Zweithund immer/oft alleine erziehen?

Dabei
10 Mrz 2013
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#1
Wie habt ihr es mit der Erziehung des Zweithundes/ Welpe gemacht? Seit ihr immer getrennt los? Oder nur Hunde-, bzw Welpenschule getrennt.
 
Dabei
25 Feb 2014
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#2
Hi... Also ich hab es so gemacht, dass ich zu Anfang immer mit beiden bin... Da der Kleine viel vom Großen lernt...er war dann ganz irritiert, als ich dann mal mit ihm alleine gegangen bin... Inzwischen natürlich nicht mehr...Ich geh aber auch oft mit meinem Ersthund alleine raus... So, dass jeder Hund beim spazieren gehen mal meine ganze Aufmerksamkeit bekommt.. Das klappt prima ;-) auch zu zweit hören sie dann toll... Und tragen ein Battle aus... Wer nun besser folgt ;-)))
 
Dabei
11 Nov 2012
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#3
Ich muss ehrlich zugeben, ich mache sogut wie nie etwas einzeln mit den Hunden. Ich hab gar nicht die zeit drei Hunde ständig einzeln zu bespassen. Somit müssen meine Hunde damit Leben, mich so gut wie immer teilen zu müssen. Übe ich etwas mit einem Hund, sind alle meine Hunde dabei usw. Es gibt nur 2 Stunden in der Woche, wenn ich mit meinem rüden agi und flyball Training habe, bei dem mein rüde mit mir ohne meine anderen Hunde auf dem hundeplatz ist. Die anderen warten dann im Kofferraum. Ansonsten sind meine Hunde eigentlich immer zusammen unterwegs.

lg
 
Dabei
7 Jan 2013
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#4
Meine auch... Sehe da auch ehrlich gesagt wenig Sinn drin sie einzelt zuerziehen denn sie müssen nun mal die meiste Zeit in der Gruppe auf mich hören.... Ich würde glaube ich nur einzeln arbeiten wenn einer von beiden ein spiezielle marotte entwickeln würde wie pöbeln an der Leine usw.....
 
Dabei
15 Mai 2014
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#5
Also Leinenführigkeit habe ich am Anfang meist alleine geübt oder, am Besten, meine Tochter mitgenommen, das ging sonst gar nicht. Naila hüpfte sonst immer um Zaro herum oder hing in seinen Ohren (als sie 8-10 Wochen alt war). Nachdem es einigermaßen klappte bin ich aber auch gleich mit beiden losgegangen. Sie müssen es ja sowieso lernen.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#6
Also als Lennox eingezogen ist gabs bei uns ja ne ältere Mix Hündin und die zwei Rüden meiner Tante wo jeden Tag da waren. Meist hab ich die Großen zu den Pipirunden mitgenommen und einmal am Tag gabs für die Großen ne extra Runde und für Lennox auch. Einfach das er sich nicht zu sehr nur an den Hunden orientiert. Wobei die anderen da echt Gold wert waren weil da klappte der Rückruf immer sauber und der Knirps kam einfach mit ;) Also ich werds auch beim nähsten Welpen so machen. Viel zusammen aber auch einiges allein ;)
 
Dabei
12 Dez 2012
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#7
Kurze Antwort: Die Mischung macht's! :D

Ich glaube das hängt auch einfach von der gegebenen Hundekonstellation ab. Klar, sollen beide Hunde zusammen führig sein - allerdings halt ich es für dieses Ziel schon nicht für schlecht, wenn auch jeder Hund einzeln führig ist. Wir haben von Anfang an beides gemacht: Mit beiden Hunden einzeln gegangen, haben sie aber auch recht schnell gemeinsam ausgeführt. Wichtig war mir halt schon, dass Chili sich nicht etwa nur an Arkos orientiert, sondern hauptsächlich an mir und ich auch zu ihr eine Bindung aufbaue. Außerdem musste ich Chili ja auch erst einschätzen lernen, zwei Hunde managen ist einfacher, wenn man den einzelnen einschätzen kann - auch, wenn sie zusammen vielleicht nochmal andere Dynamiken entwickeln.
Oder das Alleinebleiben: Gut und schön, wenn der Zweite zusammen mit dem Ersten, weil der das schon kann, alleine bleiben kann. Aber was, wenn der erste mal nicht da ist, weil er etwa krank ist? Gerade bei unserer Konstellation ist uns wichtig, dass beide es auch ohne den anderen aushalten. Denn eine läufige Hündin und ein unkastrierter Rüde müssen einfach voneinander getrennt werden, v.a. wenn man kein Auge auf sie haben kann ;)

Also ich finde beides wichtig: Dass die Hunde als Team funktionieren, aber dass auch jeder Hund einzeln mit mir als Team funktioniert, bzw. beide Hunde zusammen mit mir funktionieren. Und um dieses Ziel zu erreichen, übe/trainiere ich ganz gezielt auch mit jedem einzeln. Beiden Hunden tut es mE gut, wenn sie Aufmerksamkeit ganz für sich allein bekommen. Gerade am Anfang, wo Chili noch nicht so viel laufen durfte, brauchte Arkos ja trotzdem seine große Runde und ich hatte immer das Gefühl, dass er diese Auszeit von der Kleinen sehr genossen hat. Er fand die Kleine nicht doof oder so, aber es war doch eine Umstellung und die Gassirunde nur für ihn war eine Konstante. Die Kleine war nicht plötzlich überall da, machte ihm nicht plötzlich überall Konkurrenz, sondern er hatte auch was für sich.

Und wenn Arkos grade ein paar pubertäre Launen hatte, dann bin ich auch mit beiden getrennt raus. Denn die Kleine sollte sich ja keine Faxen vom Großen abkucken. :D
 
Dabei
10 Mrz 2013
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#8
@nemesis: danke, für die kurze Antwort ;). Das scheint mir alles sehr einleuchtend. Zeigt mir grade aber auch, dass ich wirklich noch 2 Jahre oder mehr warten muss. Habe noch ziemlich junge Kinder....und da gibt es halt nicht nur Hund. Das ist dann schon ne andere Hausnummer zwei getrennt von einander zu arbeiten. Wenn beide "eingespielt " sind ist es kein Thema, aber so ein Zweitwelpe will halt erzogen werden....oder besser ich mochte das.
 
Dabei
25 Jun 2014
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#9
Hab meine immer beide dabei gehabt.
Geht viel einfacher. Der Kleine hat beim Großen das gewünschte Verhalten schnell abgeschaut - da musste ich fast nichts mehr "erklären". Das ging echt gut.
 
Dabei
12 Dez 2012
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#10
Hab meine immer beide dabei gehabt.
Geht viel einfacher. Der Kleine hat beim Großen das gewünschte Verhalten schnell abgeschaut
Das geht aber auch nur viel einfacher, wenn der Große das gewünschte Verhalten schon zeigt, man also schon einen verlässlichen Ersthund hat. :D :D Das war/ist bei uns so nicht der Fall. Daher wird auch getrennt geübt.

Zudem fällt mir immer wieder auf: Arkos mag Chili echt gerne, aber er genißet es unheimlich, wenn er die volle Aufmerksamkeit hat und man nur etwas mit ihm macht! Er ist kein besonders selbstbewusster Hund und schnell unsicher, daher tut ihm das richtig gut. :)
Es muss halt zu den Hunden passen, für meinen Großen fände ich es nicht fair, wenn er die Aufmerksamkeit immer teilen müsste. Damit würde er eher untergehen, weil Chili eine unheimliche Präsenz und ein unheimlich "einnehmendes Wesen" (hier bin ich - alles meins) hat. Man muss in meinen Augen immer auch auf den einzelnen Hund achten und jedem einzeln gerecht werden. :)
 
Dabei
27 Jun 2012
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#11
Ich würde es auch von den Hunden abhängig machen. Generell bin ich da ganz bei Nike :D

Meine beiden genießen es immer sehr, wenn ich auch mal was mit ihnen alleine mache. Merlin blüht da immer richtig auf. Da er eigentlich ein sehr easy-going Hund ist, aber Yankee körperlich unterlegen, geht er bei den gemeinsamen Runden manchmal etwas unter. Da Yankee unter anderem gerne jagt, muss ich ihn sehr gut beobachten, damit er nicht abhaut. Da kriegt Merlin dann automatisch weniger Aufmerksamkeit.

Also wenn ich die Zeit habe, gehe ich gerne auch getrennt mit beiden. Am Anfang habe ich das leider weniger gemacht, inzwischen würde ich das anders handhaben.
Wenn man allerdings zwei oder mehrere "einfache" Hunde hat, würde ich schon oft zusammen losziehen und seltener was getrennt machen. Ab einer gewissen Anzahl der Hunde wird das auch irgendwann schwierig.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#12
Sowohl als auch... zum einen ist es gut, wenn Dein Hund auch unter Ablenkung des eigenen Rudels lernt sich auf Dich zu konzentrieren, zum anderen ist es wirklich wichtig, auch alleine mit ihm zu arbeiten.
Zum einen förderst Du damit die Bindung zu Dir, Du lernst Deinen Hund besser kennen, die meisten Hunde genießen es, wenn sie mal exklusiv die erste Geigen spielen, mitunter verhalten sie sich einzeln u.U. auch anders, als in der Nähe des anderen (Rudeldynamik!) u. es ist in meinen Augen auch wichtig, das der Hund lernt, auch mal ohne den anderen zu sein.
 
Dabei
29 Dez 2014
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#13
Ich hatte ja bei meiner Vorstellung schon geschrieben,dass ich vor den Aussies fünf Collies hatte. Darunter war ein Wurfgeschwisterpärchen und als die beiden neun Monate alt waren kam noch ein Welpe dazu. Ich war fast immer mit dem ganzen Rudel unterwegs, überhaupt kein Thema.

Dass zwei Aussies so ne ganz andere Hausnummer sind, hätte ich nun doch nicht gedacht:rolleyes:
Meine Easy hatte von Anfang an massive Baustellen (traumatisch bedingte Leinenaggression fremden Hunden gegenüber, pöbeln bei entgegenkommenden Menschen, jagen!).
Aus diesem Grund war ich immerhin schlau genug mir als zweithund keinen Welpen zu holen, sondern einen erwachsenen gefestigten Hund.
Ich hatte auch das Glück, dass ich Romeo über einen längeren Zeitraum erstmal kennenlernen durfte, bevor er hier einzog.
Er zeigte kein einziges problematisches Verhalten, tut er bis heut nicht, es sei denn Easy ist dabei!
Da meint der rote Klops er muss den grossen Checker spielen und rast wild bellend auf entgegenkommende Menschen mit oder ohne Hund zu.
Geht gar nicht!
Er lässt sich zwar zu 100% abrufen und kommt sofort im gleichen Tempo zurück, derweil rastet Easy an der Leine komplett aus, dabei war ich sooo froh, dass ich zumindest das pöbeln Menschen gegenüber im Griff hatte...

Deshalb bin ich mit meinen beiden sehr viel einzeln unterwegs. Ich trainiere mit Romy nun genauso zeigen und benennen wie mit Easy. Hab das bisher immer etwas vernachlässigt, weil mit Romy unterwegs kann man ja so schön die Seele baumeln lassen, was mit Easy nie möglich sein wird.


Eigentlich geh und trainiere ich schon gerne einzeln mit den beiden aber es muss natürlich auch zu zweit funzen.
Mir machen meine beiden schon sehr deutlich, wie schnell sich der eine die negativen Dinge des anderen abschaut, aber ich merke auch, dass mein Training immer besser greift.
 

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