir ehrlich gesagt nicht wirklich sorgen was den Aussie betrifft :). Sind ja auch beides nicht unbedingt Anfängerrassen.

Weil du schreibst du kommst aus München, spontan fallen mir da drei Trainerinnen ein auf die das passen könnt :D.

lass dich nicht verunsichern und höre auch bei der Trainerwahl auf deinen Bauch. Ich persönlich mag es eh lieber wenn mehrere am Platz stehen, da gibts dann unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen...:) Und wenns ganz schlimm wird, dann frag auch mal einfach deine Züchter :).
Übrigens ist meine Wilma auch ein Schnappschildkrötenkrokodil :D

Alles Gute für Euch!
 
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10 Mrz 2014
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#13
Hallo, Lassie hat in den ersten Wochen auch gebissen, vor allem meine damals 13 jährige. Nach dem sie gecheckt hat das dies verboten ist. War es gut. Wir wohnen neben dem Spielplatz und Lassie ihre absolute "Lieblingsbeschäftigung" war -solange sie nicht raus hatte das sie so über den Zaun springen kann- auf den Holzstapel zu springen und solange zu bellen bis sich ein Kind erbarmet und sie streichelte. (sie musste nie lange warten,) Noch heute schimpft sie hinterm Zaun wenn die Kinder vorbeigehen und nicht mit ihr sprechen und sie streicheln.

Lassie weis sehr genau wer zur Familie gehört, alleine am Verhalten kann ich erkennen wer von den Kindern heimkommt und ob mit oder ohne Freund. Sie liebt jeden auf ihre weise und hört auch bei jedem unterschiedlich. Die Bindung zu meiner Jüngsten habe ich aber bewusst mehr gefördert weil ich das Gefühl hatte das sie diese am wenigsten ernst nahm. Mittlerweile hört sie aber auf sie neben mir am besten.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#14
meine kids waren gerade 2 und 5 jahre alt als smieley ins haus kam. am anfang war es schon ziemlich anstrengend, schnappi das kleine krokodil hat uns aufgelauert und uns hinterhältig angefallen. die kids sind die ersten tage nur von tisch zu stuhl und aufs sofa..dahin wo schnappi nicht hin konnte. wir haben ihr dann die box ins wohnzimmer geholt und dort wurde sie dann verfrachtet wenn es ruhezeit war. mit viel konsequenz ist das alles machbar..lass dir da nicht rein reden und suche dir bitte einen trainer der nicht soche schauergeschichten erzählt
 
Dabei
26 Mrz 2014
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#15
Ach, jetzt mal ganz ruhig...
Die Trainerin übertreibt maßlos.
Wir haben auch 3 Kinder. Als Joshi einzog, war das kleinste gerade mal 14 Monate alt und konnte noch nicht laufen. Joshi hat alles versucht kaputt zu machen, was nur ging. Sämtliche Leggings waren gelöchert usw.. und trotzdem hat's geklappt. :)
Die erste Zeit war anstrengend, weil er halt auch mal auf "Kinderjagd" gegangen ist, aber nun ja... so sind sie halt, die lieben KLeinen. :)
Meine Kinder durften nicht rennen und nicht wild mit ihm spielen... das war eigentlich alles. Die durften natürlich mal einen Ball kullern oder ein paar Leckerlis verstecken oder was auch immer... :) das schafft auch beidseitiges Vertrauen.. :)

Mit 9 und 11 sind Deine Kinder ja schon groß und da sollte es wirklich überhaupt kein Problem geben.

Spazieren gehen würd ich immer nur ein bisschen... die Welt beobachten, neue Erfahrungen sammeln. Keine weiten Strecken. Allerdings hab ich persönlich mich nie an die Regel gehalten, die besagt dass man 5 Minuten pro Lebensmonat spazieren darf. Wir waren durchaus mal länger unterwegs ... aber immer piano :)
Wichtig ist dass der Hund nicht nur Action lernt, sondern im Gegenzug auch Ruhe.. - so kann nach einem Tag mit vielen Erlebnissen auch ruhig mal ein Tag folgen, wo GAR NICHTS passiert außer Pullern oder Häufchen machen. Auch das ist wichtig und sollten sie unbedingt lernen. :)

Später kannst du, wenn es zu dir und deinem Hund passt, alles machen, was du willst. Natürlich auch Agility oder was auch immer. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Hauptsache ihr habt Spaß. :)

Ich würd' die Trainerin in den Wind schießen und schauen ob ich eine gute Welpenspielstunde o.ä finde. Sowas macht SPaß, schafft Kontakt zu Gleichgesinnten und ihr lernt noch das ein oder andere über das Zusammenleben mit dem neuen Mitbewohner :)
Viel Spaß!
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#16
Hallo ist mir gerade eingefallen, meien Freundin hat einen Flat und ihre Kinder konnten anfangs im Erdgeschoß nur auf den Schränken sitzen. Sobald sie den Bodenberührten kam der Hund. Auch andere Rassen haben diese Angewohnheit.
 
Dabei
17 Jun 2013
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#17
Also als unsere Hündin als Welpe einzog war mein Sohn genau 2 Wochen alt. Klar die ersten 2-3 Monate hatten sie weniger Kontakt aber ich sag mal ab ca. einem halben Jahr hatten sie wirklich kontakt da mein Sohn gern auf seiner Spieledecke lag mit seinem halben jahr mit einem Mobilebogen oben drüber.
Und hätte ich damals einem Aussenstehenden das erzählt das da auch noch meine Hündin im Raum ist wenn mein Sohn auf seiner Spieledecke liegt, hätten die mich vl auch für verrückt und fahrlässig gehalten.
Meine Hündin war total ungestüm und ziemlich aufgekrazt und ein wahrer Flummi. ABER die legte sich oft mals mit auf die Spieledecke, zu meinem Sohn. Auch auf den Rücken und spielte "mit ihm" mit den Mobile. Mein Sohn hattei NIE auch nur einen Kratzer von ihr. Sie war sooo vorsichtig und wenn mein Sohn dann sich auf ihre Seite gedreht hat, bewegete sie sich ganz langsam und vorsichtig.
Als mein Sohn das laufen begonnen hat, war sie immer neben ihm! Freiwillig, denn dann konnte er sich bei ihr halten und solange er nicht sicher lief, war sie fast immer neben ihm zu finden.

Was ich allerdings auch sagen muss, dass mit dem "Ein-Mann/Frau-Hund" ist auch zutreffend. Aber in diesem Sinn, wenn ich da bin zähle nur ich für sie. Da wird jedes "kommando" meines Mannes zuerst mit mir abgeklärt in dem sie zu mir läuft und "nachfragt". Bin ich allerdings nicht dabei, würde sie mit jedem anderen auch "arbeiten". Es holte sie schon öfter eine Freundin zum spazieren gehen ab. Da gibts gar keine Probleme.

Mein Sohn ist mittlerweile 5 und wir haben immer mehr und öfter andere Kinder bei uns zu besuch. Mal auch ein paar mehr aber meine Hündin ist da total gelassen. Sie würde zwar sicher vl. oft gern mitspielen (vor allem den Fussball würde sie gern abstoppen) aber es genügt ein Blick von mir das das jetzt nicht geht (spielt mein Mann mit ihr ist das kein Problem).

Ich bin auch der meinung du solltest so schnell als möglich den Trainer wechseln. Denn das sind total bescheuerte aussagen und zeugt nicht gerade von Kompetenz des Trainers.
 
Dabei
7 Jul 2016
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#18
Ich habe den Post grade gelesen und ohne die andern Kommentare gelesen zu haben gebe ich meinen Senf dazu, denn ich habe genau das gleiche hier. Meine beiden Mädels (3 & 8) und Buddy 10 Wochen jetzt alt. Er ist seit er 8,5 Wochen alt ist bei uns.
Buddy und die Mädels ist ein Thema für sich. Besonders die Kleine muss leiden. Er schnappt springt an ihr hoch und ich habe da Gefühl er versucht sie in die Richtung zu drängen in die er sie gerne hätte. Buddy fährt bei den Mädels richtig hoch. Auch bei mir versucht er es. Die ersten Tage waren Horror. Nur am schnappen und bellen und ich habe die gleichen Zweifel bekommen ABER durch viele Tipps hier und durch Konsequenz merke ich jeden Tag das es besser wird.
Zum Einen lasse ich Buddy und die Mädels nie aus den Augen. Sobald er anfängt gehe ich direkt dazwischen stoße ihn weg stelle mich vor die Mädels und sage sehr deutlich Lass es! Das geht nicht von jetzt auf gleich aber er merkt solangsam das es nicht grade gut kommt was er macht. Sollte er richtig austicken dann geht es in die Asuzeit. Dafür kommt er in unser Gästezimmer mit Babygitter davor und bleibt dort für eine Minute maximal zwei. Dann darf er wieder zu uns. Das ziehe ich konsequent durch. Außerdem nehm ich ihn mit in den Garten(aber an der Leine) und er bleibt bei mir während die Mädels toben und spielen. Am Anfang wollte er nur dahin und es war so stressig. Mittlerweile liegt er neben mir und guckt. Daher habe ich begonnen ihn dazu zu lassen. Er wird vorsichtiger guckt wedelt und ist lieb. Drinnen mache ich es so, dass er auch gucken darf schnappt er bin ich direkt am Start. Aber nicht nur Buddy muss lernen sondern auch die Mädels. Kein wegrennen und wild schreien. Ruhig weggehen ihn ignorieren ihn auch wegschubsen. Das übe ich mit der großen. Die Kleine lernt ruhiges weggehen. Wegstoßen klappt noch nicht sie ist viel zu klein. Spielen dürfen sie aber nur bis es zu wild wird. Buddy lernt aktuell dass sein beißen nur negatives bringt. das Spiel wird beendet er darf nicht dabei sein usw. Ich merke nach nun fast zwei Wochen dass er gelassener wird. Aber es ist ein harter Job! Zudem Baue ich Aus! und Nimm auf. Das klappt gut er lässt das Spielzeug zB nun eher in Ruhe und auch beim schnappen kann ich statt lass es aus nutzen.
Trainiere nicht zuviele Dinge. Die Kinder-Hundsaache ist erstmal wichtiger als Sitz oder Platz. Aktuell machen wir Bindungsspaziergang mit Rückruf und Aus/Nimm. Mehr läuft hier nicht. Du musst dir überlegen wo dein Fokus liegt was wichtig ist. Es ist mir erstmal egal ob er sitzt wichtig ist mir das er die Kinder in Ruhe lässt und nicht schnappt wie ein Irrer. Wichtig ist dass er nicht mehr so hochfährt usw.
In meinem Thread Buddy ist angekommen haben viele schon Tips geschrieben wie man das Problem lösen kann. Und das hilft sehr. Ich kann ihn zB nicht festhalten weil die Mädels getröstet werden müssen also mache ich die Auszeit.
Ich weiß von einigen dass sie die Probleme mit golden Retrievern Dackeln usw haben. Das ist wohl normales Welpenverhalte . Es kostet Arbeit und Kraft aber es lohnt sich wenn man den Erfolg merkt. Langsam aber sicher :) Nach fast zwei Wochen sehe ich Erfolge aber es ist noch lange nicht geschafft. Kopf hoch du kannst das!

Buddy reagiert auf mich mehr als auf meinen Mann. Aber das ist für mich logisch denn er ist 99% mit mir zusammen. Ist für mich also logisch. Denke dass sich das mit der Zeit auch geben wird.
 
Dabei
7 Jul 2016
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#19
Achja und bezüglich Trainer. Ich versuche seit Buddy hier ist in eine Hundeschule zu kommen. Bisher (wir haben hier nicht viele) kam immer nur oh Gott ein Aussie? oder der ist aber dominant und dann mit Kindern? Hab mir gedacht leckt mich fett....Tja bisher ist mit Hundeschule eher mau aber ich habe Freunde die auch Hunde haben. Mit denen spielt er dann sind leider nur große aber naja :-(
 
Dabei
15 Mai 2014
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#20
Versucht mal einen Hundeverein in dem auch THS und Agility angeboten wird. Da sind richtig viele Hütehunde vertreten und es gibt meist auch Welpengruppen:).
 
Dabei
7 Apr 2016
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#21
Auch ich kann hier berichten ,dass ich mich von einer Hundetrainerin total verrückt machen lies- alles war vollkommen übertrieben und weit her geholt. Hab mir Sachen anhören können wie "der stellt deine Kinder in die Ecke" und "der pisst dir in 8 Monaten ans Bein, wenn du jetzt nicht durchgreifst". Angeblich hätte er auch sehr dominates Spielverhalten und ich soll aufpassen, weil Aussies ja immer solche Kläffer wären (Sam bellt so gut wie gar nicht...). War auch total verunsichert und hab den Trainer gewechselt. Hör auch auf dein Bauchgefühl und lerne deinen Hund erst mal kennen. Meine Kinder sind 3 und 5 Jahre alt. Klappt nach etwas Erziehungsarbeit reibungslos! Auch Kinderbesuch und Spielplatzbesuche sind kein Thema. Klar hat Sam anfangs geschnappt, aber ich hab dann immer laut und grell "AAAU!" geschriehen und er hat sofort abgelssen und schnell verstanden, dass er das nicht machen soll! Dass er die Kinder nicht anspringen soll hat er auch drauf (bei Erwachsenen ist es leider noch ein leidiges Thema...) und er ist jetzt knapp 8 Monate alt. Also mit etwas Erziehung wir das schnell werden! Lass Dich nicht verrückt machen!
 
Dabei
7 Okt 2014
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#22
Ich finde es ehrlich gesagt mehr als erschreckend, was manche Trainer da für einen absoluten Mist von sich geben.
Denen möchte ich glatt unterstellen, dass sie mit ihren seltsamen Methoden allesamt an den intelligenten , vorausschauenden Aussies gescheitert sind und deshalb so gegen die Rasse schießen.
Da kommt mir echt die Galle hoch!:mad:
 
Dabei
7 Jul 2016
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#23
Für Aussie Neulinge ist es besonders schwer weil man dadurch noch unsicherer wird. An einigen Stelle. fühlt man sich total allein gelassen
 
Dabei
15 Jun 2008
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#24
Zuletzt bearbeitet:
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10 Sep 2012
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#25
Also ich habe 3 Aussies und einen 10 jährigen Sohn.
Aussie Nr. 1 war 1,5 als mein Sohn geboren wurde, Aussie Nr. 2 zog ein als mein Sohn 2 war und Aussie Nr. 3 zog ein als mein Sohn grade 9 war.
Ich habe nie ein Problem mit beißen und zwicken gehabt. Nr. 2 hat mal versucht als er über den HuPla rannte, das hab ich aber ziemlich robust abgestellt.
Alle meine Aussies machen/machten Agi und die Mädels machen Flyball. Also Hundesportarten, wo sie durchaus "hochfahren". Mein Sohn läuft mit Nr. 2 im Flyball.

Auch wenn mich hier vielleicht einige steinigen, aber ist Euch bewusst dass Ihr Hunde angeschafft habt, die imstande sind einer Kuh in den Weg zu treten? Dann muss man einfach auch mal drüber nachdenken, dass ein Aussie solche Beissattacken (und ich behaupte mal die hat jede Rasse mal) nicht abstellt wenn man ihn lieb drum bittet? Ich kann da meine Welpen schon mal an der Backe packen und sie verbal anzicken. Das passiert i. d.Regel ein bis zweimal, dann ist das durch. Allerdings kenne ich solche Anfälle, die manche hier beschreiben wo die Hunde gar nicht mehr runterkommen nicht.
Ich habe seit 12 Jahren jeden Wurf meiner Züchterin begleitet und ganz ehrlich, so einen sogenannten "Wehrwelpen" habe ich noch nie kennengelernt. Vielleicht liegt es auch daran, dass es von klein auf nicht geduldet wird. Sprich meine Züchterin sieht auch nicht aus wie durch den Dornenbusch gejagt (und ich kenne da einige die das tun). Grade wenn die Welpchen anfangen zu probieren ist es sehr wohl möglich, das auf nette Weise zu unterbinden. Aber ich kann mir schon vorstellen, wenn das beim Züchter schon ok war, dass sich das mit 10 Wochen ziemlich steigern kann...
Handle einfach mal auf dein Bauchgefühl und vor allem suche Dir bitte einen Trainer der positiv auf Hütehunde eingestellt ist ;-) Ich als Hundetrainer höre nämlich ganz oft die These dass man Aussies ja nicht mit Hundesport beschäftigen darf, da sie hochfahren und zu Problemhunden werden... es ist mir ein Rätsel wie man da drauf kommt... die einen sagen Dir, Du musst ganz viel beschäftigen, die andren, Du musst ihn hinter Glas einsperren, damit er gar nicht hochfährt...
Es sind Hunde die sich für alles im Leben eignen, Allrounder, die vielseitig einsetzbar sind, im Hundesport, in der Freizeit, in der Familie und und und...
viel Glück!
 
Dabei
22 Sep 2014
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#26
Hier wurde schon viel geschrieben (kann ich alles so nur bestätigen) und trotzdem gebe ich noch schnell meinen Senf dazu ;)

Unser damaliger Trainer in der Welpenstunde hatte fast exakt dieselbe Einstellung. Allerdings durften auch Aussies an der Welpenstunde teilnehmen, wurden aber IMMER als "der böse Hütehund hütet wieder die anderen Hunde" dargestellt. Wenn meiner überdreht hat, habe ich ihn einfach kurz aus der Situation geholt (festgehalten) und dann durfte er wieder toben (was im Übrigen von mir kam und nicht vom Trainer). Dazu: niemals wieder würde ich mit einem "neuen" Hund diese chaotische Welpenstunde besuchen...

Zum Thema kleine Kinder: wir hatten hier auch so eine schlimme Schnappschildkröte. Beißhemmung dauerte EWIG und wir mussten viel mit Auszeit arbeiten (1-2 Minuten in den Flur, wenn er überdreht hat). Das erste Jahr musste ich bei Kindern extrem darauf achten und auch immer wieder den Kindern in der Familie (den Kleinen, damals 2 und 4) sagen, dass sie nicht kreischen und rennen sollen. Aber bei so kleinen Kindern ist auch das schwierig, weshalb ich unseren Hund vorsichtshalber an der Leine hatte, wenn wir zu Besuch waren.

Und jetzt (zur Aufmunterung :eek:): er ist jetzt 2 Jahre alt. Seit ca 6 Monaten ist er viel gelassener mit kleinen Kindern. Mein Neffe (jetzt 6) liebt ihn, spielt mit ihm zusammen im Planschbecken, macht kleine Tricks. Selbst beim letzten Geburtstag, als 3 schreiende Kinder fangen gespielt haben, bllieb er bei mir liegen. Unangeleint. Klar: er hat geguckt, er weiß aber, dass er nicht hinterher spurten darf.
Babys bzw Kleinkinder sind interessant, da ist er aber schon sehr vorsichtig.

Wir erwarten in einigen Wochen Nachwuchs und ich mache mir da überhaupt keine Sorgen: er weiß, wenn Frauchen motzt, dann lässt man es lieber ;)

Was ich sagen will: ja, es dauert bis aus den Schnappschildkröten tolle Hunde werden. Aussies gehen noch schön auf Sicht und fahren sehr schnell hoch. Da ist die eigentliche Aufgabe: dem Hund Ruhe beibringen. Und wenn man das erste Jahr konsequent ist, dann wird der Aussie einfach nur ein toller Hund.

Wie hier schon geschrieben wurde: ich glaube, viele Trainer sind dem Aussie einfach nicht gewachsen, weil er so ein schlauer Hund ist, der jeden Trick und jede Unachtsamkeit durchschaut. Schon als Welpe/ Junghund. Seltsamerweise hatten wir, als wir für ca ein halbes Jahr im Verein waren, nicht mit den typischen Klischees zu kämpfen!
 
Dabei
20 Sep 2016
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#27
Ich würde mir erstmal eine Trainer mit Hütehunderfahrung suchen. Ich habe selber Erfahrung mit einem Aussie, der ähnliches Verhalten gezeigt hat. Wenn Sie vielleicht Angst vor Quietschies hat, kannst du während sie beißt mal Quietschen, das würde das Verhalten dann unterbinden. Oder du spritzt ihr mit der Wasserflasche ins Gesicht, ansonsten Geduld haben und positives Verhalten belohnen. Und Aussies können auch wunderbare aFamilienhunde sein, allerdings müssen sie auch gefördert werden. Z.B. durch Schnüffelspiele und Dummytraining. Mein Aussie hat dieses Verhalten auch gezeigt, du weißt nicht wie verzweifelt ich war. Behalte Ruhe und suche dir Hilfe bei einem Hundetrainer.
 
Dabei
14 Sep 2016
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#28
Vielen, vielen Dank für Eure Antworten und Eure Tipps. Man ist am Anfang wirklich überfordert. Ich werde nun vieles umsetzen und besuche morgen das erste Mal ein Welpentreffen. Mal sehen, wie es läuft.
Lg Bettina
 
Dabei
10 Dez 2015
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#29
Hey! Und wie läuft es?! Was macht die Schnappschilkröte?! Amy hat auch etwas Zeit gebraucht, bis sie das "beißen" gelassen hat. ABER sie hat es nie bei den Kids gemacht. Und meine sind 4 und 1,2.
 

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