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Rasseportrait Australian Shepherd

Dabei
14 Feb 2008
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#31
Ich denke mal, Hanny meint, dass es tatsächlich im Sport ein Problem mit der Bellerei gibt. Meiner Meinung liegt das aber eher an einer schlechten Erziehung/Führung und an Überforderung, ausgelöst durch Überbeschäftigung im Welpen- und Junghundalter und durch den Ehrgeiz der Halter. Die Aussage, dass Hunde, die Frisbee spielen weniger bellen halte ich für ziemlich weit hergeholt.
 

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Dabei
18 Mrz 2012
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#32
Achso. Gut, das hört man ja an allen Ecken und Enden, scheint aber ja tatsächlich auch am falschen Aufbau zu liegen. Ich finde einige Aussagen da weit hergeholt, deshalb hätte mich brennend interessiert, wo sowas herkommt.
 
Dabei
24 Jan 2008
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#33
Ich denke mal, Hanny meint, dass es tatsächlich im Sport ein Problem mit der Bellerei gibt. Meiner Meinung liegt das aber eher an einer schlechten Erziehung/Führung und an Überforderung, ausgelöst durch Überbeschäftigung im Welpen- und Junghundalter und durch den Ehrgeiz der Halter. Die Aussage, dass Hunde, die Frisbee spielen weniger bellen halte ich für ziemlich weit hergeholt.
Genau so seh ich das auch -aus eigener leidvoller Erfahrung -selbstproduziert.Meine Nena ist auch der Kläffer schlechthin .Egal bei welcher "Arbeit" selbst beim Obi ,was ja naturgemäß eine ruhige Sportart ist muß sie einen Beller loslassen auf dem Weg in die Box oder beim Aportieren ,oder auch bei der Hürde .Die anderen beiden haben von mir nie nicht nen Ball oder sowas gesehen ,bevor sie mindestens 1 Jahr waren .Außer den Futterbeutel aportieren ,das ging aber tonlos.Beim Frisbee höre ich sofort auf wenn Nena bellt ,das hat sie kapiert -von daher habe ich nun mit der so vielgepriesenen Impulskontrolle bei ihr wirklich gute Erfahrungen gemacht.Mal sehen ob sie noch Fortschritte in die Richtung macht ,sie ist ja schließlich schon 7.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#36
Ich habe jetzt mal ein paar Seiten gelesen und kann allen nur raten: Lest die Dissertation, die ist super. Da bekommt man glatt Lust, sich mindestens drei der zitierten Quellen zu holen
 
Dabei
14 Feb 2008
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#37
Wenn ich es recht erinnere wurde die Dissertation ursprünglich nur auf den Border Collie abgestellt, der Aussie wurde dann mit aufgenommen durch Betreiben einiger Leute aus der Aussieszene. Mir ist allerdings niemand aus der Aussie-Hütewelt bekannt, der an der Fragebogenaktion teilgenommen hat.

Daher finde ich aus verschiedenen Gründen die Aussagen in Bezug auf den Aussie nicht immerr sehr folgerichtig, da sie als Umkehrschluß vom Border Collie abgeleitet sind und mit großer Wahrscheinlichkeit der Anteil der Border aus Hüteleistungszuchten überwiegt. Die Verteilung der Fragebögen lief initial über den ABCD e.V. (also vorzugsweise arbeitende Border) und über den ASCD e.V. und ASAG e.V. (also vorzugsweise nicht arbeitende Aussies).
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#38
Welche Teile meinst du denn sind eher abgleitet? Am Anfang ist ja von den Fragebögen noch nichts, ich finde die Teile zur Entstehung und Arbeitsweise schon sehr interessant und nachvollziehbar, woher die Aussagen kommen. Die Befragung und Auswertung hab ich jetzt wohl noch nicht gelesen, ist natürlich blöd, wenn da niemand aus der Aussieszene beteiligt war
 
Dabei
14 Feb 2008
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#39
Ganz besonders meine ich die Auswertungen zu Stereotypien. Meines Wissens ist die Verfasserin selber ein "Bordermensch" und hat einen bestimmten Blickwinkel. Ich persönlich sehe diese Ausprägung von stereotypischen Verhaltensweisen beim Aussie nicht in dem Maße, wie beim Border. Allerdings kenne ich vorzugsweise Aussies aus AL während die Teilnehmerschar eher aus Nicht AL zu stammen scheint. Insofern sehe Äpfel und Birnen verglichen.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#40
Achso. Also kann ich mir den Teil schonmal sparen ;) Obwohl ich ja auch Border Collies interessant finde. Und wie gesagt, den Teil, der nicht Studie ist finde ich sehr interessant und gut recherchiert, da kommt wieder die Freude an wissenschaftlicher Arbeitsweise in mir hoch ;) Auch der direkte Vergleich so arbeitet der Border, so der Aussie ist spannend find ich
 
Dabei
14 Feb 2008
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#41
Nein, lies mal schön alles, das ist schon sehr interessant und ich habe nicht behauptet, es gäbe beim Aussie keine stereotypischen Verhaltensweisen.

Jeder sollte das wirklich von Anfang bis Ende durchlesen, das hilft schon ungemein gewisse Verhaltensweisen von Hütehunden zu verstehen.
Außerdem hilft es vielleicht auch, um auf das Thema zurückzukommen, meine Einstellung zu dem Rasse Portrait zu verstehen.
 
Dabei
24 Jan 2008
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#42
mmh-wenn mich nicht alles täuscht habe ich damals eine Mail bekommen mit der Bitte an der Fragebogenaktion teilzunehmen .Ich werde mal meine alten Mails durchackern .Kann auch jemand anders gewesen sein ,aber der Name kommt mir schon bekannt vor.
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#43
Also am Anfang dachte ich noch "Jaaa, das ist alternativ, das stellt den Aussie nicht als den immertollen Familienhund dar, das ist doch mal was!".
Aber tatsächlich finde ich im Nachhinein, dass auch dieser Artikel den Aussie total "mystifiziert" bzw auch problematisiert. Es ist natürlich echt schwer heutzutage, ein GUTES Rasseportrait zu verfassen, das den Aussie weder beschönigt, noch problematisiert, aber ich finde wie auch andere hier dass der Artikel stellenweise genauso verallgemeinert und Pauschalaussagen als Faktum darstellt, die so nicht sein sollten.
Auch bspw. dass grundsätzlich jeder junge Aussie Angstsituationen erstmal mit Meideverhalten gegenübertritt - das ist viel zu pauschal, finde ich. Und wie auch schon von nemesis erwähnt finde ich es zwar schön, dass Problemherde aufgezeigt werden, aber viel zu vage gehalten, was man machen kann dagegen. Wenn man ein Thema schon so ausführt, dann sollte meiner Meinung nach auch ein theoretischer Lösungsansatz (a la "vermeiden sie situationen, in denen...") gegeben werden und nicht nur ein "ja, der Aussie kann jagen!".

Und auch, wenn Maggy in Sachen Fremde aussieun"typisch" ist, fremde Menschen also megatoll findet, finde ich diese Aussagen zum Thema Reserviertheit auch zu allgemein gehalten... ich denke, man wollte darauf hinaus, dass AGGRESSIVES Verhalten nicht auftreten darf und man da vorsorgen sollte. Aber es liest sich ein bisschen so, als sollte man dem aussie als die rassetypischen Merkmale austreiben, um ihn zu einen gestreamlineten Hund zu machen, der immer alle Menschen toll findet. Auch wurde meiner Meinung nach nicht deutlich gemacht, dass das Bellen bei Aussies nicht sein MUSS! Aussies können bellen, klar, aber auch das kann man in geregelte Bahnen lenken (und bei uns auch ohne ein langsames Runterkommritual).
Naja... an sich stecken da glaube ich schon die richtigen Intentionen dahinter, aber ich persönlich finde das jetzt immer noch kein treffendes Rasseportrait.
 
Dabei
22 Nov 2012
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#44
Frau Dr. Ute Blaschke Berthold:D

Der Name und der ihrer "Jünger", die sich zur "mondtanzenden" und "stressfreien" Hundeerziehung in der Schweiz berufen fühlen, verfolgt mich in der letzten Zeit. Es geht doch nichts über selbsternannte Profis mit einem selbsterfunden Ausbildungslehrgang, die dann gefährliches Halbwissen unter den Hundehaltern verbreiten....
 
Dabei
11 Nov 2012
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#45
Fuer mich ist der Artikel nichts. Ich finde ihn nicht strukturiert genug. Er liesst sich nicht fluessig, die Verallgemeinerungen mag ich auch nicht und irgendwie fehlt mir auch ein schluessiger Aufbau.
Ich finde ja es gibt einen super, dem Aussie voll gerecht werdenden Text. Den Rassestandard!!! Da steht genau drin, wie und was ein Aussie sein sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Da steht drin, Arbeitshund, Hueteveranlagung, Wach und Schutztrieb usw. ohne es zu beschoenigen und ohne es zu dramatisieren.
Das man bei einem Rasseportrait nicht alle Hunde der Rasse treffen kann, muss einem klar sein. Wenn ich einen Artikel ueber "Die Deutschen" schreibe, dann kann ich damit auch nicht alle "Deutschen" treffend beschreiben, ist doch klar.
Was mich aber wirklich stoert, sind diese Verallgemeinerungen und vieles ist schlicht falsch. Ich kenne nun duzende AL Aussies und davon hat keiner ein Zwick oder Schnappproblem im Alltag. Und was der ACD hier als voellig andere Rasse zu suchen hat, frage ich mich auch.
Ich meine der ACD hat mit dem Aussie ja nun absolut gar nichts zu tun. Weder die Entstehung der Rassen, ja noch nicht mal auf dem selben Kontinent liegt ihr Ursprung. (ich meine im ACD sind Wildhunde (Dingos) mit eingekreuzt worden und Dalmatiner) Was genau hat das mit einem Aussie zu tun? Der ja nun von gaenzlich anderen Hunden abstammen soll?

Die Dissertation von Georg finde ich dagegen richtig gut. So stelle ich mir eine fundierte Arbeit vor. Und auch wenn der Border hier ueberwiegt, finde ich es trotzdem total interessant. Und fuer eine wissenschaftliche Arbeit liesst es sich erfreulich fluessig und verstaendlich.

LG
 
Dabei
31 Okt 2012
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#46
Zu dem ersten Bericht: mir stösst das immer negativ auf wenn etwas auf wissenschaftliche Arbeit macht und dabei nicht mal das kleine 1x1 dessen beherrscht geschweige den anwendet. Auf mich wirkt es so als ob da jemand die eigenen (sehr durcheinandergewürfelten) Thesen mit ein paar hingeworfenen Quellenangaben untermauern wollte.

Also mir persönlich ist es lieber einen subjektiven Bericht zu lesen wie der Artikel "Genie und Wahnsinn..." von Stefanie Gaden - der keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Arbeit erhebt. Oder halt eine Thesis, die diesen Anspruch auch gerecht wird und anhand von Quellen verschiedene Aspekte, Betrachtungsweisen und Forschungsergebnisse heraustellt. Die Dissertation von Frau Meermann ist eine Wohltat nach dem ersten Bericht - Danke für den Link :)
 
Dabei
25 Mai 2008
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#47
Frau Dr. Ute Blaschke Berthold:D

Der Name und der ihrer "Jünger", die sich zur "mondtanzenden" und "stressfreien" Hundeerziehung in der Schweiz berufen fühlen, verfolgt mich in der letzten Zeit. Es geht doch nichts über selbsternannte Profis mit einem selbsterfunden Ausbildungslehrgang, die dann gefährliches Halbwissen unter den Hundehaltern verbreiten....
und es geht nichts über polemische Aussagen, die zum eigentlichen Thema nix beisteuern, außer das man mal was lustiges gesagt hat...
 
Dabei
22 Nov 2012
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#48
und es geht nichts über polemische Aussagen, die zum eigentlichen Thema nix beisteuern, außer das man mal was lustiges gesagt hat...
Außer das ich aktuell zwei Hunde zur Verhaltenstherapie aus der Schule von der - gelinde gesagt- etwas unqualifizierten Dame und Berichtmitverfasserin mit ihren pauschalisierenden Aussagen habe. Hat weniger was mit "Polemik" und mit " lustig" schon gar nichts zu tun...
Ist ein Thema was mich momentan recht beschäftigt, da auch eine Freundin von mir mit ihrer jungen Aussie Hündin zu denen rennt. Sie ist total gestresst/ überfordert durch das Temperament ihrer Hündin und ist von einem Trainer zu nächsten gerannt. Und dann irgendwann auf "Empfehlung"' bei denen ( Schützlingen von besagter Frau Dr.) gelandet. Und ich kenne leider die Resultate von unqualifizierten und unausgebildeten Trainer nur zu gut. Und ich würde so wahnsinnig gerne die drohende Katastrophe abwenden und kann es doch irgendwie nicht. Leider ist bei einem jungen Aussie nicht alles lösbar über Bachblüten und "stressfrei"....
 
Dabei
25 Mai 2008
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#49
nö, solche Statements sind nicht polemisch und anmaßend
der Name und der ihrer "Jünger" , die sich zur "mondtanzenden" und "stressfreien" Hundeerziehung
und es gibt garkeine anerkannten Hundetrainer, zumindest nicht in Deutschland und warst du schonmal bei ihr selber? dass du beurteilen kannst, wie unqualifiziert sie ist? Nur weil Leute bei ihr Seminare besucht haben, deren angebliches Versagen auf die Dozentin zurückzuführen, ist einfach, da brauch man die Probleme nicht wo anders suchen oder gar bei sich selber ;)

Ich kenne auch Trainer, die nach diesem Prinzip arbeiten und trotzdem ihren eigenen Stil beibehalten. Aber gott sei dank bist du scheinbar eine qualifizierte und anerkannte Trainiern, mir unverständlich warum deine Freundin, dann nicht bei dir trainiert?! Aber weisst du eigentlich masse ich mir sowas nicht an, weil ich deine Arbeit garnicht kenne, aber hier kann ich grad nicht anders.
 
Dabei
22 Nov 2012
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#50
Nein- die "Statements" sind Zitate ihrer Hompage. Deswegen habe ich sie zitiert (in Gänsefüsschen gesetzt).

Wir leben aber nicht in Deutschland. Und bei uns gib es zwei zertifizierte Hundetrainerausbildungen, die nach staatlichen Voraussetzungen aufgebaut und durchgeführt werden und mit einer Abschlussprüfung enden, die bestanden werden muss um die Zertifizierung zu erhalten.

Ja- ich schaue gerne mal über den eigenen Tellerrand und besuche immer noch Seminare bei anderen Ausbildnern und kenne die Dame. Und ich kenne die Ergebnisse ihrer Arbeit. Es bin ja nicht nur ich, es sind auch Kollegen, die Mühe mit ihrer Vorgehensweise haben. Wir haben ein monatliches Hundetrainerchränzli, wo jeder mal einen Fall vorstellt und wir den dann besprechen und einen Therapieplan ausarbeiten. Wenn sich die Fälle dann aus einer Richtung summieren, dann muss/ darf man die Methode oder die Person, die dahinter steht schon mal kritisch hinterfragen. Meine Meinung jetzt....

Ich sage auch nicht, dass die komplette Methode falsch ist! Was ich aber sage ist, dass das was ich bisher aus dieser Richtung zu sehen bekommen habe, zum Teil tragisch ist. Weil Hunde total falsch eingeschätzt und trainiert worden. Und Menschen falsch bzw. schlecht beraten wurden. Mit zum Teil erheblichen Konsequenzen für alle Beteiligten.

Jenny- ich habe tatsächlich eine der oben genannten zertifizierten Ausbildungen machen dürfen. Und ich habe eine eigene Hundeschule, in der ich in enger Zusammenarbeit mit einer Verhaltenstierärztin, einem Orthopäden und einer Tierphysiotherapeutin Verhaltenstherapie anbiete. Die meisten meiner Patienten kommen übers Veterinäramt zu mir weil sie gemeldet wurden und haben eine lange Statistik. Diese Arbeit macht mir extrem viel Spass.

Meine Freundin hat mich tatsächlich gefragt, ob sie nicht zu mir kommen könne und ich ihr die gesetzlich vorgeschrieben Bestätigungen für die Gemeinde ausfüllen könne. Ich habe das abgelehnt. Zum Einen, weil ich keine Hunde von Freunden zu mir in die Ausbildung nehme. Auch zu diesen Hunden habe ich eine Beziehung und umgekehrt und bin nicht mehr so objektiv/ genau wie ich es sein sollte. Deswegen gehe ich mit meinen eigenen Hunden auch zu einer Kollegin um mir Tipps zu holen und um mit ihnen zu trainieren. Bei den eigenen Hunden und bei befreundeten Hunden stellt sich oftmals eine Betriebsblindheit ein.
Zum Anderen habe ich es abgelehnt weil ich der Meinung bin, dass Welpen und Junghunde in einer kleinen, kontrollierten Gruppe lernen sollen/ müssen. Das kann ich ihr mit meiner Hundeschule nicht bieten. Ich biete keine Gruppenstunden an. Oder besser gesagt- nicht mehr. Früher hatte ich auch eine konventionelle Hundeschule. Die Spezialisierung kam erst später.

Ich hoffe, dass der Umgangston zwischen uns jetzt wieder ein bisschen freundlich wird....
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
15 Mai 2012
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#51
Ich hoffe, dass der Umgangston zwischen uns jetzt wieder ein bisschen freundlich wird....
Das hoffe ich allerdings auch!

Ich würde euch bitten eure Diskussion wenn dann im privaten fortzuführen, hier soll es um das Rasseportrait Australian Shepherd gehen! Danke
 

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