Hallo

Ich war gerade etw schockiert oder eher erstaunt, wie z.T der Aussie gegenüber Kindern, Fremden oder im Jagdverhalten beschrieben wird.
Ich denken das ist alles eine Erziehungsfrage.
Lønne ist von Anfang an IMMER bei mir in der Praxis gewesen, dh er weiß, dass Fremde und neue Persinen normal sind. Er akzeptiert, respektiert und verhält sich KIndern gegenüber absolut großartig!!!
Desweiteren sehe ich das mit der Ein- Personen Beziehung auch etwas anders.
Lønne ist NUR mit mir aufgewachsen und hat außer in der Praxis keinerlei Bezugspersonen gehabt. ICH habe erzogen ICH habe gespielt ICH habe gestreichelt ICH habe bestraft ICH bin spazieren gegangen und ICH habe alles geregelt.
Nund gibt es seid kurzem einen Partner MIT Hund und es ist absolut easy. Der andere HUnd ist ein potenter 1,5 Jahre alter Rüde und es läuf. Klar war Lønne am Anfang etw verwirrt, wenn Lukas mir näher war oder wenn Mogli zum kuscheln kam, aber auch das ist eine Sache, die einmal untersagt wurde und damit war es gut.
Ich bin einfach der überzeugung, das es zwar gewisse Rassetypische Eigenschaften gibt, die aber mit richtiger und konsequenter Erziehung, und damit meine ich KEINE Strenge oder Härte, in den Griff zu bekommen ist.
JEDER Hund ist anders und ich finde, es klasse wie sie sich informiert und obwohl es wichtig ist sie darauf hinzuweisen wie die typischen Aussieeigenschaften sind, finde ich es auch angsteinflössend so schauergeschichten zu schreiben, denn solch einen Aussie habe ich noch nie erlebt.
Ich will hiermit niemanden angreifen und sicherlich ist ein unsicherer Hund noch unsicherer, wenn der Halter unsicher wird Aber so krass (sorry für die Wortwahl) habe ich es noch nie gehört, mit so vielen Baustellen.
Interessanter Thread.

Hab die Beiträge jetzt auch mal durchgelesen.

Isil, ich finde überhaupt nicht, dass hier Schauergeschichten erzählt wurden. Aber die gibt es natürlich zu Hauf über den Aussie.
Aus den typischen Eigenschaften des Aussies können nun mal Probleme entstehen, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert. Das merke ich jetzt schon deutlich bei Hazel und sie ist erst vier Monate alt. Hazel ist zwar noch sehr jung, aber ich schildere mal meine Eindrücke.
Der Schutztrieb und der Jagdtrieb erwachen sichtbar bei ihr und wenn ich da nicht mit viel Konsequenz dabei wäre, wären das schon Stellen, an denen man den Hund sicher "versauen" könnte. Ich hoffe, dass mir genau das nicht passiert.

Ich ersticke die Ansätze schlechten Benehmens schon im Keim. Ich bin mir aber keineswegs sicher, ob das einem 13-jährigen Kind auch gelänge. Das ist nicht böse gemeint, Wölfchen, aber ich habe meine Zweifel ob man als Heranwachsender die nötige Strenge und Konsequenz seinem Hund gegenüber aufbringen kann. Und diese Dinge sind beim Aussie nun mal besonders gefragt. Als Kind ist man noch schneller emotionaler als ein Erwachsener es ohnehin schon ist. Der Hund wird in erster Linie als Freund empfunden und so wird auch agiert. Wir hatten auch lange Jahre einen Cairn Terrier. Aber der war laaaaaange nicht so listig sich Vorteile zu suchen wie Hazel es jetzt schon ist. Sie geht da richtig strategisch vor. Ich bin immer wieder platt.

Hinzu kommt, ob sich der Aussie, der bei euch einzieht überhaupt von einem Kind etwas sagen ließe. Am Anfang fand Hazel Kinder gruselig. Inzwischen akzeptiert sie sie, aber ich glaube, sie wird nie freudestrahlend auf Kinder zulaufen. Ich bezweifle, dass sie sich von ihnen etwas sagen ließe. Wäre vllt anders gewesen, wenn wir selber schon Kinder hätten. Das kann ich natürlich nicht beurteilen.
Zum Thema Ein-Personen-Hund. Hazel liebt auch meinen Partner sehr und freut sich wie bolle, wenn er nach Hause kommt und die Streicheleinheiten beginnen.

Aber die engere Bindung hat sie eindeutig zu mir. Wenn ich das Haus verlassen, liegt sie vor der Haustür und wartet, dass ich zurück komme. Wenn wir beide da sind, verkrümelt sie sich eher auf meine Füße etc. Bei mir gehorcht sie sehr gut für ihr Alter und man merkt auch, dass ihr etwas daran liegt, mir zu "gefallen". Bertram wird deutlich öfter hinterfragt und Kommandos werden daher nicht immer zuverlässig ausgeführt. Bertram ist manchmal davon genervt, aber er kommt damit klar.
Die Frage ist nur, würdest du das auch? Was passiert, wenn sich der Aussie deine Mutter als bevorzugte Person aussucht. Wäre das nicht sehr schwer für dich? Es muss nicht passieren. Es kann auch bei anderen Rassen passieren. Aber die Gefahr ist beim Aussie halt nochmal größer.
Als letztes noch, ich finde es super, dass du dich hier so informierst. Ich fände es aber deutlich wichtiger, deine Mutter würde es auch machen. Vllt liest sie ja auch mit. Das wäre natürlich das Beste.

Denn egal welche Rasse es wird, SIE wird die Haupterziehungslast tragen müssen. Und wenn mit 18 dann die Discos plötzlich interessanter sind als der Hund, wird sie ihn weiterhin auslasten müssen. Und da fordert ein Aussie in den meisten aller Fälle halt doch mehr als ein Goldie. Ich weiß, du kannst dir nicht vorstellen, dass das passiert, aber werde erstmal 18.
Ich will auch auf keinen Fall vom Aussie abraten. Es sind tolle Hunde, sonst hätten wir alle keine Aussies. Und meine Hazel liebe ich ja sowieso über alles. Aber es gibt halt in deinem jungen Alter viel zu bedenken. Ich denke, in deinem Fall ist es eben von besonderer Bedeutung, wieviel Arbeit deine Mutter mit einem Hund möchte. Denn ist sie nicht auch mit ganzem Herzen beim Aussie dabei, könnte es problematisch werden.