Ich finde hier gibt es zwei Seiten - die Fakten und die Grundstimmung
Also die Fakten (Schmutz, finanzieller und zeitlicher Aufwand -> "Angehängt sein") sollten meiner Meinung nach geklärt und genau besprochen werden. Natürlich kann man einen absolut problemlosen, immer gesunden Hund bekommen - doch genauso gut können, wie bei jeden Lebewesen, Herausforderungen auftreten. Dessen sollte man sich bewusst sein und sich auch kritisch hinterfragen, sind wir uns ALLE in der Familie einige, dass wir mit diesen Dingen umgehen können und auch bereit dafür auf etwas zu verzichten?
Das möchte ich keinenfalls schön reden, ein Hund macht nun mal Schmutz und das in der "matschigen" Jahreszeit nicht zu knapp. Soviel kann ich Emma gar nicht abrubbeln, als das der Schmutz nach und nach von ihr abrieselt und sich im ganzen Haus verteilt.
Ein Hund kann große Summen Geld kosten - gestern rief mich meine Freundin an, weil ihr Labbi eine Magendrehung hatte.

Ist alles gut ausgegangen, der Magen drehte sich von selber wieder zurück - doch die OP hätte 2.000 Euro gekostet

Von dem abgesehen dass sie eigentlich am Abend Konzertkarten hatte, die sich ihr Freund und sie vom Essen abgespart hatten und sich ewig darauf gefreut haben. Also für beide war das kein großer Verzicht (sie hat das nicht mal erwähnt, ich wusste nur davon weil sie mir es ständig erzählt hat) ABER ich frag mich immer wie so eine Situation ist, mit jemand der nicht voll dahinter steht und dann - zumindest unterschwellig - angenervt ist.
Also solche Dinge gehören einfach geklärt und da müssen meiner Ansicht nach alle Familienmitglieder voll dahinter stehen.
Was die Grundeinstellung bzgl. Hund angeht, sehe ich das eher entspannter. Ich habe einfach oft mitbekommen, wenn die obigen Punkte abgeklärt sind und man voll hinter der Entscheidung steht, dass sich dann so ein Hund ganz schnell in die Herzen einschleicht.
Wir hatten als erstes eine Tierschutzhündin - und die hatte schon eine ordentliche Größe

und schnappte wohl auch mal aus Unsicherheit (allerdings bei uns kein einziges Mal). Und obwohl mein Mann eine ausgeprägte Hunde Phobie hatte (gab als Kind einen Beisvorfall), hatte Shiva sich vom ersten Augenblick an in sein Herz geschlichen.
Sie war leider nur viel zu kurz bei uns, doch als sie in der Tierklinik ihren letzten schlimmen epileptischen Anfall hatte, war er es der neben ihr blieb, (ich suchte den Tierarzt) sie beruhigt und keinerlei Angst hatte dass sie zubiss. Sie stank ganz fürchterlich und ich will das auch jetzt nicht weiter aufführen - doch es ist mir heute noch so deutlich, dass ein Mensch, der bei jeden Hund (auch Dackeln) die Strassenseite wechselte, seine Schuhe wegwarf wenn er in Hundesch*** gestiegen ist - da neben der krampfenden Hündin sass und keinerlei Angst oder Ekel hatte. Und ich rede hier wirklich von einer extremen Situation, ich tat mir teilweise schwer mit Shiva's Anfälle, weil die Gefahr ja durchaus bestand dass sie in ihrer Panik um sich beisst.
Und tja, Emma ist jetzt sowieso unser Hund und wir waren uns beide einige, es muss schnell wieder ein Hund her.
Sie ist schon noch etwas mehr mein Hund, doch mein Mann wirkt so als habe er immer Hunde gehabt und geht ganz natürlich mit ihr (und in zwischen auch mit anderen Hunden) um. Und er sieht Emma als Bereicherung. Klar haben wir auch Einschränkungen und manchmal nervt es auch, doch uns ist es das allemal wert
