Wie erzieht man einen Hund am Besten?

Dabei
8 Okt 2012
Beiträge
507
#91
Selbst alle Härte und Klarheit in der Situation bringt nichts, wenn dem Hund wichtige weitere Informationen fehlen. Hier z.B. ist eine Orientierung am Menschen als Grundlage verwendet, sprich der Hund hat offenbar bereits gelernt, sich in reizärmeren Situationen zu orientieren und man kann das als Alternativverhalten verlangen. Wenn da nun aber nichts ist, auf das der Hund und ich zurückgreifen können, funktioniert das alles nicht.

Und sogar vor diesen Basics steht noch die Beziehung. Bin ich überhaupt in einer Position so eine Ansage zu machen? Wenn mein Hund in Stellvertreterkonflikten bereits nicht akzeptiert, dass ich mich da zwischenschalte, warum sollte er es hier tun?

Darum hilft bei den meisten Problemen mit Hunden ein Hundetrainer vor Ort einfach besser, denn er sieht die Dinge, die man selbst nicht sieht. Man selbst sieht sich und seinen Hund häufig nur in diesen Situationen, die einen stören, als problematisch, auch wenn man das vielleicht in anderen Situationen schon ist. Dann versucht man in diesen Situationen, die einen stören, irgendwelche Tricks aus dem Internet oder aus einem Buch und es klappt nicht, obwohl man sich sicher ist, dass man es doch genauso macht (was in den meisten Fällen schon eine falsche Wahrnehmung ist).
 
Dabei
26 Mai 2015
Beiträge
2.195
#92
Hallo

ich merke an dass ich das Video nicht als "Anleitung" für irgendwas sehe. Ich finde es zeigt aber sehr schön, was mit körpereinsatz gemeint ist. Da klingelt in vielen Köpfen ja eher der Gedanke an Brutalität usw.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
#93
Was in dem Video zu sehen ist, klappt sicherlich bei Hunden, die schon gut auf ihren Halter hören und wie schon gesagt, am Halter orientiert sind. Meine Trainerin sagte mir von Anfang an, ich solle nichts lesen und dann probieren. Sie zeigte mir, wie ich damit umgehen soll und so mach ich es. Immer wieder den Hund mit in die andere Richtung gehn zu mir zu holen und dann wieder weiter. Wenn er vorwärts zieht, stell ich mich davor und dräng ihn zurück.

Meinem wie gesagt, zeigt das irgendwie gar nichts, weil er erst aufhört, wenn der andere Hund weg ist.

Er zeigte gestern abend auch keinerlei Anzeichen davor. Ich sah den Hund ja noch während meiner sein Geschäft erledigte und hab mich dabei normal verhalten. Er sah ihn und sofort ging es los.

Es war vorher nie so schlimm und mit dem Hund von der Trainerin lief alles gut. Da machte er erst mal nur Theater, weil er hin wollte, aber als wir uns unterhalten haben und nicht zu dem Hund hinliesen, war es gut. Danach waren wir 2 Stunden zusammen.



Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.332
#94
Das Video find ich super. Es zeigt auch, was mit der Orientierung am Menschen gemeint ist.

@ Fluffy: wenn dein Hund gerade sein Geschäft erledigt, ist das natürlich auch eine sehr unglückliche Ausgangssituation......aber, so ist das Leben :)
Trotzdem denke ich, dass bei euch das Problem ein ganz anderes ist und die Pöbelei eine Folge daraus.

Seit wann machst du das mit umdrehen, in die andere Richtung gehen und davor stellen?
Wenn es die richtige "Methode" für deinen Hund und, vor allem auch für dich, ist, müssten sich recht schnell Erfolge zeigen.
Natürlich keine dauerhaften, das geht nach kurzer Zeit nicht, trotzdem müsste eine Veränderung zum Positiven bemerkbar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
#95
Sie sagte auch, dass wird sich legen mit der Zeit und er lernt, sich an mir zu orientieren.
Für das, wie schwierig er als Welpe zuhause war, haben wir das mitlerweile super hinbekommen und er hört gut und verhält sich toll.
Klar, er probiert es mit dem Übertreiben immer mal wieder aus, da er jetzt in der Pupertät ist, aber auch das klappt ganz gut.
Draußen bin ich toll, wenn ich Beschäftigung dabei hab oder mit ihm übe und es Leckerlie gibt. Ansonsten würde er nur seinen Düften nachgehen. Von der Leine geht es daher zur Zeit nicht mehr.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.332
#96
Sie sagte auch, dass wird sich legen mit der Zeit und er lernt, sich an mir zu orientieren.
Für das, wie schwierig er als Welpe zuhause war, haben wir das mitlerweile super hinbekommen und er hört gut und verhält sich toll.
Klar, er probiert es mit dem Übertreiben immer mal wieder aus, da er jetzt in der Pupertät ist, aber auch das klappt ganz gut.
Draußen bin ich toll, wenn ich Beschäftigung dabei hab oder mit ihm übe und es Leckerlie gibt. Ansonsten würde er nur seinen Düften nachgehen. Von der Leine geht es daher zur Zeit nicht mehr.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
Na super, da hakt es doch schon.
Du hast dich auf die Ressourcen reduziert.
Auch wenn es hart klingt: es liest sich so, als hätte dein Hund keinerlei Interesse an dir....lecker weg, Spaß weg, Frauli egal.

Ist es das, was man will? Will man immer so Gassi gehen? Und wenn dann die tollen Lecker irgendwann auch nicht mehr gut genug sind? Bessere (für den Hund) mitnehmen? Vlt reichen die irgendwann auch nicht mehr....und dann? Immer so weiter machen?
Frag dich mal, ob das dein Ziel ist.

Von allein wird dein Hund die Orientierung an dir nicht lernen. Das kommt nicht mal eben so.
Klar ist das in der Pubertät nicht einfach.
Andererseits denke ich, dass ihr dieses Problem schon vorher hattet.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
#97
Das Video find ich super. Es zeigt auch, was mit der Orientierung am Menschen gemeint ist.

@ Fluffy: wenn dein Hund gerade sein Geschäft erledigt, ist das natürlich auch eine sehr unglückliche Ausgangssituation......aber, so ist das Leben :)
Trotzdem denke ich, dass bei euch das Problem ein ganz anderes ist und die Pöbelei eine Folge daraus.

Seit wann machst du das mit umdrehen, in die andere Richtung gehen und davor stellen?
Wenn es die richtige "Methode" für deinen Hund und, vor allem auch für dich, ist, müssten sich recht schnell Erfolge zeigen.
Natürlich keine dauerhaften, das geht nach kurzer Zeit nicht, trotzdem müsste eine Veränderung zum Positiven bemerkbar sein.
Gundi, dass dachte ich mir auch. Es war direkt vor der Haustüre abends im Dunkeln. Er pinkelte und dann kamen der Jack Russel kläffend an von nebenan.
Ich musste ihn mehrmals zurückdrängen, ist komplett ausgetickt und bin raus aus der Situation.
Ich mache das seit ein paar Wochen, aber meiner wehrt sich trotzdem immer wieder.
Leider wohnen wir an der Hauptstraße. Immer mal ein Hund auf gleicher Seite die noch am besten neber dem Fahrrad vorbei kommen.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
#98
Na super, da hakt es doch schon.
Du hast dich auf die Ressourcen reduziert.
Auch wenn es hart klingt: es liest sich so, als hätte dein Hund keinerlei Interesse an dir....lecker weg, Spaß weg, Frauli egal.

Ist es das, was man will? Will man immer so Gassi gehen? Und wenn dann die tollen Lecker irgendwann auch nicht mehr gut genug sind? Bessere (für den Hund) mitnehmen? Vlt reichen die irgendwann auch nicht mehr....und dann? Immer so weiter machen?
Frag dich mal, ob das dein Ziel ist.

Von allein wird dein Hund die Orientierung an dir nicht lernen. Das kommt nicht mal eben so.
Klar ist das in der Pubertät nicht einfach.
Andererseits denke ich, dass ihr dieses Problem schon vorher hattet.
Ich gehe seit knapp 4 Monaten ohne Leckerlie und Spieli normal gassi. Ich hab das gelassen, nachdem meine Trainerin mir mit der Leinenführung gezeigt hat, wie sich mein Hund an mir orientiert.
An manchen Spaziergängen hab ich den Futterbeutel mit zum üben. Mehr nicht mehr. Nur als Beschäftigung oder für 2 Minuten das Fuß üben.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
#99
Er läuft auch sehr gut an der Leine, bin vom Welpenalter immer stehen geblieben oder hab ihn an meine Seite zurück geholt und ging dann erst weiter. Seit den 4 Monaten wechsel ich während dem laufen auch immer die Richtung, um zu merken, dass er folgt. Das funktioniert auch und auch an der Schleppleine.


Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Ich bekomm immer gesagt, wie toll er schon mitläuft und auf mich achtet.
So Rückschläge lassen einem frustrieren und wieder mehr nachdenken. Macht man es richtig oder doch nicht.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Vielleicht sollte ich in Zukunft den "Hundepark" bei uns meiden, den da flippt er auch oft durch wegen den Gerüchen. Auch ist er in den Momenten dominant, Schwanz ist oben und Nase nur am Boden. Da hilft nur, einfach weitergehen. Und als Welpe haben wir dort immer mit Hunde gespielt. Natürlich erst, wenn er ruhig war. Aber mittlerweile sind dort auch Leute, die sich von ihren Huskys an der Flexi zum spielen durch die Gegend ziehen lassen. Das geht gar nicht.
Generell gibts hier viel Hundekontakt an der Leine. Dem geh ich immer aus dem Weg.



Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.213
Du schreibst, dein Hund ist 8.5 Monate alt, also probierst du es seit 4.5 Monaten mit Richtungswechsel und so wirklich scheint es nicht zu fruchten.
Außerdem meidest du Situationen/verlässt sie, bist offenbar nur interessant, wenn du Futter dabei hast und hast Angst, dass dein Hund das Vertrauen in dich verliert, wenn du mal strenger bist.
Ich sehe das Problem da auch ganz woanders...
Ich würde mir an deiner Stelle schleunigst einen neuen Trainer suchen, der auch an DIR arbeitet und MIT dir.
Besucht ihr eine Hundeschule?

BTW funktioniert ein Richtungswechsel nur, wenn du ihn mit deinem Körper ankündigst.
Nur an der Leine ziehen bringt da nichts, dein Hund soll ja gucken, was DU machst, statt bloß in die anfeue Richtung gezogen zu werden.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Also Richtungswechsel kündige ich an und das klappt mit lockerer Leine. Also ich ziehe ihn nicht dabei oder ich bleib stehn und er dann auch. Da ist die Leine auch noch locker und er bleibt stehen oder kommt zu mir zurück.
Wenn er die Nase am Boden hat, dann geh ich einfach weiter, er ist dann auch wieder locker neben mir nach kurzer Zeit.
Ich war in verschiedenen Hundeschulen vor meiner Trainerin. Das was ich lernte, war, spielen, über verschiedene Hindernisse laufen, dass kann ich auch selbst üben. Oder im Wald leckerlisuche vom Boden und von den Sträuchern. So lernten wir noch besser, vom Boden zu fressen. Tipps die ich bekam für zuhause, Futter auf dem Boden zu verteilen, dass er nicht mehr schlingt. Alles Dinge die nicht in Ordnung für mich waren.

Seit dem geh ich nicht mehr zur Hundeschule, weil ich in vielen Dingen gute Hilfe bekam von dem privaten Training, was das Verhalten zuhause stark gebessert hat.

Ich hab vor Strenge keine Angst, nur fruchten die nicht immer. Und dann verlier ich schnell das Vertrauen in mich. Meine Trainerin musste schon mehr an MIR arbeiten wie ich dachte.
Sie meint auch, ich bin viel zu streng, die erst Trainerin meinte das leider auch. Die hat mir den falschen Mist auch beigebracht.


Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.213
Diese "Spiele" in der Hundeschule (gilt natürlich nicht für alles) grade beim Welpen , haben durchaus einen gewissen Sinn.
Sie fördern nämlich die Bindung.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Diese "Spiele" in der Hundeschule (gilt natürlich nicht für alles) grade beim Welpen , haben durchaus einen gewissen Sinn.
Sie fördern nämlich die Bindung.
Ja, ich meinte, er hat gelernt nicht mit mir sondern anderen Hunden zu spielen. Ohne mich. Und ich bin mit ihm von klein auf mit mehreren Hunden unterwegs gewesen. Da ist im Welpenalter schon viel schief gelaufen. Klar, meine Unwissenheit.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.332
Was in dem Video zu sehen ist, klappt sicherlich bei Hunden, die schon gut auf ihren Halter hören und wie schon gesagt, am Halter orientiert sind.
Sehe ich jetzt nicht so. Der Hund im Video hat sicher bereits gelernt, sich am Halter zu orientieren.
Trotzdem denke ich, dass es auch mit Hunden funktionieren kann, die das nicht machen. Siehe dein Erlebnis im Park. Danach war er aufmerksam, so so wie du geschrieben hast.

Meinem wie gesagt, zeigt das irgendwie gar nichts, weil er erst aufhört, wenn der andere Hund weg ist.
Damit widersprichst du dir selbst, s. Erlebnis im Park.
Wenn es ihm sonst egal ist, oder ihn das gar noch weiter anstachelt, ist es entweder nicht der richtige Weg für euch oder du setzt es falsch um.
Das kann dir aber nur ein Trainer vor Ort sagen.
Und genau deshalb ist es so schwierig, Erziehungstipps im Internet zu geben.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Das streite ich nicht ab. Im Grunde ist es ein Widerspruch, da es im Park beim letzten mal gut geklappt hat. Die Situation gestern abend war einfach blöd, da es direkt bei uns passiert ist. Ich denke, das hat auch damit zu tun, dass er es als sein Revier ansieht.
Bei der Korrektur hab ich auch sehr viel Unruhe drin, weil er es immer wieder versucht, auch wenn er mich nicht überholen kann. Vielleicht erwarte ich, zu viel, zu schnell. Vor allem jetzt in der Zeit. Ich lese hier auch viel heraus, dass alles mit Bindung und Beziehung zu tun hat. Eigentlich denke ich schon, dass wir eine Bindung haben, da er bei Unsicherheit immer nach mir schaut, ich geh dann mit ihm Stück für Stück daran, um ihm zu zeigen, alles ist gut und der Hund vertraut mit dann auch.
Er schaut viel nach mir, läßt sich aber auch leicht ablenken, da er noch ziemlich hibbelig draußen ist.

Vor ein paar Tagen zum Beispiel liefen wir auf der Straße, hinter uns ein Hund immer näher. Er hat da kein Theater gemacht und hat sich nur immer umgedreht, lief aber mit uns mit. Er war trotzdem mit dem Kopf bei mir.
Und ich fands eine super Übung.
Nur Begegnungen frontal und direkt machen diese Probleme, in unserer Straße.

Deswegen kann ich es so schlecht einordnen.
Oder es liegt daran, dass meiner schon 3 mal gebissen wurde, von dem Hund meiner Freundin.
Er hat bei sich das Revier verteidigt und wurde angegangen. Ich hab mich zwar dazwischen gestellt und den andern weggetrieben, aber vielleicht hat es deswegen Klick bei ihm gemacht.


Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Und ich weiß, über das Internet kann man schlecht Tipps geben. Das ist klar, wie gesagt, find es trotzdem schön, wenn schon erfahrene Leute da etwas zu sagen können. Ich bin auch für Kritik offen. Das stört mich nicht. Bin nicht perfekt und nehme auch gerne etwas an.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.332
Von der Situation am Abend reden wir gar nicht. Shit happens....so läuft das Leben.

Du widersprichst dir ziemlich häufig.....von "er zieht, will unbedingt zum anderen Hund, da reagiert er auch nicht mehr auf mich" über "er macht immer sein Ding und ist gar nicht bei mir", dass er keine Orientierung an dich hat usw.
Dann kommen solche Sätze, dass er an lockerer Leine ganz einfach mit dir die Richtung wechselt, ohne, dass du das vorher ankündigst oder ihn hinterherziehst. Also ist er doch, wenigstens zeitweise, an dir orientiert. :confused:

Warum er nun andere Hunde anpöbelt, kann dir hier keiner sagen. Im Grunde ist das auch egal. Diese Suche nach dem "Warum macht er das?" hindert einen nur daran, nach vorn zu schauen. Du willst nicht, dass er pöbelt und Punkt.

Und natürlich hat dein Hund eine Bindung zu dir. Dieses "der Hund hat keine Bindung zu seinem Menschen, deshalb macht er das" ist in meinen Augen auch so ein absoluter Quatsch.
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Mit "sein Ding machen" meine ich, er will immer wieder schnüffeln und im Hundepark durch die Gerüche schaltet er ab. Dann versucht er, seinen Weg zu gehn. Nach gewisser Zeit hab ich ihn da nn kopfmäßig wieder bei mir und es geht weiter.
Lockere Leine geht auch nur dann nicht, wie oben geschrieben oder bei anderen Hunden. Ansonsten klappt es beim normalen laufen und auch an der Schlepp bleibt es überwiegend locker, außer er bekommt die wilden Minuten. Aber das find ich ganz normal und da läßt er sich auch bremsen.

Mich verunsichert nur, wenn ich das mit Bindung lese und die Hundebegegnungen die nicht ruhig ablaufen.

Das ganze ist aber auch erst vor ca. 2 Wochen aufgetreten. Also jetzt mit der Pupertät, oder austesten eben.

Ich drück mich manchmal doof aus oder verschluck die Hälfte :)


Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.213
Wenn es erst seit zwei Wochen ist, warum hattest du dann schon zwei Trainer deshalb da :confused:

Ich habe heute früh wieder mit Rempeln arbeiten müssen.
Ich habe Finn kurz machen lassen vor der Arbeit, hatte es eilig, war noch müde und schlecht drauf und hatte Rückenschmerzen.
An solchen Tagen diskutiere ich eh nicht groß, da kann ich es nicht vertragen, wenn mein Hund zieht und bin insgesamt etwas forscher.
Feste in die Leine springen kann nämlich fatal sein bei beginnendem Hexenschuss .
Uns entgegen kam Hektor, ein Kalb von Hund, geht dem Halter bis zur Hüfte und hat ziemliches Agressionspotenzial bei Hundebegegnungen, Finn steigt da gerne mit ein, wenn wir uns treffen.
Normalerweise gehe ich forsch dran vorbei, Hauptsache heil vorbei, heute bin ich meinen Nerven zuliebe abgebogen, habe Finn hinter mich gestellt und Hektor vorbei gelassen.
Hektor fing an zu fixieren, Finn sprang vor - ich habe mich zu zu ihm gedreht und ihn zurück geschubst mit dem Knie und ihm den Weg verbaut.
Im nächsten Anlauf ging sein Kamm hoch und er hat mein Knie nochmal abbekommen.
Tja, und dann saß er da und hat Hektor, obwohl der pöbelnd in der Leine hing, problemlos und ohne zu bellen vorbei gehen lassen.
Als ich dann weiter wollte, hat er Anstalten gemacht, sofort zu der Stelle hin zu ziehen, an der Hektor zuletzt markiert hatte und ich habe ihn wieder zurück geschubst hinter mich.
Das mag brutal klingen, hat insgesamt aber nur dreißig Sekunden gedauert und danach war mein Hund zu 100% bei mir und es war das erste Mal, dass diese Begegnung ruhig von sich ging und ohne, dass die Hunde beide in der Leine hingen .
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Mit 13 Wochen ging ich in die Hundeschule und habe bei dieser Trainerin auch Privatstunden genommen, weil ich alles richtig machen wollte, von Anfang an. Als Welpe war mein Sammy so schlimm, dass ich mit den Nerven runter war.
Er schlief nie, war total aufgedreht, biss uns, raste unentwegt durch die Wohnung, fraß alles, zerstörte alles, man konnte nicht mit ihm schmusen und nicht vernünftig spielen.
So ging das ne lange Zeit, dann kam die nächste Hundeschule, weitere " der Hund muss ausgelastet werden" Sprüche, also mal täglich geübt, dazu noch eine Stunde am Tag mit Hunden gelaufen, plus Übungen.

Das ganze wurde bis er 5 Monate alt war, so schlimm, dass ich kurz davor war, ihn abzugeben, weil ich mir dachte" du bist für den Hund nicht geeignet".
Dazu kam noch, dass er nicht stubenrein werden wollte und ich neber meiner Arbeit nur noch für den Hund gelebt habe, mich einfach stundenlang hingesetzt habe, nur das er lernt, RUHE.

Mein Tiefpunkt sank immer mehr, da wurde mir meine jetzige Trainerin empfohlen und ich sagte" ok, dass ist die letzte Möglichkeit, alles zu ändern, schaffe ich es nicht, muss ich für den Hund ein neues Zuhause suchen"

Deswegen hab ich von klein auf schon Trainer hier gehabt.

Daher reagier ich natürlich gleich viel stärker auf solche Rückschläge als es soll.

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Das Verhalten zu entgegenkommende Hunde zeigt er erst seit ca 2 Wochen

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
22 Sep 2014
Beiträge
1.894
Ich sehe es wie Finnie Pooh und Gundi, ohne es böse zu meinen: aber ich habe auch den Eindruck, dass du dir wiedersprichst und das Verhalten deines Hundes möglicherweise falsch deutest? Und hast du gerade einen kompetenten Trainer da, oder nicht?
Wichtig ist, dass der Hund sein Verhalten, wenn andere Hunde entgegen kommen, schon VORHER anzeigt. Für mich macht das den Eindruck, als würdest du erst agieren, wenn der Hund schon in seinem Verhalten steckt: dann wird eine Korrektur schwierig.

Generell finde ich es extrem schwierig Tipps übers Internet zu geben. Es gibt diverse Techniken, die aber abhängig von dem jeweiligen Hund sind. Nur so als Beispiel: meiner fand andere Hunde immer extrem toll und wollte spoielen (leider so in der ersten HuSchu "gelernt"). Leinenaggression wurde nie gezeigt, trotzdem ging es mir auf den Zeiger, mit so ebenfalls ca. 8 Monaten, einen hibbeligen Hund an der Leine zu haben, der nicht ansprechbar ist. Wir haben wirklich JEDEN Tag daran geübt und und auch gezielt Hundebegegnungen provoziert. Dabei haben wir einiges ausprobiert: absitzen und anschauen, Kehrtwende, Klicker, mit dem Knie abdrängen. Jetzt wird er bald 2 und die Arbeit zahlt sich aus. Es wurde immer besser und erst (!) seit ca. 1 Monat kann ich relativ locker an anderen Hunden vorbeigehen. Selbst zu hmmm... 90%, wenn der andere Hund an der Leine Theater macht.
Unser Schhlüssel war: Ruhig bleiben (ich), weil das sofort auf meinen Hund abfärbt. Ich bin die ganze Zeit freundlich und sage in ruhiger Stimme "suuuper machst du das" ("Super" ist unser Markerwort). Falls es doch vorkommt, dass er drängen sollte, dann gibt es einen Schubser mit dem Knie und ein "LASS ES!"

Was Gundi, Finnie Pooh usw sagen wollen: die Mensch-Hund-Beziehung muss wachsen und ist ein ständiger Prozess. In erster Linie liegt es am Halter, dass er dem Hund etwas falsch vermittelt. Blöd natürlich, wenn -wie bei euch- 4 Monate rumgedoktort wird ohne jeglichen Erfolg. Leider ist der Aussie schlau und er speichert sehr schnell ab. Ich denke, ein kompetenter Trainer müsste bei euch so ansetzen, dass alles komplett neu erlernt wird. Auf Reset quasi ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.213
Fluffy
Rückschläge wird es immer mal geben und die sind normal, dein Hund ist noch ein "Kind", dazu eins in der Pubertät.
Wir alle haben solche Rückschläge gehabt und haben sie teils immer noch.
Ich bin eben auch quasi ins offene Messer gerannt, nachdem ich mich nach der Begegnung heute Morgen recht sicher gefühlt habe.
Uns kam Finns Erzfeind entgegen, den wir alle zwei Monate mal treffen.
Mittlerweile weiß ich ein Begegnungen zu händeln und kann die "Explosion" unterbinden, bevor sie stattfindet.
Nun kam der Hund uns aber das erste Mal ohne Leine entgegen, Halter noch hinter der Kurve verschwunden.
Nachdem ich laut Achtung! gerufen habe, habe ich Finn angeleint und der Halter packte seinen Hund am Halsband, da war mein Puls aber schon auf 180 und prompt war nichts mehr mit einfach vorbei gehen.
Weil ICH signalisiert habe, dass was falsch ist.
Finn hat sich ins Halsband gehängt, fing an zu husten, bekam mein Knie ab und wir wären fast im Gebüsch gelandet, weil ich gestolpert bin.
Der andere Halter ging wie immer schwankend mit seinem ziehenden, geiferndem Hund auf unserer! Seite des Weges weiter und grinste sich einen.

Solche doofe Begegnungen gibt es sonst alle paar Monate mal , heute halt leider zwei innerhalb weniger Stunden, blöd gelaufen, hat mich auch geärgert, aber nur kurz.
Aber shit happens, wie Gundi schon sagte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Also, widersprechen in dem Sinne tu ich mich nicht. Da jede Situation eine andere ist und das gestern einfach eine blöde Situation war. Er zeigt vorher an und das seh ich. Ist der andere Hund nicht direkt nah bei uns oder wie schon gesagt auf unserer Straßenseite, kann ich ihn mit kurzem zurückdrängen rausholen und er schaut dann auch. Ich provoziere diese Situationen auch, aber nicht im dunkeln und nicht mit mehreren Hunden im Park, dass fänd ich auch zu viel. Heute lief ein anderer Hund auf der anderen Seite und ich lief so, dass er ihn sehen konnte und beim ersten Anzeichen korrigiert und gut wars.

Und wenn du Nadine Otis auch eigentlich das selbe durch hast, weißt du ja eigentlich, was ich meine.
Und ja, nach dem überraschenden Anfang der Begegnungen habe ich nur agiert, den vorher lief es friedlicher ab.

Ich habe eine Trainerin da und wir gehen die Sache neu an, indem wir das ganze in Spaziergängen mit anderen Hunden zusammen trainieren.
Ihre Einschätzung ist" der will da hin spielen" " dass kann er halt jetzt nicht mehr"
Das gestern war sch... aber das war eine andere Situation.




Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Dabei
22 Sep 2014
Beiträge
1.894
Ganz so extrem war es bei uns ja nie. Wenn ich anderen mein Leid geklagt habe, verstanden manche gar nicht, was mein Problem wäre; ich bin da allerdings viel zu perfektionistisch und mich persönlich hat es gestört. Deshalb haben wir täglich daran gearbeitet. Was ich mit meinem Beispiel sagen wollte: es dauert und man braucht Geduld und Spucke.

Was ich nicht verstehe (vielleicht habe ich es auch missverstanden): ihr übt jetzt , mit eurer Trainerin, direkt im Spaziergang mit mehreren Hunden? Finde ich persönlich zu extrem für den Anfang. Ich würde das langsam steigern. Das wäre ja dieselbe Ausgangssituation wie im Park?

Aber dann scheint es doch bei euch nicht so schlecht zu laufen, wenn es auf der anderen Straßenseite funktioniert? Dann liegt das Problem doch lediglich an dem Abstand zum anderen Hund?
 
Dabei
26 Feb 2016
Beiträge
211
Alter
37
Ganz so extrem war es bei uns ja nie. Wenn ich anderen mein Leid geklagt habe, verstanden manche gar nicht, was mein Problem wäre; ich bin da allerdings viel zu perfektionistisch und mich persönlich hat es gestört. Deshalb haben wir täglich daran gearbeitet. Was ich mit meinem Beispiel sagen wollte: es dauert und man braucht Geduld und Spucke.

Was ich nicht verstehe (vielleicht habe ich es auch missverstanden): ihr übt jetzt , mit eurer Trainerin, direkt im Spaziergang mit mehreren Hunden? Finde ich persönlich zu extrem für den Anfang. Ich würde das langsam steigern. Das wäre ja dieselbe Ausgangssituation wie im Park?

Aber dann scheint es doch bei euch nicht so schlecht zu laufen, wenn es auf der anderen Straßenseite funktioniert? Dann liegt das Problem doch lediglich an dem Abstand zum anderen Hund?
Ich hab leider auch das ganz große Problem, dass ich mit diesem Hund zu perfekt sein will. Eigentlich ist das ein generelles Problem bei mir im ganzen Leben, dafür hab ich das andere Problem, dass, wenn ich mir etwas nicht zutrau, es erst gar nicht anfange.

Mir wurde von Anfang an überall gesagt, ich sei zu streng zu mir selbst. Früher hab ich mir null Gedanken bei meinem anderen Hund gemacht. Tja, und seit der Kleine da ist, ist alles anders.

Ich bin auch total stolz darauf, was ich mit meinem schon erreicht habe, dass hätte ich nie gedacht. Vor allem, weil ich von Beginn an einiges falsch gemacht habe.
Mit der Zeit wurde ich auch ruhiger. Ich bleibe immer konsequent, auch wenn es nur kurz vor die Tür geht, mache jede Handlung immer gleich und sage mir die ganze Zeit" das ist noch ein halbes Baby, der ist in der Pupertät und die Hormone sprießen" und mache ruhig weiter.
Meine Trainer haben auch gesagt," dass ist doch normal, schaun sie, wie toll er sich entwickelt hat" und " sie wollen zu schnell zu viel"

Ja, dass stimmt auch. Bin täglich dran.
Hab jeden Schnick Schnack erst mal eingestellt, nur Grundgehorsam im Alltag, spazieren und weiterhin Ruhezeiten.

Er kann viele Dinge, die sich andere wünschen würden, weil ich von Babyalter dran war, diese zu erarbeiten.
Aber auch jetzt schraube ich als mal runter, und durch die Arbeit kann ich nicht täglich Hundebegegnungen üben.

Ich denke, es wird etwas heftiger werden, wenn wir an diesen Spaziergängen teilnehmen, aber der wird ja von der Trainerin geleitet und überwacht. Mach ich das im Park, kann mich keiner beobachten oder korrigieren.

Das ist ja das widersprüchliche, der Anfang mit dem Treffen vom Hund der Trainerin ist erst Theater gewesen und dann hat er sich beruhigt als wir sprachen und waren 2 Stunden zusammen. So das aber jeder den anderen Hund in Ruhe gelassen hat, die haben nicht gespielt oder so.
Und nach den bissigen Attaken vom Hund meiner Freundin, konnten wir trotzdem danach spazieren gehn, deswegen seh ich das so streng, weil ich es einfach nicht deuten kann, da jede Situation anders ist.

Ich möchte so halt auch herausfinden, ob das Unsicherheit ist oder etwas anderes. Und ich lerne dabei ja auch.




Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 

Ähnliche Themen


Oben