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Was ist falsch gelaufen?

Dabei
3 Sep 2013
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#1
Hallo zunächst möchte ich allen danken, für die tollen Tips, die ich aus dem Forum ziehen konnte.

Unsere Blue Merle, 13 Monate alt, ist ein toller Hund. Er kommt super mit unseren zwei Katzen klar und ist ansonsten ein klasse Familienhund. In der Hundeschule ist sie vorbildlich. Sie beherrscht alle Grundkommandos, lässt sich gut abrufen und versteht sich bei den Spaziergängen mit fast allen Hunden. Auch die Herrchen/Frauchen anderer Hunde dürfen sie streicheln. No Problem.

Aber: sobald die Haustür klingelt fängt sie an zu bellen und will als erste den Besuch begrüßen. Dabei stubst sie auch schon mal den Besuch mit der Schnauze an. Wir arbeiten daran, in dem wir sie in diesen Fällen auf die Decke schicken und auch darauf bestehen, dass sie da bleibt. Nachdem sie sich beruhigt hat, darf sie den Besuch begrüßen. Sie legt sich dann zwischen mich und dem Besucher. Ich schicke sie dann wieder auf die Decke, was ihr aber nicht gefällt. Wenn der Besucher dann aufsteht, geht das Spielchen von vorne los.

Zweites Problem, wenn nicht Familienmitglieder direkt auf uns zukommen. Sie knurrt und bellt sie ganz massiv an. Gehen die Personen an uns vorbei, zeigt sie keine Auffälligkeiten. Das klappt auch beim joggen super.
Aber letztens traf ich einen bekannten Jogger, der uns auf der anderen Wegseite entgegenkam. Als er mich erkannte lief er direkt auf uns zu und gab mir die Hand zur Begrüßung. Ich war so verdattert, dass ich nicht auf meinen Hund achtete. Dieser kam, hinter mir stehend, hervorgeschossen und stupste den Jogger am Bein. Dabei kam sie mit einem Reißzahn an seinen Oberschenkel, was eine blutende Rißwunde zur Folge hatte.

Ich denke, dass die geschilderten Fälle im gleichen Erziehungsproblem begründet sind, sehe aber keinen Ansatz um ihr dieses Fehlverhalten abzugewöhnen. Ich habe schon einiges unter den Themen Ressourcenverteidigung oder Impulskontrolle gegoogelt, konnte aber keine brauchbare Tipps finden.
Daher wende ich mich an Euch und bitte um Hilfe.
 

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Dabei
15 Mai 2012
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#3
Guten Morgen :)

ich denke dass es so eine Kombination aus Kontrolle und Schutztrieb ist, wobei ich persönlich eher sagen würde, dass euer Hund ein bisserl den Kontrolletti (aussies neigen gerne dazu) gibt und sie meint das regeln zu müssen. Also sie muss erst Hallo sagen, bevor ihr dran seid, sie checkt erst ob das ungefährlich ist.
Aber, und das ist der springende Punkt, das ist nur das was ich klein-manu aus deinen Zeilen lese, da aber schon ein kleiner Vorfall war, möchte ich dir nahelegen lieber zu einem kompetenten Trainer zu gehen :) ich kenne weder dich noch deinen Hund, daher kann und will ich dir eigentlich keinen Tipp geben, vielleicht macht es mein Tipp ja nur schlimmer. Oder hast du vielleicht einen erfahrenen Aussiehalter bei dir in der Nähe? Ich denke nur, dass man da eben deinen Hund und dich sehen sollte :)

P.S.: es wäre ganz wunderbar wenn du dich und deinen Hund noch vorstellen würdest :)
 
Dabei
30 Jul 2013
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#4
Hallo erstmal! :)

Also ich kann mich Manu nur völlig anschließen. Ich denke auch, dass euer Hund denkt, dass er die Dinge für euch regeln und euch quasi beschützen muss. Wahrscheinlich trifft er auch andere Entscheidungen für euch im Alltag, nur ist euch das bisher nicht negativ aufgefallen. Da schon ein Mensch verletzt wurde, wäre ich mit Ferndiagnosen über das Internet und weiteren Experimenten auch vorsichtig. Such dir auf jeden Fall einen Trainer, der euch und euren Hund in der Situation beobachtet und dann auch besser einschätzen kann, was genau das Problem ist. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich habe auch das deutliche Gefühl, dass du den Vorfall verharmlost und herunter spielst. Vom "Stupsen" hat keiner eine blutige Wunde am Bein. Dein Hund ist jetzt kein Monster, aber ich würde den Vorfall schon ernster nehmen an deiner Stelle. Auf jeden Fall alles Gute! Ihr bekommt das mit Unterstützung ganz sicher wieder hin. :)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#5
Hallo,

solche Sachen via Forum zu analysieren ist wirklich sehr unsicher u. wie meine Vorschreiber schon angemerkt haben, würde ich die Sache ernst nehmen u. mir kompetente Hilfe vor Ort suchen! Es kann sein, das sie meint die Sache für Dich regeln zu müssen, es kann aber auch sein, das sie unsicher ist u. in diesem Fall daher nach vorne geht (so einen Fall habe ich hier). Dazu muss man das gesamte Bild beurteilen: wie ist Euer Verhältnis, wie verhälst Du Dich in dem Fall (auch unbewusst kannst Du dem Hund signalisiert haben, das Du unsicher bist) u. vor allem: WAS sagt die Körpersprache des Hunde vor u. während der Situation.

Was euren Besuch betrifft, denke ich, das Du hier schon auf einem sehr guten Weg bist. Allerdings dauert soetwas längere Zeit, bis es sicher sitzt u. daher hilft hier nur, am Ball zu bleiben.
 
Dabei
3 Sep 2013
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#6
Danke an Alle, die versucht haben, mir die Situation zu erklären. Aus den Antworten ist mir klar geworden, wie schwierig eine Diagnose nur durch Schilderung einiger Situationen, ist. (Herr Doktor, wenn ich mich nach vorne beuge, tuts weh:)

Daher haben wir uns entschlossen, unseren Hundtrainer zu bitten, die Situation vor Ort zu beobachten und zu analysieren.

Wenn ich mir diese geschilderten Probleme vor Augen führe und ihr sonstiges Verhalten einschätze, denke ich wirklich, das das Kontrolle der Resource Mensch ist. Aber wir werden bis zum Termin mit dem Trainer zunächst nichts an unserem Verhalten ändern.

Aber verwunderlich ist schon, das Menschen mit Hund denen wir begegnen, für sie vollkommen integer sind.

Da ich dieses auf meinem Pad geschrieben habe, ist es nicht möglich Bilder einzustellen. Ich werde dies morgen am PC nachholen.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#7
ja super, das ist echt der richtige Weg :)

schön, wir freuen uns schon auf Bilder :)
 

Stephanie

Korinthenkacker
Dabei
13 Feb 2010
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#9
Sehr süß, Deine Ivy, und halte uns bitte auf dem laufenden, wie es weitergeht mit dem Trainer.
 
Dabei
19 Jun 2013
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#11
zum Thema Haustuer: da war Caillou auch mal ganz extrem. Sobald es klingelt, faengt er an zu bellen. 2-3x dann ist auch wieder okay und das darf er auch. Melden finden wir okay, permanentes Geklaeffe aber nicht und das wird sofort unterbunden, wenn er es uebertreiben sollte. Er ist dann aber auch super neugierig und aufgeregt und wuerde ja am liebsten wissen, was da so abgeht draussen. Wir hatten angefangen ihn konsequent auf seinen Platz zu schicken und Besuch darf er sowieso erst begruessen, wenn er ruhig ist. Es klappt immer noch nicht 100%, weil er einfach viel zu neugierig ist, es ist aber schon deutlich besser geworden. Da ist wirklich Geduld gefragt. Wir machen das schon seit letztem Jahr so.
Caillou ist bei Besuch aber immer freundlich, deshalb waere es nicht das Ende der Welt, wenn er doch mal aufsteht. Dann wird er einfach zurueck geschickt.

Wie waere es denn, wenn ihr euren Hund einfach mit der Leine am Platz festmacht (Haken in die Wand) oder ihn langsam an eine Box gewoehnt, Schritt fuer Schritt, sodass ihr irg wann die Tuer zu machen koennt, wenn Besuch da ist und sie dann rein kommt, wenn sie sich immer noch daneben benimmt?
 
Dabei
3 Sep 2013
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#12
Liebe Vicky,

Ivy schläft nachts in einer Box im Wohnzimmer. Da wir uns tagsüber vorwiegend in der Küche aufhalten, haben wir dort eine Hundedecke hingelegt. Dorthin muß Ivy gehen, wenn es klingelt. Sie wird dann auch dort angeleint, wir empfangen den Besuch, setzen uns ggf. Und wenn sie dann ruhig ist, darf sie den Besuch begrüßen.

Soviel zu Theorie. Wenn es klingelt ist auch sie total aufgeregt und möchte schnellstens abchecken, wer denn da kommt. Aber wir schaffen es langsam besser, das sie auf der Decke bleibt. Sie ist dann aber sehr aufgeregt und jault. Wenn wir sie festmachen gibt sie Töne von sich, die klingen wie: Mann Ey nicht schon wieder diesen Mist.

Da bei uns nicht andauernd Besuch klingelt und wir auf die Situation auch vorbereitet sein wollen, üben meine Frau und ich auch diese Situation. Einer geht raus und stellt sich an die Klingel, ohne das der Hund die Person sehen kann. Nach einer Minute wird geklingelt. Hund regt sich auf und wird auf die Decke geschickt und muss dort bleiben. (Ohne anleinen)
Dabei darf sie auch ruhig anzeigen, dass es geklingelt hat. Aber nach zwei, drei Mal ist es auch genug.

Wenn sie es schafft und ruhig ist, wird sie belohnt. Die "Klingelperson" steht immer noch draußen. Nach genau einer Minute wird wieder geklingelt und das Ganze wiederholt sich. Nach einer abgesprochenen Anzahl Wiederholungen wird Ivy angeleint und der Klingler wird hereingelassen, ohne das der Hund die Person sieht und es wird mit ihm/ihr gesprochen. Dann gehen beide zur Ivy und loben sie.

wir hoffen, das wir das Besuchsproblem so langsam in den Griff bekommen. Es ist auch schon eine Besserung feststellbar. Aber ich denke, das dies länger dauern wird.
 
Dabei
19 Jun 2013
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#13
letzte Woche kam dazu etwas bei Ruetter auf Vox. Der Hund war bei Besuch immer so aufgedreht und hat bei schnellen Bewegungen sogar geschnappt! Da hatte Ruetter das mit der Box empfohlen. Sah so einfach aus und ging bei dem Hund so super schnell, da dachte ich, dass es evtl DIE Wunderloesung waere :D. Wohl doch nicht.

Ich habe zu dem Thema auch viel im Internet gelesen und da steht ja, dass Hunde dann quasi auf die Klingel konditioniert sind und bei dem Geraeusch automatisch auf ihren Platz gehen. Darauf warte ich heute nocht :D. Vielleicht ist das aber auch bei Aussies schwierig, immerhin sind sie ja sehr wachsam.

Ich druecke euch die Daumen, dass es auch weiterhin besser wird und vorallem, dass jeder euer Besucher kooperativ bleibt. Viele neigen naemlich dazu sich erst mal auf den Hund zu stuerzen und zu begruessen (bietet sich ja quasi an, wenn Hundi dann doch mal als erster an der Tuer ist) und dann hat der Hund wieder die falsche Lernerfahrung gesammelt. Nicht jeder versteht naemlich, dass der Hund erst mal links liegen gelassen werden soll, davon kann ich ein Lied singen.
 
Dabei
20 Feb 2013
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#14
Also Tyler hat das auch mal gerne gemacht. *Besuch, Yippie, Streicheln, Schmusen u Aufmerksamkeit* Der arme Hund kennt das alles von mir ja nicht ...:rolleyes:auf jeden Fall hab ich ihn auch immer in seine Box in mein Zimmer geschickt. Wir sind halt eine WG gewesen u dadurch war üben eigentlich oft an der Tagesordnung, weil ständig irgendwer kam. Bis heute geht Tyler immer freiwillig auf seinen Platz, wenn es klingelt. Bei ihm hat das ganz gut geklappt. Ich hab halt zuerst so immer Box geübt und seine Box ist halt auch was tolles, weil da findet man mal einen Knochen drin oder einen gefüllten Kong ... Hab denn das Kommando Box konditioniert, also von allen Positionen in der Wohnung aus u ohne jeglichen Zusammenhang. Als das saß, konnte ich halt jedes mal, wenn es geklingelt hat den Hund in die Box schicken. Natürlich widerwillig, aber ich konnte ja ruhig bleiben, wusste ja, dass er das Kommando kennt u weiß es geht in die Box.
NAtürlich wollte er da zu Anfang nicht immer drin bleiben. Besucher haben gleich bevor sie reingekommen sind gesagt bekommen, dass sie den Hund ignorieren sollen, solange bis ich was anderes sage und ihnen auch erklärt, dass ich mit Ignorieren noch nicht mal anschauen meine. Tyler hat also schnell feststellen können, dass er bei Terz keine Aufmerksamkeit bekommt in seiner Box. Wenn er rausflutschen wollte, gleich wieder zurückgebracht oder im Weg stehen, dass er nicht an den Besuch heran kann u zurückschicken. Also blieb ihm noch Gegrummel nur noch Akzeptanz, dass er wohl in der doofen Box liegen bleiben muss, während Besuch da ist. Und sobald er wirklich runtergefahren ist, darf er auch hin. Das dauerte halt zu Anfang auch mal 15 Min, je nachdem wie hoch er sich gekekst hat. Aber wenn er wenigstens fünf Min ruhig geblieben ist, manchmal auch länger, durfte er denn hin. Er hat schnell den Zusammenhang verstanden u ist echt von alleine teilweise als die Leute noch im Treppenhaus waren schon in die Box und war ruhig. :)
 
Dabei
3 Sep 2013
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#15
Danke für deine Schilderungen Nina.

Ivy ist unser erster Hund. Wir haben uns, vermeintlich, sehr gut vorbereitet durch das Lesen von Büchern über Hunderziehung. Welpenschule usw., Besuche des Hundetrainers um unser Verhalten, dem Hund gegenüber zu verbessern folgten. Wir waren aber trotzdem nicht konsequent genug bei einigen Sachen. Die Fehler haben ganz alleine wir und nicht der Hund gemacht.
Wir fanden es einfach drollig, wie sich der Hund über jeden Besucher gefreut hat und der Besuch fand das ebenso toll. Das ist aber nur so, solange es noch Welpen und keine ausgewachsenen Hunde sind. Das und noch ein paar andere Sachen würden wir so nicht mehr zulassen/machen.

Das Problem "Besucher" scheinen wir langsam in den Griff zu bekommen. Es wird aber noch längere Zeit dauern, bis wir es so gut hinbekommen wie du. Wegen des Schutzverhaltens unseres Hundes uns gegenüber, warten wir auf die Einschätzung des Trainers, bis wir bestimmte Erziehungsmassnahmen ergreifen. Bis dahin sind wir aber äußerst vorsichtig.

N.S. Tyler sieht Ivy sehr ähnlich.
 
Dabei
20 Feb 2013
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#16
Naja, aber Fehler macht jeder mit seinen Hunden, ob es nun der 1. o 5. Hund ist, weil auch Charakter da mitreinspielen und viele Wege führen nach Rom. Was bei dem einem problemlos klappt, hilft beim zweiten gar nicht und der dritte macht es von vorne rein nicht. Und Inkonsequenz hat die postive Eigenschaft, dass man sie verbessern kann :) klar ist es hinterher schwieriger als vorher, wenn schon Probleme durch Inkonsequenz geschaffen wurden, aber es ist meistens immer noch alles möglich zu drehen und zu wenden :)
 
Dabei
3 Sep 2013
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#18
Der Trainer hat sich mit uns und dem Hund sehr viel Zeit genommen. Er machte uns deutlich, das es genau das ist:

ich denke dass es so eine Kombination aus Kontrolle und Schutztrieb ist, wobei ich persönlich eher sagen würde, dass euer Hund ein bisserl den Kontrolletti (aussies neigen gerne dazu) gibt und sie meint das regeln zu müssen. Also sie muss erst Hallo sagen, bevor ihr dran seid, sie checkt erst ob das ungefährlich ist.
Danke für die Einschätzung.

Er erklärte weiter, das wir quasi nur Erfüllungsgehilfen des Hundes seien. Wir reagieren auf seine Aufforderungen. Und damit sieht der Hund sich in der Hierarchie sehr weit oben. Daher dann auch der Beschützerinstinkt im Wald und Zuhause.

Ich bin etwas unsicher, ob ich seine Vorschläge, dieses Verhalten zu ändern, hier Posten soll. Einerseits können diese Vorschläge nicht für alle gleichgelagerten Fälle gelten. Andererseits möchte ich von euch erfahren, ob das richtig ist und was man sonst noch ändern könnte.

Daher: Wir sollen den Hund zwei Wochen, in der Wohnung, komplett ignorieren. Und mit diesem Komplett meinte er komplett. Ich will nicht alle denkbaren Szenarien schildern die er angesprochen hat.

Bei unerwünschtem Verhalten sollen wir ihn abdrängen und so tun als würden wir ihn gar nicht bemerken. Einzige Ausnahme ist das Besuchsproblem. Sobald er sich beim Klingeln nach unserem Willen verhält und er den Besuch zunächst ignoriert, sollen wir den Hund mit Freude überschütten.

Draußen soll zunächst alles so weitergehen wie gehabt. Seinen Tagesbedarf an Futter soll er im Beutel draußen bekommen.

Dies haben wir jetzt eine Woche so durchgezogen. Zunächst war unser Verhalten zutiefst verstörend für den Hund. Er lag wie ein Häufchen Elend in der Ecke. Es war dann sehr schwer, dieses Verhalten nicht zu vermenschlichen und zu denken, der Hund sei traurig.
Aber wir haben eine augenscheinliche Veränderung bemerkt. Besuch gegenüber ist er bereits viel zurückhaltender. Situationen im Wald und auf der Straße meistert er souveräner. Er schaut uns in diesen Fällen an und wir geben ihm Rückhalt und sagen, was er machen soll. Ich denke, daß war, nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung, einfach nur Unsicherheit. Er dachte er muß die Situation für uns klären. Wir arbeiten weiter daran. Da muß sie durch. Leider auf Kosten des Hundes, für Fehler die wir gemacht haben.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#19
Na des hört sich doch schon mal gut an :)
sicher ist das für den Hund erstmal komplett verwirrend und seltsam, also nicht dass er traurig ist, er checkt nur eben nicht was da gerade läuft.
ich wünsch euch weiterhin viel Glück, macht weiter und dann wird das schon :)
 
Dabei
19 Jun 2013
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#22
ich habe mal irgendwo gelesen, dass so permanentes Ignorieren fuer den Hund richtiger Psychoterror ist, da er ja als Rudeltier Zuneigung braucht und bei Ignoranz wohl Angst haette, dass sich das Rudel von ihm abwendet/zurueck laesst etc. Ich weiss den ganzen Inhalt allerdings nicht mehr, wollte aber mal dazu sagen, dass es dazu mal scharfe Kritik gab.

Vielleicht finde ich den Artikel noch.
 
Dabei
19 Jun 2013
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#23
ist zwar nicht der Artikel, den ich meinte, aber da steht auch etwas.

"Aber, wie gesagt, ignorieren ist ein völlig üblicher und völlig natürlicher Weg im Sozialverhalten von Hunden. Allerdings immer nur situativ, immer nur auf eine direkte Handlung bezogen. Einen Hund über einen längeren Zeitraum zu ignorieren, als Strafe oder wie auch immer man das aus menschlicher Sicht meint, ist grundsätzlich falsch. Das versteht ein Hund nicht und fühlt sich dadurch sozial isoliert, was seiner Psyche schaden kann. Man kann also ganz klar festhalten, und um die Verwirrung etwas zu entwirren, dass man situativ Hundeverhalten durchaus ignorieren kann. Aber wirklich nur situativ, niemals über einen längeren Zeitraum."

aus dem Artikel

http://klartexthund.blogspot.de/2011/08/ignorieren-ja-oder-nein-die-neuste.html

ich kenne keine bessere Methode oder sonstiges, das soll auch kein Angriff sein, ich wollte nur mal zeigen, was ich gelesen hatte.
 
Dabei
3 Sep 2013
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#24
So, die zweite Woche ist fast rum. Wir haben das Ignorieren ein wenig gelockert, weil wir merkten, welche positiven Veränderungen mit Ivy stattfanden. Das Lockern sieht so aus, dass die Kinder wieder mit dem Hund spielen können.
Die Erwachsenen schauen den Hund auch schon mal an und sprechen ihn an. Sonst wird weiter ignoriert und auf keinerlei Aufforderungen reagiert.

Bei Spaziergängen hört Ivy sofort auf jede Anweisung. Wenn ihr etwas "komisch" vorkommt, schaut sie uns an, bleibt stehen und wartet auf unser entsprechendes Kommando. Entsprechendes gilt auch beim Joggen. Sie läuft auf Befehl bei Fuß und bleibt auch dort bis er aufgehoben wird. Auch die Leute in unserer Strasse werden nicht mehr verbellt, wenn wir an deren Häusern vorbeigehen.

Beim Spaziergang heute, Ivy lief ohne Leine in unserer Nähe, kam ein Pärchen aus einem Seitenweg. Der Mann kam mit einem Wanderführer direkt auf mich zu und fragte nach dem Weg. Wir hatten keine Möglichkeit mehr, den Hund anzuleinen. Früher ein gefährliches Unterfangen für Fremde. Aber Ivy saß ganz nett neben mir und machte nichts.

Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Methode für unseren Hund richtig ist.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#25
Das hört sich klasse an :) anscheinend merkt eure kleine dass ihr das Leben echt gut regeln könnt :) super!
noch viel spaß auf dem weg :)
 
Dabei
3 Sep 2013
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#26
Sie ist auch viel entspannter. Sie hat jetzt sehr viel mehr Zeit, um einfach mal zu schnüffeln und nicht das Umfeld bewachen zu müssen.
 

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