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(Leinen)- Aggressionen - 17 Monate junger Aussie Rüde.

Dabei
29 Dez 2011
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#1
Hallo liebe Foris,

meine Schwester hat wie die Überschrift schon sagt, Probleme mit ihren kastrierten Aussie Rüden, mit dem ich auch ab und zu rausgehe.
Er ist an sich ein lieber und unsicherer Kerl und spielt für sein Leben gerne mit seinen hündischen Freunden.

So nun ist es aber in letzter Zeit vermehrt vorgekommen, dass er bei kleinen Rassen an der Leine Aggressionen zeigt. Er schmeißt sich mit voller Wucht hinein und kläfft mit hochgezogenen Lefzen wie irre. Ich bin in der Situation völlig überfordert. Wie reagiere ich da am besten? Einfach weiter gehen? irgendwie beruhigen? vorher ablenken? Am extremsten ist es, wenn der andere Hund von den Besitzern getragen wird.. das kann er partout nicht leiden.

Ansonsten haben wir noch das Problem, dass er auch ohne Leine kleine Rassen nicht ausstehen mag. Ich würde auch sagen, dass ihm das Geschlecht völlig gleichgültig ist. Am schlimmsten ist es, wenn er angekläfft wird! Wenn sich irgendwo 2 Hunde beißen, springt er mit rein.
Wenn er eine kleine Rasse, wie Beispielsweise Chihuahua von Entfernung sieht, sprintet er hin und stellt sich knurrend vor ihm. Geht der kleine Chihuahua weg, geht meiner mit einem starken Kamm und knurrend hinterher und stellt sich erneut vor ihm.

Habt ihr Ideen wieso er das tut? Er wird zu genüge ausgelastet und macht sonst einen sehr ausgeglichenen Eindruck.
 

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Dabei
29 Dez 2011
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#3
Tut mir Leid, hätte mir denken können, dass die Frage kommen wird.

Meine Schwester geht 1 Mal Wöchentlich zum Agility.

Draußen spielen wir viel Frisbee mit ihm, was meine Schwester auch mal eine Zeit lang im Verein gespielt hat, allerdings zeitlich nicht mehr schafft.
Ansonsten liebt er Suchspiele = Dummyarbeit, Bällchen suchen.
Dann longieren wird mit ihm, machen Unterordnung und Tricksen mit ihm. Dazu machen wir noch Bleib-, Stopp und Abrufübungen. Ich glaube Impulskontrolle nennt sich das (?) Natürlich machen wir das nicht alles auf einmal. Es gibt auch mal Tage wo er einfach nur normal ein zwei Stunden Gassi geht und mit seinen Hundekumpel spielt. :)
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#4
Ich glaube auch nicht, dass das an der mangelnden oder überfordernden Auslastung liegt ...
Ich finde schon, dass ihr recht viel macht und das ihr euch vielleicht mal für EINE (oder zwei) Sachen entscheiden solltet, immerhin ist er erst bzw. mittlerweile 17 Monate alt und ihr solltet genug ausgetestet haben. ;)

Da du nur der Ab-und-zu-Spaziergeher bist, sollte deine Schwester vornehmlich daran arbeiten (wie alt bist du nochmal?). Wir haben hier gerade mehrere aktive Themen, die sich grundsätzlich um dieselbe Frage drehen. Bitte les dir die mal durch! :)
http://www.aussie.de/forum/t/4413-lockeres-vorbeigehen-anderen-hunden
und könnte auch interessant sein:
http://www.aussie.de/forum/t/6249-secret-f%E4ngt-zu-jagen
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
29 Dez 2011
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#5
Dankeschön.
Also momentan ist es tatsächlich so, dass Lion (so heißt er) fast jeden Tag bei mir ist. Ich selbst habe einen Border Rüden.
Und da meine Schwester beruflich wahrscheinlich ins Ausland muss und Lion nicht mitnehmen kann und darf, bin ich bereit ihn komplett zu mir zunehmen.
Meine Schwester wohnt auch momentan in dem Haus neben an. Also ist der Kerl so gut wie immer hier..

Ach ja, und ich bin 21.

Ich denke auch nicht, dass er über oder unterfordert ist. Meine Schwester hat schon recht viel mit ihm gemacht als er klein war, daher fordert er es auch ein.
Unser Tag heute sah zum Beispiel so aus:

ich bin mit Lion raus, erstmal eine Runde zum Lösen gedreht. Anschließend zum Feld gegangen und ihn den Dummy suchen lassen.
Nach ca 10 Minuten sind wir weiter gegangen und haben zum Auflockern ein wenig Bällchen geworfen. Ab und zu habe ich ihn aus Bewegung ins Platz gelegt, bleiben lassen oder abgerufen, als er dem Ball nachhetzte. Zur Auflockerung gab es auch paar Zeerspielchen zwischendurch. Dann sind wir durch den Wald spaziert in Richtung Hundewiese. Dort durfte er dann wieder toben. Danach hab ich mit ihm 15 Minuten longiert. Und anschließend mit ihm getobt, rumgealbert und kleine Tricks, wie Slalom durch die Beine, gemacht.. das wars für heute auch schon.

Morgen würden wir dann zur Abwechslung wieder etwas anderes machen. :)

Danke für die Links! ich schau da mal rein.
 
Dabei
14 Feb 2008
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#6
Unser Tag heute sah zum Beispiel so aus:

ich bin mit Lion raus, erstmal eine Runde zum Lösen gedreht. Anschließend zum Feld gegangen und ihn den Dummy suchen lassen.
Nach ca 10 Minuten sind wir weiter gegangen und haben zum Auflockern ein wenig Bällchen geworfen. Ab und zu habe ich ihn aus Bewegung ins Platz gelegt, bleiben lassen oder abgerufen, als er dem Ball nachhetzte. Zur Auflockerung gab es auch paar Zeerspielchen zwischendurch. Dann sind wir durch den Wald spaziert in Richtung Hundewiese. Dort durfte er dann wieder toben. Danach hab ich mit ihm 15 Minuten longiert. Und anschließend mit ihm getobt, rumgealbert und kleine Tricks, wie Slalom durch die Beine, gemacht.. das wars für heute auch schon.

Morgen würden wir dann zur Abwechslung wieder etwas anderes machen. :)
hmm, ist immer so schwer ... Das war jetzt der ganze Tag? Oder die Morgenbeschäftigung?
 

AnubisKIB

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
19 Apr 2012
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#7
Wie sieht allgemein das Verhältnis von Hund und Frauchen aus? Wie sehr vertrauen sie einander?

Welche bisherigen Erfahrungen hat er mit anderen Hunden, vornehmlich kleinen und Rüden?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#8
Ich denke nicht, dass diese Aggression durch zuviel oder zuwenig Auslastung entsteht.
Seit wann ist er denn kastriert? Mit 17 Monaten ist er noch nicht wirklich erwachsen.
Du schreibst, er ist unsicher.....durch die frühe Kastration könnte das noch verstärkt werden. Hinzu kommt, dass kastrierte Hunde bei Streitereien oder Aggressionen nicht mehr im Geschlecht unterscheiden.
Macht er das denn nur bei den kleinen Rassen?
Nun muss ich aber auch dazu sagen, dass diese kleinen Hunde oft nicht wirklich erzogen sind und gerne "rumpöbeln", wie zb durch starrren oder kläffen. Da geht mein Jerry Lee auch ab, das kann er gar nicht leiden.

Ihr solltet vlt mal nach der Ursache forschen. Ist mal etwas vorgefallen? Den anderen Hund genau beobachten....was macht der? Reagiert eurer darauf oder ist es eurer, der den Streit sucht usw usf

Ich rate euch zu einem kompetenten Trainer, mit dem ihr vor Ort arbeiten könnt.....denn wahrscheinlich müsst ihr auch an eurem Verhalten was ändern.
 
Dabei
29 Dez 2011
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#9
Georg, das war der ganze Tag. Aber gestern war er auch beim Agi, da wollt ich nicht mehr machen. :)

Anubis: Hm, das ist eine gute Frage. Ich denke nicht, dass er ihr in allen Situationen vertraut. Und häufig denkt, dass er übernehmen muss. Oder er übernimmt schon die ganze Zeit die Führung..

Bei uns ist es so, dass er mir auch nicht richtig vertraut. In manchen Situationen vertraut er mir, versteckt sich auch mal ganz selten hinter mir. Wenn er sich in die Leine schmeißt und ich mal dran rucke und zügig weiter gehe, dann geht er auch ohne murren weiter, nur schaut er dann immer wieder nachhinten. Ohne zu bellen.

Mit Rüden war er an sich immer unproblematisch. Er ist bei größeren oder dominanten Hunden unterwürfig. Legt sich auch auf den Rücken. Oder setzt sich geduckt mit angelegten Ohren vor die Hunde hin, manchmal ist er auch noch richtig welpenhaft und schlabbert deren Maul ab.

Gundi: Er wurde leider schon sehr früh kastriert, mit 10 Monaten. Frag mich nicht warum.. ich weiß es nicht. :(
Und, ja er zeigt das Verhalten nur bei kleineren Hunden.

Die Ursache herrausfinden. Hm.. Ich kann mir gut vorstellen, dass er aus seine Unsicherheit einfach gelernt hat, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Aber andererseits erklärt es nicht, wieso er einfach kleine friedliche Hunde angreift.. er bekommt ja schon Aggressionen, wenn jemand mit einem Chihuahua auf dem Arm hat. Egal was für ein Geschlecht. Er macht es auch nicht bei jedem kleinen Hund. Viele kleine Hunde kennt er schon was länger.. am schlimmsten sind eben die Kläffer..wie du schon sagtest.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#10
Vielleicht ist da wirklich mal was gewesen.
Ich kenn das von Jerry Lee....er hat ein Aversion gegen Westies. Wir haben hier einen, der jeden Hund ankläfft und wirklich giftig ist. Der hat Jerry Lee leider irgendwie geprägt....wenn er einen kleinen, weissen Hund sieht, benimmt er sich auch nicht gerade vorbildlich.
Auf jeden Fall muss Lion jetzt lernen, dass dieses Verhalten von euch / dir nicht geduldet wird. Er muss ja nicht jeden Hund lieben, er kann ja auch mal an der Leine bellen....warum nicht....schließlich ist er ein Hund. Aber das Ganze sollte doch von dir steuerbar sein.
Ich kann dir wirklich nur zu einem Trainer raten. Meist reichen schon 1 bis 2 Std und man weiss, was man falsch macht und kann daran arbeiten.
Vlt auch hilfreich für dich: Duell auf offener Straße von Nadin Matthews.
http://www.amazon.de/Duell-auf-offener-Stra%C3%9Fe-aggressiv/dp/3840420113/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1368466263&sr=1-1&keywords=duell+auf+offener+stra%C3%9Fe
 
Dabei
29 Dez 2011
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#11
Ich hab gerade mit meiner Schwester gesprochen.
Sie meinte, dass er damals mal von einem Kniehohen Terrier Mix angegriffen wurde, sie ihn aber sofort abwehrte.
Seitdem hasst Lion den Terrier. Aber einer seiner besten Freundin ist auch ein Terrier Mix, der dem Hund sogar seeehr ähnelt.

Danke! ich hab eben mal einen Trainer angeschrieben. :)
 

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