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Mein aussie greift immer wieder Welpen und Junghunde an.

Dabei
10 Okt 2012
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#1
Hallo zusammen,

ich habe mich in diesem Forum noch nicht so oft zu wort gemeldet, aber jetzt muss ich unbedingt mal etwas loswerden.

ich habe zwei aussies, einen Rüden (1 1/2 Jahre) und eine Hündin(10 Monate). als mein rüde lio ca. 10 Monate war, kam meine Hündin dazu. er hatte ab diesem Zeitpunkt dann eine wirklich schwierige und sehr anstrengende Pubertät. er ist ein richtiger Macho geworden und hat jeden Hund, egal ob rüde oder Hündin, kastriert oder nicht, angepöbelt. er war ein richtiger Rowdy und Draufgänger. das hat sich inzwischen wieder normalisiert und seit einigen Monaten ist er wieder normal. mit manchen unkastrierten rüden hat er zwar nach wie vor ein problem, da er aber selbst nicht kastriert ist, ist dieses verhalten normal und händelbar.

sein verhalten gegenüber welpen und junghunden ist leider nicht besser geworden. wir gehen oft auf einen öffentlichen hundeplatz, wo natürlich auch welpen und junghunde rumlaufen. es ist fast immer so, dass lio zu dem welpen hingeht, sie beschnüffeln sich kurz und dann ohne Vorwarnung attackiert lio den welpen. dabei knurrt er sehr laut und schieb den welpen vor sich her bis sich dieser unterwirft. erst dann lässt lio von dem welpen ab. das geschieht dann meistens noch 1 bis 2 mal. ich habe inzwischen den Eindruck, dass lio den welpen erst dann in ruhe lässt, wenn dieser vor ihm angst hat und ihm Respekt erweist...als ob er ihm klar machen will, wer der Chef auf dem platz ist.
leider ist es oft so, dass sich meine Hündin dann auch noch einmischt und dann beide auf den welpen draufgehen.

naja ich habe inzwischen angst, dass sich die Leute bei dem verein, die den platz verwalten, beschweren und lio dann einen Maulkorb tragen muss. das möchte ich unbedingt verhindern. er hat noch nie einen anderen Hund gebissen...aber welpenbesitzer sind oftmals sehr empfindlich, da sie ja denken, dass es sowas wie welpenschutz gibt.

habt jemand vielleicht einen tipp für mich, wie ich lio dieses verhalten wieder abtrainieren kann? oder was ist der Grund für sein verhalten?
er wurde auf diesem platz von anderen rüden gemobbt, als er noch eine welpe war...spielt das vielleicht eine rolle?

LG
 

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Dabei
7 Sep 2012
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#2
a) an einem richtig antrainierten Maulkorb ist überhaupt nichts schlimmes
b) selbstverständlich, sind Welpenbesitzer da empfindlich, da solche Erlebnisse fürs Leben prägen können!
c) Nein, Welpenschutz gibt es nicht

Wenn Du weißt, das Dein Rüde so mit Welpen u. Junghunden umgeht, solltest Du ihn nicht mehr in Kontakt mit diesen kommen lassen!
Die Ursache für sein Verhalten können vielfältig sein. Angefangen damit, das er den Platz als Teil seines Revieres ansieht, da er sich dort regelmäßig aufhält.
Es kann sein, das er "seine" Hündin deutlich für sich beanspruchen will oder auch Dich.
Die Frage ist, warum greifst Du nicht rechtzeitig ein u. unterbindest sein Verhalten?

Wäre halt mal die Frage, wie der Hund reagiert, wenn er a) ohne die Hündin u. b) ohne Dich auf dem Platz läuft
Nur ehrlich? Welche Welpen/Junghundbesitzer würde seinen Hund für ein solche "Experiment" zur Verfügung stellen?
 
Dabei
10 Okt 2012
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#3
es kam auch schon vor, dass er manche welpen nicht angegriffen hat. wenn sie sich sofort vor ihm unterwerfen lässt er sie meistens in ruhe...
sein verhalten hat, glaub ich, nichts mit mir oder seiner Hündin zu tun. vor ein paar wochen war er bei einer Freundin untergebracht, da meine Hündin läufig war. diese Freundin war mit ihm auch auf diesem platz und er hat das gleiche verhalten gezeigt. und am platz selbst wird es wahrscheinlich auch nicht liegen, da er das verhalten auch in der hundeschule gezeigt hat.

da ich leider nicht einschätzen kann, wann er den welpen angreift, rufe ich ihn meistens erst zurück, wenn er diesen schon angegriffen hat. aber bricht dann wenigstens ab. ich versuche natürlich, es erst gar nicht zu einem angriff kommen zu lassen und rufe ihn schon vorher zurück...aber manchmal klappt das leider nicht.
 
Dabei
30 Mrz 2013
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#4
Wie kommta man denn auf die Idee, zu einem pubertierenden Rüden einen Welpen dazuzunehmen *räusper, hilft Dir jetzt nicht weiter, ich weiß schon.
Hat er denn schon immer diese Abneigung gegen Welpen? Wie hat er eure Hündin empfangen?
 
Dabei
10 Okt 2012
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#5
nein er war immer jedermanns bester Kumpel bis er in die pubertät kam...er war wirklich ein super lieber Hund. die Hündin und er sind ein super team. seit ihrer ersten Begegnung sind die beiden ein herz und eine Seele.

und im Nachhinein weiß ich, dass es eine total blöde Idee war einen welpen dazu zu holen, obwohl lio noch nicht fertig war. er war bis zu diesem Zeitpunkt so unkompliziert und gut erzogen, dass ich dachte, das bleibt so auch mit dem zweiten Hund! sehr naiv, ich weiß!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#6
Dann habe ich (verdammt noch eins) dafür zu sorgen, das der Hund keinen näheren Kontakt zu Welpen u. Junghunden erhält. Schluss-Punkt-Aus!
Ich finde das einfach unverantwortlich!

Und wenn es ein Hundeplatz ist bzw. in der Hundeschule, warum werden dann nicht die Trainer vor Ort um Hilfe gebeten, die das Verhalten des Rüden live sehen u. interpretieren können???
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#7
Also zu allererst: Lass diese Situation wenn möglich nicht mehr aufkommen. Mit jedem Mal das dein Hund einen anderen Welpen auf diese Art angreift festigt sich sein Verhalten noch mehr. Jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und es wird lange dauern bis sich dieses Verhalten durch positives überlagern lassen wird, aber auf jeden Fall würde ich den Hund nicht mehr zu jungen Hunden hin lassen. Abgesehen von deinem Hund, der immer weiter in diese Verhaltensspirale getrieben wird, wenn er sein falsches Verhalten immer wieder auslebt, sind die Welpen echt schlimm drann. Sowas kann unheimlich prägend sein und selbst bei den jungen zu einer Unverträglichkeit oder einem Fehlverhalten durch massive Angst führen.

Außerdem würde ich dir wirklich ein Maulkorbtraining empfehlen. An einem gut "antrainierten" Maulkorb ist überhaupt nichts schlimmes - vorallem wenn es ein hochwertiger "bequemer" (also gut sitzender, an den richtigen Stellen weicher) Mauli ist. Denn du wirst vielleicht mal an Orten sein wo du nicht genau weißt welcher Hund aus dem nächsten Gebüsch springt und wenn du deinen Hund nicht immer an der Leine haben willst, dann wird das die einzig sichere Möglichkeit für euch sein solange er kein Ersatzverhalten erlernt hat oder zu 100% abrufbar ist.

Dann solltest du dir (wenn du bis jetzt von den Trainern am Hundeplatz noch keine hilfreichen Tipps bekommen hast) umbedingt einen Trainer suchen, der mit positiver Bestärkung für richtiges Verhalten deines Hundes bezüglich diesem Problem arbeitet.
(Und falls das noch nicht bewusst ist: keine Wasserspritzpistolen oder Rütteldosen bei Kontakt mit Welpen und deinem Hund - damit verstärkst du die negative Erfahrung mit den Welpen für deinen Hund und er wird schlimmstenfalls noch aggressiver reagieren.)
 
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Dabei
7 Nov 2013
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#8
Ich muss den anderen zustimmen!

Ich finde es ziemlich unverantwortlich dass dein Hund sogar noch ein 2. und 3. mal die Möglichkeit hat sein Verhaltensmuster durch zu ziehen. 1mal ist schon zu viel. Aber ich versteh auch nicht wie die Junghunde einfach zu ihm hin gelassen werden. Mein Hund bleibt bei mir bis ich ihm die Erlaubnis gebe zu schnüffeln. Und wenn mir ein Hundebesitzer begegnet, der mir dann sagt bei seinem Hund nicht schnüffeln lassen, gehe ich weiter. Oder bei Hundebesitzern die meist mit der Frage kommen "ist das ein Rüde?". Oder bei Hunden mit Leinenagression. Und wenn einfach ein Hund auf mich zu kommt und der Halter scheint mir absolut verantwortungslos und kümmert sich nicht drum wo der Hund hin geht sage ich ganz klar "meiner Reagiert manchmal blöd" und lass die nicht schnüffeln.

Also mir ist es wirklich ein wenig schleierhaft wie es überhaupt zu den Aufeinandertreffen kommt zw. Junghund/ Welpe und deinem Hund außer du lässt die Hundebesitzer im Dunkeln was deinen Hund betrifft. Und dann muss ich sagen, bist du absolut Verantwortlich was passiert.
 
Dabei
10 Okt 2012
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#9
es geht hier doch nicht um Begegnungen in Wohngebieten oder sowas. ich rede hier von einem öffentlichen, ringsherum eingezäunten Hundeplatz, oder auch hundeauslaufgebiet genannt, wo die Hunde ohne leine herumlaufen können. sie können dort spielen und toben. es gibt dort einen kleinen platz für kleine Hunde und welpen und einen großen platz für große Hunde. aber die meisten welpenbesitzer bleiben eben auf dem großen platz. und dann kommt es eben vor, dass mein Hund und der welle sich immer wieder begegnen...
ich muss meinen Hund ja auch irgendwo auslasten...und er bringt sie ja nun nicht um oder verletzt sie. er unterwirft sie!

achso und auf diesem platz gibt es keine Trainer oder sowas...ich hoffe das wurde jetzt verstanden!
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#10
@littleBarneyy: im großen und ganzen geb ich dir total recht, nur das mit dem "mein hund ist immer bei mir bis ich ihm sage er darf hin" gestaltet sich mit einem pubertierenden hund etwas schwierig zu manchen zeiten und ich kann verstehen, dass es leute gibt, wo das dann auch mal nicht zu 100% funktioniert - solange der hund dann die körpersprache des anderen lesen kann wird er vermutlich nicht hinstürmen, wenn der steif dasteht... aber das es zu solchen aufeinander treffen kommen kann, kann ich durchaus nachvollziehen (ich hatte finn damals im wald wo wir ständig unterwegs waren auch nicht immer 100% an der schlepp wenn er erst beim 3. anlauf gehört hat) und dein aussie ist ja noch recht jung - wart mal ab was sich da noch tut... die pubertät kann lange sein. was immer noch nicht erklärt warum der rüde keinen mauli trägt bzw auf dem hundeplatz wo KLAR ist dass andere hunde sind noch immer tut was er will.

@mariah: wir hatten auch mal probleme mit aggressivität... bei uns war die devise... üben an impulskontrolle, abrufbarkeit und trainieren an der hundesprache mit seinen hundefreunden... UND: keine hundezonen mehr mit hunden, die wir nicht kennen!!!!! du bist hier in der verantwortung und wenn dein hund eine gefahr für andere ist, hast du dort nichts verloren, sorry!!!
 
Dabei
20 Jul 2012
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#11
meine coco mag zum beispiel auch kein welpen, die recht wuselig sind, aber ich lass sie halt dann auch nicht hin. sie würde diese maßregeln oder umwerfen, wenn sie zum beispiel an mir oder jemand anderem hochspringen...
ich würde einfach den rückruf trainieren und ihn erst gar nicht in die situation lassen. er braucht ja nicht mit welpen usw. spielen, oder? mir persönlich reicht es, wenn mein hund in dieser situation auf mich hört und dementsprechend die situation meidet.
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#12
...und er bringt sie ja nun nicht um oder verletzt sie. er unterwirft sie!
was ich von so einer aussage halte, das sag ich jetzt mal nicht, aber du hast es evtl nicht so hart gemeint!
...aber er bzw manchmal auch beide mobben sie ja zumindest eindeutig und das kann massiven schaden anrichten!!! und ist vor allem auch nicht gut für deinen eigenen hund bzw. kann sich das ja gegebenfalls auch noch ins negative steigern.

du solltest auf jeden fall eine andere lösung finden als so weiter in diese hundezone zu gehen - und wenn das nicht geht: entweder du nimmst lio zukünftig dort an die schlepp oder du besorgst einen mauli und übst in jedem fall am rückruf - wenn du nicht die möglichkeit hast woanders hinzugehen!
 
Dabei
7 Nov 2013
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#13
@littleBarneyy: im großen und ganzen geb ich dir total recht, nur das mit dem "mein hund ist immer bei mir bis ich ihm sage er darf hin" gestaltet sich mit einem pubertierenden hund etwas schwierig zu manchen zeiten und ich kann verstehen, dass es leute gibt, wo das dann auch mal nicht zu 100% funktioniert - solange der hund dann die körpersprache des anderen lesen kann wird er vermutlich nicht hinstürmen, wenn der steif dasteht... aber das es zu solchen aufeinander treffen kommen kann, kann ich durchaus nachvollziehen (ich hatte finn damals im wald wo wir ständig unterwegs waren auch nicht immer 100% an der schlepp wenn er erst beim 3. anlauf gehört hat) und dein aussie ist ja noch recht jung - wart mal ab was sich da noch tut... die pubertät kann lange sein. was immer noch nicht erklärt warum der rüde keinen mauli trägt bzw auf dem hundeplatz wo KLAR ist dass andere hunde sind noch immer tut was er will.
Das stimmt. Ich habe selbst einen pupertären Hund (viel zu früh :mad:) daheim. Aber wir trainieren dass alles schon kräftig, nur weil mein Hund mal auf Durchzug stellt. Würde mein Hund aber ein Aggressives Verhalten an den Tag legen hätte er vermutlich erst mal das Privileg an komplett Freilauf verspielt (zumindest an viel belaufenen Orten), bis ich das Gefühlt habe er lernt und macht Fortschritte und gewinnt mein Vertrauen zurück.

Ich kenne auch einige Hunde die keine wuseligen Welpen / Junghunde mögen. Aber die Leute sagen mir das auch ganz klar und deutlich. Und dann hab ich damit auch null Problem. Nicht jeder Hund muss jeden Hund mögen. Aber jeder Besitzer sollte die anderen nicht im Dunkeln über das Verhalten des eigenen Hundes lassen.

ich würde einfach den rückruf trainieren und ihn erst gar nicht in die situation lassen. er braucht ja nicht mit welpen usw. spielen, oder? mir persönlich reicht es, wenn mein hund in dieser situation auf mich hört und dementsprechend die situation meidet.
So sehe ich das auch. Und bis das klappt, darf man eben nicht dort auf den Platz. Ich kann die Hundebesitzer einfach nur zu gut verstehen welche sich beschweren. Mein Hund ist auch eher vom unsicheren Schlag..
Und am Hundeplatz wurde er neulich von 6 Hunden auf einmal gejagt und unterworfen und alle im Kreis standen sie drum rum und haben auf ihn eingeschnüffelt etc. Da bin ich sofort hin. Er hatte wirklich Panik danach und ist erst mal 15 min mit eingezogenem Schwanz rumgelaufen. Und dann durfte er mit allen Hunden einzeln spielen - was dann prima geklappt hat. Dann war die Angst auch wieder weg..
Bei uns in der Hundeschule gibt es auch noch einen ziemlichen pöbler. Der muss aber dann einfach raus, wenn es mal in Freilauf geht. Bis das Thema bearbeitet wurde und geklärt ist.
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#14
eine möglichkeit die welpen positiv zu belegen wäre: das er mit großem abstand absitzen muss und sobald er zu den welpen schaut integrierst du ein markerwort oder benutzt den klicker und er bekommt ein leckerchen - daduch kann er die welpen positiv verknüpfen - und diese übung macht auch müde!!! ;) ... das kann man dann wenn es gut funktioniert steigern in dem man den abstand verkürzt. die welpenbesitzer sollten aber bescheid wissen, dass die kleinen nicht zu nahe zu euch kommen. bei den übungen würde ich mit deinen hunden aber getrennt spazieren gehen! :)

@littlebarney: ok dann hab ich das falsch verstanden, dachte dein hund verspielt seinen freilauf schon wenn er einmal nicht sofort zurückkommt - dann hätte finn nämlich in seiner ganzen pubertät nicht frei laufen dürfen und das hätte ich nicht gewollt. das heißt nicht, dass wir nicht immer am rückruf gearbeitet haben - aber du weißt ja wie das ist, mit den verstopften ohren von einer minute auf die andere. bei aggressivität ist das freilich was anderes!!!
 
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Dabei
30 Dez 2011
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#15
Zunächst mal würde ich dir raten, deinen Hund in Zukunft nicht mehr zu Welpen/Junghunden zu lassen. Ich kann die von dir als empfindlich betitelten Besitzer schon verstehen, und ich hätte dir und deinem Hund warscheinlich auch ordentlich einen eingeschenkt. Das du dich auf einer Auslaufwiede oder einem Hundeplatz befindest entbindet dich nicht deiner Verantwortung für deinen Hund, du musst schon schaun, was der macht und ihn gegebenenfalls zurück pfeiffen. Klappt das nicht, dann dringnd Rückruftraining machen und in solchen Situationen mit einer Schleppleine arbeiten, damit er keine "Erfolgserlebnisse" hat. Einen Welpen so massiv zu unterwerfen, obwohl dieser sich nichts hat zu schulden kommen lassen, einfach um den Dicken zu makieren (vorsicht: Ferndiagnose), ist kein normales Verhalten und gehört genauso unterbunden wie das Mobben eines Hundes durch 2 andere. Da bist DU gefragt! Falls es für dich wichtig ist, dass dein Hund angemessen mit Welpen umgeht, würde ich mir einen kompetenten Trainer suchen, der mit dir an dem Problem arbeitet, ohne dass weitere Hunde verstört werden (als unkastrierter Rüde muss man auch nicht zwangsläufig alle anderen unkastrierten Rüden doof finden, nur mal so als Denkanstoß zur "Normalität").
Des Weiteren würde ich mir eine vernünftige Aufgabe für deinen Hund suchen, der Hundesport hat ja da mehrere Alternativen, damit du deinen Hund (wie du sagst) nicht im Spiel mit anderen Hunden auslasten musst.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#17
Also ganz ehrlich, würde dein Hund meinen Hund (als er noch Welpe war) so angehen, würde ich deinem Hund und dir ganz gehörig die Meinung sagen. Ich finde es außerdem nicht sinnvoll dass du dieses Verhalten immer wieder durchgehen lässt, würde sich meiner so aufführen, würde ich ihn aber sofort unterbrechen und ein Gewitter veranstalten.
desweiteren finde ich es gerade ziemlich dreist, dass besorgte Welpenbesitzer als "empfindlich" abgetan werden, wenn im gleichen Zuge, das Verhalten deines Rüden mit der Erklärung gespeist wird, dass er als Welpe auf ähnliche Art gemobbt wurde. Das ist für mich unlogisch und ausgesprochen unfair, wenn nun Welpen und Junghunde in eine ähnliche Gefährdung durch Mobben gebracht werden.

Daher würde ich auch sagen, kein Kontakt mehr zu Welpen/junghunden, fängt er in irgendeiner Art an dort wieder zu pöbeln, gäbe es von mir ein Donnerwetter das sich gewaschen hat.
 
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Dabei
30 Jul 2013
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1.087
#18
es geht hier doch nicht um Begegnungen in Wohngebieten oder sowas. ich rede hier von einem öffentlichen, ringsherum eingezäunten Hundeplatz, oder auch hundeauslaufgebiet genannt, wo die Hunde ohne leine herumlaufen können. sie können dort spielen und toben. es gibt dort einen kleinen platz für kleine Hunde und welpen und einen großen platz für große Hunde. aber die meisten welpenbesitzer bleiben eben auf dem großen platz. und dann kommt es eben vor, dass mein Hund und der welle sich immer wieder begegnen...
ich muss meinen Hund ja auch irgendwo auslasten...und er bringt sie ja nun nicht um oder verletzt sie. er unterwirft sie!

achso und auf diesem platz gibt es keine Trainer oder sowas...ich hoffe das wurde jetzt verstanden!

Was hat denn das Zusammentreffen mit fremden Hunden mit der Auslastung deines Hundes zu tun? Diese Auslastung sollte idealerweise in der Zusammenarbeit mit dir bestehen. Dein Hund kann auch glücklich sein, wenn du ihn nicht auf die Tobewiese lässt. Dafür musst dann aber du dich anstrengen.
Genau solche mobbenden Hunde und Halter, die den Hund nicht sofort aus dem Spiel nehmen, sind der Grund, dass ich solche Wiesen hier meide wie der Teufel das Weihwasser.

Ich kann mich den anderen also nur anschließen. Geh einfach nicht mehr auf diese Wiese bis du deinen Hund im Griff hast. Arbeite an anderen Stellen am Gehorsam und nimm dir, wenn nötig einen Trainer dazu. Alternativ kannst du auch eine gute (!) Hundeschule besuchen. Da dürfen die Hunde kontrolliert spielen und wenn einer meint, sich aufzuspielen, greifen die Trainer ein und zeigen dir, wie du reagieren kannst.
 
Dabei
29 Apr 2012
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#19
Ich beherrsche mich jetzt mal, nicht zu schreiben, was ich denke!

Aber mal zur Anregung für dich ein kleines Szenario:
Stell dir vor, du hast einen 10 jährigen Sohn. Der will in den Park, weil da auch andere in seinem Alter sind und noch ein paar Spielgeräte. Aber sehr oft wenn er da hinkommt, ist da dieser übel gelaunte 16jährige, der die Kinder, die im zu nahe kommen, auf den Boden schmeißt und ihnen dabei den Arm verdreht. Wenn man sich über so ein Verhalten als Eltern aufregt, ist das dann auch überempfindlich? Er bringt die Kinder ja nicht um......

Manche Menschen wollen es aber auch einfach nicht verstehen.,..
 
Dabei
30 Mrz 2013
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#20
Das Hauptproblem ist, dass du diese Situation immer wieder passieren lässt und sich dadurch das Verhalten einprägt. Klar, es passiert ja auch nichts, also fühlt der Hund, es sei richtig sein Verhalten.
Meine erste Hündin hat als alte Dame mal einen Schäferhund aufs Kreuz gelegt, der einen kleinen Hund unterworfen und gebissen hat. Der Schäferhund war fast ausgewachsen, aber erst ein knappes Jahr alt.
Rate mal, wer sich aufgeregt hat? Genau, die Schäferhundbesitzerin. Ihr armer Fabio !!! Meine Hündin hat ihm kein Haar gekrümmt, einfach nur umgelegt. Der arme Westi hat seither Angst vor größeren Hunden gehabt, dass man mit ihm nicht mehr ohne Schleppleine gehen konnte, denn er ist dann abgehauen, egal ob Strasse oder nicht.
Die Schäferhundbesitzerin hat ab da einen Bogen um mich gemacht. Völlig unnötig, denn Fabio hatte es kapiert und hat meine als Chefin angesehen. Die Besitzerin hat es leider nicht kapiert! Es hat nicht lange gedauert, war ein schlimmerer Zwischenfall, sie bekam Leinenzwang und Maulkorbzwang, daraufhin hat sie den Hund abgegeben. Schade, er war so ein schönes, kluges Tier!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#21
habt jemand vielleicht einen tipp für mich, wie ich lio dieses verhalten wieder abtrainieren kann? oder was ist der Grund für sein verhalten?
er wurde auf diesem platz von anderen rüden gemobbt, als er noch eine welpe war...spielt das vielleicht eine rolle?

LG

Tipps hast du von den anderen ja schon bekommen.....du darfst das nicht mehr zulassen! Er sollte nicht mal mehr in die Nähe eines Welpen kommen!
Ob der Grund dafür darin zu suchen ist, dass er als Welpe von anderen gemobbt wurde.....mag sein. Du mutest den Welpenbesitzern also genau das zu, was deinem Hund als Welpe passiert ist? Wie hast du dich damals gefühlt? War dir das egal?
So ein Verhalten zeigt kein in sich ruhender und souveräner Rüde....denn so einer hätte das erst gar nicht nötig.
Du solltest dir wirklich mal einen guten Trainer dazu holen.
 
Dabei
7 Sep 2012
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3.334
#22
Ich möchte das von Lightning zum Thema Auslastung geschriebene auch noch mal aufgreifen:

Eine Auslastung Deiner Hunde erreichts Du mit Freilauf m. anderen Hunden auf einer Hundewiese nicht! Sie sind dann für den Moment vielleicht ausgetobt, mehr aber auch nicht.
Du hast zwei junge Hunde einer Arbeitsrasse, die geistig gefördert u. gefordert werden will, die mit ihrem HF zusammen arbeiten möchte.
D.h. für Dich auch ganz klar: Einzelarbeit mit jedem Hund! Und das möglichst täglich.
Welche Art von Beschäftigung zu Euch paßt (Agi/Obi/Mantrailing/Frisbee usw.), hängt individuell von jedem Deiner Hunde ab.

Der Aussie ist kein Hund, der so nebenher läuft! Dem eine Runde Spaziergehen u. freies Toben zum glücklich sein ausreicht.
 
Dabei
10 Sep 2012
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#23
Genug Tips hast Du ja jetzt bekommen, ich kann Dir nur sagen, mein Rüde wurde mit 10 Wochen derartig unterworfen dass das einen bleibenden Schaden hinterlassen hat, er ist nicht verträglich mit fremden Hunden. Er handelt nach dem Prinzip, bevor Du mir was tust Tu ich Dir was... Ich als Welpenbesitzer hätte sicherlich keine netten Worte für Dich. Meine Hündin wurde in Watte gepackt, die hat mir keiner platt gemacht, allerdings halte ich auch nix von Plätzen, wo die Hunde unkontrolliert "spielen" dürfen...
 
Dabei
7 Jan 2014
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234
#24
Alles was geschrieben würde kann ich nur voll unterschreiben! Ein kleiner Denkanstoß noch, warum hat dein Hund das Recht andere Hunde,Welpen zu "erziehen" oder zu mobben? Er hat kein Recht dazu! Und wie würdest du reagieren wenn es deinem Hund so ergehen würde? Es liegt nun an dir das Ruder rumzureißen und jeden! Übergriff zu verhindern. Mit Hilfe einer Hundeschule oder eines guten Trainers klappt das sicher. Und dann ist die Hundwiese wieder möglich.
 
Dabei
10 Okt 2012
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#25
erstmal vielen dank an die, die mir wirklich tipps gegeben haben. ich werde das jetzt berücksichtigen und lio nicht mehr in die nähe eines welpen lassen. ich habe mich wahrscheinlich so ausgedrückt, weil ich inzwischen abgestumpft bin...lio wurde so oft von anderen Hunden niedergemacht, dass ich dachte, das sei normal. und so schlimm wie er angegangen wurde, ist es bei ihm NOCH nicht. aber es kann natürlich sehr schnell dazu kommen, dass ist mir bewusst. gerade dann wenn meine beiden als Rudel agieren.

ich werde lio jetzt an die schleppleine nehmen und versuchen mit positiver Verstärkung zu arbeiten. wenn das nicht fruchtet suche ich mir Hilfe bei einem hundetrainer. wahrscheinlich ist das grundlegende problem, dass ich ihm zu viel freiraum und entscheidungskraft gebe...aber das lässt sich ändern.

ich laste meine Hunde auch anders aus. ich gehe z.b. mit lio zweimal die Woche zum agi, da lebt er wirklich auf. das ist genau sein sport! für meine Hündin hab ich bis auf trickdogging noch nicht das richtige gefunden. mit 9 Monaten darf sie beim agi noch nicht richtig mitmachen und obedience macht mir persönlich keinen spaß...daher war der hundeplatz eine gute alternative.

ich verstehe allerdings nicht, warum ich anfangs so angegriffen wurde. ich habe euch hier um Hilfe gebeten, damit habe ich ja erkannt, dass das verhalten meines Hunde nicht richtig ist...also warum wurde ich so angemacht von einigen?

LG
 
Dabei
7 Sep 2012
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#26
Bei mir lag das ganz einfach daran Mariah, das Du in Deiner Überschrift geschrieben hast "... greift immer wieder Welpen". Dazu ist für mich ein absolutes No-Go.
Da verstehe ich keinen Spaß! Denn genau wie Manu (Sharuki) schrieb, hat meine Hündin als Junghund schlechte Erfahrungen mit einem älteren Hund machen müssen, was bis heute folgen hat!
Da stoßen dann Bemerkungen wie "immer wieder" u. "empfindliche Welpenbesitzer", verdammt bitter bei mir auf! Denn das ist absolut kein Spaß!

Zudem, wenn Dein Lio so oft von anderen Hunden nieder gemacht wurde... auf dieser Hundefreilaufwiese/platz???? Hätte ich persönlich bei meinen Hunden dafür gesorgt, das sie diese negativen Erfahrungen nicht "so oft" machen müssen!!! Damit ist Lio´s unduldsames Verhalten auch schon gut zu verstehen u. fast schon eine logische Konsequenz aus seinen bislang gemachten Erfahrungen!

Ganz ehrlich: Ich halte von Hundwiesen nichts! Rein gar überhaupt nichts! Mal angefangen damit, das da wildfremde Hunde aufeinandertreffen u. viele HH lieber in der Ecke stehen u. tratschen, statt auf ihre Hunde zu achten, ist es i.d.R. der Mobbingplatz schlechthin u. ein Hund kann dort sich jede Menge schlechter Erfahrungen, Krankheiten usw. einfangen. Die Keimbelastung dort ist i.d.R. auch nicht ohne. zudem prallen dort die unterschiedlichsten Erziehungs- u. Ausbildungsmeinungen aufeinander. Wo der eine schon ne´Krise kriegt, winkt der andere noch lässig ab.

Da treffe ich mich doch viele m. vertrauten Hundefreunden u. deren Hunde auf einen Spaziergang.
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#27
@mariah: ich glaub es will dich hier niemand persönlich angreifen... hier schäumen teilweise die gemüter über, weil es teilweise probleme sind die einen selbst betreffen (zb deine oppostion - die welpenbesitzer, das waren wir alle mal) und weil ganz viele probleme (auch deins) hier zig mal angesprochen wurden und man sich dann, wenn man sich selbst schon 100 mal mit dem thema befasst hat denkt: OOOH MANN, nicht schon wieder!!!! und vor allem... warum er jetzt - es sind einfach irrsinnig vertiefte verhaltensketten aufgebaut worden bei deinem hund, weil du so lange zugeschaut hast (du hast es halt nicht besser gewusst)
ich finde es toll, dass du dich hier dennoch wieder gemeldet hast und einige tipps für dich annehmen kannst.

was ich noch dazu sagen wollte, vor allem im bezug auf deine letzte nachricht: du musst auch DEINEN hund vor solchen übergriffen schützen - also auch vor übergriffen anderer hunde auf deinen - ist ja klar, dass er sich das abschaut... (siehe kinder: wenn kinder in der schule verprügelt werden, wenn sie klein sind, ist die wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich später selbst schwächere suchen mit denen sie das machen können)... das heißt, wenn dein hund attackiert wird bzw wenn du schon siehst, dass dein hund sich mit einem anderen nicht wohl fühlt (achte auf die körperhaltung: ist er steif, stellt er vielleicht die haare auf, hechelt er stark, oder versucht er sich gar zu verstecken, ...)... dazwischen gehen, den anderen hund abdrängen bzw dich vor deinen hund stellen und dem anderen klar machen - nicht mit UNS!!!! das gibt deinem hund sicherheit und er hat nicht mehr das gefühl sich selbst verteidigen zu müssen - ich hoffe ihr bekommt da nochmal die kurve.

dein hund soll schon entscheiden dürfen ob er wo hin mag, aber im fall der welpen geht das eben nicht, weil sich sein verhalten so falsch antrainiert hat... wenn er aber zeigt, dass er von einem anderen hund die gesellschaft NICHT möchte, dann hilf ihm!!! auch dein hund darf nicht gemobbt werden, das ist keinesfalls normal!!! und macht sein verhalten gegenüber anderen schwächeren hunden auch schlimmer!!

hundewiesen: auch ich halte von hundewiesen nichts... warum: dort gibt es meist viele hunde deren besitzer sich ncith mit rückruf etc beschäftigen und deren hunde auch sonst nichts können, weil sie dort eh nicht weglaufen können. außerdem gibt es immer hunde die aufgrund vom ständigen dort sein territorialverhalten aufbauen und dann deshalb andere mobben... abgesehen davon, kann man mit einem unsicheren hund bei der begegnung mit dem falschen anderen hund irrsinnig viel kaputt machen... such dir in foren oder über eine huschu hundefreunde für deinen lio mit denen er sich gut versteht und geht gemeinsam spazieren - so weißt du und auch er worauf er sich einlässt und es kommt nicht zu solchen begegnungen. auch finn hat in einer huzo mal mit 4 monaten schlechte erfahrungen gemacht und wir arbeiten bis heute an den folgen (er ist jetzt 1 jahr alt) - ich war seit dem nie wieder in einer huzo... die hunde die wir im wald treffen sind um ein vielfaches umgänglicher!
 
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Dabei
7 Jan 2014
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#28
Ich sehe es nicht so das du angemacht wurdest. Es ist eben ein Kreislauf, wie du auch geschrieben hast. Der eigene Hund hat es als Welpe so erlebt,also ist es normal wenn er es auch macht. Genau so sollte es aber nicht sein. Bei einigen Hunden hat das echt heftige Folgen. Deshalb haben einige auch recht klar geschrieben.
Aber du hast es erkannt und wirst den richtigen Weg finden.
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#29
edit: es lohnt sich dafür auch länger zu einem waldstück, etc zu fahren!!! wirklich! deine hudne werden es dir danken.
 
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