Also am Anfang dachte ich noch "Jaaa, das ist alternativ, das stellt den Aussie nicht als den immertollen Familienhund dar, das ist doch mal was!".
Aber tatsächlich finde ich im Nachhinein, dass auch dieser Artikel den Aussie total "mystifiziert" bzw auch problematisiert. Es ist natürlich echt schwer heutzutage, ein GUTES Rasseportrait zu verfassen, das den Aussie weder beschönigt, noch problematisiert, aber ich finde wie auch andere hier dass der Artikel stellenweise genauso verallgemeinert und Pauschalaussagen als Faktum darstellt, die so nicht sein sollten.
Auch bspw. dass grundsätzlich jeder junge Aussie Angstsituationen erstmal mit Meideverhalten gegenübertritt - das ist viel zu pauschal, finde ich. Und wie auch schon von nemesis erwähnt finde ich es zwar schön, dass Problemherde aufgezeigt werden, aber viel zu vage gehalten, was man machen kann dagegen. Wenn man ein Thema schon so ausführt, dann sollte meiner Meinung nach auch ein theoretischer Lösungsansatz (a la "vermeiden sie situationen, in denen...") gegeben werden und nicht nur ein "ja, der Aussie kann jagen!".
Und auch, wenn Maggy in Sachen Fremde aussieun"typisch" ist, fremde Menschen also megatoll findet, finde ich diese Aussagen zum Thema Reserviertheit auch zu allgemein gehalten... ich denke, man wollte darauf hinaus, dass AGGRESSIVES Verhalten nicht auftreten darf und man da vorsorgen sollte. Aber es liest sich ein bisschen so, als sollte man dem aussie als die rassetypischen Merkmale austreiben, um ihn zu einen gestreamlineten Hund zu machen, der immer alle Menschen toll findet. Auch wurde meiner Meinung nach nicht deutlich gemacht, dass das Bellen bei Aussies nicht sein MUSS! Aussies können bellen, klar, aber auch das kann man in geregelte Bahnen lenken (und bei uns auch ohne ein langsames Runterkommritual).
Naja... an sich stecken da glaube ich schon die richtigen Intentionen dahinter, aber ich persönlich finde das jetzt immer noch kein treffendes Rasseportrait.