Also um die Wogen etwas zu glätten... Anubis geht es - so habe ich es herausgelesen - vor allem um die ART, wie der Threaderstellerin von diesem Züchter/Vermehrer/wasauchimmer abgeraten wurde.
Es ist eine Sache, logische und gute Gründe zu haben, nicht beim Vermehrer zu kaufen. Will man aber jemanden davon überzeugen, das nicht auch zu tun bzw. eben klarmachen, warum es so sinnvoll ist, nicht vom Vermehrer zu kaufen, sollte man das in einem angemessenen Ton und einer angemessenen Formulierung, die deutlich macht, dass das nunmal die
persönliche Meinung des Schreibenden ist. Sätze à la "Schön blöd, wer beim Vermehrer kauft" helfen niemandem und machen, wie Anubis angedeutet hat, die Leute nur mundtot. Ich weiß, dass der Umgangston SELBST bei diesem Thema hier im Forum noch weitaus angenehmer ist als in so manch anderen Foren, aber trotzdem könnte man doch am Ideal vom wohlwollenden Miteinander festhalten und nicht grimmig & zynisch reagieren, wenn jemand sich doch einen Hund vom Vermehrer geholt hat
Und mal ganz generell: Ich glaube, hier wird viel hineingelesen... nicht jeder Rasse-/Papierhundbesitzer denkt, sein Hund sei gesundheitlich, charakterlich etc perfekt und um Meilen
besser als ein Vermehrerhund. Es gibt kein besser oder schlechter. Die Denkweise, mit der vom Vermehrerhund abgeraten wird, ist eine langfristige. Wenn niemand beim Vermehrer kauft (ganz egal, ob der unter dem VDH, ASCA oder gar keinem Verband vermehrt), dann hat der Vermehrer keinen Umsatz mehr, das Geschäft lohnt sich nicht. Im schlimmsten Fall merkt er das erst, wenn er schon 10 Welpen hat, weil er eben nicht zuvor geguckt hat, ob er genug Interessenten hat (sondern nur wieder darauf gepokert, dass sich über ebay Kleinanzeigen genügend Leute finden

). Das bedeutet dann 10 Tierheimwelpen oder, wenn es ganz schlimm kommt, ausgesetzte oder tote Welpen. Das ist schrecklich und das sind 10 verwirkte Hundeleben, die (und hier der Knackpunkt) nur deshalb verwirkt wurden, weil sie keine Papiere haben? Nein! Weil sie der Wegbereiter für Generationen von gedankenloser Vermehrerei waren, und genau genommen haben diese 10 Welpen dann weiteren 50, 60 oder 100 das Leben gerettet, sie vor Blindheit bewahrt (denn merle-merle ist doch so toll zusammen), vor Epilepsie, vor schwerer HD, vor hohem Aggressionspotenzial...... Jeder Hund hat das Recht zu leben. Aber gerade WEIL es heutzutage der Mensch ist, der entscheidet, welche Hunde sich paaren und welche nicht, ist es auch der Mensch, der selektieren muss, so schrecklich sich das auch anhört. Statt also einem Menschen das Geld zu geben, der ohne Sinn und Verstand Hunde verpaart, ohne Rücksicht auf Verluste, sollte man sich dann von vornherein bei einem "verantwortungsvollen Züchter" (abermals ganz egal, ob unter VDH, ASCA oder gar keinem Verband) informieren und von dort einen Hund holen, denn da unterstützt man dann jemanden, der die Elterntiere sorgfältig auswählt, der das Risiko für Krankheiten oder Gendefekte bei den Welpen aufs bestmöglichste verringert und der das viele Geld nutzt um den Welpen und den Käufern zu helfen und nicht, weil er sich was dazuverdienen will. Ganz wichtig: Es geht hier doch im Grunde gar nicht um "Papiere vs. keine Papiere". Es geht um "gedankenlose Vermehrerei vs. verantwortungsvolles Züchten", und für mich zumindest ist es ganz egal, ob die Hunde eines Züchters Papiere haben oder nicht. Solange sie anderweitig eindeutig die Elterntiere über Generationen hinweg nachweisen, die Gesundheitsuntersuchungen über Generationen hinweg vorliegen und der Züchtende sich genau überlegt, welche Tiere er verpaart, zählt das für mich alles ins züchten und nichts ins Vermehren, und ich glaube, damit bin ich nicht alleine
Und jetzt kommt mal alle wieder runter
