Ich möchte euch gerne an unserer Diagnosereise mit unserer Hündin Amy teilhaben lassen.
Amy ist 8 Jahre alt und hat seit Januar plötzlich rapide Muskulatur abgebaut. Zuerst war es an der Vorderhand sichtbar und tastbar – zum Beispiel waren die Schulterblätter auf einmal sehr deutlich zu fühlen. Anfangs wurde das von Tierärzten eher als normales Geschehen eingeordnet. Der wichtigste Hinweis darauf, dass doch eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, war schließlich ein unterschiedlicher Muskelumfang an der Hinterhand.
Wir haben eine sehr umfangreiche Diagnostik durchführen lassen: Ganzkörper-CT mit und ohne Kontrastmittel, Röntgen, EMG-Messung, Muskelbiopsie, Muskel-Nerv-Biopsie und Gelenkspunktion. Natürlich wurde vorher auch das Blut untersucht, inklusive Tests auf Reisekrankheiten. Auffällig waren lediglich ein Vitamin-B12-Mangel, ein erniedrigter T4-Wert und leicht erniedrigtes Phosphat.
Die Muskel-Nerv-Biopsie hat schließlich ergeben, dass Amy an einer komplexen Myopathie und Neuropathie leidet. Aktuell befindet sie sich in Behandlung mit Immunsuppressiva. Obwohl die Erkrankung wirklich ernst zu nehmen ist, sagen viele Tierärzte noch immer, dass man ihr äußerlich kaum etwas anmerkt. Wir haben sehr früh reagiert – und trotzdem nehmen ihre Reflexe inzwischen weiter ab. Nun hoffen wir, ein Medikament zu finden, das gut anschlägt.
Ich kenne inzwischen einen weiteren Aussie, der aktuell betroffen ist. Deshalb möchte ich andere Hundehalter wirklich ermutigen, solche Symptome ernst zu nehmen: wenn ein Hund plötzlich Muskulatur abbaut, nicht mehr weit laufen möchte oder nach einer gewissen Strecke sichtbar die Freude an Bewegung verliert.
Besonders nachdenklich gemacht hat uns die Aussage des Pathologen, der die Muskel-Nerv-Biopsie untersucht hat. Er schrieb, dass zunehmend Biopsien von Aussies eingeschickt werden – auch von jungen Hunden –, die dieses spezielle Bild einer entzündeten Muskulatur und eines demyelinisierenden bzw. degenerierenden Nervs zeigen.
Bei Amy geht die Erkrankung ebenfalls noch auf die Nerven der Augen, auf die Atemmuskulatur und auf das Herz, dies ist aber nicht immer der Fall.
Wir sind sehr dankbar, dass wir eine Krankenversicherung abgeschlossen haben. Ohne sie wären die umfangreiche Diagnostik und die bisherigen Behandlungen kaum möglich gewesen.
Vielleicht hilft unser Beitrag anderen dabei, früh hinzuschauen und Veränderungen ernst zu nehmen.
Die Diagnose heißt Fibre-depleting neuropathy, partially inflammatory, multifocal, chronic,
und demyelinisiernde Polyneuropathie
Amy ist 8 Jahre alt und hat seit Januar plötzlich rapide Muskulatur abgebaut. Zuerst war es an der Vorderhand sichtbar und tastbar – zum Beispiel waren die Schulterblätter auf einmal sehr deutlich zu fühlen. Anfangs wurde das von Tierärzten eher als normales Geschehen eingeordnet. Der wichtigste Hinweis darauf, dass doch eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, war schließlich ein unterschiedlicher Muskelumfang an der Hinterhand.
Wir haben eine sehr umfangreiche Diagnostik durchführen lassen: Ganzkörper-CT mit und ohne Kontrastmittel, Röntgen, EMG-Messung, Muskelbiopsie, Muskel-Nerv-Biopsie und Gelenkspunktion. Natürlich wurde vorher auch das Blut untersucht, inklusive Tests auf Reisekrankheiten. Auffällig waren lediglich ein Vitamin-B12-Mangel, ein erniedrigter T4-Wert und leicht erniedrigtes Phosphat.
Die Muskel-Nerv-Biopsie hat schließlich ergeben, dass Amy an einer komplexen Myopathie und Neuropathie leidet. Aktuell befindet sie sich in Behandlung mit Immunsuppressiva. Obwohl die Erkrankung wirklich ernst zu nehmen ist, sagen viele Tierärzte noch immer, dass man ihr äußerlich kaum etwas anmerkt. Wir haben sehr früh reagiert – und trotzdem nehmen ihre Reflexe inzwischen weiter ab. Nun hoffen wir, ein Medikament zu finden, das gut anschlägt.
Ich kenne inzwischen einen weiteren Aussie, der aktuell betroffen ist. Deshalb möchte ich andere Hundehalter wirklich ermutigen, solche Symptome ernst zu nehmen: wenn ein Hund plötzlich Muskulatur abbaut, nicht mehr weit laufen möchte oder nach einer gewissen Strecke sichtbar die Freude an Bewegung verliert.
Besonders nachdenklich gemacht hat uns die Aussage des Pathologen, der die Muskel-Nerv-Biopsie untersucht hat. Er schrieb, dass zunehmend Biopsien von Aussies eingeschickt werden – auch von jungen Hunden –, die dieses spezielle Bild einer entzündeten Muskulatur und eines demyelinisierenden bzw. degenerierenden Nervs zeigen.
Bei Amy geht die Erkrankung ebenfalls noch auf die Nerven der Augen, auf die Atemmuskulatur und auf das Herz, dies ist aber nicht immer der Fall.
Wir sind sehr dankbar, dass wir eine Krankenversicherung abgeschlossen haben. Ohne sie wären die umfangreiche Diagnostik und die bisherigen Behandlungen kaum möglich gewesen.
Vielleicht hilft unser Beitrag anderen dabei, früh hinzuschauen und Veränderungen ernst zu nehmen.
Die Diagnose heißt Fibre-depleting neuropathy, partially inflammatory, multifocal, chronic,
und demyelinisiernde Polyneuropathie
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