Wie erzieht man einen Hund am Besten?

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20 Jan 2016
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Also wie es in dem Video bei 8:41 (hier nochmal der Link: https://www.youtube.com/watch?v=enlKAPsr5X0&feature=youtu.be) mit dem Leinenruck gezeigt wird geht für mich gar nicht. Bei 14:10 sieht man auch, wie der Hund zusammenzuckt. Ich hab echt nix gegen einen Klaps oder anrempeln oder blockieren, wenn es sein muss, aber Leinenruck ist für mich keine Erziehung. Das Verhalten wird dadurch ja nicht aufgehoben sonder mit "Angst vor Schmerzen" überdeckt. Da habe ich lieber einen Hund, der sich nur wegen den Leckerlis an mir orientiert, anstatt eines Hundes, der es aus Angst vor Konsequenzen tut.

Mit dem Stachelhalsband o.ä. ist es doch genauso. Die Hunde gegen innerhalb von Minuten brav an der Leine. Ja, weil sie halt müssen...

Vielleicht sehe ich das ja (noch) zu romantisch, weil so viel Hundeerfahrung habe ich jetzt auch nicht, aber ich möchte das mein Hund freudig mit mir arbeitet und dieses gezucke (also im Video bei 14:10) oder ducken (eher am Anfang des Videos) sind für mich keine Zeichen einer guten Mensch-Hund-Beziehung.

Mika bellt gerne, wenn sie zu einem anderen Hund möchte (manchmal Erregung/Angst, öfters mag sie spielen). Ich versuche es derzeit mit dieser Methode: http://www.dogforum.de/index.php/Thread/128830-Zeigen-und-Benennen/

@Fluffy - das mit dem Perfektionismus kenne ich zu gut. So geht es glaub vielen. Vorher dachte ich mein Hund hört innerhalb von wenigen Monaten perfekt ;-) Und dann haben ihn Leckerlis und Training erst gar nicht interessiert... Aber Hunde sind halt auch Individuen mit stärken und schwächen. Und junge Hunde sind nunmal wie Kinder. Wenn ich mir überlege, dass mein Hund eine bessere Impulskontrolle hat als ich :)D), dann setzt das die anderen Dinge schnell in Relation. Dafür klappen halt andere Dinge nicht immer so perfekt, aber das wird schon.
 
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15 Mai 2014
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Also wie es in dem Video bei 8:41 (hier nochmal der Link: https://www.youtube.com/watch?v=enlKAPsr5X0&feature=youtu.be) mit dem Leinenruck gezeigt wird geht für mich gar nicht. Bei 14:10 sieht man auch, wie der Hund zusammenzuckt. Ich hab echt nix gegen einen Klaps oder anrempeln oder blockieren, wenn es sein muss, aber Leinenruck ist für mich keine Erziehung. Das Verhalten wird dadurch ja nicht aufgehoben sonder mit "Angst vor Schmerzen" überdeckt. Da habe ich lieber einen Hund, der sich nur wegen den Leckerlis an mir orientiert, anstatt eines Hundes, der es aus Angst vor Konsequenzen tut.
Das habe ich auch gedacht:(. Auch die Besitzerin ruckt ziemlich viel an der Leine.
Ich selber versuche es zwar mit Blocken aber ohne aktiven Impuls wie Leinenruck. Mehrere Hundetrainer haben mir schon gesagt, dass ich es ohne nicht schaffen werde. Da habe ich immer gewechselt. Ich möchte keinen Hund der aus Angst vor mir gehorcht. Natürlich achtet er wenn er vor mir Angst hat auch auf mich.
Ich schleppe auch immer Leckerlies und ein Zerrseil durch die Gegend und versuche es ansonsten mit Konsequenz :D.
 
Dabei
31 Jan 2015
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Ich habe mir das Video heute morgen auch mal angesehen und empfand es ebenso... Sehr glücklich sah vor allem der Hund, der etwas später dazugeholt wurde, damit der erste vielleicht doch mal in die Leine geht, nicht aus... ganz im Gegenteil, hat sich geduckt und ansatzweise zusammengekauert. Wenn man die Körpersprache als Trainer schon nicht richtig deuten kann, finde ich das mehr als traurig.

Wobei ich die Idee, sich dem Hund in den Weg zu stellen, gar nicht schlecht fand und dann heute aufm Spaziergang auch gleich mal getestet habe (ohne Leinengeruckel und Co.) und er ist tatsächlich hinter mir geblieben, auch wenn ich es häufiger wiederholen musste. Mal sehen, vielleicht benutze ich das jetzt in "Extremfällen", in denen Yumo doch mal in die Leine gehen will, um ihn aus der Situation raus zu holen.

Aber heute war sowieso wieder der Wurm drin.
Yumo steht 4 Meter vor mir, ich rufe "Hier" und der guckt mich nur doof an und geht weg... grrrrr. blöde Pubertät, echt...
 
Dabei
15 Mai 2014
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Wobei ich die Idee, sich dem Hund in den Weg zu stellen, gar nicht schlecht fand und dann heute aufm Spaziergang auch gleich mal getestet habe (ohne Leinengeruckel und Co.) und er ist tatsächlich hinter mir geblieben, auch wenn ich es häufiger wiederholen musste. Mal sehen, vielleicht benutze ich das jetzt in "Extremfällen", in denen Yumo doch mal in die Leine gehen will, um ihn aus der Situation raus zu holen.
So habe ich meinen beiden den Befehl "hinter" beigebracht:). Dann müssen sie (egal ob mit oder ohne Leine oder frei am Fahrrad) hinter mir bleiben. Das ist super praktisch weil sie nicht um Kurven vorlaufen. Ich habe sie bestimmt ein paar Hundert Male zurückgeschickt, jetzt sitzt der Befehl aber recht gut (an der Leine noch am schlechtesten:confused:).
 
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31 Jan 2015
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So habe ich meinen beiden den Befehl "hinter" beigebracht:). Dann müssen sie (egal ob mit oder ohne Leine oder frei am Fahrrad) hinter mir bleiben. Das ist super praktisch weil sie nicht um Kurven vorlaufen. Ich habe sie bestimmt ein paar Hundert Male zurückgeschickt, jetzt sitzt der Befehl aber recht gut (an der Leine noch am schlechtesten:confused:).
Den Befehl haben wir auch und nutzen ihn, wenn ich an unübersichtliche Kreuzungen komme. Damit er nicht unkontrolliert auf einen Hundehalter zusteuert, der vllt einen angeleinten Hund hat. :)

Irgendwie habe ich das beides gar nicht miteinander in Verbindung gebracht :D
 
Dabei
8 Okt 2012
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Die Besitzerin ruckt ziemlich willkürlich an der Leine, ja, aber die Alternative ist, dass der Hund ungebremst mit seinem Körpergewicht in die Leine fliegt (was ihn übrigens null stört). Dann lieber ein richtig ausgeführter Rucker von oben nach unten, um den Kehlkopf nicht zu belasten statt locker 50kg wütender Hund, der sich ohne Rücksicht auf Verluste sein Halsband in den Kehlkopf rammt.

Dass ein Hund nicht den ganzen Tag debil grinsend und wedelnd durch die Welt rennt, ist übrigens normal. Ein Hund darf sich ruhig mal demütig verhalten. Gehört in einer Beziehung auch dazu, ganz ohne dass das mit Angst oder Schmerzen zu tun hat. Auch ein Abschnapper eines Hundes, der nicht trifft, kann bei einem anderen Hund Demut hervorrufen bzw. tut es im Optimalfall. Das ist eine Momentaufnahme und hat nichts mit generalisierter Angst vor dem ausführenden Hund oder, bei Korrektur durch den Menschen, Menschen zu tun. Das ist ganz normale Kommunikation und wäre in einem Streit mit dem Partner z.B. ein "Ist okay, hast ja Recht".
 
Dabei
15 Mai 2014
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Beim Video ist mir noch aufgefallen, dass die Trainerin beim Hundetausch zu ihrem Hund "bleib" sagt, zum fremden Hund hingeht und ihr eigener Hund steht selbstständig auf als die andere Hundehalterin auf ihn zugeht.
Ich finde das ganze Video nicht so klasse.
 
Dabei
8 Okt 2012
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Nein, da war einiges nicht so astrein. Fand es auch schade, dass die Besitzerin so vorgeführt wurde und ihr Verhalten dem Hund gegenüber nicht kommentiert wurde. Statt sie da so rumrucken zu lassen, hätte die Trainerin im Sinne des Hundes lieber direkt zeigen sollen, wie man es besser machen kann. Aber ich denke es ging bei dem Post eher darum, was davor mit "körperlich maßregeln" gemeint war.
 
Dabei
7 Okt 2014
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Das mit dem selbst Auflösen des Bleib und grade die Szene am Ende mit der Schäferhündin sind mir auch aufgefallen und etwas sauer aufgestoßen.
Allerdings sehe ich es wie akani...Wenn die Alternative die ist, dass ein Hund sich selbst fast erhängt und der Halter einen Salto schlägt, lieber mal zu etwas drastischeren Mitteln greifen.
ABER: in erster Linie sollte man doch dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt, indem man schon viel früher eingreift und dran arbeitet!

Dass ein Hund auch mal den Kopf einzieht und sich duckt, interpretiere ich nicht als grundsätzliche Angst (im Video kann ich es nicht beurteilen, fand es aber schon etwas zu krass) - Finn macht das ab und an auch.
Nämlich dann, wenn ich tatsächlich mal lauter werde, was so gut wie nie vorkommt.
Er ist offen, entspannt, freundlich, hat noch nie irgendeine Form der Gewalt erfahren müssen.
Wenn ich ihn aber lauter ermahne, weil er mich vorher meint, ignorieren zu müssen, sackt er in sich zusammen, als hätte ich einen Stöpsel gezogen und die Luft aus ihm heraus gelassen.
 
Dabei
15 Mai 2014
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Das mit dem selbst Auflösen des Bleib und grade die Szene am Ende mit der Schäferhündin sind mir auch aufgefallen und etwas sauer aufgestoßen.
Das Problem bei mir ist, dass ich nach solchen Vorfällen absolut kein Vertrauen mehr in die Erziehungsverfahren der Trainerin habe. Keiner meiner Hunde löst in einer so einfachen (ohne Hunde, Spielzeug, Leckerlie als Reiz) Situation ein bleib auf. Passieren kann es natürlich mal, aber dann hätte sie ihren Hund zumindest wieder zurückschicken müssen. Und ich kenne in unserem Hundeverein eine Reihe von Hunden die weitaus besser gehorchen als meine. Wir üben nur mit konsequentem Zurückbringen.
 
Dabei
26 Feb 2016
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Also ich habe am Anfang auch das Training gestartet, mit Leinenschnalzen, also nicht rucken und den Hund wieder zurückholen. Praktisch, Hund wird auf etwas aufmerksam, dann schnalzen und wieder zurückholen.
Was haltet ihr davon???

Ich habe das schnalzen schnell weggelassen, weil es mir auf die Nerven ging, da meiner auch irgendwie gestresster dadurch wurde und erst recht nach vorne ging.
Er hat das Verhalten auch nicht gelassen, wurde nur unbeeindruckter.
Ich nehm ihn immer mal wieder einfach an kurzer Leine, aber durchhängend, auch wenn ich jetzt nicht irgendwo nah vorbei muss. Er soll ja dann neber mir laufen. Wenn er etwas zieht, bleib ich stehen oder er korrigiert sich auch selber.
Da wir direkt an der Hauptstraße wohnen, lass ich ihn nur bedingt an langer Leine. Wenn irgendwo ein lautes Motorrad oder Mofa zu hören ist, geht er mir da schon extrem hoch und stellt sich auf. So kann ich schneller korrigieren.

Seit kurzem arbeite ich mehr mit Geschirr, also nicht nur für die Schlepp, finde das angenehmer.

Ich wollte meinem Hund nie beibringen, am Halsband nicht ziehen und am Geschirr darf er. Da er eh ein durchgeknallter ist, hat mir das nichts gebracht, weil er egal wo, immer richtig fest ins Halsband lief oder auch mit dem Geschirr. Um ihn von dem Stresslevel runterzubringen und das Verhalten zu stoppen, war mir klar, an beidem möchte ich nicht gezogen haben.
Wie gesagt, mit der Hauptstraße hat sich das Thema dann erledigt.
Da ich keinerlei Zugsportarbeit machen möchte und nur auf ruhige Arbeit gehen möchte, sagte mir die Trainerin auch, ich kann so mit dem Geschirr arbeiten.
Jetzt wo er sein Terretorialverhalten entwickelt, find ich es besser am Geschirr, da kann ich ihn leichter händeln und er bekommt nicht so ein Schmerz am Hals.

Irgendwie klappt das bei und eh nicht so mit rucken, mein Sammy ist einfach zu klein :)
Ich hatte vorher einen größeren Hund, da war es leichter :)
Aber ich übe fleißig daran, mich vor den Hund zu stellen und zu stoppen.

Die coolness aus dem Bericht muss man wirklich gut lernen, vor allem, wenn man eh Schwierigkeiten damit hat, aber es macht auch sehr viel aus.



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Dabei
8 Mai 2016
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Mal generell zu "wie erzieht man seinen Hund": am besten authentisch!

Das ganze Leckerlie - vollstopfen finde ich nicht so prickelnd. Am Anfang zum Erlernen der Kommandos ok, aber später?
Der Hund so ja aus Spaß und Freude mitarbeiten, nicht aus Fressgier.

Gewalt ist ebenso ein No Go, dann arbeitet der Hund aus Angst mit.

Beispiel meiner : er mufft und bellt ja gerne mal Fremde an. Wir haben es jetzt 4 Monate mit Schönfüttern probiert, Leckerlie von Fremden, Leckerlie wenn er ruhig ist etc pp.
Das Ergebnis: er holt sich das Leckerlie von dem Fremden und mufft weiter. Heute in der Postfiliale hat er einen Mitarbeiter angemufft der hinter uns rumgeschlichen ist.
Ich habe ihm 2x deutlich gemacht er soll es lassen. Beim 3. Mal gabs einen Stups in Nacken, das war für ihn so unerwartet dass er kurz gequiekt hat. Aber er war dann ruhig und wurde gelobt. Hat er einfach nicht zu tun, der Mann wollte ja nicht mal was von ihm.

Ich hoffe es war ok, aber Schönfüttern und Ignorieren halfen bisher nicht.
 
Dabei
28 Mai 2014
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Ich habe heute einen (schon älteren) Artikel gelesen und wollte euch mal fragen, wie ihr allgemein zur Hundeerziehung steht? Wir alle wollen einen Hund, der mit uns kommuniziert, gut zusammenarbeitet, uns versteht (geht das überhaupt?), und natürlich super gehorcht.
Wie erreicht man so etwas? Ideal ist natürlich, schon vom Bauchgefühl her, die völlig gewaltfreie Erziehung. Aber gehorcht der Hund dann auch gut? Ist er nicht dann nur konditioniert und nicht mehr ein selbstständig denkende Individuum? Schränkt man den Hund besser körperlich/psychisch ein um ihm klare Grenzen aufzuzeigen die er versteht? Kann dann noch so etwas wie Vertrauen entstehen?
Die Erziehung, die früher (und vielleicht auch heute noch vereinzelt) üblich war, indem der Hund "gebrochen" wurde und aus Angst gehorcht sollte sich ja von selbst verbieten.
Mich interessieren die unterschiedlichen Meinungen und Begründungen dazu.
http://www.planethund.com/hundeerzi...erfer-wissenschaft-shitstorms-moral-0106.html
Also ich finde es sollte eine gesunde Mischung aus allem sein, aber klar angewendet. Ich denke aber die Grundlage für jeden Hund der gehorsam und glücklich sein soll, ist eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund, dann macht es dem Hund auch Spaß zu hören. Ist ja auch logisch, ich erfülle auch lieber die Aufforderungen eines Menschen, den ich mag.

Außerdem denke ich, dass es eine der wichtigsten Sachen ist, dass der Hund klar weiß, was er darf und was nicht, z.B. trocken aufs Sofa, aber dreckig wird auf einmal Rumgeschrien. Da würde ich lieber gleich von anfang an regeln, z.B. wenn Hundedecke drauf liegt ists ok, sonst nicht o.ä. Auch, dass er Orientierung hat.
Leckerlis gehören für mich dazu, wenn es darum geht, neue Dinge zu lernen oder bei den wichtigsten Sachen, die einfach immer zuverlässig klappen müssen (klar gibts da nicht jedes Mal was und auch nur bei perfekter Ausführung). Wenn der Hund andere Sachen lieber mag, dann eben das (manche finden Streicheln ja auch toll), bei uns klappen Leckerlis am besten, bzw. das Futter, welches sich so gleichzeitig erarbeiten lässt.
Eine klare Ansage wenn der Hund Grenzen überschreitet, bei denen er durchaus weiß, dass er gerade was Verbotenes tut, muss aber auch mal sein, sofern man nicht übertreibt. Meist warne ich erst mit einem Wort, dann hat er noch die Gelegenheit, sich selbst zu korrigieren sozusagen, stellt er sich dann immernoch taub, wird es eben mal lauter - angepasst an den Hundetyp natürlich, bei meinem Kleinen würde die Welt zusammenbrechen, wenn man z.B. aufstampft bzw. wütend auf ihn zumarschiert, bei meinem Großen wäre das genau angemessen.

Körpersprachlich Grenzen setzen z.B. bei Leinenführigkeit finde ich auch völlig ok, tut dem Hund ja nicht weh. Was für mich nicht zur Erziehung dazu gehört, sind Schmerzen und alles was sonst noch die Beziehung stören könnte, z.B. Schreckreize o.ä.
 
Dabei
26 Mai 2015
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Hallöchen,

da habe ich ja eine hübsche kleine Debatte ausgelöst mit diesem Video.
Nur nochmal zur Erklärung: mir ging es dabei nur darum dass man sieht wie sie sich vor den Hund stellt und ihn blockiert, beim ersten Mal schubst sie ihn zurück, ist klar wie soll der Hund sonst wissen worum es geht.

Dass mab den Rest des Videos auseinander nehmen kann? Klar kann man. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf. Solche Videos egal wie gut oder schlecht sie sind nicht zum Nachmachen geeignet, ist wohl klar? Zeigen sie doch immer nur kurze Ausschnitte, dem Betrachter ist nichts weiter bekannt, nichts über den Trainingsstand der Hunde, nichts über die Hunde, nichts über die Personen.
Hier wird jetzt über "den Leinenruck" diskutiert als das totale No go. Also alles was ich in dem Video sehe ist etwas unkoordiniertes zuppeln an der Leine von der Besitzerin und wie die Trainerin den Hund mittels Leine zurück holt, ja dabei zieht sie auch kurz. Aber das was als Leinenruck zu verstehen ist, ist eine ganz andere Hausnummer und in dem Video wird das nicht gezeigt. Die Hunde dort bekommen keine Schmerzreize.

Irgendjemand schrieb ein schon was ist denn die Alternative? Ein größer Hund der voll in die Leine springt und sich einen Dreck darum schert dass das Halsband ihn kneift. Bedenkt doch mal was daraus entstehen kann wenn sich zwei solcher Kandidaten begegnen und eben kein Platz ist um einen Bogen zu laufen. Selbst an kurzer Leine und selbst wenn man die schon fest im Griff hat, wenn der Hund losspringt hat er trotzdem etwas Leine plus die Arme des Halters die er als Strecke nutzen kann. Und die Arme werden einfach nach vorn gerissen, egal wie sehr man dagegen hält.

Alle schreiben nen hier sowas wie: "ich nehme meinen Hund an die Lockere kurze Leine neben mich und gehe vorbei" "ich habe ein Kommabdo für hinten bleiben" usw.
Super wenn das so klappt. Super wenn der Hund nicht nach vorn geht.

Ich gehöre zu denen die einen Hund haben der sich nicht einfach an kurzer lockerer Leine zu Seite nehmen lässt wenn er auf Krawall gebürstet ist. Ich kann sie mit Kraftaufwand neben mir halten klar, aber die Leine ist dabei straff gespannt und zwar nicht weil ich daran ziehe sondern der Hund. Druck erzeugt Gegendruck, ist klar. Aber was soll ich tun? Immer mehr Leine geben damit die auch ja immer schön locker bleibt? Vergiss es. Das ist etwas ironisch retorisch geschrieben. Denn ich stelle die Frage nicht wirklich. Wir haben bereits Strategien. Leckerlies gehören übrigens nicht dazu, weil mein Hund nicht fressen will wenn er auf Angriff geschaltet ist.

Bitte nicht falsch verstehen ich bin gegen Gewalt, auch gegen Leinenruck und Co. Aber mir kommt es hier manchmal so vor als würden alle mit ihren Hunden auf einem rosa Ponyhof Leben, wo es garnicht vorkommen kann dass der Hund mal auf Krawall gebürstet ist. (Soll kein Angriff oder Beleidigung sein. Übertreibung verdeutlicht :) ).

Ich zumindest habe 17kg geballte Aussiepower an der Leine (und sie ist ein Leichter Vertreter ihrer Rasse und es gibt viele Rassen die viel schwerer sind), es war schon Arbeit genug dem Hund die nötige Impulskontrolle abzutrainieren normal an der Leine zu laufen, irgendwann im Fuß zu gehen usw. Wir haben da noch einen langen Weg vor uns und so einfach wie das hier öfter mal rüberkommt ist es bei weitem nicht und mein Hund hat "nur" das Bedürfnis nach größerer Distanz zu anderen Hunden (was im Altag halt nicht immer möglich ist) wir reden hier noch nicht von einem wirklich agressiven / Leinenagressiven Hund.

Aber ich denke genau an solche Fälle Soll auch das Video richten. Klar das Video ist nicht so richtig Professionell gemacht, da könnte man mehr Zeit investieren usw. Vielleicht ein paar mehr Erklärende Worte vorweg usw. Weil viel zu viele es stumpf nach machen könnten. Aber es kann auch zeigen: Mensch! Für mein Problem kann es doch eine Lösung geben, ich auch mir mal ne Hundeschule oä.
 
Dabei
26 Feb 2016
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Hallöchen,

da habe ich ja eine hübsche kleine Debatte ausgelöst mit diesem Video.
Nur nochmal zur Erklärung: mir ging es dabei nur darum dass man sieht wie sie sich vor den Hund stellt und ihn blockiert, beim ersten Mal schubst sie ihn zurück, ist klar wie soll der Hund sonst wissen worum es geht.

Dass mab den Rest des Videos auseinander nehmen kann? Klar kann man. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf. Solche Videos egal wie gut oder schlecht sie sind nicht zum Nachmachen geeignet, ist wohl klar? Zeigen sie doch immer nur kurze Ausschnitte, dem Betrachter ist nichts weiter bekannt, nichts über den Trainingsstand der Hunde, nichts über die Hunde, nichts über die Personen.
Hier wird jetzt über "den Leinenruck" diskutiert als das totale No go. Also alles was ich in dem Video sehe ist etwas unkoordiniertes zuppeln an der Leine von der Besitzerin und wie die Trainerin den Hund mittels Leine zurück holt, ja dabei zieht sie auch kurz. Aber das was als Leinenruck zu verstehen ist, ist eine ganz andere Hausnummer und in dem Video wird das nicht gezeigt. Die Hunde dort bekommen keine Schmerzreize.

Irgendjemand schrieb ein schon was ist denn die Alternative? Ein größer Hund der voll in die Leine springt und sich einen Dreck darum schert dass das Halsband ihn kneift. Bedenkt doch mal was daraus entstehen kann wenn sich zwei solcher Kandidaten begegnen und eben kein Platz ist um einen Bogen zu laufen. Selbst an kurzer Leine und selbst wenn man die schon fest im Griff hat, wenn der Hund losspringt hat er trotzdem etwas Leine plus die Arme des Halters die er als Strecke nutzen kann. Und die Arme werden einfach nach vorn gerissen, egal wie sehr man dagegen hält.

Alle schreiben nen hier sowas wie: "ich nehme meinen Hund an die Lockere kurze Leine neben mich und gehe vorbei" "ich habe ein Kommabdo für hinten bleiben" usw.
Super wenn das so klappt. Super wenn der Hund nicht nach vorn geht.

Ich gehöre zu denen die einen Hund haben der sich nicht einfach an kurzer lockerer Leine zu Seite nehmen lässt wenn er auf Krawall gebürstet ist. Ich kann sie mit Kraftaufwand neben mir halten klar, aber die Leine ist dabei straff gespannt und zwar nicht weil ich daran ziehe sondern der Hund. Druck erzeugt Gegendruck, ist klar. Aber was soll ich tun? Immer mehr Leine geben damit die auch ja immer schön locker bleibt? Vergiss es. Das ist etwas ironisch retorisch geschrieben. Denn ich stelle die Frage nicht wirklich. Wir haben bereits Strategien. Leckerlies gehören übrigens nicht dazu, weil mein Hund nicht fressen will wenn er auf Angriff geschaltet ist.

Bitte nicht falsch verstehen ich bin gegen Gewalt, auch gegen Leinenruck und Co. Aber mir kommt es hier manchmal so vor als würden alle mit ihren Hunden auf einem rosa Ponyhof Leben, wo es garnicht vorkommen kann dass der Hund mal auf Krawall gebürstet ist. (Soll kein Angriff oder Beleidigung sein. Übertreibung verdeutlicht :) ).

Ich zumindest habe 17kg geballte Aussiepower an der Leine (und sie ist ein Leichter Vertreter ihrer Rasse und es gibt viele Rassen die viel schwerer sind), es war schon Arbeit genug dem Hund die nötige Impulskontrolle abzutrainieren normal an der Leine zu laufen, irgendwann im Fuß zu gehen usw. Wir haben da noch einen langen Weg vor uns und so einfach wie das hier öfter mal rüberkommt ist es bei weitem nicht und mein Hund hat "nur" das Bedürfnis nach größerer Distanz zu anderen Hunden (was im Altag halt nicht immer möglich ist) wir reden hier noch nicht von einem wirklich agressiven / Leinenagressiven Hund.

Aber ich denke genau an solche Fälle Soll auch das Video richten. Klar das Video ist nicht so richtig Professionell gemacht, da könnte man mehr Zeit investieren usw. Vielleicht ein paar mehr Erklärende Worte vorweg usw. Weil viel zu viele es stumpf nach machen könnten. Aber es kann auch zeigen: Mensch! Für mein Problem kann es doch eine Lösung geben, ich auch mir mal ne Hundeschule oä.
Da bin ich der gleichen Meinung, es geht öfter mal nicht anders. Meiner ist auch ein Kandidat, der gern nach vorne will und schon hat man den Zug auf der Leine, oder wenn eben ein anderer Hund in Sicht ist, dann will er auch vor, aber es ist keine Leinenaggresion bei uns, er will einfach nur zu dem anderen Hund.
Wir hatten jetzt auch das laufen in der Gruppe mit meiner Trainerin, dass war unser erstes Treffen und waren 9 Hunde. Wir sind ungefähr 1 1/2 Stunden unterwegs gewesen und meiner ist da super mitgelaufen, klar, er war überwiegend mit etwas Zug unterwegs, aber auch da sagte mir die Trainerin, dass ist nicht schlimm, weil die Situation auch neu für ihn war.

Für mich ist das eine tolle Sache gewesen, denn ich weiß jetzt, dass meiner nicht unbedingt aggro wird.
Damit kann ich gut umgehen und mach mir weniger Sorgen.

Mit dem Hinten bleiben, dass haben wir nicht geübt bis jetzt. Ich nehm ihn hinter mich oder stell mich vor ihn. Klar, er will durch, aber dass lass ich einfach nicht zu. Ich übe es immer wieder mal zwischendurch und jetzt läuft er auch bei engen Wegen hinter mir. Aber am liebsten läuft er neben mir und das ist auch ok für mich.

Das Video ist nicht perfekt gemacht, aber mich stört so etwas weniger, bin eh kein Freund von nachmachen.
Meiner merkt schnell, wenn ich etwas "ausprobiere".
Jetzt verstell ich mich nicht mehr und bin ich selbst und es klappt viel besser.

Aber das zurück schupsen, ihn nach hinten drängen bringt schon sehr viel und da ist bei uns halt auch Zug auf der Leine. Aber je nach Intensität seiten meines Hundes muss auch solch eine dann von mir kommen, sonst nimmt er mich ja nicht ernst und lernt nichts dabei. Außer, dass er gewinnt.

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Dass mab den Rest des Videos auseinander nehmen kann? Klar kann man. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf. Solche Videos egal wie gut oder schlecht sie sind nicht zum Nachmachen geeignet, ist wohl klar? Zeigen sie doch immer nur kurze Ausschnitte, dem Betrachter ist nichts weiter bekannt, nichts über den Trainingsstand der Hunde, nichts über die Hunde, nichts über die Personen.
Hier wird jetzt über "den Leinenruck" diskutiert als das totale No go. Also alles was ich in dem Video sehe ist etwas unkoordiniertes zuppeln an der Leine von der Besitzerin und wie die Trainerin den Hund mittels Leine zurück holt, ja dabei zieht sie auch kurz. Aber das was als Leinenruck zu verstehen ist, ist eine ganz andere Hausnummer und in dem Video wird das nicht gezeigt. Die Hunde dort bekommen keine Schmerzreize.


Aber ich denke genau an solche Fälle Soll auch das Video richten. Klar das Video ist nicht so richtig Professionell gemacht, da könnte man mehr Zeit investieren usw. Vielleicht ein paar mehr Erklärende Worte vorweg usw. Weil viel zu viele es stumpf nach machen könnten. Aber es kann auch zeigen: Mensch! Für mein Problem kann es doch eine Lösung geben, ich auch mir mal ne Hundeschule oä.
Also einmal denke ich, dass jeder Leinenruck in unterschiedlich starkem Maße ein Schmerzreiz ist und in dem Video wird ganz klar häufig geruckt.
Das Video zeigt einen schnellen Erfolg in einer häufig auftretenden und frustrierenden Situation. Das ist ganz klar reizvoll.
Du schreibst, das Video sollte einen dazu bringen in die Hundeschule zu gehen. Videos animieren aber weitaus häufiger zum Nachmachen und Ausprobieren.
Ich habe zwei Aussies mit 27 und 18 kg. Es ist mir auch schon mal passiert, dass beide gleichzeitig in die Leine springen. Das ist nicht witzig. Trotzdem würde ich nicht versuchen die Leinenführigkeit und das "auf mich achten" mit Leinenruck zu erreichen. Das mag ich einfach nicht (Blocken und Zurückdrängen finde ich völlig OK). Dann dauert die Erziehung halt etwas länger...
Das Video wurde von einer Hundetrainerin ins Netz gestellt, es ist kein zufällig entstandenes Objekt.
Und ganz klar würde ich niemals zu einem Trainer gehen, dessen eigener Hund nicht mal auf Befehl sitzen bleibt. Ich hätte einfach auch Zweifel in allen anderen Bereichen.
 
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26 Feb 2016
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Mal was ganz anderes.
Mit Leinenruckerziehung, ist klar, geht nicht.
Aber es hat doch bestimmt jeder schon die Situation gehabt, der Hund nimmt irgend einen Sch.... vom Boden auf und hat dann reflexartig an der Leine geruckt. Das ist doch auch ein Schmerzreiz.
Bis man dem Hund beigebracht, nichts vom Boden zu fressen, dauert ja auch eine gewisse Zeit und wenn etwas blödes passiert, ist man sicher nicht locker und sagt" gibs mir" da erschreckt man den Hund auch mal und hat so einen Schreckreiz ausgelöst...

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7 Okt 2014
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Klar Fluffy , aber das ist eine spontane Reaktion, die in dem Moment zum Schutz des Hundes dient und bei der der Nutzen/Kosten Faktor einfach eine ganz andere Relevanz hat.
Es geht ja hier um "geplante" und bewusst eingesetzte Schmerzreize.
 
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26 Feb 2016
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Klar Fluffy , aber das ist eine spontane Reaktion, die in dem Moment zum Schutz des Hundes dient und bei der der Nutzen/Kosten Faktor einfach eine ganz andere Relevanz hat.
Es geht ja hier um "geplante" und bewusst eingesetzte Schmerzreize.
Ok Finnie Pooh, jetzt hab ichs verstanden :)

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