Du bist, was du isst

Dabei
21 Feb 2011
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#1
Durch das Thema: Strategien für einen überdrehten Welpen, kam ich auf die Idee zu diesem Thread.
Das Strategie-Thema ist schon was älter und vermutlich werden wir vom TE nichts mehr lesen.
Über Futter und Verhalten haben wir bereits sehr interessante Themen.
Jetzt liest man so oft von völlig abgedrehten Welpen, die nicht runterfahren können, die man zur Ruhe zwingen muss usw.
Ganz sicher spielen der Charakter des Welpen (aus einem Hüpfefloh kann man schlecht eine Schlafmütze machen) als auch Erziehung, Konsequenz usw wohl die wichtigste Rolle.
Immer häufiger werden auch die Futtermittelunverträglichkeiten.
Da hab ich mich gefragt, warum ist das so?
Meine Freundin ist Ernährungsberaterin für Hunde (keine Angst, das wird keine Werbung) und ich habe sie gebeten, mir etwas auszurechnen.
Die Berechnungen passen auf einen Welpen, der als adulter Hund ca 30 kg wiegen wird.
Genommen haben wir zwei Futtersorten, einmal Platinum Puppy Chicken und das Welpenfutter von Naturavetal, ebenfalls Geflügel.
Platinum enthält 27% Rohprotein. Nur 15,5% davon ist gutes Protein und wird auch vom Hund benötigt. Der Überschuss wird in Glukose umgewandelt, dabei entstehen Giftstoffe, die über Leber und Nieren ausgeschieden werden und diese Organe dabei schwer belasten können (erhöhte Nierenwerte, Insuffizuenz).
5,7 MJ an Energie und 62 g Rohprotein benötigt der Welpe mit dem Endgewicht 30 kg.
Um diese Energie zu bekommen, braucht er vom Platinum 400 g täglich. Der Proteingehalt liegt da dann bei knapp 110g. Täglich also fast 50 g mehr, als benötigt.
Das Naturavetal hat 23,10% Rohprotein.
Um auf seine MJ zu kommen, bräuchte hier der Welpe 350 g täglich und würde mit der Menge ca 80 g Rohprotein aufnehmen.
Immer noch nicht optimal, aber deutlich besser.
Ein Zuviel an Proteinen macht nicht nur gaga im Kopf, sondern u. U. auch körperlich krank.
Blähungen, Durchfall, Mundgeruch (vor allem durch schlechtes Protein).
Ebenso kann es zu starkem Juckreiz kommen.....das ist dann vlt sogar der Grundstein für künftige Unverträglichkeiten.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit den Deklarationen auseinanderzusetzen, diese lesen zu lernen. Im Zweifel ist es besser, einen Fachmann zu fragen, als den tollen Versprechungen der Hersteller zu glauben.
Denn viel Protein im Futter bedeutet nicht gleich viel gesundes Fleisch und damit hochwertig.
 
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Dabei
8 Jul 2017
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#2
Vielen Dank für diesen Thread.

Gibt's irgendwelche wissenschaftliche Aufschriebe zum Lesen, ob Welpen die gebarft oder bekocht werden unterschiedlich im Verhalten sind , also im Gegensatz zu Trockenfutter?

Man liest derzeit sehr viel im Zusammenhang Ernähurng und verhalten ganz allgemein . Im www schlagen schnell Wellen und alles rennt einer Theorie hinterher. Bin überzeugt, dass Ernährung eine sehr große Rolle spielt... möchte aber ungern in einer Modeerscheinung mitschwingen :)) Bin generell immer an Infos interessiert, beeinflusst ja auch die Lebnslänge.

Vlt kannst du mir noch einen Tipp geben, woran man gute Ernähurungsberater für Hunde erkennt? Also unabhängig von einer Marke.
 
Dabei
5 Sep 2014
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#3
Liebe Gundi, du sprichst mir aus der Seele mit diesem Thread!
Ernährung hat einen großen ein Fluss auf den Hund.
Ich persönlich beschäftigte mich schon sehr lange damit. Weil ich 1. ein Hündin hab die Futtermittelallergie hat. 2. Hab ich eine zweite Hündin die ordentlich Power hat.
Durch diese zwei Faktoren hab ich mich noch mehr mit dem Thema beschäftigt.

Dadurch hab ich soll viel gelernt. Es gibt Fleischsorten die für Aktivhunde eher schlecht sind und dann gibt es welche die sich positiv auf den Hund auswirken! Auch Getreide ist nicht immer gleich schlecht. Das dürfte ich alles selbst lernen. ( durch mein Powerpaket)

Ein Thema was mich in letzter Zeit beschäftigt hat. Sind die Arten der Verarbeitung von Trockenfutter. Es gibt Extrudiertes, kaltgestelltes und gebackenes Trockenfutter. Ich persönlich hab sehr lange extrudierten Trockenfutter gegeben und werde es nie mehr tun. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Leider sind viele großen Marken gar nicht so toll wie Sie beworben werden!
Ich war leider sehr lange auch nicht gut genug informiert bzw. man lernt nie aus.
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#4
@Senior
Ich denke, wie man den Welpen ernährt, ob man nun barft, selber kocht usw, spielt keine Rolle.
Es geht ja darum, dass er alles bekommt, was er braucht, weder zu viel noch zu wenig von irgendwas.
Auch ist das keine Modeerscheinung, es gab schon 1987 eine Studie zu Futter und Verhalten.

Dass Erziehung nicht aus dem Napf kommt, sollte jedem klar sein. Auch lässt sich ein hüpfeliger Charakter nicht wegfüttern.
Aber man kann seinem Hund mit gut angepasstem Futter (egal, ob selbst gemacht oder industriell) richtig Gutes tun.....auch für das Verhalten.

Eine Modeerscheinung ist wohl eher, dass viele denken, der Hund muss wie ein Wolf ernährt werden. Weil er ja schließlich von ihm abstammt. Stimmt so aber nicht. Der Hund ist mittlerweile zum Allesfresser geworden mit Fleisch als Hauptzutat.

Diesen Trend greift nun die Futtermittelindustrie auf. Ich rede jetzt von Trofu.
Slogans wie Ernährung nahe am Wolf, Getreidefrei, Glutenfrei, 70% Frischfleisch usw. Und den Menschen sitzt es im Kopf, Hund = Fleischfresser, ergo viel Fleisch und viel Protein, das kann ja nur gesund sein.
Genau diese Gedanken haben u. U. fatale Folgen für den Hund, wie z. B. Allergien.
Vom Frischfleisch und auch vom Gemüse bleiben nach Trocknung noch ca 30% übrig. Also 70% Frischfleisch macht ca 23% Fleisch im getrocknetem Zustand.
Jetzt ist es bei der Deklaration so, dass die Zutaten in der Reihenfolg absteigend aufgeführt werden müssen. Steht also Fleisch an erster Stelle, dann hat Fleisch eben den höchsten Anteil im Futter.
Nun kann man sich schon denken, warum Hersteller von Trockenfutter dann die Frischfleischmenge angeben. Es stünde sonst nicht mehr an erster Stelle in der Deklaration.
Getreide ist bei der menschlichen Ernährung etwas in Verruf geraten, weil es wohl nicht wenige Menschen gibt, die Gluten nicht vertragen. Das nutzt man da aus, obwohl Hunde mit Gluten kein Problem haben. Eine Unverträglichkeit ist da richtig selten.
Als Ersatz für Getreide nimmt man gern Erbsen. Die sind nicht unbedingt schlecht, aber für mich eine unglückliche Wahl. Denn sie liefern Protein. Aber eben Protein, das für den Hund nicht gut ist.

Wenn das Futter also für den Hund nicht passt und er täglich viel mehr Protein bekommt, als er benötigt, dann ist das schädlich für ihn.

Ein guter Berater ist für mich einer, der mich nicht von irgendeiner Fütterungsart überzeugen will. Also einer, der sagt, nur Barf ist das einzig Wahre, wäre bei mir raus. Der sollte da schon objektiv sein.
Wenn man sich ein paar Futtersorten raussucht, die einem zusagen, sollte ein Berater in der Lage sein, mir zu sagen, wie viel mein Hund davon benötigt und ob alles abgedeckt ist, was er benötigt bzw mir dann auch ein anderes Trofu empfehlen können.
Bei Fertigfutter wird es kein Optimum geben, da ist sicher immer von irgendwas (Vitamine, Spurenelemente und Co) zuviel oder zuwenig drin. Aber, es sollte nah dran sein mit einer vertretbaren Menge.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#5
Die Deklaration ist schon beim Essen für uns eine Thema, die wenigsten werden es durchlesen.

Eine Bekannte von uns ist THP , die verteufelt das Dosenfutter. Die meisten ihrer Kundenhunde mit Hautprobleme und Juckreiz usw bekämen Dose. Sie testet über Haare aus...
 
Dabei
21 Feb 2011
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#6
Die Deklaration ist schon beim Essen für uns eine Thema, die wenigsten werden es durchlesen.

Eine Bekannte von uns ist THP , die verteufelt das Dosenfutter. Die meisten ihrer Kundenhunde mit Hautprobleme und Juckreiz usw bekämen Dose. Sie testet über Haare aus...
Und da sind wir beim Thema.
Dosenfutter generell zu verteufeln, ist mir zu allgemein, kann es nach solchen Erfahrungen allerdings gut verstehen.
Die Frage ist, was passt da nicht, dass es Probleme macht? In der Regel ist es eine Überversorgung mit irgendwas. Denn hier beisst sich die Katze in den Schwanz. Ein Alleinfuttermittel muss den Bedarf abdecken, für jeden Hund und jede Rasse. Egal ob Chihuahua oder Irish Wolfshound. Jetzt hat so ein kleiner Kerl aber einen deutlich höheren Bedarf als der große.
Deshalb lass ich mir das für meine Hunde ausrechnen und suche mir ein Futter, das so nah wie möglich am Bedarf meiner Hunde liegt.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#7
Darüber bin ich gerade gestolpert und das ist echt gruselig. Ist ein Welpenfutter.
Vom Fleisch bleiben 10%. Wenn man das richtig liest: Reis, getr. Geflügelprotein, Mais oder getr. Geflügelfleisch. Beim Mais sind keine Prozente angegeben, deshalb nicht zu sagen,ob er als 3. oder 4. Zutat kommt.
29% Protein.....vom Fleisch kommen die sicher nicht.
20200610_112151.jpg
 
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Dabei
8 Jul 2017
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#8
Wirklich gruselig, hinzukommt was die Leute noch an pülverchen hinzukaufen. Der Markt ist voll und täglich kommt Neues hinzu, er möchte bedient werden.
 
Dabei
19 Aug 2011
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#9
Das Thema finde ich sehr interessant.
Ich bin was die Deklaration angeht nicht wirklich fit, durfte aber vor ca. 2 Jahren eine erschreckende Erfahrung machen.
Vida bekam zu dem Zeitpunkt noch die Reste vom Futter der Züchterin (ist nichts unbekanntes, würde es wohl irgendwo in der Mittelklasse - von Qualität etc. platzieren), nun fing Vida bereits im alter von 4,5-5 Monaten an die Beine auszudrehen.
Da mir die Gesundheit meiner Mädchen sehr wichtig ist, ließ ich mal etliche Blutwerte übermittel (habe mir - leider - auch ein Barfprofil andrehen lassen) und da stelle sich heraus, dass Vidas Jodwert selbst für einen Erwachsenen Hund und mehr als das 4-fache vom Höchstwert erhöht war (die Werte berücksichtigen keine Welpen/Junghundwerte).
Meine EB war schockiert gewesen.
Also haben wir gemeinsam nach einem Futter gesucht (sie ist da zum "Glück" offen, schaut also, was dem Besitzer liegt - ob nun Barf, gekocht, trocken, Dose oder oder oder) und das war immens schwer.
Die meisten Sorten haben irgendwo zwischen 2 und 2,5mg Jod/kg Futter enthalten (auch das Welpenfutter, was sie bis dahin noch bekam), dazu kommt dann noch das Jod aus sämtlichen Kräutern, ggf. den Fisch und zusätzen wie Grünlippmuschel etc.
Da Barf bei mir nicht möglich ist, habe ich für Vida auf dem GESAMTEN Markt, ein Futter gefunden, wo der Jod gehalt unter 1mg/kg Futter enthalten ist und die weiteren Angangen soweit passten.

Wäre dies mit dem Jod nicht aufgefallen, hätte ich nun wohl einen 2 jährigen SDU Hund hier sitzen.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#11
Ganz ehrlich, wegen solch reißerischen Texten brauch ich immer weniger " Nachrichten" , egal welcher Art. Ich mag sehr gerne Infos sammeln um meinem Hund best möglich zu versorgen. Aber sachlich ... immer in die gleiche Kerbe kloppen, jeder in seine versteht sich.

Zum Thema " alles Bio versteht sich" was spricht dagegen wenn das Nutztier ein paar cm mehr Grundfläche hat? Man muss die biovertreter nicht nur als " Duziduzi " und nur das beste für den Mops sehen. Da macht sich der Schreiber offensichtlich sehr wenig Gedanken um das Tier das gefressen wird. Schade auch...
 
Dabei
21 Feb 2011
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#12
Man muss den Stil des Schreibers nicht mögen.

Ich finde, er trifft es auf den Punkt.
Natürlich möchte jeder von uns für seinen Hund hochwertige Leckerlis, da bin ich keine Ausnahme.
Allerdings sind bei mir Leckerlis eben Leckerlis, die werden nicht ohne Grund an den Hund verfüttert, nur weil er gerade lieb schaut.
Es gibt viele Hundehalter, die das schon fast automatisch machen und es nicht mal merken, wenn sie ihren Hunden Leckerlis geben.
Sind wir mal ehrlich, wer macht sich denn Gedanken darüber, wie viel zusätzliche Energie, Proteine, und bei reinen Fleischleckerlis, auch Phosphor in den Hund kommt? Darüber denkt niemand nach....eher im Gegenteil, ist ja reines Fleisch und damit gesund ;)
 
Dabei
5 Sep 2014
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#13
Für mich persönlich hat der Post vor allem ein sehr wichtiges Thema angeschnitten, nämlich das viele Hunde an Übergewicht leiden.
Und warum? Weil man sich zum Teil (nicht alle Hundehalter) keine Gedanken zum Thema Ernährung macht bzw. einfach den Hund füttert.
Wie oft findet man im Futter versteckten Zucker der nicht deklariert ist?! Dann noch jede Menge Leckerli und je nach Aktivität des Hundes kann er schnell zu Übergewicht neigen.
Und der Leidtragende ist der Hund.
Da ist auch was wahres dran. In den letzten Jahren sehe ich immer häufiger Hunde mit Übergewicht und über die Folgen davon brauche ich ja nichts sagen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#14
Man macht sich keine Gedanken, weil man darauf vertraut, dass das Futter im Handel gut ist für den Hund.
Man vertraut den Versprechen der Hersteller, den Infos aus dem Netz.....da Sinn von Unsinn zu trennen ist wirklich schwierig.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#15
Drauf Vertrauen ist ein Stück Bequemlichkeit . Ist das bei unserer Ernährung anders? Würde nur gesund im Laden stehen , wäre ausverkauft.
Hundeernährung hat , für mich zumindest, auch was mit Achtsamkeit zu tun. Muss aber gestehen, das ich es befremdlich empfinde wenn der Mensch im Haushalt am Ende der Nahrungskette steht. Irgendwie muss das halt zusammenpassen von der Denke her.
Jeder hat so Seins , empfindet es richtig oder nicht, Leckerlie gibt's bei uns sehr wenig . Kennt er garnicht so... Lieber was gescheites im Napf. Kann man ja auch mal checken lassen, ob das so alles stimmt was Frauchen sich so denkt. Mein Napf gleich mit
 
Dabei
21 Feb 2011
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#17
Danke für den Link.
Darüber hab ich schon mal was gelesen.
Da einen Zusammenhang herzustellen, falls es einen gibt, ist sicher schwierig.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#18
Ganz sicher

Eingentlich bleibt einem nix anderes übrig, als sich soweit in das Thema einzuarbeiten, dass man selber entscheiden kann. Nächste Idee man lässt sich beraten, sicher eine sehr gute Sache. Ich habe es mal gemacht, war sehr zufrieden.

Nur, bleibt man bei dieser einen Sorte Futter die man sich da berechnen lies? Oder bestellt man doch mal ne Tüte im Angebot die es da im Shop gibt :)) dann ist der Plan schon wieder dahin. Ich wechsel nicht oft hin und her, aber so 100 Prozent begeistert bin ich von keinem TF .

Da gibt's dann noch das Stichwort bedarfsgerecht, es gibt TF da soll wohl die Chance sehr groß sein, dass sie allein durch das Futter in eine Schilddrüsenunterfunktion rutschen. Na Prima... oder?
Hundefutter ist für mich oft die Auswahl zwischen der Pest und der Cholera. Die einen verteufeln die künstlichen Vitamine, Getreide usw und auf der andern Seite stehen die die da Meinen der Hund ist nicht bedarfsgerecht ernährt wäre.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#19
Es ist wirklich schwer, sich da zurechtzufinden.

Mir geht es auch so, dass ich beim Fertigfutter immer skeptisch bin.
Allerdings muss ich sagen, wir haben jetzt was gefunden, hab es berechnen lassen, wo es wirklich passt. Ausser ein paar Gramm Öl, wegen der Linolsäure, sind keine weiteren Zusätze nötig.
Mein selbstgemachter Mix und das Trofu ergänzen sich perfekt.
Deshalb werde ich so schnell sicher nichts ändern. Wenn meine Hund alt werden, lasse ich neu berechnen und passe dann an.
Diese Abwechslung, wie der Mensch sie auf dem Teller haben soll, auf den Hund zu übertragen, ist auch wieder sehr menschlich gedacht ;)

Getreide finde ich nicht verkehrt, wenn es der Hund verträgt. Meine beiden haben kein Problem damit. Tut es dem Hund nicht gut, gibt es Alternativen genug. Verteufeln muss man das nicht immer gleich.

Habe jetzt etwas gelesen: 10 Jahre alter Hund, war schon immer dünn, hat abgenommen und soll wieder zunehmen.
Blut etc wurde gecheckt.....alles im grünen Bereich.
Jetzt bekommt der reines Muskelfleisch vom Pferd, 800g tgl, einige Gramm Leinöl und einen EL Rinderfettmehl, Gemüseflocken und einen Kräutermix.
Wovon soll der Hund bitte zunehmen? In dem Futter ist nix drin, was dick macht. Das viele Protein macht ihn eher krank.
Da wäre ein Umdenken von Seiten des Besitzers dringend notwendig.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#20
Abwechslingsreich, ja da hast du recht , ist schon sehr vermenschlicht :) ich denke da eigentlich eher nicht an die Abwechslung sonder eher daran, dass sich manche " Stoffe" ev auch Blödsinnige verteilen Bzw nicht immer ein Zuviel dabei ist. Ein Beispiel beim Fleisch, die einen haben mehr Innereien als andere in ihren Fleischdosen, ev auch Schlund? Ich weiß es nicht.

Ich bin total bei dir was den überzogenen Proteingehalt angeht, in Richtung hyperaktive Hunde habe ich schon gelesen, ja und die Nieren wären auch noch ein Thema usw

Ich verlasse mich ungern auf das Geschriebene von irgendwelchen Herstellern, klar wer verkaufen muss ist immer der Meinung, dass sein Futter gut ist. Es gibt ja auch nicht wenige HH denen das alles reicht, der Hund scheisst nicht viel und das Fell glänzt ...Ziel erreicht. Alles gut....

Gundi du fütterst kein Fertigfutter? Kochen?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#21
Das Marketing bei den Herstellern läuft super. Da wird genau mit den Slogans geworben, die der Käufer hören / lesen will.
Trend viel Fleisch.....also wirbt man mit und deklariert mit Frischfleisch.
Getreide ist auch böse.....also heißt es: Getreidefrei, Glutenfrei usw.
Und klar, jeder stellt das beste Futter her.

Doch, ich fütter auch Fertigfutter.
Morgens gibt es einen selbstgemachten Mix. Nur der Reis darin ist gekocht, der Rest ist roh.
Abends gibt es Trofu.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#22
Es gibt sicher nicht wenig Menschen die nachdenken... Die eine Tasse mehr mitkochen, zumindest wäre es eine gute Möglichkeit für Menschen die Kochen :)) wieso soll man ne Dose mit Reis aufmachen, wenn man selbiges Zeug eh schon kocht :)) Ev Menschen die gerne Verantwortung gänzlich abgeben wollen, sind dann aber auch gern diejenigen die am Ende dann übel auf die " dies Machen" schimpfen. Böse Anderen :)) ich habe es ja nur gut gemeint. Selber aber nix dazutun wollen...

Möglichkeiten gibt's ja viele es muss halt zum Hund passen. Bestenfalls ist der HH auch zufrieden, wobei dies wiederum sicher der schwierige Part ist.
Futterrationsüberprüfungen sind für jeden bezahlbar, man bekommt ja schön aufgedröselt was passt und was bestenfalls noch ergänzt werden muss. Nach den erhaltenen Protokollen tritt dann der Denkprozess ein :)) z.B. Möchte ich künstliche Vitamine zusetzten, weil das auserwählte Futter nicht bedarfsdeckend ist? Was passiert wenn nicht? Gibt ja auch Menschen die steinalt werden ohne bedarfsgerecht ernährt zu sein :))

Was mich echt fassungslos gemacht hat, dass es echt Hundefutter gibt welches die Hunde in die SDU treibt. Die Hersteller dies wissen. Zumindest habe ich das in einer Gruppe Hunde bedarfsgerecht ernähren zu meinem damaligen recht neu erschienen Hundefutter( TF) gelesen.

Welchem Trockenfutter schenkst du dein Vertrauen? Oder ist die Frage zu direkt
 
Dabei
21 Feb 2011
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#23
Genau.....es gibt so viele Möglichkeiten, seinen Hund venünftig zu ernähren.
Weder die eine noch die andere Methode ist da in Stein gemeißelt. Wenn es für den Hund passt, ist es egal, ob gekocht, roh, trocken oder nass. Da entscheidet dann wirklich die Sympathie des Menschen.

Ich hatte mal einen Aussie, der, als er älter wurde, eine Bauchspeicheldrüseninsuffzienz (was für ein Wort), bekam. 2mal täglich mussten extra Enzyme dafür über das Futter. Ein Schnäppchen waren die nicht. Bis ich, durch Zufall, entdeckt habe, dass, wenn ich ein bestimmtes Trofu mit einem bestimmten Dosenfutter mische, der Hund normal kotet und sogar wieder zunimmt, ganz ohne Enzyme. Mit anderem Futter waren die Probleme wieder da.

Klar darfst du fragen, welches Trofu meine Hunde bekommen.
Ich habe jetzt auf das Fischkopp von Tales & Tailes gewechselt.
Das ist ein winzig kleines Unternehmen und es gibt nur dieses eine Futter bei denen. Sonst haben sie noch Leckerlis und Fischöl.
Einzig das Kalzium ist etwas hoch, aber das ist bei Fisch normal, und es gleicht sich durch meinen Mix wieder aus.
Der Mix besteht aus Rinderhack, Haferflocken (oh ja, böses Getreide), gek. Naturreis, Gemüse und Obst. Tgl 5g Öl dazu und alle 2 - 3 Wochen mal einen extra Fisch für Vitamin D3. Fertig :)

Davor gab es Naturavetal. Das mit Lachs. Auch hier viel Kalzium. Das Futter finde ich nicht schlecht, die Sorte mit Geflügel gefällt mir am besten. Allerdings geben die keine Auskunft, wieviel Kalzium und Phosphor nun wirklich drin ist. Da heißt es dann, das unterliegt natürlichen Schwankungen. Zudem kommt mir vom kaltgepresstem Futter bei meinen Hunden hinten zuviel wieder raus. Andere haben damit keine Probleme.

Bei den meisten Alleinfuttermitteln besteht ja eher eine Überversorgung. Andersherum finde ich wirklich schlimm. Man vertraut darauf, dass alles enthalten ist, was der Hund braucht und füttert ihn in einen Mangel. Furchtbar ist das und fast nicht zu glauben.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#24
Dankeschön,

Hört sich wirklich entspannt an. Ich finde ja bischen Aufwand beim Futter dürfen uns die Tiere auch wert sein. Da wird stundenlang getrickst Hundesport gemacht usw. da darf zum Thema Futter herrichten auch noch Zeit sein :))
 
Dabei
21 Feb 2011
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#25
Bitteschön :emoji_upside_down:

Ja, das ist wirklich entspannt. Ich bin auch richtig glücklich, dass es so perfekt passt.
Die meiste Zeit brauchen Gemüse und Obst. Alles andere geht recht schnell.
Ich kaufe immer 1 kg Fleisch, den Rest passend dazu und portioniere in eine Gefrierdose für zwei Tage. Das reicht für mehr als eine Woche. So kann ich das beim "normalen" Einkauf immer frisch mitbringen. Dafür muss ich auch nicht in extra Geschäfte :emoji_sunglasses:
 
Dabei
31 Dez 2018
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#26
Ich war ja leicht skeptisch und meinte bislang nie eine Verhaltensänderung bei anderem Futter bemerkt zu haben. Hatte aber aufgrund einer etwas grösseren Bevorratung noch Futter da und wollte dies natuerlich erst verfuettern, bevor ich mich an die ganzen Tipps halte und diese Umsetze. Und mir ist so stark der Wechsel von Ziege auf Rind aufgefallen, dass ich das Futter mit Rind weiterverkauft habe und mich nun an deine Tipps halte Gundi und an die Empfehlung von Frau Rossi. Ich habe die Umstellung auf ein Futter mit deutlich mehr kohlenhydraten, weniger Protein und mit Lamm sehr schnell gemacht und das Verhalten von Amy hat sich enorm verändert.
Auch anderen Menschen ist das enorm aufgefallen.
Vielen, vielen, vielen Dank fuer euer enormes Wissen und die Bereitschaft das zu teilen. Auch ich habe echt viel falsch gemacht mit dem Wunsch es richtig zu machen. Naturlich ist Amy nicht ein gut erzogener komplett ausgewechselter Aussie, aber sie hat eine viel längere Leitung, ist viel feiner und schneller ansprechbar. Einfach toll.
Mal schauen, was mein Trainer sagt (dem das auch vollkommen unbekannt war) - er hatte den Wechsel Ziege -> Rind deutlich mit einem "was hast du mit ihr getan" kommentiert. Heute sieht er dann den Wechsel auf Lamm, mal sehen, was der dazu sagt :)
Mein Mann und ich sind jedenfalls total happy!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#27
Hallo @Sawo, vielen Dank für deine lieben Worte :emoji_blush:
Das klingt echt super, wie es bei euch gelaufen ist und euch die Tipps geholfen haben.

Es ist bei Hunden wie bei Menschen.....du bist, was du isst.
Vom Menschen weiß man z. B., dass zuviel Zucker agressiv macht, falsche Ernährung mit, sagen wir mal, überwiegend Fast Food oder Fertignahrung, uns erst träge und dann dick macht usw.

Bei Hunden ist es nicht anders. Wenn er das bekommt, was er braucht, weder dauerhaft ein Zuviel oder ein Zuwenig an Nährstoffen, wird er auch munter und gelassen durch das Leben laufen.

Ich würde mich freuen, wenn du kurz berichten könntest, ob deinem Trainer was auffällt heute.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#28
Hallo,

@Sawo so wie bei Euch ist es bei uns ja auch gelaufen. Hab ich ja alles im Verhalten und Ernährungs Thread beschrieben.

Ich merke es an mir selbst ja auch, aktuell hab ich meine Ernährung umgestellt seit Anfang Juni. Durch Stress im Job und lange Arbeitstage hatte ich vermeintlich keine Zeit und so gabs kein Frühstück, Mittags schnell vom Bäcker und abends dann „fast Food“ weil ich zu erledigt war. Im Prinzip ein Teufelskreis. Ich wurde immer müder, hatte dauernd Kopfschmerzen. Jetzt nehm ich mir wieder die Zeit meine Nahlzeiten frisch zu zu bereiten und siehe da, keine Kopfschmerzen mehr, nicht mehr dauernd müde. Und es dauert auch nicht länger. Wenn ich jetzt bestimmte Fleischsorten esse, hab ich am nächsten Tag Kopfschmerzen und esse ich zuviel Zucker bin ich am nächsten Tag total müde und fühle mich wie gerädert. Da ich grad sehr auf die Ernährung achte fällt das halt deutlich auf.

Warum sollte das bei Hunden anders sein? (Oder anderen Tieren). Man muss sich halt die Mühe machen darüber nachzudenken, zu beobachten was passiert, sich einlesen in Stoffwechselprozesse. Ich verstehe schon dass das viele Leute nicht machen und da garkeinen Gedanken dran verschwenden.
Auch den finanziellen Aspekt darf man nicht vergessen. Daher möchte ich andere nicht verteufeln.

Für mich bleibt es dabei, ich beobachte meine Hunde und passe ggf an.

Auch bei meiner kleinen merke ich deutlich dass Kohlehydrate im Napf die Zündschnur verlängern und die Konzentrationsfähigkeit steigern.
Bei der kleinen sind die Kohlehydrate erst „später“ im Napf gelandet und wurden langsam gesteigert. Selbst dem Trainer ist es aufgefallen, der meinte: was hast du gemacht? Mach das weiter, das ist ja Wahnsinn. :)

Was dem Trainer auch aufgefallen ist (meine Hunde lieben ihn und sitzen immer auf seinem Schoß), dass sich das Fell super weich anfühlt und die Hunde nicht stinken. Er meint die meisten langhaarigen Hunde stinken (ob das so ist kann ich nicht sagen, ist halt seine Wahrnehmung).
Ich zumindest führe das auch auf die Ernährung zurück, denn was soll auch stinken wenn man das füttert was gebraucht wird und nicht viele Abfallprodukte entstehen?
 
Dabei
31 Dez 2018
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#29
Guten Morgen Gundi und Frau Rossi, wir hatten zwei Stunden Training am Wochenende und haben von beiden Trainern eine 1 mit Sternchen erhalten
Mein Mann und ich sind sehr happy! Wir können viel leiser und dosierter mit Amy sprechen (vorher kam es einfach nicht durch, geschnauzt haben wir nicht, aber es musste eine klare deutliche Ansprache sein) und sie hat gestern sogar das Parcour Training (Degility) super gemacht trotz neuer Hündin, die auch aufbrausender Aussie like immer mal wieder bellte und hibbelig war.
Wie gesagt euch beiden vielen vielen Dank.
Derzeit habe ich es über Trockenfutter gemacht und werde schauen, ob ich ggf halbtags laut deinem Plan Frau Rossi Auf Frischfütterung umstelle. Aber im Moment noch nicht, man braucht ja auch Ziele
Ich hab gerad wieder einen ziemlich stressigen Alltag und muss da schauen, dass ich selbst nicht den Fastfood Dingen erliege
 
Dabei
21 Feb 2011
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#30
Hallo Sawo, danke für die Rückmeldung. Super, dass es bei euch jetzt so toll läuft.

Eine ganz andere Frage: warum ist "Getreide" im Hundefutter eigentlich so verpönt?
Klar, es gibt Hunde, die vertragen es nicht. Dass man es denen nicht füttert, ist logisch.
Wenn man von Getreide redet, welches meint man da? Alle?
In der Regel reagieren Hunde auf Weizen und Soja, aber es gibt doch noch so viele andere Getreidearten.
Es ist mittlerweile ja bewiesen, dass Hunde mit Getreide auch was anfangen können, anders als der Wolf.
Unverträglichkeiten gibt es auch durch Fleisch, ganz besonders Rind und Huhn. Nur da ist niemand entsetzt und sagt: wie, du fütterst Rind? Das vertragen Hunde nicht.
Mich würde echt mal interessieren, warum das bei Getreide so ist.
 

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