Welpe(knapp 12 Wochen) zwickt nicht nur, er beißt :-(

Dabei
6 Sep 2018
Beiträge
1
#1
Hallo,
ich hoffe, mir kann jemand helfen.
Kurze Vorgeschichte:
Ich habe einen knapp 12 Wochen alten/jungen Welpen(Rüde). Die Entscheidung dafür ist letztes Jahr bereits gefallen.
Am 30.4. hab ich ihn abgeholt. Dann hat sich ca. 1 Woche später mehr als nur kurzfristig ergeben, das ich umziehe (lebe alleine, muss alles alleine managen, packen usw.).
Die erste Woche lief unproblematisch außer das Zwicken in die Waden (nur beim Gassigehen). Konnte ich aber innerhalb der ersten Woche unterbinden. Ich gehe mehrmals mit ihm raus (klar), allerdings nur kurze Runden von ca. 10-15 Min. Wobei davon ca.3 Min zur Wiese sind, dann läuft er ohne Leine und verrichtet seine Geschäfte. Kommt aber , wenn ich ihn rufe. In seine Box geht er nur nachts - von alleine.
Vor ca. 1 Woche hat er angefangen, mich anzuknurren und schnappt dann auch nach mir. Heute hat er gebissen. Zwar nicht so doll das es geblutet hat, aber es tat ganz schön weh. Er springt dann auch hoch und beißt in meine Kleidung. Dieses Verhalten zeigt er, wenn ich ihm z.b. einen Stein aus dem Maul nehmen will (an der Leine). Sein Futter zu Hause und auch Leckerlis kann ich problemlos wegnehmen. Da wir an der Straße gehen, muss er angeleint sein.
Ich spiele zu Hause mit ihm etwas und versuche aber, das er genug Ruhe bekommt.
Hundeschule hab ich zwar einen Termin für Anfang Juni, aber hier hatte keine einen Termin frei bzw. Zeit - auch nicht nach Schilderung des Problems.
Mir macht das Knurren und Schnappen/Beissen etwas Angst und Wegdrehen auf der Straße klappt einfach nicht, genauso wenig wie ignorieren.
Wenn wir Gassigehen und er fremde Leute oder Kinder sieht, flippt er vollkommen aus, will unbedingt dahin. Ich krieg ihn zwar gehalten und er setzt sich auch hin, jault aber wie doof.
Ich füttere Bosch Junior medium (Trofu), kann dieses Verhalten viell.am Futter liegen?
Obwohl es nicht mein erster Welpe ist und meine letzten Hunde (2 Huskys) aus dem Tierschutz kamen, hab ich das Gefühl, ich mache hier alles falsch.
Viell. kann mir einer Tipps geben, wie ich die 2 Wochen bis zum Umzug viell. noch was ändern kann. Aus der Ferne ist schwierig, ich weiß das.
Danke
 
Dabei
29 Mrz 2018
Beiträge
60
#3
Hallo,
auch wenn über dieses Thema bestimmt hier im Forum schon einiges geschrieben wurde,
möchte ich Dir noch meine Meinung dazu schreiben.

Es kommt tatsächlich häufig vor , dass Welpen und junge Hunde auch mal zuschnappen,
dann ist es wichtig, so etwas immer gleich zu unterbinden , damit es nicht zu einem ständigen Verhalten wird,
jeder Hund muß erst lernen , wo die Grenzen sind.

Es gibt aber unterschiedliche Vorstellungen, welche Erziehungsmethode dabei die richtige ist
und wie resolut man bei jungen Hunden auf dieses unerwünschte Verhalten reagieren sollte.

Ich halte hier nichts von antiautoritärem und vorsichtigem vorgehen, sondern bin der Meinung,
Hunde sollten sofort, direkt und ohne falsche Rücksicht von solchem aggressiven Vorgehen abgehalten werden .

Wie man reagieren soll , sollte möglichst individuell auf den Hund zugeschnitten sein ,
wichtig ist aber, dass der Hund nachhaltig beeindruckt wird und das Beißen möglichst dauerhaft,
nach wenigen Wiederholungen unterlässt .

Man muß sehen, ob dazu schon alleine die Stimme ausreicht, oder ob man noch handgreiflich werden muß ?

Je jünger der Hund , desto leichter kann ein Hund von solchem Verhalten abgebracht werden .

Fritz.
 
Dabei
26 Mai 2015
Beiträge
1.985
#4
Ich bin da bei Fritz. Stell dir vor es wäre ein Kind dass sich einen Stock schnappt und Dir den vor die Schienbeine kloppt. Da würdest du dich ja auch nicht einfach nur wegdrehen und hoffen dass er es sein lässt.
Genau so beim Hund du musst ihm klar machen dass das garnicht geht.
Wie? Das kann man aus der Ferne nicht sagen, kommt auf den Hund an. Daher wird ein Trainer sicher hilfreich sein.
 
Dabei
11 Nov 2016
Beiträge
66
#5
Erinnert mich an Merlin zur Welpenzeit. Der hat seine Zähne bis zum Zahnwechsel in alles rein gehauen, was er vor die Schnauze bekam. Streicheln war unmöglich. Der konnte anfallsartig auf dem Spaziergang plötzlich in die Hosenbeine oder auch in die Leine beissen. Da hatte man dann einen verrückten Welpi, der komplett durchgeknallt anfing, um sich zu beissen. Es war teils recht peinlich. Die Situationen mit den Kindern kenne ich auch. Wir bekamen jeweils Schweissausbrüche, wenn Kinder das so süss aussehende Fellknäuel, das in Wahrheit ein Gremlin war, streicheln wollten.

Wir sind am Anfang erst etwas zu "brav" gewesen, was die Korrektur dieses Verhaltens betraf. Bei Merlin reichte ein "nein" nicht aus. Das musste dann schon ein lautes "NEIN" sein und körperliches Zurückdrängen. Wir haben eine Trainerin zu Rate gezogen und sie hat uns genau gezeigt, wie wir mit dem Hund in solchen Situationen umzugehen haben. Das war sehr hilfreich.

Ach ja, wir hatten zwei Hunde vor Merlin und trotzdem kam ich mir in der Merlin-Welpenzeit so vor, als wäre ich ein Hunde-Anfänger. Merlin ist von Beginn weg ein völlig anderes Kaliber gewesen.

Sehr viel Geduld, Konsequenz und Liebe hilft :). Nicht aufgeben. Es wird besser. Und es lohnt sich.
 

Ähnliche Themen


Oben