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Ruhe contra Auslastung, Probleme contra Abwarten

Dabei
10 Mrz 2014
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974
#1
Hallo, leider ist die Überschrift nicht sehr glücklich aber ich konnte sie nicht besser formulieren. In einem anderen Thema ist mir aufgefallen, das doch mehrere hier im Forum der Meinung sind auch ein Welpe bräuchte "Auslastung" wenn auch in unterschiedlicher Menge. Andererseits hatte ich immer den Eindruck Ruhe, Ruhe nochmals Ruhe. Oft hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil wir oft mehr machten, es machte mir, meinen Kindern und dem Hund Spaß.
In anderen Themen fällt mir auch oft auf, das sofort zu einem "Trainer" geraten wird. Im Prinzip ja richtig, aber oft habe ich den Eindruck, wenn man konsequent daran arbeitet, verliert sich vieles von selbst. Ich möchte damit nicht sagen, das sich alles von alleine gibt, aber manches,vor allem Pubertätsbedingtes Verhalten sich einfach durch konsequentes weitermache legt. Es ist für mich schwer in Worte zu fassen. Deshalb ein Beispiel:
Lassie war im Winter, wenn Besuch da war noch sehr aufgeregt. Ihr Motto Juhu noch mehr Spielpartner. Wir haben sie eine Zeitlang spielen lassen, beim Essen wurde sie nicht beachtet, wenn sie störte rausgesperrt oder angebunden. Ähnliches Verhalten im Haus, um Weihnachten rum brauchte sie viel mehr Aufmerksamkeit. Jetzt liegt sie den ganzen Tag egal ob Besuch oder nicht und chillt im Haus. Selbst beim grillen liegt sie unterm Tisch und versucht nicht das Grillgut zu klauen (erst vom Kompost). Wir haben dieses Verhalten nicht "bewusst" erzogen, aber an normaler Unterordnung und Alltagstauglichkeit gearbeitet. Wir spielen trotzdem auch manchmal im Haus mit ihr, trotzdem ist sie bis jetzt super geworden.(für uns mit all ihren Macken).

Es würde mich sehr freuen wenn sich viele dazu melden, und ihre Erfahrungen schreiben. Klar das viel vom Hund abhängt, trotzdem wäre Eure Berichte bestimmt interessant. Es soll hier nicht um Recht oder Unrecht gehen.
 

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Dabei
29 Dez 2012
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418
Alter
33
#2
Wir haben drinnen und draußen immer klar getrennt. Drinnen Ruhe/schlafen oder leises beschäftigen mit sich selbst. (Bei 60m^2 und zwei Hunden garnicht anders möglich) dafür war draußen Action. Wir sind schon recht früh mit dem Auto auf Wiesen gefahren. Dort von klein auf Rückruf geübt und pö a pö mehr.
Wir haben auch nicht die 5min regel draußen eingehalten, ab ca 4-5 Monaten ging es die kurzen strecken hier durch den Wald, im Tempo natürlich angepasst. Die kürzeste Runde dauert eigentlich 30min mit pausen für Gibbs und zeit sich alles anzugucken und zu üben brauchten wir fast 1 1/2std. Diese Runde gab es allerdings nur alle zwei Tage. Danach immer Pause und nur Pipi am nächsten Tag.
Heute ist Gibbs Zuhause die Ruhe selbst, unser HT hat uns nun sogar befohlen in der Wohnung zu spielen, damit wir interessant sind (mit 9 Monaten waren wir draußen okay, bis Hund/Vogel oder Wasser in Sichtweite war)
Ich würde es immer wieder so machen, denn auch ohne Kennel kann Gibbs überall abschalten, selbst in Niederkrüchten auf der Ausstellung vom ASCA lag er auf seinem zugewiesenen Platz und war am Dösen! Zum spielen animieren kann man den aussie immer, das runterfahren ist die Kunst ;)
 
Dabei
15 Mai 2014
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1.001
#3
Ich habe mit meinen beiden nicht gezielt Ruhe geübt oder besonders auf Auslastung (zuviel/zuwenig) geachtet. Sie nahmen als Welpe normal an unserem Leben teil, waren überall mit (Freunde, Restaurants,...) und durften auch schon als Welpe mit anderen Hunden toben. Treppen habe ich sie meist getragen und versucht, Spaziergänge am Anfang nicht zu lang zu gestalten (auch mal Tragen des Welpen). Ansonsten habe ich mir da keinen Stress gemacht. Ich hatte nie eine Box in der Wohnung und meine beiden konnten immer wunderbar entspannen. Als sie jeweils ca. 9-10 Monate alt waren fing ich langsam mit Zaro Rettungshundearbeit und meine Tochter mit Naila Agility an.
Nachdem Zaro ca. 1,5 Jahre alt war fing ich auf Anraten eines Ausbilders bei unserer Rettungshundestaffel an, etwas an seiner (und meiner) Kondition zu arbeiten. Wir begannen mit fast täglichen Fahrradtouren (meist Freilauf) und wurden auch beide schnell viel ausdauernder:). Naila macht die Touren jetzt auch häufig mit, seit sie über ein Jahr alt ist. Es bringt uns allen richtig Spaß, auch mal um die Wette zu laufen (fahren).
Meine beiden sind also auch ziemlich fit und ausdauernd und in der Lage, mal ein paar Stunden am Stück unter stärkerer Belastung durchzuhalten. Sollen sie auch.
 
Dabei
15 Mai 2014
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1.001
#4
In anderen Themen fällt mir auch oft auf, das sofort zu einem "Trainer" geraten wird. Im Prinzip ja richtig, aber oft habe ich den Eindruck, wenn man konsequent daran arbeitet, verliert sich vieles von selbst. Ich möchte damit nicht sagen, das sich alles von alleine gibt, aber manches,vor allem Pubertätsbedingtes Verhalten sich einfach durch konsequentes weitermache legt. Es ist für mich schwer in Worte zu fassen.
Wenn man ein "gutes Händchen" bei der Hundeerziehung hat, geben sich die Probleme dann natürlich wieder. Einfach, weil man es richtig macht. Fragt aber jemand im Forum ist es häufig so, dass er absolut nicht mehr weiter weiß. Da man weder Hund noch Besitzer kennt finde ich es, besonders bei Aggressionsproblemen, fast immer am Besten, einen Trainer zu empfehlen, der sich die Situation einmal anschaut.
 
Dabei
7 Sep 2012
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3.334
#5
Von mir kommt der Rat mit dem Hundetrainer bzw. i.d.R. Welpengruppe, wenn ich durch lesen des Themas den Eindruck bekomme, das der Halter (noch) sehr unsicher in Sachen Verhalten und Erziehung ist u. es scheinbar allgemein große Unsicherheit u. Nervosität vorliegt. Ich selber besuche auch nach über 30 Jahren Hundeerfahrung die Welpengruppe bzw. mache Hundesport u. es macht mir schlicht sehr viel Spaß u. es sind tolle Freundschaften dabei entstanden. Auch wenn ich selber mit einem Hund Probleme haben sollte, würde ich mich jederzeit an meine Trainerin wenden um mich auszutauschen u. eine neutrale Meinung zu einem Problem zu bekommen.

Leider sehe ich gerade bei den Hütehunden immer wieder Halter, die bei Problemen solange warten, bis das Kind so richtig in den Brunnen gefallen ist u. sich ein negatives Verhalten massiv festgesetzt hat. Hütehunden lesen uns sehr gut u. in ungeheuer feinen Nuancen, beim Aussie kommt häufig ein Schutztrieb hinzu, der nicht immer einfach zu händeln ist, zumal wenn er mit Unsicherheit gepaart ist. Es mag Probleme geben, die sich von alleine geben, aber es gibt auch Probleme, die ein handfestes Ausmass annehmen u. die dann nur schwer wieder zu lösen sind. Nicht umsonst, werden viele Aussies wieder abgegeben, weil die Halter nicht mit ihnen klarkommen.
Zudem muss man noch mal ganz klar sagen, das sich Probleme oft nicht via eines Forums lösen lassen! Das fängt schon an, wie ein Problem hier beschrieben wird u. wie andere es beim Lesen interpretieren u. hört damit auf, das Du weder den Halter noch den Hund in einer beschriebenen Situation live gesehen hast u. Dir daher kein echtes Bild machen kannst. Da rate ich doch lieber zu einem Trainer vor Ort!


In Sachen Auslastung scheint es oft nur ein viel zuviel oder ein viel zu wenig zu geben u. kaum mehr ein gesundes Mittelmaß.
Die einen sperren den Welpen stundenlang in eine Box, der andere hat schon ein festes Wochenprogramm für jeden Tag u. feilt schon fleissig an der Sportkarriere.
Irgendwie fehlt mir häufig der normale Blick auf ein Hundekind, dessen Bewegungsprogramm nicht mit der Stoppuhr gemessen werden muss, das seine ganz normalen dollen 5 Min. hat u. auch mal über die Stränge schlägt, das aber auch einmal nur einen schläfrigen Bummeltag hat. Oft stehen Tricks u. Sport im Vordergrund, während Grundgehorsam u. Gewöhnung an Umweltreize u. vor allem deren Verarbeitung (!) durch ausreichend Pausen genauso wenig Beachtung findet, wie die körperliche u. psychische Belastung durch das Wachstum des Körpers.
 
Dabei
15 Mai 2014
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1.001
#6
Ich glaube übrigens auch, dass ein, vielleicht nicht unbedingt kleiner, Teil des Verhaltens auch angeboren ist. Mit ziemlich ähnlicher Erziehung ist Zaro doch um einiges hibbeliger als Naila. Es können zwar beide gut entspannen, aber wenn ich mal ein paar Tage krank bin und Sparflamme angesagt ist, merke ich bei Zaro viel eher, dass er unruhig wird und etwas tun möchte. Ebenso ist er leichter abgelenkt als Naila. Es muss nicht immer alles nur an der Erziehung liegen.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#7
Ich stimme Julia (Aussiewolf) voll und ganz zu. Erst letzte Woche erzählte mir mein Trainer, dass er eine Mail einer Frau erhalten hat, die im September ihren Border Welpen bekommt (sprich:noch gar nicht geboren) und sich jetzt schon im Agiliy eintragen wollte und nachfragte, wann sie in den BH-Vorbereitungskurs gehen kann. Auch mein Trainer teilt die Meinung: bei Border und Aussie gibt es so gut wie kein Mittelmaß mehr.
Wir waren in der Welpengruppe und haben Otis erst mal in Ruhe aufwachsen lassen: regelmäßig Hundekontakt zu gut sozialisierten Hunden, das Leben kennen lernen. Dabei natürlich schon konsequente Erziehung. Seit er ca 8 Monate alt ist gehen wir, neben der Junghundgruppe, noch zum THS: kein "richtiges" Training, aber Geräte spielerisch kennen lernen und weiter an der Konzentration trotz anderer Hunde pfeilen.

Ich denke, ein Trainer oder eine dritte Person kann einem dabei helfen, an sich zu arbeiten. während des Trainings bekomme ich oft nicht mit, dass z.B. meine Körpersprache zweideutig war. Sprich: ich bin mit Hunden aufgewachsen und hatte vor Otis 14 Jahre lang einen Labrador und bräuchte eigentlich keinen Trainer. Aber:er hilft mir, wenn ich mal ne "Denkblockade" habe.

Vieles verwächst sich auch, wenn man konsequent dran bleibt. Wer Ruhe oder das Kommando Decke nie lernt, muss nicht denken, dass es plötzlich vom Himmel fällt.
 
Dabei
31 Okt 2012
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2.198
#9
Ich seh es ähnlich wie Julia - auch bzgl. Ruhe Kontra Auslastung. Es gibt kein Kontra! Wenn man oft auf "Welpen sollen auch mal zur Ruhe kommen" hinweist, dann nur weil das in diesem Thread grad offensichtlich Thema ist. Seltsamerweiße zieht sich dieses Thema nun mal wie ein roter Faden durch das Forum - bis jetzt war noch NIE ein Thema wo man den Eindruck hatte, der verzweiflte Fragestelle macht zuwenig wenn ein Welpe gar so überdreht ist.

Oder die Hütehunde die im Tierschutz abgegeben werden... Sehr, sehr selten kommen da unausgelastete Hunde, meistens sind die überfordert und fallen erstmal in Tiefschlaf. Überforderung entsteht ja nicht durch schönes Spaziergehen, sondern manchmal durch permanentes Einwirken durch seine Leute, permanente Unruhe durch Kinder, Umweltreize, nicht wesensgerechtem Umfeld etc.

Darum finde ich auch teilweiße schwierig wenn im Foren so konkrete Tipps zu wirklich schwerwiegenden Probleme gegeben werden. Im Prinzip geben fremde Menschen Tipps an wiederrrum ihnen fremde Menschen. Man kennt sich nicht und sollte dadruch Ratschläge mit der nötigen Skepsis betrachten. Wer weiß schon wie gut es wirklich klappt bei dem Tippgeber? Niemand kennt die Hunde tatsächlich, Papier ist geduldig - das sollte man nie vergessen. Und dazu kommt, jeder tickt anders! Was bei meiner Shiva gut funktioniert, funktioniert bei Emma null!

Von daher rate ich immer zu einem Trainer bei einem schwerwiegenden Thema. In Foren liest man auch viel heiße Luft von Leuten mit Profilneurosen, wo letztendlich nicht alles soooo toll läuft wie es dargestellt wird. Und nein, ich meine niemand speziellen - sondern rede von einem allgemeinen Phänomen in Foren. Klar, man ist anonym und kann sich so darstellen wie es einem gefällt.
Und selbst wenn die Antworten ehrlich sind, es kann einfach nach hinten losgehen wenn man das Hund/Mensch Team nie persönlich gesehen hat. letztendlich macht man sich ein Bild von etwas das von jemand subjektiv erzählt wurde - das dies oft, ohne böse Absicht, nicht einer Realität entspricht, müsse einem ja klar sein. Wir wissen wir schwierig es ist das Gesagtes bei vertrauten Menschen richtig ankommt, bei Geschriebenen von fremden Leuten ist dies nochmal viel schwieriger.

Dazu kommt das vielleicht der eine mit gewissen Macken leben kann, für den anderen ein absolutes No-Go ist. Doch vielleicht führen die Tipps genau zu diesen No-Go's! Im Prinzip ist mir egal wie jemand seinen Hund erzieht, solange dieser mir oder Emma im Freilauf oder Öffentlichkeit nicht am Senkel geht UND die Konsequenzen getragen werden wenn man es doch wieder besseren Wissen und der Möglichkeit eines Hundetrainers den Hund verbockt hat.
Doch was passiert nur allzuoft? Die Hunde - komplett gaga, aufgedreht und kommt gar nicht mehr zu Ruhe - landet im Tierschutz, wo sich Ehrenamtliche dann damit rumschlagen müssen. DIE müssen dann trainerieren, die müssen schauen wo sie das Geld für die Versorgung aufbringen, DIE haben schlaflose Nächte wegen diese Hunde... Diejenigen die es verbockt haben, die haben sich dem Problem dann mal schnell entledigt und DAS macht mich wütend!

Was auch zu den - meiner Ansicht nach - inzwischen abgelutschte Begriff "Bauchgefühl" führt. Ja, Bauchgefühl ist wichtig - doch wir haben auch noch ein Hirn. Also auch hier - kein Kontra, sondern ein Miteinander. Ich kenne Leute die sich auf "Bauchgefühl" ausreden und den selben Mist immer wieder machen. Weiterbildung, Reflektion und eingestehen von Fehler bzw. ein probieren von anderen Methoden führt GEMEINSAM mit Bauchgefühl zu einem guten Weg.
Bei Menschen die nicht fähig sind einzugestehen das auch sie schon mal die Richtung geändert haben, fehlt die Fähigkeit zu reflektieren und eine notwendige Offenheit. Für mich sind solche Menschen weder glaubwürdig noch gute Ratgeber. Natürlich bringt es nix auf jeden neumodernen Zug aufzuspringen und irgendwelche Guru's zu folgen ist genauso Schmarr'n. Extreme sind nie gut.

Jeder Hund ist anders, jeder Mensch ist anders - was bei dem einen funktioniert, führt beim anderen zum Disaster. Dazu kommen noch das viele Lebensumstände auch anders sind. Eine Bekannte von mir hat exakt die selbse Auslastung für ihren Hund wie ich - trotzdem ist deren Hund komplett überdreht und kommt nicht zu Ruhe. Ja, einfach weil wenn ich nach Hause komme, dann ist es ruhig. Wenn sie nach Hause kommt dann springen da oft die Kinder ihrer Schwester rum, die permanent auf den Hund einwirken.
Das wird oft vergessen - man kann von den eigenen Lebensumstände nicht auf andere schließen. Ich finde nach wie vor das der Hund Ruhe lernt sehr, sehr wichtig! Das heißt ja nicht das man streng nach Plan den Hund zur Ruhe zwingen muss, das sagt aber auch keiner. Doch wenn sich der Hund damit schwer tut, doch ja, dann muss man den auch mal runterholen. Viele meinen ja sie mussten das dem Hund nie lernen! Ich glaub eher der Hund hat das nebenbei "gelernt".

Bei mir war halt so, wenn wir zuhause waren dann hab ich Emmy nicht beachtet und gearbeitet. Das ist auch eine Form von lernen, das einfach nix mehr passiert. Wenn dann permanent auf den Hund eingewirkt wird, dann lernt der Hund sicher nicht Ruhe und das meinen auch viele mit "Ruhe" lernen. Im Prinzip gibt man vieles den Hund einfach im Alltag mit - manche Hunde brauchen da länger und ich finds keine Schande wenn ein Hund Ruhe lernen muss bzw. eher der Mensch lernen muss den süssen Welpi auch mal in Ruhe zu lassen (ich glaub letztes ist eher ein Problem).

Also ich muss ehrlich sagen, als Kind bin ich in einem großen Bekanntenkreis mit vielen Kindern aufgewachsen und wir haben getobt, gespielt und tralala - war super! Doch genauso haben wir überdreht :p genauso mussten wir mal gestoppt werden (bzw. wurden wir dann einfach nach draussen befördert) ABER genauso gab es halt dann wieder Zeiten wo nix - goar nix passiert ist. Verregnete Sonntage wo ich gelesen habe und faul auf der Sofa rumgehangen bin. Meine Eltern hätten mir den Vogel gezeigt wenn ich rumgejammert hätte, das wir jetzt Schwimmen fahren müssen etc. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen!

Und genauso halte ich es mit meinen Hunden - toben, spielen - bremsen wenn der Jungspund überdreht und Tage wo nix passiert und man einfach mal chillt (DAS ist für mich Ruhe lernen). Und es gab auch immer Kinder die musste man dann schon früher bremsen und auch mal zum Still sitzen verdonnern, damit sie wieder runterkamen. Doch mei, da hat jetzt auch keiner ein großes Thema drauss gemacht.

ich halte halt nix von dem ständigen einwirken, ständigen Reizen ausgesetzt sein... Ein gesundes Mittelmass und ein Gespür für den eigenen Hund auch mal das eigenen Verhalten anzupassen und reflektieren ist für mich der richtige Weg. Und es keine Schande wenn man das Gespür (das kommt mit der Zeit) noch nicht hat und sich lieber in Groben nach ein paar allgemeine Regeln orientiert, die sich als gut erwiesen haben.

Find ich persönlich 1000x besser als die Leute, die nicht fähig sind ihre Fehler zuzugeben, sich zu informieren, als diejenigen die meinen sie haben von Anfang bis Ende alles ALLEINE perfekt gemacht, sind schon mit dem überdrüberperfektenhundversand auf die Welt gekommen und haben sowieso immer alles richtig gemacht. Jeder fängt mal an und darüber hinaus sieht die Realität sieht meistens anders aus...
 
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Dabei
15 Mai 2012
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5.028
#10
Ich stimme Yuki und Julia von Herzen zu :).

Natürlich habe ich dazu noch eine eigene Meinung, die will ich mal versuchen in Worte zu fassen :)..

Mir gehts ebenfalls um die richtige Mischung zwischen Ruhe und Auslastung. Wobei ich bei einem Welpen, einem HundeKIND nicht von Auslastung sprechen möchte, sondern vom Leben kennenlernen. Jeder setzt seine Akzente der Erziehung irgendwie anders, das was mir wichtig ist, ist dem nächsten Piepegal und anders herum. Das muss jeder irgendwie selber herausfinden was wichtig ist. Der Schritt dazuhin ist allerdings in meinen Augen dann und wann unfair. Überall dort wo überzogene Erwartungen an den Hund, ein natürliches Wesen, gestellt werden, dort fange ich mitm Kopfschütteln an. Das bedeutet nun nicht dass ich das alles super kann, oder nicht selbst schon in diese Falle ging :).
Wenn ich mir jedoch ansehe wie natürliche Prozesse ablaufen, so sehe ich, dass sie mit unserer menschlichen und digitalen Welt nicht viel zu tun haben. Es werden in Ruhe die Dinge vermittelt die von Bedeutung für das jeweiligen Individuum sind. Wiederum heißt das auch nicht, dass der kleine Knirps nie Stress haben wird/soll. Aber alles mit Maß und Ziel. Das ist für mich die Aufgabe von uns Haltern und damit muss ich auch gewährleisten mich selbst zu bremsen, den Blick von Außen (Trainern, anderen Hundehaltern) zu schätzen. Selbstredend muss man sich irgendwann auf sein Gefühl verlassen können, aber wie auch Yuki sagte, macht es die Mischung aus. Wenn ich merke ich komme so oder so nicht weiter, dann muss ich mir was anderes überlegen und eine neue Methode ausprobieren. Dazu gehört natürlich auch Wissen. Wissen zb um Stresssignale beim Hund. Wie viele Leut gibts die meinen ihr Hund sei "toootal entspannt" und "dem macht das Spaß", bei genauerer Betrachtung sieht man davon überhaupt nichts, im Gegenteil, ein komplett gestresstes Tier das sich aber dennoch anpassen wird, weil ihm gar nichts anderes übrig bleibt. Fairness? ich glaube nicht.

Zeit gehört zur Erziehung nun mal auch dazu, das ist so und ich sehe es auch täglich in meiner pädagogischen Tätigkeit. Vieles geht nicht von heute auf morgen. Es gibt Dinge die nur über Zeit und durchhaltevermögen des Halters funktionieren werden, das ist aber auch von Hund zu Hund, von Umwelt zu Umwelt unterschiedlich.

Dennoch möchte ich noch kurz auf den angesprochenen Thread eingehen. Mir persönlich stößt da einfach sauer auf, dass gewisse Dinge außer Acht gelassen werden und unbedarft gehandelt wird. Einen Hund, ein Tier das noch viel mehr in der Natur verortet (frei nach Olbrich) ist, in eine Situation zu bringen die davon weit entfernt ist, ist für mich nur durch Training und Beziehung in Ordnung. Das ist aber meine Meinung und gewiss keine Allgemeingültigkeit! Speziell habe ich da Dinge vor Augen wie den unvorbereiteten Hund in eine laute, belebte und für ihn unbekannte Welt zu werfen, das ganze in einem Alter wo das Tier rein logisch gedacht keinerlei Vergleichsmöglichkeiten hat und haben kann und somit noch nicht weiß wie das einzuordnen ist. Wiederum kann es gut gehen, muss es aber nicht. Das ist ein Punkt den ich nicht verstehen kann.

Was der Rat zu einem Trainer betrifft ist es ganz einfach. Ich kenne nicht alles, ich kann nicht alles und ich kann bestimmt nicht jedem helfen. Ich habe also einen begrenzten Erfahrungsschatz zzgl. dem was ich mir erlesen habe. Das ist aber noch immer Laienwissen. Ergo rate ich lieber den Gang zum Profi an, als falsche Tipps zu geben die ein bestehendes Problem nicht lösen, im schlimmeren Falle verschlechtern könnten. Das wäre nicht fair, weder dem Halter noch dem Hund gegenüber und schon gleich dreimal nicht angemessen. Immerhin bin ich auch nur Halterin und habe meine Geschichten mit meinem Hund.
 
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Suki

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Dabei
9 Okt 2014
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#11
Da stimme ich Rumo 100% zu. Ich hatte überlegt wie ich das in Worte fassen soll, aber Rumo hat das wunderbar geschafft:) *daumenhoch*
 
Dabei
19 Feb 2012
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154
#12
In anderen Themen fällt mir auch oft auf, das sofort zu einem "Trainer" geraten wird. Im Prinzip ja richtig, aber oft habe ich den Eindruck, wenn man konsequent daran arbeitet, verliert sich vieles von selbst. Ich möchte damit nicht sagen, das sich alles von alleine gibt, aber manches,vor allem Pubertätsbedingtes Verhalten sich einfach durch konsequentes weitermache legt. Es ist für mich schwer in Worte zu fassen.
Mir ist auch schon oft aufgefallen, dass zu einem "Trainer" geraten wird.
Und ich gehe mal davon aus, dass sie gute Erfahrungen mit Hundetrainern gemacht haben und es außerdem schwierig ist aufgrund einer Beschreibung das Hundeverhalten richtig einzuschätzen.
Wenn man aber bedenkt, wer sich alles Hundetrainer schimpft...dann kann auch der falsche Trainer viel verkehrt machen.

LG mariposa
 
Dabei
15 Mai 2014
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#13
Ich habe bei, nach meiner Meinung nach, eher schwerwiegenden Problemen auch schon zum Hundetrainer geraten, obwohl ich auch der Meinung bin, dass man nicht bei jedem unbedingt die Hilfe findet, die man braucht. Man muss manchmal schon ein bißchen suchen, bis man jemanden findet, der einem helfen kann. Aber wenn man eine eingefahrene Situation so lässt wie sie ist kann sie auch nicht besser werden.
Zaro ist mein erster Hund und ich war am Anfang, bis ich meinen Verein gefunden habe, den ich klasse finde, bei mehreren Hundetrainern / Hundeschulen.
Irgendwie war das alles ein ziemliches Durcheinander. Bei einem Trainer sollte ich eine 2m Leine anschaffen, der nächste meinte, fürs Fuß-Laufen gehe nur eine 1m Leine und für den dritten musste ich mir eine 3m Leine anschaffen, da der Hund entweder Fuß laufen oder schnüffeln durfte. Ich sollte vor meinem Hund durch die Tür gehen, vor ihm essen, andauernd zischen, wenn er etwas falsch macht und er durfte abends, wenn ich auf dem Sofa saß, nicht mehr auf meinen Füßen sitzen, obwohl ich das auch toll fand.
Einer nahm mir mal die Leine aus der Hand und zog den röchelnden Zaro hinter sich her (der hat mich natürlich nie wieder gesehen). Dabei ging es mir nur um die einfachen Gehorsamkeitsübungen, an lockerer Leine laufen, Abruf,...
Zu Hause war ich meist konsequent, so dass es trotzdem, bis auf die Leinenführigkeit, recht gut lief.
Deshalb sehe ich auch ein Problem darin, wenn man sich zu viel stresst und krampfhaft versucht, Regeln von anderen durchzusetzen, hinter denen man gar nicht steht (mir war es egal, wer zuerst aß und ich fand es super, wenn Zaro auf meinen Füßen schlief und die Leinenlänge finde ich auch nicht so wichtig). Wenn man merkt, dass etwas wirklich aus dem Ruder läuft muss man natürlich handeln. Man sollte natürlich auch einen jungen Hund nicht durchgehend bespaßen, aber dazu fehlte mir auch schon die Zeit. Ich muss auch mal am Rechner sitzen oder bin nicht zu Hause, da muss der Hund notgedrungen Ruhe geben. Vielleicht hatte ich auch Glück, dass das bei uns immer einfach automatisch geklappt hat.
Die Leinenführigkeit wurde eigentlich erst besser, nachdem wir unseren Verein entdeckt haben. Dort war man konsequent aber trotzdem ruhig, jeder darf bestätigen, wie er es möchte und das passte gut für uns.
 
Dabei
15 Jun 2015
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#15
Ein Hallöchen auch von meiner Seite und ich gebe auch mal meine Meinung dazu. Wie erziehe ich meinen Hund? Wie ich in will oder wie es andere wollen? Tipps holen weil man in einer Sache nicht weiter kommt, OK, aber der Grundsatz sollte immer sein, man kennt seinen Hund besser als jeder andere und sollte sich nicht von andere reinreden lassen. Wir hatten vorher einen "Problemhund" aber wir haben es mit viel Geduld und Liebe geschafft das er es in einem stolzen Alter von 17 Jahren geschafft hat.
Wir haben eine jetzt eine 11 Wochen alte Mini Aussi Dame und wir haben es so geregelt.
1. In der Wohnung wird nicht getobt dazu ist der Garten da.
2. Gassie gehen: Wir haben keine feste Zeiten oder einen "X Min" Regel. Wir gehen wenn wir merken, der Hund ist fit genug, dann gehen wir. Wenn mir merken der Welpe hat genung, oder wirkt überdreht, weil er überlastet ist, gehts sofort wieder nachhause.
3. Kinder: Da das gleiche Spiel, wenn wir merken der Hund hat genug, ist Schluss! Ohne wenn und aber, auch wenn Kinder mehr "Spass" haben wollen.
4. Übungen nur dann wenn der Hund "Aufnahmebereit" ist, es bringt nicht´s wenn wir ihn dazu zwingen.
Denke jeder, der seinen Hund kennen lernt und auf die kleinen Zeichen hört, dann ist der Hund ausgeglichener.
 
Dabei
7 Sep 2012
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3.334
#16
Nun zu dem Rat mit dem Trainer bzw. Hundeschule möchte ich noch etwas hinzufügen: Sicherlich profitiere ich davon, das ich seit einigen Jahren "meine" Hundeschule gefunden habe, nachdem auch ich am Anfang auch an eine nicht so tolle Trainerin geraten bin. Es ist dann schon schwer als Anfänger, hier den Mum zu haben, den Schlussstrich zu ziehen u. eine andere HS zu suchen, zu mal damals (vor 13 Jahren) HS eher dünn gesät waren.

Was ich aber immer wieder beobachte, das vielen Hundeanfänger sozusagen die Basis u. die Grundgedanken zur Hundeerziehung fehlt. Das ist kein Mangel (!!!), denn wir haben alle mal angefangen! Aber ich mich verblüffen immer wieder Neu-Hundehalter, die sich auch irgendwie nicht dafür interessieren, wie sie denn so ein kleines Fellbündel für diese Umwelt ausbilden u. trainieren sollen. Und statt sich z.B. mal an eine HS zu wenden oder ein gutes Welpenbuch zu kaufen, wird im INet recherchiert u. jede Methode mal ohne Plan u. Hintergrundwissen durchprobiert.
Hier im Forum wird z.B. gerne zum Clicker geraten. Ein wirklich tolles Möglichkeit der Ausbildung für einen Hund. WENN, ja, wenn man denn weiß, wie man damit arbeitet! Wenn man die Vor- aber auch die Nachteile u. auch die Grenzen eines Klickers kenne. Aber wieivele lesen den Tipp, schnappen sich den Clicker bei z.B. Problemen m. Hundbegegnungen u. klickert sinnlos ins Nichts.
Der nächste probiert einen Ratschlag aus, ohne zu wissen, das der Hund vorab z.B. gewissen Kommandos oder Schritte beherrschen muss.
Daneben die Probleme wie falsches Timing, mangelnde Konsequenz, fehlerhafte Technik, unpassende Methode für dieses individuelle Hund/Mensch-Team, falsch gedeutete Ursache eines Verhaltens, fehlender Grundgehorsam usw., usw.

Auch bin ich immer irritiert, wenn man zwar einen Trainer hat, aber diesen scheinbar nicht zu bestimmten Problemen fragen mag, sondern liebe das Forum. Es spricht sicherlich nichts dagegen, bei einem konkreten Anlass, nach alternativen Trainingsmethoden u. Erfahrungen zu forschen, aber hier im Forum wird ja oft der eigene Trainer gar nicht gefragt oder seine Ratschläge nicht angenommen, obwohl er das Problem live gesehen hat. Da fragt man sich dann schon, ob das mangelndes Vertrauen u. ggf. der falsche Trainer ist.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#17
Das mit dem Trainer war ja auch unsere Erfahrung. Da Lassie seit 30 Jahren der erste Hund ist, wollte ich alles richtig machen. Wir habe einen guten Verein gefunden, die Leiterin der Welpen, Junghundegruppe war nicht grundsätzlich schlecht, nur für uns und unsere Situation ungeeignet. Anfangs suchte ich die Schuld bei mir, dann beim Hund und schließlich hörte ich auf mein Gefühl, gepaart mit absolutem Unwillen auch nur noch einen Schritt in diese Gruppe zu tun, und einem gewissen Maß an Vernunft, und suchte einen neuen Verein.
Dort fühlen wir und der Hund uns wohl, die Probleme sind in meinem Sinne angegangen worden und ich bin heilfroh über diesen Schritt.
Ich möchte die andere Trainerin nicht als schlecht verschreien, mit den anderen hat es super hingehauen, aber bei uns nicht. Ich bin mir sicher wir hätten uns viele "Fehler" anerzogen wenn wir dort geblieben wären,
Wenn ich nicht schon wirklich viel Erfahrung von Früher gehabt hätte, viele Bücher gelesen hätte und eine kompetente Freundin hätte die mir bestätigt hat das mein Gefühl richtig ist, währe ich wahrscheinlich geblieben.
Was macht nun jemand der wirklich keine Ahnung hat, zu einem Trainer geht, und erst viel später merkt das es nicht passt. Veränderung ist immer Zeitaufwändig, es dauert und dauert, und wirkliche Probleme festigen sich.
 
Dabei
7 Sep 2012
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3.334
#18
Nun, ja, das mit dem Gefühl ist eine tolle Sache... wenn man es denn hat!
Leider gibt es auch Menschen, die mit dem Bauchgefühl nicht so gesegnet sind. Die entweder wie die Axt im Wald agieren u. noch den überfordersten Hund nicht erkennen oder die anderen, die meinen mit "nur Wattebäuschen werfen" wird alles gut.
Mitunter muss man Bauchgefühl erst entwickeln. Daher sollte man immer auch lernen, wie man was macht...
 
Dabei
22 Sep 2014
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546
#19
Ja, da bin ich voll bei euch: die Trainingsmethode muss zu einem passen! In meiner alten HuSchu sollte der Hund auf den Boden gedrückt und angeknurrt werden, wenn der Welpe (!!!!) etwas macht, was mir nicht passt. Zum einen passt diese Erziehungsmethode null zu mir und zum anderen auch nicht zu meinem Hund.

Jetzt im Verein wird eigentlich fast nur über positive Bestärkung gearbeitet. Allerdings legte mir die Trainerin vorletzte Woche ans Herz, dass ich auch mal mit mehr Nachdruck arbeiten muss. Sprich: Otis schaut durch die Gegend und reagiert auf das erste Sitz nicht (Voraussetzung: er kennt das Kommando). Dann soll ich ihn auch schon mal leicht runetrdrücken. Sie fragte mich aber, ob es mir unangenehm wäre, "härter" mit meinem Hund zu arbeiten. Ja, ist es. Ich bin konsequent, ich erwarte, das ein Kommando durchgeführt wird. Ich kenne meinen Hund aber am besten und wenn ICH mich mit einer Trainingsmethode unwohl fühle, dann merkt der Hund, dass ich nicht voll dahinter stehe.

Hunde-Neuanfängern kann es allerdings passieren, dass nichts hinterfragt wird. Obwohl ich kein Hundeanfänger bin, fiel es mir bei meinem alten Trainer auch schwer zu sagen "STOPP! ES REICHT! WIR GEHEN!" Das habe ich erst heulend im Auto realisiert, als mein Hund total durch war und bin danach nicht mehr hin (und hatte fürchterliche Schuldgefühle meinem Hund gegenüber). Irgendwie ist dann da wieder dieses "Schüler-Lehrer"-Gefälle und viele viele Trainer nehmen einen nicht für voll, wenn man erklärt, dass man bereits Erfahrung und auch sehr viel Wissen hat; leider wird oft erwartet, dass man einfach so alles schluckt.

Ich kann für mich nur sagen, dass ich prinzipiell offen für neue Trainingsvorschläge bin. Momentan klickern wir nach dem Prinzip von Leslie McDevitt (tolles Buch: "Über alle Hürden." Nicht alles ist für uns anwendbar, aber die Grundidee finde ich gut). Während mein alter Trainer mich und meinen Clicker verpöhnt hat und wir ihn nicht anwenden sollten ("Der Hund wird zur Klicker-Maschine), darf ich es ihm Verein nutzen; wenn ich möchte, oder auch nicht.
 
Dabei
10 Sep 2012
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#20
Bei uns wird einfach ganz normal mit dem Welpen umgegangen. Er lernt seine Grunderziehung, da gehört für mich der Rückruf dazu, und zuhause darf gespielt werden, allerdings nicht ständig. Wir haben eine Box, einfach um mal Ruhe bei 4 Hunden reinzubringen. Die Kleine geht mit in die HuSchu wenn ich Kurse gebe, einfach um dabei zu sein. Aber ich mache kein Welpenfrühförderprogramm. Sie geht halt überall mit hin und gut ist. Da sie eh in der Welpenstunde strebert, mach ich dazu daheim nicht viel... Ich hab ja auch noch nen halbtagsjob und Familie.
Also alles ganz normal..
 
Dabei
7 Sep 2012
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#21
Bei uns wird einfach ganz normal mit dem Welpen umgegangen. Er lernt seine Grunderziehung, da gehört für mich der Rückruf dazu, und zuhause darf gespielt werden, allerdings nicht ständig. Wir haben eine Box, einfach um mal Ruhe bei 4 Hunden reinzubringen. Die Kleine geht mit in die HuSchu wenn ich Kurse gebe, einfach um dabei zu sein. Aber ich mache kein Welpenfrühförderprogramm. Sie geht halt überall mit hin und gut ist. Da sie eh in der Welpenstunde strebert, mach ich dazu daheim nicht viel... Ich hab ja auch noch nen halbtagsjob und Familie.
Also alles ganz normal..
So lief es bei uns auch ab. Zumal ich sagen muss, das meine beiden Großen zusammen mit ihrer Mutter aufgewachsen sind, von der sie ungeheuer viel profitiert u. gelernt haben, da sie glücklicherweise sehr souverän u. cool u. wirklich gut erzogen war. Einzig mit meiner Hündin die ab der 12 Lebenswoche Augenprobleme hatte, haben wir sehr gezielt an dem Handycap gearbeitet u. sie z.B. daran gewöhnt von etwas herunterzuspringen, weil sie die Entfernung anfangs nicht einschätzen konnte. Von dieser gezielten Frühförderung hat sie ihr ganzes Leben profitiert u. später auch Agility u. Obedience machen können.

Meine jetztige Junghündin war die erste, bei der ich sehr konkret von Beginn an, an einem Problem gearbeitet habe, da sie schon mit 8 Wochen eine starke Reserviertheit + Schutztrieb + große Unsicherheit gezeigt hat. Hier haben wir quasi vom 1. Tag an dran gearbeitet u. meine beiden großen u. souveränen Hündinnen waren mir hier eine enorme Hilfe!
Auch wenn dieser Hund nie ganz easy in Umgang wird, soweit wäre ich ohne die beiden niemals mit ihr gekommen.
Und mit der Hilfe der richtigen Trainerin u. eine jederzeit m. Tipps u. Ratschlägen unterstützenden Züchterin.
Denn so einen schwierigen Hund hatte ich bislang noch nicht. Aber man kann auch das hinbekommen, wenn man Lust u. Spaß hat daran zu arbeiten u. sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Genauso haben wir es mit dem Hüten gemacht. Zwar habe ich über 10 Jahre eine Freundin mit ihren Schafen u. verschiedenen Hunden bei der Hütearbeit begleitet, aber dann selber den ersten Hund ausbilden ist halt doch was ganz anderes.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#22
Aber man kann auch das hinbekommen, wenn man Lust u. Spaß hat daran zu arbeiten u. sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Ich denke, genau das ist das Problem: viele schaffen sich einen Hund an und wissen nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Ich meine: ich sehe das Thema "Hund" auch als eine Art Hobby. Ich schaffe mir ja auch kein Pferd an und lass es 365 Tage im Jahr auf der Weide stehen und überlasse es sich selbst.
 

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